Christopher Kümper

7.Juli 2016 – Wiederbesuch 16.8.2018

Wir haben Schwein gehabt! Wir hatten den SousChef von „Andre Singapur“ vor zwei Jahren im Andre getroffen – schon damals gefiel es uns gut – jetzt arbeit Kümper als Küchenchef in der Weinbar „Schwein“ – das Essen ist sensationell und sehr preiswert, der Service engagiert und liebevoll

Zuerst fuhren wir am Schwein vorbei. Es sieht aus wie eine der Kneipen in der Pariser Strasse. Dann fragten wir den Kellner, ob es das Schwein wäre. Und wir waren in einer anderen Welt. Das Schwein ist eine Szene-Kneipe, eine Weinbar, eine Gin-Bar und ein sehr gutes Gourmet Restaurant.

Schwein Christopher Kümper Tartar

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White Rabbit, Moskau

Die neue russische Küche – Wir besuchten das 23. beste Restaurant der Welt (Pelligrino Liste), das White Rabbit in Moskau und sprachen mit Küchenchef Vladimir Mukhin über seine Küche und seine Ideen – Der 33jährige Mukhin kommt im September zur Chefsrevolution nach Zwolle (Belgien).

Es ist gar nicht so einfach, einen Platz in dem Riesenrestaurant zu bekommen. Wir haben es dann aber doch geschafft. Das nächste Problem war, hinzukommen. Wir hatten für 19 Uhr reserviert. Vom Kempi, wo wir nett wohnten, wollten wir mit der Moskauer Metro direkt hinfahren. Nach 10 Minuten Fußweg standen wir vor dem Metro-Eingang. Und nicht nur wir. 100e Moskauer standen auch da und warteten, reinzukommen! Total überfüllt. Was nun?

Zum Glück kennen wir Yandex Taxi. Das ist total bequem. Auf der Webseite taxi.yandex.com (geht in jeder russischen Stadt) bestellten wir ein Taxi. Die Webseite stellt fest, wo man ist und man clickt auf bestellen. Und das Taxi kam in 30 Sekunden. So waren wir nur 15 Minuten zu spät in der Smolenski Passage, einer großen, exklusiven Mall – soweit ich in der kurzen Zeit sehen konnte. Wir fragten den Portier, der kein Englisch kann, aber „White Rabbit“ versteht. „Prawa Prawa, Bisines Center,“ meinte er. Wir gingen geradeaus und durch eine Tür zum Business-Center. Hier war kein Business, hier waren Fahrstühle. Mit denen fuhr man in den 5. Stock. Dort wechselte man – unter Aufsicht – in einen anderen Fahrstuhl, der einen auf’s Dach brachte, direkt ins White Rabbit.

Dort angekommen ist es hübsch. Man is(s)t bei Alice im Wunderland.
Wir hatten am Ende des Restaurants einen schönen Tisch am Fenster von dem wir auf das verregnete Moskau blicken konnten.

Wir waren schier erschlagen von der gigantischen Karte. Sieben Seiten Speisekarte, zzgl. Getränke zzgl. Wein.
Die Speisekarte bietet z.B. als Hauptgericht ein Perlhuhn mit rotem Apfel und wildem Reis für 10 Euro an. Dazu kann man ein Gramm weißen Trüffel für ebenfalls 10 Euro nehmen. Auch Bratkartoffeln gibt es für vier Euro (Portion, 155 Gramm).
Ich kann auch ein Elch-Kotelett mit Kartoffelbrei und Delikatessgurke für 13 Euro bestellen. Und am Ende eine Kugel Eis für zwei Euro (50 gr.).

Wir entschieden uns natürlich für das große Tasting Menü mit 15 Gängen für 110 Euro pro Person.

Da es beim Wasser nur Nestle Waters gab, obwohl es doch gute russische Brunnen gibt und wir vom Rennen durstig waren, tranken wir erst einmal russische Softdrinks, die, wie auch die frisch gepressten Säfte (250 ml für 5 Euro), sehr preiswert waren. Später tranken wir noch Wein und Cocktails, nichts zu erwähnen.

Nun kam der „Brand Chef“ Vladimir Mukhin recht gehetzt zu uns an den Tisch. Mukhin ist verantwortlich für über 16 Restaurants in Moskau und Sotschi. Das geht von einer Hähnchenbraterei (halbes Grillhendl 4 €) auf dem Markt und über Burgerland und eine italienische Kette (Luciano) bis zum White Rabbit, dem 23. besten Restaurant in der Welt.
Das White Rabbit (WR) hat von 12 bis 24 Uhr geöffnet und eine 20 Mann Brigade bewirtet durchschnittlich 270 Gäste am Tag. Das WR ist sehr casual, aber man kann sich auch fein anziehen und fällt nicht auf. Jeder nach seinem Gusto. Prima.

Im WR hat sich Mukhin der Domostroi (auch Domostroj (russisch Домострой, wörtlich Hausordnung) ist ein russischer Gesetzeskodex aus dem 16. Jahrhundert, der bis ins 19. Jahrhundert im Gebrauch war) verpflichtet.
Das irritierte mich sehr, aber meine gebildete Frau erklärte mir, dass in der Domostroi auch alle Sachen explizit drinstanden, die die Frau für den Mann machen muss (und umgekehrt) und so standen auch Rezepte drin.
Wikipedia ergänzt: „Der Domostroi beinhaltet sorgfältig zusammengestellte Regeln des öffentlichen, religiösen und insbesondere familiär-alltäglichen Verhaltens und hat eine moralisierende und disziplinierende Funktion. Besonders detailliert wird darin auf die Haushaltsführung eingegangen.“ Und auch Rezepte.
Ähnlich wie Bocuse mit seiner Nouvelle Cuisine in den 70ern probiert Mukhin die traditionelle, russische Küche zu verschlanken und den Eigensgeschmack der Produkte herauszustellen. Anders als die jungen Wilden in Frankreich hat Russland aber keine helfenden Kritiker wie Andre Gayot, Henri Gault und Christian Millau.

Der Ansatz der regionalen Küche mit einigen Showeffekten wird auch in London (Dinner by Heston Blumenthal**) und in New York von Daniel Humm (EMP***) verfolgt. Wir waren also gespannt, wie das ähnlich gute bewertete WR gegenüber Blumenthal und Humm abschneidet.

Ich mag jetzt die ganzen Effekte des netten Abends – ja, nett – nicht verraten, sonst hat der zukünftige Gast weniger Spaß. Jedoch gibt unsere Facebook-Bilderstrecke viel Auskunft.
Mukhin kam im Laufe des Abends immer mal wieder bei uns für ein paar Minuten vorbei, um sich befragen zu lassen. Er ist ein charismatischer, sehr lebhafter Küchenchef. Still sitzen ist nicht so sein Ding.

Zur Küche selber. Wir waren nicht im 23. besten Restaurant der Welt, auch wenn Geschmack unterschiedlich sein kann, maße ich mir an, dass zu beurteilen. Wir speisten in einem gehobenen Restaurantkonzept, dass uns viel Spaß machte. Die Küche ist einfallsreich und oft erfrischend anders und durchaus schmackhaft, aber nicht so elaboriert, wie ich erwartet habe. Zudem gab es zu viele handwerkliche Fehler. Der Laden hat Potential. Und es macht Spaß, im WR zu sein. Wir haben uns dafür entschieden, nicht im 23. besten Restaurant zu sein, sondern im Weißen Hasen. Und das war nett. Wir würden bestimmt wieder hingehen, wenn wir in Moskau sind, dann aber a la Carte essen. Das empfiehlt Mukhin für den zweiten Besuch selber.

Auf einen Kaffee verzichteten wir, da es nur Spezialitäten eines Schweizer Instant-Kaffeespezialisten gab.

Der zweite Teil des Abends war dann fast spannender. Wir durften in Mukhins Labor, dem WR Gastrolab, im gleichem Haus. Hier herrscht Mukhins rechte Hand, der Koch Likarion Solntsev. Ein ruhiger, kluger Zuarbeiter für Mukhin. Auch vom Gastrolab haben wir Fotos auf unserer Facebookseite.

Fazit: Wir hatten einen netten Abend mit russischer Küche und einem wilden russischen Küchenchef mit Zukunft. Nicht ganz billig, aber auch nicht aberwitzig teuer. Gehen Sie ruhig hin, wenn Sie in Moskau sind. Aber einen großen Umweg brauchen Sie nicht zu machen.

Sehen Sie unsere Fotos auf Facebook:
https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/?tab=album&album_id=10153878972688124

Ein anderes, witziges Restaurant in Moskau ist das Erwin. Hier unser Bericht: http://www.gourmet-report.de/artikel/347426/Restaurant-Erwin-Moskau/

Hotels in Japan

Japan hat den Ruf sagenhaft teuer zu sein – der Ruf stimmt aber nicht mehr – Hotels gibt es von günstig bis teuer – allerdings ist der Standard nicht international und hinkt z.B. deutlich hinter dem chinesischen Standards her

Nach 20 Jahren besuchte ich wieder Japan. Es dauerte so lange, weil ich die letzte Japanreise als sehr unangenehm empfand. Alles war teuer und kompliziert. Und die Japaner waren anstrengend mit all ihren Regeln und oft fehlenden Englisch-Kenntnissen.
Das hat sich jetzt komplett geändert. Die Japaner sind sehr freundlich, ja schon fast offen, und jeder spricht zumindest etwas Englisch.

Auf unserer Reise besuchten wir vier Städte und vier Hotels.
In Tokio haben wir für fünf Nächte im Drei-Sterne Aparthotel Citadines Shinjuki gebucht. Das relativ neue Haus berechnet für die fünf Nächte ohne Frühstück 620 Euro. Das Zimmer war klein, aber alles okay. Etwas staubig war es. Das Internet war extrem langsam, teilweise unbrauchbar. Wir würden wohl wieder hingehen, da auch die Lokation am Rande von Shinjuki toll ist. Mittendrin und trotzdem ruhig. Nur das Frühstück für 8 Euro war eine Zumutung. Kein Obst. Und eine Stunde vor dem offiziellem Ende stellte die Zuständige für’s Frühstück – 100 % SB – die beiden Bainmaries ab, so dass man kaltes Rührei bekam. Kaffee war auch schrecklich. Jedoch waren die Laugenbrötchen ein Knaller! Wir gingen trotzdem lieber 300m um die Ecke in einen „Dutor“ Ketten-Coffeeshop und aßen dort ein belegte Brötchen und tranken guten Kafffee für 5 Euro. Obst holten wir uns in einen der vielen Convenience Stores.

Danach sind wir nach Gifu ins Gifu Grand Hotel gefahren. Das Viersternehaus erinnerte mich stark an chinesische „Grandhotels“ in der Provinz. Ein riesiger Komplex. Hier wird viel geheiratet und auch viel gefeiert. Auf Wunsch der Gattin buchten wir ein traditionelles Tatami Zimmer. Das Zimmer war alt, eng, staubig und absolut unpraktisch. Ich werde wohl nie wieder ein traditionelles Zimmer bestellen müssen. Wir zahlten aber auch nur 90 Euro/nacht. So gesehen stimmten Preis/Leistung dann doch. Allzumal ein recht großes Buffetfrühstück, das meistens in einem Kellersaal serviert wurde, dabei war. Es gab auch akzeptablen Kaffee. Auch hier 100 % SB. Wir mochten das Hotel nicht, aber es war seinen Preis wert.

In Kochi auf Tosa – eine sehr empfehlenswerte Stadt und Region – hatten wir das Richmond Hotel. Ein neues Dreisternehaus mitten in der Innenstadt mit gutem Standard. Es war zwar alles klein und der Check in erfolgte merkwürdigerweise am ATM, aber das Zimmer entsprach dem Standard. Auch hier war es etwas staubig. Hier zahlten wir 90 Euro ohen Frühstück. Das rein japanische Frühstück kostete 9 Euro und wir nahmen es nur einmal, weil es uns nicht zusagte. Zum Morgen darf es auch gerne mal Brot und ein guter Kaffee sein. Sonst immer gerne japanisch.

Unsere letzte Station war das Crowne Plaza ANA in Osaka. Ein sehr großes Viersterne-Haus am Amüsierviertel Dojima. Das Haus ist inkompetent geführt. Ich musste unser – mittlerweile recht viel – Gepäck aus dem Taxi selber raushieven, weil der Taxifahrer 100 Jahre alt war und keine 20 kg bewegen konnte. Es war warm und ich zu warm angezogen und stand schnell im eigenen Schweiß. Dann rollte ich zur Rezeption und werde aber von einer Dame gestoppt. Ob ich einchecken wolle? Mit drei Koffern unterm Arm werde ich wohl Kaffeetrinken gehen wollen, vor der Rezeption. An der Rezeption war unsere Reservierung verbummelt. Nach langer Wartezeit wurde uns ein Zimmer zugeteilt. Und dann wurde unser Gepäck zum Zimmer gebracht.
Das Zimmer war soweit okay und in guten Zustand. Nur ein DND SChild gab es nicht, wir malten es selber und so blieb es den gesamten Aufenthalt auch. Das Bad war durchweg sehr schlecht geputzt. Wir hatten den Eindruck, dass oft nur die Handtücher gewechselt wurden. Hier bezahlten wir 250 Euro/Nacht, mit recht gutem Frühstück für den westlichen Geschmack. Das Frühstück würde 20 Euro p.P. kosten und war auch 100 % SB.

Fazit: Man kann in Japan recht preiswert wohnen. Die Hotels – obwohl alle sehr gute Bewertungen hatten – sind zwar oft nicht toll, aber durchaus akzeptabel.

Fazit: alle Hotels waren schlecht geputzt, das teuerste am Schlechtesten. Der Standard entspricht nicht immer, was man gewohnt ist und sich wünschen würden.

Sehen Sie unsere Fotos auf Facebook: https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153753850848124

Beef in Fukushima, Osaka (Japan)

Man kann im Hightech Land Japan kein Restaurant selber reservieren. Online gibt es nicht und telefonisch dürfen nur Japaner reservieren. Ich gab unserem Hotel Concierge eine lange Liste, was er reservieren sollte. Da Sakura (Kirschbaumblüte) ist, sind alle guten Restaurants seit Wochen ausverkauft. Ich habe dann das zweitbeste Restaurant aus Tripadvisor, ein Steakhaus, anfragen lassen. Das Stammhaus war auch dicht, aber eine neue Filiale konnte uns noch reinquetschen. Jedoch hatten wir nur 2 Stunden Zeit. Es handelt sich um das Restaurant Yakiniku M Matsusakagyu in Fukushima (Osaka).

Wie gestern waren wir die einzigen Gäste und es sollte sich kaum ändern, als wir nach 90 Minuten wieder gegangen sind.

War es toll? Nein – aber auch nicht schlecht. Wir hatten acht Tage vorher Hida Beef gegessen, das war toll. Diesen Referenzgeschmack hatten wir noch auf der Zunge.
Dazu kommt, dass wir den Eindruck hatten, Touristen sind in dem Restaurant die Resteverwerter. Viele unserer „cuts“ waren jämmerlich: Auf einer Seite hoch, und dann dünn. Gleichmässig geschnittene Stücke schmeckten uns in der Regel am besten.

In Japan grillt man sein Fleisch selber. Japanese BBQ nennt man das. Dazu gibt es einen Gasgrill, der im Tisch eingelassen ist. Es ist recht schwer auf einem unbekannten Grill verschieden hochgeschnittene Stücke korrekt zu grillen.
Die gut englischsprechende Kellnerin wollte uns unbedingt eine spezielle Kombiplatte aufdrücken. Da sie so brutal verkaufte, haben wir eine kleinere Premium Platte bestellt. Die war günstiger, hatte aber viel weniger Fleisch. Uns ging es jedoch nicht um Menge, sondern um den besten Geschmack. Bei der Premiumplatte stellten wir fest, dass das teuerste Stück Sirloin nicht das beste ist. Um noch mehr Geschmackserlebnisse zu bekommen, akzeptierten wir die Kombiplatte unter der Voraussetzung, dass es neue Teile gibt, die wir noch nicht kennen. Das war recht interessant. Wir mochten ein relativ billiges Teil, das Hiuchi. Platz zwei war Haneshita rosu und auf Platz drei kam das besonders fette Kyukyoku. Platz 1 und 2 bestellten wir dann jeweils noch einmal nach.

Merkwürdigerweise gab das Restaurant keine Fettgrade an.
Auch komisch war es, dass alles Geschirr aus (hochwertigen) Melamin war.

Fazit: Nach 90 Minuten waren wir vollgefressen mit Fleisch. Durchaus glücklicher als gestern im Zweisterner. Aber auch so, dass wir sagten: Die nächsten 6 Monate brauchen wir kein Fleisch mehr. Wir bezahlten zu Dritt 240 Euro. In dem Preis waren 4 Glas Bier enthalten. Den Preis fanden wir angemessen.
Das nächste Mal würden wir aber probieren, einen besseren Spezialisten für Kobe Beef zu finden. Auch wenn der dann das dopplete kostet.

http://www.matsusaka-projects.com/english/restaurant/fukushima/aboutus/

Jeder Fleischliebhaber wird sich an den Fotos erfreuen:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10153742339193124.1073741957.168996673123&type=3

Totoya, Osaka (Japan)

Das habe ich noch nie gemacht: Als erstes, nachdem ich zuhause angekommen bin, habe ich nachgeguckt, ob das Restaurant wirklich zwei Michelinsterne hat: ja, hat es, seit vielen Jahren – das Essen war gut, die Bedienung sensationell

Ich gab unserem Concierge eine Liste mit Michelin-Sterne-Restaurants, die er nach Priorität reservieren sollte. Erst Platz fünf klappte. Das Zweisterne Kappo Restaurant Totoya ganz in der Nähe vom Hotel, in Osakas Amüsierviertel.

Ein Kappo ist ein Restaurant, in dem der Chef selber hinter einem Tresen steht und die Gäste ihm zugucken können.
Google Maps fand das Restaurant nicht am richtigen Platz. Da, wo wir hinsollten, war es nicht. Ich sprach eine Japanerin an, die 15 Minuten Ihrer Zeit opferte und uns zum Restaurant führte, in dem sie vorher anrief und die Chefin uns freudig vor der Tür in Empfang nahm. Die Freundlichkeit vieler Japaner ist sensationell!

Das Restaurant ist sehr klein. Kleiner Vorraum. Gastraum und Küche in einem. Links zwei Tische japanischer Art (man sitzt niedrig ohne Schuhe), rechts 6 Plätze an der Bar.
Ein Tisch war eingedeckt, der andere etwas undordentlich als Ablage benutzt. Ebenso an der Bar, wo drei Plätze eingedeckt waren und der Rest unordentlich mit etwas anderem belegt war. Das Restaurant macht einen recht alten, abgenutzten Eindruck. Gut war, dass es unter dem Tisch eine beheizte Fußmatte gab, so dass man keine kalten Füsse hatte, wie so oft in Japan.
Wie wurden an den Tisch gebeten, an dem schon für drei eingedeckt war.

Es gibt nur ein Menü, beim Hauptgericht kann man zwischen Fisch, Ente in Soja Sauce und Kobe Beef auswählen.

Wir starteten mit einer Bohne, ähnlich der Edamame, Soramaiye. Die freundliche Chefin erklärte uns – wie den ganzen Abend noch – wie was zu essen ist. Sie sprach nur sehr gebrochen Englisch. Oft zeigte sie uns Bilder in Büchern mit den Lebensmitteln.
Serviert wurde immer mit kleinen Schälchen, die auf einem lackierten Tablett, das vor uns stand, abgestellt wurden.

Der nächste Gang war interessanter. Drei kleine Nigiri, die auf und unter einem Sakurablatt lagen, ein Schälchen mit kleinen, etwas harten Tintenfischbeinen und sehr guten, zarten Stücken von einem größeren Tintenfisch (Ika/Squid). Dazu eine gute grüne Sauce. Ein guter Gang.

Der nächste Durchgang war durchwachsen. Auf einem Schälchen waren zwei Bällchen, aus Tofu, hatte ich verstanden. Das habe ich aber wohl falsch verstanden. Auf dem anderen Schälchen lagen Meeresfrüchte, die bis auf die Torigai Muschel (Vogelmuschel) etwas hart waren. Von den zwei Bällchen, die nicht Tofu waren, schmeckte das Orangefarbige sehr gut.

Danach gab es eine Suppe mit Bambus und eine Art Fischomelett. Der Bambus – eine neue Erfahrung – war ausgezeichnet, das Fischomelett okay. Die Brühe heiss.

Es folgten wieder kleine Tintenfischchen mit Kohl an einer sehr leckeren Sauce. Ein netter Gang. Dazu gab es ein Glas mit Seegras und Miso. Bei diesem Gericht erahnte ich zum ersten Mal die beiden Sterne. Simpel, aber sehr gut gemacht.

Als Hauptgang wählten wir alle drei das Kobe Beef. Leider sahen wir das Fleisch nicht vorher, noch gab es Angaben zum Fettstatus. Wir bestellten Medium rare.

Wie beim Chinesen kam das Rindfleisch auf eine „sizzling plate“ – einer Gußpfanne, auf der es noch nachbrät. Da immer einer nach dem anderen zwar liebevoll, aber auch sehr langsam, bedient wurde und ich letzter war, hatte ich statt medium rare überwiegend medium well bis done. Aber auch die anderen hatten eher Medium. Wir haben zwar alle schnell das Fleisch aus der zischenden Pfanne geholt, aber es war nicht mehr viel zu retten. Totalschaden. So etwas passiert nicht einmal Blockhaus. Die Chefin diskutierte wohl auch mit ihrem Mann, wir hörten „medium rare“ und uns war deutlich das Unbehagen anzusehen, übergartes Fleisch bekommen zu haben.
Das Hida Beef aus Gifu, das wir eine Woche vorher hatten, spielte da in einer anderen Liga.

Zu unserer Überraschung gab es nach dem Fleisch Bratreis, Pickles und Misosuppe mit Muscheln. Noch überraschender war, dass der Reis partiell angebrannt war. Jetzt waren wir doch entsetzt!

Danach bekamen wir noch ein Schälchen Reis mit Erbsen. Zum Ende gab es eine Aprikose.

Wir waren etwas ratlos. Wenig überrascht waren wir, dass niemand mehr den ganzen (Mittwoch) Abend kam. Diese Woche ist Hochsaison in Osaka wegen der Sakura Blüte. Alle anderen Restaurants waren ausgebucht.

Die Bedienung durch die Chefin war so liebvoll und familiär, dass man sich wie zuhause bei Oma fühlte. Einzig, dass Oma am Ende 480 Euro verlangte – wir hatten eine kleine Karaffe sehr guten Sake (8 Euro) und sonst nur Wasser und Tee – trübte die Atmosphäre.

Warum dieses Restaurant seit Jahren zwei Sterne hat, irritiert uns, Auskunft kann nur der Michelin geben. Wir sind aber offenbar nicht die einzigen, die irritiert sind, sonst wäre der Laden nicht so leer.

Wir hatten trotzdem einen netten Abend! Nur würden wir wohl dorthin nicht wieder gehen!

Sehen Sie unsere Bilder auf Facebook: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10153738388168124.1073741956.168996673123&type=3

Michael Riemenschneider

Atelier Wilma von Michael Riemenschneider eröffnet in den nächsten Wochen

Selten hatten die Buschtrommeln in Frankfurt so viel zu tun: Sei es Eröffnung, Einrichtung, Küchenstil oder Preisgestaltung, über Michael Riemenschneiders ehrgeiziges Projekt gibt es viel Spekulation. Tatsache ist: Das Atelier Wilma, nach Riemenschneiders kürzlich verstorbener Großmutter benannt, wird Mitte des kommenden Monats in der Schneckenhofstraße in Frankfurt-Sachsenhausen eröffnen. Die Küche setzt auf klassische Elemente, die modern und auf sehr hohem Niveau realisiert werden, dabei ist dem 34-Jährigen der nicht-exklusive Ansatz besonders wichtig.

„Natürlich bieten wir hervorragende Qualität, das versteht sich ja von selbst“, so der gebürtige Pfaffenwiesbacher. „Aber ein Menü bei uns soll erschwinglich sein. Mit dem Atelier Wilma habe ich ein Herzensprojekt umgesetzt, das möglichst vielen Gästen zugänglich sein soll.“ Riemenschneider, der zuletzt in seinem eigenen Restaurant Canvas in London kochte, setzt seiner Großmutter mit dem Atelier Wilma ein Denkmal. Die anspruchsvolle Küche greift Elemente auf, wie man sie auch in Omas Küche findet, und verbindet sie mit modernen Einflüssen. Dabei kann sich der Gast am Abend ganz individuell ein bis zwölf Gänge aus Vorspeisen, Zwischengängen, Hauptspeisen und Desserts zusammenstellen, die Speisekarte umfasst die Bereiche Land & Erde, Meer & Küste und Moderne Klassiker.

Vollkommen auf die Gegenwart konzentriert sich Riemenschneider bei der Einrichtung. Mit Sitzmöbeln aus edlem Kalbsleder, stylisher Kupferdecke und Accessoires wie einem speziell angefertigten Hermès-Spiegel aus orangefarbenem Leder setzt der Unternehmer wohlüberlegte Akzente. Besonders stolz ist Riemenschneider auf die Profiküche inklusive Bermer-Herd, wo er gemeinsam mit seinem Team an neuen Kreationen arbeitet. In puncto Mitarbeiter hat der Inhaber eine hochkarätige Auswahl getroffen. So unterstützen ihn Alexander Sadowczyk, zuletzt im Restaurant Lafleur in Frankfurt tätig, als Sous-Chef, Max-Bernhard Schnell, der zuvor im Falkenstein Grand Kempinski arbeitete, als Restaurantleiter, Julian Stork aus dem Wallsé in New York City als Küchenchef und Jessica Kreschner als stellvertretende Restaurantleiterin.

Im Restaurant befinden sich auch Riemenschneiders privates Küchenlabor und im hinteren Bereich des Hauses eine Private Dining Area. Ebenfalls geplant ist ein Weinkeller, wie er in Frankfurt wohl seinesgleichen suchen wird.

Nach zahlreichen Stationen in Frankreich und Großbritannien, darunter auch in Sternerestaurants, eröffnete Michael Riemenschneider 2008 sein erstes Restaurant in Cornwall. Seit Anfang 2016 betreibt Riemenschneider außerdem das Restaurant Tischlerwirt in Kitzbühel.

www.atelierwilma.restaurant

Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank

Studie bestätigt Küchenregel

Wenn reife Tomaten im Kühlschrank gelagert werden, leidet das Aroma. Das, was Fachleute längst wissen, bestätigt eine aktuelle Studie des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, die in der Fachzeitschrift „HortScience“ veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler hatten vollreife, rote Tomaten auf drei unterschiedliche Arten behandelt: Je 20 Früchte wurden für vier Tage bei 5 Grad Celsius bzw. vier Tage bei 20 Grad gelagert oder nach vier Tagen bei Raumtemperatur für fünf Minuten in 50 Grad heißes Wasser getaucht („blanchiert“). Anschließend bestimmten die Wissenschaftler das Aromaprofil der Tomaten.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass das Aroma unter dem Blanchieren und Kühlen leidet. Insbesondere die Aufbewahrung im Kühlschrank hatte negative Auswirkungen, auch wenn man es den Früchten nicht ansieht. Die Gesamtkonzentration der flüchtigen Substanzen nahm in der Kälte um 68 Prozent ab. Das betraf vor allem die sogenannten C-6-Aldehyde. Beim Blanchieren lag der Verlust insgesamt bei 63 Prozent.

Vermutlich ist vielen Menschen nicht bekannt, dass Tomaten kühle Temperaturen nicht vertragen und lagern sie im Kühlschrank. „Das ist sehr schade“, so Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst. „Denn bei reifen Früchten sorgen 42 unterschiedliche Stoffe dafür, dass sie so wunderbar aromatisch schmecken.“ Das Aroma der Tomaten wird bestimmt durch eine komplexe Mischung flüchtiger Substanzen wie Aldehyde, Alkohole und Ketone. „Die Tomaten verlieren enorm an Aroma und entsprechend groß ist der Verlust an Genuss, wenn sie zu kühl aufbewahrt werden“, erläutert Seitz. Am besten nimmt man das Gemüse nach dem Einkauf aus der Tüte und legt es an einen luftigen, schattigen Platz. Ideal sind Temperaturen zwischen 12 bis 16 Grad, bei Rispentomaten sogar 15 bis 18 Grad Celsius. Wenn die Tomaten auf einem weichen Tuch liegen, entstehen keine Druckstellen. Innerhalb von einer Woche sollte die Ware verbraucht sein, denn die Einflüsse von Licht, Wärme und Sauerstoff
verringern sowohl das Aroma als auch den Nährstoffgehalt.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
American Society for Horticultural Science (ASHS):
http://hortsci.ashspublications.org/content/50/9/1358.abstract
Lagerungstipps: Wie fühlen sich Tomaten am wohlsten?
www.was-wir-essen.de/abisz/tomaten_lagerung_dunkel_luftig.php

Ho Chi Minh City, Vietnam, Reisebericht

Nach einem doch anstrengenden Flug mit Cathay, sind wir in Ho Chi Minh City (HCMC) angekommen.
Die Flugbegleiter der Cathay erstaunten mich. Mein Business Class Sitz lies sich nicht zum flachen Bett ausfahren. Irgendetwas hakte. Der Steward reparierte vor Ort. Eine halbe Stunde fummelte er an der Mechanik im Sitz rum und hat es sogar hinbekommen. Einzig, dass er mit Schuhen auf meinem Bett rumturnte und mit seinen dann schmutzigen Händen mein Kissen anfasste, war weniger schön.
Im Transitbereich wartete meine Tochter bereits auf uns. Sie kam eine halbe Stunde vorher mit der Aeroflot an.
Wir stellten uns dann bei der Passkontrolle an. Nach 20 Minuten warten, wurden wir wieder zurückgeschickt. Man muss zuerst sein Visa abholen. Die Visastelle war umlagert, nirgendwo war etwas erklärt. Anstellen ist Blödsinn. Man drängelt sich an den Wartenden vorbei und holt sich den Antrag. Allerdings muss man vorher bereits das Visa via Internet beantragt haben. Das hatten wir. Kostet ca. 20 Euro pro Kopf. Nun füllt man den neuen Antrag aus und gibt ihn mit 2 Passfotos – 4×6 cm – wieder ab. Dann wartet man ewig wie alle anderen an diesem Nadelöhr. Nach 40 Minuten wurden wir aufgerufen und zahlten 45 $ pro Kopf und mussten wieder zur Passkontrolle. Die waren nett und ich durfte – da niemand da war – zum Diplomatenschalter.

Da wir die Gegebenheiten nicht kannten, liessen wir uns von unserem Hotel, Saigon Domain, abholen. 25 $. Der Fahrer lief vor, wir mit dem Gepäck hinterher…. Wir sind von MiddleEast wohl zu verwöhnt. Im Hotel angekommen, schliefen wir erst einmal 4 Stunden, um dann Essen zu gehen.

Das Hotel selber ist eher ein Serviced Apartmenthaus. Wir hatten „Two Bedroom“ bestellt, bekamen aber sogar drei, so dass die Kinder jeder ein eigenes Zimmer hatten.
Das Apartment ist riesig, ca. 150 qm, gut ausgestattet, aber schlecht gepflegt und etwas oberflächlich sauber gemacht. Da es noch relativ neu war, ging es noch. In ein paar Jahren ist es sicher komplett runtergekommen.

Wir nahmen uns ein Taxi – man sollte nur Taxis der Firmen VinaSun, VinaTaxi und MaiLinh nehmen, da diese seriös sind. Wir zahlten 8 Euro bis zu einem kleinen Nacht-Markt. Hier gab es viele gefälschte Sachen, die uns wenig interessierten. Wir aßen recht nett in einem Zelt. Vietnamesiche Frühlingsrollen, „Kantonesichen“ Reis und Schweinebauch. Austern und Jacobsmuschel waren nicht berühmt. Der Rest war gut.

Das Frühstück im Hotel war okay. Es gab an Brot nur Toast. Aufschnitt gab es nicht, nur zwei Marmeladen. Eierspeisen nach Wahl und viel frisches, gutes Obst. Man sitzt sehr hübsch direkt am Fluß. Der Service ist liebevoll aber ahnungslos.

Wir nahmen das kostenlose Boot-Shuttle vom Hotel in die Innenstadt. Ganz prima! Dann tranken wir beim Vietnams #1 Coffeeshop, Nguyen, einen typischen Drip Coffee, der teuer war (4,00 Euro/Tasse) und uns nicht so überzeugte. In der Stadt gab es einiges zu entdecken. Kathedrale, General Post Office etc. Wir wollten uns eigentlich massieren lassen (ca. 15 Euro/Stunde), aber die Läden sahen oft eher wie ein Bordell aus. Da haben wir verzichtet.
Nichst Spektakuläres in HCMH, aber eine gute Atmosphäre. Abends aßen wir in einer Sushi-Bar. Sashimi war okay, der Reis beim Maki zu süss und zu essighaltig. Wirklich preiswert war es nicht.

Am nächsten Tag, der 3., sind wir wieder in die Stadt. Wir besuchten das Kriegsmuseum (ca. 70 cents Eintritt für Erwachsene, Kinder frei). Mein Neunjähriger war begeistert von den ausgestellten Panzern und Fluggeräten, im „Gefängnistrakt“ jedoch war er dann von den Fotos zu schockiert, so dass ich abbrechen musste. Die Bilder der Napalmopfer im Museumsgebäude ersparte ich ihm. Wir hatten danach ein sehr gutes Gespräch über Waffen und den Wahnsinn eines Krieges.
Danach ging es in A O Show in die Saigon Oper. Das Gebäude ist eher ein kleines Opernhaus. Es gab eine stimmungsvolle vietnamesiche Artistik Show. Keine wirkliche Sensationen, aber recht nett. Nehmen Sie Tickets auf der rechten Seite. Wie kauften unsere Tickets im Postamt, da gibt es 20 % Rabatt. Es war mit 20 Euro in der billigsten Kategorie für eine Stunde Show nicht ganz preiswert. Man sitzt relativ bequem.

Ich las den Bericht des geschätzten Günter Klotz, der ganz begeistert zwei Tage vor uns im fünfbesten vietnamesischen Restaurant, dem Hoi An, aß. http://guenterklotz.blogspot.com/2015/03/saigon-little-tokyo-hoi-an.html . Ich kann seine Erfahrung leider nicht teilen.

Nach der Oper liefen wir 10 Minuten zum Restaurant. Die Gegend ist abends gut frequentiert, was woll auch an den ansehnlichen Damen liegt, die vor den Massagesalons werben. Mein Neunjähriger wollte jetzt auch eine Massage, seine Mutter war dagegen.
Im Restaurant wurden wir freundlich empfangen, mussten kurz warten, weil sie nachguckten, ob im 1. Stock was frei ist, was nicht war, so dass wir im EG platziert wurden.
Wir bekamen riesige a la Carte Speisekarten und welche mit über 15 „Set Menüs“. Dazu eine Drinking List und separat eine Weinkarte. Da wir zu faul waren, die Karte durchzuarbeiten, haben wir uns für ein Menü mit besonders vielen „Signature Dishes“ entschieden. Die Tochter nahm das vegetarische Menü.
Der nette Kellner fragte uns, ob wir scharf essen können, worauf wir antworteten, moderate Schärfe sei prima und die Tochter – nach ayurvedischen Regeln – mag es nicht scharf. Dann kam der Oberkellner, drängte den Kellner weg und sagte, er habe verstanden. Ich sagte noch, wir möchten alles so essen, wie der Küchenchef es gedacht hat.
Dann fragte er uns, welches Hotel uns schickte. Und antwortete gleich selber: „Das Inter-Continental bestimmt!“

Am Anfang wurde das Menü umgestellt. Statt der frittierten Frühlingsrollen kamen die hervorragenden Frischen. Danach gab es die frittierten, die sehr mayonnaiselastig waren. Trotzdem noch lecker. Unser 7 Gang Menü entpuppte sich als Fünf-Gang Menü, 2x Frühlingsrollen, gute in Kokoswasser gedämpfte Scampi, Rindfleisch mit Zwiebel und Spinatbeilage, sowie gebratenen Reis. Zum Nachtisch gab es ein Kompott aus Lotuswurzeln, Lotussamen und Lychee. Das ganze mit Eiswürfeln.
Wir Erwachsenen teilten unsere Menüs mit Junior, was sinnvoll war, da die Portionen großzügig sind.
Das vegetarische Menü war kein Brüller. Eine Maissuppe vorab, dann zwei Sorten vegetarische Frühlingsrollen, Tofu mit Gemüse und gebratenem Reis.

Fazit: Alles schmeckte sehr nüchtern und ungewürzt. Wir waren wenig begeistert und hatten nicht den Geschmack Vietnams auf der Zunge. Für Vietnam war es für drei Personen mit 152 US$ recht teuer.

Unsere Fotos vom Restaurant: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152922437278124.1073741927.168996673123&type=3

Hyatt Regency, Da Nang, Vietnam

Morgens beim Frühstück. Hektisch geht es zu. Man wartet ewig auf den Cappuccino. Die Laune sinkt. Der Cappuccino kommt. Man trinkt. Ein Strahlen geht über das ganze Gesicht. Man möchte singen oder hüpfen. Dieser Cappuccino ist vermutlich der beste Kaffee, den ich je in einem Hotel ausserhalb von Italien getrunken hatte. Aber zum Anfang.

Es geht holprig los. Wir fahren mit dem Taxi vom Flughafen zum Hyatt (ca. 10 Euro/20 Minuten). Am Hyatt steht ein Minibus und niemand da, der uns mit dem Gepäck helfen könnte. Als wir fast an der Rezeption waren, stürzten sich von allen Seiten dienstbare Geister auf uns. Das Einchecken ist dann nicht sehr schnell und recht umständlich und unprofessionell. Wir – zu viert – bekommen dann 10 chinesische Pässe zurück, anstelle unsere vier. Wir hatten zwei sehr schöne, moderne Standardzimmer mit etwas Meeresblick und großzügigen Balkon. 135/136 im F-Hotel. Relativ ruhig gelegen, weit weg vom Pool. Die Zimmer machen auf dem ersten Blick einen guten Eindruck, ohne großen Renovierungsstau. Einige Steckdosen sind jedoch unbrauchbar. Der Ablauf eines Waschbecken geht nicht, die Matratze riecht nach Urin. Gemeldet Schäden werden meist behoben. Und nachdem die Matratze ausgetauscht wurde, roch es auch nicht mehr. Eigentlich hätte die Hausdame das auch riechen müssen.
Es gibt keinen Schreibtisch im Zimmer, dafür eine Couchecke mit Tisch. Auf dem Balkon ein weiterer Tisch und ein hübsches, rundes Sonnenbett. Zum Arbeiten ist das Zimmer nicht geeignet.
Das Bad ist offen, man sollte also nur mit vertrauten Personen das Zimmer teilen.
Insgesamt ist das Zimmer als erstklassig, 5 Sterne, zu bezeichnen. Nur eine Personenwaage fehlt mir, die es auch nicht auf Anfrage gibt.
Das „Highspeed“ Internet ist gratis und auch am Strand, aber extrem langsam (0,3 Mbps).
Wir hatten das große Glück, das unsere Anfrage nach einem ruhigen Zimmer erfüllt wurde. Die Zimmer des F-Hotels liegen viel ruhiger als die des E-Hotels. Wer hier im Erdgeschoß am Pool wohnt, hat weder Privatsphäre noch Ruhe.

Das Personal ist fast immer freundlich, aber genauso extrem unausgebildet. Auch die Englischkenntnisse sind nur – wenn überhaupt – rudimentär vorhanden. Durch Herzlichkeit werden diese Nachteile gut ausgeglichen. Sie wissen nicht was sie machen, aber sie machen es mit Hingabe und viel Freundlichkeit. Und nie wird Trinkgeld erwartet, aber gerne genommen.

Kinder sind sehr willkommen im Hyatt. Das Hyatt hat das Camp Hyatt, einen Kindergarten, der auf bis zu 12 Jahre alte Kids aufpasst. Auch werden Veranstaltungen angeboten, wie „Rock Climbing“. Es gibt eine schöne Kinderkletterwand. Wer aber denkt, dass seine Kinder während dieser Veranstaltung betreut werden, liegt falsch. Der Poolboy, der eigentlich keine Ahnung vom Klettern hat, wird zum Aufpassen abgestellt. Ob Kinder gehen oder nicht, merkt er nicht. So kam unser Sohn zwischendrin zu uns, weil er Durst hatte. Ohne, dass es jemand gemerkt hätte. Als wir eien Stunde später die Kletterschuhe zurückbrachten, war niemand erstaunt. Camp Hyatt ist gute Idee, in Da Nang jedoch verantwortungslos geführt.

Die Gäste bestehen aus drei Gruppen. Asiaten aus den umliegenden Ländern, wie Singapur, Hong Kong, Japan und China. Expats aus den umliegenden Ländern. Touristen aus Europa und den USA, darunter viele Deutsche.

Am ersten Abend gingen wir in das Hauptrestaurant, um zu essen. Das Restaurant war ziemlich leer. Trotzdem bekamen wir keinen Tisch. Die Küche sei unterbesetzt und müsse sich erholen, wurde uns gesagt. In 20 Minuten könnte sie uns einen Tisch geben. Wir nörgelten etwas und bekamen dann nach fünf Minuten einen Tisch. Dann gab es etwas Achterbahn. Langweilige „Junge karamellisierte Schweinerippchen“, ein grandioses, vietnamesisches Auberginengericht, eine feine, vegetarische Lasagne mit Pesto und ein „Fish & Chips“ bei dem der Fisch zu lange und die Pommes zu kurz die Fritteuse gesehen haben. Die gesamte Speisekarte ist hier: http://danang.regency.hyatt.com/en/hotel/dining/GreenHouse.html
Merkwürdig ist die Kalkulation der Getränke. Ein Wasser kostet 52 TD (2,30 €), eine frische Kokosnuss 75 TD (3,30€) und ein gehaltvoller, recht guter Mai Tai Cocktail nur 127 TD (5,50€). Ausserhalb des Hotels kostet ein Wasser 10 TD (50 Cents), die Kokosnuss 20 TD (knapp 1Euro) und der Cocktail 75 TD (3,30€). Das Wasser kostet also das 5fache, die Kokosnuss das 3,5fache und der Cocktail nur 60 % mehr. Cocktail saufen ist am günstigsten!

Das Frühstücksbuffet ist großartig. Die Obstabteilung wunderbar: Maracuja, Drachenfrucht, Papaya, Honigmelone und Wassermelone, kleine schmackhafte Bananen und Mandarinen waren der Standard. Das Omelett ist fantastisch. Man könnte denken, das hätte Daniel Leibssle vom Park Hyatt in Shanghai gemacht. In dieser Qualität bekommt man es fast nie. Es gibt eine vietnamesische Ecke, falls man am morgen bereits Pho Bah und Ähnliches essen möchte. Cherry Tomaten, Gurken, Rote Beete, Paprika und einiges mehr. Neben der Eierstation, es wird grundsätzlich an den Tisch geliefert, gibt es auch noch eine Pancake / Waffelstation, wo man abholt. Exzellentes Müsli, Cashew- und Walnüsse. Warmen Schweinebraten. Gute Auswahl frisch gepresster Obstsäfte. Sechs Sorten Brot, davon leider vier Weißbrote, ein Roggen/Nussbrot (zu leicht, aber okay) ein schweres, helles Nussbrot. Brötchen. Emmentaler, Camembert und anderen Käse. Aufschnitt ist nicht so prall. Komischer Kochschinken, etwas, dass wie Lachs aussieht, eine Art Leberwurst. Ich habe mein Brot lieber mit dem warmen Schweinebraten belegt, auch wenn die Dame hinter dem Tresen nicht verstand, dass ich den Braten gerne etwas dünner geschnitten bekommen hätte. Den besten italienischen Hotelkaffee (Illy). Leckeren, typisch vietnamesischen geeisten Kaffee. Prima grünen Tee. Absolut empfehlenswert!

Nach dem Frühstück, es war schon Mittag, sind wir zu dem wunderschönen Strand gegangen. Alleine der ist die Reise nach Da Nang wert! Leider gab es keine Strandliegen mehr für uns, so dass wir uns auf Handtüchern in die pralle Sonne setzen musste. Das wiederholte sich – trotz meiner Beschwerde – täglich. Das Hotel sei halt ausgebucht, so die Auskunft der Rezeption. Es gab auch keinen Service am Strand.

Ich verabredete mich mit dem Executive Chef, der auch F&B Manager ist. Es ist ein Sizilianer. Ich erwartete also einen kleinen, hektischen, dauernd-redenden dicken Koch. Stattdessen traf ich Fredric Farina. Einen hochgewachsenen, Sportler, ohne ein Gramm Fett zuviel. Intelligent und zurückhaltend. Farina eröffnete vor vier Jahren das Hotel als Küchenchef. Vorher war er zehn Jahre in Thailand.
Farina bietet im Hyatt eine italienische und vietnamesische Karte im Hauptrestaurant, sowie Steak- und Seafood im Beach-Restaurant an. Italienisch ist bei ihm auch italienisch. Nudeln sind al dente.

Farina erklärt mir, dass die Thai Küche eine Küche der Schärfe ist, während die für ihn interessantere Viet-Küche eine Küche der Produkte mit subtileren Gewürzen ist, etwas scharf im Süden, nicht mehr scharf in Zentral- oder Nordvietnam. Auf meine Frage, ob er denn einen eigenen Kräutergarten hat, bringt er eine schöne Story. Er nicht, aber ein Nonnenkloster in der Nähe baut für ihn nach seinen Vorgaben an. Ob wir es sehen wollen. Na klar, das wollen wir! Am nächsten Tag besuchen wir die katholische Nonnen. Sie betreiben eine Schule für behinderte Kinder. In erster Linie sind hier taubstumme Kinder, aber auch Trisomie 21 und autistische Kinder. Die Nonnen betreiben ein Cafe mit Konditorei, eine Schneiderei und die Gärtnerei. Die Kinder lernen hier Praktisches, da das vietnamesische Gesundheitssystem hier wohl versagt. Die Kinder werden morgens gebracht und abends von ihren Eltern wieder abgeholt. Die Kinder werden fürs Leben fit gemacht. Man hat nicht den Eindruck, die Kinder sein schwerstbehindert, was sie sind. Wir kamen gerade nach dem Mittagessen an, die Kinder räumen auf und säubern sehr gründlich die Kantine und Umgebung. Das Areal des Klosters ist extrem gut gepflegt. Die Kinder freuen sich, uns zu sehen. Andere Kinder, vielleicht 50, gucken in einem großen Zimmer nach dem Essen Cartoon Network.
Farina erklärt uns, dass er alle Gemüse und Gewürze kauft, die das Kloster übrig hat. Er verarbeitet diese Bio-Ware in seinen Restaurants oder auch in der Kantine. Ein tolles Projekt!
Wir sind tiefbeeindruckt und spenden dem Kloster als kleine Unterstützung unsererseits einen vietnamesischen Monatsmindestlohn (100 US$).
Unbedingt: Wer nach Da Nang kommt, sollte auch dieses Kloster mit seinem Coffeeshop besuchen!

Farina bietet Kochkurse mit Markteinkäufen an. Für Gruppen wären auch nach vorheriger Absprache weitere Möglichkeiten vorhanden.
Wer Interesse an einem Praktikum im Hyatt Da Nang hat, kann sich bewerben. Ebenso können sich auch ausgebildete Kräfte bei ihm bewerben, jedoch ist die Entlohnung nicht so prall.

Nachdem wir einen recht schönen Urlaub eine Woche im Hyatt verbrachten, fallen uns doch einige Sachen auf. Die Mitarbeiter sind alle sehr lieb und bemüht, aber Ausbildung fehlt fast völlig. Beim Check in wird man nach der Vorliebe für Zeitungen gefragt, bekommen habe ich nie eine.
Reklamationen werden erst bearbeitet, wenn man sich an den Duty Manager wendet. So z.B. war bei uns das Balkonfenster immer einen Spalt offen, da es nicht richtig schließ, so dass wir viele Mücken i
m Zimmer hatten, was recht lästig ist. Als wir den Grund rausfanden, passierte nichts. Erst als der Duty Manager von mir davon erfuhr, kamen drei Handwerker, die mehrere Stunden unser Fenster auseinandernahmen und fachgerecht zusammenbauten.
Jeden Tag ärgerten wir uns am Strand. Das Hyatt hat ca. 500 m Standfläche, vielleicht jeweils 100 m tief. Aber nur auf Höhe des Pools sind ein paar Liegen mit Sonnenschirmen, die jedoch auf gut germanische und britische Art mit Handtüchern dauerbelegt sind, auch wenn stundenlang niemand da ist. Ich beschwerte mich mehrere Male, dass ich auch gerne mit meiner Familie unter dem Sonnenschirm liegen möchte. Man sagte mir, es sei Hochsaison und bei 1400 Menschen in der Anlage wäre es normal, wenn alle Liegen belegt seien. Es täte ihnen sehr leid. Einmal klappte es, als ich ein Trinkgeld zahlte. Am nächsten Tag hatte der Trinkgeldempfänger frei. Der Mitarbeiter am Strand ist relativ desinteressiert und wenig hilfsbereit. Mal lagen wir in der prallen Sonne, mal hatten wir zwei nur Liegen, die anderen beiden mussten auf Handtüchern liegen und der Platz im Schatten war stark umkämpft, die Kinder nörgelten. Das ist eigentlich alles nicht nötig und beeinträchtigt den Urlaub.

Die Anlage ist schön, Preis-Leistung von Essen und Trinken ist okay. Ich würde aber nicht noch einmal in der Hochsaison hinfahren, in der Nebensaison, wenn es ausreichend Strandliegen gibt, aber jederzeit.
Das Hotel im Internet: http://danang.regency.hyatt.com/en/hotel/home.html
Der Preis auf der Hyatt Webseite war inkl. Frühstück im Restaurant ca. 390 US$ für das Doppelzimmer pro Nacht, inkl. Steuern. Hätte ich diesen Preis bezahlt, wäre ich nicht zufrieden gewesen, das wäre für das Produkt deutlich zu teuer!

Auf einer günstigen Seite, die wir auf www.4.ro fanden, buchten wir für 100 Euro inkl. Frühstück und Steuern. So gesehen stimmte bei uns Preis/Leistung. Für das Vierfache hätte ich jedoch etwas mehr erwartet. Ausgebildetes Personal zum Beispiel. Und bessere Organisation und weniger Fehler.

Wie immer haben wir alle unsere Rechnungen selber bezahlt.

Restaurant Andre, Singapur

Das wir das Andre besuchten, haben wir der Preispolitik der Airlines zu verdanken. Eigentlich war unser Ziel Taiwan. Kostete mit Cathay Pacific in der Business Klasse über 3000 Euro. Nach Hongkong hätten wir 2200 Euro bezahlt. Aber nach Singapur über Hong Kong kostete der Flug nur 1600 Euro. Verstehen Sie es? Ich auch nicht.
Ich vermute, es ist ein Tarif, der Singapur Airlines die Kunden abnehmen soll.
Für uns ist es egal. Wir haben einfach zugeschlagen. Cathay Pacific ist eine Klasse Airline.
Wir sind also nach Singapur geflogen und nach zwei Tagen wieder zurück nach Hong Kong, wo wir einen gratis Stopover hatten. Von Hongkong sind wir – Business Class – mit der sehr sympathischen EVA Air zwei Wochen nach Taiwan geflogen. Kostete zusammen knapp 2000 Euro. Nur das Catering bei EVA ist nicht lecker.
Meine Frau war doppelt beglückt. Es war ein langgehegter Wunsch von ihr, in diesem Marina Sands Pool zu schwimmen. Das ist ein Infinity-Pool, der spektakulär auf den drei Hoteltürmen liegt und über ganz Singapur blicken lässt. Wir haben dann dieses überteuerte Hotel gebucht. Einmal im Leben kann man ja so einen Blödsinn machen. Aber ein zweites Mal braucht man wirklich nicht in dieses Hotel. Es ist wie ein Bahnhof, so hektisch und unpersönlich.

Da wir relativ gut im Flieger geschlafen haben, konnten wir gleich am ersten Abend zu Andre gehen. Das ist ein kleines, verstecktes Haus irgendwo in der Altstadt.
Wir kamen 10 Minuten zu spät und mussten trotzdem fast 20 Minuten warten, bis wir endlich platziert wurden. Das war merkwürdig. Wir sassen direkt am Eingang. Etwas zu trinken wurde nicht angeboten.
Hinter uns war ein Speisesaal, dahinter die relativ kleine Küche. Kellner liefen mit Tellern die Treppe zur ersten Etage hoch. Endlich war es so weit und wir wurden auch nach oben geleitet. Hier war ein weiterer kleiner Speisesaal. Die Tische waren ausreichend weit weg voneinander. Neben uns speiste ganz alleine eine Dame aus Taiwan, der Heimat vom Inhaber Andre Chiang. Interessiert beobachteten wir, was sie alles bekam, denn wir bekamen das zeitversetzt.

Es gibt eine Carte Blanche, man gibt – wie üblich – vorab Allergien und Aversionen an. Da wir nichts dergleichen haben, konnten wir das Standard-Programm geniessen. Andre Chiang nennt seine Karte Oktaphilosophie. Also eine achtgängie Reise. Ich würde die Küche als moderne französische Küche ansehen. Für uns ganz klare drei Sterne, einer der großen Köche dieser Welt. Michelin ist nicht in Singapur, daher hat er auch keine Sterne.

Die Bilder unserer Reise sehen Sie in unserem Facebook Album unter https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152799380188124.1073741925.168996673123&type=3&uploaded=55

Besonders erwähnenswert ist der Service. Obwohl wir noch nie da waren, wurden wir wie alte Freunde behandelt. Nicht distanzlos, aber herzlich und professionell. Das machte besonderen Spaß. Man hatte auch den Eindruck, der Service lebte seinen Job. Da war nichts Steifes, allen war die Freude anzusehen. Man verwöhnte uns wirklich gerne.

Nach dem grandiosen Essen hatten wir noch die Gelegenheit mit dem deutschen Souschef Christopher Kumper zu sprechen. Kumper hatte vorher unter anderen bei Nils Henkel gearbeitet. Kumper erzählte, wie es in der Küche zugeht. Küchenchef ist Jonny Jiang, ein Chinese. Sie sitzen oft zusammen mit Andre Chiang und arbeiten neue Gerichte aus. Chiang ermuntert seine Mitarbeiter mitzudenken und ihre Arbeit auch in die Gerichte einfliessen zu lassen. Ein echter Teamworker. Kumper ist sehr zufrieden mit seiner Arbeit, trotzdem ist es für ihn Zeit, wieder nach Deutschland zurückzukommen, wie er meinte. Wir meinen, wir werden noch viel von diesem jungen Küchenchef hören. Er wird sicher auch in Deutschland was Tolles auf die Beine stellen.

Unser Fazit: Wenn Sie in der Region sind, sollten Sie unbedingt im Restaurant Andre vorbeischauen. Es ist Weltklasse. Andre war ein wirkliches Erlebnis für uns. Und sein Signature Dish „Trüffel-Foie Gras“ schmecke ich noch heute auf der Zunge.
Das Abend-Menü – ohne Getränke – kostet ca 220 Euro.

http://restaurantandre.com/