Weintourismus in Maldonado, Uruguay

Die Bodega Garzón im kleinen Ort Garzón in der Provinz Maldonado gehört der New York Times zufolge zu einem der 52 Orte, welche man 2016 gesehen haben muss.

Nach einer Investition in Höhe von ca. US$ 85 Mio. (ca. € 77,5 Mio.) ist auf einem Areal von 1,95 Hektar ein nachhaltiges Weingut mit Restaurant und Luxushotel entstanden. Doch nicht nur feine Weine werden dort produziert, sondern auch natives Olivenöl.

Die Bodega bietet geführte Touren mit Weinproben an, die zusammen mit einem Essen im Restaurant der Bodega oder einem Besuch der Olivenölmanufaktur Colinas de Garzón gebucht werden können.

http://bodegagarzon.com

Galgant

Ein Aromenfeuerwerk für die Küche

Ingwer ist beliebt und inzwischen in jeder Gemüseabteilung
zu finden. Seinen „kleinen Bruder“, den Galgant, muss man dagegen
suchen. Dabei überzeugt das Gewürz durch eine einzigartige
Kombination an Aromen, von fruchtig-frisch bis leicht zitronig,
gleichzeitig aber auch pfeffrig-scharf und herb.

Der „Thai-Ingwer“ wird häufig in der thailändischen Küche
eingesetzt, um Suppen, Currypasten und Gerichte aus dem Wok zu
verfeinern. Galgant harmoniert sehr gut zu Kokosmilch und Knoblauch
und gibt Geflügel und Fisch eine frische Note. Für das indonesische
Reisgericht „Nasi Goreng“ ist sein Aroma unverzichtbar. Im
Mittelalter diente Galgant in Deutschland als Pfefferersatz. Die
Benediktinerin Hildegard von Bingen war von seiner Heilkraft
überzeugt und empfahl das „Gewürz des Lebens“ als Mittel gegen
Herz- und Magen-Darm-Beschwerden. Bei Erkältungen und Fieber kann ein
Galgant-Tee helfen, die Abwehrkräfte zu steigern.

In Deutschland sind zwei Arten erhältlich, die zur Familie der
Ingwergewächse gehören und eng miteinander verwandt sind: der milde
„Große Galgant“ (/Alpinia galanga/) und der etwas schärfere
„Kleine Galgant“ (/Alpinia officinarum/). Die Pflanzen wachsen
krautig mit großen Laubblättern und weißen Blüten. Unter der Erde
werden sogenannte Rhizome gebildet, die bis zu ein Meter lang und zwei
Zentimeter breit werden können. Das sind übrigens keine Wurzeln,
sondern unterirdische Sprosse. Optisch sehen sie dem Ingwer ähnlich,
haben aber eine durchscheinende Haut und dunkle Ringe.

Der Galgant hat seine Heimat in China und Thailand. Während der
„Große Galgant“ inzwischen in ganz Südostasien verbreitet ist,
wird der „Kleine Galgant“ fast nur in Malaysia, Singapur und
Indonesien verwendet. Die Anbauregionen liegen in den Tropen
Indochinas, Thailands, Malaysias und Indonesiens. Nach mehreren
Monaten Wachstum gräbt man die Rhizome aus und schneidet sie in
wenige Zentimeter lange Stücke. So kommen sie frisch, aber auch
eingelegt oder getrocknet in Scheiben und als Pulver in den Handel.

Im Asialaden und in gut sortierten Supermärkten wird meist der
„Große Galgant“ angeboten. Frischware hält sich, in Folie
verpackt, im Gemüsefach des Kühlschranks zwei bis drei Wochen.
Galgant wird geschält und dann in Scheiben geschnitten, gehackt oder
gerieben. Die getrockneten Scheiben lässt man eine halbe Stunde vor
der Verwendung in heißem Wasser einweichen. Vor dem Servieren werden
sie wieder entfernt.

/Heike Kreutz, www.aid.de/

Kraftkar – Käse der norwegischen Käserei Tingvoll Ost

Große Überraschung bei den World Cheese Awards 2016-2017 im spanischen San Sebastian: Der Blauschimmelkäse Kraftkar der kleinen norwegischen Käserei Tingvoll Ost ist der beste Käse der Welt und verweist damit Roquefort, Manchego & Co. auf die Plätze. 226 Lebensmittel-Experten aus 26 Ländern hatten die Qual der Wahl.
Insgesamt waren 3021 Käsesorten zur Bewertung eingereicht worden, darunter viele Produkte namhafter Hersteller, die schon auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken können. Den „Kraftkerl“ aus Fjordnorwegen gibt es hingegen erst seit wenigen Jahren. Aus dem so genannten Superfinale der World Cheese Awards, für das sich 16 Käsesorten qualifizieren konnten, war er dennoch mit vier Punkten Vorsprung als Sieger hervorgegangen. „Wir produzieren Käse erst seit rund zehn Jahren und sind eine kleine Familie in der Mitte Norwegens, die jeden Tag versucht, das Beste zu geben. Wir stehen früh auf und gehen spät ins Bett. Diese Auszeichnung macht uns sprachlos, sie ist einfach großartig“, sagt Gunnar Waagen, leitender Direktor von Tingvoll Ost.

Die Auszeichnung des norwegischen Kraftkar-Käses zum weltbesten Käse 2016 unterstreicht die Entwicklung Norwegens zu einem der ambitioniertesten Lebensmittelproduzenten des Kontinents. Diese Entwicklung gründet auf den besonderen landwirtschaftlichen Traditionen im nur dünn besiedelten Land, in dem Schafe, Ziegen und Kühe auf entlegenen Wiesen an der Küste oder in den Bergen grasen. Das nordische Klima und die reine Luft bieten ideale Voraussetzungen für den Anbau von Obst, Beeren und Gemüse, weitestgehend ohne Einsatz von Pestiziden. Norwegens Meeresgewässer zwischen Skagerrak und Barentssee gelten als Europas sauberste und am nachhaltigsten bewirtschaftete Fanggebiete für Fisch und Schalentiere.

Norwegenreisende, die ihren Urlaub mit Kulinarik- und Genusserlebnissen verbinden möchten, können seit einiger Zeit selbst in entlegensten Gebieten hochwertig produzierte Lebensmittel auch kleinster Hersteller kaufen. Die Spitzengastronomie macht ihrem Namen ohnehin alle Ehre: Seit Jahren erkämpfen sich norwegische Köche im internationalen Kochwettbewerb Bocuse d’Or Siege und Podiumsplätze. 2016 erhielt das „Maaemo“ in Oslo als erstes norwegisches Restaurant drei von drei möglichen Sternen im Guide Michelin.

Aufgrund des schwachen Kronenkurses ist Norwegen für Urlauber aus dem Euro-Raum seit zwei Jahren um rund zwanzig Prozent günstiger geworden.

www.gff.co.uk
www.visitnorway.com

Gault Millau 2017 – Sachsen

Wie zuvor in Berlin bietet der zu Jahresbeginn 2016 umgezogene Philipp Liebisch auch im „Juwel“ in Schirgiswalde-Kirschau „eine ausgefeilte, geschmacksstarke Küche“ lobt die französische Gourmetbibel Gault&Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2017. Der „Aromenkünstler lässt es in dem Luxusrestaurant mit kostspieligen Accessoires nicht an Edelviktualien fehlen. Sehr schön präsentiert bietet er getauchte Jakobsmuschel, ringförmig gefächert als Carpaccio angerichtet, farbenfroh mit Wildkräutern und -blüten bestreut und in einem erfrischend fruchtigen Ahorn-Limettensud von leichter Süße oder den gebratenen Stör mit Osietra-Kaviar, Salzbirne und Bauchspeck“. Dafür erhält er im Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, weiterhin 16 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen für „hohe Kochkunst und Kreativität”.

Dieselbe Note erreicht erstmals Marcel Kube vom „Atelier Sanssouci“ in Radebeul. „Er lässt dem Gast die Wahl, ob er das Menü im Stil klassischer Landhausküche oder in modern-kreativer Ausrichtung zubereitet haben möchte. In der Landhaus-Version bekommt man den Wolfsbarsch  gebraten mit geschmorten und durch Basilikum und Safranschaum dezent bereicherten Ochsen- und Flaschentomaten, in der Alternative als sanft gar gezogene Würfel in würziger Tomatencreme mit kleinen Tomaten-Gel-Würfeln von toller Aromentiefe und gepufftem Safranknusper.“

Sachsens beste Köche
Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Sachsen verteidigt souverän und unangefochten Peter Maria Schnurr vom Leipziger Restaurant „Falco“: „Die Gerichte des Temperamentsbündels, das kräftige Aromen, überraschende Kombinationen und ausgefeilte Tellerarrangements liebt, sind kraftvoll und laut, bleiben aber stets im Rahmen des Harmonischen. Butterzart geschmorten Schweinebauch, der als dünne Scheibe auf dem Teller liegt, und mit roher Jacobsmuschel belegt ist, die für einen schönen Schmelz sorgt, aromatisiert Schnurr mit Kokosspänen, rohem Rotkohl, feinen Apfelwürfelchen, knuspriger Schwarte, gehackten Pistazien, Sauerklee und Pistazienöl. Die reinste mediterrane Aromenbombe ist der auf der Haut gebratene Knurrhahn, der mit einem Püree aus gegrillter Pimiento, Palourdemuscheln, einer mit Tomatenkernöl aufgeschlagenen Mayonnaise und Essigbutter serviert wird – alles höchst subtil austariert.“

Für solche Gerichte erhält Schnurr wieder 19 Punkte und kommt damit in den Rang der „weltbesten Restaurants”.

Platz 2 teilen sich wie im Vorjahr mit jeweils 17 Punkten für ihre inspirierten Gerichte
Benjamin Unger vom „St. Andreas“ in Aue dank „seiner für die Region außergewöhnlichen Aromenküche. Saucen, Gelees, Schäume und Gemüse-Mosaike lassen die Teller als Kunstwerke erscheinen. Taube gurrt mal als Filet mit Sternanis und Trockenaprikose, mal seziert in Brust, Schenkel und Leber mit Artischocken und anderem Gemüse“);
Benjamin Biedlingmaier vom „Caroussel“ in Dresden, der „dem Luxus der Großen Küche ohne preistreibende Edelprodukte huldigt. Der Rücken und das in seinem Fett confierte Filet vom Lamm kommen mit Miniauberginen in ihrer Creme, die apart mit Miso abgeschmeckt ist, und als Marmelade, die mit frischer Kamille parfümiert ist, sowie mit Bohnen, die als Spaghetti geschnitten sind, und Bohnensud mit dem feinen Säure-Touch eines Schafsmolkeschaums“;
Marcus Langer vom „Bean & Beluga“ in Dresden, dessen „Tellerarrangements allesamt Augenweiden sind und selbst kleine Applikationen großen Geschmack haben. Die zarte Königskrabbe ruht auf Erbsensprossen, Erbsencouscous und einer Mousse von rohen Erbsen; dazu gibt‘s einen knusprigen kleinen Krabbenburger auf getrockneten Erbsen in Holunderblüten-Kapernvinaigrette“;
Detlef Schlegel vom „Stadtpfeiffer“ in Leipzig, der „als bildschöne Bescherung einen bunten Teller mit gemüsereichen Ravioli (geröstete Artischocke, grüner Spargel, gebackene Petersilie) in der dekorativen Pracht von Trüffeln, gebackenem Eigelb, Kräuterbläschen und Lärchensorbet bot“.

Dem Quartett folgt mit 16 Punkten, gemeinsam mit Liebisch und Kube, André Oelsner vom „Heine“ in Leipzig, bei dem es „rosa gebratenen Kalbstafelspitz überraschend fruchtig, aber angenehm mit Himbeeren und Apfelperlen sowie Zitronen-Sauerrahm-Krapfen und Roter Bete gab“.

15 Punkte erreichen wieder Stephan Mießner vom  „Elements“ in Dresden dank „stets ideenreicher Küche wie Sashimi vom Kaiserschnapper mit Fencheljoghurt und süß-sauer eingelegtem Fenchelsamen“ und Olav Seidel vom „Gasthof Bärwalde” in Radeburg bei Dresden, „in dessen unscheinbarem Gasthof Gerichte voller Wohlgeschmack und Saucen zum Niederknien verblüffen”.

Besondere Ehre für Stefan Hermann
Der gebürtige Schwabe Hermann, schon seit 20 Jahren in Dresden und mit seinem „Bean & Beluga“ bekanntgeworden, wird zum „Gastronom des Jahres“ gekürt, weil er „mit besonnener Kreativität und unternehmerischem Mut in und um Dresden ein Gastro-Imperium mit mittlerweile sechs Outlets aufbaute – vom Gourmetrestaurant bis zum Boutiquehotel“ (der Villa Sorgenfrei in Radebeul).
Die Tester beschreiben und bewerten insgesamt 32 Restaurants in Sachsen. 23 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus.

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Sachsen
19 Punkte
Falco in Leipzig
17 Punkte
St. Andreas in Aue
Bean & Beluga und Caroussel in Dresden
Stadtpfeiffer in Leipzig
16 Punkte
Heine in Leipzig
**Atelier Sanssouci in Radebeul
*Juwel in Schirgiswalde-Kirschau
15 Punkte
Elements in Dresden
Gasthof Bärwalde in Radeburg bei Dresden
14 Punkte
Villa Esche in Chemnitz
Feengarten in Hartenstein
**Campus, Die Brennerei und Stelzenhaus in Leipzig
Schillerstuben in Schkeuditz

*Newcomer  **Aufsteiger  

Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 Euro),
ISBN 978-3-95961-001-8 

 

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
Alle Restaurants mit 17 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319683638124/?type=3
Alles Restaurants mit 18 Punkten:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319679138124/?type=3
Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319673603124/?type=3

Naschwerk im Museum bei Hamburg

Am Sonntag, dem 6. November, dreht sich im Freilichtmuseum am Kiekeberg alles um köstliches Naschwerk. Von 10 bis 18 Uhr werfen Besucher einen Blick hinter die Kulissen und erfahren, wie die Leckereien entstehen. An den vielen kleinen Marktständen kann probiert und gekauft werden. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

Lakritze, Marmeladen, Fruchtmuse, Sirup, kandierte Blüten oder Stollen – beim Süßen Sonntag verwandelt sich das Freilichtmuseum am Kiekeberg in ein Paradies für Schleckermäuler. Rund 25 ausgesuchte Manufakturen und Aussteller zeigen ihr Können und bieten ihre Waren auf dem Süßwaren-Markt an. Jürgen Kanzelmeyer vom Zuckerstudio modelliert filigrane Figuren aus Zucker und gibt damit Einblicke in das aussterbende Handwerk der Zuckerkunst. Die kleinen Kreationen sind sehr lange haltbar, dürfen aber auch sofort verzehrt werden. Besucher erleben außerdem, wie traditioneller Baumkuchen nach altem Rezept entsteht. Für Kinder bietet der Süße Sonntag ein kreatives Bastelprogramm sowie Mitmachangebote in der Lehrküche. Draußen am gemütlichen Lagerfeuer backen die jungen Besucher eigenes Stockbrot.

Der Süße Sonntag findet im Agrarium des Freilichtmuseums statt – die Ausstellungswelt zeigt auf 3.300 Quadratmetern und mit vielen Mitmachmöglichkeiten, wie Essen hergestellt wird. Im Obergeschoss widmet sich das Agrarium der Lebensmittelindustrie. Zucker spielt hier eine große Rolle. Die Deutschen vertilgen im Jahr rund 32 Kilogramm Süßwaren. Zusätzlich ist Deutschland Exportweltmeister bei Süßwaren. 2013 verkauften die 220 heimischen Hersteller gut 1,8 Millionen Tonnen Schokolade, Bonbons, Fruchtgummis, Backwaren und Knabberartikel ins Ausland. Der Süße Sonntag bietet einen Einblick in diese spannende und gleichzeitig köstliche Branche.

Weitere Köstlichkeiten bietet der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg e. V. an: leckerer Kuchen in Bioland-Qualität aus der Museumsbäckerei. Im Rösterei-Café „Koffietied“ locken selbstgeröstete Kaffeespezialitäten. Wer zwischendurch eine deftige Mahlzeit bevorzugt, bekommt am Stand des Museumsgasthofes „Stoof Mudders Kroog“ krosse Bratwürste.

Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg –
Am Kiekeberg 1 –
21224 Rosengarten-Ehestorf
www.kiekeberg-museum.de

Hummersaison startet

Kaum haben die letzten Sommertouristen die idyllischen kleinen Orte an der schwedischen Westküste verlassen, bereiten sich die Einheimischen schon auf das nächste Saison-Highlight vor. Am 26. September fällt der Startschuss für den diesjährigen Hummerfang. Erst dann darf die begehrte Delikatesse, die im kühlen Salzwasser der Provinz Bohuslän besonders delikat gedeiht, aus dem Meer gefischt werden. Ein kulinarisches und gesellschaftliches Highlight für die Fischer, die Einheimischen und für Besucher. Den ganzen Herbst und Winter über können sie hier die köstlichen Krustentiere in verschiedensten kulinarischen Variationen genießen oder direkt beim Fang dabei sein. In Bohuslän werden Hummer-Safaris angeboten, bei denen die Gäste mit den Fischern hinaus fahren, die Reusen legen und kontrollieren, die Scheren der gefangenen Hummer zusammen binden und dem spannenden Seemannsgarn der Fischer lauschen können. Je nach Paketangebot wartet als krönender Abschluss am Abend ein delikates Hummermenü. Das ist so beim Hummerpaket des Stora Hotellet in Fjällbacka der Fall, das zudem die Möglichkeit bietet, beim Hummerkochen dabei zu sein und sich direkt ein paar Expertentipps für die Zubereitung zu holen. Ebenfalls im Rundum-Sorglos-Paket inbegriffen sind ein Fisch- und Schalentierlunch, Picknickkorb, Westküsten-Wrap sowie Übernachtung und Frühstück. Wer nur an der Hummer-Safari selbst interessiert ist, kann eine solche bei Everts Sjöbod in Grebbestad buchen, bei dem die Hummer-Safaris sogar das Label „Natures Best“ für ökologisches und nachhaltiges Reisen tragen. Wer möchte, kann auch hier ein Hummer-Dinner inklusive Übernachtung und Frühstück im Paket dazu buchen.

Weitere Tipps zu Erlebnissen rund um die krabbelnde Delikatesse in Westschweden sind unter www.vastsverige.com/de/schalentiererlebnisse/ zu finden.

Die Erbse

Besondere Kennzeichen: Keine! Die Erbse ist ein solider
Durchschnittstyp, verlässlich, gesund und sympathisch. Trotzdem hat
sie es nie so ganz geschafft, über den Beilagenstatus hinauszukommen.

Während andere alte Gemüsearten wie Pastinake oder Rote Bete
laufend von der modernen Küche wiederentdeckt und neuinterpretiert
werden, verfolgt die Erbse hartnäckig der Ruf des etwas farblosen
Sattmachers. Das hat vielleicht auch mit den bekanntesten Gerichten
auf Erbsenbasis zu tun, die eher nach Notversorgung klingen als nach
kulinarischem Highlight: Erbsensuppe, Erbsen zu Fischstäbchen und
Kartoffelpüree oder noch schlimmer – Erbswurst.

Möglicherweise begleitet die Erbse den Menschen auch einfach schon
zu lange, als dass man ihren wahren Wert noch zu schätzen wüsste.
Immerhin isst man sie schon seit über 9.000 Jahren, wie Funde im
heutigen Syrien belegen. In Mitteleuropa wurde sie ab dem 13.
Jahrhundert zum Fleisch des kleinen Mannes, weil sie ein billiger
Proteinlieferant war und sich getrocknet gut lagern ließ. Als
Pflanze, die sich ihren Stickstoff selbst aus der Luft holte, passte
sie zudem perfekt in die Dreifelderwirtschaft der Bauern und war eine
willkommene Ergänzung zum täglichen Getreidebrei, wenn auch als
langweiliges Mus.

Immerhin glänzt sie heute mit einem beeindruckenden Sorten- und
Varietätenreichtum, der mehr als 100 Arten bzw. Unterarten umfasst.
Die Liste reicht von Ackererbsen als hochwertiges Eiweißfuttermittel
für Tiere über Markerbsen, die meist als Konserve angeboten werden,
bis zur Zuckererbse, bei der man die fleischig süße Hülse mit den
noch unentwickelten Körnern isst.

In dieser Form war ihr sogar ein kurzer Höhenflug als angesehene
Delikatesse vergönnt. Dafür sorgte Ende des 17. Jahrhunderts der
französische Sonnenkönig Ludwig XIV. Er liebte die unreifen kleinen
Erbsen samt süßlicher Schote über alles und ließ sie sogar in
Glashäusern anbauen und züchten, um das Trendgemüse aus Italien das
ganze Jahr über genießen zu können. Doch der Ruhm verblasste nach
wenigen Jahren, die Erbse blieb letztlich ein Gemüse für Jedermann.
Dazu trugen auch neue Verfahren zur Haltbarmachung bei wie die
Konserve und später auch das Tiefkühlen, bei dem sie sogar ihre
leuchtend grüne Farbe behält und fast alle wichtigen Inhaltsstoffe.

Wenn auch nicht in der Spitzengastronomie, so erlebt die Erbse
zurzeit immerhin auf deutschen Äckern ein Comeback. Nach
jahrzehntelangem Rückgang der Anbauflächen setzten Landwirte in den
vergangenen Jahren wieder verstärkt auf Erbsen als proteinreiches
Futtermittel. Auch der Anbau von Frischerbsen für den Handel ist seit
2013 deutlich gestiegen. Ganz offensichtlich hängen die Deutschen
mehr an ihrem Lieblingsdurchschnittsgemüse als sie zugeben. Und das
hat die sympathische Erbse auch wirklich verdient. Jürgen Beckhoff, www.aid.de

Bambini zu Chefköchen

Das Konzept von Borgo Egnazia, dem nachgebauten apulischen Dorf in Puglia, ist ganz auf den Urlaub mit der Familie ausgerichtet und wurde dafür bereits vom englischen Tatler-Magazin als „Best Family Hotel“ ausgezeichnet. Während Eltern entspannen oder an den verschiedensten Aktivitäten teilnehmen, entdecken ihre Kinder alles, was Spaß macht. Im „Trullaleri Kids Club“ (ab acht Monaten bis 13 Jahre) und dem Teen Club werden die Bambini liebevoll umsorgt. Das Borgo Egnazia hat zudem das perfekte Restaurant „Da Pucetta“ für die kleinen Gäste geschaffen, an dem leckere und gesunde Speisen gemeinsam mit den Kindern gekocht und serviert werden.

Weitere Informationen zum Trullalleri Kid’s Club im Borgo Egnazia finden Sie hier: http://borgoegnazia.com/puglia-children-activities

Generation Gourmet

OpenTable hat das Essverhalten der deutschen Kinder mal etwas genauer unter die Lupe genommen. Durch eine landesweite Befragung von Erwachsenen mit eigenen Kindern oder Kindern im Bekanntenkreis konnte OpenTable herausfinden, dass weniger als die Hälfte (46%) aller Kinder ihre kulinarischen Eindrücke im Restaurant auf Kinderklassiker wie Schnitzel beschränkt. Die Kleinen wollen essen wie die Großen und entwickeln sich zu wahren Gourmets. Das Essverhalten wird bei den Erwachsenen abgeschaut und ausprobiert. Erstaunlich ist vor allem der Spitzenreiter unter den bei Kindern beliebten Gourmet-Gerichten, enthält er doch den in eigenen Kindertagen so verhassten rohen Fisch: Ganze 43% der Kinder heutzutage essen regelmäßig Sushi oder haben es zumindest schon einmal probiert. Auch Kaviar (19%), Jakobsmuscheln (16%) und Hummer (16%) kommen bei den kleinen Feinschmeckern gut an.

Regional gesehen hat Hamburg die größte Dichte an Leckermäulchen. Dort wurde jedes der abgefragten Gourmet-Gerichte bereits von Kindern gegessen – und das nicht zu knapp (am beliebtesten: Sushi 61%, Kaviar 48%, Jakobsmuscheln 33%). Aber auch in Bremen (Sushi 68%, Kaviar und Hummer jeweils 38%) und Hessen (Sushi 44%, Kaviar 28%, Trüffel 26%) sind zahlreiche Feinschmecker zu finden. Wenig aufgeschlossen gegenüber Gourmet-Food zeigen sich hingegen vor allem die Kinder aus Schleswig-Holstein. Hier gaben 65% der Eltern an, dass ihre Kinder keines der extravaganten Gerichte essen.

Das Interesse an der gehobenen Küche, das man bei den Kindern in den meisten Bundesländern feststellen kann, bestärken die Eltern: Sie führen die lieben Kleinen durchschnittlich knapp zweimal im Monat ins Restaurant aus. Immerhin fünf Prozent aller Kinder gehen sogar sieben Mal oder häufiger im Monat essen. Dieser Lebenswandel ist selbstverständlich kostspielig – im Durchschnitt zahlen die Eltern pro Kind und Restaurantbesuch knapp 20 Euro. Den Deutschen sind besondere kulinarische Erlebnisse mit der Familie also einiges Wert: Hochgerechnet auf die ersten 18 Lebensjahre des Kindes bedeutet dies Ausgaben von über 8.000 Euro für die Eltern.

OpenTable empfiehlt besonders diese neun Restaurants in Berlin, Hamburg und München in denen die ganze Familie ihren Sushi Hunger stillen kann (in alphabethischer Reihenfolge):

The Sushi Club, Vox und Zenkichi in Berlin
Kofookoo, Malin und Misaki Sushi in Hamburg
KOI, Mangostin und SUSHIYA sansaro in München

Weitere Sushi Restaurants in Ihrer Nähe können Sie auf der OpenTable Webseite www.opentable.de oder in der mobilen App finden und reservieren.

Francesco De Simone, Sardinien

So verwoben die Gestaltung des außergewöhnlichen Design Hotels Capri Tiberio Palace mit seiner Umgebung ist, so verflochten ist sein modernisiertes Food-Konzept mit den regionalen Gegebenheiten. Das Ristorante Terrazza Tiberio hat sich ganz der Betonung der ursprünglichen Zutaten verschrieben und verwöhnt seine Gäste mit einer authentischen Komposition regionaler und saisonaler Highlights.

Wer seinen Urlaub in diesem besonderen Boutique Hotel verbringt, macht eine ganzheitliche mediterrane und typisch italienische Erfahrung. Seinem Ursprung nach mediterran, saisonal in der Auswahl der Zutaten und original italienisch in der Art und Weise der Zubereitung, begeistern die Speisen des Terrazza Tiberio jeden Feinschmecker.

Mit der Betonung einzelner Zutaten verschreibt sich das Capri Tiberio Palace ganz und gar der Geschichte und Kultur, sowie den lokalen Besonderheiten der Anbaugebiete. All das liegt in den Händen von Chefkoch Francesco De Simone und F&B Manager Massimiliano Francavilla. So stammen beispielsweise die geräucherten Sardinen aus einem kleinen Familienbetrieb in Guadarrama (Madrid), namens Fishgourmet, der 1985 gegründet wurde und dessen Inhaber sich seit jeher ganz und gar der optimalen, manuellen Verarbeitung von Sardinen verschrieben hat.

Zudem bietet das Ristorante Terrazza Tiberio auch koschere Speisen an und ist dabei das einzige durch die Orthodox Union zertifizierte Restaurant Süditaliens. Das Fleisch stammt aus Manchester und die Erfüllung der Standards für glatt-koschere Nahrungsmittel – im Sinne der Kaschrut-Vorschriften – ist garantiert. Zudem beschäftigt das Capri Tiberio Palace Hotel eigens einen „Maschgiach“, der von der Qualität der Zutaten bis hin zu den Verarbeitungsmethoden, jeden Schritt überwacht, um sicherzustellen, dass die Speisen den Regeln der koscheren Küche Rechnung tragen. Der grundsätzliche Ansatz der koscheren Küche im Ristorante Terrazza Tiberio ist dabei derselbe, wie der seiner traditionellen Küche. Im Mittelpunkt steht jeweils eine Haupt-Zutat. Maximal zwei bis drei weitere, sekundäre Produkte werden zusätzlich eingesetzt, einzig und allein, um das Aroma der wichtigsten Zutat zu unterstreichen. Lediglich angereichert mit einer Prise Liebe und Leidenschaft für einzigartige Kulinarik, entstehen unverfälschte, geschmacksintensive Kompositionen die Aroma und Qualität der Hauptzutat in den Mittelpunkt stellen.

Genau wie nichts luxuriöser und zugleich authentischer sein kann, als natürliche Lebensmittel, die absolutes Wohlbefinden garantieren, setzt der Komfort der – kürzlich eingeweihten – Bellevue Suite einen neuen Standard für wahrhaft luxuriösen Capri Urlaub. Mit separatem Wohn- und Schlafraum, geräumigem Kleiderschrank und großzügigem Badezimmer, sowie einem Außenspeisesaal und einem Freiluft Fitness Areal, Balkon und Terrasse mit atemberaubendem Ausblick über Capri und das Mittelmeer, bis hin zu einem eigenen kleinen Pool, bietet die Suite auf 250 m² Wohlbefinden pur.

Weitere Informationen über das Capri Tiberio Palace Hotel unter www.little-lobster.com