Sonja Frühsammer

von Bernhard Steinmann

Der Einstieg in einen Bericht über gutes Essen bei einem Restaurantbesuch beginnt regelmäßig mit einem Überblick über den Werdegang des Koches. In diesem Falle handelt es sich um eine Köchin: Sonja Frühsammer, Berlins einzige Sterneköchin.

Hier können wir uns getrost eine lange Einleitung ersparen, da Sonja Frühsammers Lebensgeschichte hinlänglich bekannt ist und wir schon häufiger über sie berichtet haben. Erwähnenswert erscheint mir allerdings die Tatsache, dass sie bei Siemens eine Kochlehre absolvierte und nicht, wie gefühlt jeder dritte Sternekoch, bei Harald Wohlfahrt in der Küche begonnen hat. Ein Engagement bei Karl Wannenmacher im Alt-Luxemburg, hat mit Sicherheit zu interessanten Einsichten und weiterführenden Kenntnissen geführt. Wannenmacher kochte bereits in den Siebzigerjahren auf hohem Niveau, nämlich in Berlins erstem Zweisterner, dem Maitre in der Meinekestraße.
Für Sonja Frühsammer also eine durchaus wichtige und interessante Station.

Natürlich kann man nicht über Sonja Früsammer schreiben ohne deren Ehemann Peter zu erwähnen. Peter Frühsammer, selbst in jungen Jahren mit einem Michelinstern ausgezeichnet, ist eher der klassisch, konservativen Küche zugewandt. Sonja hingegen ist offener gegenüber moderneren Einflüssen, ohne jedoch jedem modischen Unfug hinterherzulaufen. Die Gespräche des Ehepaares über die strategische Ausrichtung der Küche stelle ich mir jedenfalls recht unterhaltsam bis anstrengend vor.

Das Menü:

Sphärische Olive – Parmesanpraline und Eberesche – Kumquat und Thunfisch

Petersilienwurzel, Zitrone und Kapern

Gänseleber, Haselnuss, Quitte

Suppenshots:
Aubergine,
Lamm,
Hokaidokürbis mit Tonkabohne

Die Suppenshots dürfen bei Sonja Frühsammer nicht fehlen.
Wie immer sind sie äußerst schmackhaft.

Jakobsmuschel, Schwarzwurzeln, rosa Grapefruit, Koriander, Safransud

Loup de Mer, Topinambur, Fenchelsalat, Meerrettich, Dill

Schweinebäckchen, Pak Choi, Shi Take, Zitrone, Pancetta
Auffallend zarte Säurenoten koalieren mit einer geschmacklichen Schärfe.
Nun gut, Schärfe ist keine Geschmacksrichtung, doch Sie wissen, was ich meine.
Das Gericht ist vielschichtig und bestens ausbalanciert.

Ostalb Lamm, Blumenkohl, Beluga Linsen, grüner Pfeffer

Beelitzer Hirschfilet, Rote Bete, Mohnschupfnudeln. Estragon, Süßholz

Ein klassischer Hauptgang. Die Mohnschupfnudel passen vortrefflich zum perfekt gegarten Hirschfilet. Rote Bete zur Begleitung klingt vielleicht etwas simpel, doch stellen sich diese schließlich als ideale Ergänzung heraus.

Mandarine, Kopfsalat und Basilikumeis
und
Mandarine, Basilikum, Gin
Vordesserts sind grundsätzlich so eine Art Vorbereitung auf das Finale. Sie sind regelmäßig nicht nur kleiner als die nachfolgenden Desserts sondern, meiner Meinung nach, auch geschmacklich weniger auffallend. Kein Wunder, sie sollen ja vorbereiten und den Endeffekt nicht vorwegnehmen.
Doch mon Dieu, was passiert hier?

Der kleine Zwischengang mit seinen klar konstruierten Aromen, augenzwinkernd serviert, entpuppt sich als veritabler Glücksfall. Eine Kleinigkeit mit großer Wirkung. Fruchtig, erfrischend, einfach toll.

„Weißes Snickers 2016“

Thai Mango, Kokos, Zitronengras

FAZIT:

Auf den ersten Blick wirkt die Küche Sonja Frühsammers immer gleich. Gleich gut.
Bei näherem Hinschauen jedoch bemerkt man die Entwicklung der Köchin, deren Handschrift gegenüber unserem letzten Besuch unglaublich gereift ist.
Nicht nur die Hauptkomponenten der Kreationen erfahren die notwendige Aufmerksamkeit, auch das Beiwerk findet entsprechende Beachtung und wird geschickt eingesetzt. So ergeben sich aromatische Geschmacksbilder, die selbst im Einsternebereich nicht alltäglich sind.
Einfacher ausgedrückt: Bei der Ausgestaltung der komplexen und stimmigen Aromenbilder kennt die sonst so bescheiden auftretende Küchenchefin keine Zurückhaltung. Ein Flirt mit dem Perfektionismus ist unverkennbar.
Die zeitgemäß kochende und experimentierfreudigere Hälfte des Ehepaares scheint derzeit den Ton anzugeben.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer bei www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

KitchenAid Experience Store and Showroom

KitchenAid eröffnet ersten „Experience Store and Showroom“ in Londons namhafter Kitchen-Alley

Von den Galerien in Mayfair über die Möbelausstellungen in Clerkenwell bis zu dem sich ständig weiterentwickelnden kreativen Zentrum in Shoreditch: London steht für eine dynamische Szene und ist Knotenpunkt vieler Hersteller und Designer. Gerade deswegen ist die britische Hauptstadt und ganz besonders die Wigmore Street im Londoner Stadtteil West End, in der sich zahlreiche Premium-Küchen- und Badhersteller angesiedelt haben, der ideale Standort für den weltweit ersten Experience Store von KitchenAid. Auf der sogenannten Kitchen-Alley hat sich nun auch KitchenAid in die prominente Nachbarschaft von Gaggenau, Poggenpohl und Alno eingereiht. Auf großer Fläche können Endverbraucher hier erstmals Groß- und Kleingeräte wie auch Backgeschirr und Kochwerkzeug von KitchenAid kennenlernen.

Bereits von außen zieht der neue Store mit einer XXL-Artisan Küchenmaschine in der Signature-Farbe Liebesapfel-Rot im Schaufenster zahlreiche Blicke auf sich. Um darüber hinaus die Neugierde der Passanten zu wecken, entschied sich der Designer des Showrooms, Cosimo Sesti, den Bereich für Produktvorführungen und Kochkurse auf die Ebene der Fußgängerzone zu platzieren: So lädt das Treiben hinter den Fenstern vorbeilaufende Menschen ein, einzutreten und sich die voll funktionstüchtige Showküche mit den KitchenAid-Großgeräten nicht nur anzuschauen, sondern die zahlreichen Geräte und ihre Funktionen gleich auszuprobieren. Die Ausstellung der Produkte findet im Untergeschoss statt.

Wer die Geräte auf Herz und Nieren testen möchte, bevor er sie kauft, kann das bei regelmäßigen Kochkursen und anderen Events vor Ort tun. Hier steht der Austausch über Inspiration und Kreativität in der Küche im Vordergrund. Zudem haben Service- und Verkaufsmitarbeiter die Möglichkeit, sich mit KitchenAid-Spezialisten weiterzubilden, denn das Geschäft ist gleichzeitig ein Schulungszentrum für den Einzelhandel. So kann die Marke ihren Kunden den bestmöglichen Service bieten.

Der KitchenAid „Experience Store and Showroom“ befindet sich in der Wigmore Street 98 in London und hat montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, samstags von 10 bis 16 Uhr. Weitere Informationen finden Sie unter www.kitchenaid.de

Michelin 2017 – Gerüchteküche

UPDATE: Alles richtig gewesen!
Es ist nun bestätigt!

Es soll nur drei neue Zwei Sterner geben, keinen neuen DreiSterner! Wir haben die ersten Namen …

Natürlich sind das NUR Gerüchte! Erst um 19.30 Uhr wird offiziell in Berlin verkündet!

Die drei neuen Zwei-Sterner sind:

Marco Müller vom Rutz in Berlin
Tristan Brandt vom Opus V in Mannheim
und
Tohru Nakamura von Geisels Werneckhof

Auf unserer Facebook Seite bringen wir laufen aktualisiert die neusten Gerüchte und Nachrichten!
https://www.facebook.com/gourmetreport/

Hier finden Sie die vermutlichen neuen EinSterneRestaurants:
http://www.gourmet-report.de/artikel/347837/Michelin-2017-Geruechtekueche/

Wer zieht in die "MasterClass" ein?

– Packende Duelle zwischen den Kandidaten prägen die zweite Folge
von „MasterChef“ am kommenden Montag – Ralf Zacherl, Sybille Schönberger und Justin Leone entscheiden, welche 20 Kandidaten in die „MasterClass“ einziehen – „MasterChef“ linear immer montags um 20.15 Uhr auf Sky 1 sowie über Sky On Demand, Sky Go und Sky Ticket abrufbar

In der ersten Episode der Koch-Casting-Show konnten 40 Kandidaten die „MasterChef“-Jury mit Ralf Zacherl, Sybille Schönberger und Justin Leone von ihrem Kochtalent überzeugen und durften in die nächste Runde einziehen. In der „MasterClass“ ist aber nur Platz für 20 Teilnehmer. Deswegen geht es in der zweiten Folge „MasterChef“ am kommenden Montag, 14. November um 20.15 Uhr, für die verbliebenen Kandidaten in direkten Duellen um den nächsten Schritt zum „MasterChef“.

Sechs Kandidaten konnten dieses Ticket bereits in der ersten Episode lösen: Melody und Alejandra aus Berlin, Lee aus Möbris bei Frankfurt, Coco und Louis aus Hamburg und Larissa aus Köln sind sicher weiter.

Die anderen Kandidaten treten jetzt erstmals in direkten Duellen gegeneinander an. Das Gericht wählen sie selbst aus, die Jury den passenden Gegner. Der Gewinner des Duells erhält von der Jury die „MasterChef“-Schürze und damit das Ticket in die nächste Runde. Nur 20 Teilnehmer können sich weiter Hoffnung auf den Koch-Coup ihres Lebens machen. Nadja aus Paderborn und Heike aus Wittichenau treten im ersten Duell gegeneinander an: russische Küche gegen kreative Raffinnesse, die unter die Haut geht, denn Heike trägt das Tattoo „Kochen ist Liebe“. Ein exotisches Duell bestreiten Susi aus Düsseldorf und Sun-Mi aus Bochum: beide haben asiatische Wurzeln und wollen mit hoher Konzentration die Jury mit ihrer Kochkunst begeistern. Daniel aus Rülzheim und Bodo aus Siegburg versuchen mit einem Schweinefleischgericht bei der Jury zu punkten, haben aber mit der Technik zu kämpfen. Um Kürbis geht es bei Hobbykoch Lars aus Duisburg, der gegen Italienerin Veronika aus dem Kreis Aachen antritt. Polizist Marc muss sich außerdem gegen die Britin Karen behaupten, die indisch-malaysische und australische Wurzeln hat und das Kochen von ihrem Vater, dem Chefkoch der Royal Air Force, von klein auf gelernt hat. Doch die „MasterChef“-Ansprüche sind enorm hoch. Welches Gericht hält den kritischen Geschmacksnerven der Jury stand und wachsen die Teilnehmer mit ihren Aufgaben und Herausforderungen? Das sehen Sie am Montag um 20.15 Uhr in der zweiten Episode „MasterChef“ auf Sky 1 sowie über Sky Go, Sky On Demand und Sky Ticket.

„MasterChef“ ist die weltweit erfolgreichste Koch-Castingshow mit über 300 Millionen Zuschauern und mehr als 10.000 Kandidaten, sie ist in 58 Ländern on air. In Australien gilt sie als erfolgreichste TV-Sendung aller Zeiten. In 12 Episoden wird Deutschlands bester Hobbykoch gesucht. Das Teilnehmerfeld besteht zu Beginn aus 120 Bewerbern. Nach diversen Ausscheidungsrunden ziehen 20 von ihnen in die sogenannte „Master Class“ ein. Eine(r) von ihnen wird im Finale zum Sieger gekürt. Im Laufe jeder Staffel müssen sich die Hobbyköche verschiedenen Aufgaben rund ums Kochen und Anrichten stellen. So haben die Kandidaten von Sendung zu Sendung die Chance, eine Runde weiterzukommen, um am Ende nicht nur den begehrten Titel „MasterChef“ zu führen, sondern auch 100.000 Euro und ein persönliches Kochbuch ihr Eigen nennen zu dürfen. Bewertet werden die Kandidaten von einer hochkarätigen Jury aus TV- und Sternekoch Ralf Zacherl, Sterneköchin Sybille Schönberger und Sommelier Justin Leone („Tantris“, München).

Die Schlehe ist reif

Frost macht die Wildfrüchte milder

Wer im Spätherbst entlang von Wäldern spaziert, kann die
stahlblauen Früchte der Schlehe entdecken. Besonders schmackhaft ist
das Wildobst erst nach den ersten Frösten. Denn durch die Kälte wird
ein Teil der bitter schmeckenden Gerbstoffe abgebaut. Die säuerlichen
Früchte sind gut für Marmelade, Kompott, Fruchtsaft, Wein und Likör
geeignet und lassen sich mit milden Obstsorten wie Äpfeln und Birnen
kombinieren.

Die Schlehe (/Prunus spinosa/) wird auch Schlehdorn, Hecken- oder
Schwarzdorn genannt und gehört zur botanischen Familie der
Rosengewächse. Der dornenreiche Wildstrauch wächst in ganz Europa an
Wald- und Wegesrändern, an felsigen Hängen und angepflanzt in
Hecken. Er bevorzugt einen sonnigen Standort und kalkhaltige Böden.
Auffällig sind die schwarze Rinde und die rotbraun gefärbten, fein
behaarten Zweige. Die weißen Blüten erscheinen im April noch vor den
Blättern und verströmen einen feinen Mandelduft. Für Bienen und
Schmetterlinge sind sie im zeitigen Frühjahr eine wichtige
Nahrungsquelle. Von den Früchten ernähren sich rund 20 Vogelarten
wie zum Beispiel Meisen und Grasmücken. Der seltene Neuntöter
brütet gerne im Schlehenbusch und spießt auf den Dornen Insekten und
andere Beutetiere auf.

Die Früchte haben eine zusammenziehende Wirkung und werden in der
Naturheilkunde bei Harnwegserkrankungen und Verdauungsstörungen
angewendet. Außerdem sollen sie den Appetit anregen und müde Geister
wecken. Für den Energiekick empfahl schon Hildegard von Bingen, fünf
Esslöffel Schlehensaft in einem Glas Wasser schluckweise zu trinken.
Ein Tee aus den Blüten hilft nach dem Volksmund bei
Erkältungserkrankungen. Inhaltsstoffe der Schlehe sind unter anderem
Flavonoide, Vitamin C und B1, Magnesium sowie Gerb- und Bitterstoffe.

Die Erntezeit beginnt je nach Witterung meist Ende Oktober und kann
bis in den Dezember hinein andauern. Wer die ersten Fröste nicht
erwarten kann, legt die Früchte über Nacht in die Gefriertruhe. Sie
sollten aber ausgereift sein. Zum Schutz vor den Dornen sind bei der
Ernte Handschuhe zu empfehlen. Übrigens sollten ein paar Früchte am
Baum bleiben, da sie Säugetieren und Vogelarten im kargen Winter
Nahrung bieten.

Heike Kreutz, www.aid.de

Daniel Wong

Mit der Auftaktausgabe des Guide Michelin Shanghai 2017 wurde das chinesische Restaurant Jin Xuan im The Ritz-Carlton Shanghai, Pudong mit seinem ersten Michelin-Stern ausgezeichnet. Es gehört damit zu den 26 Restaurants auf dem chinesischen Festland, die mit dieser Auszeichnung geehrt wurden.

„Wir freuen uns sehr über die Bewertung des weltbekannten Guide Michelin – ein Erfolg, der unsere Hingabe zu kulinarischer Exzellenz in einer als Gourmet-Paradies bekannten Stadt unter Beweis stellt. Diese Ehrung wäre ohne unsere Ladies und Gentleman des Restaurantmanagements und Kulinarik-Teams nicht möglich gewesen. Sie haben sich der Kreation erinnerungswürdiger und außergewöhnlicher Erlebnisse für unsere Gäste verschrieben“, sagt Rainer Burkle, Regional Vice President und General Manager des The Ritz-Carlton Shanghai, Pudong.

Mit mehr als zwei Jahrzehnten an praktischer Erfahrung im Bereich der strategischen kulinarischen Planung trat Chefkoch Daniel Wong 2014 dem Kulinarik-Team des The Ritz-Carlton Shanghai, Pudong bei. Er konzipierte neue Menüs und führte sein hochmotiviertes Team zur Exzellenz. Durch sein unnachgiebiges Streben nach gastronomischer Perfektion, gepaart mit seinem Beharren auf qualitativ hochwertigste Zutaten und innovative Ideen, entstand die authentische kantonesische Cuisine, die das Restaurant auf Michelin-Level katapultiert hat. Vor seiner Position im The Ritz-Carlton Shanghai, Pudong platzierte sich Daniel Wong mit seinen Küchenteams bereits 2009 und 2010 im Guide Michelin Hongkong Macau.

„Ich glaube, dass der Schlüssel zur Kreation authentischer kantonesischer Gerichte in bescheidenen Kochtechniken liegt, die die natürlichen Aromen der Zutaten hervorheben. Trotz der mehr als 20 Jahre, die ich bereits in der Branche bin, wird meine Leidenschaft stets neu entfacht – immer dann, wenn meine Gerichte ein Lächeln in die Gesichter meiner Gäste zaubern“, sagt Chefkoch Daniel Wong.

Gästen des Jin Xuan empfiehlt der Chefkoch: Wok-gebratene australische Mayura-Wagyu-Rinderfilets in Black-Pepper-Sauce, doppelt gekochte Fischmagensuppe, Hummer im knusprigen Getreidemantel mit Curry-Gemüse sowie Chili-Padi, Krabbenschere und Seeschnecken in der Kokosnuss.

http://www.ritzcarlton.com/en/hotels/china/shanghai-pudong/dining/jin-xuan

Nathan Outlaw

Nathan Outlaw At Al Mahara heißt das neue Seafood-Restaurant im Burj Al Arab Jumeirah. Als preisgekrönter Küchenchef aus Großbritannien serviert Outlaw künftig im Al Mahara, das mit seinem raumhohen Aquarium die perfekte Kulisse für erstklassige Fischgerichte bietet. Lokale, saisonale und nachhaltig produzierte Zutaten sind das A und O seiner Menüs, die größtenteils eigens für das Burj Al Arab kreiert wurden; aber auch beliebte Klassiker wie der Sticky Toffee Pudding und Outlaws Favorit, das Lobster Risotto, werden im Nathan Outlaw At Al Mahara serviert.

Das Lobster Risotto, zubereitet mit saftigen Orangen, frischem Basilikum und Frühlingszwiebeln, ist Nathan Outlaws Signature Gericht. Er hatte es in seinem ersten Restaurant im Alter von 24 Jahren das erste Mal zubereitet und es begleitet ihn seither, denn es zeigt wie er kocht: Er nutzt Krustentiere oder Fische vollständig, reduziert so Abfall und gestaltet den Zubereitungsprozess so nachhaltig wie möglich. Nathan Outlaws Seafood-Gerichte überzeugen zwar mit Einfachheit, überraschen jedoch mit komplexen Geschmackskombinationen.

Das Restaurant ist täglich geöffnet für Lunch von 12.30 bis 15 Uhr; Dinner wird von 19 bis 23.30 Uhr serviert. Ein Drei-Gang-Menü kostet pro Person 450 AED (ca. 110 Euro), ein Vier-Gang-Menü 650 AED (ca. 158 Euro).

www.jumeirah.com/burjalarab

aktuelle Preisentwicklungen in Gourmetrestaurants

Stabile Preisentwicklung in der Top-Gastronomie – Moderate Preiserhöhungen in den vergangenen Monaten

Die Preise in den 50 besten Restaurants Deutschlands sind derzeit weitgehend stabil. Im Vergleich zu den Menüpreisen von vor vier Wochen haben, nach einer Erhebung von www.Restaurant-Ranglisten.de zwei Restaurants den Preis für ihr größtes Menü angehoben, zwei haben ihn gesenkt. Damit liegt der Preisanstieg seit Jahresbeginn mit 2,3 Prozent minimal über dem Vorjahresniveau. Für die Statistik wird jeweils der Preis für das größte angebotene Menü in den 50 bestplatzierten Restaurants auf der Deutschland-Rangliste von Restaurant-Rangliste.de zu Beginn eines jeden Monats erfasst.

Derzeit kostet ein Menü in einem der Top-50-Restaurants im Durchschnitt 180,20 Euro, zum Jahresbeginn waren es noch 176,11 Euro. Am stabilsten sind in diesem Jahr die Preise in den Restaurants auf den ersten zehn Plätzen der Deutschland-Rangliste. Dort kostet das größte Menü derzeit durchschnittlich 225 Euro, was einem Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber dem Jahresbeginn entspricht. Im Vorjahr war es diese Spitzengruppe der Preistreiber in der Statistik.

Derzeit scheinen vor allem die Restaurants auf den Plätzen 11 bis 25 preislich nachzuziehen. Während diese im Jahr 2015 das geringste Wachstum unter den Top50 aufwiesen, beträgt 2016 der Preisanstieg 2,3 Prozent. Derzeit kostet das größte Menü in diesen Restaurants im Durchschnitt 177 Euro. Die Restaurants auf den Plätzen 26 bis 50 verlangen derzeit im Durchschnitt 161,14 Euro. Dies sind 2,1 Prozemt mehr als zu Jahresbeginn.

Unverändert ist der Preisanstieg in der Spitzengastronomie der Auswertung von Restaurant-Ranglisten.de zufolge schneller als in der Gesamtbranche. Der entsprechende Index des Statistischen Bundesamts zeigte in der ersten Jahreshälfte einen Zuwachs von 0,71 Prozentpunkten, in den Top50 Restaurants lag dieser mit 1,7 Prozentpunkten merklich höher.

Die Erdnuss

Wer sich einmal die Mühe macht, das englische „Peanut“
zu übersetzen, ahnt bereits, dass sich diese Pflanze ungern in
Schubladen stecken lässt. Denn die „Erbsennuss“, so die
Übersetzung, ist irgendwie beides. Mit ihrer geschlossenen Hülse hat
sie durchaus etwas mit Nüssen gemeinsam. Andererseits sieht man der
krautigen, bis zu 70 Zentimeter hohen Pflanze mit den zarten
Fiederblättern auf den ersten Blick ihre nahe Verwandtschaft mit der
Erbse an. Und die zählt ja bekanntlich zu den Hülsenfrüchten.

Auch auf dem Acker erweist sich die Erdnuss als Freigeist. Fürs
Blühen nimmt sie sich zwei Monate und mehr Zeit, wobei sie Unmengen
an Blüten bildet, von denen aber nur jede fünfte befruchtet wird.
Dann wird es richtig sonderbar: Nach der Befruchtung biegen sich ihre
Blütenstiele nach unten und wachsen bis zu acht Zentimeter tief in
den Boden. Gut geschützt entwickeln sich die Erdnusssamen hier in den
typischen grob genetzten Hülsen weiter bis zur Reife und machen so
ihrem Namen alle Ehre.

Man nimmt an, dass die Erdnusspflanze ihre Samen damit vor
Steppenbränden schützt. Das mag stimmen, schließlich hat es die
Erdnuss gerne warm und wächst am besten in Regionen, in denen solche
Brände durchaus auftreten können. Allein um zu keimen, braucht sie
stolze 30 bis 34 Grad Celsius. In Sachen Wasser und Boden ist sie
dagegen deutlich genügsamer, was sie in Kombination mit ihrem hohen
Nährwert zu einem sehr beliebten Lebensmittel in vielen tropischen
Gebieten gemacht hat.

Im Gegensatz zu allen anderen Hülsenfrüchten kann man die Erdnuss
auch roh essen, was vor allem in Afrika beliebt ist. Hier hat die
Erdnuss aber auch in anderer Form, geröstet, zu Brei oder Mehl
verarbeitet, den Status eines Grundnahrungsmittels. Und gerade in
roher Form verrät sie ihre Nähe zu den Hülsenfrüchten, denn
frische Erdnüsse schmecken leicht nach Bohnen (nicht nach Erbsen).

Die größten Anbauländer sind jedoch Indien und China. Inder und
Chinesen behalten die Ware aber fast komplett im eigenen Land. Sie
schätzen besonders das Erdnussöl, das bis zu 50 Prozent der
Inhaltsstoffe ausmacht. Erdnussöl hat hier sogar den Status eines
Heilmittels. Im wichtigsten Exportland, den USA, ist sie dagegen für
viele Amerikaner eher eine Art Grundnahrungsmittel. Erdnussbutter darf
hier in keinem Haushalt fehlen. Über deren gesundheitlichen Wert
lässt sich streiten, nicht aber über die wertvollen Inhaltsstoffe
der Erdnuss. Viel Eiweiß (25 Prozent), reichlich Kalium und der
höchste Magnesiumgehalt aller pflanzlichen Lebensmittel macht sie zu
einem durch und durch gesunden Lebensmittel.

Ein echter Wermutstropfen ist jedoch ihr hohes Allergiepotenzial. In
den am meisten betroffenen Ländern USA und Großbritannien reagieren
etwa ein Prozent der Erwachsenen allergisch auf das Eiweiß. Auch in
Deutschland wächst die Zahl der Betroffenen. Schon Mengen im
Mikrogrammbereich genügen, um extrem heftige Reaktionen wie
Übelkeit, Herzrasen oder Atembeschwerden auszulösen. Betroffenen
bleibt nur, Lebensmittel mit Erdnussbestandteilen komplett zu meiden.
Die übrigen 99 Prozent können sich darüber freuen, dass dieser
schräge Typ namens Erdnuss unseren Speiseplan auf so vielfältige
Weise bereichert. Jürgen Beckhoff, www.aid.de

Kulinarischer Jakobsweg im Sommer 2016

Ab 10. Juli 2016 steht im Paznaun in Tirol wieder Hochgenuss im Hochgebirge auf dem Programm. Beim achten „Kulinarischen Jakobsweg“ sind erstmals fünf Sterneköche mit dabei. Deutschland vertritt der Chef-Gourmet Bobby Bräuer, die Schweiz Spitzenköchin Tanja Grandits.

Wer zwischen Juli und September im Paznaun seine Wanderschuhe schnürt, braucht sich um die Verpflegung keine Sorgen zu machen: Am 10. Juli 2016 fällt der Startschuss für den achten „Kulinarischen Jakobsweg“ – entspanntes Wandern und genussvolles Schlemmen auf fünf Genussrouten auf über 2.000 Metern Höhe. Die Schirmherrschaft obliegt dem „Koch des Jahrhunderts“ Eckart Witzigmann. Erstmals übernehmen gleich fünf international ausgezeichnete Spitzenköche die Patenschaft für je eine Alpenvereinshütte und kreieren für „ihre Hütte“ ein Gericht mit regionalen Spezialitäten aus dem Paznaun. Die Rezepte der Sterneköche bleiben bis Ende September 2016 auf den Sommerspeisekarten der teilnehmenden Hütten: Jamtalhütte, Friedrichshafener Hütte, Heidelberger Hütte, Niederelbehütte und Ascherhütte in Galtür, Ischgl, Kappl und See. Während der Münchner 2-Sterne-Koch Bobby Bräuer sein „EssZimmer“ in der BMW Welt gegen die Niederelbehütte tauscht, verleiht die Schweizer Spitzenköchin Tanja Grandits der Ascherhütte ihre persönliche Note. Mit ihr bekommt die Crème de la Crème der Köche beim Kulinarischen Jakobsweg zum ersten Mal auch weibliche Verstärkung. Zum Auftakt am 10. Juli 2016 wandern die fünf Spitzenköche gemeinsam mit Gästen auf die Hütten und kochen erstmals gemeinsam mit den Hüttenwirten ihre Rezepte.

Mit den Küchenchefs zu den Sternen wandern
Zur Eröffnung am 10. Juli 2016 begeben sich Spitzenköche und Wanderer gemeinsam auf den „Kulinarischen Jakobsweg“ und folgen den Genussrouten durchs Paznaun. Auf den Patenhütten angekommen, präsentieren die Küchenchefs mit den Wirten ihre eigens kreierten Speisen auf Basis regionaler Produkte. Alle fünf Gerichte können bei der Eröffnungsfeier am 10. Juli 2016 auf den einzelnen Hütten verkostet werden – zubereitet von den Profis selbst. Anschließend können Gäste den ganzen Sommer lang die Genussrouten abwandern und sich auf den fünf Hütten von den Kreationen der Spitzenköche kulinarisch verwöhnen lassen. Die Koordination der Sterneköche und deren Gerichte übernimmt Lokalmatador Martin Sieberer. Mit drei Hauben und 18 Punkten ist Sieberer selbst mehrfach ausgezeichneter Koch mit seiner Paznaunerstube im Hotel Trofana Royal und zählt zu den Besten in Tirol.

Niederelbe Hütte: Bobby Bräuer
„Koch des Jahres 2016“ – diese Auszeichnung erhielt Bobby Bräuer vom großen Bertelsmann Guide. Nach einem vierjährigen Aufenthalt in Österreich zog es den Münchner Koch zurück in seine Heimat. Seitdem begeistert er die Gäste im „EssZimmer“ in der BMW Welt mit seinen Kreationen. Seit 2012 hat sich Bobby Bräuer zwei Michelin Sterne und 18 Gault Millau Punkte erkocht.

Heidelberger Hütte: Viki Geunes
Erfolgreich ohne Ausbildung? – und wie! Im Selbststudium hat sich der Belgier Viki Geunes das Kochen beigebracht und zählt schon lange zu den weltbesten Gourmets. In seinem Restaurant „‘t Zilte“ in Antwerpen verleiht er seinen Kreationen mit innovativen Küchentechniken eine moderne, geschmacksintensive, aber auch spielerische Note. Für seine Kreativität, die besonderen Texturkontraste und seine sehr persönliche Küche erhielt Viki Geunes 2004 seinen ersten von zwei Michelin Sternen.

Friedrichshafener Hütte: Josef Steffner
„Glück beginnt in einer guten Küche und endet mit dem zufriedenen Lächeln der Gäste.“ Diesem Leitgedanken folgt der Österreicher Josef Steffner jeden Tag. In seinem Restaurant Mesnerhaus in Mauterndorf beglückt er seine Gäste mit einer Mischung aus traditionellen Speisen mit phantasievoller Würze und besonderen Zutaten. Mit drei Hauben und 17 Gault Millau Punkten schmückt sich der lebensfrohe Koch bereits. In seinen gefragten Workshops gibt er sein Wissen weiter. Die Zutaten für die kreativen Speisen gibt es im hauseigenen DelikatEssen-Laden auch für Hobbyköche.

Jamtalhütte: Stephen Crane
Innovation trifft Tradition: von der pulsierenden Metropole London zog es den Briten Stephen Crane zurück in seine Heimatstadt Sussex. Seit 2003 kocht er dort im „Ockenden Manor“. Bereits im ersten Jahr wurde er für sein geschickt gestaltetes Speiseangebot, das Innovation und Tradition verbindet, mit einem Michelin Stern ausgezeichnet. Wichtig ist dem Küchenchef, bei seinen Gerichten vor allem lokale Produkte zu verwenden. Mit seinem Wissen unterstützt der Brite in enger Zusammenarbeit örtliche Schulen, Universitäten und Wohlfahrtsverbände in Sussex.

Ascherhütte: Tanja Grandits
Auf der Ascherhütte kehrt zum „Kulinarischen Jakobsweg“ Frauenpower ein. Die gebürtige deutsche Köchin Tanja Grandits zog es nach Stationen in London und Südfrankreich in die Schweiz. Seit 2008 ist sie Chefin des legendären „Stucki“ in Basel. Mit ihrer unverwechselbaren kulinarischen Handschrift inszeniert sie gekonnt Farben und Gewürze. Mit zwei Michelin Sternen, 18 Gault Millau Punkten und der Auszeichnung „Koch des Jahres 2014“ ist sie im Kreis der Schweizer Spitzenköche angekommen und genießt international großes Renommee.

„Kulinarischer Jakobsweg” im Sommer 2016
Während des Paznauner Bergsommers von 10. Juli bis Ende September 2016 können Gäste die fünf Genusshütten individuell besuchen. Drei Übernachtungen in einer Kategorie nach Wahl sowie alle Leistungen der „Silvretta Card all inclusive“ gibt es bereits ab 75 Euro pro Person mit Frühstück. Online buchbar unter www.paznaun-ischgl.com.

Weitere Informationen zu den Köchen und Touren sowie einen kostenlosen Download der Gerichte unter www.kulinarischerjakobsweg.paznaun-ischgl.com