Deutsche sind unsicher

Wein-Auswahl im Supermarkt

Wer im Supermarkt Wein kauft, hat die Qual der Wahl. In den Regalen stehen durchschnittlich circa 800 Sorten. Wie die Deutschen mit dieser Angebotsflut umgehen, zeigt die SGS-Verbraucherstudie 2014. Mehr als 1.000 Weintrinker gaben bei der deutschlandweiten Befragung des Prüfinstituts an, nach welchen Kriterien sie beim Einkauf entscheiden. Das Ergebnis: Am Weinregal scheiden sich die Geister. Aufgrund fehlender Orientierung sucht jeder zweite Käufer bei der Weinauswahl auf dem Etikett nach Angaben, die die Auswahl erleichtern sollen. Die andere Hälfte der Befragten greift bei Wein auf gut Glück zu. Warum das so ist und woran sich Weinkäufer orientieren können, weiß Guido Eggers, Getränke-Experte bei SGS Institut Fresenius.

„Drei Viertel der Deutschen sind beim Einkaufen von Lebensmitteln unsicher. Bei der komplexen Kategorie Wein kommt diese Verunsicherung noch stärker zum Tragen als bei anderen Produkten. Die Markenverbundenheit ist gering und hinzukommt, dass Weine Erfahrungs- und Vertrauensgüter sind. Es ist schwer vorherzusagen, wie ein Bordeaux, ein Riesling oder ein Grauburgunder schmecken und ob diese Weine auch den persönlichen Geschmack des Verbrauchers treffen. Der transparenten und qualitativen Beurteilung sowie der professionellen Beschreibung von Weinen kommt im Einzelhandel daher eine zunehmende Bedeutung zu“, sagt Getränke-Experte Guido Eggers. Sein Team beim SGS Institut Fresenius nutzt für die sensorischen Prüfungen von Weinen auf Aussehen, Geruch und Geschmack eine Methode, die der bekannte Wein-Sensoriker Martin Darting professionalisiert hat.

Diese professionelle Wein-Sensorik von SGS Institut Fresenius wendet das Niersteiner Unternehmen Frag‘ Henry! an, das gemeinsam mit Darting den ersten digitalen Sommelier für den Lebensmitteleinzelhandel entwickelt hat. „Henry“ empfiehlt dem Kunden am PoS den passenden Wein für ein bestimmtes Essen oder einen besonderen Anlass. Dabei stützt er seine Weinempfehlungen auf ein System, das Essens- und Anlassprofile mit Weinprofilen abgleicht und dem Verbraucher den am besten passenden Tropfen präsentiert.

„Weil wir die Weine von den speziell geschulten Sommeliers der SGS Institut Fresenius sensorisch prüfen lassen, kann sich der Weinkäufer auf eine garantiert unabhängige und kompetente Empfehlung verlassen“, sagt Tjorven Jorzik, Geschäftsführer von Frag‘ Henry!. Zusätzlich geben die bildhaften Weinbeschreibungen von SGS Institut Fresenius Orientierung. „Unter einem leichten Weißwein mit einer Note von grünem Apfel können sich mehr Menschen etwas vorstellen als unter einem Grauburgunder aus Rheinland-Pfalz“.

„Henry befindet sich im bundesweiten Roll-out“, ergänzt Geschäftsführer Tjorven Jorzik. „Neben Umsatzsteigerungen von bis zu 20 Prozent profitiert der Handel durch die Weinanalysen auch von der zusätzlichen Qualitätsprüfung sowie der Sicherstellung der sensorischen Qualität und Stabilität der eingekauften Ware – auf Basis internationaler Verkostungsstandards (OIV).“

Mit dem neuen Frag‘ Henry! Siegel, unterstreicht der Anbieter des digitalen Weinberaters nun seine Bestrebungen gemeinsam mit SGS Institut Fresenius den Transparenzforderungen der Verbraucher nachzukommen. Es soll ab sofort Wegweiser für eine verlässliche und objektive Weinempfehlung sein.

Vivace Kaviar

Es ist nun möglich, Kaviar mit einem guten Gewissen kulinarisch zu genießen: der Grund dafür ist eine Erfindung der Meeresbiologin Prof. Dr. Angela Köhler. Sie hat den einzigen Weg entdeckt, aus abgestreiften Störeiern einen frischen, sauberen und köstlichen Kaviar mit perliger Textur und ohne Konservierungsstoffe herzustellen, so dass Störe nicht mehr getötet werden müssen. Das Produkt: Vivace Caviar. Die ersten hunderte Kilo des „Correct Caviar“ aus der Testproduktion wurden seit 2012 in der Nähe von Leipzig hergestellt. In der Zwischenzeit ist die Produktion nach Bremerhaven umgezogen und der Vertrieb auch für den deutschsprachigen Markt angelaufen.

Seit Generationen bemühen sich Störzüchter und Kaviarproduzenten intensiv darum, was jetzt endlich Wirklichkeit geworden ist: Premium Kaviar ohne den Stör zu töten. Diese Idee bewegt die Kaviar-Produzenten schon lange. Erhitzung, Farbzusätze und Konservierungsstoffe resultierten allerdings in einem eher unbefriedigendem Produkt für Kaviargenießer. In der Wildnis dauert es viele Jahre, bis ein Stör das erste Mal den wertvollen Rogen produziert – je nach Spezies bis zu 26 Jahre. Und immer mehr Störarten sind vom Aussterben bedroht. Sollte der Trend anhalten, werden die 27 noch existierenden Störarten vermutlich bald ganz ausgelöscht sein.

Selbst unter optimaler Fütterung und Pflege liefern Störe auch in der Aquakultur erst nach mindestens fünf bis zehn Jahren das erste Mal Kaviar. Bislang musste Kaviar aus unreifem Rogen durch Tötung des Fisches gewonnen werden. Die unreifen Eier sind von einem Netz aus Blutgefäßen und Follikelzellen umgeben, die das unreife Ei für Waschung und Salzung stabilisieren. Lässt man dagegen den Rogen heranreifen, sauber aus dem Ovar in die Bauchhöhle fallen und streift die Eier ab, ohne den wertvollen Fisch zu schlachten, haben die reifen Eier alle wertvollen Inhaltsstoffe und weisen das biologische Potenzial auf, neues Leben entstehen zu lassen. Bislang verklebten sie bei Kontakt mit Wasser und platzen bei der Zugabe von Salz.
Prof. Dr. Angela Köhler in Bremerhaven am Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) tätig, hat sich die Reifevorgänge der Störeier genau angesehen und in fünf Jahren Forschung die richtigen natürlichen Signalmoleküle für die Behandlung der reifen Störeier gefunden. Durch den Kontakt der frisch gestreiften Eier mit den natürlichen Signalmolekülen in der richtigen biologischen Konzentration, stabilisieren sich die empfindlichen Eier selbstständig. In der Natur bewirken genau diese Moleküle, dass die Außenhaut des Eies so geschützt wird, dass sich ein gesundes Lebewesen entwickeln kann.

Die Vorteile des neuen „Köhler“-Verfahrens:
Der Stör bleibt am Leben.
Die Qualität und die Größe des Kaviars steigen mit jeder Ernte.
Die Eier sind gleichmäßig groß.
Die gestreiften Eier haben eine vollkommen reine Oberfläche.
Textur und Körnigkeit des Kaviars können den Wünschen der Kunden angepasst werden.
Das Vivace Verfahren bringt absolut sauberes Kaviar-Korn hervor und garantiert damit eine lange Haltbarkeit ohne Zusatz von Konservierungsstoffen.
Vivace Caviar ist immer malossol gesalzen.

Weltweit hat sich das Alfred Wegner Institut die Patentrechte an dem neuen Verfahren gesichert.

Erste Verkaufserfolge konnten in einer Testphase in den Vereinigten Staaten erzielt werden. Auch in Deutschland findet Vivace – Correct Caviar in der Spitzengastronomie bereits Verwendung. So bietet Alexandro Pape vom Hotel Restaurant Fährhaus auf Sylt, das Borchardt Restaurant in Berlin oder Das Bülow Palais in Dresden bereits die Weltneuheit an. Erhältlich ist Vivace Caviar über Lestra in Bremen oder auch direkt beim Produzenten Vivace GmbH in Loxstedt (Bremerhaven).

www.vivacecaviar.de

Drei Viertel der Deutschen unsicher beim Lebensmitteleinkauf

Bei Lebensmitteln sind die Deutschen Qualitäts-Sensibelchen: Frische, Produktgüte und Herkunft sind für sie wichtigste Einkaufskriterien. Doch für 77 Prozent der Bundesbürger macht gerade das den Besuch im Supermarkt zu einer echten Herausforderung. Sie wissen nicht, für welche Produkte sie sich entscheiden sollen und ob sie diesen trauen können. Die Folge: Konsumenten werten Hinweise auf regionale Lebensmittel oder ein sauberes Geschäft als Signale für ein qualitativ gutes Sortiment und lassen sich davon beim Einkauf leiten. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung, die der Warenprüfkonzern SGS mit dem Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt hat.

Regelmäßige Kontrollen, Produkttests, Gütesiegel – die Qualität der Lebensmittel in Deutschland ist nachweislich hoch. Trotzdem sind die Konsumenten skeptisch: Drei Viertel der Bundesbürger sind beim Einkaufen verunsichert. Die neue SGS-Verbraucherstudie zeigt: 66 Prozent der Deutschen wollen auf Produktqualität achten, deutlich mehr als auf den Preis von Lebensmitteln. Doch ihnen fehlt die Orientierung. So ärgern sich knapp 80 Prozent der Bevölkerung über Verpackungsangaben und rund die Hälfte der Verbraucher glaubt sogar, dass diese irreführend oder falsch sind. Stattdessen achten die Deutschen vielmehr auf Frische, ein sauberes Ladengeschäft und die regionale Herkunft der Produkte.

So wird für Konsumenten zum Beispiel die Information darüber, woher Lebensmittel stammen, immer wichtiger. Dies zeigt der Vergleich zu der Verbraucher-Befragung der SGS aus dem Jahr 2010. Während die Produktherkunft vor vier Jahren nur 33 Prozent der Verbraucher wichtig war, ist sie heute bereits für 51 Prozent der Konsumenten ausschlaggebend.

„Die Befragung zeigt, dass die Lebensmittelindustrie heute in der Verantwortung steht, Produktqualität und regelmäßige Lebensmittelkontrollen für Verbraucher noch transparenter und noch verständlicher zu machen“, sagt Alexander Flath von der SGS, zu der auch das Lebensmittellabor SGS Institut Fresenius gehört. „Gerade bei angeblichen Skandalen, über die heute ja fast täglich berichtet wird, sind Lebensmittelbetriebe darauf angewiesen, Lieferanten nennen und Produktionsketten rückverfolgen zu können. Ein lückenloses Qualitätsmanagement ist somit ein wichtiger Schlüssel zum Verbrauchervertrauen.“

Die SGS-Verbraucherstudie ist eine Untersuchung, für die der Warenprüfkonzern SGS gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach regelmäßig mehr als 1.500 Verbraucher nach ihrem Verhalten beim Einkauf von Lebensmitteln befragt. Welche Impulse Hersteller und Händler aus den Erkenntnissen ziehen können, beleuchtet der 32-seitige Berichtsband der SGS-Verbraucherstudie 2014 „Vertrauen und Skepsis: Was leitet die Deutschen beim Lebensmitteleinkauf“.

Die komplette SGS-Verbraucherstudie ist ab sofort kostenfrei bei der SGS-Gruppe Deutschland per E-Mail an de.verbraucherstudie@sgs.com bestellbar.

Kochvergnügen

Jeder zweite Deutsche schwärmt von den Mahlzeiten seiner Kindheit

Gemeinsam essen macht lebensfroh – und nicht nur das: Die Erinnerungen an die ersten kulinarischen Genüsse prägen uns ein Leben lang. Mehr als jeder zweite Deutsche erinnert sich noch heute mit gutem Gefühl an die Familienmahlzeiten seiner Kindheit. Das zeigt eine aktuelle Studie des Happiness Instituts unter mehr als 2.000 Bundesbürgern zwischen 14 und 69 Jahren.

Unterschieden wurde dabei unter anderem nach Studienteilnehmern, die sich selbst als sehr lebensfroh bezeichnen, und allen übrigen. Unabhängig davon, wie ausgeprägt die Lebensfreude der Deutschen ist, fast zwei Drittel erinnern sich noch gut daran, wie das Lieblingsgericht ihrer Kindertage geschmeckt hat. Für 53 Prozent ist das Gefühl der Geborgenheit beim gemeinsamen Tafeln heute so präsent wie damals. In der Gruppe der sehr lebensfrohen Befragten bestätigen sogar 60 Prozent, sich daran noch lebhaft zu erinnern.

Damals so schön wie heute: Schon vor dem Essen aus Töpfen und Schüssel naschen
Auch die Kochvorbereitungen in der Familienküche haben viele noch klar vor Augen: Mehr als jeder zweite Deutsche erinnert sich daran, dass er als Kind am liebsten schon vor dem Essen erste Happen stibitzte. Genauso gerne erinnern sich die Deutschen an die angenehmen Düfte in der Küche. Die gelöste Stimmung am Esstisch hat 34 Prozent aller Befragten sowie 41 Prozent der sehr lebensfrohen Befragten schon als Kind begeistert. Dabei gibt es aber nicht nur positive Erinnerungen: Für ein Viertel der Deutschen ist das lange Stillsitzen im Gedächtnis geblieben.

Lebensfrohe Eltern geben die Lust aufs Kochen an ihre Kinder weiter
Mit Mamas Einkaufskorb zum Markt, an Opas Hand zum Metzger: Jeder vierte Deutsche weiß noch heute, wie er als Kind mit Eltern oder Großeltern für das Familienessen einkaufen ging. Eine Tradition, die insbesondere lebensfrohe Eltern weiterführen: Drei Viertel aus dieser Befragungsgruppe kaufen die Zutaten gemeinsam mit den Kindern ein, um ihnen die Vorteile gemeinsamer Mahlzeiten näher zu bringen. 85 Prozent lassen die Kinder das Gericht selbst auswählen, knapp die Hälfte stöbert gemeinsam mit ihnen in Kochbüchern. Dass die Nachwuchsköche sich als Erwachsene mit Freude daran erinnern werden, ist mehr als wahrscheinlich und zeigt sich am Kochvergnügen der deutschen Teens, mehr als zwei Drittel der 14 bis 19 jährigen sagen sie kochen gern und genießen, dass ihnen dabei niemand Vorschriften macht (82%).

Das Happiness Institut ist eine Initiative von Coca-Cola Deutschland. Coca-Cola steht seit 125 Jahren für Lebensfreude. Mit aktuellen Studien, spannenden Fakten und alltagsnahen Geschichten beschreibt das Happiness Institut gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Praxis das Phänomen Lebensfreude. Weitere Informationen unter www.happiness-institut.de

82 % der Deutschen sind Geniesser

Bundesrepublik der Genießer: Nur drei Prozent der Deutschen liegt nichts an gutem Essen und Trinken

Die genussfeindlichen Deutschen – ein Klischee, das spätestens jetzt der Vergangenheit angehört. Denn eine aktuelle Studie des Happiness Instituts* unter mehr als 2.000 Bundesbürgern zwischen 14 und 69 Jahren zeigt, dass die Deutschen ganz im Gegenteil große Genießer sind. 82 Prozent sagen demnach: Genuss ist gut für die Seele. Drei Viertel geben an, Genuss mache sie lebensfroh. Und zwei von drei Deutschen finden: Wer sein Essen genießt, genießt auch sein Leben. Nur drei Prozent der Befragten machen sich nichts aus gutem Essen und Trinken.

Gutes Essen: eine Investition in die Lebensfreude
Ein voller Teller allein macht dabei für die Mehrheit noch keinen Genuss aus – die Lebensfrohen setzen beim Essen auf Qualität. 80 Prozent der Lebensfrohen betonen, es gehe nicht darum möglichst viel, sondern möglichst gut zu essen. Unter den Studienteilnehmern über 60 Jahren sagen dies sogar 85 Prozent. Rund jeder Zweite hat dabei auch den Preis im Blick und ist der Ansicht, Genuss sei eine Frage des Geldes, da gute Lebensmittel teuer seien. Der kulinarischen Experimentierfreude tut das keinen Abbruch: 73 Prozent verbinden Genuss mit Abwechslung und probieren gern Neues aus.

Genuss und schlanke Linie: für die meisten kein Widerspruch
Geteilter Genuss ist doppelter Genuss: 80 Prozent der Lebensfrohen gönnen sich ein gutes Essen am liebsten mit anderen Menschen. Trotzdem schlank zu bleiben ist für die Mehrheit kein Widerspruch: Nur neun Prozent finden, Genuss schade der Figur. Und welche Zutaten gehören zu einem genussvollen Essen dazu? Gute Gespräche gehören dazu, sagen 89 Prozent der Lebensfrohen. Einen angenehmen Tischnachbarn finden 82 Prozent der Lebensfrohen wichtig. Dezente Beleuchtung und gedämpfte Musik schätzt jeder Dritte. 43 Prozent der Frauen freuen sich besonders über Kerzenschein, dagegen 28 Prozent der Männer. Die Befragten in Ostdeutschland legen mit 34 Prozent überdurchschnittlich viel Wert auf polierte Gläser, im Westen achtet jeder Fünfte darauf.

* Das Happiness Institut ist eine Initiative von Coca-Cola Deutschland. Mit aktuellen Studien, spannenden Fakten und alltagsnahen Geschichten beschreibt das Happiness Institut gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Praxis das Phänomen Lebensfreude.
www.happiness-institut.de

CookTank

Spitzenköche der „Next Generation“ stehen beim fünften Sternefresser CookTank im Fokus – – Nachwuchs kann sich für Teilnahme bewerben

Mit großen Schritten auf zu den ersten Auszeichnungen, gut ausgebildet, aber mit eigenem Kopf und längst aus dem Schatten ihrer Lehrmeister herausgetreten: Eine neue Generation erobert die Küchen und sorgt mit viel Talent für frischen Wind in der kulinarischen Landschaft. Diese aufstrebende Riege junger Spitzenköche stellt der fünfte CookTank des Online-Magazins Sternefresser.de in den Fokus und bringt ihre innovativsten Vertreter am 15. Juli zum Ideenaustausch in Frankfurt zusammen.

Die Kernfragen der „Next Generation“ sind aktueller denn je: Wohin entwickelt sich die Sternegastronomie? Regional, nachhaltig, ethisch vertretbar – welche Produkte gehören in die Küche von morgen? Wie begeistert man neue Gäste in Zeiten sozialer Medien? Und wie viel Medienpräsenz verträgt sich eigentlich mit dem nötigen Engagement am Herd? Vertreter aus Wissenschaft, Kritik und Medien stellen sich den Fragen der Spitzenköche und suchen gemeinsam mit ihnen den Weg zum Mehrwert.

„Gutes Miteinander und konstruktive Gespräche sind uns besonders wichtig“, betont CookTank-Gründer Christian Stromann. „Wir wollen die Aufsteiger der Gourmetszene noch besser vernetzen und fördern, denn sie sind die Zukunft einer ganzen Branche.“ Die große Küche in der Loftatmosphäre des Ateliers der Genussakademie bietet für einen Tag zwischen Kochstation, Esstisch, Fotostudio und Vortragsrunde den idealen Rahmen.

Vernetzung und Dialog sind die Zauberworte der CookTank-Idee. Doch geht es um weit mehr als ein nettes Kennenlernen und das gemeinsame Kochen vor Ort. Bereits seit März stehen die elf ausgewählten Kandidaten der nächsten Generation in regem Kontakt. Eine eigene Facebook-Gruppe dient als lebendiges Forum, um den ersten Austausch zu vertiefen. Zudem gibt es schon im Vorfeld viel für die Teilnehmer zu tun: Vorschläge für die fachübergreifenden Vorträge werden gemeinsam sondiert, mögliche Themen für neue Gerichte untereinander diskutiert.

Fernab öffentlicher Kochevents findet sich so Raum zum Ideenaustausch. Neue Blickwinkel und Erkenntnisse aus Öffentlichkeitsarbeit, Vermarktung und Fotographie ergänzen die Inhalte. Für das wissenschaftliche Fundament der Veranstaltungsreihe sorgt Prof. Dr. Thomas Vilgis vom Max-Planck-Institut in Mainz. Der Autor, Physiker und Nahrungsmittelforscher bereichert die Runde mit Kurzvorträgen und wertvollem Hintergrundwissen.

Die Inspiration für den Nachwuchs steht nicht ohne Grund oben auf der Agenda. Längst hat der viel gefürchtete Fachkräftemangel auch die Sterneküchen erreicht. Interessierte Jungköche können sich deshalb für eine Teilnahme am CookTank per Wildcard qualifizieren. Das Bewerbungsthema „Zeige uns DEINE Küche – koche einzigartig“ wurde von den Spitzenköchen entwickelt und ermutigt zur eigenen Stilistik. Alle Einsendungen werden gemeinschaftlich geprüft und die überzeugendsten Talente eingeladen.

Mit von der Partie sind Hendrik Olfen (28), Sous Chef von Zwei-Sterne-Koch Hans Horberth im Kölner La Vision sowie die Ein-Sterne-Köche Andreas Tuffentsammer (27) aus der Ole Deele bei Hannover, Christopher Schmah (27) aus dem Graf Leopold in Daun/Eifel, Dirk Hoberg (31) aus dem Ophelia in Konstanz, Thomas Macyszyn (33) aus dem Narvette in Rüsselsheim, Sebastian Prüßmann (32) aus der Villa Hammerschmiede in Pfintztal, André Rickert (34) aus dem Weinsinn in Frankfurt und Steffen Mezger (34) aus dem Atelier in München. Ergänzt wird die Runde durch die schon zweifach besternten Kollegen Erik Arneke (30) und Eric Werner (27) aus der Résidence in Essen und Matthias Schmidt (31) aus der Villa Merton in Frankfurt.

Wildcard für den Nachwuchs: Einsendeschluss von Rezept und Bild des Gerichts für die Teilnahme am CookTank ist der 7. Juni 2013 unter info@sternefresser.de.

SALUMIAMO 2012

Hamburg ist die erste Etappe des kulinarischen Events zur Förderung von italienischer Schinken und Spitzen-Wurstwaren. Cornelia Poletto präsentiert bei der offiziellen Einweihung am 6. November besondere Kreationen in ihrem eigenen Restaurant.

Die Hansestadt Hamburg wird die erste Etappe von SalumiAmo, Ausgabe 2012, sein. Das Projekt widmet sich der Förderung von Spitzenprodukten italienischer Schinken und Wurstwaren und wird gemeinsam vom Italienischen Institut für Außenhandel (ICE) sowie dem Istituto Valorizzazione Salumi Italiani (IVSI – Institut zur Imageförderung von italienischen Schinken und Wurstwaren) organisiert.

Die berühmte Küchenchefin Poletto kreiert und präsentiert aus diesem Anlass eine Reihe von Gerichten auf der Basis von italienischen Spitzenwurstwaren. Ziel ist die Verfeinerung des Geschmacks mit ungewöhnlichen Kombinationen aus italienischer und internationaler Küchentradition.
Der nicht öffentliche Eröffnungsabend bildet den Auftakt zu der Aktionswoche vom 6. bis zum 11. November mit Verkostungen für die breite Öffentlichkeit in Hamburger Lokalen. In diesen Tagen haben Liebhaber der guten italienischen Küche Gelegenheit, hervorragende Schinken und Wurstwaren in Begleitung von einem Aperitif oder als Vorspeise kostenlos in den folgenden Lokalen zu probieren: Die Bank (Hohe Bleichen Nr. 17, 20354 Hamburg), Elbwerk (Bernhard- Nocht-Str. Nr. 68, 20359 Hamburg), Neumanns Bistro & Bar (Grindelhof Nr. 77, 20146 Hamburg) und Cornelia Poletto.

„Das Hauptziel der Veranstaltung SalumiAmo besteht darin, die deutsche Öffentlichkeit mit den spezifischen Merkmalen hervorragender italienischer Schinken und Wurstwaren bekannt zu machen“, sagt dazu Ines Aronadio vom ICE im Gourmet Report Gespräch, “so dass jeder, aber vor allem junge Leute, die Qualität und Vielseitigkeit der Produkte schätzen lernen. Zum Beispiel als Vorspeise oder als Beilage zu den in Deutschland so beliebten After-Work-Drinks.“

„Mit SalumiAmo möchten wir der deutschen Öffentlichkeit nicht nur die Bedeutung der Gütesiegel DOP (g.U.) und IGP (g.g.A.) von italienischen Schinken und Wurstwaren näherbringen“, fügt Francesco Pizzagalli des IVSI hinzu, „sondern auch auf ernährungsphysiologische Eigenschaften hinweisen, u.A. auf den Reichtum von Vitamin B, Eisen und ungesättigte Fettsäuren mit besonderer Eignung für eine Cholesterin- und kalorienarme Ernährung,“ so die Expertin weiter gegenüber Gourmet Report.

Nach Hamburg werden die nächsten Etappen der Veranstaltung Düsseldorf (13. bis 18. November) und Berlin (20. bis 25. November) sein.
Weitere Informationen zu SalumiAmo und Daten der Verkostung in ausgewählten Lokalen unter www-salumi-italiani.it

Ebl Naturkost

Artgerechte Tierhaltung, Verzicht auf Gentechnik und keine präventiven Antibiotika – es gibt gute Gründe, die für Bio sprechen. Supermärkte, die sich auf den Verkauf von ökologischen Erzeugnissen spezialisiert haben, liegen voll im Trend, auch weil Kunden sich hier gut aufgehoben fühlen. Dass die Mitarbeiter jedoch gar nicht immer so kompetent sind wie angenommen, zeigt nun die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität. Die Marktforscher nahmen Service und Beratung von zehn Bio-Supermarkt-Ketten unter die Lupe.

Zwar informierten die Mitarbeiter ihre Kunden meistens engagiert, oft jedoch lückenhaft und zum Teil sogar falsch. Mehr als jede vierte Auskunft, etwa zum Unterschied zwischen Glutamat und Hefeextrakt, ließ wesentliche Informationen vermissen. In acht von 100 Testbesuchen machten die Verkäufer falsche Angaben. „Selbst die Frage nach dem Unterschied zwischen Eiern aus Bio- und konventioneller Freilandhaltung überforderte einige Verkäufer“ erklärt Bianca Möller, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstituts.

Die Stärke der Biomärkte war das umfassende Angebot. Neben verschiedenen Marken und Sorten – etwa bei Müslis oder Säften – überzeugte die Branche mit der Qualität der Produkte. So waren Obst und Gemüse stets frisch und abgelaufene Produkte mussten nicht bemängelt werden. Auch exotische Lebensmittel sowie Theken für frische Produkte wie Backwaren, Fleisch oder Käse gehörten in vielen Geschäften zum Angebot. Darüber hinaus sorgten die Märkte mit ihren ansprechend gestalteten und sauberen Filialen für ein positives Einkaufserlebnis.

Testsieger und damit „Bester Bio-Supermarkt“ wurde Ebl Naturkost. Die bayerische Biomarkt-Kette überzeugte mit dem besten Erscheinungsbild und einem vielfältigen Sortiment. Die Mitarbeiter zeigten sich sehr freundlich und kompetent. Auf Rang zwei platzierte sich Naturgut unter anderem mit einem sehr guten Angebot. Die Filialen boten außerdem die meisten Zusatzservices wie Bistros oder Kinderspielecken an. Drittplatzierter wurde Voll Corner. Die Verkäufer hatten meistens sofort Zeit für eine Beratung. Hilfsbereit und entgegenkommend beantworteten sie alle Fragen richtig.

Das Marktforschungsinstitut untersuchte in einer umfassenden Studie zehn Bio-Supermarkt-Ketten. Die Qualität von Service und Beratung wurde im Rahmen von je zehn verdeckten Filialbesuchen in unterschiedlichen Städten evaluiert. Insgesamt flossen 100 Testfälle in die Analyse ein. Berücksichtigt wurden die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter, das Angebot, die Wartezeiten und das Erscheinungsbild der Biomärkte.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität prüft unabhängig anhand von mehrdimensionalen Analysen die Dienstleistungsqualität von Unternehmen und Branchen. Dem Verbraucher liefert das Institut bedeutende Anhaltspunkte für seine Kaufentscheidungen. Unternehmen gewinnen wertvolle Informationen für das eigene Qualitätsmanagement.

Quelle:
Deutsches Institut für Service-Qualität

Äpfel genießen trotz Allergie

Alte Apfelsorten sind für Allergiker besser verträglich als neu gezüchtete Sorten. Das ist vermutlich auf den hohen Gehalt an Polyphenolen zurückzuführen, lässt eine Untersuchung an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe vermuten. Polyphenole sind aromatische Verbindungen, die in neuen Apfelzüchtungen meist kaum noch vorhanden sind. Offenbar können diese Substanzen das eigentliche Apfelallergen inaktivieren und dadurch verhindern, dass die Allergie auslösenden Eiweißstoffe vom Körper aufgenommen werden.

In Deutschland reagieren zwei bis vier Millionen Bürger auf Äpfel allergisch. Neben Reifegrad, Verarbeitung und Zubereitung hat auch die Apfelsorte einen großen Einfluss auf das allergische Potenzial. Traditionelle Sorten wie Eifeler Rambur, Roter Boskoop, Goldparmäne oder Roter Eiserapfel werden in der Regel besser vertragen. Thomas Bernert vom Institut für Lebensmitteltechnologie hat im Rahmen seiner Bachelorarbeit verschiedene Apfelsorten auf ihren Polyphenolgehalt untersucht. Alte Sorten hatten deutlich höhere Polyphenolgehalte als Neuzüchtungen wie Braeburn, Golden Delicious oder Granny Smith. Diese Substanzen wurden herausgezüchtet, da sie der Frucht einen säuerlichen Geschmack geben und nach dem Anschnitt des Apfels zu einer schnellen Braunfärbung führen.

Generell kann der Allergengehalt eines Apfels reduziert werden, indem man die Frucht schält, klein schneidet und kurze Zeit an der Luft stehen lässt. Als Kompott, Bratapfel, Saft, Gelee oder im Kuchen sind meist auch die neuen Sorten für Allergiker gut verträglich.
Heike Kreutz, www.aid.de