Syrco Bakker im Hangar 7, Salzburg

Sonnige Terrasse, lässiges Essen, sexy Cocktails und funky Beats: Was verdächtig nach Ibiza klingt, liegt tatsächlich
in Cadzand-Bad an der niederländischen Nordsee. Im Restaurant Pure C zelebriert Küchenchef Syrco
Bakker eine wunderbar leichte und unkomplizierte Küche, die sich perfekt der Location anpasst.

„Für mich ist das hier die Zukunft der gehobenen Küche, wo Qualität am Teller mit einer relaxten Atmosphäre
einhergeht“, sagt niemand geringerer als der niederländische Top-Koch Sergio Herman. Und der muss es wissen,
denn schließlich ist er der Besitzer des Pure C und hat sich das Konzept dieses Restaurants ausgedacht, in dem von
der Komposition der Speisen bis zur Kleidung des Personals die Leichtigkeit des Seins zelebriert wird.
Dass Herman mit Syrco Bakker einen absoluten Jungspund als Küchenchef für das Pure C auserwählte, sorgte im
Jahr 2011 für einige Verwunderung in der Szene. Doch Bakker zahlte das ihm entgegengebrachte Vertrauen eindrucksvoll
zurück. Nicht einmal eineinhalb Jahre nach der Eröffnung hatte er bereits einen Michelin-Stern erkocht
und aktuell hält das Pure C im Gault Millau bei 17 Punkten.

Auszeichnungen, die nicht hoch genug einzuschätzen sind – vor allem vor dem Hintergrund, dass das Konzept
gänzlich abweicht von dem, was man aus der von Gourmets überaus geschätzten Provinz Zeeland und dem nahen
belgischen Flandern bis dahin gekannt hatte.
Seinen Weg zu den Sternen verfolgte Syrco Bakker aber bereits als Teenager mit außergewöhnlicher Ambition. So
suchte er sich stets gezielt hochdekorierte Häuser, um dort Praktika zu absolvieren. Er arbeitete unter anderem im
L’Arnsbourg von Jean-Georges Klein in Lothringen und in Jonnie Boers Restaurant De Librije in Zwolle. Im Jahr
2007 nahm Bakker an der niederländischen Meisterschaft für junge Köche teil, bei der er prompt den ersten Preis
gewann.

Danach schloss sich Syrco Bakker dem niederländischen Koch-Star Sergio Herman an. In der Küche des Drei-
Sterne-Restaurants Oud Sluis durchlief Bakker alle Abteilungen und begeisterte den Küchenchef dabei mit seiner
Passion und dem untrüglichen Gespür für den Geschmack saisonaler und regionaler Produkte, und er zeigte
gleichzeitig, dass er auch mit erst Mitte zwanzig das Zeug hatte, sein Konzept einer relaxten Hochküche am
Nordseestrand zum Erfolg zu führen.
Im Pure C überzeugt Bakker mit zwischen Verspieltheit und Komplexität balancierenden Gerichten, die in ihrer
locker-leichten Ästhetik die Atmosphäre und Umgebung des Lokals unterstreichen. Dazu verwendet er vorwiegend
Fische und Meeresfrüchte, die seine Lieferanten direkt vor der Haustür des Lokals aus der Nordsee fischen,
sowie viel Gemüse und Kräuter aus der Region. Diese Produkte kombiniert er mit Geschmäckern aus aller Welt,
bevorzugt aber aus Indonesien. Kein zufälliges Faible von Bakker, dessen Mutter aus Indonesien stammt. Dank ihr
lernte er schon während seiner Kindheit den authentischen Geschmack und die einzigartigen Aromen der indonesischen
Küche zu schätzen und zu lieben.

Ein Abend im Pure C ist vergleichbar mit einer Nordsee-Welle, auf der man durch das mehrgängige Menü des
Küchenchefs gleitet. Aufgebauscht durch eine Kombination von Algen und Austern aus Zeeland, die mit knackigem
Rucola und Sanddorn serviert wird, schaukelt sich die Welle mit fein gewürztem Schellfisch, Zeeland-
Muscheln, exotischem Bulgur und Poudre d’Or hoch und entfaltet mit dem Hauptgang – einer mit Knoblauch aromatisierten
Schulter vom Holstein-Rind mit regionalem Gemüse, Sesam-Vinaigrette und Thai-Sauce béarnaise –
ihre volle Wirkung, ehe sie mit dem von Syrco Bakker selbst kreierten „Hierbas de las Dunas“, einem salzig-süßen
Digestif, der aus 18 unterschiedlichen und ausschließlich frischen Kräutern, Pflanzen und Blüten aus den Dünen
von Cadzand-Bad destilliert wird, einen sanften Ausklang findet.
Wer das Pure C-Feeling auch hierzulande erleben will, holt sich das „Pure C Cookbook“ mit Rezepten von Syrco
Bakker und Sergio Herman, mit vielen Fotos des Restaurants und der Umgebung sowie – das darf nicht fehlen –
einer CD mit eleganter Elektro-Musik.
Oder er kommt im September 2016 nach Salzburg, wo Syrco Bakker einen
Monat lang als Gastkoch des Restaurant Ikarus die absolute Leichtigkeit des Seins in den Hangar-7 bringt.

www.hangar-7.com

Fast nur Billigmilch im Kaffee

Verbraucherzentrale Hamburg macht Marktcheck in Bäckereien, Kaffeebars und Cafés

In Bäckereien, Kaffeebars und Cafés wird größtenteils billige Milch eingesetzt, obwohl der Durchschnittspreis für einen Milchkaffee mit 2,80 Euro pro Tasse sehr hoch ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Hamburg, die in einem Marktcheck das Angebot bei insgesamt 23 Kaffeeanbietern überprüft hat.

In 19 Verkaufsstätten stand demnach konventionelle H-Milch in der Kaffee-Ecke. Die Produkte im Marktcheck stammten vor allem von Frischli (40 %), Muh (16 %), Arla Foodservice (8 %) und Milbona (4 %). Die billige Milch verwenden sowohl Bäckereien wie Dat Backhus oder Kamps als auch Kaffeebars wie Starbucks, World Coffee oder Balzac Coffee für die Zubereitung ihrer Kaffeegetränke. „Das ist kein gutes Signal mit Blick auf die aktuelle Milchkrise“, meint Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Viele Kaffeeanbieter unterstützten mit ihrem Einkaufsverhalten die Preisspirale nach unten.

Trotz der hohen Preise für Milchkaffee wurden in nur vier Verkaufsstätten Kaffeegetränke mit Biomilch angeboten und zwar bei Cuccis, im Mutterland, in der Bar Katze und bei den Bio-Höfeladen Sülldorf. „Dabei macht Biomilch den Kaffee gar nicht so viel teurer. Höchstens 10 Cent pro Portion Milchkaffee müssen die Kaffeeanbieter mehr einkalkulieren. Billigmilch kostet sie rund 5 Cent pro Tasse, Biomilch hingegen 15 Cent“, rechnet Schwartau vor. Einen Zusammenhang zwischen der verwendeten Milch und dem Preis für das Kaffeegetränk konnten die Verbraucherschützer im Rahmen ihres Marktchecks nicht feststellen. Der Milchkaffee mit konventioneller Milch kostete ungefähr genauso viel wie der Milchkaffee mit Biomilch.

„Viele Kaffeetrinker wünschen sich angesichts der hohen Preise für Kaffeegetränke, dass die Gastronomie Biomilch für deren Zubereitung einsetzt und Verantwortung für eine nachhaltige Landwirtschaft und mehr Tierwohl übernimmt“, so Schwartau. Denn Biobauern müssten strengere Auflagen erfüllen und bekämen einen festen und fairen Preis für ihre Milch.

Eine ausführliche Auswertung des Marktchecks mit Fotos und Bewertungen zu den einzelnen Verkaufsstätten ist veröffentlicht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de

Linsen: Warenkunde

Die kleinste aller Hülsenfrüchte ist so etwas wie das
Aschenputtel unter ihren Verwandten, den Bohnen, Erbsen und Lupinen
dieser Welt. Sie kommt meist in einem unauffälligen Braun daher,
gedeiht am besten auf kargen, trockenen Böden und wächst trotz ihrer
bescheidenen Größe von maximal 50 Zentimetern selten wirklich
aufrecht. Bei Regen und Wind geht sie schnell zu Boden. Deshalb gönnt
man ihr beim Anbau auch meist eine stützende Kultur wie Hafer oder
Gerste, an der sich die Linsenpflanze mit den Ranken am Ende ihrer
feingegliederten Fiederblättchen festhalten kann.

Leider setzt sich die Bescheidenheit der Linse auch bei den Erträgen
fort. Mit mehr als 200 bis 1.000 Kilogramm pro Hektar kann man beim
Anbau nicht rechnen, wohl aber mit sehr großen jährlichen
Ertragsschwankungen. Deshalb sieht man die zarten Linsenpflanzen auf
deutschen Äckern auch nur höchst selten.

Doch wie im Märchen ist die bescheiden auftretende Linse eigentlich
ein echter Star unter den Leguminosen. Denn ihren wahren Wert hat der
Mensch schon vor über 9.000 Jahren erkannt. Im heutigen Griechenland
wurde sie zu dieser Zeit bereits gezielt angebaut, was sie zu einer
der ältesten Kulturpflanzen überhaupt macht. Und von wegen
unauffälliges Braun, die Linse kann auch ganz anders. Es gibt sie in
strahlendem rot, gelb oder grün, die schwarze Belugalinse sieht sogar
edelstem Kaviar zum Verwechseln ähnlich. Allein in Indien, wo die
Linse bereits seit Jahrtausenden hoch im Kurs steht, kann man aus
über 50 verschiedenen Sorten auswählen.

Auch die inneren Werte des vermeintlichen Aschenputtels überzeugen.
Mit einem Eiweißgehalt von bis zu 30 Prozent ist sie nach der
Sojabohne der beste Proteinlieferant unter den Hülsenfrüchten. Zudem
ist sie nahezu fettfrei und enthält stattdessen viele Ballaststoffe,
die in Verbindung mit den ebenfalls reichlich enthaltenen
Kohlenhydraten für eine angenehme, langanhaltende Sättigung sorgen.
Glaubt man kanadischen Studien, ist eine Linsenmahlzeit deshalb vor
sportlichen Wettkämpfen sogar besser für die Ausdauerleistung als
die üblicherweise empfohlenen Nudeln oder Kartoffeln.

Bleibt die Frage, ob man die Linse besser geschält oder ungeschält
genießt. Denn wie so oft stecken in der Schale die meisten
Nährstoffe und vor allem der Geschmack, weshalb die kleineren Sorten
mit hohem Schalenanteil oft aromatischer schmecken. Auf der anderen
Seite sind geschälte Linsen leichter verdaulich. Das macht sie für
Menschen mit empfindlicher Verdauung attraktiv.

Noch schwerer zu beantworten ist aber die Frage, wie man die Linse
genießen möchte: auf schwäbische Art mit Spätzle, scharf als
indisches Dal oder türkisch pikant als Linsensuppe. Märchenhafte
Geschmackserlebnisse sind auf jeden Fall nicht ausgeschlossen.
Jürgen Beckhoff, www.aid.de/

airberlin hat die herzlichsten Flugbegleiter

Fly and smile

airberlin hat auch im Jahr 2015 wieder Spitzenwerte bei der Freundlichkeit ihrer Crews erzielt. In den regelmäßigen Gästeumfragen bewerteten im Durchschnitt 90 Prozent der befragten Passagiere die airberlin Crews als freundlich. Besonders hoch waren die Umfrageergebnisse mit 95 Prozent in der airberlin Business Class. Dort kümmern sich ein Kabinenchef und zwei Flugbegleiter um das Wohl und den individuellen Komfort von maximal 19 Gästen. Bereits in der Ausbildung der Flugbegleiter spielt das Thema Freundlichkeit bei airberlin eine wichtige Rolle.

Faten Suleiman, seit neun Jahren Trainerin für die Kabinencrews bei airberlin, sagt: „Der herzliche Service gehört zur DNA von airberlin. Schon bei der Auswahl der Flugbegleiter wird darauf geachtet, dass sie ein freundliches Auftreten mitbringen und dienstleistungsorientiert sind. In den Service-Schulungen werden die neuen Kollegen dann zusätzlich für die Bedürfnisse unserer Gäste an Bord sensibilisiert. Ein gutes Einfühlungsvermögen ist die beste Voraussetzung, damit sich die Passagiere an Bord wohlfühlen.“

http://www.gourmet-report.de/goto/air-berlin

Selbermachen statt Fertigware!

Frische, gefüllte Pasta aus dem Supermarkt überzeugt gar nicht – Keimbelastung und Kennzeichnungsmängeln

Tortellini, Cannelloni oder Maultaschen: Frische Pasta aus dem Supermarktregal ist beim Verbraucher beliebt. Deshalb hat das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in seinem Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover nun 39 Proben frische, gefüllte Teigtaschen untersucht. Das Ergebnis: Bei zwei Proben waren die Keimbelastungen so hoch, dass der Grenzwert überschritten wurde; eine davon musste als gesundheitsschädlich beurteilt werden. Es folgte eine sofortige Schnellwarnung und der Hersteller hat die Produktcharge zurückgerufen. Bei der zweiten Probe besteht der Verdacht, dass die Hygienebestimmungen vom Lebensmittelunternehmer nicht eingehalten wurden. Die übrigen 37 Proben waren ohne auffälligen mikrobiologischen Befund.

Das weitere Ergebnis: Bei fünf Proben gab die Kennzeichnung Anlass zur Kritik – davon wurden bei vier Proben irreführende Angaben festgestellt. Der analytisch ermittelte Fettgehalt (2) sowie der Kochsalzgehalt (1) stimmten nicht mit der Nährwerttabelle überein. Und eine Probe mit der Werbung „mit Trüffeln“ enthielt laut Mengenangabe im Zutatenverzeichnis lediglich Spuren von Trüffel (3 mg/kg). Außerdem fiel eine Importprobe aus Italien durch diverse Kennzeichnungsmängel auf (die allergenen Zutaten Mehl und Nüsse waren nicht genau benannt, es fehlte die Angabe der botanischen Herkunft der verwendeten Öle und Fette, etc.)

Das Untersuchungsspektrum: Frische Teigwaren sind hygienisch sehr sensible Produkte, die auch bei kühler Lagerung nur eine begrenzte Haltbarkeit haben. Es wurde auf Gesamtkeimzahl, Schimmelpilze und Hefen sowie auf verschiedene Bakterien, wie beispielsweise Listerien, Bacillus cereus oder Salmonellen untersucht. Zugrunde lagen die Richt- und Warnwerte für feuchte, verpackte Teigwaren, die die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) veröffentlicht hat. Außerdem wurden die Proben sensorisch begutachtet, auf Konservierungsstoffe überprüft und die Kennzeichnung wurde beurteilt.

Erhöhte Keimzahlen in frischen Lebensmitteln weisen darauf hin, dass die Hygiene bei der Herstellung oder weiteren Behandlung der betreffenden Produkte (z. B. Verpackung, Lagerung oder Transport) weiter verbessert werden muss. In diesen Fällen leiten die Lebensmittelüberwachungsbehörden entsprechende Maßnahmen ein, um Hygienemängel in den betreffenden Herstellerbetrieben zu beseitigen und sorgen insbesondere für eine angemessene Eigenkontrolle.
Die geschlossene Kühlkette ist das A und O: von der Herstellung bis zur Abgabe an den Verbraucher und bis zum eigenen Kühlschrank. Außerdem sollten frische, gefüllte Teigwaren grundsätzlich nicht rohverzehrt und nach den entsprechenden Verpackungsangaben erhitzt werden.

Verbraucher greifen verstärkt auf gefüllte Pasta in Fertigpackungen zurück. Diese werden mit immer unterschiedlicheren Füllungen in den Supermärkten angeboten. Aufgrund der Ergebnisse und um einen bundesweiten Überblick über den mikrobiologischen Status dieser hygienisch sehr sensiblen Warengruppe zu bekommen, werden im kommenden Jahr (2016) frische, gefüllte Teigwaren im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplans (BÜp) überprüft.

Weitere ausführliche Informationen zu den Untersuchungen finden Sie auf www.laves.niedersachsen.de.

ÖKO-TEST Schwarzer Tee

Problemstoffe in der Tasse:

Das Labor fand in den schwarzen Tees bis zu 20 Pestizidrückstände!

Schwarze Tees stecken oft voller Pestizide und anderer Schadstoffe. Dieses Resümee zieht das ÖKO-TEST-Magazin in der neuen September-Ausgabe. Ein türkischer Tee ist sogar so hoch belastet, dass er nicht hätte verkauft werden dürfen. Das Verbrauchermagazin kritisiert zudem, dass viele Anbieter nicht ausreichend belegen konnten oder wollten, dass sie sich um faire Löhne und menschenwürdige Verhältnisse in den Anbauländern bemühen.

Die Arbeit auf den Teeplantagen in den klassischen Anbaugebieten ist eine Schufterei und noch immer Handarbeit, die vor allem von Frauen durchgeführt wird. Die Löhne sind oftmals nicht existenzsichernd. ÖKO-TEST wollte wissen, was Teehersteller tun, um die Menschen in den Ursprungsländern zu unterstützen. Es zeigte sich, dass nur wenige bereit oder in der Lage waren, konkrete Fakten zu den Arbeits- und Anbaubedingungen vorzulegen. Einige Anbieter führten Unternehmensgrundsätze, Lieferantenkodizes oder den Verhaltenskodex des Deutschen Teeverbandes als Nachweis für ihre Anstrengungen ins Feld. Keines dieser Papiere sieht jedoch eine unabhängige, externe Kontrolle vor.

Verbraucher, denen faire Löhne und menschenwürdige Verhältnisse wichtig sind, können sich aber laut ÖKO-TEST an bestimmten Labels orientieren. So wiesen acht Tees im Test Siegel wie Fairtrade oder Naturland aus, die die Einhaltung und unabhängige Kontrolle von sozialen und ökologischen Standards vorschreiben.

Ein bitteres Fazit zieht ÖKO-TEST zudem aufseiten der Inhaltsstoffe. Knapp die Hälfte der Produkte fällt durch. Einer der Gründe dafür sind Pestizide. Die Marke Öztürk Tee Yaprak Filiz Cayi Schwarzer Tee enthielt mehr als 20 Rückstände verschiedener Insekten- und Unkrautvernichter, darunter zwei Stoffe in so hohen Mengen, dass gesetzliche Grenzwerte überschritten wurden. Das Labor fand in einigen Tees aber auch das krebsverdächtige Anthrachinon, das sich allerdings nur schlecht im Teegetränk löst, sowie giftige Pflanzenstoffe, sogenannte Pyrrolizidinalkaloide. Zwei Marken wiesen eine deutliche Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf. Auch Aluminium ist, gerade in Beuteltee, ein Thema.

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2015 gibt im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Zehn prunkvolle Opernhäuser in Europa

Mit dem Herbstanfang stehen nicht nur romantische Spaziergänge durch die bunten Laubwälder hoch im Kurs, sondern auch Städtereisen. Quer durch Europa starten passend dazu die Spielzeiten für Theater- und Opernhäuser. Das Reiseportal HolidayCheck verrät daher, welche zehn Opernhäuser sich für Schauspiel-Liebhaber mit einem Städtetrip perfekt vereinen lassen.

Mailänder Scala –
„Teatro alla Scala” in Mailand
Die Mailänder Scala ist eines der wohl bekanntesten und bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Trotz der völligen Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges konnte das legendäre Opernhaus mit seiner klassischen und schlichten Architektur wieder große Künstler empfangen. Ab Mitte September beherbergt die Oper das Stück „Don Chisciotte“. Aber Mailand ist nicht nur bekannt für seine Oper, sondern auch für den Mailänder Dom im imposanten Gotik-Stil. Bei einer Stadtführung darf dieser sowie die prunkvolle Einkaufspassage „Galleria Vittorio Emanuele II“ nicht fehlen.
Urlauber empfehlen: Hotel Ramada Plaza Milano **** in Mailand / Italien

Wiener Burgtheater
Ein Abstecher in den Prater, ein idyllischer Spaziergang durch den Wienerwald oder eine Fiaker Rundfahrt an barocken Prachtbauten vorbei: Sie gehören auf die Sightseeing-Liste eines jeden Städtereisenden. Zusätzlich sollten Urlauber im Herbst auch das Wiener Burgtheater besuchen. Denn hier werden Stücke wie „Tosca“, „Der fliegende Holländer“ und „Schwanensee“ mit musikalischer Begleitung auf die Bühne gebracht.
Urlauber empfehlen: Boutique-Hotel Stadthalle *** in Wien / Österreich

Landestheater in Salzburg
Gegen Ende September beginnt im Landestheater die Spielsaison. Diesmal mit dem bekannten Stück „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Inmitten der Stadt südlich des Mirabellgartens liegt das „Drei-Sparten-Haus“, zu dem auch ein Kinder- und Jugendtheater gehört. Ein Wochenende in Salzburg verspricht also nicht nur Sightseeing durch die schönsten Winkel der Stadt, sondern auch einen Kulturabend für die ganze Familie.
Urlauber empfehlen: Austria Classic Hotel Hölle **** in Salzburg / Österreich

„Gran Teatre del Liceu“ in Barcelona
Das Wahrzeichen der Stadt Barcelona hatte schon viele namenhafte Komponisten wie Richard Strauss oder Igor Stravinsky zu Gast. Im September und Oktober wird die Herbstsaison mit den Opern „La Traviata“ und „Der Barbier von Siviglia“ eröffnet. Urlauber loben hier vor allem die Atmosphäre und empfehlen weiterhin die Panoramaterrasse „Güell“ im Stadtteil Gràcia. Das Weltkulturerbe des katalanischen Architekten Gaudí ist eines seiner imposantesten und bekanntesten Arbeiten.
Urlauber empfehlen: Hotel H10 Casanova **** in Barcelona / Spanien

Ungarische Staatsoper
In Budapest befindet sich eines der prachtvollsten Beispiele der Neorenaissance-Architektur: das Opernhaus „Magyar Állami Operaház“. Nicht nur die große Kunst der Opern „Don Carlos“, „Tosca“ oder „Das Elixier der Liebe“ sind ab Mitte September ein Erlebnis, sondern auch die Optik der Staatsoper. Zahlreiche Ornamente, Gemälde, Skulpturen und barocke Elemente schmücken das Innere des Hauses.
Urlauber empfehlen: Kempinski Hotel Corvinus Budapest ***** in Budapest / Ungarn

Semperoper in Dresden
Seit mehr als 300 Jahren zählt die Semperoper zu den wichtigsten Opernhäusern Europas. Als Juwel des historischen Stadtkerns Dresdens bekannt lockt es viele Urlauber allein nur für einen Abstecher zum Opernplatz in die sächsische Hauptstadt. Ein Blick in das prunkvolle Gebäude lohnt sich ebenso – im September bringen Sänger und Schauspieler „Carmen“, „Romeo und Julia“ sowie „La Bohème“ auf die Bühne.
Urlauber empfehlen: Hotel Ambiente ***+ in Dresden / Deutschland

„Royal Opera House“ in London
Direkt am Covent Garden in London liegt das „Royal Opera House“. Das eigentlich als reines Theatergebäude entworfene Bauwerk wurde erweitert und ist somit das dritte Opernhaus in dieser Gegend. Neben ihr gibt es jedoch in der Metropole viel zu entdecken: Ob beim Schlendern und Schlemmen auf dem Camden Market oder hoch über der Stadt im London Eye – hier bieten sich etliche Möglichkeiten für Städtereisende.
Urlauber empfehlen: Double Tree Hotel by Hilton Tower of London **** in London / Großbritannien

„Teatro dell’Opera di Roma” in Rom
Die „Ewige Stadt“ Rom ist bekannt für ihre antiken und prunkvollen Bauten. Bei einem Altstadtbummel lernen Urlauber schnell den Charme der diversen Palazzi kennen. Kleine Läden in urigen Häusern und romantische Cafés laden zum Verweilen ein. Wer auch kulturell auf seine Kosten kommen will, sollte das Opernhaus der Stadt besuchen. In diesem Herbst beginnt das Programm mit „Cinderella“ und „Aida“.
Urlauber empfehlen: Hotel River Palace **** in Rom / Italien

Staatsoper in Berlin
In der Barockoper „Unter den Linden“ sorgen hochklassige Dirigenten sowie das Staatsballett für ein besonderes Theatererlebnis. Unweit des musischen Gebäudes liegt der Gendarmenmarkt – Hotspot für leckere Restaurants sowie die Dome der Stadt. Die Berliner selbst sagen , dass er zu den schönsten Plätzen Europas gehöre. Derzeit ist das Opernhaus jedoch wegen Umbau geschlossen, der Spielbetrieb ist im Schiller Theater
Urlauber empfehlen: Hotel Adlon Kempinski Berlin *****+ in Berlin / Deutschland

„Gran Teatro La Fenice“ in Venedig
Der „Phönix“ unter den Opernhäusern in Europa ist sicher das „Gran Teatro“ in Venedig. Schon damals öffneten seine Türen mit dem Melodram „La traviata“, welches auch jetzt ein fester Bestandteil im Programm des Opernhauses ist. Neben dem Theaterprogramm erkunden Urlauber gerne die Stadt: Während einer romantischen Gondelfahrt durch die Kanäle sind zahlreiche verwinkelte Gassen zu entdecken.
Urlauber empfehlen: Hilton Hotel Molino Stucky Venice ***** in Venedig / Italien

Kroatiens Spitzenköche

Kroatien etabliert sich zunehmend als Ferienziel für Feinschmecker: Eindrucksvoll unterstrichen werden die neuen kulinarischen Qualitäten durch die Aufnahme von neun kroatischen Restaurants in den elitären Kreis der europäischen Jeunes Restaurateurs.

Seit vierzig Jahren sind die Jeunes Restaurateurs d’Europe (JRE) mit mehr als 350 Spitzenköchen und -restaurateuren aus zwölf Ländern die Trendsetter der europäischen Gourmetszene. Inmitten dieser Elite finden sich nun auch neun Toprestaurants aus Kroatien, das sich in den letzten Jahren eindrucksvoll als Ferienziel für Feinschmecker etabliert hat.

Aushängeschild in Istrien ist das vom Guide Gault Millau als einziges Restaurant Kroatiens mit 3 Gault Millau Hauben ausgezeichnete „Monte“ in Rovinj, wo Danijel Dekic heimischen Produkten mit kreativer Fantasie einen spektakulären Auftritt verleiht.

„Damir e Ornella“ in Novigrad genießt mit seinen Adriamenüs, bei denen drei der fünf Gänge aus rohem Fisch oder Meeresfrüchten bestehen, beinahe schon Kultstatus. Bei Marin Rendic an der Flanierpromenade von Novigrad können Gäste zwischen zwei kulinarischen Welten wählen: bester Pasta und Pizza im Pepebianco und raffinierte Gourmetgenüsse im Pepenero. Das Quartett der Halbinsel Istrien wird abgerundet durch das romantische Landhotel San Rocco, wo im stimmungsvollen Ambiente direkt am Pool feinste Küche und die neuen Spitzenweine des Landes serviert werden.

Istriens Nachbarregion Kvarner ist bei den Jeunes Restaurateurs d’Europe mit dem in Lovran spektakulär hoch über dem Meer gelegenen Draga di Lovrana und dem klassischen Fischrestaurant Plavi Podrum im verträumten Fischerdorf Volosko an der Opatija-Riviera vertreten.

Weitere kroatische Jeunes Restaurateurs finden sich mit dem Boutiquehotel und Weingut Boskinac auf der Insel Pag, mit dem Pelegrini in Sibenik direkt gegenüber der zum UNSCO Weltkulturerbe geadelten Kathedrale Sveti Jakov sowie mit dem stylischen Designrestaurant Dubravkin Put mit seinem 600 Positionen umfassenden Weinkeller in Zagreb.

www.jre.eu

Tipp: Sämtliche kroatischen JRE-Restaurants werden im JRE Österreich & Adria-Guide ausführlich vorgestellt, kostenlos zu bestellen auf www.jre.at

Fetter Kinder als Erwachsene eher krank

Das sollten Eltern lesen!
Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt:
Fettleibigkeit in jungen Jahren erhöht offenbar Risiko

Männer, die in jungen Jahren zu viele Pfunde auf die Waage bringen, haben im mittleren Alter offenbar ein deutlich erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Herzinfarkt. Das ist das Resultat einer dänischen Studie, für die rund 6.500 Männer ab einem Alter von 22 Jahren bis 55 Jahren begleitet wurden.

Zu Untersuchungsbeginn befragten die Wissenschaftler die jungen Erwachsenen zu ihrem Gesundheitsstatus und bestimmten den Körpermassenindex, kurz BMI. Ab einem BMI von über 30 kg/m2 spricht man von Fettleibigkeit. Knapp die Hälfte der Männer, die als junge Erwachsene adipös waren, litt im Alter von 55 Jahren an Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, einer Venenthrombose oder starb im Beobachtungszeitraum. Bei den Normalgewichtigen waren nur 20 Prozent betroffen. Damit war das Erkrankungsrisiko für Fettleibige dreimal so hoch, errechneten die Wissenschaftler.

Diabetes hatten 27 Prozent der adipösen, aber nur fünf Prozent der normalgewichtigen Probanden. Das entspricht einem achtfach höheren Risiko für die Stoffwechselstörung. Zudem traten venöse Thromboembolien bei Fettleibigkeit viermal so häufig auf wie bei Normalgewicht. Das sind Gerinnsel, die innerhalb der Blutbahn verschleppt werden und Gefäße verstopfen – mit lebensbedrohlichen Folgen. Die Rate von Bluthochdruck (14 zu 7 %), Herzinfarkt (7 zu 3 %) und frühzeitigem Tod (16 zu 7 %) war im Vergleich zu Normalgewichtigen jeweils mehr als doppelt so hoch. Auf das Schlaganfallrisiko hatte Adipositas in jungen Jahren keinen nachweisbaren Einfluss.

Mit jeder Einheit, die der BMI im jungen Erwachsenenalter höher lag, stieg das Risiko für einen Herzinfarkt vor dem 55. Lebensjahr um circa fünf Prozent. Bei Bluthochdruck und venösen Thromboembolien waren es zehn Prozent und bei Diabetes 20 Prozent. Das hohe Herzinfarktrisiko erklären die Wissenschaftler durch die frühe Entstehung von kardiovaskulären Risikofaktoren. Denn Übergewicht geht meist mit Bluthochdruck, Insulinresistenz und schlechten Blutfettwerten einher. Das erhöhte Embolierisiko ist vermutlich auf das Körperfett zurückzuführen, das den venösen Rückfluss behindert und dadurch Entzündungen und Thrombosen leichter entstehen lässt. Die Forscher geben jedoch zu bedenken, dass Gewichtsänderungen im Laufe des Beobachtungszeitraums nicht berücksichtigt wurden.
Heike Kreutz, www.aid.de

Quelle:

British Medical Journal (BMJ) Open, Bd. 3, Nr. 4, S. e002698, 2013

Energy Drinks – vor allem Zucker und Koffein

Gut nur für den Hersteller?
Leistungssteigerung durch Taurin und andere Zusatzstoffe nicht belegt

Jeder dritte Europäer konsumiert Energy Drinks, jeder zehnte sogar vier- bis fünfmal pro Woche oder öfter. Das ergab eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Die anregende Wirkung der Getränke basiert dabei auf der Kombination von Zucker und Koffein. Ein zusätzlicher Effekt durch Inhaltsstoffe wie Taurin, Inosit oder Glucuronolacton ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Wie hoch die Konzentration der exotisch anmutenden Substanzen ist, kann zudem von Produkt zu Produkte stark variieren. Das zeigte ein Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), bei dem die Zusammensetzung von 19 Energy Drinks genauer untersucht wurde.

Energy Drinks sollen die Leistungsfähigkeit steigern, die Konzentrationsfähigkeit erhöhen oder den Stoffwechsel anregen. Zurückgeführt werden diese und ähnliche Effekte u.a. auf die Zutat Taurin, die in vielen Getränken enthalten und von den Herstellern oft aktiv beworben wird. Die Mengen, in denen der Stoff enthalten ist, können dabei allerdings stark variieren, wie der VKI- Test zeigte. Unabhängig davon ist nach wie vor völlig unklar, wie Taurin wirkt. Ein leistungssteigernder Effekt konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

Die anregende Wirkung der Energy Drinks ist damit vor allem auf eine hohe Konzentration an Zucker und Koffein zurückzuführen. Beides ist in Energy Drinks meist in großen Mengen enthalten. Den höchsten Koffeingehalt fanden die VKI-Tester im Produkt Full speed (307 mg/l), dicht gefolgt von Race sugarfree (306 mg/l). Beide Produkte bewegen sich damit allerdings immer noch im gesetzlich erlaubten Rahmen (320 mg/l).

Doch nicht nur der Koffein-, auch der Zuckergehalt ist bei Energy Drinks oft außerordentlich hoch. Den höchsten Wert wies hier mit 35g (bzw. 8 Stück Würfelzucker) pro 250ml das Getränk 28 Black Acai auf. Mit einer Dose Monster oder Rockstar (je 500 ml) werden gar 55 g bzw. 67 g Zucker aufgenommen. Generell gilt: Energy Drinks sind keine Durstlöscher. Sie enthalten deutlich mehr Koffein als Cola und mindestens genauso viel Süße. Auch als Sportgetränk sind sie aus diesem Grund völlig ungeeignet.

SERVICE: Den ausführlichen Test zu Energydrinks gibt es unter www.konsument.at sowie in der Maiausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.