Das größte Teleskop Europas ging auf Teneriffa in Betrieb

Auf Teneriffa fand am „Observatorio del Teide des Instituto de Astrofísica de Canarias“ (IAC) die Einweihungsfeier für das neue 1.5 Meter große Sonnenteleskop GREGOR statt.
Errichtet hat das Teleskop ein deutsches Konsortium aus dem Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik, dem Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam, dem Institut für Astrophysik Göttingen, dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und weiteren internationalen Partnern. Das Instrument wurde für hoch genaue Messungen des magnetischen Feldes und von Gasströmungen in der solaren Photosphäre und Chromosphäre mit einer räumlichen Auflösung von besser als 70 km auf der Sonne und für hoch aufgelöste stellare Spektroskopie konstruiert.

Zum Standort: Die UNESCO hat Teneriffa zu einem der weltweit besten Plätze für Himmelsbeobachtung erklärt, denn der Nachthimmel über der größten Kanareninsel ist besonders klar. Sternwarten und Teleskope ermöglichen es hier nicht nur Wissenschaftlern, sondern auch Inselbesuchern, das fantastische Himmelszelt von Teneriffa näher zu betrachten. Darüber hinaus werden für interessierte Hobbyastronomen lehrreiche Ausflüge angeboten, bei denen die Sternbeobachtung im Mittelpunkt steht. Optimale Bedingungen zum Betrachten der leuchtenden Himmelskörper bieten sich besonders in der Umgebung des Teide-Nationalparks, in dem auch astronomische Einrichtungen öffentlich genutzt werden können. Beliebte Ziele für Sternengucker sind auch der Gipfel des Montaña Guajara oder die Umgebung des Hotels Parador de Turismo ( www.parador.es/de/parador-de-las-canadas-del-teide ). Dort können Besucher mit einem kleinen Teleskop und guten Ferngläsern auf Stativen das gesamte Himmelsgewölbe erkunden. An bestimmten Tagen finden sich dort zahlreiche Besucher ein, um Sternschnuppenregen wie die jährlichen „Perseídas“ oder „Leónidas“ mit eigenen Augen zu sehen. Auch in fast allen anderen Nächten offenbart sich über der Ferieninsel ein glitzernder, unendlicher Sternenhimmel.

Weitere Informationen:
Besuche des Observatoriums des Teide: Zur Öffentlichkeitsarbeit des Institutes für Astrophysik der Kanarischen Inseln, damit die astronomischen Kenntnisse allen zugänglich sind, gehört u.a. die Organisation von Besuchen von Schulklassen oder anderen Gruppen im Observatorium. Zum Observatorium des Teide gehört inzwischen auch ein Besucherzentrum, das in einer leer stehenden Kuppel untergebracht und mit einer Fülle von Ausstellungsobjekten ausgestattet wurde, die der Verbreitung der wissenschaftlichen Erkenntnisse dienen. Es bietet 40 Personen Platz und wird benutzt, um den Besuchern zu erklären, woraus ein Observatorium besteht, wie Teleskope funktionieren und welche Bedeutung die Astronomie für die Menschen besitzt.

Die aktuelle Studie Lebensmittelmärkte 2012

Discounter sind billig und Vollsortimenter haben das
umfangreichste Angebot: Nur ein Vorurteil oder stimmt dies tatsächlich? Welche
Kette bietet den besten Mix aus niedrigen Preisen und einem guten Service?
Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat im Auftrag des Nachrichtensenders
n-tv 17 Lebensmittelmarktketten getestet, darunter sieben Discounter, vier
Supermärkte mit Vollsortiment und sechs große Verbrauchermärkte.

Das Ergebnis: Beim Preistest lagen in der Tat Discounter vorn. Den im Durchschnitt
günstigsten Warenkorb mit 27 Produkten des täglichen Bedarfs bot Aldi-Nord.
Dieser war rund zwei Euro und somit gut sieben Prozent günstiger als der
Warenkorb des teuersten Anbieters. Der vergleichsweise geringe Preisunterschied
zeigt jedoch, dass Vollsortimenter und Verbrauchermärkte mit ihren Handelsmarken
wie ja! oder Gut&Günstig im Preiskampf der Discounter gut mithalten können.
Eine Reihe von Produkten wurde durchweg bei allen Anbietern zum Einheitspreis
angeboten – zum Beispiel Vollmilch, Butter, Mehl oder Zucker.

Beim Service überzeugten die Verbrauchermärkte am meisten. Sie verfügten
über das umfangreichste Produktangebot und die beste Qualität des Umfelds.
Die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter wurde im Schnitt mit der
Note gut bewertet – wie auch bei den Supermärkten mit Vollsortiment. Ganz
anders die Discounter: Sie erhielten für die Kompetenz des Personals im Durchschnitt
nur das Urteil ausreichend. „Die Mitarbeiter machten bei Fragen zu den verkauften
Produkten oft unvollständige und teilweise sogar falsche Angaben“, bemängelt
Bianca Möller, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstituts. In der gesamten
Branche fielen darüber hinaus die langen Wartezeiten an der Kasse von durchschnittlich
mehr als zwei Minuten negativ auf.

Testsieger der Studie und damit „Bester Lebensmittelmarkt 2012“ wurde der
Verbrauchermarkt Kaufland. Real erreichte den zweiten Platz. Auf dem dritten
Rang folgte Marktkauf und punktete mit dem besten Service aller Unternehmen.
Bester Discounter wurde Netto Marken-Discount.

Für den Servicetest führte das Institut insgesamt 170 verdeckte Testbesuche
in unterschiedlichen Städten durch. Je zehn verschiedene Filialen jedes Unternehmens
wurden hinsichtlich des Angebots, der Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter
sowie der Qualität des Umfeldes – wie Orientierungsmöglichkeiten, Parkplätze
und Sauberkeit – unter die Lupe genommen. Im Rahmen der Preisanalyse erhoben
die Marktforscher in Kooperation mit der Preiszeiger Wirtschaftsinformationsdienst
GmbH den Warenkorb in je vier Filialen jeder Kette – insgesamt flossen über
1.700 Preisdaten aus 64 Filialen in die Studie ein.

Mehr dazu: n-tv Ratgeber – Test, Donnerstag, den 10.05.2012 um 18:35 Uhr

Plan für Zurückgewinnung der traditionellen costaricanischen Küche

Das costaricanische Institut für Tourismus hat in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Forschung und Erhaltung des kulturellen Erbes einen Plan entworfen um die traditionellen Gerichte und Getränke Costa Ricas in Gastronomiebetrieben zurückzuerlangen.

Dies ist eine Form um das touristische Angebot des Landes zu ergänzen und zu differenzieren. Da der Konsum von traditionellen Gerichten im Allemeinen mit der Verwendung von natürlichen Produkten verbunden ist, hat dies gleichzeitig einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Bevölkerung.
Die landestypischen Geschmacksrichtungen und Aromen sollen aus der „Küche der Großmutter“ auf den Markt des Tourismus verschoben werden.

In diesem Jahr zielt das Programm darauf ab mehr als 220 Köche und 200 Barkeeper im ganzen Land weiterzubilden, damit diese in nationalen Restaurants und Hotels hochwertige traditionelle Speisen und Getränke anbieten können.

BLL-/ILWI-Grundlagenseminar "Lebensmittelrecht"

Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) veranstaltet zusammen mit dem Institut für Lebensmittelwissenschaft und -information GmbH (ILWI ) am 14./15. Mai 2012 ein Grundlagenseminar zum Lebensmittelrecht. Veranstaltungsort ist das Haus der Land- und Ernährungswirtschaft (HdLE), Claire-Waldoff-Straße 7 in Berlin.

Das zweitägige Seminar gibt einen Überblick über die wichtigsten nationalen und europäischen Bestimmungen des Lebensmittelrechts. Neben den bereits geltenden Vorschriften werden auch die wichtigsten Rechtsentwicklungen mit unmittelbarer Praxisbedeutung dargestellt. Das Grundlagenseminar richtet sich an Berufseinsteiger, die sich einen ersten Überblick über das Lebensmittelrecht verschaffen wollen, und an alle, die sich über die aktuellen Entwicklungen im Lebensmittelrecht informieren wollen.

Das Programm einschließlich der Teilnahmebedingungen und die Online-Anmeldung stehen auf www.bll.de unter der Rubrik „Veranstaltungen/Seminare“ zur Verfügung.

Anmeldeschluss ist der 4. Mai 2012, die Kosten belaufen sich auf 600,- Euro zzgl. Mehrwertsteuer.

Die aktuelle Studie Bäckerei-Ketten 2012

Coffee to go und Selbstbedienung für den eiligen
Kunden oder nette Café-Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt – Bäckereien
haben sich den Bedürfnissen der Konsumenten angepasst. Doch wo ist das Angebot
vielfältig und schmackhaft? Und wo sind Mitarbeiter freundlich und kompetent?
Das Deutsche Institut für Service-Qualität wollte es genau wissen und untersuchte
jetzt 17 große Bäckerei-Ketten mit und ohne Bedienung anhand von 170 verdeckten
Testbesuchen.

Im Durchschnitt erzielte die Branche ein gutes Qualitätsurteil. Die Anbieter
mit Selbstbedienung (SB) schnitten jedoch in fast allen Teilbereichen schlechter
ab als die traditionellen Bäckereien und zeigten nur eine befriedigende Leistung.
Vor allem in Bezug auf die Kompetenz der Mitarbeiter sowie die Schmackhaftigkeit
und Qualität der Speisen waren die klassischen Bäckerei-Ketten klar führend.
„In punkto Schnelligkeit hoben sich die SB-Bäckereien positiv hervor“, kommentiert
Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts.

Insgesamt zeichneten sich die Mitarbeiter durch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft
aus. „In 84 Prozent der Filialen ließen die Angestellten ihren Kunden bei
der Bestellung genügend Zeit“, so Hamer. Im Umgang mit Beschwerden bestand
allerdings Verbesserungspotenzial. Gut 40 Prozent der Reaktionen auf vorgebrachte
Ärgernisse waren nicht professionell genug, lediglich in 54 Prozent der Fälle
erfolgte eine Entschuldigung durch die Mitarbeiter.

Defizite zeigten die Bäckerei-Ketten auch hinsichtlich der Beratungskompetenz
und des Angebots an speziellen Backwaren. Nur bei 71 Prozent der Besuche
beantworteten die Angestellten alle Fragen vollständig. Vor allem zu Themen
wie Laktose- oder Kaloriengehalt der Backprodukte waren die Mitarbeiter weniger
gut informiert. Insgesamt boten die Ketten zwar eine sehr große Vielfalt
an klassischen Backwaren wie Brote, Brötchen oder süße Teilchen. Spezielle
Angebote wie Bio- oder Diätprodukte standen allerdings in den seltensten
Fällen zur Auswahl.

Testsieger wurde Stadtbäckerei Junge. Der norddeutsche Bäcker erzielte in
allen analysierten Teilbereichen ein sehr gutes Ergebnis. Nicht nur das Angebot
überzeugte durch sehr schmackhafte und vielfältige Backwaren, die Mitarbeiter
zeigten sich am freundlichsten und kompetentesten. Emil Reimann auf Rang
zwei überzeugte durch das qualitativ hochwertige Umfeld sowie die kommunikationsstarken
Mitarbeiter. K&U Bäckerei punktete durch kurze Wartezeiten und gut informierte
Angestellte. Back-Factory war die beste SB-Bäckerei und bestach durch die
kürzesten Wartezeiten im Test.

Insgesamt wurden zwölf Bäckereien mit Bedienung und fünf SB-Bäckereien untersucht.
Jedes Unternehmen wurde zehn Mal von Testern in verschiedenen Städten und
Filialen verdeckt besucht. Im Fokus der Analyse standen die Gestaltung und
die Sauberkeit der Räumlichkeiten, die Angebotsbreite, die Kompetenz und
Freundlichkeit der Mitarbeiter sowie die Warte- und Öffnungszeiten.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität prüft unabhängig anhand von mehrdimensionalen
Analysen die Dienstleistungsqualität von Unternehmen und Branchen. Dem Verbraucher
liefert das Institut bedeutende Anhaltspunkte für Kaufentscheidungen. Unternehmen
gewinnen wertvolle Informationen für ihr Qualitätsmanagement.

Dach-Tomaten und Garagengurken im Kommen

Landwirtschaft in der Stadt zu betreiben, ist in Deutschland allenfalls auf den Balkons von Mietwohnungen oder in Kleingärten populär. Doch die Idee, Flachdächer von Gebäuden zum Anbau von Salat oder Tomaten zu nutzen, ist vielleicht eine Antwort auf die zunehmende Flächenversiegelung und den damit einhergehenden Verlust fruchtbaren Ackerlandes.

Das Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik erarbeitet dazu derzeit im Rahmen des Projektes „inFARMING“ praxisnahe Lösungen für eine urbane Landwirtschaft. Ziel ist es, bestehende Bauten für den Anbau von Gemüse zu nutzen. Viele Argumente sprechen dafür, die rund 1.200 Millionen Quadratmeter von entsprechenden Gebäuden nicht länger brach liegen zu lassen: Die Produkte wachsen nah am Verbraucher, das spart Transportkosten und Emissionen. Die Abwärme der Häuser, kombiniert mit Solarzellen, reicht aus, um die Dach-Gewächshäuser zu beheizen. Und auch das Abwasser kann nach Reinigung für den Anbau genutzt werden. Einen Teil der benötigten Nährstoffe liefern Abwasser und Regenwasser. Da Erde als Pflanzsubstrat zu schwer wäre, sollen die Nutzpflanzen als Hydrokulturen angelegt werden.

Und noch ein weiterer Effekt schlägt positiv zu Buche: Würden theoretisch alle Flächen bepflanzt, könnten diese Pflanzen 80 Prozent des Industrie-CO2 binden.

Was von amerikanischen Vorreitern in der New Yorker Bronx schon in die Praxis umgesetzt wurde, soll nun in Duisburg zunächst im Rahmen eines Anwendungslabors realisiert werden. Die Idee für urbane Landwirtschaft ist indes nicht neu: Neben vergleichbaren Ansätzen unter den Namen Vertical- oder Rooftop-Farming gibt es auch in ärmeren Ländern zunehmend Bestrebungen, die Bevölkerung kostengünstig und verbrauchernah mit Obst und Gemüse zu versorgen.

Tomatenpflanzen oder Spinat sprießen aus durchlöcherten ausrangierten Säcken, die am Rande der (Slum-)Hütten auf dem kleinsten Flecken Erde Platz haben. In Dürrezeiten werden die Pflanzen mit überschüssigem Wasch- oder Kochwasser gegossen, die Sonne gibt es umsonst. Der urbane Anbau von Nahrungsmitteln ist in diesen Regionen ein wichtiger Beitrag, um sich überhaupt gesunde Nahrungsmittel leisten zu können.

In Deutschland könnte das Konzept dazu beitragen, hochwertiges Gemüse besonders frisch anbieten zu können. Dazu wollen die Forscher im Rahmen des Projektes herausfinden, welche Produkte besonders geeignet sind und dementsprechende Logistikketten für die regional produzierten Salate und Kräuter aufbauen.
Friederike Heidenhof, www.aid.de

Weitere Informationen: www.infarming.de

Bester Weinhändler 2011

Anbieter überzeugen durch sehr kompetente Beratung –
Testsieger ist Barrique

Welcher Wein eignet sich für ein leichtes
Fischgericht? Was ist der Unterschied zwischen einem Prädikats- und
Tafelwein? Und woran erkennt man die Qualität eines Tropfens? Hier ist der
Rat des Fachhändlers gefragt. Welcher Weinhändler die beste Beratung,
einen guten Service und eine vielfältiges Auswahl bietet, hat nun das
Deutsche Institut für Service-Qualität untersucht. Sieben überregionale
Weinhandels-Filialisten wurden im Rahmen von 70 verdeckten Testbesuchen
geprüft.

Ergebnis: Die Servicequalität der Branche ist gut bis sehr gut. Überzeugen
konnte vor allem die hohe Beratungskompetenz und Motivation der Experten.
Das Personal nahm sich viel Zeit für den Kunden, erfragte die Bedürfnisse
umfassend und empfahl mehrere Weine, aus denen der Kunde wählen
konnte. „Als Schwachpunkt fiel aber auf, dass sich ein Drittel der Mitarbeiter
nicht nach der Preisvorstellung des Kunden erkundigte“, erläutert Bianca
Möller, Geschäftsführerin des Instituts.

In neun von zehn Filialen konnten die Weine gleich kostenlos vor Ort probiert
werden. Und das in einem einladenden Ambiente: Die Räumlichkeiten waren
sauber und ansprechend, das umfangreiche Weinsortiment meistens
übersichtlich präsentiert und deutlich mit Preisen gekennzeichnet.
Zusatzartikel wie Weingläser oder Karaffen und Veranstaltungen, etwa
Weinseminare und Themenabende, rundeten das Angebot ab. Allerdings bot
nur jeder zweite Fachhändler einen kostenlosen Lieferservice ab einer
bestimmten Bestellmenge an. Auch die Öffnungszeiten waren nicht besonders
kundenfreundlich. „Mit durchschnittlich siebeneinhalb Stunden pro Tag hatten
die Filialen nur rund halb so lang geöffnet wie gewöhnliche Supermärkte“,
kommentiert Serviceexpertin Möller.

Testsieger und damit „Bester Weinhändler 2011“ wurde Barrique. Die
Mitarbeiter berieten die Kunden individuell und reagierten professionell auf
Beschwerden. Zudem waren die Öffnungszeiten hier am längsten. Mövenpick
Weinkeller auf Rang zwei überzeugte vor allem durch sein umfangreiches
Angebot an verschiedenen Weinsorten aus zahlreichen Regionen. Beim
Drittplatzierten Vino-Weinmärkte nahm sich das Personal viel Zeit für den
Kunden und zeigte die größte Hilfsbereitschaft.

Das Hamburger Institut untersuchte sieben überregional agierende
Weinhändler mit mindestens neun Filialen in Deutschland. Alle getesteten
Unternehmen boten eine persönliche Weinberatung und ein umfangreiches
Sortiment an nationalen und internationalen Weinen. In 38 verschiedenen
deutschen Städten führten anonyme Tester je zehn verdeckte Besuche pro
Unternehmen durch. Im Fokus der Untersuchung stand die
Beratungskompetenz der Fachhändler.

Sauberkeit und Gestaltung der Räumlichkeiten sowie die Warte- und
Öffnungszeiten analysiert.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität verfolgt das Ziel, die Servicequalität
in Deutschland zu verbessern. Das Institut prüft unabhängig anhand von
mehrdimensionalen Analysen die Dienstleistungsqualität von Unternehmen
und Branchen. Dem Verbraucher liefert das Institut bedeutende Anhaltspunkte
für seine Kaufentscheidungen. Unternehmen gewinnen wertvolle
Informationen für das eigene Qualitätsmanagement.

(Deutsches Institut für Service-Qualität)

Sichere Lebensmittel – auch im bio- und agroterroristischen Schadensfall

BfR erhält Forschungsmittel zur Sicherung von Warenketten

Die Qualität und Sicherheit der Futter- und Lebensmittel ist gesetzlich geregelt und wird durch strenge Bestimmungen in der Lebensmittelhygieneverordnung überwacht. „Um dazu beizutragen, auch künftig höchste Sicherheit in der Lebensmittelwarenkette gewährleisten zu können, müssen auch mögliche neue Risiken berücksichtigt werden“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Das BfR koordiniert das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt Sicherstellung der Futter- und Lebensmittelwarenkette bei bio- und agro-terroristischen (BAT)-Schadenslagen (SiLeBAT). Im Projekt SiLeBAT sollen innovative Lösungen für die Prävention und Schadensbegrenzung entwickelt werden, damit die Versorgungssicherheit der Bevölkerung auch im bio – und agro-terroristischen Schadensfall gesichert werden kann. Dabei werden Szenarien betrachtet, die sowohl eine direkte Kontamination von Lebensmitteln als auch eine indirekte Kontamination über absichtlich infizierte Nutztiere oder Futtermittel abbilden.

Bioterrorismus ist eine Form des Terrorismus, bei der Mikroorganismen oder deren Toxine für Anschläge gegen Menschen oder absichtliche Kontaminationen verwendet werden. Unter Agroterrorismus versteht man die mutwillige Verbreitung von Krankheiten für Pflanzen und Tiere. Lebensmittel- und Versorgungseinrichtungen könnten Ziele vorsätzlicher Kontaminationen durch bioterroristische Agenzien sein.

Im Projekt SiLeBAT werden konkrete Lösungsansätze zur Sicherstellung der Lebensmittelversorgung der Bevölkerung für den Fall von bio- und agro-terroristischen (BAT)-Schadenslagen erarbeitet. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit ca. 7 Millionen Euro gefördert. Die Projektkoordination und -umsetzung am BfR erfolgt in der Abteilung Biologische Sicherheit. Neben dem BfR sind die folgenden Einrichtungen am Verbund beteiligt: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Friedrich-Löffler Institut (FLI), Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI), Max-Rubner Institut (MRI), Institut für Tierernährung der Freie Universität Berlin, Institut für Tierwissenschaften der Universität Bonn, Analytik Jena AG, BALVI GmbH (IT-Unternehmen, Schwerpunkt: Lebensmittelsicherheit). Gemeinsam arbeiten die Verbundpartner, unterstützt durch assoziierte Partner aus Lände rn und Verbänden sowie Wirtschaftsunternehmen, an Lösungsansätzen zur Prävention und Früherkennung von sowie Schadensbegrenzung bei bio- und agroterroristischen Schadenslagen.

Alle Projektbeteiligten sind sich einig, dass im bio- und agroterroristischen Schadensfall effektives und abgestimmtes Handeln nur bei schneller Verfügbarkeit umfassender und valider Fachinformationen möglich ist. Deshalb liegt ein Arbeitsschwerpunkt auf der strukturierten Erfassung und Entwicklung relevanter Fachinformationen aus den Themenbereichen Epidemiologie, Überlebensfähigkeit von schädlichen Mikroorganismen und Beständigkeit von Biotoxinen in Lebensmittel-Matrizes, Verfügbarkeit und Effektivität von Nachweisverfahren, Probenaufbereitungsverfahren und Dekontaminationsverfahren. Aus den Fachinformationen sollen entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, die dann ebenfalls elektronisch abrufbar sind. Darüber hinaus werden computer-basierte Verfahren zur Bewertung von Risiken und Handlungsoptionen entwickelt. Experimentelle Arbeiten werden unterstützend in den Bereichen durchgeführt, wo Fachinfor mationen nur unvollständig vorhanden sind oder gar nicht vorliegen. Ziel ist es zudem, eine informationstechnische Lösung zu erarbeiten, die den Akteuren im Bedarfsfall alle im Projekt entwickelten und freigegebenen Ressourcen über eine speziell konzipierte, gesicherte und erweiterbare Informationsplattform zugänglich macht. Für die praktische Anwendung wird ein Übungs- und Schulungskonzept erarbeitet und exemplarisch umgesetzt.

Fruchtig und fein – Die Meistermarmeladen-Rezeptur 2011

Holger Wiencierkowski aus Bottrop ist in Köln zum Erfinder der Meistermarmelade 2011 gekürt worden. Der 57-jährige Rentner konnte die Jury, bestehend aus Sternekoch ChristianHenze, Prof. Dr. Reinhard Hambitzer vom Institut für Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein und Berthold Cremer, Geschäftsführer der Mühlhäuser GmbH, mit seiner hausgemachten Himbeer-Erdbeermarmelade „Himmelbeer-Traum“ überzeugen. Den ganzen Sommer hindurch hatte Mühlhäuser, Spezialist für feine Fruchtaufstriche, in Kooperation mit derHochschule Niederrhein die besten selbstgemachten Erdbeermarmeladen Nordrhein-Westfalens gesucht. „Die perfekte Erdbeermarmelade hält die Balance zwischen feiner Süße und fruchtiger Säure“, sagt Mühlhäuser-Geschäftsführer Berthold Cremer. Starkoch Christian Henze ergänzt: „Genau das haben wir bei der Siegerrezeptur finden können. Sie überzeugt im Geschmack, mit ihrem Duft sowie mit ihrer Konsistenz – einfach die perfekte Erdbeermarmelade“.

Zum Finale nach Köln waren sieben Marmeladenmacher geladen, deren Kreationen die Tester vom Institut für Oecotrophologie in der Vorauswahl überzeugen konnten. Neben einer Wochenendreise nach Berlin in das Vier-Sterne-Hotel „Castor The Vine“ kann sich Holger Wiencierkowski über eine besondere Ehre freuen: Mühlhäuser produziert 100.000 Gläserder von ihm erfundenen Meistermarmelade. Sie kommt zur Weihnachtszeit in den Handel. Für jedes verkaufte Glas spendet das Unternehmen 10 Cent an eine wohltätige Organisation. Wer nicht in den Genuss der Meistermarmelade kommen kann und das Rezept einfach selbst nachkochen möchte, wird hier fündig.

Rezeptur der Meistermarmelade 2011
von Holger Wiencierkowski
„Himmelbeer-Traum“
Zutaten:
800 Gramm Erdbeeren
200 Gramm passierte Himbeeren
500 Gramm Gelierzucker 2:1
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Päckchen Zitronensäure

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander in einem großen Topf vermischen, aufkochen und 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Noch heiß in sterile Gläser abfüllen.

Starbucks ist bester Coffee-Shop

Ob als Cappuccino, Frappuccino oder Latte Macchiato – Kaffee bleibt das liebste Getränk der Deutschen. So verwundert
es nicht, dass Coffee-Shops wie Pilze aus dem Boden schießen. Doch lassen
sich Kaffeegenuss und Fast-Food-Strategie wirklich vereinen? Was Kunden in
deutschen Coffee-Shops erwartet, untersuchte jetzt das Deutsche Institut für
Service-Qualität.

Die Marktforscher analysierten verdeckt je zehn Filialen von
14 großen Coffee-Shop-Ketten in Deutschland.
Mehr als die Hälfte der Coffee-Shops überzeugte mit einem guten Service.
Die Mitarbeiter waren hilfsbereit und nahmen sich genügend Zeit für die
Kunden. „Bei Fragen zur Lebensmittelunverträglichkeit zeigte sich das
Personal besonders kompetent“, lobt Markus Hamer, Geschäftsführer des
Instituts. Positiv war zudem die professionelle Reaktion der Mitarbeiter auf
Reklamationen und Beschwerden.

Von der Frische und Schmackhaftigkeit der
Speisen und Getränke waren die Testkunden angetan und beurteilten diese
im Durchschnitt mit gut.
Defizite zeigten sich vor allem in puncto Sauberkeit. „In jeder fünften Filiale
waren die Räumlichkeiten nicht ausreichend sauber und freie Tische nicht
vollständig abgeräumt“, bemängelt Hamer. Die Sauberkeit jeder vierten
Toilette wurde beanstandet. Bei einer durchschnittlichen Wartezeit von mehr
als zwei Minuten bis zur Fertigstellung der Speisen und Getränke, blieb der
Fast-Food-Gedanke vereinzelt auf der Strecke.

In einem Fall musste sich ein
Tester sogar 16 Minuten auf die Zubereitung seiner Bestellung gedulden.
Auch beim Angebot zeigte sich Verbesserungspotential. Fair gehandelte
Produkte suchten die Testkunden in fast drei Viertel der getesteten Filialen
vergeblich.
Testsieger der Studie wurde der Vorjahreserste Starbucks. Die Coffee-Shop-
Kette punktete mit dem besten Angebot sowie freundlichem und hilfsbereitem
Personal.

Meyerbeer Coffee auf dem zweiten Platz überzeugte durch
Sauberkeit und kurze Wartezeiten. Auf dem dritten Rang platzierte sich
Campus Suite. Hier waren die Filialen sehr einladend gestaltet und auf
Reklamationen wurde professionell reagiert.

Jede der 14 Coffee-Shop-Ketten wurde zehn Mal von verdeckten Testern in
verschiedenen deutschen Städten besucht. Im Fokus der Analyse mit 140
Servicekontakten standen das Ambiente und die Sauberkeit der Filialen, die
Vielfalt und Qualität von Speisen und Getränken, die Warte- und
Öffnungszeiten sowie die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität verfolgt das Ziel, die Servicequalität
in Deutschland zu verbessern. Das Institut prüft unabhängig anhand von
mehrdimensionalen Analysen die Dienstleistungsqualität von Unternehmen
und Branchen. Dem Verbraucher liefert das Institut bedeutende Anhaltspunkte
für seine Kaufentscheidungen. Unternehmen gewinnen wertvolle
Informationen für das eigene Qualitätsmanagement.