Christopher Kümper

7.Juli 2016 – Wiederbesuch 16.8.2018

Wir haben Schwein gehabt! Wir hatten den SousChef von „Andre Singapur“ vor zwei Jahren im Andre getroffen – schon damals gefiel es uns gut – jetzt arbeit Kümper als Küchenchef in der Weinbar „Schwein“ – das Essen ist sensationell und sehr preiswert, der Service engagiert und liebevoll

Zuerst fuhren wir am Schwein vorbei. Es sieht aus wie eine der Kneipen in der Pariser Strasse. Dann fragten wir den Kellner, ob es das Schwein wäre. Und wir waren in einer anderen Welt. Das Schwein ist eine Szene-Kneipe, eine Weinbar, eine Gin-Bar und ein sehr gutes Gourmet Restaurant.

Schwein Christopher Kümper Tartar

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Eric Werner

Das Fünf-Sterne-Superior-Hotel im Wasserturm gewinnt für sein Restaurant „Himmel un Äd“ einen der jüngsten Zwei-Sterne-Köche Deutschlands. Eric Werner hatte sich mit gerade einmal 26 Jahren schon zwei Michelin-Sterne als Küchenchef der Essener „Résidence“ erkocht. Als das Traditionshaus schließt, stehen ihm alle Türen offen. Umso glücklicher schätzt sich das Hotel im Wasserturm, den bodenständigen Star als Küchenchef für sich gewonnen zu haben.

„Ich find’s gut, wenn der Gast sieht, was er isst, und nicht darüber nachdenken muss, was das jetzt wohl sein soll“, erklärt Eric Werner. Für ihn ist es die größte Herausforderung, ein sehr reduziertes Gericht perfekt anzurichten. „Häufig lenkt zu vieles auf dem Teller vom Hauptdarsteller ab, statt ihn zu unterstützen. Das Mutige ist, auf solches „Chichi“ zu verzichten.“
Diese Grundhaltung ist ganz im Sinne des Restaurantkonzepts. Der Name „Himmel un Äd“ soll nicht nur den regionalen Bezug der Küche zum Ausdruck bringen, sondern auch die Verbindung zwischen einer himmlischen Genussküche und einem guten Schuss Bodenständigkeit vermitteln.

Die Zusage des lebenslustigen Kölnliebhabers Werner, kam für das Hotel im Wasserturm beinahe zeitgleich mit der Aufnahme in der Kooperation „Romantik Hotels & Restaurants International“. Unter diesem Label finden sich Häuser mit einer ganz besonderen Atmosphäre und einem außergewöhnlichen Genuss-Schwerpunkt.

„Genau genommen haben wir jetzt drei Sterne unter einem Dach“, erklärt Wasserturm- Geschäftsführer Stefan Sandweg augenzwinkernd. Denn der bisherige Küchenchef Mathias Maucher ist bereits mit einem Michelin-Stern für seine kreative Küche dekoriert. Maucher wird sich ganz auf die kulinarische Neukonzeption des Restaurants „d/\blju ‚W’“ im Erdgeschoss und die Bankettküche des Hotels konzentrieren, bevor er sich mit einem eigenen Restaurant in Köln in die Selbstständigkeit begibt.

Natürlich muss Eric Werner seine Auszeichnungen als Küchenchef in Essen zurücklassen. Doch in der 11. Etage des Hotels im Wasserturm wird er ab dem 19.01.2017 sicher neue Sterne vom Kölner Himmel holen.

Lebenslauf Eric Werner
Geboren 1985 in Halle an der Saale
Nach der Ausbildung Koch im Restaurant „Sao Gabriel“ in Portugal
2008 – 2009 Koch bei Berthold Bühler in der „Résidence“ in Essen
2009 – 2010: Sous Chef bei Heiko Antoniewicz
2010 – 2011: Sous Chef bei Clara von Krüger im „Spatzenhof“ in Wermelskirchen
(ein Michelin-Stern)
2012 – 2014: gemeinsam mit Erik Arnecke Küchenchef in der „Résidence“ in Essen (zwei Michelin-Sterne)
2015 – 2016: alleiniger Küchenchef in der „Résidence“ in Essen (zwei Michelin-Sterne)

Auszeichnungen
2011: Ein Michelin-Stern für den „Spatzenhof“ in Wermelskirchen
2015: Zwei Michelin-Sterne für die „Résidence“ in Essen

Lebenslauf Mathias Maucher
Geboren am 1983 in Radolfzell a. Bodensee
Ausbildung als Koch in der „Schwarzwaldstube“,
Hotel „Traube Tonbach“, Baiersbronn
2012 – 2014: Küchenchef im Restaurant „W“, Hotel im Wasserturm
2014 – 2016: Küchenchef im „Himmel un Äd“, Hotel im Wasserturm
Auszeichnung
2014: ein Michelin-Stern für das „Himmel un Äd“ in Köln

„Himmel un Äd“ – das Restaurant“ im Hotel im Wasserturm
Im einst größten Wasserturm Europas befindet sich heute ein außergewöhnliches Fünf-Sterne-Superior-Hotel, das historisches Gemäuer mit exklusiver Modernität vereint.
Errichtet wurde der Turm vor 140 Jahren. Nach der teilweisen Zerstörung im 2. Weltkrieg ist er in den 1990er Jahren wieder aufgebaut worden und steht heute unter Denkmalschutz.
Im 11. Stock dieses Kölner Wahrzeichens, liegt das Restaurant „Himmel un Äd“. Hier erwarten den Gast eine regionale Sterneküche sowie ein atemberaubender Blick über ganz Köln – sowohl vom Restaurant aus als auch auf der 360°-Panorama-Dachterrasse.

Reste im Restaurant bitte einpacken

Der Großteil der Bundesbürger (83 Prozent) würde gern sein übrig gebliebenes Essen aus dem Restaurant mit nach Hause nehmen. Ebenso viele (83 Prozent) würden es begrüßen, wenn ihnen die Mitnahme ihrer Reste immer automatisch angeboten wird. Schließlich ist es immerhin gut jedem Vierten (28 Prozent) unangenehm, selber danach zu fragen.
So das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Hamburger Markt- und Trendforschungsinstitut EARSandEYES unter 2.000 Bundesbürgern im Alter von 18-69 Jahren. Auf diese Weise könnte in der Gastronomie viel Lebensmittelmüll vermieden werden, denn Essen das vom Gast zurückgeht, muss vernichtet werden selbst wenn es unberührt blieb.

Zur Studie:
Stichprobe: n = 2.000 Bundesbürger, Altersgruppe: 18-69 Jahre
Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse. Angleichung an die amtliche Statistik für Alter, Geschlecht mittels iterativer Gewichtung.
Methode: Online-Befragung. Geschlossener, qualitätskontrollierter EARSandEYES Accesspool

http://www.earsandeyes.com/de/presse/Essensreste-verwerten/

Deutsche Braukunst in Übersee

Nicht nur in Deutschland wird im 500. Jahr des deutschen Reinheitsgebots allerhöchsten Wert auf die historische Verordnung gelegt – auch im Ausland wächst der Durst nach deutschem Bier. Ob auf entlegenen Inseln im Pazifik oder im Süden von Afrika, das Informationsportal Netzsieger präsentiert deutsches Bier von ferner Herkunft.

Gerste, Hopfen und Wasser. Als der deutsche Herzog Wilhelm IV. vor 500 Jahren das deutsche Reinheitsgebot erließ, rechnet er wohl kaum damit, dass ein halbes Jahrhundert später tausende Kilometer entfernt von Deutschland nach seiner Verordnung gebraut wird. Diese elf Biere stammen ursprünglich alle aus dem Kessel eines ausgewanderten deutschen Braumeisters:

Kunstmann Lager – Chile

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts baute die deutsch-chilenische Familie Kunstmann eine Getreidemühle, eine Brennerei und eine Hefefabrik im südlichen Valdivia-Collico. Nachdem Mitte des 20. Jahrhunderts die erste Brauerei durch ein Erdbeben zerstört wurde, begann die Familie Kunstmann in den 1960 Jahren, Bier für den eigenen Bedarf zu produzieren. Unter Aufsicht des Diplom-Braumeisters Lutz Herdtle produziert die Compañía Cervecera Kunstmann heute von Lager bis Pils elf verschiedene Biere.

Vailima – Samoa

Bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs war Samoa 14 Jahre lang eine deutsche Kolonie. Neben vielen deutschen Namen ist noch das Reinheitsgebot erhalten geblieben. Vailima ist das einzige auf der Südsee-Insel gebraute Bier und das Nationalgetränk Samoas. Vialima Bier ist in zwei verschiedene Sorten erhältlich: ein achtprozentiges Export-Bier und ein helles, untergäriges mit etwa sechs Prozent.

Mack Pilsner – Norwegen

Ludwig Markus Mack, ein Bäcker aus Braunschweig, gründete 1877 die Brauerei Macks Ølbryggeri in Norwegen. Als der Bäcker auf Wanderschaft nach Tromsø kam, fiel ihm auf, das es keine Brauerei gab. Die Einwohner brauten ihr Bier lieber selbst. Die nördlichste Brauerei der Welt produziert aufgrund der hohen Alkoholsteuer fast nur für den heimischen Markt. Exportiert wird nur in die anderen skandinavischen Länder

Tsingtao – China

1906 gründeten deutsche Siedler die heute zweitgrößte Brauerei der Volksrepublik China und sechstgrößte Brauerei der Welt. Inzwischen exportiert die Tsingtao Brauerei in über 50 Staaten. Damit liegt der Anteil von Tsingtao Lager und Pure Draft bei ca. 50 % des chinesischen Bierexports.

Pacífico – Mexiko

Die Unternehmer und Braumeister Germán Evers, Jorge Claussen und Emilio Philippy gründeten im Jahr 1900 die Cervecería del Pacífico in der südlichen gelegenen Stadt Mazatlán. Die Brauerei, die jährlich etwa 15 Millionen Liter Bier produziert, sponsert den hiesigen Baseballverein Venados de Mazatlán. Das amerikanische Vergleichsportal FindTheBest zeichnete die Biermarke zum weltbesten Bier aus.  

Estrella Damm – Spanien

Eine der bekanntesten spanischen Biermarken hat ihre Wurzeln im Elsass. Am Ende des Deustch-Franzözischen Krieges wanderte August Kuentzmann Damm mit seiner Frau nach Spanien aus und gründete vier Jahre später in Barcelona seine eigene Brauerei. Der Name “Estrella” bedeutet im spanischen sowie im katalanischen “Stern”. Der rote Stern ziert auch das Logo des nach Pilsner Brauart gebrauten Cervezas.

Kubuli Lager – Dominica

Das jüngste Bier der Liste kommt aus der Karibik. 1995 wanderte der Braumeister Kurt Eidenschiek nach Dominica aus und lebt dort den Traum vieler Unternehmer: Das Hobby zum Beruf machen und dabei auch noch erfolgreich sein – bei Sonne, Strand und Palmen. Inzwischen versorgt die Kubuli Brauerei auch die umliegenden Karibik Inseln ST. Lucia, Antigua, Martinique und Guadeloupe.

Windhoek Lager – Namibia

1920 gründeten Carl Liest und Hermann Ohlthaver die Südwestbrauerei, die seit der Unabhängigkeit von Namibia (1990) Namibia Breweries Limited heißt. Derzeit exportiert die Brauerei in weltweit 23 Länder, darunter auch nach Großbritannien.  Das Windhoek Lager erhielt mehrmals das Gütesiegel des Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).

Eisenbahn – Brasilien

In der kleinen brasilianischen Stadt mit dem deutschen Namen Blumenau produziert die Brauerei Eisenbahn neun verschiedene Bier, neben Weizenbier und Pils sogar ein Kölsch. Obwohl die Brauerei recht klein ist, gewann sie die meisten Preise aller brasilianischer Bierproduzenten. Wer genau die Brauerei gründete, ist unklar. Die Stadt hingegen gründete 1850 der deutsche Apotheker Hermann Blumenau.

Quilmes – Argentinien

Nicht nur das blau-weiße Etikett macht das vom deutschen Einwanderer Otto Bemberg gegründete Bier zum nationalen Symbol. Die Brauerei Cervecería y Maltería Quilmes ist Hauptsponsor der argentinischen Fußballnationalmannschaft. 1850 gegründet, war Quilmes bereits im Jahr 1920 das beliebteste Bier der Region. Heute dominiert die Brauerei mit 75 % Anteil den argentinischen Biermarkt.

Rheingold Bier – USA

Der emigrierte Gastwirt und Brauer Samuel Liebmann gründete Mitte des 19. Jahrhunderts im New Yorker Stadtteil Brooklyn die Rheingold Brauerei. Zwischen den 1940er und 1960er Jahren war die Brauerei des Aacheners mit ihrem Hauptprodukt Rheingold Extra Dry eine der erfolgreichsten Brauereien der Stadt. In der bewegten Geschichte des Rheingolds Biers wechselte die Marke mehrmals den Besitzer.

http://www.netzsieger.de/

Schottlands neue Gourmetküche

Zwischen Haggis und Haute Cuisine

Schottland hat sich zu einem Feinschmecker-Reiseziel gemausert. Junge, welterfahrene Küchenchefs bringen traditionelle Gerichte, exzellente regionale Produkte und kontinentale Sterneküche zusammen und geben dem Ganzen einen frischen Dreh. Diese Häuser lohnen 2017 einen kulinarischen Zwischenstopp.

– 21212 Restaurant with Rooms: Paul Kitchings neue Weltküche –
Paul Kitching ist ein Shooting-Star der neuen schottischen Küche, auch wenn er das Etikett für sein Haus eigentlich nicht mag. Er spricht lieber von „neuen Gedanken zur Weltküche”. Nachdem er in verschiedenen Top-Restaurants gearbeitet hatte, investierte Kitching zusammen mit seiner Partnerin Katie O’Brien 4,5 Millionen Pfund in die Erfüllung eines Lebenstraumes namens „21212“.

Bei Kritikern und Publikum wurde das 2009 in Edinburgh eröffnete „Restaurant mit Zimmern“ ein großer Erfolg. Bereits 2010 folgte die Auszeichnung mit einem Michelin-Stern. Seit 2013 zählt das 21212 mit vier Rosetten der Automobile Association (AA) zu den besten Restaurants in Großbritannien. Personenkult und Selbstinszenierung sind Kitching fremd. Er selbst beschreibt sich so: „Nichts Besonderes. Schuhgröße 45. Bundweite 81. Und alles eigene Zähne.“

– Airds Hotel & Restaurant: Meeresfrüchte-Paradies –
Einst war das Airds eine urige Fährwirtschaft. Heute ist es ein Landhaushotel mit Sternerestaurant. Unter britischen Kulinarikern ist es bekannt für herausragende Meeresfrüchtegerichte. Die Zutaten dafür haben einen kurzen Weg. Das Airds Hotel steht direkt am Ufer einer Meeresbucht auf der Appin-Halbinsel, 50 Kilometer südwestlich von Fort William. Das Panorama ist spektakulär, ebenso wie die Qualität der Großen Jakobsmuscheln und Kaiserhummer, die hier an Land gebracht werden. Sie gelten als die besten ganz Großbritanniens.

Das Airds ist schon seit über 40 Jahren im Good Food Book verzeichnet und hat zahlreiche begehrte schottische Gourmetpreise gewonnen: darunter Best Gourmet Dining, Best Tasting Menu und Best Head Chef. Seit etwa zwei Jahren schreibt der 34 Jahre junge Küchenchef Chris Stanley die kulinarische Erfolgsgeschichte des Hauses weiter. Er beschreibt seinen Stil als „moderne schottische Küche mit französischem Einschlag“. Sein Flagschiffgericht sind sautierte Hummermedaillons mit gerösteten Tomaten, Spinat und Brioche.

– Boath House: Wild im Herrenhaus –
Das Boath House ist ein Geheimtipphotel im nordschottischen Auldearn unweit von Inverness. Das architektonische Juwel aus der Regency-Ära steht auf weitläufigem Privatgrund unweit der Burgen- und Whiskystraße. Seine heutigen Eigentümer, Don und Wendy Matheson, hatten das damals baufällige Haus Anfang der 1990er Jahre entdeckt, erworben und mit großem Aufwand wieder zum Strahlen gebracht. 1997 eröffneten sie es als kleines Luxushotel.

Es ist nicht nur ein Ort für Liebhaber des schottischen Landhausstils. Mit einem Michelin-Stern und 4 AA-Rosetten zählt das Restaurant des Hauses seit Jahren zur Top 10 schottischer Gourmet-Adressen. Das ist der Hauptverdienst des Chefkochs Charlie Lockley, der mit dem Haus und das Haus mit ihm weit über die Grenzen der Region bekannt geworden ist. Die Gegend bietet unter anderem Lamm, Wild und Krustentiere von überragender Qualität. Lockleys Spezialität: geräucherter Lachs mit Roter Bete und Wachtelei.

– Knockinaam Lodge: Michelin-Rekord im Süden –
Südlicher und abgelegener geht es in Schottland nicht: Dumfries & Galloway ist die südlichste Verwaltungseinheit des Landes. Geografisch gesehen sind es die Southern Uplands. In dieser Ecke Schottlands ging die High Society Englands gern zur Jagd. Noch heute findet man hier elegante Landsitze. Einer der schönsten ist Knockinaam Lodge.

Mit moderner britischer Kochkultur hat der seit 1994 hier tätige Küchenchef Tony Pierce mit großem Erfindungsreichtum das hiesige Restaurant zu einer kulinarischen Institution in Schottland gemacht. Mehr als 20 Jahre in Folge konnte das Haus seinen Michelin-Stern verteidigen – ein Rekord für Schottland. Das schottische Fremdenverkehrsbüro VisitScotland hat das Haus unlängst mit dem „Taste Our Best Award“ prämiert, die AA mit drei Rosetten. Pierce‘ Spezialität: sanft gegartes Filet vom Angus-Rind aus der Speyside-Region.

– The Torridon: Luxushotel mit Farm –
Eigene Hochlandrinder, eigene Tamworth-Schweine und eine 8000 Quadratmeter große Anbaufläche für Obst, Gemüse und Küchenkräuter: Nein, The Torridon ist kein gewöhnliches Landhaushotel. Das mehrfach als „Schottisches Hotel des Jahres“ ausgezeichnete Haus – liegt umgeben von weitläufigem Park- und Waldland an der zerklüfteten Küste am Meeresarm Upper Loch Torridon im Nordwesten Schottlands.

„Field to fork“ – „vom Feld auf die Gabel“ – ist die Maxime des Küchenchefs David Barnett. Rind- und Schweinefleisch kommen aus eigener Produktion. Mit Fasan, Ente und Reh kehrt der Jäger von Streifzügen über das 58 Hektar große Privatgelände zurück.

Auch wenn Barnett Schotte ist und zu 90 Prozent mit regionalen Zutaten arbeitet: Eindeutig schottisch würde er seine Küche nicht nennen. Seine Techniken und Rezepte hat er auf der ganzen Welt gesammelt. Typisch schottisch sei jedoch sein Wildkaninchengericht: mit vor Ort gesammelten Winterpfifferlingen, Kohl aus dem Garten, Kaninchen-Haggis und Röstgerstenbrühe.

– Chez Roux-Restaurants: Frankreich in Schottland –
Wer sich mit Schottlands feiner Küche beschäftigt, kommt an Albert Roux nicht mehr vorbei. Roux, 1935 in Frankreich geboren, ist einer der bekanntesten Köche Großbritanniens. Das von ihm und seinem Bruder gegründete und ursprünglich betriebene Le Gavroche in London gilt als Speerspitze französischer Haute Cuisine auf der Insel. Es war 1982 das erste Drei-Sterne-Restaurant im Vereinigten Königreich. Längst hat Roux die Leitung des Gavroche an seinen Sohn Michel übergeben.
Er selbst kehrt mit einer Reihe von Restaurants unter seinem Namen kulinarisch zu seinen gastronomischen Wurzeln zurück: in das Frankreich seiner Kindheit. Gutes Essen und ehrliche, erschwingliche Landküche ist die Maxime seiner „Chez Roux“-Restaurants. In den vergangenen Jahren hat er auch in einigen der spektakulärsten Landhaushotels Schottlands Dependancen eröffnet. Darunter berühmte Adressen wie das Cromlix nahe Dunblane im Herzen des Landes, das Greywalls nahe Edinburgh, Inver Lodge im hohen Norden bei Ullapool und das Roxburghe nahe der Grenze zu England.
Albert Roux ist zwar hier durch seine Vision, seine Rezepte und seinen Qualitätsanspruch präsent. Mit Interpretation und Umsetzung betraut er jedoch die neuen britische Köchegeneration: Darin Campbell im Cromlix, Ryan McCutheon im Greywalls, Patryk Stanalowski im Inver Lodge, Olivier Borja im Roxburghe.

Ein Klassiker, der in jedem der Chez Roux-Restaurants auf der Karte steht, ist das Soufflé Suissesse. Es ist Rouxs Jahrhundertkreation: ein doppelt gebackenes Käsesoufflé in einem Bett aus Sahne. Die köstliche Kalorienbombe ist ein Publikumsliebling aus der Le Gavroche-Zeit. Schon Queen Mum hatte eine Schwäche dafür.

Links zu allen im Artikel beschriebenen Häusern finden sich unter www.luxuryscotland.co.uk

Frischeparadies Onlineshop

Zwei Jahre ist es her, dass Deutschlands größter Delikatessenhändler Frischeparadies in den Onlinehandel eingestiegen ist. Sein Geschäft hat er so zusätzlich zum Einkaufserlebnis im Markt und der direkten Belieferung von Hotellerie und Gastronomie auf ein drittes Standbein gestellt. Der Shop wurde sofort gut angenommen, doch nach zwei Jahren war es an der Zeit für ein umfangreiches Update. Ab sofort profitieren Kunden von einer deutlich vereinfachten Navigation, Kompatibilität mit Smartphone und Tablet, einem überarbeiteten Design und vielen neuen Produkten.

Vor Eröffnung des Onlineshops 2014 stand Frischeparadies noch vor der Herausforderung, wie eine frische Dorade, zarter Wildkräutersalat, ein tiefgekühlter High-Pressure-Lobster und zwei Flaschen Chardonnay am besten in einem Paket und möglichst ressourcenschonend verschickt werden, ohne dass Konsistenz, Temperatur oder Qualität auch nur eines Produktes leiden. Inzwischen hat sich der Onlineshop etabliert und man ist ein ganzes Stück weiter: „Wir haben in erster Linie auf ein neues Shopsystem für Privatkunden umgestellt, nämlich Shopware, weil es uns breitere und modernere Gestaltungsmöglichkeiten bietet und wir flexibler sind. Viele andere Neuheiten bestehen aus Strukturen im Hintergrund, die der Kunde gar nicht sieht“, sagt Anne-Kathrin Mayrhofer von Frischeparadies, die das Go Live betreut.

Deutlich sichtbar ist hingegen ein Mehr an Produkten und die Zusammenführung von Weinabteilung und Food-Produkten, was bisher mit einem extra angegliederten Shop gelöst wurde. Mit dem Update geht auch eine noch höhere Datensicherheit einher sowie die Kompatibilität mit mobilen Endgeräten wie Smartphone und Tablet auf allen gängigen Betriebssystemen. Optisch präsentieren sich vor allem die Produkte aus dem Fisch- und Seafood sowie Fleisch-Bereich neu und ansprechend. Ein weiteres großes Plus: Mit Hilfe durchdachter Filterfunktionen können Produkte beispielsweise nach Preis, Hersteller, Herkunft, Bio-Qualität und Auszeichnungen wie QSFP oder Label Rouge gefiltert werden. Neben zahlreichen weiteren visuellen Anpassungen ist der weiße Untergrund einem dunkelgrauen gewichen, was mehr Ruhe in das Layout bringt.

www.frischeparadies-shop.de

Happy Birthday All-Clad

45 Jahre Topqualität für Spitzenköche weltweit

Wäre All-Clad ein Mensch, hätte er oder sie die längste Zeit des Arbeitslebens bereits hinter sich. Die Töpfe und Pfannen des amerikanischen Ultrapremium-Kochgeschirrherstellers sind jedoch ein ganzes Leben lang im Einsatz, und das schon seit 45 Jahren. Das liegt nicht nur am patentierten Herstellungsverfahren, das optimale Wärmeleitung und konstant professionelle Ergebnisse garantiert, sondern auch an der geballten Erfahrung aus fast fünf Jahrzehnten und dem kontinuierlichen Austausch mit Profis auf der ganzen Welt.

Seinen Anfang nahm alles in den späten 1960er Jahren mit dem US-Metallspezialisten John Ulam. Er hatte gerade das patentierte Roll-Bonding-Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe verschiedene Schichten von reinen Metallen und Legierungen zu untrennbaren Einheiten verwalzt werden konnten. Zuerst in anderen Industriezweigen angewendet, entdeckte Ulam schnell das Potenzial für hochwertiges Kochgeschirr und gründete 1971 All-Clad Metalcrafters. Und der Rest ist Geschichte: Produkte zuerst aus der Serie Stainless, später auch aus den Linien Copper-Core und Stainless with d5 Technology eroberten die Küchen der Welt und finden sich heute bei so renommierten Köchen wie Thomas Keller***, Daniel Boulud***, Harald Wohlfahrt*** oder Daniel Humm***.

„Produkte von All-Clad suchen in professionellen Küchen ihresgleichen. Sie helfen uns, effizient zu kochen und gutes Essen zuzubereiten“, heißt es aus den USA von David Chang, Gründer der internationalen Momofuku Restaurantgruppe. Drei-Sterne-Legende Harald Wohlfahrt aus der Traube Tonbach sagt: „Ich koche am liebsten mit All-Clad, weil die Produkte im Spitzengastronomie-Alltag eine so große Funktionalität haben. Das Ergebnis ist immer optimal, egal ob auf Gas oder Induktion“. Und Zwei-Sterne-Koch Tim Raue, der seit Jahren mit All-Clad arbeitet, ergänzt: „All-Clad mit anderen Töpfen und Pfannen zu vergleichen, ist wie einen Ferrari mit einem Fahrrad zu vergleichen.“

Auch von langjährigen Freunden und Partnern gibt es Glückwünsche: „Happy Birthday All-Clad, schön, dass es Euch gibt! Auf dass Ihr noch lange der perfekte Partner für unser Top-Fleisch seid“, wünscht Wolfgang Otto, Inhaber und Geschäftsführer von Otto Gourmet. Ralf Bos von Bos Food fügt hinzu: „Wir arbeiten schon seit vielen Jahren mit All-Clad zusammen, weil wir beide nur perfekte kulinarische Lösungen anstreben. Da ist es doch klar, dass wir uns schon auf die nächsten 45 freuen!“

Das Geheimnis des Ultrapremium-Kochgeschirrs liegt in der Produktion: Nach dem Roll-Bonding erhalten die Töpfe und Pfannen beim Hydroformen ihre endgültige Form, wobei die Materialstärke auch in den Biegezonen erhalten bleibt. Das Ergebnis: Das Produkt umschließt seinen Inhalt von allen Seiten und bis ganz nach oben mit einem perfekten Wärmefeld. Alle Modelle verfügen über ergonomische Kaltstahlgriffe, die einfaches Handling garantieren, die mehrfache Politur des Kochgeschirrs von Hand sorgt für die optimale Porengröße und verhindert das Anhaften von Bratgut. All-Clad liefert alle Töpfe und Pfannen mit einer lebenslangen Garantie aus.

www.all-clad.de

BRIGITTE Diät 2017

Wenn wir ein paar Kilo verlieren wollen, erscheint uns der eigene Körper oft als Feind. Denn mit Heißhungerattacken und Jojo-Effekt versucht er, uns vor dem vermeintlichen Verhungern zu retten. Die neue BRIGITTE Diät 2017 macht den Körper jetzt zum Verbündeten – mit Rezepten und Tipps, die den Stoffwechsel anregen sowie Lebensmitteln, die die Bakterienvielfalt im Darm fördern und regulieren. Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse wird das Abnehmen so wesentlich leichter und der Körper in den gesunden Schlank-Modus umprogrammiert.

Die 30 Rezepte der neuen BRIGITTE Diät werden in der BRIGITTE-Ausgabe 2/2017 veröffentlicht, die am 4. Januar 2017 erscheint: 15 Hauptgerichte, je vier Frühstücks- und Abendbrot-Rezepte sowie sieben vegane Detox-Gerichte für Hauptmahlzeit oder Frühstück. Dezember 2016 erhalten registrierte Küchenleiter vorab exklusiv die Rezepte zum Gratis-Download. Bereits ab sofort können sich Deutschlands Kantinen-Chefs auf dem Service-Portal www.BRIGITTE-Diaet-Aktion.de über die sechswöchige Kantinen-Aktion informieren und anmelden, um ihren Gästen im Januar und Februar 2017 etwa „Seelachs, Gemüsenudeln und Schafskäse-Dip“, „Rosa Krautsalat mit Hähnchen“ oder „Kürbis-Quisotto mit Apfelsenf“ zu servieren.

Zudem besteht über das Service-Portal die Möglichkeit, kostenfreie Werbemittel wie Plakate, Tischaufsteller oder Flyer zur Aktion zu bestellen. In diesem Jahr bietet die BRIGITTE Diät-Aktion einige zusätzliche Features für alle teilnehmenden Kantinen und deren Tischgäste an. Zum einen stehen Samplings der BRIGITTE Diät Wohlfühl-Tees von Meßmer bereit – „Belebung“ mit Grüntee für den Start in den Tag, „Beruhigung“ mit Lavendelblüten für zwischendurch, „Belohnung“ ohne Koffein für die Auszeit am Abend. Zum anderen können die Kantinengäste eine Ausgabe der BRIGITTE kostenlos anfordern sowie vier Wochen gratis beim Online Fitness-Studio „fitnessRAUM“ trainieren. Auf der Landing-Page der BRIGITTE Diät-Aktion stehen ab Aktionsbeginn am 16. Januar zusätzlich exklusive Tipps für eine gesunde Ernährung und vieles mehr zur Verfügung.

Die BRIGITTE Diät-Expertinnen stehen wie gewohnt für alle Fragen rund um die Aktion, Ernährung und Diät bereit. Die BRIGITTE Diät-Aktion läuft bereits seit Jahren erfolgreich in zahlreichen Kantinen Deutschlands.

Die BRIGITTE Diät wurde 1969 in Zusammenarbeit von BRIGITTE mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und Diätexperten entwickelt. Bis heute begeisterte sie schon Millionen von Frauen und wird von Ärzten und Ernährungsberatern befürwortet. Die BRIGITTE Diät empfiehlt 1.200 bis 1.400 Kilokalorien pro Tag, für Männer 300 mehr. Die BRIGITTE Diät besteht aus einer Vielzahl von Rezepten für Frühstück, Mittag- und Abendessen, die im Baukastensystem zu individuellen Diätplänen zusammengestellt werden. So garantiert die BRIGITTE Diät eine ausgewogene und genussvolle Ernährung. Seit drei Jahren empfehlen die Expertinnen der BRIGITTE Diät die Diät-Regeln „Stundenformel“, „Fatburn-Kick“ und „Kalorienbremse“. Die „Stundenformel“ lautet 4 – 4 – 10 für drei Mahlzeiten am Tag. Sie bezeichnet die Stundenzahl, die mindestens zwischen den Mahlzeiten liegen sollte. Der Hintergrund: Der Stoffwechsel verbrennt am meisten Fett, wenn man ihm ausreichend Pausen gönnt. Hinter dem „Fatburn-Kick“ verbirgt sich die Erkenntnis, dass eiweißreiche Nahrung vor allem abends die Fettverbrennung ankurbelt. Die „Kalorienbremse“ bedeutet, dass kohlenhydratarme Mahlzeiten den Blutzuckerspiegel niedrig halten und die Energiedichte senken.

Römertopf feiert 50-jähriges Jubiläum

Komplette Produktionskette seit 50 Jahren am Firmensitz im Westerwald – Nachhaltiger Einsatz von 100 Prozent einheimischen Ressourcen
NEU: Feuerfeste Modelle und eignen sich für Einsatz auf BBQ-Grill und im Lagerfeuer – kein Wässern erforderlich

Dass die besten Ideen meist aus einem Zufall heraus entstehen, zeigt die Unternehmensgeschichte der Marke Römertopf. Während eines Italienurlaubs im Jahr 1966 entdeckte der Unternehmer Eduard Bay römische Tonbehälter in einem Museum, die ihn zu den berühmten Brätern aus Ton inspirierten. Schon ein Jahr später wurde der „Ur-Römertopf“ als Innovation auf der damals führenden Konsumgüter- messe in Hannover vorgestellt und begann seinen Siegeszug um die Welt. In den 1970er und 1980er Jahren in fast jeder deutschen Küche heimisch, erfährt die Marke heute, 50 Jahre später, ein Revival. Das Wiederentdecken regionaler Zuberei- tungsarten und Rezepte sowie die Verwendung von regional erzeugten Lebensmit- teln stiften in einer globalisierten Welt Identität. Auch die deutsche Traditionsmarke Römertopf trifft somit genau den Zeitgeist, denn die komplette Produktionskette je- des Römertopf-Produktes findet am Firmenstandort in Ransbach-Baumbach, Westerwald, statt. Von der Gewinnung der heimischen Rohstoffe bis hin zum Brennen des fertigen Produkts setzt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit und den sorgsamen Umgang mit den Ressourcen.

Feuerfeste Produktpalette auch für BBQ-Grill und Lagerfeuer geeignet
Pünktlich zum Jubiläum erweitert Römertopf sein vielseitiges Sortiment um robuste, feuerfeste Produkte aus anthrazit-schwarzer Keramik, die äußerst widerstandsfähig, kratzfest und resistent gegen abrupte Temperaturwechsel sind und nicht gewässert werden müssen. Die dickwandigen Produkte mit griffsicheren breiten Rand eignen
sich nicht nur für die Zubereitung leckerer Speisen im Backofen oder der Mikrowelle, sondern auch für den Einsatz auf dem BBQ-Grill oder sogar in der Glut eines Lagerfeuers. Zwei Grillschalen, ein Geflügelbräter sowie ein runder Bräter mit Deckel sind ein guter und umweltfreundlicher Ersatz für schweres, gusseisernes Kochgeschirr. Der Geflügelbräter für komplette Hähnchen, Enten, Puten oder Truthähne von bis zu drei Kilogramm Gewicht ist für den Einsatz im geschlossenen Kugelgrill geeignet. Seine spezielle Form ermöglicht ein rundherum krosses Ergebnis, das Innere des Geflügels bleibt zart und saftig. Zusätzlich kann in der großen Auffangschale Fleischsaft aufgefangen und Gemüse mitgegart werden. Die Grillschalen kommen zum Einsatz, wenn kein Fett ins Feuer tropfen, leckerer Bratensaft aufgefangen oder empfindliche Speisen wie Meeresfrüchte oder zarte Fischfilets indirekt gegrillt werden sollen. Der feuerfeste Bräter mit Deckel kommt am Lagerfeuer für kräftige Eintöpfe und Suppen zum Einsatz. Auch zum Warmhalten sind Grillschalen und Bräter bestens geeignet.

Auch eingefleischte Römertopf-Fans finden zum Jubiläum etwas Neues im Sortiment. Der große Jubiläumsbräter erinnert optisch an die römische Tradition des Kochens in Tongefäßen, die 2000 Jahre später durch die Marke Römertopf wieder belebt wurde.

Melbournes beste Restaurants

Australiens zweitgrößte Stadt Melbourne hat sich in den letzten Jahren zu einer weltweit angesehenen Food-Metropole entwickelt. Spätestens seit bekannt ist, dass hier am 5. April 2017 im Royal Exhibition Centre die nächsten „The World’s Best 50 Restaurants“ Awards verliehen werden, richten sich die Blicke der internationalen Gourmetszene auf die Stadt am Yarra River. Nirgendwo sonst auf dem fünften Kontinent wächst die Szene schneller. Schon heute kommen mehr als 3.000 Restaurants und 2.000 Cafés auf gut vier Millionen Einwohner. Allein im Stadtzentrum können 178.320 hungrige Genießer gleichzeitig in einem Lokal Platz nehmen.

Von neuen Sternen und Kochmützen
Sternekoch Ben Shewry rangiert mit seinem Attica in Melbourne derzeit mit Platz 33 als einziger australischer Repräsentant in der berühmten Liste der Top 50. Shewry macht mit seinen experimentellen Menüs aus exotischen australischen Zutaten wie Bunya Nuts (Tannenzapfen), Wattleseeds (Akaziensamen) oder Emu-Eier Furore. Doch sein Kollege Dan Hunter ist ihm auf den Fersen. Mit dem erst 2013 eröffneten Brae holte er zuletzt die begehrten Titel “Chef of the Year” und “Best Regional Restaurant” des The Age Good Food Guides (Pendant des Michelin Guides in Australien) an die Great Ocean Road. Inmitten des Otway Nationalparks, rund 130 Kilometer außerhalb von Melbourne serviert Hunter in ländlicher Idylle mutige Kreationen aus lokal erzeugten Produkten. Man darf gespannt sein, ob das Brae im nächsten Jahr den Sprung vom diesjährigen Platz 65 in den Olymp der besten 50 schafft.

Mit drei Chef Hats (Kochmützen) zeichnet der Good Food Guide 2017 auch das Vue de Monde von Shannon Bennett, hoch oben im Rialto Tower in Melbourne, aus. Der Starkoch serviert moderne australische Küche auf höchstem Niveau. Neu auf der Hot-List ist der minimalistische Japaner Minamishima im Stadtteil Richmond.

Zwei Kochmützen haben sich gleich 14 Restaurants in Melbourne verdient. Vor allem in den engen Gassen der Laneways im Central Business District hat sich eine hochklassige Restaurantszene etabliert: Hier liegen Flower Drum, Ezard, Grossi Florentino Upstairs und The Press Club. Auf der gegenüberliegenden Flusseite fallen in Southbank die Restaurants Dinner by Heston Blumenthal, Lumé, Rockpool Bar & Grill und Spice Temple in die gleiche Kategorie. Im Szeneviertel Fitzroy/Collingwood wurden Cutler & Co, Saint Crispin und Matteo’s ausgezeichnet. Etwas außerhalb residieren das Circa in St. Kilda, das Woodland House in Prahan sowie das Estelle Bistro in Northcote.
Eine Kochmütze ziert stolze 43 Melbourner Restaurants. Erwähnenswert sind zum Beispiel das Supernormal und Cumulus Inc von Lokalmatador Andrew McConnell, das MoVida, Coda, Tonka und Kappo (alle Laneways). Die Wahl zum „Best New Restaurant 2017“ fiel auf die Weinbar Embla.

Clean Eating bis Streetfood
Neben der Gourmetküche gibt es in Melbourne unzählige Möglichkeiten, seinen Hunger zu stillen. In der Einwanderer-Stadt leben mehr als 180 verschiedene Nationalitäten Tür an Tür. So entstehen immer neue Trends und Cross-Over-Kreationen und die Street Food Szene gilt als eine der Einfallsreichsten der Welt. Vor allem italienische, griechische und asiatische Einflüsse prägen das Genussbild. Auch spezialisierte Restaurants, die ausschließlich vegane, laktosefreie oder glutenfreie Küche anbieten, haben sich in den letzten Jahren etabliert. Viele Restaurantbetreiber setzten immer mehr auf die ausschließliche Verwendung frischer und gesunder Zutaten. Solche „Clean Eating“-Konzepte wie in der Serotonin Eatery, deren Gerichte laut eigener Aussage die Ausschüttung von Glückshormonen verursachen, oder der Moroccan Soup Bar kommen bei den sport- und gesundheitsbewussten Melburnians an.

Beliebt sind auch die mehr als 50 verschiedenen Food Trucks, die an verschiedenen Locations der Stadt auftauchen. Melbournes Foodies haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Standorte ihrer Liebingstrucks immer wieder aufzuspüren – zum Beispiel mit Hilfe einer eigenen Website und App namens „Where the Truck at“. Inzwischen haben sich zudem regelmäßige Food Truck Happenings etabliert, wie das monatliche Food Truck Festival im Coburg Drive. Wer auf Nummer sicher gehen will, findet in Thornbury einen permanenten Food Truck Park. Dort wechseln die Anbieter monatlich.

Der längste Lunch der Welt
Das Thema Essen und Trinken beherrscht auch die abwechslungsreiche Veranstaltungsszene Melbournes. Mit einer Bandbreite vom Dumpling Festival bis zum bayrisch-inspirierten Oktoberfest bleibt kaum eine Geschmacksvorliebe unbeantwortet. Wichtigstes Happening ist das Melbourne Food and Wine Festival, eines der weltweit größten seiner Art. Eröffnet wird es traditionell mit dem „Längsten Lunch der Welt“, bei dem mehr als 1.000 Gäste an einer einzigen Tafel dinieren. Im Jahr 2017 wird es vom 31. März bis zum 9. April stattfinden – parallel zu den World 50 Best Restaurants.

Regionale Küche und Genussrouten
Auch außerhalb von Melbourne bietet der Bundestaat Victoria kulinarische Höhepunkte. So listet der GoodFoodGuide 2017 sieben weitere Restaurants im Umland mit zwei Kochmützen. Darunter sind das Lakehouse in Daylesford, das Stefano’s in Mildura und das Royal Mail Hotel in Dunkled am Fuße der Grampians.

Überall in Victoria warten so genannte Food Trails auf hungrige und durstige Besucher. So listet auf der Mornington Peninsula das WineFoodFarmgate Programm knapp 100 landwirtschaftliche Produzenten und Betriebe, die teils auch einen Blick hinter die Kulissen der Herstellungsprozesse erlauben. Im High Country, dem alpinen Victoria, passieren Radler auf der Pedal to Produce Tour zahlreiche Weingüter, Brauereien und Cafés. In Bendigo, rund eine Stunde westlich von Melbourne gelegen, führt die Food Forsicker Tour zu leckeren Probehappen in einer Reihe von Restaurants, Shops und Lebensmittelbetrieben. Auch im Yarra Valley, vornehmlich als Weinregion bekannt, lässt es sich gleich auf mehreren Trails schlemmen und trinken.

http://food.theaureview.com/news/the-age-good-food-guide-awards-announces-2017-winners-and-hatted-restaurants-melbourne/
Unser Fotobericht zum Minamishima: https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/?tab=album&album_id=10153489975548124