The spotted Pig, New York City

Eine Kneipe mit guten Essen und zivilen Preisen, wilder Bedienung und einem Michelin Stern: The Spotted Pig in Greenwich Village

Der verehrte Kollege von troisetoile machte mich auf dieses Restaurant aufmerksam. Er aß hier 2012 günstig zu Mittag. www.troisetoiles.de/2012/01/25/the-spotted-pig-saugut/ Mittlerweile haben hier die Preise recht gut angezogen. Schrieb er, das teuerste Gericht kostet 18 Dollar, so kostet jetzt schon der Hamburger 20 Euro und ein Fisch auch gerne über 30 $.

Hier sind unsere Erfahrungen.
Wir kommen Monatgs um 18 Uhr und finden problemlos einen Tisch. Man sitzt allerdings sehr unbequem und kann sich nur halb an Blumentöpfe lehnen. Es ist sehr laut, aber nicht zu laut. Unsere Bedienung, Will, könnte gut auch in einer Rockerkneipe arbeiten. Will kennt die Küche und kann auch erklären.

Wir bestellen zuerst ein Dutzend Austern und einen Rose Prosecco (den wollte meine Frau …). Der Prosecco war ausverkauft und die Austern waren solala, irgednwelche aus Long Island. Bequem war, dass die Austern schon ausgelöst waren. (36€). Leider gab es noch nicht einmal ein Tellerchen dazu, man schlürfte aus der Hand und tropfte auf das Papiertischtuch.
Dann hatten wir ein Schweineohr Salat. Das Ohr war paniert und superknusprig. Das könnte auch toll für Wiener Schnitzel klappen. Das war auf jeden Fall ein sehr guter Gang. Ameuse gab es keines. Brot auch nicht. Unsere Nachbarn fragten sehr aufdringlich nach Brot und bekamen es. Dann bestellten wir es auch. Wir bestellten nochmal 12 Austern, die aus Long Island waren jetzt alle und wir bekamen sehr viel bessere Kuchi aus British Columbia, Canada.

Wir hatten Lust auf Steak und bestellten zweimal das Skirt Steak. Es kam mit komplett zerkochten Gemüse und recht zähem Fleisch. Michelin Stern? 12-13 Punkte GM maximal. Weil wir noch hungrig waren, bestellten wir die Pommes. Die waren Klassse. Vielleicht die besten, die ich je hatte. Die waren sogar den happigen Preis von 8$ wert!
Sowieso waren ca. 2/3 der Teller die rausgingen, Hamburger mit Pommes. Nach den Pommes konnten wir das verstehen.

Zum Dessert hatten wir einen Blaubeerkuchen mit Baisereiskrem. Das war Klasse. Ebenso der Cappuccino. Weniger schön ist es, dass der Cappuccino auch auf der Untertasse war. Aber auf Nachfrage bekamen wir eine Papierservietten zum Aufwischen.

Fazit: Den Michelinstern konnten wir nicht entdecken. Ein Markus Semmler in Berlin kocht 3x so gut ohne Stern. Der Service war nett, aber wirklich nicht berühmt. Auch nicht schnell. Die Pfütze auf der Untertasse war bezeichnend. Wir werden vielleicht noch einmal wieder kommen, dann werden wir es aber so machen, wie die meisten dort: 1 Glas Bitter Bier mit Hamburger für 30 Euro zusammen (ink. Tipp und Tax) pro Person.
Wir zahlten jetzt 275 $, das war es nicht wert.
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