Nordseekrabben

Einmal Marokko und zurück

Nordseekrabben werden traditionell mit kleinen Kuttern gefangen. Doch bis sie auf den Tellern deutscher Feinschmecker
landen, haben sie eine lange Reise hinter sich. Denn geschält werden die Tiere von Arbeiterinnen in Tanger.

Silbrig glitzert die Morgensonne auf der Nordsee, als am Horizont die ersten Masten auftauchen. Wenig später tuckern die Kutter in den Büsumer Hafen. An Bord stehen Männer mit müden, unrasierten Gesichtern. Die meisten haben die ganze Nacht gefischt, einige waren sogar über 70 Stunden auf See.

Auch die „Doggerbank“ von Rolf Hamann läuft ein. Nachdem der Fischer sein 19 Meter langes Schiff vertäut hat, hievt er die erste Kiste Krabben mit einer Winde aus dem Lagerraum. „Krabbenfischerei ist ein harter Job“, sagt er und nickt bedächtig. Um die kleinen Tiere zu fangen, fährt der 52-Jährige mit seinem Helfer Harald Flindt manchmal hoch bis zum dänischen Esbjerg. Dann sind sie viele Tage bei Wind und Wetter auf See, müssen den Fang aus den Netzen holen, den Beifang aussortieren, die Krabben kochen und im Kühlraum verstauen. Mit seinen kräftigen Händen greift Hamann in die bunte Masse und sammelt einige letzte Krebsscheren heraus.

Eigentlich sind Krabben gräulich-durchsichtig. Sie werden jedoch direkt nach dem Fangen an Bord in großen Kesseln mit Seewasser gekocht. Das macht sie haltbarer, verleiht ihnen einen besonderen Geschmack und lässt das Meeresgetier in vielen Schattierungen leuchten – von Hellrosa über Rotbraun bis Schwarz.

Lesen Sie weiter im Natur & Kosmos:
http://www.natur.de/sixcms/detail.php?id=173498

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