Jeder fünfte US-Bürger pinkelt im Swimming-Pool

Fast jeder zweite legt unhygienisches Verhalten an den Tag

Nicht gerade sauber
kommen die US-Bürger in einer vom Water Quality & Health Council
http://www.waterandhealth.org durchgeführten Studie weg: Demnach gibt
jeder Fünfte zu, in öffentlichen Schwimmbädern ins Wasser zu pinkeln. 35
Prozent duschen sich vor dem Gang ins Becken nicht. Die Studie kam auch
zum Schluss, dass sich ein Großteil der US-Bürger nicht bewusst darüber
ist, dass die Benutzung öffentlicher Bäder zu ernsten Erkrankungen
führen kann, wenn man mit dem kontaminierten Wasser in Berührung kommt,
berichtet das Online-Portal LiveScience http://www.livescience.com .

47 Prozent der Befragten setzen Handlungen, die zu Verunreinigungen von
öffentlichen Schwimmbecken führen. „Schwimmen macht Spaß und ist sehr
gesund. Das gilt für alle Altersgruppen, solange das Wasser in den Pools
mit Chlor zur Vernichtung von Krankheitserregern versetzt ist“, so die
Epidemiologin Michele Hlavsa, die in der Abteilung für parisitäre
Erkrankungen am Center for Disease Control and Prevention CDC tätig ist.

„Jeder Benutzer eines Schwimmbeckens spielt eine entscheidende Rolle
dabei, das Pool sauber und gesund zu halten. Unhygienisches Verhalten
bringt Keime ins Becken und das erschwert die Arbeit des Chlors.“

Die Befragung, die zwischen 30. April und 3. Mai an mehr als 1.000
Bürgern in den USA durchgeführt wurde, sollte einen repräsentativen
Querschnitt der Bevölkerung liefern. Die Fehlerquote liege bei
plus/minus drei Prozent. Das Water Quality & Health Council warnt indes
vor den Folgen von verunreinigten Schwimmbädern. Zwischen 2005 und 2006
wurden 78 Krankheitsfälle, die auf den Zustand des Wassers in
Freizeitbädern zurückzuführen sind, in 31 Staaten gezählt. Zu den
typischen Symptomen gehören Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Atemprobleme
sowie Ohren- und Hautentzündungen. Mehr als 4.500 Menschen waren davon
betroffen.

Ein Land, das sehr großen Wert auf saubere Swimmingpools legt, ist
Island: In Reykjaviks 16 öffentlichen Freibädern – den so genannten
Thermal Pools – die sich bei allen Isländern größter Beliebtheit
erfreuen, wird schon im Eingangsbereich daraufhin gewiesen, dass vor dem
Betreten der Becken nackt mit Seife geduscht werden muss. „Da die
Hygienestandards in Island sehr hoch sind und wesentlich weniger Chlor
als in anderen Ländern verwendet wird, legt man auf Sauberkeit großen
Wert“, so Dora Magnusdottir, Marketing-Managerin von Visit Reykjavik
http://www.visitreykjavik.is . „Jeder Besucher
erhält im Eingangsbereich eines Freibades eine Broschüre, in der die
Verhaltensregeln in mehreren Sprachen abgedruckt sind“, so Magnusdottir.
„Reykjaviks Thermalbecken sind täglich von den frühen Morgenstunden bis
in die Nacht geöffnet und zählen das ganze Jahr über zu den
touristischen Highlights eines Island-Besuchs.“ Wolfgang Weitlaner

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