„Fish international“ zeigt Produkte und Verarbeitungsmethoden

Der Weg zwischen Kutter und Ladentheke

„fish international“ zeigt Produkte und Verarbeitungsmethoden

Norwegisch, englisch, chinesisch, französisch, russisch – in den Bremer Messehallen sind zurzeit allerlei Sprachen zu hören. Seit gestern vereint die „fish international“ Fachbesucher aus aller Herren Länder in Bremen. Zum zwölften Mal dreht sich hier alles um Fisch. Neue Verarbeitungsmethoden, Verkaufskonzepte und alle Arten von Fisch und Seafood werden vorgestellt, begutachtet und gehandelt.

„Seit 1988 ist die ‚fish international’ der Handelsplatz für Fisch und Seafood in Deutschland“, sagt Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen. „Sie ist eine wichtige Messe für den Standort Bremen und sie unterstreicht die Bedeutung des Landes Bremen für die Fischwirtschaft. Die Aussteller aus 27 Nationen präsentieren hier in der Messe Trendfische genau so wie Klassiker, neue Produktkreationen und Verkaufskonzepte, aber auch innovative technische Entwicklungen und Lösungen. Denn es geht hier bei der ‚fish international’ nicht nur um den Handel mit Fisch, sondern auch um seine Verarbeitung.“

Welchen Weg der Fisch zwischen Kutter und Ladentheke zurücklegt, kann man in einer gläsernen Produktionslinie für Räucherfisch sehen. Die begehbare Fertigungslinie macht alle Produktionsschritte vom Wareneingang über das Filetieren, Trimmen und Schneiden bis zum Verpacken unter Schutzgasatmosphäre (MAP) und zur Ausgangskontrolle erlebbar. Die Salmco Technik GmbH Hamburg, Produzent von Lachsschneidemaschinen, bietet gemeinsam mit 21 namhaften Partnern die Möglichkeit, sich detailliert über die Funktionsweise einzelner Prozessschritte zu informieren – ein Angebot, das bereits an den ersten beiden Messetagen rege genutzt wurde. „Eine begehbare Produktionslinie dieser Art ist weltweit eine absolute Neuheit“, sagt Salmco-Inhaber Johann Glösmann. „Wir möchten in dieser realen Bearbeitungslinie die Maschinen in ihrem Zusammenwirken und die praktischen Anwendungen in der Gesamtfunktion sichtbar machen.“ Es gibt mehrere Vorführungen, in denen Lachs live verarbeitet wird. Angesprochen werden vor allem kleine Unternehmen und Mittelständler – interessant ist dies aber auch für Händler, die genau verfolgen können, welche Schritte der Lachs durchläuft, bevor er bei ihnen auf den Ladentisch kommt.

Woher der Fisch kommt, der in der Auslage liegt, und ob man ihn guten Gewissens verkaufen und verzehren kann, erfahren Händler – und alle anderen Interessierten – künftig im Fischereiportal des Bundes und der Länder, das in der Sonderschau Fischfachhandel präsentiert wird. Es liefert auf www.portal-fischerei.de verlässliche Daten zum Zustand verschiedener Fischbestände. In den kommenden drei Jahren entwickelt das Johann Heinrich von Thünen-Institut das öffentliche Internetangebot weiter, das Auskunft über den Zustand der 130 für den deutschen Markt wichtigen Fischbestände liefern soll. „Die zusammengestellten Informationen werden allgemeinverständlich, aber wissenschaftlich korrekt sein und ständig aktualisiert“, berichtet Dr. Christopher Zimmermann vom Institut für Ostseefischerei (OSF) am Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI). „Eine Einkaufsempfehlung geben wir nicht ab. Die Informationen sollen Handel und Verarbeitern vielmehr eine sachliche und nachvollziehbare Grundlage liefern, um eine eigene Einkaufspolitik zu entwickeln und damit den Handel von Fisch aus nachhaltiger Fischerei fördern.“

Gehandelt wird auf der Fachmesse „fish international“ noch bis Dienstag, 23. Februar 2010, in der Messe Bremen. Weitere Informationen gibt es online unter www.fishinternational.de .

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