Gourmet wissenschaftlich

Deutsche Akademie für Kulinaristik und Steinbeis-Hochschule gründen gemeinsames Institut

Die Deutsche Akademie für Kulinaristik wird ihre Arbeit in Forschung und Lehre künftig in Zusammenarbeit mit der Steinbeis-Hochschule Berlin ausbauen. Zu diesem Zweck wurde das „Steinbeis-Institut der Deutschen Akademie für Kulinaristik“ gegründet. Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt vom Vorsitzenden der Akademie, Professor Dr. Alois Wierlacher, und dem Präsidenten der Steinbeis-Hochschule, Professor Dr. Johann Löhn unterzeichnet.

Es ist das erste kulturwissenschaftliche Institut im Reigen der zahlreichen dezentralen Einrichtungen der Steinbeis-Hochschule. Das Institut wird, wie schon die Akademie, seinen Sitz in Bad Mergentheim haben. Es wird von einem wissenschaftlichen Direktorium geleitet, dessen Arbeit von einem Beirat aus Vertretern verschiedener Berufe begleitet wird.

Das neue Institut ist als Teil einer künftigen „Graduate School“ der Akademie gedacht. Es bietet Fort- und Weiterbildungsprogramme für Berufstätige an und bereitet zusammen mit der Steinbeis-Hochschule einen berufsbegleitenden Masterstudiengang vor.

Wie schon bisher versteht sich die Akademie als „Corporate University“, also Netzwerk-Universität, die kompetente Wissenschaftler aber auch Vertreter der externen Praxis einbindet. Zweck der Akademie ist die wechselseitige Aufklärung von Wissenschaft und (beruflicher) Praxis über die Rolle und Funktion des Essens und der Gastlichkeit im Aufbau der Kultur(en), in den Verständigungsprozessen zwischen den Menschen und im Leben des Einzelnen. Mit dieser Aufgabenstellung wendet sich die Akademie grundsätzlich an alle, insbesondere aber an die berufliche Praxis in der Gastronomie, in der Hotellerie, in den allgemeinen Bildungsbereichen, in den Medien, im Tourismus, in der Politik und in den sich globalisierenden Unternehmen innerhalb und außerhalb der Lebensmittelwirtschaft.

Filter statt Rauchverbot

Mit offenem Plasma gereinigte Luft ist frei
von belastenden Gerüchen, Rückständen oder Keimen – und das mit
Garantie. Dank der neuen Umluftfilter könnte Passivrauchen bald der
Vergangenheit angehören. Entwickelt wurde die Technik zusammen mit
einem deutschen Institut.

Nach einem Kneipenbesuch riecht die Kleidung – wer kennt das
nicht? Mit dem Umluftfilter „aereus“ können Gäste jetzt aufatmen,
auch wenn der Nachbar am Nebentisch niest. Denn mit der
Geruchsbeseitigung werden gleichzeitig auch Keime entfernt. „Die neue
Technik ist optimal für Discos, Gaststätten oder Büros“, so Manfred
Langner, Geschäftsführer der airtec consult GmbH, die das europaweite
Patent auf die Raumluftreiniger besitzt. Und in Zeiten von
Vogelgrippe und Heuschnupfen sind die Decken- oder Standgeräte
ebenfalls eine Lösung für Flughäfen, Arztpraxen und Allergiker.

Filter zu gut

Dass airtec als einziger Anbieter eine Dauergarantie auf
Geruchsbeseitigung gibt, macht Langner nicht nervös. Bei der
Ausrüstung von Pommes-frites-Automaten bewies er die hohe
Leistungsfähigkeit der Technik. „Unser Filtersystem arbeitet so gut,
dass niemand mehr einen Frittiergeruch wahrnahm. Die Snacks
verkauften sich einfach nicht!“ schmunzelt Langner. „Am Ende mussten
wir ein wenig ungefilterte Luft in den Raum einblasen.“

Verblüffend ist die Funktionsweise. Langner erklärt: „Partikel und
Stäube werden vorgefiltert, die gefilterte Luft oxidiert anschließend
mittels ‚kalter Verbrennung‘ in offenem Normaldruck-Plasma. Nicht
verbrannte Verbindungen werden in einem Aktivkohlefilter gefangen.
Dieser regeneriert sich selbst, so dass die Aktivkohle besonders
lange Standzeiten aufweist. Die Endprodukte sind Luftfeuchtigkeit
sowie CO2.“

Entwickelt wurde das High-Tech-Plasma-Verfahren im INP Greifswald
(Institut für Niedertemperatur-Plasmaphysik). Alle Vorschriften wie
Bundesimmissionsschutzgesetz, Maximale Arbeitsplatz-Konzentration
(MAK-Wert), TA Luft und andere Normen kann der aereus problemlos
erfüllen.

www.airtec-consult.de

Sommerurlaub 2005

In diesem Sommer haben 54 Prozent der Deutschen eine
Urlaubsreise unternommen – deutlich mehr als in den Vorjahren. 2003
hatten sich zum Beispiel nur 48 Prozent einen Urlaub in der Zeit von
Juni bis September geleistet. Die durchschnittliche Reisedauer
erhöhte sich von 12,6 Tagen im Jahr 2004 auf 13,1 Tage. Das ergab
eine Analyse des Sommerferienverhaltens durch das Europäische
Tourismus Institut (www.eti.de Wie die repräsentative Umfrage
ferner zeigt, wurde diesmal nicht so sehr am Sommerurlaub gespart wie
in den Vorjahren.

„Die Türkei und Kroatien waren 2005 die stärksten Gewinner „,
teilte ETI-Geschäftsführer Prof. Heinz-Dieter Quack mit. Wesentlich
weniger Deutsche seien nach Frankreich und Griechenland gereist.
Deutschland (trotz Rückgangs auf 32 Prozent), Italien (11 Prozent)
und Spanien (9 Prozent) liegen unverändert in der Rangliste der
beliebtesten Sommerferienziele auf den ersten drei Plätzen.
Mecklenburg-Vorpommern lag mit 21 Prozent Anteil an den
innerdeutschen Sommerurlaubsreisen wieder vorn, gefolgt von
Schleswig-Holstein (17 Prozent) und Bayern (16 Prozent).

Rund 50 Prozent der telefonisch befragten 1.050 Deutschen
erklärten, sie hätten sich erst nach dem März für ihr diesjähriges
Reiseziel entschieden. „Gebucht wurde von jedem Zweiten sogar erst ab
Mai“, erläuterte ETI-Geschäftsführer Prof. Heinz-Dieter Quack. Zu
diesem Ergebnis passe, dass gut 63 Prozent der Befragten der
Auffassung zustimmten, 2005 seien Last-Minute-Angebote besonders
häufig gefragt gewesen.

Das Europäische Tourismus Institut (ETI) in Trier ist seit 14
Jahren auf den Feldern Forschung, Beratung und Weiterbildung tätig.
Die GmbH, bei der rund ein Dutzend Mitarbeiter beschäftigt ist, hat
in Deutschland, Europa und China bereits mehr als 200 Projekte
abgewickelt.

Auf seiner Website www.eti.de präsentiert das Institut weitere
Details und Grafiken zur Studie.

Strompreiserhöhungen von bis zu 30 Prozent erwartet

Endverbraucher müssen sich in den nächsten Monaten auf drastische Strompreissteigerungen einstellen. Diese Prognose gab Prof. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gegenüber dem ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus ab (Dienstag, 16.8., 21.55 Uhr im Ersten). Die Energieexpertin, die die Auswirkungen der Großhandelspreise an der Leipziger Strombörse auf die Verbraucherpreise untersucht, geht von Erhöhungen von bis zu 30 Prozent aus. „Vielleicht ist es etwas weniger, weil die direkten Preissteigerungen nicht unmittelbar, oder eins zu eins umgelegt werden, aber in der Bandbreite von 25 bis 30 % wäre eine Strompreissteigerung möglich.“
Die Stromkonzerne selbst nennen bislang keine konkreten Zahlen. Auf Nachfrage von „Plusminus“ nennt der größte deutsche Stromversorger rwe als wichtigen Grund für künftige Erhöhungen ausdrücklich die hohen Preise für Emissionszertifikate. Diese müssen die Stromerzeuger seit Anfang des Jahres für den Ausstoß von Treibhausgasen erwerben.

Doch die Zertifikate für das laufende Jahr haben die Konzerne von der Bundesregierung fast vollständig kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Dazu Bundesumweltminister Jürgen Trittin gegenüber „Plusminus“: „Wenn sie das Geschenk (…), das im Laufe der Zeit mehr wert wird, dazu benutzen, Stromkunden abzuzocken, dann ist das in der Tat ein Missbrauch der Markt macht.“

Auch der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel, CDU, rechnet mit zweistelligen Preissteigerungen für Strom. Eine nachvollziehbare Begründung sei für ihn aber nicht zu erkennen: „Deswegen ist das Kartellamt in der Tat aufgerufen, hier näher draufzuschauen ob es sich nicht um einen Missbrauch von marktbeherrschender Stellung handelt.“

Internationale Konferenz zur Bäckereitechnologie

ttz Bremerhaven: Frostung für die Frische
Das Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven (ttz Bremerhaven) hat im Rahmen eines hochkarätig besetzten internationalen Meetings mit Experten über innovative Bäckereitechnologien im Bereich der Frostung diskutiert. „Die Teilnehmerliste liest sich wie ein „Who´s who“ der Bäckereiwirtschaft“, betont Prof. Klaus Lösche, Leiter des Bremerhavener Instituts für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik (BILB) am ttz Bremerhaven, das Gastgeber für diese Konferenz war.

Der Titel der Fachtagung lautete „Trends und Innovationen im Bereich Frostung“. „Die Hersteller stehen vor der Frage, wie zunächst gefrorene und vom Konsumenten später aufgebackene Produkte in ihrer Qualität den frischen Backwaren näher kommen können“, erläutert ttz- Teamleiterin Irene Minguez den Hintergrund. „Im Rahmen der Konferenz haben wir bedeutende Entwicklungen aus dem ttz Bremerhaven präsentiert und uns über die neuesten internationalen Erkenntnisse ausgetauscht. Besonders wichtig war dabei die Kooperation mit dem Unternehmen Puratos, das als Ko-Veranstalter wesentlich zum Erfolg dieses Workshops beigetragen hat.“

Zu den Teilnehmern aus Belgien, Frankreich und Deutschland zählten neben den Backwarenproduzenten auch Ofenhersteller und Zutatenlieferanten. „Das ttz Bremerhaven kann sich in dieser von verschiedenen Interessenlagen geprägten Branche als hochkarätige neutrale Einrichtung präsentieren, die ein hohes Maß an Kompetenz und eine Vielzahl von Kooperationsmöglichkeiten offeriert“, betont Minguez. Zu letzterem zählen die Realisierung von nationalen und internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten, auch unter Einbeziehung des ttz-Sensoriklabors.

„Durch die Bandbreite und die Bedeutung der Teilnehmer hat diese Tagung wieder einmal deutlich gezeigt, dass das ttz Bremerhaven über ein Fachwissen und eine anwendungsorientierte Forschungsstruktur verfügt, die einen hervorragenden Ruf genießt“, sagt dazu Werner Mlodzianowski, Geschäftsführer des ttz Bremerhaven. „Wir werden die Impulse aus dieser Konferenz mit Sicherheit aufgreifen und für unsere weitere Arbeit nutzen.“ Diese Tagung ist auch ein Beitrag des ttz Bremerhaven zum Jahr der „Stadt der Wissenschaft“ in Bremen und Bremerhaven im Jahr 2005.

Dem ttz Bremerhaven sind sechs Forschungsinstitute zugehörig, die sich der Entwicklung moderner marktfähiger Produkte und Prozesse verschrieben haben. Dies sind jeweils das Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik (BILB); das Umweltinstitut; das Institut für Energie- und Verfahrenstechnik (IEV); das Bremerhavener Institut für Gesundheitstechnologien (BIGT); das Bremerhavener Institut für Biologische Informationssysteme (BIBIS) sowie das Bremerhavener Institut für Organisation und Software (BIOS).

Den Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt der Blauen Biotechnologie hat das ttz Bremerhaven im Biotechnologiezentrum Bio-Nord in Bremerhaven angesiedelt. Bremerhaven ist von der Europäischen Union als Schwerpunktregion für die Blaue Biotechnologie anerkannt.

www.ttz-bremerhaven.de
www.bio-nord.de
www.stadtderwissenschaft-2005.de

Typ-2-Diabetes: Obstreiche Kost kann vorbeugen

Wer viel frisches Obst isst und den Konsum von bestimmten Lebensmitteln einschränkt, kann das Typ-2-Diabetes-Risiko um bis zu siebzig Prozent senken. Das haben Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung im Rahmen der EPIC-Studie entdeckt.

Obststand, Marktstand
Obststand in Jekaterinburg, Ural

Sie untersuchten die möglichen Zusammenhänge zwischen dem Verzehr bestimmter Lebensmittel und chronischen Krankheiten. Knapp sechshundert Menschen wurden nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt und das Blut der Probanden auf erste Anzeichen von Typ-2-Diabetes geprüft. Vorboten für diese Krankheit sind beispielsweise zu geringe Konzentrationen des „guten“ HDL-Cholesterins. Die Auswertung der Daten zeigte, dass eine gewisse Kombination von acht Lebensmittelgruppen der Krankheit deutlich entgegen wirken kann. Teilnehmer, die viel Obst verzehrten und zugleich wenig süße Erfrischungsgetränke und Bier, rotes Fleisch, Geflügel und Wurstwaren, Hülsenfrüchte und helles Brot zu sich nahmen, hatten ein deutlich geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes. Bestimmte Nährstoffe wie Kohlenhydrate oder Fette konnten die Wissenschaftler allerdings bislang nicht mit der Erkrankung in Verbindung bringen. Früher trat Typ-2-Diabetes in der Regel erst ab dem 40. Lebensjahr auf. Heute sind immer häufiger übergewichtige Kinder und Jugendliche betroffen.
Quelle: Diabetologia, Online-Vorabveröffentlichung vom 12. Mai 2005; Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIFE),AID