Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Mütterliche Ernährung beeinflusst körperliche Leistungsfähigkeit der
Nachkommen

Wie Forscher des Deutschen Instituts für
Ernährungsforschung (DIfE) erstmals zeigen, kann die mütterliche
Ernährungsweise die körperliche Leistungsfähigkeit des Nachwuchses
beeinflussen – zumindest bei Mäusen. Im Vergleich zu Tieren, deren
Mütter eine fettarme Diät während der Trag- und Stillzeit einhielten,
waren Nachkommen von Müttern, die fettreiches Futter bekamen, trotz
Lauftrainings weniger leistungsfähig. Ebenso sprach ihre Muskulatur
nicht gut auf das Training an. Die Studie weist darauf hin, dass bei
langanhaltender Aktivität die Muskeln dieser Tiere nur unzureichend mit
Energie versorgt sind. Die Leistungsschwäche könnte mit fortschreitendem
Alter das Risiko für Übergewicht erhöhen.

Isabel Walter und Susanne Klaus vom DIfE veröffentlichten ihre
Ergebnisse in der Fachzeitschrift Journal of Nutritional Science (I.
Walter und S. Klaus, 2014, DOI:10.1017/jns.2014.55).

Nach Angaben der World Health Organisation hat sich die Zahl der
krankhaft übergewichtigen Menschen seit 1980 weltweit verdoppelt, wobei
verschiedene Faktoren das Entstehen von Übergewicht begünstigen. Zu
diesen zählen eine gewisse erbliche Veranlagung, die Ernährung und nicht
zuletzt auch die körperliche Aktivität. Verschiedene wissenschaftliche
Studien weisen dabei darauf hin, dass die mütterliche Ernährung während
der Schwangerschaft und Stillzeit die Nachkommen beeinflussen und diese
im ungünstigen Fall im Erwachsenenalter für Übergewicht und
Typ-2-Diabetes empfänglicher machen kann. Zudem ist bekannt, dass die
fetale Entwicklungsphase für die Ausprägung der Muskulatur entscheidend
ist, da nach der Geburt die Zahl der Muskelfasern nicht mehr zunimmt.
Bislang gibt es kaum Studien, welche die Effekte der mütterlichen
Ernährung auf die Muskulatur der Nachkommen hinsichtlich deren
Trainierbarkeit sowie Leistungsfähigkeit untersucht haben. Daher gingen
die Wissenschaftler des DIfE diesen Effekten am Mausmodell unter
kontrollierten Bedingungen nach.

Insgesamt untersuchten die Forscher 20 Nachkommen von Müttern, die
während der Trag- und Stillzeit fettarmes Futter* bekommen hatten,
sowie eine Gruppe von 21 Tieren, die von Müttern stammten, die eine
fettreiche Diät erhalten hatten. Nachdem die Tiere entwöhnt waren,
erhielten alle jungen Mäuse fettarmes Futter. Jeweils einer Hälfte der
beiden Mausgruppen stand zusätzlich ein Laufrad zur Verfügung, das die
Tiere nach Belieben nutzen konnten.

Die Nachkommen aller Gruppen waren in etwa gleich schwer, fraßen gleich
viel und verfügten über gleiche Mengen an Körperfett und Muskelmasse.
Allerdings stellten die Wissenschaftler Unterschiede zwischen den beiden
Gruppen fest, die für 28 Tage das freiwillige Laufradtraining absolviert
hatten. So waren nach dem mehrwöchigen Training die Nachkommen der
fettreich ernährten Mütter bei einem Ausdauertest nur etwa halb so
leistungsfähig wie die Nachkommen der fettarm ernährten. Ihre
Leistungsschwäche scheint mit Störungen des Fett- und
Zuckerstoffwechsels einher zu gehen, da im Vergleich zur anderen
Mausgruppe verschiedene Gene anders reguliert waren, die für die Fett-
und Zuckeraufnahme in die Zellen eine Rolle spielen.

„Mit unserer Untersuchung zeigen wir zum ersten Mal, dass der
mütterliche Verzehr einer sehr fettreichen Kost während der
Schwangerschaft und Stillzeit die muskuläre Leistungsfähigkeit und
Trainierbarkeit der Nachkommen beeinflusst – selbst dann, wenn die
Mütter nicht übergewichtig sind“, sagt Susanne Klaus, die am DIfE
die Arbeitsgruppe Physiologie des Energiestoffwechsels leitet. Zukünftig
will Klaus die zu Grunde liegenden molekularen Mechanismen weiter
untersuchen, wobei sie nicht ausschließt, dass auch epigenetische
Veränderungen** der Gene eine Rolle spielen können. Um Rückschlüsse
auf den Menschen zu ziehen, sei es sicher noch viel zu früh, dennoch
lohne es sich, diesen ersten Hinweisen nachzugehen, um die Zusammenhänge
zwischen Ernährung und pränataler*** Prägung besser zu verstehen, so
Klaus.

Hintergrundinformation:
* Pro 100 Gramm enthielt das fettarme Futter etwa 4,3 Gramm Fett (dies
entspricht ca. 10 Prozent des Energieanteils der Nahrung). Pro 100 Gramm
enthielt das fettreiche Futter etwa 21 Gramm Fett (dies entspricht ca.
30 Prozent des Energieanteils der Nahrung). Das verwendete Fett setzt
sich zusammen aus einem Anteil Sonnenblumenöl (70 Prozent), einem Teil
Kokosnussöl (18 Prozent) und einem Teil Leinsamenöl (12 Prozent).

** Die Epigenetik ist ein relativ junges Forschungsgebiet. Sie
untersucht veränderte Gen-Funktionen, die nicht auf eine Änderung der
DNA-Sequenz zurückzuführen sind. Studien der letzten Zeit weisen
verstärkt darauf hin, dass auch die Ernährung als Umweltfaktor den
Aktivitätszustand von Genen nachhaltig beeinflussen kann, z. B. durch
chemische Veränderung (Methylierung) der DNA-Bausteine.

*** pränatal: vor der Geburt

Fook Lam Moon, Wan Chai, Hong Kong

Wir besuchen das Flagschiff dieser berühmten Kette – und waren nicht angetan – 2. Tag des Jahres, zweites Sternerestaurant

Dieses Jahr hat die Filiale in Kowloon ihren Stern verloren, während das Stammhaus in Wan Chai weiterhin mit dem Stern glänzte. Das passte uns gut, da wir auch in Wan Chai im Indigo – http://gourmet-report.de/blog/hotel-indigo-hong-kong-island-hongkong/ – wohnten.

Wir wurden mittendrin platziert und konnten das Treiben in diesem großen Restaurant gut beobachten. Hier treffen offenbar die Großeltern die jüngere Generation und verteilt rote Umschläge, in denen sich wohl Geld befindet. Meist hat Oma am Tisch das Sagen.

Der Service war rustikal chinesisch. Der Kellner empfahl uns als besondere Spezialitäten Schweinebauch kross (23 Euro) als Vorspeise, als Hauptgericht krosses Hühnchen („Weltberühmt!“ – 27 Euro) und Schweinefleisch süss-sauer (23 Euro). Die letzte Empfehlung fand ich originell. Das ist ja nun Gericht, dass wir in Deutschland auch gut kennen! Die Nr. 33! Neben Rindfleisch mit Zwiebeln einer der Klassiker.
Dazu bestellten wir jeder eine Schale Reis (je 4,20 Euro).
So langsam verstand ich, warum man sich hierhin von den Großeltern einladen lässt.
Die Weinkarte ist mehr als imposant, viele alte und große Gewächse. Wir bestellten aber nichts, da das preiswerteste Glas schon 12 Euro kostete, sehr happig kalkuliert!

Nach einiger Wartezeit kamen alle drei warmen Gerichte zusammen. Das fanden wir schade, weil ja nun alles kalt werden würde.

Wir freuten uns sehr über die kulinarischen Hochgenüsse, die jetzt kommen sollten. Leider waren wir schnell ernüchtert. Ja, der Schweinebauch war lecker, aber nichts besonderes. Eine Sauce wäre vielleicht schön gewesen.
Warum das Hühnchen nun 27 Euro kostet, verstanden wir nicht. Die Haut ist beim Hähnchengrill oft knuspriger, das Fleisch war lecker saftig. Auch hier wäre eine Sosse toll gewesen.
Noch ratloser machte uns das Schweinefleisch süss-sauer. Das war alles tadellos, aber Michelinstern Niveau? Das bekomme ich so auch bei einem guten Chinesen in Berlin-Zehlendorf. Dazu hatten wir eine Schale Reis für 4,20 Euro jeweils. Das Schweinefleisch süss-sauer schmeckte uns am besten!

Auf Haifischflosse und ähnlichem, sehr teuren Getier hatten wir verzichtet. Vielleicht haben wir uns einfach nur langweilige Gerichte empfehlen lassen. Das Preis-Leistung für China ist sehr hoch. Wir zahlten am Ende 86 Euro und verliesen nicht glücklich das Restaurant.

Sehen Sie unsere Bilder auf Facebook:
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Lesen Sie auch unseren Berichte zum Jardin de Jade, einem weiteren Sternerestaurant in Wan Chai:
http://www.gourmet-report.de/artikel/346032/Jardin-de-Jade/

Test: Sekt

Teurer Sekt ist nicht immer der qualitativ beste. Das zeigt eine Untersuchung, die ÖKO-TEST in der aktuellen Dezemberausgabe durchgeführt hat. Von den 18 getesteten Sektmarken, die in traditioneller Flaschengärung hergestellt wurden, konnte die Hälfte nicht überzeugen. Vor allem am Geschmack hatten die Prüfer einiges auszusetzen.

Sekt aus traditioneller Flaschengärung gilt als besonders hochwertig. ÖKO-TEST wollte wissen, wie diese Produkte professionell beurteilt werden, und schickte verschiedene Sekte, Crémants und Cavas in die Labore. Sensorikexperten prüften das Aussehen, den Geruch, den Geschmack und das Mundgefühl. Die Prüfer bemängelten bei einigen Marken einen bitteren Geschmack, andere schmeckten unausgewogen oder hatten einen unangenehmen Beigeruch. Verantwortlich für die Bitternote kann ein zu starker Übergang von Gerbstoffen bei der Herstellung der Grundweine sein, etwa durch Verletzungen der Beerenhäute. Übrigens sagt der Preis wenig über den Geschmack aus. Der teuerste Sekt im Test schaffte nur ein „ausreichend“, während drei der günstigeren Produkte von ÖKO-TEST ein „sehr gut“ bekommen haben.

Sekt, Crémant und Cava zählen zu den Qualitätsschaumweinen, für die bestimmte gesetzliche Vorgaben, etwa für den Zuckergehalt, vorgeschrieben sind. Im Labor stellte sich heraus, dass in dem getesteten Sekt von Henkell etwas mehr Zucker enthalten ist als für die Geschmacksangabe „brut“ erlaubt ist. Es gibt aber auch Positives zu berichten: Alle Marken perlen offensichtlich mit Kohlendioxid aus der Sektgärung. Kohlensäure aus anderen Quellen war nicht nachweisbar.

Das ÖKO-TEST-Magazin Dezember 2014 gibt es seit dem 28. November 2014 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Kundenbefragung: Joghurt-Marken 2014

Joghurt ist gut für die Muskeln, Nerven, Knochen und Zähne. Allein schon aus diesen Gründen sollte er ein fester Bestandteil der Ernährung bis ins hohe Alter sein. Ob zum Frühstück, für den kleinen Hunger zwischendurch oder zum Dessert – Gelegenheiten, einen Joghurt zu essen, gibt es viele. Die Auswahl an verschiedenen Sorten ist groß und bietet für jeden Geschmack etwas. Doch welche Marke wird von den Verbrauchern besonders geschätzt? Wie zufrieden sind die Konsumenten mit dem Geschmack, der Produktqualität und der Angebotsvielfalt der einzelnen Joghurt-Marken? Stimmt darüber hinaus auch das Preis-Leistungs-Verhältnis? Diesen und weiteren Fragen ging das Deutsche Institut für Service-Qualität in einer Kundenbefragung nach.

Das Urteil der Befragten fiel insgesamt gut aus. Vier Joghurt-Marken erhielten sogar das Qualitätsurteil „sehr gut“, elf schnitten mit „gut“ ab.

Am höchsten war die Kundenzufriedenheit mit der Produktqualität der Marken. Mehr als 95 Prozent der Befragten bewerteten diesen Aspekt positiv. Aber auch, wenn man gezielt nach den Einzelaspekten der Produktqualität fragte, waren die Ergebnisse durchgängig sehr gut. Hierzu gehörten die Verträglichkeit, der Geschmack, die Konsistenz und auch die Beurteilung der Qualität und Zusammensetzung der Zutaten.

Als weitere Stärke der Branche stellte sich das Produktsortiment heraus, das von knapp 90 Prozent der Verbraucher positiv bewertet wurde. Mit der Verpackung zeigten sich fast 88 Prozent der Konsumenten eher oder sehr zufrieden. Etwas schwächer, mit 84 Prozent der Befragungsteilnehmer aber immer noch gut, wurde das Preis-Leistungs-Verhältnis der Joghurt-Marken beurteilt. Das Image der Marken bildete noch am ehesten einen Schwachpunkt der Branche. Fast jeder fünfte Kunde sah diesen Aspekt nicht positiv.

Fragte man die Konsumenten nach den genauen Gründen, warum sie sich für die bestimmte Joghurt-Marke entschieden hatten, war für mehr als 54 Prozent der Verbraucher vor allem der gute Geschmack mit ausschlaggebend und weniger zum Beispiel die gute Qualität der Zutaten (rund 13 Prozent).

„Trotz aller positiven Kundenmeinungen, haben sich aber mehr als vier Prozent der Verbraucher schon einmal über ihre Joghurt-Marke geärgert“, so Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität. „Hier nannten rund 45 Prozent, also fast jeder zweite Betroffene, auch den hohen Preis als Grund“, so Möller weiter.

Als beliebteste Joghurt-Marke ging Weihenstephan mit einem sehr guten Gesamturteil aus der Kundenbefragung hervor. Alle Verbraucher waren mit der Produktqualität eher oder sehr zufrieden. Keine andere Marke erzielte ein derart positives Resultat. Durchweg alle Kunden würden wieder Joghurt dieser Marke kaufen. So auch bei Landliebe, die sich mit einem ebenfalls sehr guten Qualitätsurteil auf dem zweiten Rang platzierte. Von der Produktqualität und dem Sortiment hatten die Befragten eine sehr gute Meinung. Der Geschmack erhielt im Markenvergleich sogar die beste Bewertung. Dritter wurde Andechser Natur. Neben der sehr hohen Zufriedenheit mit der Produktqualität war die Bereitschaft der Kunden, den Joghurt auch Freunden und Bekannten zu empfehlen, bei dieser Marke am höchsten. Bei der Bewertung des Images erzielte der Anbieter als einziger ein sehr gutes Urteil. Aus Sicht der Verbraucher wurde die Joghurt-Marke am stärksten als „besonders“, „sympathisch“, „nachhaltig / verantwortungsbewusst“ eingestuft.

In die Online-Befragung flossen insgesamt 1.847 Bewertungen von Kunden ein, die in den letzten sechs Monaten Joghurt gegessen hatten. Im Mittelpunkt der Panel-Befragung standen die Meinungen der Verbraucher zum Preis-Leistungs-Verhältnis, zur Produktqualität, dem Produktsortiment, der Verpackung und dem Image der Joghurt-Marken. Kundenärgernisse und die Weiterempfehlungsbereitschaft flossen ebenfalls in die Gesamtbewertung mit ein. Berücksichtigt wurden alle Joghurt-Marken, zu denen sich jeweils mindestens 80 Kunden geäußert hatten. Dies traf auf 15 Marken zu.

Mailand, Monaco, Cote d'Azur, Genua und Florenz

Teil 1 unter: http://www.gourmet-report.de/artikel/345454/Mailand-Monaco-Cote-d-Azur-Genua-und-Florenz/

Genua
Keiner von uns war je in Genua. Wir dachten an eine hässliche Hafenstadt. Wie sollten wir uns täuschen! Genua ist sicher nicht eine polierte Schönheit, aber der morbide Charme und die Freundlichkeit und Verfressenheit der Einheimischen erinnerte mich an Köln oder Berlin als italienische Variante. Hier hatten wir auch unser einziges Fünf-Sterne Hotel, das Grand Hotel Savoia direkt am Hafen. Und es war das preiswerteste Hotel auf der Reise! Und eines, in dem mal alles funktionierte. Klimaanlage, Waage, TV (sogar mit ZDF neo). Wir hatten das einfachste Zimmer gebucht, für 20 Euro mehr wurden wir inkl. Frühstück auf ein recht schönes Zimmer upgegradet.
Genua ist günstig. Hier kostet der Cappuccino nicht mehr 4 Euro wie im nahen Monaco, sondern nur noch 1,30 Euro bei besserer Qualität! Am ersten Abend aßen wir im Hafen im Eataly, dem Slowfood Supermarkt mit Restaurant, das wir von New York kannten und mochten. Es war okay, aber kein Muss. Es war nicht so bemerkenswert. Das Personal machte einen sehr ungeschulten Eindruck. Niemand sprach halbwegs gut Englisch, was sonst mittlerweile überall der Fall war. Bei gefühlt 80 % Touristen. Schade. Die Essensqualität mochte auch nicht überzeugen. Die Portionen waren so klein, dass wi rnoch eine Pizza am ende uns teilten.

Am nächsten Tag fuhren wir zu einem Factory Outlet Center von MacArthur Glen www.mcarthurglen.com/it/serravalle-designer-outlet/en/ . Die Preise waren eher hoch, nur Moschino hatte gute Deals. Da Madame Moschino mag, war alles gut!
Nächsten Tag aßen wir am Abend im Tralalero, einer Genuesischen Trattoria direkt neben unserem Hotel. Die Preise waren mit Eataly vergleichbar, bei besserer Qualität, bei Service statt Selfservice und Gläsern und Tischdecke statt Pappbechern und Papier. Wir waren satt und glücklich.

Florenz
Es ging weiter nach Florenz. Auch hier war keiner von uns vorher. Wir hatten deswegen fünf Tage gebucht und zwar in den San Firenze Suites in der Innenstadt. Hier hatten wir ein kleines Studio mit Küche am Bett für 180 Euro/Nacht ohne Frühstück. Es ist wirklich so, die Küche ist am Bett. Wir hatten ein sehr schönes Zimmer im 4. Stock mit Blick auf das Museum Bargello (Sehenswert!). Wir waren über Ostern da. Mittwoch bis Montag. Dementsprechend voll war es in Florenz. Das war jetzt nicht gut geplant. Wir besuchten die Uffizien (wir buchten per Internet im Voraus und mussten deswegen nur eine statt drei Stunden auf Einlass warten. Tipp: Immer den „Wärter“ am Eingang fragen, wo man sich anstellen soll, es gibt verschiedene Schlangen, die oft wie eine aussehen. Bei der Ticketabholung z.B. stellten wir uns hinten an, aber wir hätten seitlich gemusst, was 30 Minuten gespart hätte). So richtig Spaß machte es nicht, die Museen zu besuchen, da diese zu voll waren. Auch die Academia war gut besucht. Nur das wirklich schöne Museum Bargello, gleich gegenüber vom Hotel, das uns auch am besten gefiel, war nicht so voll.

Wir waren am ersten Abend bei den vier Löwen, den 4Leonie, einer toskanischen Trattoria, die auch sehr beliebt bei Einheimischen ist. Diesen Tipp fanden wir in der auch sonst sehr hilfreichen App von Marco Polo. Die war ihr Geld wert.
Hinter dem Hotel war ein Restaurant von Frescobaldi, dem Winzer. Hier aßen wir das berühmte T-bone Steak „Bistecca fiorentina“. Da das Restaurant ganz ordentlich war und sehr bequem lag, speisten wir gleich zweimal hier, obwohl es etwas teuer war. Es hatten über Ostern viele zu und wir wollten nicht in eine Touristenfalle geraten.
Eine halbe Stunde von Florenz entfernt ist die „THE MALL“ eine Factory Outlet Mall mit den wichtigsten italienischen Firmen sowie weiteren Designern. Natürlich mussten wir hin. Viele Shops waren trotz halber Preise immer noch recht teuer. Günstig war die Kinderbekleidung bei Stella McCartney. Sehr günstig war diesmal Yves Saint Laurent, wo viele Stücke 80 % reduziert waren. So kam ich zum ersten Smoking meines Lebens, in Wolle für 380 Euro. Meine Frau schlug vor, eine Tasche zu kaufen, Wir würden fast 90.000 Euro sparen. Statt 130.000 Euro kostet diese jetzt nur noch 42.250 Euro. Eine Handtasche. Mit Gold und Brillanten wohl. Ich konnte sie von der Idee abbringen. Sehr gute Preise hatte auch Prada. Gucci hatte einige Schuhe stark reduziert, bei Männern gerade mal zwei Paare in Fehlfarben, der Rest war teuer, wie auch die anderen Geschäfte. Für Koreaner und Chinesen muss es günstig sein, sie kauften als gäbe es kein Morgen mehr. Sie machten bestimmt 80 % der Besucher aus.

Wir dachten, es sei eine gute Idee, in einer toskanischen Trattoria in der Gegend zu essen, war es aber nicht. Das war vielleicht das schlechteste Essen unserer Reise, aber immer noch ausreichend. Es war die Anticha Trattoria del Burchio.

In Florenz waren wir noch im Restaurant Teatro, einer Tripadvisor Empfehlung. Braucht man nicht hin. War befriedigend. Sehr rustikaler Service.

Modena – der kulinarische Höhepunkt
Massimo Botturas Osteria Francescana ist aktuell auf Nummer 3 der 50 weltbesten Restaurants. Von Florenz fuhren wir über die Autobahn nach Modena. Leider ist diese sehr voll, obwohl man sie bezahlen muss. Und viel Staus. Fast sind wir zu spät gekommen, schafften es gerade noch rechtzeitig.
Wir hatten ein großartiges kulinarisches Erlebnis, was die anstrengende Anreise vergessen lies. Das Essen war eine Sensation, der übereifrige aber nicht besonders herzliche Service passte nicht so. Sehen Sie unsere Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152162983978124.1073741885.168996673123&type=3

Es war schade, dass wir keine Zeit für Modena, der Essigstadt hatten. Denn das Städtchen scheint ganz bezaubernd zu sein! Wir mussten nach dem Essen nach Mailand, wo am nächsten morgen Junior vom Flughafen Malpensa abzuholen war. Malpensa liegt weit ausserhalb von Mailand, anders als der City Airport Linate. Da hatte ich vorher nicht aufgepasst!

Mit Junior erlebten wir noch vergnügliche Tage in Mailand, wir besuchten u.a. das Naturkundemuseum (Sehr empfehlenswert!).
Wir aßen sehr leckere Pizza in der Pizzeria del Ticinese am Corso Roma und Eis bei Grom (alles empfehlenswert).

Sehen Sie unsere Fotos, Teil 2: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259132013124.1073741893.168996673123&type=3

Empfehlungen:

Mailand Restaurants:
Steakhouse 66, Navigli (Fumagali), leckere Hamburger & Steaks, preiswert, WLAN
Ristorante Pirandello, Sizilianisches Restaurant, bemerkenswerte Pasta,
Pizzeria del Ticinese, kleine, leckere & günstige Pizzeria an der Puerta Ticinese.
Grom: Gutes Eis – mehrere Filialen, auch in anderen Städten. 2 Sorten für 2,50 Euro.

Monaco:
Train Bleu, im Spielcasino, gut und teuer (ohne Wein 100 Euro zu Zweit)
Cafe Llorca Monaco im Forum Grimaldi – Günstig. Wir zahlten für ein zweigängiges Menü incl. Getränken und 1 x Nachtisch 54 Euro. Reservierung notwendig. Eine sehr gute Marco Polo App Empfehlung.
Edmond’Bar, Cap d’ail, ausserhalb von Monaco. Typisch französisch. WLAN. Charmanter Service. Preiswert. WLAN

Cannes:
L’Antidote Christophe Farra, eher teuer, Reservierung notwendig
Palme d’or, Hotel Martinez, Hyatt, 3 Sterne, sehr teuer, Reservierung empfohlen

Genua:
Tralalero, gute Qualität, preiswert, netter Service, neben dem Grand Hotel Savoia

Florenz
4Leoni, auch von Einheimischen sehr gut besuchte Trattoria mit guter Qualität. Rustikaler aber liebevoller Service. Preiswert. Empfehlung der Marco Polo App. Reservierung empfohlen.
Ristorante die Frescobaldi – lecker, etwas teuer, aber gut gelegen. Reservierung notwendig.
Riva Reno Gelateria mit günstigen und sehr guten Eis (2 Sorten im Hörnchen für 2 Euro)

Hotels (in alle würden wir wieder gehen)
Mailand: Art Hotel Navigli – 125 – 260 Euro DZ www.booking.com/hotel/it/nikken.de.html?aid=341745
Monaco: Port Palace – wir zahlten 245 Euro/Nacht für das DZ mit Hafenblick http://www.booking.com/hotel/mc/port-palace.de.html?aid=341745dcid=1
Cannes: Villa Garbo, liebevoll familiär, nicht super sauber und perfekt aber so nett, 170 Euro, Standard Studio ohne Frühstück (25 Euro p.P.), teurer Parkplatz http://www.booking.com/hotel/fr/villa-garbo.de.html?aid=341745
Grand Hotel Savoia, am Hauptbahnhof, ab 90 Euro/DZ, sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis www.booking.com/hotel/it/grand-savoia.de.html?aid=341745
San Firenze Suites, 180 Euro/Studio, Superlage, hohe Parkplatzkosten, ganz liebenswürdige Hoteliers, die sogar eine Personenwaage meinetwegen anschafften. Klimaanlage ging nicht (angeblich ital. Gesetz, in Genua schien dieses Gesetz unbekannt zu sein) www.booking.com/hotel/it/san-firenze-suites.de.html?aid=341745

Lesen Sie auch Teil 1: www.gourmet-report.de/artikel/345454/Mailand-Monaco-Cote-d-Azur-Genua-und-Florenz/ und die dazugehörenden Fotos finden Sie hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259041563124.1073741891.168996673123&type=3

Mailand, Monaco, Cote d'Azur, Genua und Florenz

Mich rief Italien, meine Frau Monaco und Frankreich. So machten wir einen Kompromiss und besuchten alles. Unser Trip fing in Mailand an. Da wir fast 1/3 de Jahres reisen und selber zahlen, müssen wir natürlich die Kosten im Griff halten.

Mailand

Mailand ist eine teure Hotelstadt. So richtig teuer. Und wir brauchen ein Dreibettzimmer oder besser zwei, weil Junior mitreist. Er wird jedoch später in Mailand weiterreisen, er fliegt alleine zu den Großeltern. Das einzig preislich Akzeptable was ich fand, war das 4-Sterne Art Hotel Navigli im gleichnamigen Stadtteil. Das Hotel selber ist jetzt nicht der Hit, aber wirklich okay. Unser relativ teures 3-Bett Zimmer war ein kleines Zweibettzimmer mit Zustellbett. Das kleine Zimmer war blitzsauber. Leider war das Zimmer zur Strasse hin und das Vorurteil, nur Deutsche machen anständige Fenster, bestätigte sich wieder. Es war laut! Sehr laut.

Das Frühstücksbuffet – im Zimmerpreis enthalten – war sehr gut, bis aufs Brot und Rühreier, beide ausreichend. Aber San Daniele Schinken, Mailänder Salami, ordentliche Mortadella, frische Früchte, gute Croissants, hervorragender Cappuccino und einiges mehr entschädigten. Da die Qualität der Wurstwaren und des Käses gut war, war es wirklich hervorragend.

Die zufällige Wahl des Stadtteils Navigli war auch gut. Sonntag ist ein gigantischer Markt mit Produkten der Gegend genau ausserhalb des Hotels. Sah aus wie von Slowfood. Ein Treffen der Einheimischen. Hatte Berliner Winterfeldmarkt Charakter. Navigli ist eine beliebte Ausgehmeile. Besonders gerne gehen viele in die Kneipen, die zum Getränk ein gratis Buffett anbieten. Dafür ist Navigli berühmt.

Wir besuchten zwei mal das Steakhouse 66, das genau gegenüber dem Hotel liegt. Weil es uns Spaß machte. Meine Frau hatte eine sehr gute Tagliatta, mein Sohn und ich prima Hamburger. Nicht billig, aber preiswert und sehr unkompliziert. WLAN.

Wir besichtigten die üblichen Mailänder Sehenswürdigkeiten wie den riesigen Dom. Auch die Scala besuchten wir. Schwanensee. Sehr schön. Es war schwierig, Tickets online zu bekommen, aber es klappte. Jedoch ausgesprochen mieser Service. Da lobe ich mir die Berliner Bühnen, die auch email beherrschen!

An Restaurants hatten wir jetzt noch das Ristorante Pirandello, ein Sizilianisches Restaurant mit bemerkenswerter Pasta, preiswert. Hat auch teure Gerichte, wir waren aber nicht so hungrig. Dauert länger, freundlicher Service. www.facebook.com/media/set/?set=a.10152134082068124.1073741882.168996673123&type=3

Jetzt wollten wir unser Mietauto Auto abholen, um nach Monaco zu kommen. Wie sich Europcar und AutoEurope verhalten hat und warum wir dann mit Goldcar fahren mussten, lesen Sie später. Diese Story ist zu nervig für einen Reisebericht und will ich Ihnen hier ersparen! Aber der Service mancher Firmen ist unglaublich!

Eigentlich wollte meine Frau zu einer großen Outlet Mall in der Nähe. Da die Autovermieter uns sechs Stunden gestohlen hatten, fehlte jetzt die Zeit dazu. Außerdem hatte ich nun gar keine Lust mehr.

Monaco

Wir hatten einen Opel Meriva. Sicher ein schönes Auto für die Stadt. Aber für die gebirgige Landstraße eine Katastrophe auf vier Rädern, zumindest in der kleinsten Motorausstattung. In Monaco angekommen, waren wir sehr froh, ein Navigationsgerät mitgenommen zu haben. Das geht Zickzack dort. Unser Ziel war das Hotel Port Palace, das wir nicht sofort fanden, weil kein Schild etwas verriet. Der Navi führt uns aber korrekt. Das Port Palace liegt genau im Yachthafen. Sensationell sind die Yachten, die davor liegen. Teilweise fünfstöckige Monster. Das glaubt keiner, der es nicht selber gesehen hat. Ich gab dem Portier beim Einchecken einen guten Tipp, damit wir ein Zimmer im höchsten, im 5. Stock bekamen. Denn im Ersten sieht man nur Bäume. Wir aber guckten auf die Yachten. Das Zimmer ist sehr eigenwillig eingerichtet, groß und leider etwas schmuddelig. Putzen ist nicht die Stärke des Hotels. Das Fenster hatte einen riesigen Sprung! Das irritierte uns. Von dem Erker konnte man runter auf die Straße gucken, die gerade für die Formel1 vorbereitet wurde. Zum Rennen kosten die Zimmer sicher ein Vermögen. Wir zahlten jetzt 245 Euro nur Zimmer/Nacht. Für Monaco ist das eher günstig. Ich würde wieder in das Hotel gehen. Preis/Leistung stimmen und die Location ist erstklassig. Gefrühstückt haben wir preiswerter in der Bäckerei Costa, 10 Minuten vom Hotel zu laufen.
Da es am ersten Abend schon sehr spät war, fanden wir nur in der Oper, die jetzt das berühmte Casino beherbergt, etwas zu essen. Im Train Bleu aßen wir nett und etwas teuer.
Die wichtigen Adressen, Ducasse & Co, hatten alle gemeinsam zu. So sparten wir viel Geld!
Am nächsten Tag fanden wir das Bistro vom 2 Sternechef Llorca, das Preiswert und gut. Sehr empfehlenswert! Direkt neben dem Japanischen Garten im Kongresszentrum, leider nur mittags geöffnet. Das war ein guter Tipp meiner Marco Polo App.
Danach hatten wir ein erstklassiges Konzert der Monaco Symphoniker im Auditorium.

Da wir am nächsten Tag ein Konzert in Cap d’Ail besuchten und dort aber kein Taxi zurück nach Monaco fanden (20-25 Euro! – das eigene Auto nehmen ist besser) aßen wir sehr lecker französisch in Edmond’s Bar: Moules frites, Tartare frites, jeder 1 Glas Wein, 1x Desert für unter 50 Euro. Und es war auch gut. Hier kann man auch hin. Gute Entdeckung. Leckeres Bistro.

Cannes

Nach Monaco ging es durch das hässliche Nizza nach Cannes in die Villa Garbo. Die wollte unser Navigationsgerät partout nicht finden. Wir fanden sie dann aber doch, an einem Platz, an dem wir schon x-mal vorbeigefahren sind. Es ist wirklich mehr eine Villa. Sehr nette Leute dort, manchmal fast schon zu nett. Da ich nach einem Schreibtisch fragte, hatte man uns vom Studio Apartment zu einer richtigen Suite mit eigener Terrasse upgegraded. Auch wenn es nicht ganz sauber war, die Klimaanlage nicht funktionierte und es etwas stickig war und nachts vor dem Haus Bordsteinschwalben anschafften, fühlten wir uns dort recht wohl. Besonders nett: Von 18-20 Uhr gibt es ein Get-together mit Open Bar. In der Lobby trifft man sich zu einem Drink, wird von der Gastgeberin vorgestellt und führt mehr oder weniger interessante Gespräche. Wir zahlten hier 170 Euro/Nacht. Das Frühstück machten wir uns selber, da es eine gut eingerichtete Küche gab. Ein großer Supermarkt ist 150m entfernt.
Die Villa Garbo empfahl uns auch das fast benachbarte Restaurant L’Antidote. Wir hatten das Menü Gourmet für 39 Euro, jeder ein Glas Wein und einen Aperitif, gesamt für 112 Euro. Angemessener Preis.
Am darauffolgenden Abend einer der Höhepunkte: Besuch von Küchenchef Christian Sinicropi im Palm d’or (Goldene Palme) im Hotel Martinez, da jetzt zum Hyatt Konzern gehört. Da ich vor 10 Jahren schon mal dort wohnte und es mir nicht besonders gut, aber sehr teuer in Erinnerung gewesen ist, buchte ich dort das Zimmer nicht. In der Villa Garbo fühlten wir uns wirklich wohl!

Sinicropi ist ein Verrückter. Er ist nicht nur der Küchenchef des Palme d’or – bei dem er bei jedem Service selber am Pass steht, er ist auch der Küchendirektor des gesamten Hotels mit über 60 Köchen. Er entwirft zusammen mit seiner Frau das eigene Geschirr. Der Mann scheint 48 Stunden am Tag zu arbeiten.
Auch entwickelt Sinicropi ein sehr eigenen Stil. Er hat zwar auch noch eine relativ normal gegliederte Karte, das ist sicher dem Hyatt Konzern und seinen konservativen Gästen geschuldet, sein Herz hängt aber an „Produkten“, die er verkauft. 1 Produkt 90 Euro, 2 Produkte 175 Euro und drei Produkte 230 Euro. Die Produkte werden in Movements unterteilt. Jede Produktfamilie hat drei bis vier „Bewegungen“, besser bekannt bisher als Gänge.
Wir entschieden uns jeder für zwei Produkte. Als erstes nahmen wir beide „Austern“, danach nahm Madame Hirsch und ich Sardinen. Und wir verabredeten zu teilen.
Das Essen war ein großartiges Erlebnis und für uns ein Muss, wenn man in der Gegend ist. Sehen Sie unsere Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259066988124.1073741892.168996673123&type=3

Am nächsten Abend aßen wir bescheidener. Einfach etwas Sushi in dem Imbiss gegenüber der Villa Garbo abgeholt und „zuhause“ genossen. 32 Euro. Normaler Preis. Sushi Qualität war angemessen.
Von Cannes machten wir einen Ausflug nach Grasses und Mougins, besuchten das neue Kunstmuseum und guckten uns Cannes selber an. Am Strand tranken wir Kaffee (7 Euro/Tasse) und genossen den Sonnenschein. Die Gegend hat Charme. Aber sie ist auch so teuer. Selbst die Supermärkte sind sehr teuer. Ansonsten ganz prima alles. Cannes kann man besuchen. Schöne Stadt. Gute Küche. Aber alles nicht ganz preiswert!

Die Fotos zum Bericht wie immer auf Facebook: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259041563124.1073741891.168996673123&type=3

Lesen Sie Teil 2 der Reise, hier finden Sie auch alle ServiceAdressen:
www.gourmet-report.de/artikel/345455/Mailand-Monaco-Cote-d-Azur-Genua-und-Florenz.html

Selen und Vitamin E

Nahrungsergänzung nur bei Mangelzuständen

Männer sollten Nahrungsergänzungsmittel mit Selen und Vitamin E nur auf ärztlichen Rat einnehmen. Und zwar auch nur dann, wenn sie nachweislich einen Mangel haben. Denn eine Überversorgung kann das Risiko für Prostatakrebs erhöhen, lassen die Resultate einer US-amerikanischen Studie vermuten. In die Untersuchung gingen die Daten von mehr als 5.300 Männern über 50 Jahren ein, von denen 1.739 Männer Prostatakrebs, davon 489 ein Hochrisiko-Karzinom, entwickelt hatten. Während des Untersuchungszeitraums erhielten sie eine tägliche Nahrungsergänzung von 200 Mikrogramm Selen oder 400 Internationale Einheiten Vitamin E, beide Präparate oder ein Placebo.

Eine Nahrungsergänzung mit Selen und Vitamin E schützte nicht vor einem Prostatakarzinom, wie zuvor vermutet worden war. Da die Behandlung keinen Nutzen zeigte, wurde die Studie drei Jahre vor geplantem Ende abgebrochen. Männer mit hohen Selenspiegeln, die zusätzlich große Mengen des Spurenelements einnahmen, hatten sogar ein um 91 Prozent höheres Risiko für ein hochgradiges Prostatakarzinom als Teilnehmer mit niedrigen Spiegeln. Männer mit einem niedrigen Selenspiegel hatten ein um 111 Prozent höheres Risiko für hochgradige und ein um 46 Prozent höheres Risiko für weniger aggressive Prostatakarzinome, wenn sie Vitamin E- Präparate schluckten. Weitere Studien sollen zeigen, welche biologischen Mechanismen zu diesem höheren Krebsrisiko führen. Es wird vermutet, dass sowohl hohe als auch niedrige Selenkonzentrationen die Erbsubstanz in den Zellen des Prostatagewebes schädigen.

Vitamin E ist ein Zellschutzvitamin und kommt gehäuft in pflanzlichen Ölen vor. Selen ist unter anderem am Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone beteiligt und in Fisch, Meeresfrüchten, Milch und Gemüse enthalten. Generell wird der Körper durch eine ausgewogene Ernährung ausreichend mit Vitamin E und Selen versorgt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Männer ab 50 Jahren eine Zufuhr von 30 bis 70 Mikrogramm Selen und 13 mg-Äquivalent Vitamin E (Tocopherol) pro Tag.
Heike Kreutz, www.aid.de

CHEFS NextGeneration

Offizielles Statement zur „Next Generation 2014“ in Berlin

Im Folgenden das Statement im Namen der ganzen „Chefs Next Generation“ Teilnehmer und deren Begleiter.

Sämtliche Aussagen sind Erlebnisse des gestrigen Tages und können von rund 25 Personen bezeugt und bekräftigt werden.

Leider musste das geplante Event am gestrigen Montag kurzfristig abgesagt werden. Bereits am Sonntag hatten sich mehrere Probleme offenbart, die dann im Verlaufe des Dienstags nicht mehr zu halten waren.

Wir sehen uns gezwungen hier ein deutliches Statement in den Raum zu stellen, da scheinbar viele Unwahrheiten – teilweise auch gezielt – gegen uns eingesetzt wurden und wir dies geschlossen so nicht hinnehmen möchten.

Die offizielle Meldung, warum das Event abgesagt wurde lautete, dass es zu Unstimmigkeiten mit dem Veranstalter und der Location gekommen sei. Dies ist definitiv nicht korrekt. Die Anzahlung, welche seitens der Veranstalter gefordert wurde, wurde seitens HighendFood trotz mehrmaliger Aufforderung nicht geleistet. Zudem hat sich HighendFood nach Rücksprache mit den Verantwortlichen vor Ort nicht an Absprachen und Regeln gehalten. An dieser Stelle möchten wir das Umspannwerk sowie Küchenchef Matthias Gleiß von einer Schuld befreien.

Weiterhin konnten wir in Erfahrung bringen, dass einige Sponsorengelder veruntreut wurden. So unter anderem auch das von den teilnehmender Köchen der „Chefs Next Generation 2013“. Sämtliche Teilnehmer haben die anfallenden Kosten bei HighendFood beglichen. Leider mussten wir feststellen, dass diese Gelder niemals an den eigentlichen Empfänger geflossen sind.

Ab dem Zeitpunkt der Bekanntgabe der Eventabsage wurden die Organisatoren von HighendFood nicht mehr gesehen. Sowohl Max V., als auch Isa E. hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits abgesetzt. Alle teilnehmenden Köche mussten ab diesem Zeitpunkt sämtliche organisatorischen Maßnahmen selber treffen. Zugesagte Kostenübernahmen wurden storniert. So mussten auch sämtliche Teilnehmer, Begleiter und Andere die Übernachtungskosten selbst in die Hand nehmen. ´

Wir – die Teilnehmer und Begleiter der „Chefs Next Generation“ – möchten uns ganz klar von der Gruppe HighendFood und deren kriminellen Machenschaften distanzieren.

Das Projekt einer gemeinsamen Interessensfindung ist mit diesen Erlebnissen nicht gestorben, sondern wird als eigenständige und interne Veranstaltung weiterleben. Gäste und deren Zufriedenheit müssen im Vordergrund stehen. Probleme müssen branchenübergreifend gelöst werden und dazu sollte unsere Energie und unsere Motivation genutzt werden.

Um diese kriminelle Machenschaften zu durchbrechen, sollte sich jeder Küchenchef oder Gastronom sehr gut überlegen, wen er in Zukunft in sein Restaurant lässt. Auch hier häuften sich mehrfache Berichte über Sterneköche, die bis heute auf den Ausgleich einer Rechnung von HighendFood warten.

Nicht zu vergessen die Kosten und den Schaden jedes einzelnen Teilnehmers, die insgesamt weit in den fünfstelligen Bereich gehen.

Nun hat jeder selbst in der Hand, in wie weit er zwei Kriminellen Glauben schenken möchte.

An dieser Stelle nochmals ein ganzes großes und herzliches Dankeschön an Markus Semmler, der uns an diesem schweren Tag in sein Restaurant aufgenommen hat und mit dem wir dennoch eine schöne Zeit in Berlin hatten. https://www.facebook.com/pages/Markus-Semmler-Das-Restaurant/241019935956076

Auch herzlichen Dank an die gesamte Crew. So ein Tag schweißt zusammen.

Danke an euch.

Benjamin Maerz
Im Namen der „Chefs Next Generation“

Gourmet Welten haben eine Stellungnahme der Vermieter gebracht:
http://www.nikos-weinwelten.de/beitrag/skandal_um_chefs_next_generation/

Trotz Bemühens ist es uns bisher noch nicht geglückt, eine Stellungnahme der Veranstalter zu bekommen. Niemand wird eine Veranstaltung initiieren, wenn er weiß, er wird danach alles verlieren. Also irgendetwas muss gehörig schief gelaufen sein. Uns ist bekannt, dass dem Initiator mehrere Sponsoren kurz vorher abgesprungen sind. Gegenüber Gourmet Report meinte Vanderveer vor der Veranstaltung, er rechne mit einem kleinem Minus, da die Kartenverkäufe wohl besser als erwartet waren. Er könne das Minus aber stemmen.

Mittlerweile erreichte uns eine Stellungnahme HighEndFoods: www.gourmet-report.de/artikel/345361/CHEFS-NextGeneration-2014-in-Berlin/

Osteria Francescana ***, Modena, Italien

Zu Besuch bei Massimo Bottura – derzeit Platz 3 der 50best Restaurants of the World

Nach einem 5tägigen Ausflug nach Florenz sind wir nach Modena in die Osteria Franescana gefahren. Eine wahre Erholung nach dem überlaufenden Florenz, das komplett ausgebucht war und von Tagestouristen überschwemmt wurde. Kulinarisch hatten wir dort leider auch nur Mittelmässiges.

Nach 2,5 Stunden auf der Autobahn, geplagt von Staus, erreichten wir die ruhige und beschauliche Innenstadt von Modena, in der die alte Küche der Franziskaner ist. Die Buchung einem Monat vorher funktionierte via der Webseite recht einfach: www.osteriafrancescana.it .

Erstaunt waren wir, wie klein die Osteria ist. Gerade mal 5 Tische gibt es. Es waren insgesamt 15 Gäste an den Tischen, bei 32 Mann im Service und der Küche. Der Service war perfekt und immer zu Stelle.
Die Küche war – wie zu erwarten – phänomenal. Bottura ist nicht nur Koch, er ist auch Visionär und Träumer. Teilweise arbeitet er ein Jahr, bis es eine neue Creation auf die Karte schafft. Es ist nicht nur ein Gericht, es ist auch immer eine Geschichte, die hinter dem Gericht steckt. Der Ducasse und Adria Schüler, ein Autodidakt der Jura studierte, erzählt Geschichten. Geschichten, die dem Gast nicht nur kulinarisch Freude machen, sondern ihn auch inspirieren.

Bottura selber ist kommunikativ und Easy-Going. Sehr sympathischer Mann, der Bodenhaftung ausstrahlt. Ein Mann mit Visionen, der etwas schaffen will und das auch schafft.
Wir hatten Botturas Klassik Menü – 9 Gänge für 165 Euro. Weinbegleitung, auf die wir verzichteten – wie sollen wir uns sonst aufs Essen konzentrieren? – kostet 95 Euro extra.

Gucken Sie sich unsere Fotos auf FACEBOOK an (wir freuen uns über Ihr LIKE 😉 . Die Osteria ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152162983978124.1073741885.168996673123&type=3

Etwas Alkohol verhindert Herzanfall

Neue Langzeitstudien-Daten zu Alkoholkonsum und Sterblichkeitsrisiko

Wie eine große europäische Langzeitstudie (EPIC*)
mit mehr als 380.000 Studienteilnehmern zeigt, haben Frauen und Männer,
die lebenslang im Durchschnitt nicht mehr als ein Glas bzw. zwei Gläser
Alkohol pro Tag trinken, im Vergleich zu Viel- oder Wenigtrinkern** ein
vermindertes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Dies
gilt allerdings nur für die Teilnehmer, die zu Beginn der Studie keine
Vorerkrankungen aufwiesen. Das Forscherteam unter Führung von Manuela
Bergmann und Heiner Boeing vom Deutschen Institut für
Ernährungsforschung publizierte seine Ergebnisse nun in der
Fachzeitschrift International Journal of Epidemiology (Bergmann et al.,
2013; DOI: 10.1093/ije/dyt154).

Viele Studien zeigen, dass der Konsum von Alkohol mit einem höheren
Risiko verbunden ist, an bestimmten Krankheiten zu sterben. Hierzu
zählen einige Krebsarten, Erkrankungen, die im Zusammenhang mit einer
Alkoholabhängigkeit auftreten, Krankheiten des Verdauungstraktes,
Unfälle oder Gewalteinwirkungen. Die Untersuchungen lassen aber auch
annehmen, dass Menschen, die öfter Alkohol trinken, seltener an einer
Herz-Kreislauf-Erkrankung versterben. Allerdings haben nur wenige dieser
Studien die Langzeittrinkgewohnheiten der Studienteilnehmer
berücksichtigt.

Um zur Klärung der Datenlage beizutragen, haben die an der neuen
Untersuchung beteiligten Wissenschaftler Informationen zum
Trinkverhalten von Studienteilnehmern im Alter von 20, 30, 40 und 50
Jahren in die Auswertung einbezogen.

Nach den Studiendaten hatten Teilnehmer, die seit ihrem 20. Lebensjahr
durchschnittlich nicht mehr als die maximal empfohlene Menge Alkohol pro
Tag*** konsumierten, ein um ca. 9-14 Prozent vermindertes Sterberisiko.
Dieses machte sich besonders bei den Herz-Kreislauf-Todesursachen
bemerkbar und galt nur für Teilnehmer, die bei Studieneintritt nicht an
Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs erkrankt waren und zuvor nie einen
Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hatten. Wie die Studie zudem
erstmalig zeigt, hatten ehemalige Vieltrinker, die zu Beginn der Studie
nur noch ein bzw. zwei Gläser Alkohol pro Tag konsumierten, dennoch ein
deutlich erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu Personen, die lebenslang
nicht über diese Trinkmenge kamen. So erhöhte sich z. B. ihr Risiko, an
bestimmten alkoholbedingten Todesursachen zu sterben, um das 7-fache.
Ihr Risiko, an einer koronaren Herzerkrankung, Krebs oder einer anderen
Erkrankung zu sterben, war 1,2- bis 1,8-fach erhöht.

„Auch wir konnten in unserer Studie beobachten, dass Menschen, die
lebenslang nur moderate Mengen Alkohol zu sich nehmen, generell ein
vermindertes Sterberisiko haben, was besonders deutlich bei den
Herz-Kreislauf-Todesursachen zu sehen ist. Da wir diesen günstigen
Zusammenhang aber nur bei Menschen beobachteten, die zu Beginn der
Studie gesund waren und auch in ihrer Vergangenheit nie zu den
Vieltrinkern zählten, gehen wir eher von keinem kausalen Zusammenhang
aus“, sagt Manuela Bergmann. „Vielmehr bestärken unsere Ergebnisse die
Vermutung, dass gesunde Menschen Alkohol in moderaten Mengen ohne
größere nachteilige Folgen für ihre Gesundheit verkraften, der
Alkohol aber nicht die Ursache für ihre Gesundheit ist“, ergänzt
Heiner Boeing.

Link zur Studie:
http://ije.oxfordjournals.org/content/42/6/1772.full.pdf

Hintergrundinformationen:
*EPIC: European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition.
Die EPIC-Studie ist eine prospektive Studie, die Zusammenhänge zwischen
Ernährung, Krebs und anderen chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes
untersucht. An der EPIC-Studie sind 23 administrative Zentren in zehn
europäischen Ländern mit insgesamt 519.000 Studienteilnehmern im
Erwachsenenalter beteiligt. Die Potsdamer EPIC-Studie ist mit mehr als
27.000 Teilnehmern ein Teil der EPIC-Studie.

**Wenigtrinker: Männer bzw. Frauen, die weniger als 2 g bzw. 1 g
Alkohol pro Tag konsumieren (das entspricht im Durchschnitt weniger als
ein Glas eines alkoholischen Getränks für Männer und weniger als ein
halbes Glas für Frauen pro Woche).

Vieltrinker: Männer bzw. Frauen, die mehr als 60 g bzw. 30 g Alkohol
pro Tag konsumieren (das entspricht im Durchschnitt fünf bzw.
zweieinhalb Gläser eines alkoholischen Getränks pro Tag). Die
Wissenschaftler sind davon ausgegangen, dass im europäischen
Durchschnitt ein Glas eines alkoholischen Getränks 12 g Alkohol enthält.

***Die American Heart Association, der World Cancer Research Fund sowie
das National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism hält zurzeit für
gesunde Frauen bzw. gesunde Männer den Konsum von nicht mehr als 12 bzw.
24 g Alkohol pro Tag für akzeptabel. Diese Angabe zu Obergrenzen sollte
nicht als Empfehlung verstanden werden, jeden Tag Alkohol zu trinken.

Die Wissenschaftler werteten die Daten von 111.953 europäischen Männern
und 268.442 Frauen aus den acht EPIC-Ländern aus, die Informationen zu
lebenslangem Alkoholkonsum gesammelt hatten.
Von den 111.953 Männern hatten 98 Prozent während ihres Lebens
zumindest über einige Zeit Alkohol konsumiert, wobei 96 Prozent zum
Zeitpunkt des Studieneintritts Alkoholkonsumenten waren. 3 Prozent der
Männer zählten zu den Wenigtrinkern, 39 Prozent konsumierten
dauerhaft weniger als 24 g Alkohol pro Tag, 38 Prozent konsumierten
lebenslang zwischen 2 und 60 g Alkohol pro Tag, ca. 20 Prozent waren
Vieltrinker oder hatten zumindest während einer Lebensphase mehr als 60
g Alkohol pro Tag konsumiert. Männer, die lebenslang nur wenig oder nur
in einem moderatem Maße Alkohol konsumierten, hatten eher einen höheren
Bildungsstand als Vieltrinker oder ehemalige Vieltrinker. Vieltrinker
waren häufig jünger, rauchten, aßen mehr Fleisch und hatten häufiger
Übergewicht.

Zu Studienbeginn waren ca.15 Prozent der Frauen Abstinenzlerinnen,
wobei von diesen 68 Prozent noch nie in ihrem Leben Alkohol getrunken
hatten. Von den 227.705 Alkoholkonsumentinnen zählten 15 Prozent zu den
Wenigtrinkern, 44 Prozent konsumierten dauerhaft weniger als 12 g
Alkohol pro Tag, 29 Prozent konsumierten 1 bis 30 g Alkohol pro Tag, ca.
12 Prozent gehörten zu den Vieltrinkern oder hatten zumindest während
einer Lebensphase mehr als 30 g Alkohol pro Tag konsumiert. Im Gegensatz
zu den männlichen Vieltrinkern hatten Frauen, die übermäßig viel
tranken, eher einen höheren Bildungsstand. Ähnlich wie die männlichen
Vieltrinker waren sie in der Regel jünger und rauchten mehr, zudem aßen
sie weniger Obst und Gemüse und hatten seltener Kinder geboren.