Gesunde Wurst?

An der Hochschule Anhalt wurde ein Fleischprodukt entwickelt, das mit Heilkräutern gewürzt, fett- und salzreduziert und lecker ist

Gesunde Wurst? Das klingt wie ein Gegensatz, aber es gibt sie. Die Geflügelwurst, salzreduziert und gewürzt mit Heilpflanzen, wird in den Filialen der Fleisch- und Wurstwarenproduktion Bernburg, kurz FLEPRO, unter dem Namen „Pro Gesundheit“ bereits verkauft. Eine Wurstsorte in vier Geschmacksrichtungen, Melisse-Koriander-Dill zum Beispiel oder Kümmel-Anis-Fenchel, mit vielleicht sogar heilender, mindestens aber vorbeugender, Wirkung bei Magen-Darm- Erkrankungen. Entwickelt hat die Rezeptur die Arbeitsgruppe Lebensmittel- und Ernährungsforschung der Hochschule Anhalt in Bernburg.

Der Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie, Landschaftsentwicklung der Hochschule Anhalt, zu dem die Forschergruppe um den Professor für Lebensmitteltechnologie Wolfram Schnäckel gehört, widmet sich Themen rund um Nahrungsmittel und ihre Produktion. Verbrauchsstudien gehören dazu, Prozessoptimierung bei der Herstellung, Produktentwicklung und Marketing. Man könnte die Wissenschaftler auch als „Erfinder“ bezeichnen, immerhin macht die Kreation neuartiger Lebensmittel einen Teil ihrer Arbeit aus. Der Schwerpunkt liegt dabei beim Fleisch, ihrem Hauptforschungsgebiet.

Als man sich dem Thema „gesunde Wurst“ näherte, sagt Professor Wolfram Schnäckel, habe man sich zunächst mit funktionellen Lebensmitteln beschäftigt, ein schon seit längerem bestehender, gesellschaftlicher Trend hin zu fett- und salzreduzierter Kost also. „Die Mitarbeiter haben sich überlegt, wie sie alle gesundheitsfördernden Effekte kombinieren und noch einen draufsetzen können.“ Was schließlich gipfelte in der Frage: Kann man Heilkräuter an Stelle vont Gewürzen einsetzen? Und wenn ja, welche? „Wir haben Kräuter mit einer positiven Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt identifiziert, haben sie in Geruch und Geschmack getestet und eingegrenzt.“ Wolfram Schnäckel sagt, dass die eingesetzten Gewürze sämtlich einen medizinisch nachgewiesenen positiven Einfluss auf den Verdauungstrakt hätten und in einer anerkannten Positivliste des Expertenausschusses für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur sowie der Weltgesundheitsorganisation aufgeführt sind. Die eingesetzte Menge von Kümmel, Anis, Fenchel oder Ingwer und anderen Kräutern ist so hoch, dass die präventive Wirkung garantiert ist bei einem Verzehr, von50 Gramm Wurst pro Tag.

Im Labor also wurde das Fleischprodukt entwickelt, in kleinsten Mengen. Die Fettreduktion wurde durch die Verwendung von Geflügel- statt Schweinefleisch erreicht, Sonnenblumenöl an Stelle von Schweinefett wurde in technologisch notwendigen Mengen zugesetzt, Salz reduziert. „Das war das größte Problem. 1,3 Prozent Kochsalz sind noch in der Wurst enthalten, üblich sind 1,8 Prozent.“ Mehr habe man nicht reduzieren können, sagt Wolfram Schnäckel, weil Salz für den Zusammenhalt der einzelnen Bestandteile und damit auch für die Schnittfestigkeit der Wurst sorge.

Nach der Produktion im Labor übernahm die FLEPRO zunächst die kleintechnische Herstellung, und es wurde zur Verkostung geladen. Mehr als 300 Männer und Frauen bewerteten die Kreationen, als am beliebtesten erwies sich dabei die Kombination von Kümmel, Koriander und Kardamom. Die Brühwurst wurde dann von der FLEPRO im großen Stil produziert, seit Ostern vergangenen Jahres ist sie zu kaufen. Die Absatzzahlen sind gut. Die Hochschule Anhalt präsentierte sich mit ihrem Erzeugnis bereits auf der Grünen Woche 2016 in Berlin und dem Sachsen-Anhalt-Tag in Köthen – mit Erfolg.

Eineinhalb bis zwei Jahre etwa währt der Entwicklungsprozess eines neuen Produktes, von der Idee über die Erforschung im Labor bis zur eventuellen Anmeldung eines Patentes. Die Frage der Finanzierung ist dabei immer eine entscheidende. Drei Möglichkeiten bieten sich an: Zum einen ist da die Industrie, die der Hochschule Forschungsaufträge erteilt und dafür zahlt. Zum anderen können studentische Abschlussarbeiten genutzt werden, um Projekte zu realisieren. „Das dauert nicht so lange, aber da sind in der Regel nur kleine Produktoptimierungen möglich“, so Professor Schnäckel. Die dritte bestehende Möglichkeit sind Förderprogramme des Landes, des Bundes oder der EU.

Im Rahmen eines solchen Programms des Bundeslandwirtschaftsministeriums hat die Arbeitsgruppe um Professor Schnäckel eine weitere bahnbrechende Entwicklung gemacht, die die Verwendung von Eberfleisch ermöglichen soll. „Seit fast 5.000 Jahren werden männliche Ferkel kastriert, weil ihr Fleisch nach der Geschlechtsreife ungenießbar wird. Es stinkt, man kann es nicht essen.“ Deshalb, sagt Wolfram Schnäckel, würden die Tiere, wenn sie eine Woche alt seien, von den Landwirten traditionell ohne Betäubung kastriert. Dieses Verfahren aber wird ab 2019 verboten sein, nach einer Lösung des Problems wird weltweit gesucht. Die könnte nun aus Bernburg kommen: Gemeinsam mit dem Institut für Ökologischen Landbau Trenthorst sowie den Universitäten Gießen und Göttingen fand man eine Möglichkeit, Geruch und Geschmack des Fleisches zu maskieren. Über ein Räucherverfahren und die Zugabe geeigneter Gewürze wie zum Beispiel Rosmarin oder Oregano konnten Schinken, Speck, sogar Hackfleisch hergestellt werden, deren Geschmack sich nicht von dem herkömmlicher Produkte unterscheidet. Im Handel freilich ist das Fleisch noch nicht, da die aktuelle Rechtslage die Vernichtung geruchsbelastenden Eberfleisches vorschreibt. „Es fehlen politische Entscheidungen. Vielleicht haben wir ja die Vorläuferforschung dafür geliefert“, hofft Wolfram Schnäckel.

Der Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie, Landschaftsentwicklung ist aber nicht nur in der Forschung, sondern auch bei der Prozessoptimierung in der Industrie erfolgreich. So wurden neuartige Schneidwerkzeuge zur Zerkleinerung von Fleischmassen entwickelt, die zu erheblicher Kosteneinsparung führen und bereits am Markt etabliert sind.

Auf der Internationalen Grünen Woche 2017 in Berlin wird sich die Hochschule Anhalt mit ihrer Lehr- und Versuchsbrennerei präsentieren.

http://lebensmitteltechnologie.loel.hs-anhalt.de

Eine Woche Kochkurs mit Skye Gyngell

The Thinking Traveller holt im Frühling 2017 eine der aktuell angesagtesten Köchinnen nach Sizilien: Skye Gyngell mit ihrem Londoner Restaurant „Spring“. Der Ferienvillenspezialist organisiert ein Erlebnis für all diejenigen, die in Rocca delle Tre Contrade, einer der schönsten Mietvillen Siziliens, residieren und dort ihre Kochkünste verfeinern möchten. Über eine Woche hinweg können Gäste mit Skye persönlich auf regionalen Märkten einkaufen, Weine verkosten, Kochvorführungen beiwohnen und natürlich selbst unter der Leitung der Sterneköchin kochen.

Die Villa
Rocca delle Tre Contrade trohnt auf einem eigenen Hügel an Siziliens Ostküste in der Nähe des Städtchens Santa Venerina, unweit von Catania. Die Villa mit 12 Schlafzimmern, jedes mit eigenem Bad, bietet ein visuelles Erlebnis per se: Die monumentale Architektur dieses umfassend renovierten, ehemaligen Adelssitzes aus dem 19. Jahrhundert trifft auf modern-raffiniertes Interior Design. Am Rande der ausgedehnten Gartenanlage, entlang einer Mauer schmiegt sich der 25 Meter lange L-förmige Infinity-Pool, der mittels einer imposanten Treppe durch einen Tunnel aus Lavagestein zugänglich ist. Der Ausblick auf den lavabedeckten, rauchenden Gipfel des Ätna und das tiefblaue Ionische Meer, den Rocca delle Tre Contrade den Gästen eröffnet, tut sein Übriges.

Skye Gyngell und ihre Küche
Skye Gyngell, gebürtige Australierin, ist Expertin wenn es darum geht, Menschen für ein Essen zum Reisen zu bewegen. Nach Stationen im La Varenne in Paris und The Dorchester in London machte sie sich einen Namen als Köchin, als sie aus dem Petersham Nurseries, einem zusammengeschusterten Laden mit zwei Herdplatten, der am Rande von London lag, in einen Wallfahrtsort für gutes Essen verwandelte. Sogar die VIPs aus der Londoner Kunst und Fashion Szene entschuldigten die kippeligen Tische und den schmuddeligen Boden, nur um englische Jakobsmuscheln mit einem frischen Mais-Püree oder Tagliatelle mit schwarzem Kohl und Seeteufel-Curry zu kosten. Genau zu dem Zeitpunkt als das Restaurant Ansehen erlangte und Gyngell Ihren ersten Michelin-Stern, eröffnete sie 2014 ihr eigenes Grandrestaurant „Spring“ im historischen Londoner Sommerset House, das sich schnell einen Namen als eines der besten Restaurants der Hauptstadt machte.

Ein schneller Blick auf Gyngells Speisekarten oder in ihre Kochbücher enthüllt ihre „Farm-to-Table“ Philosophie und kulinarische Vorliebe, das Beste aus lokalen und saisonalen Zutaten herauszuholen. Auch ihre große Leidenschaft für die italienische Küche macht sich hier bemerkbar. Eigens zur Vorbereitung der privaten Küchen Coachings in Sizilien war Skye Gyngell in diesem Jahr bereits selbst mit Freunden und Familie in Rocca delle Tre Contrade, um Unterschiede und Parallelen der eher traditionellen sizilianischen Gerichte zu erkunden.
     
Die kulinarische Woche
Der Kochkurs in Rocca delle Tre Contrade ist eine Kombination traditioneller sizilianischer Rezepte der unter Leitung des hauseigenen Kochs und Skye Gyngells eigener Interpretationen und jener ihres Teams steht. Die Gäste werden selbst täglich in der Küche der Villa kochen und bei Kochvorführungen zu verschiedenen Themen mitwirken. Die köstlichen Gerichte, die dabei entstehen, bilden die Grundlage der Mahlzeiten in der Villa.

Außerhalb der Küche werden Teilnehmer eingeladen einige der facettenreichen gastronomischen Traditionen der Gegend kennenzulernen, darunter Besuche auf Märkten, eine Weinberg-Besichtigung mit Weinprobe auf dem Ätna, Mahlzeiten in einer traditionellen Trattorie, eine Street-Food-Tour im alten Stadtzentrum von Catania und eine Erkundungsreise durch das barocke Sizilien.

Neben den Aktivitäten bietet sich den Gäste genügend Zeit um die anderen luxuriösen Vorzüge von Rocca delle Tre Contrade auszukosten. Sei es der Sprung ins kühle Nass mit anschließendem Sonnenbad auf der Terrasse, ein Gartenspaziergang durch die Zitronenhaine oder sogar eine Runde Tennis. Das Servicepersonal vor Ort verwöhnt nach Strich und Faden, so dass sich die Gäste wie in ihrem eigenen Boutique-Hotel fühlen dürfen.
Termine
25. März 2017 bis 1. April 2017 sowie 22. bis 29. April 2017

Das Angebot umfasst
• Maximal 16 Teilnehmer
• 6 Tage Koch- und Weinprogramm mit Skye Gyngell
• 7 Sessions in der Vorführküche der Villa
• 7 Übernachtungen in Rocca delle Tre Contrade in Doppelzimmern
• Persönliches Treffen mit Jon Moslet, Besitzer der Villa und Experte für sizilianischen Wein und gastronomische Traditionen
• Abwechslungsreiches Urlaubs-Programm • Vollpension mit Wein und Getränken •Flughafen Transfer
Das detaillierte Programm, Preise und Unterkunftsoptionen:
www.thethinkingtraveller.com/de/thinksicily/villen-auf-sizilien/spring-auf-sizilien-mit-skye-gyngell.aspx

Mehr zu Rocca delle Tre Contrade:
www.thethinkingtraveller.com/de/thinksicily/rocca-delle-tre-contrade.aspx#about

STADT LAND FOOD berlin

Es wird brutal lokal beim Stadt Land Food-Festival! Schon eine Woche vorab vom 26. September bis 02. Oktober bringt das Stadt Land Food-Menü in Kooperation mit der neu gegründeten „Gemeinschaft für gute deutsche Esskultur“

Lebensmittelproduzenten aus Berlin-Brandenburg mit den spannendsten Köchen der Stadt zusammen. Die Köche haben sich einen Erzeuger ausgesucht und stellen dem Stadtbewohner seine Produkte vor. Mit Ihren Mitteln bringen Sie die Identität des Bauern mit speziellen Menüs auf die Teller der Stadt. Und darum geht es bei Stadt Land Food in diesem Jahr: Identität.

Die „Gemeinschaft für gute deutsche Esskultur“ ist eine Initiative der Restaurants Nobelhart & Schmutzig, Einsunternull, Horváth und Ernst und hat sich zum Ziel gesetzt, die einheimische Küche mehr in den Fokus der Berliner und internationalen Gastro-Szene zu rücken. Das Stadt Land Food-Menü ist dafür ein idealer Auftakt, der das Interesse der Restaurantbesucher für regionale Lebensmittel weckt und gleichzeitig das Netzwerk zwischen Köchen und Bauern stärkt.

www.markthalleneun.de/

Was ist dein Ideal meal?

Edenred-Umfrage „Was ist dein Ideal meal?“ in 14 Ländern zeigt, dass für viele Arbeitnehmer in Deutschland die Mittagspause vergleichsweise kurz ausfällt

Wie lange nehmen wir uns für unser Mittagessen Zeit? Was bedeutet uns die Pause zur Mittagszeit? Wo und was essen wir? Edenred hat dazu gruppenweit 2.500 Mitarbeiter befragt. Alle Teilnehmer gehen einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit nach. Die „Ideal meal“-Umfrage zeigt, dass das Mittagessen am Arbeitsplatz in den einzelnen Ländern unterschiedlichen Stellenwert hat.

Nur rund 30 Minuten Mittagspause
In Deutschland nehmen sich 43 Prozent der Befragten bis zu 30 Minuten Zeit für ihr Mittagessen. Damit liegt Deutschland im Ranking der vierzehn Länder an siebter Stelle. In Frankreich und Mexiko ist am meisten Zeit für die Pause am Arbeitsplatz: Hier lassen sich jeweils 77 Prozent über eine halbe Stunde Zeit. Am wenigsten wichtig ist den Arbeitnehmern in Polen und Griechenland die Mittagspause: 77 Prozent der Polen und 91 Prozent der Griechen genehmigen sich weniger als 30 Minuten.

Zeit fürs Essen haben die Deutschen erst am Abend
Wie die Umfrage zeigt, nehmen sich viele der 72 in Deutschland befragten Mitarbeiter erst am Abend richtig Zeit fürs Essen. Das Frühstück spielt eine wahre Nebenrolle: Bei einem Fünftel der Befragten (20 Prozent) fällt es ganz aus, bei der Hälfte (50 Prozent) dauert die erste Mahlzeit des Tages nicht einmal 15 Minuten. Nur 29 Prozent nehmen sich morgens bis zu 30 Minuten Zeit, um fit für den Tag zu werden.

„Für 69 Prozent ist das Abendessen die erste längere entspannte Phase des Tages. Seit dem Aufstehen sind da oft schon zwölf bis 14 Stunden vergangen. Der Gesundheit zuliebe wäre es wichtig, schon mittags eine ausgiebige Pause einzulegen, um den Energiespeicher für die zweite Tageshälfte aufzufüllen. 30 Minuten reichen kaum aus, um sich am Arbeitsplatz etwas zu essen zu besorgen oder Mitgebrachtes herzurichten, um abzuschalten und um sich mit Kollegen zu unterhalten. Auf längere Sicht führt dieses Verhalten zu Stress und mangelnder Konzentrationsfähigkeit – und damit zu reduzierter Arbeitsleistung“, erklärt Petra Mühlbauer, Director Human Resources bei Edenred Deutschland.

Gute Gründe für die Mittagspause
Entspannung, Hunger, Freude, Geselligkeit – es gibt unterschiedliche Gründe, weshalb die 2.500 Edenred-Mitarbeiter in die Mittagspause gehen. Für vier von zehn (41 Prozent) ist das Mittagessen ein Moment der Entspannung während des Arbeitsalltages, 30 Prozent treibt schlicht der Hunger und für 16 Prozent ist es ein Moment der Freude. 13 Prozent schätzen die Möglichkeit, sich mit Kollegen oder auch Freunden zu treffen. In Deutschland spielt der Aspekt der Entspannung eine größere Rolle: Er ist für nahezu die Hälfte der Mitarbeiter (49 Prozent) der wichtigste Grund zur Pause, während nur für 25 Prozent der Hunger ausschlaggebend ist.

Restaurant, Kantine, Take-away oder self-made?
Die Umfrage beleuchtet nicht nur den bevorzugten Ort, an dem die befragten Mitarbeiter die Mittagspause verbringen, sondern auch die Art der Speisen, die sie zu sich nehmen. In Brasilien (87 Prozent) gehen anteilig am meisten Befragte ein bis mehrmals pro Woche ins Restaurant, gefolgt von Tschechien (84 Prozent) und Japan (81 Prozent).

In Deutschland gehen 30 Prozent der Mitarbeiter mindestens einmal pro Woche, 26 Prozent sogar mehrmals die Woche mittags ins Restaurant. Für 54 Prozent ist der Aufenthaltsraum des Unternehmens der Ort, an dem sie mindestens einmal die Woche von zuhause mitgebrachte Speisen verzehren. 36 Prozent der Befragten versorgen sich zur Mittagszeit einmal oder mehrmals in der Woche beim Take-away-Anbieter mit Essen.

Restaurant: Empfehlung, Nähe und Schnelligkeit zählen
Für die Auswahl des Restaurants vertrauen 64 Prozent der deutschen Mitarbeiter auf die Empfehlung der Kollegen, nur 19 Prozent informieren sich online, wenn sie ins Restaurant gehen. Was ebenfalls zählt: Bei einer vorgegebenen Auswahl von zehn Entscheidungskriterien für Restaurants, haben die folgenden drei Punkte Vorrang: 92 Prozent achten auf räumliche Nähe zum Arbeitsort, 90 Prozent legen Wert auf die Schnelligkeit des Service und 79 Prozent achten auf den Preis.

Ausgaben für Lebensmitteleinkäufe und Restaurantbesuche
Der Umfrage zufolge halten 91 Prozent der deutschen Befragungsteilnehmer ein Mittagessen in einem Fastfood-Restaurant für erschwinglich, wenn es weniger als 8 Euro kostet. Für Take-away-Angebote geben sie durchschnittlich 5,69 Euro und für ein Essen im Restaurant durchschnittlich 10,15 Euro aus. 50 Prozent der Befragten geben zudem an, genau zu wissen, wie hoch ihre Gesamtausgaben für Lebensmitteleinkäufe und Restaurantbesuche monatlich sind: 19 Prozent von ihnen geben weniger als 200 Euro im Monat aus, 36 Prozent zwischen 200 und 400 Euro, 39 Prozent mehr als 400 Euro.

Ernährungserziehung – das geht alle an
Die Verbindung zwischen Essen und Gesundheit ist für 54 Prozent der 2.500 Edenred-Mitarbeiter ein wichtiges Thema. Jedoch fällt auf, dass in Ländern mit höherer Kaufkraft die Bedeutung der konsumierten Lebensmittel in Bezug zur Gesundheit häufiger genannt wird, während in Ländern wie Venezuela oder Mexiko die Verfügbarkeit von Essen am meisten zählt.

Wer trägt die Hauptverantwortung für die Ernährungserziehung? Zu dieser Frage standen insgesamt acht Institutionen zur Auswahl. 89 Prozent der Befragten waren sich einig, dass hier die Familie in der Pflicht steht. Mit 53 Prozent und 52 Prozent sind Medien und Schule ungefähr gleichauf. „Gerade für Länder wie Deutschland, in denen gesundheitliche Probleme durch falsche Ernährung stark zunehmen, ist es wichtig, über diese Gefahren aufzuklären. Um hier möglichst viele Menschen zu erreichen, werden unterschiedlichste Informationskanäle benötigt“, so Mühlbauer weiter. „Auch wir als Arbeitgeber wollen einen Beitrag dazu leisten und unterstützen unsere Mitarbeiter mit zahlreichen Aktionen – vom wöchentlichen Obsttag über konkrete Ernährungsberatung bis hin zum Verpflegungszuschuss an Arbeitstagen. Durch unsere Küchengestaltung fördern wir zudem das gemeinsame Kochen in der Mittagspause.“

Restauranttipps für Portugals Algarve

Ob gegrillt, gebraten oder am Spieß: An der Algarve genießen Urlauber eine solche Vielfalt an Fischgerichten wie kaum in einer anderen Region Europas. Kein Wunder, dass hier Essen gehen eine wahre Freude ist. Der Portugalspezialist OLIMAR Reisen stellt fünf der beliebtesten Restaurants vor.
 
Auf über 200 Kilometern Küste gibt es von einfachen Fischerkneipen bis preisgekrönten Michelin-Restaurants alles, was die landestypische Küche Portugals ausmacht. In kleinen, eher einfach gehaltenen Lokalen, können Gäste schon für zehn Euro Fischspezialitäten probieren, die daheim ein Vielfaches kosten. Manche Lokale, die so genannten „Tascas“, bieten günstige Mittagsgerichte (prato do dia) an – mal mit Fleisch, mal mit Fisch, aber immer frisch. In einigen Restaurants können auch halbe Portionen (meia dose) bestellt werden, für den kleinen Hunger zwischendurch.
 
Dass Fisch am liebsten gegessen wird, merkt man schon an den vielen Fischmärkten der Region. In der Küstenstadt Olhão beispielsweise ist die Auswahl auf den Verkaufstischen riesengroß. Kenner wie der Küchenchef Vitor Veloso wählen hier zielsicher ihre Zutaten für die Cataplana, den traditionellen algarvianischen Römertopf, aus. Gäste können ihn auf seiner Einkaufstour begleiten und danach die Cataplana mit ihm gemeinsam zubereiten. Diese in einem Scharnier zusammengehaltene Doppelpfanne aus Kupfer oder Eisen funktioniert zugeklappt wie ein Schmorgefäß. Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte werden je nach Gericht hierin schonend zusammen gegart. Früher wurde die Cataplana auf offenem Feuer oder auf Holzkohleöfen verwendet. Heute nutzen die meisten einen Gasherd für den gewölbten Topfboden. Oft werden zu einer Fisch-Cataplana noch Zwiebeln, Paprika, Knoblauch, Lorbeer und Weißwein hinzugegeben – und neuerdings auch mit Koriander verfeinert. Kartoffeln und Salat dienen gern als Beilage. Das Restaurant À Terra liegt an der Ostalagarve zwischen Faro und Tavira, etwa zehn Autominuten von Olhão entfernt. Es ist Teil des eleganten Vila Monte Landhotels, eingebettet in ein neun Hektar großes Parkareal mit eigenem Gemüsegarten und 55 ruhig gelegenen Zimmern.
 
Restaurants an der Westalgarve
Auch im Westen, insbesondere in Portimão und Lagos, gibt es einige empfehlenswerte Restaurants. Der Portugal-Spezialist OLIMAR rät seinen Gästen zu folgenden:
 
Dona Barca: Mitten in Portimão unter der alten Arade-Brücke, finden Kulinariker eine gute Adresse im Restaurant Dona Barca (Largo da Barca, 22). Für kleines Geld sitzt man hier in einem ursprünglichen Lokal einer Familie, das bekannt für seine gegrillten Sardinen ist. Die frischen Muscheln sind hier ebenso zu empfehlen wie der kühle Vinho Verde oder Vinho Branco direkt vom Fass. Da das Restaurant auch gerne von Portugiesen besucht wird, sollte man mit mehreren Personen zuvor einen Tisch reservieren.
 
Os Salgados: Früher eine einfache Strandbude, heute eines der besten Fischlokale an der Algarve. Direkt am gleichnamigen Strand Praia dos Salgados in Albufeira gelegen, bietet dieses stilvoll eingerichtete Restaurant hervorragende Fischgerichte zu moderaten Preisen. Hinzu kommt, dass sie ringsherum windgeschützt errichtet wurde, so dass hier in gemütlich-romantischer Atmosphäre auch am Abend gespeist werden kann.
 
Bahia Beach Bar: In Lagos, direkt am Strand Meia Praia, überzeugt diese Bar mit ihren leckeren Snacks für zwischendurch (Salate, Sandwich, Tapas) sowie auch einem guten Thunfisch-Steak. Portugiesische Weine findet man hier ebenso auf der Karte wie lokale Biere. Oder man bestellt sich für den Sundowner einen Mojito oder Caipirinha – beide sehr zu empfehlen. Jeden Sonntagnachmittag spielt zudem eine Live-Band in der Bar. Die ideale Adresse für Chill-out am Strand.
 
Tasca da Lota: Das portugiesische Fischrestaurant zwischen Bahnhof und Fischerhafen von Lagos (Doca Pesca de Lagos, 19e) wird gern von Einheimischen besucht. Der Grund: Frischer Fisch und eine reiche Auswahl an Tagesgerichten. Probieren sollte man z. B. den Bacalhau, getrockneter Kabeljau, Portugals Nationalessen.
 
Qualitätswein von der Algarve
Die Weine der Algarve standen lange im Schatten der berühmten portugiesischen Anbauregionen Douro und Alentejo. Seit ein paar Jahren hat sich dies geändert, aufgrund kleiner und zum Teil auch neuer Weinanbauer, die ihre Produktion komplett umgestellt haben. Neben den Rotweinen (vinho tinto) aus heimischen Rebsorten (z. B. Castelão und Negra Mole), wird zunehmend auch mit internationalen Sorten wie beispielsweise Cabernet Sauvignon oder Syrah aus Frankreich experimentiert. Vermehrt sind an der Algarve auch hochwertige Weißweine (vinho branco) zu finden, beispielsweise aus der Verdelho-Traube. Oder man entscheidet sich für einen Rosé. Auch hier sind in den Anbaugebieten um Tavira, Lagoa, Portimão und Lagos einige gute Winzer am Werk.
 
OLIMAR Hoteltipps
Vila Monte Country & Spa Hideaway, Moncarapacho: Dieses ruhig und idyllisch gelegene Anlage wurde im typischen Algarve-Stil in hellen Farben erbaut und erst kürzlich komplett renoviert. Die 55 eleganten und großen Zimmer, eine Top-Gastronomie mit lokaler und Gourmet-Küche sowie Möglichkeiten zu Sport und Wellness sorgen für erholsame Tage. Eine Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück kosten pro Person ab 101 Euro (z. B. 14.06.-23.06.), eine Woche pro Person ab 769 Euro (z. B. am 09.07. oder 20.08.). www.olimar.de/fao040
 
Tivoli Marina Portimão: Moderne Hotelanlage mit neuem Yachthafen, gute Lage zu Strand, Meer und weiteren Ausflugszielen. Drei Nächte im Studio mit Frühstück pro Person ab 150 Euro (z.B. am 21.06., 30.06. oder 02.07.). www.olimar.de/fao348
 
Bela Vista Hotel und Spa, Praia da Rocha: Das stilvolle Herrenhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert wurde aufwändig renoviert und vor wenigen Jahren als kleines Bou­tique-Hotel wiedereröffnet. Es liegt mitten im Geschehen an der zentralen Uferpromenade über dem Strand (direkter Zu­gang) und ist eine Oase der Ruhe in dem sonst so pulsierenden Badeort. Eine Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück pro Person ab 124 Euro (z. B. 25.08.-30.08.). www.olimar.de/fao337
 
Tivoli Lagos: Architektonisch geschickt ins Ortsbild am Rande der historischen Altstadt eingefügt, logieren Urlauber hier in einem Kom­forthotel in prädestinierter Lage. Mit dem kostenlosen Shuttlebus erreichen sie schnell den hoteleigenen Beach-Club am weitläufigen Dünenstrand Meia Praia. Eine Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück pro Person ab 50 Euro (z. B. am 18.06., 28.06. oder 30.06.), eine Woche pro Person ab 420 Euro (z. B. 20.08.). www.olimar.de/fao214
 
Flüge ab vielen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz günstig zubuchbar.

Kinder lernen im Urlaub kochen

Polenta statt Pommes: Das Parkhotel Holzner in Südtirol macht sich gegen die Kinder-Einheitsküche stark. Hier lernen Kinder kochen und genießen.

Schluss mit Fischstäbchen, Spaghetti Bolognese, Pommes Frites – was den kleinen Gästen europaweit vorgesetzt wird, verdient den Namen Kindermenu nicht wirklich. In Südtirol zeigt das Jugendstil-Hotel Holzner, dass es auch anders geht. Hier schult man junge Gaumen; erst in der Küche, dann am Tisch. So wird die Lust aufs Probieren geschärft und aufs Ausprobieren dazu.

Das Parkett knarzt, die Leuchter glänzen, das Piano spielt dezent: auf den ersten Blick mag das Holzner in Oberbozen der Zauberberg unter den Grandhotels sein. Prächtiger Jugendstil, ausladende Räume, der weite Blick in eine schmucke Parklandschaft bis zu den Spitzen der Dolomiten. Unter dem klaren Berg-Profil, blitzt ein zweites hervor und das hat sich mit ganzer Seele den kleinen Gästen verschrieben.

Beim Kinderkochkurs in der Haubenküche lernen schon die Kleinsten was es heißt, Kräuter und Gemüse aus dem liebevoll angelegten Garten auf den Teller zu bringen. Statt Fast Food gibt es zum Beispiel Löwenzahnsalat, selbstgefüllte Schlutzkrapfen und frische Gnocchi, dazu eine duftende Piccata oder als Nachtisch einen Topfenstrudel, der mit den Früchten verziert ist, die man gemeinsam aus der Natur und beim Spaziergang durch Wald und Wiesen mit einem Naturexperten sammelt.

So schult man kleine Gaumen, im Zubereiten und im Genuss. Ein Dutzend Kinder andächtig und ruhig um den Esstisch, ganz in den Genuss vertieft – bei Holzner keine Seltenheit.

Bilder und die Texte dürfen Sie honorarfrei verwenden. Im PDF-Anhang finden Sie eine Kurzreportage, sowie 8 Tipps für gesundes Kinderessen a la Holzner.

PARKHOTEL HOLZNER
Familie Holzner
Dorf 18, 39054 Oberbozen
Ritten – Südtirol – Italien
Tel. +39 0471 345 231
Fax +39 0471 345 593
info@parkhotel-holzner.com
www.parkhotel-holzner.com

Preisbeispiel: 6. Juni –16. Juli: eine Woche mit Genießer-Halbpension, Kochkurs, Naturwanderung. Gesamtpreis für zwei Erwachsene und Kind im DZ: 1.807 €.

Alternativ: Angebot Mamma Mia. 1 Woche für einen Erwachsenen (Mama oder Papa) mit Kind. Nutzung des DZ/ der Suite ohne Aufschlag für die zweite Person inkl. Halbpension ab 902 €.

New York City Restaurant Week

New York City Restaurant Week und (Off) Broadway Week gehen in die nächste Runde — Die Angebote NYC Restaurant Week®, NYC Broadway WeekSM und NYC Off-Broadway WeekSM sind auch diesen Sommer wieder verfügbar — Etwa 16 Millionen Besucher werden über die nächsten Sommermonate in New York City erwartet

Bereits jetzt den Sommerurlaub in New York City planen und von Sparangeboten profitieren – dafür gibt es alljährlich die Aktionswochen für Restaurants und Theater. Das erste und größte Restaurant-Aktion dieser Art ist die NYC Restaurant Woche, welche vom 25. Juli bis 19. August stattfindet. Das Programm bietet vergünstigte 3-Gänge Menüs zur Mittags- und Abendzeit an. Reservierungen werden ab dem 11. Juli entgegen genommen. Im späten Sommer bis frühen Herbst ziehen die NYC Broadway Woche (5.-18. September, Tickets zum Verkauf ab 18. August), sowie die NYC Off-Broadway Woche (26. September – 9. Oktober, Tickets zum Verkauf ab 12. September), viele Besucher und Einheimische an, um die besten Shows der Stadt zum günstigen 2-for-1 Preis zu sehen. Die Sommermonate bieten außerdem zahlreiche Möglichkeiten, um kostenlose und günstige Freiluftaktivitäten und weitere Angebote zu erleben (nycgo.com/free).

“Nun, da es wärmer wird, ist die perfekte Zeit für Besucher ihren Sommerurlaub in New York City zu planen“ sagt Fred Dixon, der Präsident und CEO von NYC & Company, der offiziellen Tourismus-Organisation von New York City. „Sparangebote, Freiluftangebote und weitere Events, die nur im Sommer stattfinden, tragen zur Attraktivität von New York City – und zwar aller fünf Stadtteile – bei.“

NYC & Company rechnet mit etwa 16 Millionen Besucher in den Monaten Juni, Juli und August 2016.

Zu den Höhepunkten der kostenlosen und erschwinglichen Aktivitäten in New York City gehören in diesen Sommer das Museum Mile Festival am 14. Juni, das BRIC Celebrate Brooklyn! Festival, das im Juni beginnt und bis August andauert, die Pride Week, vom 19.-26. Juni, das berühmte Macy’s 4th of July Feuerwerk zum Unabhängigkeitstag, die Summer Streets an den August Wochenenden, sowie das Hong Kong Dragon Boat Festival am 8.-9. August.

Mit dem Beginn des Memorial Day Wochenende (30. Mai), können Freiluft-affine Besucher New York City’s 22 Kilometer lange Strände besuchen. Zusätzlich bietet Governors Island, eine rund 70 Hektar große Insel im Hafen von New York, mit seinen Parks, öffentlichen Kunstausstellungen und einer einzigartigen Hängematten-Landschaft mit Blick auf die Freiheitsstatue und Manhattan, die perfekten Möglichkeiten, einen Tag im Freien zu verbringen. Am 19. Juli wird auf Governors Island zudem die neue Attraktion The Hills eröffnet, die mit vier künstlich aufgeschütteten Hügeln neue

Ausblicke und Erfahrungen verspricht, und zudem New York Citys längste Rutsche bieten wird. Öffentliche Schwimmbäder bieten kostenlosen Eintritt von 29. Juni bis 5. September. Weitere günstige Freizeitangebote inkludieren Wandern, Fahrradfahren und Fischen in der Grünanlage von Staten Island, Kanu fahren im Bronx River und die Jamaica Bay entdecken, mit einer weiten Fläche an Stränden, Sumpfgebieten und Naturpfaden, im Südosten von Brooklyn und Queens.

New York City Besuchern stehen diesen Sommer eine große Auswahl an Hotelangeboten zur Verfügung, mit über 110,000 Zimmern für jeden Geschmack und Geldbeutel. Reisende haben die Möglichkeit länger zu bleiben und die vielen, lebendigen Nachbarschaften in den fünf Stadtteilen Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx und Staten Island genauer kennenzulernen. Für preisbewusste Besucher sind die niedrigeren Zimmerraten an Sonntagen und US Feiertagen von Interesse. Unter nycgo.com/hotels findet man die best-verfügbaren Zimmerraten und kann gleich über NYC & Companys exklusives Buchungsportal booking reservieren.

Totoya, Osaka (Japan)

Das habe ich noch nie gemacht: Als erstes, nachdem ich zuhause angekommen bin, habe ich nachgeguckt, ob das Restaurant wirklich zwei Michelinsterne hat: ja, hat es, seit vielen Jahren – das Essen war gut, die Bedienung sensationell

Ich gab unserem Concierge eine Liste mit Michelin-Sterne-Restaurants, die er nach Priorität reservieren sollte. Erst Platz fünf klappte. Das Zweisterne Kappo Restaurant Totoya ganz in der Nähe vom Hotel, in Osakas Amüsierviertel.

Ein Kappo ist ein Restaurant, in dem der Chef selber hinter einem Tresen steht und die Gäste ihm zugucken können.
Google Maps fand das Restaurant nicht am richtigen Platz. Da, wo wir hinsollten, war es nicht. Ich sprach eine Japanerin an, die 15 Minuten Ihrer Zeit opferte und uns zum Restaurant führte, in dem sie vorher anrief und die Chefin uns freudig vor der Tür in Empfang nahm. Die Freundlichkeit vieler Japaner ist sensationell!

Das Restaurant ist sehr klein. Kleiner Vorraum. Gastraum und Küche in einem. Links zwei Tische japanischer Art (man sitzt niedrig ohne Schuhe), rechts 6 Plätze an der Bar.
Ein Tisch war eingedeckt, der andere etwas undordentlich als Ablage benutzt. Ebenso an der Bar, wo drei Plätze eingedeckt waren und der Rest unordentlich mit etwas anderem belegt war. Das Restaurant macht einen recht alten, abgenutzten Eindruck. Gut war, dass es unter dem Tisch eine beheizte Fußmatte gab, so dass man keine kalten Füsse hatte, wie so oft in Japan.
Wie wurden an den Tisch gebeten, an dem schon für drei eingedeckt war.

Es gibt nur ein Menü, beim Hauptgericht kann man zwischen Fisch, Ente in Soja Sauce und Kobe Beef auswählen.

Wir starteten mit einer Bohne, ähnlich der Edamame, Soramaiye. Die freundliche Chefin erklärte uns – wie den ganzen Abend noch – wie was zu essen ist. Sie sprach nur sehr gebrochen Englisch. Oft zeigte sie uns Bilder in Büchern mit den Lebensmitteln.
Serviert wurde immer mit kleinen Schälchen, die auf einem lackierten Tablett, das vor uns stand, abgestellt wurden.

Der nächste Gang war interessanter. Drei kleine Nigiri, die auf und unter einem Sakurablatt lagen, ein Schälchen mit kleinen, etwas harten Tintenfischbeinen und sehr guten, zarten Stücken von einem größeren Tintenfisch (Ika/Squid). Dazu eine gute grüne Sauce. Ein guter Gang.

Der nächste Durchgang war durchwachsen. Auf einem Schälchen waren zwei Bällchen, aus Tofu, hatte ich verstanden. Das habe ich aber wohl falsch verstanden. Auf dem anderen Schälchen lagen Meeresfrüchte, die bis auf die Torigai Muschel (Vogelmuschel) etwas hart waren. Von den zwei Bällchen, die nicht Tofu waren, schmeckte das Orangefarbige sehr gut.

Danach gab es eine Suppe mit Bambus und eine Art Fischomelett. Der Bambus – eine neue Erfahrung – war ausgezeichnet, das Fischomelett okay. Die Brühe heiss.

Es folgten wieder kleine Tintenfischchen mit Kohl an einer sehr leckeren Sauce. Ein netter Gang. Dazu gab es ein Glas mit Seegras und Miso. Bei diesem Gericht erahnte ich zum ersten Mal die beiden Sterne. Simpel, aber sehr gut gemacht.

Als Hauptgang wählten wir alle drei das Kobe Beef. Leider sahen wir das Fleisch nicht vorher, noch gab es Angaben zum Fettstatus. Wir bestellten Medium rare.

Wie beim Chinesen kam das Rindfleisch auf eine „sizzling plate“ – einer Gußpfanne, auf der es noch nachbrät. Da immer einer nach dem anderen zwar liebevoll, aber auch sehr langsam, bedient wurde und ich letzter war, hatte ich statt medium rare überwiegend medium well bis done. Aber auch die anderen hatten eher Medium. Wir haben zwar alle schnell das Fleisch aus der zischenden Pfanne geholt, aber es war nicht mehr viel zu retten. Totalschaden. So etwas passiert nicht einmal Blockhaus. Die Chefin diskutierte wohl auch mit ihrem Mann, wir hörten „medium rare“ und uns war deutlich das Unbehagen anzusehen, übergartes Fleisch bekommen zu haben.
Das Hida Beef aus Gifu, das wir eine Woche vorher hatten, spielte da in einer anderen Liga.

Zu unserer Überraschung gab es nach dem Fleisch Bratreis, Pickles und Misosuppe mit Muscheln. Noch überraschender war, dass der Reis partiell angebrannt war. Jetzt waren wir doch entsetzt!

Danach bekamen wir noch ein Schälchen Reis mit Erbsen. Zum Ende gab es eine Aprikose.

Wir waren etwas ratlos. Wenig überrascht waren wir, dass niemand mehr den ganzen (Mittwoch) Abend kam. Diese Woche ist Hochsaison in Osaka wegen der Sakura Blüte. Alle anderen Restaurants waren ausgebucht.

Die Bedienung durch die Chefin war so liebvoll und familiär, dass man sich wie zuhause bei Oma fühlte. Einzig, dass Oma am Ende 480 Euro verlangte – wir hatten eine kleine Karaffe sehr guten Sake (8 Euro) und sonst nur Wasser und Tee – trübte die Atmosphäre.

Warum dieses Restaurant seit Jahren zwei Sterne hat, irritiert uns, Auskunft kann nur der Michelin geben. Wir sind aber offenbar nicht die einzigen, die irritiert sind, sonst wäre der Laden nicht so leer.

Wir hatten trotzdem einen netten Abend! Nur würden wir wohl dorthin nicht wieder gehen!

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Interviews der Macher vom DPD

KATJA, Leitung Programmentwicklung/Executive Producer bei VOX

Was ist Ihr Job bei „Das perfekte Dinner“?
Ich bin quasi ein Kind der ersten „Dinner“-Stunde und von Anfang an dabei – bei den ersten Gesprächen mit der Produktionsfirma, den ersten Castings und Abnahmen, etc. Damals war ich als verantwortliche Redakteurin von VOX für „Das perfekte Dinner“ zuständig. Heute bin ich Leiterin der Entwicklungsabteilung und Executive Producer und in dieser Funktion immer noch für die Sendung verantwortlich.

Was macht „Das perfekte Dinner“ so erfolgreich?
Der Erfolg des „Dinner“-Rezepts besteht aus mehreren Zutaten, aber an erster Stelle stehen die Hobbyköche: Man beobachtet fünf völlig unterschiedliche Menschen, die sich gegenseitig nach Hause einladen und die die Leidenschaft des Kochens und des Gastgebens vereint. Wie sich die Gruppe innerhalb der Woche entwickelt, ist immer eine Überraschung. Man darf fremde Wohnungen betreten und bekommt einen Einblick in andere Lebenswelten. Man sieht, wie die Teilnehmer mit sich, mit der Zeit und den Tücken der Kochvorgänge kämpfen. Die Produktionsfirma ITV setzt diese kleinen „Koch-Dramen“ immer sehr hochwertig, liebevoll, amüsant und kreativ um. Wir lieben unsere Protagonisten und behandeln sie deshalb sehr gut. Nicht vergessen darf man natürlich die tollen Texte und den kongenialen Sprecher Daniel Werner. Er ist die „Stimme des Dinners“ und bringt viel Würze in die Sendung.

Wie hat sich „Das perfekte Dinner“ über die letzten zehn Jahre entwickelt?
Das „Dinner“ wird dem Zuschauer seit zehn Jahren täglich frisch serviert und musste sich gegenüber harter Konkurrenz behaupten. Viele Konkurrenten sind verschwunden, aber „Das perfekte Dinner“ gibt es immer noch. Wir arbeiten ständig an dem Format – sei es an Specials, an der Bildsprache, an den Texten oder an inhaltlichen Abläufen. Manche Neuerungen funktionieren gut, einige werden wieder verworfen. Die Grundstruktur des „Dinners“ bleibt aber immer bestehen. Wir setzen die Hobbyköche gelegentlich neuen Herausforderungen aus, damit sich nicht zu viel Routine entwickelt. Denn die Teilnehmer bereiten sich mittlerweile ziemlich intensiv auf ihren „Dinner“-Abend vor. Deswegen wollen wir sie ab und zu ein bisschen aus ihrer „Comfortzone“ herauslocken, wie zum Beispiel mit den Spezialausgaben „Wer ist der Profi? oder dem „Wunschmenü“.

Welchen Herausforderungen musste sich die Redaktion in den letzten zehn Jahren immer wieder stellen?
Die Redaktion ist gefordert, ständig am Format zu basteln, immer wieder ein wenig Salz in die Suppe streuen und ruht sich nicht auf den Lorbeeren aus. Die Zusammenstellung der Teilnehmer ist eine permanente Herausforderung. Wir haben schon viele Hobbyköche an den Dinner-Tisch gesetzt, deswegen ist es unsere Aufgabe, immer wieder neue Kochbegeisterte zu finden.

Was verbinden Sie persönlich mit dem „perfekten Dinner“?
Das „Dinner“ ist mein Baby. Ich habe es mit auf die Welt gebracht, habe es aufwachsen sehen und wir haben den Deutschen Fernsehpreis dafür bekommen! Es ist mir einfach ans Herz gewachsen. Wenn eine so schöne, liebevoll gemachte Sendung immer noch vom Zuschauer goutiert wird – was will man mehr? Solange die Sendung läuft, gebe ich sie nicht mehr her. Wahrscheinlich wird sie mich noch überleben (lacht). Eine bessere Köchin bin ich durchs Dinner leider nicht geworden, aber ich achte viel mehr auf gutes Essen.

Welche Hobbyköche und Highlights aus den letzten zehn Jahren werden Sie nie vergessen?
Wenn ich da welche rauspicke, würde ich so vielen anderen Unrecht tun. Es gab so viele tolle Teilnehmer, so viele witzige und einmalige Erlebnisse!

Was erwartet die „Dinner“-Zuschauer in der Zukunft?
Wir werden weiterhin tolle Hobbyköche finden und gucken dabei auch verstärkt über die deutsche Grenze. Es wird neue Varianten und Herausforderungen geben, um die Teilnehmer auf Trab zu halten. Außerdem sind Kochen und Ernährung Megatrends – die vielen unterschiedlichen Strömungen werden wir immer wieder aufgreifen.
 

DANIEL, die „Stimme des Dinners“

„Das perfekte Dinner“ feiert seinen zehnten Geburtstag. Was ist das Erfolgsgeheimnis des Formats?
Ich denke, das Format ist so erfolgreich, weil wir darin ganz normalen Menschen bei einer ganz grundlegenden Tätigkeit zusehen, der Essenszubereitung – aber auch bei einem kulturellen Ereignis, dem Speisen. Mit Ironie und Gutmütigkeit. Es gibt was zu schmunzeln, aber auch was zu lernen: übers Kochen und über Menschen.

Wie sieht ein Arbeitstag in Ihrem Leben als Stimme für „Das perfekte Dinner“ aus?
Ein ganz normaler Tag in meinem Leben als „Stimme des Dinners“ sieht so aus: Nach Köln-Deutz radeln, scherzen, das Sprecherhäuschen betreten, in die Hobbykochwelt eintauchen, hören, sehen, lesen, sprechen, das Sprecherhäuschen verlassen, scherzen, von Köln-Deutz wieder fortradeln.
Wie hat sich Ihre Rolle als „Stimme des Dinners“ in den letzten zehn Jahren entwickelt?
In den letzten zehn „Dinner“-Jahren ist die Stimme des Dinners ist immer mehr „sie selbst“ geworden. Ein reiner Hintergrund-Kommentator ist zu einem richtigen Menschen geworden, der „dabei“ ist. Zwar nicht aus Fleisch und Blut, aber aus Klang, immerhin.
Was macht für Sie den besonderen Reiz als „Stimme des Dinners“ aus?
Das Besondere daran, die „Stimme des Dinners“ zu sein, ist die wunderbare kreative Symbiose zwischen allen an der Sendung Beteiligten. Sie macht es möglich, ganz und gar authentisch zu sein und das, glaub ich, kommt nicht so oft vor im Fernsehen.
Wie haben Sie zehn Jahre „Das perfekte Dinner“ persönlich und beruflich beeinflusst?
Es ist der Job meines Lebens. Ein Geschenk und eine Freude – und noch dazu immer wieder neu. Ich lerne in jeder Woche dazu.
An welche Highlights aus den vergangenen Jahren erinnern Sie sich gerne zurück?
Mein absolutes Highlight aus den vergangenen „Dinner“-Jahren: In unserer ersten Berlin-Woche war Mona zu spät mit den Dinner-Vorbereitungen. Als ihre Gäste geklingelt haben, hat sie einfach geflötet: „Müsst noch warten!“. Und die haben dann zehn Minuten vor der geschlossenen Wohnungstür rumgestanden. Da habe ich in meinem Sprecherhäuschen laut auflachen müssen.
Mit welchem „Dinner“-Menü könnte man Sie vollends überzeugen?
Das perfekte „Dinner“-Menü wäre für mich etwas Pfiffiges, Reichhaltiges und Fleischloses.
 

BETTINA, Chefin vom Dienst bei ITV Studios Germany

Was ist Ihr Job bei „Das perfekte Dinner“?
Ich bin Chefin vom Dienst: Gemeinsam mit der Redaktionsleiterin Silke bin ich für die inhaltliche Ausrichtung und redaktionellen Abläufe zuständig. In dieser Funktion bin ich seit April 2015 beim „Dinner“. Mit dem Herzen bin ich aber schon viel länger dabei: Im November 2005 war ich als Redaktionsleiterin für die beiden Pilotwochen verantwortlich, die als Test gesendet wurden. Aufgrund der vielversprechenden Resonanz bei den Zuschauern wurde das „Dinner“ ab März 2006 dann in Serie geschickt. Dies war der Startschuss zu Deutschlands mittlerweile langlebigster, werktäglichen Doku-Soap – womit wir damals natürlich nie gerechnet hätten.

Was macht „Das perfekte Dinner“ so erfolgreich?
Das sind mehrere Gründe: Vorneweg, glaube i
ch, ist es das sehr archaische Thema „Kochen“ und der damit positiv besetzte Aspekt des „Genusses“. Da haben wir eine Grundthematik, die nach wie vor eine große gesellschaftliche Relevanz hat. Kochen und Genießen gehört zum Leben einfach dazu. Dann haben wir das Glück, mit Daniel Werner als „Stimme vom Dinner“ von Anfang an einen Off-Sprecher zu haben, der, auch dank einer Reihe feinsinniger und -humoriger Autoren, den Geschehnissen eine liebevoll-ironische Sichtweise verleiht. Das Allerheiligste, und somit das A und O des „Dinner“-Erfolgs, sind jedoch unsere Hobbyköche! Das Casting-Team schafft es immer wieder, interessante Menschen zu finden, die mal erstaunen, mal begeistern und mal befremden – und immer eine emotionale Reaktion hervorrufen.

Wie hat sich „Das perfekte Dinner“ über die letzten zehn Jahre entwickelt?
Bei einem so langlebigen Format ist es zentral, dass es sich über die Jahre weiterentwickelt, damit es frisch und buchstäblich schmackhaft bleibt. Wir werfen kontinuierlich einen prüfenden Blick auf alle Stellschrauben, um dann gezielt an ihnen zu drehen. Seien es die Bildsprache, die Texte oder inhaltliche Optimierungen, wie zum Beispiel die Verdopplung des Gewinnbetrages auf mittlerweile 3.000 Euro. Dies hat die Konkurrenzsituation noch einmal verschärft, was sich durchaus in der Dynamik unter den Hobbyköchen bemerkbar macht.

Welche Hobbyköche und Highlights aus den letzten zehn Jahren werden Sie nie vergessen?
Bei über 2.500 Teilnehmern gab es einige erwähnenswerte Charaktere. Ich erinnere mich besonders gerne an das Model Melanie, das im Februar 2012 in einer Mallorca-Runde gekocht hat. Auf den ersten Blick sah es aus, als ob sie nicht sehr viel mehr als weibliche Reize in Hülle und Fülle zu bieten hatte. Dann aber erzählte sie von ihrer Passion fürs Jagen und kochte ein wirklich hochklassiges Dinner – und überraschte uns damit alle. Der Rest, wie man so sagt, ist Geschichte: Nach ihrer „Dinner“-Teilnahme sah man sie beim „Bachelor“, dann wurde sie „Dschungelkönigin“. Heute ist sie allen als Melanie Müller bekannt.

Was erwartet die „Dinner“-Zuschauer in der Zukunft?
Wir versuchen, weiterhin den guten Geschmack unserer Zuschauer zu treffen und sie dabei immer wieder zu überraschen!

 

YVONNE, Head of Casting bei ITV Studios Germany

Was ist Ihr Job bei „Das perfekte Dinner“?
Ich bin seit über zehn Jahren dabei und habe damals zusammen mit meinem Kollegen Daniel die ersten Castings gemacht. Wir sind mit dem Auto durch Köln gefahren und haben die Hobbyköche aktiv auf der Straße gesucht. Das war ja nicht so einfach, da man das Format noch nicht kannte und es keine Bewerbungen gab. Eik zum Beispiel, Gewinner der ersten Runde, habe ich auf einer Party kennengelernt und ihn quasi von da zum „Dinner“ geholt. Wir haben bis heute Kontakt. Wir wollten von Anfang an eine spannende Mischung an Teilnehmern. Also haben wir unsere Flyer auch in den abwegigsten Locations aufgehängt. Inzwischen leite ich die Castingabteilung. Von meinen 40 Mitarbeitern sind 17 allein für das „Dinner“ zuständig.

Was macht „Das perfekte Dinner“ so erfolgreich?
Eine wöchentlich neue Mischung aus Teilnehmern, die sich sonst vermutlich nie getroffen hätten. Es ist fast wie ein Sozialexperiment: Wir können nicht kalkulieren, wie sich die einzelnen Hobbyköche entwickeln, schließlich bekommen sie von uns ja keine Rolle vorgegeben. Unsere Teilnehmer sind Studenten, Adelige, Botschafter, Hausfrauen, Travestiekünstler, Manager, Beamte, Künstler, Bauarbeiter und Ärzte, die alle eine gemeinsame Leidenschaft verbindet: das Kochen und Gastgeben. Wie vielfältig unsere Hobbyköche sind, merken wir schon beim ersten Kennenlernen, wenn uns ein Kaffee angeboten wird: Da ist vom Instant-Kaffe aus dem Tütchen bis zum Kopi Luwak alles dabei. Auch gab es morgens auch schon einmal ein Gläschen 150 Euro-Whiskey mit 68 Prozent Alkoholgehalt – die Bewerber wollen beim Casting halt ihr Bestes zeigen.

Wie hat sich „Das perfekte Dinner“ über die letzten zehn Jahre entwickelt?
Das Kochniveau ist professioneller und ausgefallener geworden – aber das hängt auch damit zusammen, dass Kochen in den letzten Jahren mehr zum Lifestyle geworden ist. „Das perfekte Dinner“ wird auch seinen Teil dazu beigetragen haben, dass Kochen und gemeinsam Essen immer beliebter geworden ist. Generell spiegeln sich alle Kochtrends in der Sendung wider: Viele Hobbyköche haben aktuell einen Sous-Vide-Garer in der Küche oder versuchen sich an der Molekularküche. Auch ein schön eingedeckter Tisch hat an Bedeutung gewonnen: Wo früher bei vor allem Männern ein Platzteller das Höchste der Gefühle war, haben wir in den letzten Jahren eine Flut an Organza-Läufern, pompösen Gestecken und Schiefertafeln gesehen. Inzwischen ist die Deko wieder etwas reduzierter. Mal sehen, was demnächst noch auf uns zukommt.

Was verbinden Sie persönlich mit dem „perfekten Dinner“?
„Das perfekte Dinner“ war von Anfang an mein liebstes Projekt – eine Art Baby, das, inzwischen den Kinderschuhen entwachsen, eine starke und eigenständige Persönlichkeit ist. Es hat nachhaltig viele Dinge verändert. Niemand in meinem Umfeld traut sich zum Beispiel mehr Glutamat oder Tütchen-Produkte zu verwenden. Meine Töchter sind mit dem „Dinner“ aufgewachsen. Egal, wo wir Essen gehen, sie geben immer eine Bewertung ab und fragen mich nach meiner. „Die Pizza war aber höchstens eine 8“, heißt es da gerne mal. Ich selbst erwische mich immer wieder dabei, wie ich Menükarten in Restaurants korrigiere. Ich gucke die Sendung immer noch privat gerne und habe einen Riesenspaß an dem Format. Jede „Dinner“-Truppe ist wie eine Wundertüte, man weiß nie, was in ihr steckt.

Welche Hobbyköche und Highlights aus den letzten zehn Jahren werden Sie nie vergessen?
Es sind so viele und ich habe fast noch jeden Teilnehmer im Kopf. Ich liebe die Gruppen, die sich nach dem „perfekten Dinner“ immer noch privat treffen. Sie wären sich im wahren Leben vielleicht sonst nie begegnet und haben jetzt eine gemeinsame Kochgruppe. Toll finde ich auch die Hobbyköche, die spontan mitmachen, weil ein Teilnehmer kurzfristig abgesprungen ist. Die Flexibilität und der Einsatz der Leute sind einzigartig. Und es ist immer wieder ein Privileg, dass wir in ihre Wohnungen und Häuser unserer Hobbyköche schauen dürfen, die ja gar nicht wissen, wer bei ihnen zu Gast sein wird.

Was erwartet die „Dinner“-Zuschauer in der Zukunft?
Wir werden noch mehr über die deutsche Grenze hinweg gehen und dabei auch andere Länder kulinarisch vorstellen. Außerdem werden wir weiterhin die allgemeinen Foodtrends in der Sendung miterleben dürfen. Wer weiß, was uns alles noch erwartet.


MICHAEL, Redakteur für „Das perfekte Dinner“ bei ITV Studios Germany

Was ist Ihr Job bei „Das perfekte Dinner“?
Ich bin nun seit zehn Jahren dabei und leite mit meiner Kollegin Vanessa eine Art Schaltzentrale zwischen den Gewerken. Wir sorgen für einen reibungslosen Info-Fluss, wobei unser besonderes Augenmerk den Teilnehmern gilt. Unser Ziel ist es, diese so gut auf den Dreh vorzubereiten, dass sie möglichst entspannt in ihre „Dinner“-Woche starten können. Beispielsweise bespreche ich mit den Hobbyköchen vor dem Dreh ihre Menüvorschläge, damit ich den Produktionskollegen schon einmal die Details weitergeben kann. So können wir im Vorfel
d besser abschätzen, wieviel Aufwand das Menü bedeutet und was dabei für den Zuschauer besonders interessant sein könnte. Gleichzeitig können wir ein Auge darauf haben, dass die Zuschauer in einer Woche nicht fünfmal das gleiche Gericht sehen.

Was macht „Das perfekte Dinner“ so erfolgreich?
Jede Woche ist anders, man weiß nie was einen erwartet. Es ist fast wie ein kleiner Mikrokosmos oder eine Mini-Soap. Die Hobbyköche bewegen sich jedes Mal zwischen Komödie und Drama – meist mit ungewissem Ausgang, aber zum Glück gibt es fast immer ein Happy End.

Wie hat sich „Das perfekte Dinner“ über die letzten zehn Jahre entwickelt?
Die Teilnehmer sind im Lauf der Zeit lässiger geworden. In den Anfängen hielt man sich noch streng an seine Rezepte, heute wird mehr improvisiert. Auch das erste Zusammentreffen läuft nicht mehr so formell ab, wie vor zehn Jahren. Man wird schneller miteinander warm und findet unbeschwerter Zugang zu Menschen, die man im Alltag wahrscheinlich nicht treffen würde. Ich finde, das ist eine schöne Entwicklung, von der man als Zuschauer auch sehr profitiert. Was ich ganz spannend finde: wie sich das Dinner in den Alltag der Menschen integriert hat. Viele Begriffe oder Gerätschaften aus der Gastronomie haben so Einzug ins Private gefunden. Und wenn es lecker schmeckt, hört man mittlerweile ganz oft: „Das war für mich ein perfektes Dinner“.

Was verbinden Sie persönlich mit dem „perfekten Dinner“?
Zu Beginn hätte ich nicht gedacht, dass mich die Themen Kochen und Gastgeben so lange fesseln könnten, aber ich wurde definitiv eines Besseren belehrt. Was in meinem Alltag total kurios ist: Während meiner Arbeit lese ich täglich Menüvorschläge der Bewerber. Wenn ich dann im Restaurant sitze und die Speisekarte lese, denke ich oft: „Jakobsmuschel? Oh nein, nicht schon wieder“. Dabei habe ich noch nie etwas von den Teilnehmern probiert!

Welche Hobbyköche und Highlights aus den letzten zehn Jahren werden Sie nie vergessen?
Ein besonderes Highlight für mich sind die kleineren oder größeren Kochunfälle, wenn sich zum Beispiel der Salzstreuer in den Topf ergießt – dieser Schockmoment, gefolgt von Ratlosigkeit oder blindem Aktionismus. Das schreit ein gestandenes Mannsbild schon mal nach der Mutti, oder die Unterlippe der sonst so routinierten Key Account Managerin fängt an zu beben. Ich fühle mit, muss aber gestehen, dass ich auch ab und zu ordentlich kichere, wenn das ein oder andere Missgeschick passiert.

Was erwartet die „Dinner“-Zuschauer in der Zukunft?
Wir werden die sich immer weiter entwickelnden Kochtrends auch beim „Dinner“ wiederfinden. Die Küchen werden immer mehr mit allen möglichen technischen Geräten aufgerüstet und das verändert auch die Art der Zubereitung. Aber natürlich bleibt auch das gute alte Kochhandwerk erhalten.

Fleisch fürs Baby

Als Eisenquelle sollte Fleisch regelmäßig auf dem Speiseplan stehen – Doch es geht auch vegetarisch

Mit dem Start der Breikost sollten Babys idealerweise pro Woche fünf Mahlzeiten mit Fleisch zu sich nehmen. „Babys Körper kann das Eisen in kleinen Mengen besser verwerten, als wenn man beispielsweise nur ein- bis zweimal die Woche eine große Portion Fleisch gibt“, erläutert die Ernährungswissenschaftlerin Maria Flothkötter vom Netzwerk „Gesund ins Leben“ im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei sollte demnach zum Beispiel 90 Gramm Gemüse, 40 Gramm Kartoffeln und 30 Gramm Fleisch enthalten.

Allen Eltern, deren Kinder Fleisch nicht auf Anhieb mögen, rät die Expertin: „Bieten Sie Ihrem Kind trotzdem immer wieder Brei mit Fleisch an. Nach einer Weile gewöhnen sich Babys meist an den Geschmack.“ Fleisch liefert Eisen – ein Spurenelement, das die Kleinen zum Beispiel für ihre Blutbildung und die Entwicklung der Muskeln brauchen. Aber auch eine vegetarische Ernährung ist laut Flothkötter möglich: Statt Fleisch könne man auch zehn Gramm Vollkorngetreideflocken in den Brei geben.