Hülsenfrüchte sind Kraftpakete

Eiweißgehalt ist herausragend

Linsensuppe oder Erbspüree waren lange Zeit als
Arme-Leute-Essen verpönt. Doch das ist mittlerweile Vergangenheit.
Ein ständig wachsendes Produktsortiment, neue Zubereitungsformen und
raffinierte Rezepte haben Linsen, Erbsen und allen anderen
Hülsenfrüchten den Weg in Haushalte und Gastronomie geebnet. Die
gesundheitlichen Werte der Hülsenfrüchte haben dabei vielfach die
Türöffner gespielt.

Die mehr oder weniger kleinen in einer Hülse gereiften Pflanzensamen
sind wahre Kraftpakete. Sie versorgen den Körper mit reichlich
Kohlenhydraten, wertvollen Ballast- und Mineralstoffen, sowie
Vitaminen, allen voran B-Vitaminen. Herausragend ist allerdings der
Eiweißgehalt der Hülsenfrüchte: In getrocknetem Zustand beträgt
der Proteingehalt zwischen 20 und 35 Prozent. In verzehrfertigen
Bohnen, Erbsen und Linsen liegt er immerhin noch bei fünf bis zehn
Prozent. Das macht sie besonders für Vegetarier zu wichtigen
Bausteinen in der täglichen Ernährung. Zwar lässt sich der
Proteinbedarf nicht ausschließlich durch Hülsenfrüchte abdecken, da
diese nicht alle essentiellen Aminosäuren enthalten. Doch in
Kombination beispielsweise mit Getreide lässt sich dieser kleine
Nachteil leicht beheben.

Eine Sonderrolle in mehrfacher Hinsicht nimmt die Sojabohne ein: Sie
ist mit einem Proteingehalt von knapp 40 Prozent in getrocknetem
Zustand eindeutiger Spitzenreiter unter den Hülsenfrüchten. Zugleich
liefert sie im Gegensatz zu all ihren Verwandten auch Fett in
nennenswertem Umfang, nämlich einen Fettanteil von 20 Prozent. Dessen
Zusammensetzung ist mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und
anderen mehrfach ungesättigten Fettsäuren besonders günstig. Das
Fett macht sich allerdings auch im Kaloriengehalt bemerkbar. Mit rund
70 Kilokalorien pro 100 Gramm ist er etwa doppelt so hoch wie bei den
übrigen Hülsenfrüchten.

In China wurde die Sojabohne bereits 2.800 vor Christus kultiviert.
Doch erst im 17. und 18. Jahrhundert gelangte die Wärme liebende
Pflanze über Indonesien, Indien und Nordafrika nach Europa und
Amerika. Dort werden etwa drei Viertel aller Sojabohnen produziert.

Mehr zur Erzeugung und Verarbeitung, Einkauf, Lagerung und Verwendung
von Sojabohnen, Kichererbsen und Co erfahren Sie unter:
http://www.aid.de/inhalt/huelsenfruechte-4129.html.
Eva Neumann, www.aid.de

Hülsenfrüchte sind Kraftpakete

Eiweißgehalt ist herausragend

Linsensuppe oder Erbspüree waren lange Zeit als
Arme-Leute-Essen verpönt. Doch das ist mittlerweile Vergangenheit.
Ein ständig wachsendes Produktsortiment, neue Zubereitungsformen und
raffinierte Rezepte haben Linsen, Erbsen und allen anderen
Hülsenfrüchten den Weg in Haushalte und Gastronomie geebnet. Die
gesundheitlichen Werte der Hülsenfrüchte haben dabei vielfach die
Türöffner gespielt.

Die mehr oder weniger kleinen in einer Hülse gereiften Pflanzensamen
sind wahre Kraftpakete. Sie versorgen den Körper mit reichlich
Kohlenhydraten, wertvollen Ballast- und Mineralstoffen, sowie
Vitaminen, allen voran B-Vitaminen. Herausragend ist allerdings der
Eiweißgehalt der Hülsenfrüchte: In getrocknetem Zustand beträgt
der Proteingehalt zwischen 20 und 35 Prozent. In verzehrfertigen
Bohnen, Erbsen und Linsen liegt er immerhin noch bei fünf bis zehn
Prozent. Das macht sie besonders für Vegetarier zu wichtigen
Bausteinen in der täglichen Ernährung. Zwar lässt sich der
Proteinbedarf nicht ausschließlich durch Hülsenfrüchte abdecken, da
diese nicht alle essentiellen Aminosäuren enthalten. Doch in
Kombination beispielsweise mit Getreide lässt sich dieser kleine
Nachteil leicht beheben.

Eine Sonderrolle in mehrfacher Hinsicht nimmt die Sojabohne ein: Sie
ist mit einem Proteingehalt von knapp 40 Prozent in getrocknetem
Zustand eindeutiger Spitzenreiter unter den Hülsenfrüchten. Zugleich
liefert sie im Gegensatz zu all ihren Verwandten auch Fett in
nennenswertem Umfang, nämlich einen Fettanteil von 20 Prozent. Dessen
Zusammensetzung ist mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und
anderen mehrfach ungesättigten Fettsäuren besonders günstig. Das
Fett macht sich allerdings auch im Kaloriengehalt bemerkbar. Mit rund
70 Kilokalorien pro 100 Gramm ist er etwa doppelt so hoch wie bei den
übrigen Hülsenfrüchten.

In China wurde die Sojabohne bereits 2.800 vor Christus kultiviert.
Doch erst im 17. und 18. Jahrhundert gelangte die Wärme liebende
Pflanze über Indonesien, Indien und Nordafrika nach Europa und
Amerika. Dort werden etwa drei Viertel aller Sojabohnen produziert.

Mehr zur Erzeugung und Verarbeitung, Einkauf, Lagerung und Verwendung
von Sojabohnen, Kichererbsen und Co erfahren Sie unter:
http://www.aid.de/inhalt/huelsenfruechte-4129.html.
Eva Neumann, www.aid.de

Persimone, Kaki, Sharonfrucht

Immer mehr exotisches Obst erobert den deutschen Markt. Das
kann für Verwirrung sorgen, wenn sich Früchte wie Kaki, Persimone
und Sharoni zum Verwechseln ähnlich sehen. Was ist der Unterschied?

Die Kaki (/Diospyros kaki/) ist ursprünglich in Zentralchina
beheimatet. Die Beerenfrucht gehört zur botanischen Familie der
Ebenholzgewächse und wächst an zehn Meter hohen Bäumen. Es gibt
eine große Vielzahl unterschiedlicher Kakisorten, die orangegelb,
orange bis rot gefärbt sein können. Sie unterscheiden sich auch in
ihrem Gehalt an Tanninen (Gerbstoffen), die im Mund zusammenziehend
wirken und ein pelziges Gefühl auf der Zunge hinterlassen. Bei reifen
Früchten sind diese Effekte allerdings etwas abgemildert. Alle
Kakifrüchte sind reich an Ballaststoffen und Karotinoiden.

Die eigentliche „Kaki“ ist in Deutschland meist die italienische
Sorte „Tipo“. Die blass gelb-orangen Früchte sind kugelig geformt
und haben einen milden Geschmack mit einer herben Komponente. Sie sind
nur im reifen Zustand genießbar, wenn sie eine saftige und weiche
Konsistenz haben. Dazu wird am besten der Stielansatz keilartig
herausgeschnitten und die Frucht halbiert. Anschließend lässt sich
das geleeartige Fruchtfleisch bequem löffeln. Die dicke, lederartige
Schale wird in der Regel nicht gegessen.

Bei der „Persimone“ handelt es sich überwiegend um die
Kaki-Sorte „Rojo Brilliante“, die vor allem in Spanien angebaut
wird. Sie ist eher länglich und hat eine hellrote Schale. Die Frucht
kann bereits in festem Zustand mit Schale wie ein Apfel gegessen
werden. Das gilt auch für die gelb-orange Sharonfrucht (Scharoni),
die von einem israelischen Züchter stammt. Sie ist etwas kleiner als
die Persimone und ähnlich wie eine Fleischtomate geformt. Die Frucht
wird hauptsächlich in Israel in der fruchtbaren Sharonebene zwischen
Haifa und Tel Aviv angebaut. Es handelt sich hierbei um die Kakisorte
„Triumph“, die Aromen von Quitte, Birne und Aprikose vereint.

Kakifrüchte aller Sorten sind in Deutschland fast ganzjährig
erhältlich. In den Herbst- und Wintermonaten finden Verbraucher sie
überwiegend aus den Mittelmeerländern wie Spanien und Italien in den
Regalen. Bei Zimmertemperatur können harte Exemplare innerhalb
weniger Tage nachreifen. Reife Früchte dagegen sollten nicht länger
als zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Heike Kreutz, www.aid.de

Online-Supermärkte im CHIP-Test

Unbegrenzte Öffnungszeiten, keine Schlangen an der Kasse oder schwere Tüten: Für einen Einkauf im Online-Supermarkt sprechen viele Gründe.
CHIP hat sechs Anbieter getestet und Fakten wie Produktvielfalt, Preise und Bezahlvarianten verglichen. Außerdem bestellte die Redaktion mehrfach bei den Lieferdiensten von Rewe, Amazon & Co. Das Ergebnis: ernüchternd. Drei Kandidaten leisteten sich im Test schwerwiegende Pannen – von verwirrenden Bestellvorgängen und einer verspäteten Zustellung bis hin zu verdorbenen Produkten. Überzeugen können am Ende nur zwei Online-Supermärkte: der Lieferservice von Rewe und Bringmeister von Kaiser’s Tengelmann. Ausgerechnet Versandriese Amazon fällt als Supermarkt durch.

Testfeld: Sechs Online-Supermärkte
Im Rennen um den Spitzenreiter konkurrierten die Lieferangebote der stationären Läden von Rewe und Tengelmann (Bringmeister) mit den reinen Online-Läden Allyouneed fresh, Amazon, Lebensmittel.de und Mytime. Bei jedem dieser Anbieter bestellten die CHIP-Tester einen festen Warenkorb. In diesen wanderten alltägliche Artikel, die jedoch beim Versand problematisch sind, darunter Tiefkühlprodukte (Speiseeis, Pizza), empfindliche Artikel (Eier, Brot, Chips) sowie frisches Obst und Gemüse. Auch ein Kasten Apfelschorle gehörte dazu, da schwere Getränkekästen beim analogen Einkauf besonders lästig sind. Mitbewerber Edeka24 musste allerdings aus dem Test gestrichen werden, weil er nur einen Bruchteil des Warenkorbes vorrätig hat: Frische oder gekühlte Lebensmittel sowie Tiefkühlprodukte sind hier Mangelware.

Testverfahren Lieferdienste
Bei allen Anbietern versuchte CHIP, den Warenkorb zweimal zu bestellen. Lieferadresse waren private Haushalte innerhalb Münchens und im Umland. Das Ziel: die Auswirkungen des Liefergebiets auf Preis, Versandzeit und -art herauszufinden. Bei der Bestellung standen die Bedienung der Shop-Seite, die Bestellbedingungen, Zahlungsarten und anschließende E-Mail-Benachrichtigungen im Fokus. Zudem verglichen die Tester die Preise des Warenkorbs mit dem eines stationären Supermarktes, der keinen Ableger im Internet hat. Dazu nahm CHIP die Service-Preise (Versandkosten und Zuschläge) unter die Lupe. Bei der Lieferung selbst bewertete die Redaktion den Service (Freundlichkeit der Kuriere und Informationsfülle) sowie Verpackung und Zustand der Ware.

Mangelware Lieferservice
Die Hälfte der Anbieter fiel im Test durch. Weit abgeschlagen auf den Plätzen vier bis sechs landen Allyouneed fresh, Amazon und Lebensmittel.de, wobei die beiden letzten noch nicht einmal 50 Prozent in der Gesamtwertung erreichen. Der Grund: Zähe Bestellprozesse, stark verzögerte und einzeln eintrudelnde Lieferungen, horrende Versandkosten, schlechte Verpackung und vergammeltes Gemüse. Beim Schlusslicht Lebensmittel.de traf eine Lieferung erst rund zwei Wochen nach dem geplanten Termin ein; der Zustand der Ware fiel dementsprechend aus. Es gibt aber auch Lichtblicke: Mytime erreicht immerhin noch ein befriedigendes, Bringmeister ein gutes Ergebnis. Und Rewe überzeugte auf ganzer Linie.

Fast perfekt: Rewe auf Platz 1
Testsieger Rewe punktet mit Produktpreisen auf Niveau des lokalen Supermarktes. Zudem gibt es Sonderangebote direkt aus den Filialen. Bestellte Getränkekästen lassen sich leer bei der nächsten Bestellung zurückgeben. Neukunden können den Dienst vier Mal kostenlos testen. Beim Test kam Rewe beide Male pünktlich im vereinbarten Zeitfenster, das arbeitnehmerfreundlich nur zwei Stunden groß sein kann. Die Fahrer waren freundlich und wiesen auf Ersatzprodukte hin, die der Kunde durchaus ablehnen kann. Frische, Temperatur und Zustand der Ware waren tadellos, sämtliche Produkte unbeschädigt, das Mindesthaltbarkeitsdatum noch völlig im Rahmen.

Den gesamten Testbericht inklusive einer ausführlichen Testtabelle finden Sie ab sofort auf chip.de/supermarkt

Restaurant-Toilette

Örtchen der Entscheidung

Der Zustand der Toiletten ist für viele Gäste ein Indikator, wie es hinter den Kulissen eines Restaurants oder Hotels um Hygiene und Sauberkeit bestellt ist. Rund 46 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie gaben an, eine Gaststätte wegen mangelhafter sanitärer Einrichtung bereits bewusst gemieden zu haben.

Bei (halb-)öffentlichen WCs ist ein ansprechender Zustand in den Waschräumen eine tägliche Herausforderung. In „Schuhbecks Orlando“, dem „Pauly-Saal“ in Berlin oder „Die Bank“ in Hamburg gehören überfüllte Mülleimer und über den Boden verstreute Papierhandtücher der Vergangenheit an. Um auch außerhalb des Speisesaals ein ästhetisches Erlebnis zu bieten, rüsteten die Top-Gastronomen kürzlich auf den Dyson Airblade V Händetrockner um. Er trocknet die Hände durch zwei 690 km/h schnelle Luftströme binnen 10 Sekunden – dank HEPA-Filtration und berührungsloser Bedienung auf hygienische Weise.

Da das schmale Modell nur 10 Zentimeter von der Wand absteht, kann es ohne kostspieligen Einbau nachgerüstet werden. Mit Betriebskosten, die nach Herstellerangaben um 97 Prozent geringer sind als bei Papierhandtüchern, ist der Händetrockner für Gastronomen auch eine betriebswirtschaftlich interessante Alternative.

Mit einer Aktion schafft der Hersteller Dyson derzeit einen weiteren Anreiz zum Umstieg: Wer seine bisherige Händetrocknungslösung durch den Dyson Airblade V ersetzt, erhält einen Bonus von 50 Euro für jedes ausgetauschte und installierte Gerät. Die Aktion läuft noch bis zum 31.12.2014. Alle Infos unter www.dysonairblade.de.

Kaki

Süßes Aroma mit einem Hauch Vanille

Die exotische Kaki hat ein fruchtig-süßes, leicht vanilliges Aroma und sorgt für Abwechslung auf dem winterlichen Speiseplan. Sie schmeckt nicht nur pur, sondern eignet sich auch für Obstsalate, Konfitüre, Pfannkuchen, Muffins und Kuchen. Kinder lieben einen süßen Kaki-Smoothie, für den das Fruchtfleisch von Kakis und Orangen mit Zitronensaft, Joghurt und Wasser püriert wird. Kaki verfeinert auch pikante Speisen – etwa fruchtige Soßen und Chutneys. Ein süß-scharfes Kaki-Dressing passt zu winterlichen Salaten mit Möhren und Rote Beete, Weiß- oder Rotkohl. Dabei ist die Kaki sehr gesund und enthält reichlich Ballaststoffe, Eisen, Phosphor und Kalium sowie die Vitamine A, B und C.

Die Kaki ( Diospyros kaki ) ist ursprünglich in Ostasien beheimatet und zählt zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen. Die Kaki gehört zur botanischen Familie der Ebenholzgewächse und wächst auf bis zu zehn Meter hohen Bäumen.

Im Handel ist überwiegend eine Neuzüchtung der Kaki, die kernlose Sharonfrucht, erhältlich. Sie kommt aus Israel und ist nach der fruchtbaren Sharonebene benannt. Die gelb-orange Sharonfrucht sieht ähnlich aus wie eine Tomate und gilt als besonders aromatisch. Sie kann auch in hartem Zustand mit Schale gegessen werden, da sie wenig Gerbstoffe (Tannine) enthält. Die rot-orange Kaki dagegen ist kugeliger und hat einen milden Geschmack mit einer herberen Komponente. Sie ist nur im reifen Zustand genießbar, wenn sie eine saftig-weiche Konsistenz hat.

Eine Sharonfrucht kann man essen wie einen Apfel. Eine reife Kaki ebenso, falls man aber die Schale nicht mag, kann man sie auslöffeln wie eine Kiwi.

Achten Sie beim Einkauf auf Qualität. Die exotischen Früchte sollten keine Druckstellen aufweisen. Bei Zimmertemperatur können harte Exemplare noch nachreifen. Reife Früchte dagegen sollten nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank gelagert werden.
Heike Kreutz, www.aid.de

Dem Deutschen Wald geht es immer besser

Bestwerte bei Kiefern – Buchen erholen sich – Raupen belasten Eichen

Der Zustand des Waldes in Deutschland hat sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Das geht aus den Ergebnissen der jüngsten Waldzustandserhebung hervor, die das Bundeslandwirtschaftsministerium am Montag in Berlin veröffentlicht hat. Erholt haben sich vor allem die Buchen. Der Kiefer geht es so gut wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984. Eichen weisen hingegen schon seit rund zehn Jahren einen schlechten Kronenzustand auf. Dieser Trend setzt sich aufgrund eines hohen Befalls von Raupen und der Pilzkrankheit Mehltau fort. Insgesamt haben 39 Prozent der Waldfläche keine Schäden an den Baumkronen, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 36 Prozent der Bäume weisen leichte Schäden auf (2011: 35 Prozent). Der Anteil der Bäume mit deutlichen Kronenverlichtungen ist von 28 Prozent im Jahr 2011 auf nun 25 Prozent gesunken. Im Durchschnitt hat sich die Kronenverlichtung von 20,4 auf 19,2 Prozent vermindert.

Rund ein Drittel der Landesfläche in Deutschland besteht aus Wald (11,1 Millionen Hektar). Die häufigsten Baumarten sind hierzulande die Nadelbäume Fichte (28 Prozent) und Kiefer (24 Prozent), gefolgt von den Laubbäumen Buche (15 Prozent) und Eiche (10 Prozent). Alle vier Baumarten nehmen zusammen rund drei Viertel der Waldfläche ein. Als Indikator für den Zustand des Waldes dient den Förstern die Bewertung der Baumkrone. Die Abweichung von einem voll benadelten bzw. voll belaubten gesunden Baum der jeweiligen Art (Kronenverlichtung) wird in mehreren Stufen ermittelt. Die Schadstufen 2, 3 und 4 werden der Kategorie „deutliche Kronenverlichtungen“ zugeordnet. Das entspricht einer Kronenverlichtung von mehr als 25 Prozent. Schadstufe 1 mit Kronenverlichtungen zwischen 11 und 25 Prozent gilt als Warnstufe. Schadstufe 0 umfasst alle Bäume mit bis zu zehn Prozent Kronenverlichtung. Die mittlere Kronenverlichtung ist der Mittelwert aller untersuchten Bäume.

Bei den in Deutschland am häufigsten vorkommenden Baumarten ergaben sich im Einzelnen folgende Entwicklungen:

· Bei der Fichte beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen unverändert 27 Prozent. Auf die Schadstufe 0 entfallen 38 Prozent, gegenüber 40 Prozent im Vorjahr.

· Bei der Kiefer beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen nur noch elf Prozent, 50 Prozent der Bäume wiesen gar keine Kronenverlichtung auf. Die mittlere Kronenverlichtung der Kiefer ist mit 14,5 Prozent so gering wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984. Das ist nicht zuletzt der konsequenten Überwachung und den bei Bedarf ergriffenen Forstschutzmaßnahmen zu verdanken.

· Der Zustand der Buchen hat sich stark verbessert. Der Anteil der deutlichen Kronenverlichtung ist von 57 auf 38 Prozent gesunken, der Anteil der Bäume ohne Schaden ist von zwölf auf 22 Prozent gestiegen. Die hohe Verlichtung des Jahres 2011 war unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Bäume viele Bucheckern gebildet hatten. Dieser natürliche Vorgang der Fortpflanzung bedeutet für die Bäume einen Kraftakt, der sich in einer entsprechend schlechteren Belaubung niederschlägt. 2012 haben die Bäume fast gar keine Bucheckern getragen und konnten sich daher erholen. Der Kronenzustand ist jedoch noch immer schlechter als vor 2004. Damals gab es ebenfalls viele Bucheckern, und die Bäume litten an den Folgen des Extremsommers 2003.

· Bei der Eiche ist der Anteil der deutlichen Kronenverlichtung von 41 auf 50 Prozent angestiegen. Nur noch 17 Prozent weisen keine Schäden auf. Der Zustand der Baumart geht vor allem auf Schäden durch Insekten zurück, da die Raupen verschiedener Schmetterlingsarten im Frühling die jungen Blätter fressen. Besonders bedeutend sind der Grüne Eichenwickler sowie der kleine und der große Frostspanner. Diese Raupen können ganze Eichenwälder kahl fressen. Zunehmend kommt es auch zu Schäden durch den Eichenprozessionsspinner. Von seinen Raupen kann eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit ausgehen, da ihre Brennhaare Hautreizungen und pseudoallergische Reaktionen hervorrufen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium setzt sich im Rahmen eines Dialogs mit allen beteiligten Stellen für wirksame fachübergreifende Bekämpfungsstrategien ein. Die Eichen können den durch Raupenfraß verursachten Blattverlust durch Neuaustrieb ausgleichen, der jedoch häufig von der Pilzkrankheit Mehltau befallen wird. Das weiße Pilzgeflecht entzieht den Blättern Nährstoffe; stark befallene Blätter sterben ab. Der wiederholt starke Befall durch Raupen und Mehltau hat viele Eichen geschwächt.

Hintergrund: Waldzustandserhebung

Der Waldzustand wird seit 1984 basierend auf einem systematischen Netz von Stichproben jährlich in den Monaten Juli und August von den Ländern erhoben. Als Indikator für den Waldzustand dient der Kronenzustand. Die erhobenen Daten werden von den Ländern an das Institut für Waldökosysteme des Thünen-Instituts übermittelt und dort im Auftrag des BMELV ausgewertet. Durch die regelmäßigen Stichprobenerhebungen können Veränderungen des Kronenzustands erkannt und Risiken bewertet werden. Die Informationen sind eine wichtige Grundlage für forst- und umweltpolitische Entscheidungen zum Schutz des Waldes.

Weitere Informationen sowie die Ergebnisse der einzelnen Bundesländer erhalten Sie im Internet unter www.bmelv.de/waldzustand2012

Keine Arzneimittel über das WC oder den Ausguss entsorgen

Magazin Reader’s Digest analysiert den Zustand des Trinkwassers in Deutschland und gibt Tipps, was man selbst für sauberes Wasser tun kann

Wenn der Sommer da ist und die Hitze sich ausbreitet, wächst auch der Durst. Viele Menschen greifen dann gerne zum Wasser – ob aus der Flasche oder der Leitung. Wie gut aber ist das Leitungswasser in Deutschland, wo lauern Gefahren, was sollte man vermeiden? Das MagazinReader’s Digest gibt in seiner August-Ausgabe passend zur Sommerzeit viele wertvolle Tipps. Grundsätzlich gilt: Die Trinkwasserqualität gilt sowohl in Deutschland als auch in Österreich als ausgezeichnet. „Bei fast allen mikrobiologischen und chemischen Kriterien werden die rechtlichen Vorgaben zu mehr als 99 Prozent eingehalten“, sagt Dr. Ingrid Chorus, Abteilungsleiterin Trink- und Badewasserhygiene beim deutschen Umweltbundesamt. Die deutsche Trinkwasserverordnung schreibt vor, dass die bundesweit mehr als 6000 Wasserwerke das Trinkwasser ständig auf knapp 60 chemische, physikalische und mikrobiologische Parameter hin überprüft.

Dennoch gilt es laut Magazin Reader’s Digest einige Regeln zu beachten. So sollte man das Wasser ablaufen lassen, wenn es länger als vier Stunden in der Hausleitung gestanden hat. Denn für sämtliche Schadstoffe sind in dem sogenannten Stagnationswasser höhere Belastungen zu finden als bei Wasser, das frisch aus der Leitung kommt und in der Regel kühler ist. Wer zuhause einen Warmwasserspeicher hat, sollte diesen regelmäßig reinigen lassen. Damit sich keine gefährlichen Erreger bilden, ist es zudem ratsam, die Mindesttemperatur von 60 Grad einzuhalten. Gleichfalls wird empfohlen, den Filter an der Wasseruhr, der größere Schmutzpartikel aufhalten soll, regelmäßig zu spülen.

Eine klare Absage erteilen die Experten der Entsorgung von Arzneimitteln über das WC oder den Ausguss in Küche bzw. Bad. Stattdessen sollten überzählige oder abgelaufene Medikamente bei Sondermüllstellen oder in der Apotheke abgegeben werden. Überhaupt könnten Arzneimittel zum Problem der Zukunft für das Wasser werden. Während es vor einigen Jahren eher noch darum ging, wie stark das Trinkwasser durch Nitrat oder Pflanzenschutzmittel belastet ist, werden inzwischen immer öfter Rückstände von Arzneimitteln im Wasser nachgewiesen. Bis zum Jahr 2040 erwarten Fachleute eine Zunahme des Medikamentenverbrauchs um bis zu 20 Prozent. Zwar bleiben die meisten Arzneimittelsubstanzen in den Kläranlagen hängen oder sind biologisch abbaubar, von einigen finden sich aber Spuren im Wasser. Vor allem das Schmerz- und Rheumamittel Diclofenac, aber auch andere Schmerzmittel, Medikamente gegen Epilepsie, Betablocker sowie Fettsenker werden immer wieder nachgewiesen. Zwar sehen Experten keinen Grund zur Beunruhigung und halten die Qualität des Trinkwassers in Deutschland nach wie vor für sehr gut. Aber Karsten Zühlke, Diplom-Hydrologe und Dozent an der Fachhochschule Potsdam für den Bereich Siedlungswasserwirtschaft, fordert trotzdem größere Anstrengungen der Medizin: „Die Pharmaforschung sollte sich um abbaubare Substanzen bemühen.“

Indisch kochen

Indisch kochen ist einfach. Anders als bei anderen asiatischen Küchen findet der Amateurkoch die meisten Zutaten im normalen Supermarkt. Er muss keine kniffligen Gartechniken beherrschen und braucht nicht mehr Geschirr als eine beschichtete Pfanne. Indisch kochen ist aber auch unendlich schwer. Wer ein Spitzencurry brutzeln will, muss die Aromen einer Myriade von Gewürzen kennen und herausfinden, wie sie zusammenpassen – und das in gemahlenem oder geröstetem Zustand oder mit Zwiebel, Knoblauch und Tomate zu einer Paste verquirlt.

Lesen Sie den gesamten Artikel über „Indisch kochen“ bei WELT online:
www.welt.de/lifestyle/article8490896/Indiens-Kueche-ist-ein-Paradies-fuer-Vegetarier.html

„Fish international“ zeigt Produkte und Verarbeitungsmethoden

Der Weg zwischen Kutter und Ladentheke

„fish international“ zeigt Produkte und Verarbeitungsmethoden

Norwegisch, englisch, chinesisch, französisch, russisch – in den Bremer Messehallen sind zurzeit allerlei Sprachen zu hören. Seit gestern vereint die „fish international“ Fachbesucher aus aller Herren Länder in Bremen. Zum zwölften Mal dreht sich hier alles um Fisch. Neue Verarbeitungsmethoden, Verkaufskonzepte und alle Arten von Fisch und Seafood werden vorgestellt, begutachtet und gehandelt.

„Seit 1988 ist die ‚fish international’ der Handelsplatz für Fisch und Seafood in Deutschland“, sagt Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen. „Sie ist eine wichtige Messe für den Standort Bremen und sie unterstreicht die Bedeutung des Landes Bremen für die Fischwirtschaft. Die Aussteller aus 27 Nationen präsentieren hier in der Messe Trendfische genau so wie Klassiker, neue Produktkreationen und Verkaufskonzepte, aber auch innovative technische Entwicklungen und Lösungen. Denn es geht hier bei der ‚fish international’ nicht nur um den Handel mit Fisch, sondern auch um seine Verarbeitung.“

Welchen Weg der Fisch zwischen Kutter und Ladentheke zurücklegt, kann man in einer gläsernen Produktionslinie für Räucherfisch sehen. Die begehbare Fertigungslinie macht alle Produktionsschritte vom Wareneingang über das Filetieren, Trimmen und Schneiden bis zum Verpacken unter Schutzgasatmosphäre (MAP) und zur Ausgangskontrolle erlebbar. Die Salmco Technik GmbH Hamburg, Produzent von Lachsschneidemaschinen, bietet gemeinsam mit 21 namhaften Partnern die Möglichkeit, sich detailliert über die Funktionsweise einzelner Prozessschritte zu informieren – ein Angebot, das bereits an den ersten beiden Messetagen rege genutzt wurde. „Eine begehbare Produktionslinie dieser Art ist weltweit eine absolute Neuheit“, sagt Salmco-Inhaber Johann Glösmann. „Wir möchten in dieser realen Bearbeitungslinie die Maschinen in ihrem Zusammenwirken und die praktischen Anwendungen in der Gesamtfunktion sichtbar machen.“ Es gibt mehrere Vorführungen, in denen Lachs live verarbeitet wird. Angesprochen werden vor allem kleine Unternehmen und Mittelständler – interessant ist dies aber auch für Händler, die genau verfolgen können, welche Schritte der Lachs durchläuft, bevor er bei ihnen auf den Ladentisch kommt.

Woher der Fisch kommt, der in der Auslage liegt, und ob man ihn guten Gewissens verkaufen und verzehren kann, erfahren Händler – und alle anderen Interessierten – künftig im Fischereiportal des Bundes und der Länder, das in der Sonderschau Fischfachhandel präsentiert wird. Es liefert auf www.portal-fischerei.de verlässliche Daten zum Zustand verschiedener Fischbestände. In den kommenden drei Jahren entwickelt das Johann Heinrich von Thünen-Institut das öffentliche Internetangebot weiter, das Auskunft über den Zustand der 130 für den deutschen Markt wichtigen Fischbestände liefern soll. „Die zusammengestellten Informationen werden allgemeinverständlich, aber wissenschaftlich korrekt sein und ständig aktualisiert“, berichtet Dr. Christopher Zimmermann vom Institut für Ostseefischerei (OSF) am Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI). „Eine Einkaufsempfehlung geben wir nicht ab. Die Informationen sollen Handel und Verarbeitern vielmehr eine sachliche und nachvollziehbare Grundlage liefern, um eine eigene Einkaufspolitik zu entwickeln und damit den Handel von Fisch aus nachhaltiger Fischerei fördern.“

Gehandelt wird auf der Fachmesse „fish international“ noch bis Dienstag, 23. Februar 2010, in der Messe Bremen. Weitere Informationen gibt es online unter www.fishinternational.de .