GRIECHISCHER WEIN

In Griechenland ist der Anbau verschiedenster Rebsorten seit Jahrtausenden eine in der Kultur fest verwurzelte Tradition. Bereits 1600 vor Christus bestand ein Regelwerk, wie Phiolen zu versiegeln waren und wie mit Verstößen gegen dieses Regelwerk zu verfahren war. Nach dem Fall von Byzanz folgte die osmanische Herrschaft. Während dieser fünfhundert Jahre war das griechische Wort für Wein (Krassi) verboten.

Seit der Befreiung Griechenlands von der Militärdiktatur in den 70er Jahren übernehmen die Winzer wieder ihre kulturelle Verantwortung, die uralte Tradition des Weinbaus fortzusetzen. Diese Anstrengungen führen zu Weinen, die im internationalen Vergleich nicht nur standhalten, sondern ihrerseits neue Mäßstäbe setzen.

REBSORTEN

Was die griechischen Weine so einzigartig macht, sind die mehr als 300 einheimischen Rebsorten, von denen manche schon seit der Antike angebaut werden. Das unverkennbare Aroma dieser Rebsorten stellt Experten zufolge einen wichtigen Wettbewerbsvorteil für den Weinbau in Griechenland dar. Auch viele bekannte internationale Rebsorten werden hier vinifiziert. Diese Vielfalt an Trauben kombiniert mit dem milden Klima, dem Sonnenschein und den geringen Niederschlägen Griechenlands bieten hervorragende Voraussetzungen für die Herstellung erstklassiger Weine.


Im Folgenden werden die autochthonen (griechischen) Rebsorten Agiorgitiko, Aidani, Amorgiano, Asproudes, Assyrtiko, Athiri, Dafni, Kotsifali, Limnio, Malagousia, Mandilaria, Mavrodaphne, Moschato (Aspro), Moschofilero, Negoska, Plyto, Roditis, Savatiano, Thrapsathiri, Vilana und Xinomavro sowie die internationalen Trauben Chardonnay, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Cinsault, Gewürztraminer, Merlot, Primitivo, Sangiovese, Sauvignon Blanc, Syrah und Viognier vorgestellt.

Agiorgitiko

Agiorgitiko ist eine der edelsten roten Rebsorten Griechenlands und gehört zu den ältesten der Welt. Sie wird hauptsächlich in der Region Nemea auf dem Peloponnes angebaut. Benannt wurde Agiorgitiko nach dem früheren Namen der Stadt Nemea, Agios Georgis, und wird deshalb auch als Sankt-Georgs-Rebe oder Mavro Nemea bezeichnet.

Aus dieser Rebsorte werden Weine gewonnen, die sich durch ihre tiefrote Farbe und ihr vielschichtiges Aroma auszeichnen. Durch eine Kombination aus weichen Tanninen und ausgeglichenem Säuregehalt entstehen verschiedenste Weintypen: von jungen, fruchtigen Sorten über außergewöhnliche, alte Weine mit dem komplexen Bouquet roter Früchte, Pflaumen und Gewürze bis hin zu angenehm aromatischen Roséweinen.

Aidani

Aidani ist eine weiße Rebsorte, die auf der Inselgruppe der Kykladen heimisch ist, insbesondere auf den Inseln Náxos, Santorini und Paros. Die Trauben reifen im späten August oder frühen September.

Der daraus gewonnene blumige Wein weist ein angenehmes Aroma und einen mittleren Alkohol- und Säuregehalt auf. Er eignet sich daher hervorragend für Verschnitte mit den Rebsorten Assyrtiko und Athiri, die mehr Alkohol und Säure enthalten.

Amorgiano (Synonym für Mandilaria)

Die rote Rebsorte Mandilaria, auch Amorgiano genannt, wurde ursprünglich vornehmlich auf Kreta und Rhodos angebaut, hat sich mittlerweile jedoch auch auf dem Peloponnes in den Regionen Elis und Messenien, auf der Insel Euböa sowie in den Regionen Attika, Thessalien und Makedonien durchgesetzt.

Die spätreifende Sorte mit ihren dickschaligen, dunklen Beeren reift Ende September bis Anfang Oktober und erbringt farbintensive Weine mit niedrigem Alkohol- und mittlerem Säuregehalt. Zusammen mit anderen Rebsorten ist Mandilaria Teil verschiedener herkunftskontrollierter Qualitätsweine, beispielsweise mit Monemvassia auf Paros und Kotsifali auf Kreta.

Asproudes

Diese Weißwein-Rebsorte ist charakteristisch sehr blumig und ist eine der beiden wichtigsten Sorten, die in der Appellation Mantinia angebaut werden. Während die autochthone (griechische) Rebsorte Moschofilero etwa 70% der kultivierten Fläche einnimmt, belegt die ebenfalls autochthone (griechische) Rebsorte Asproudes die verbleibenden 30% der Appellation.

Assyrtiko

Assyrtiko ist eine facettenreiche weiße Rebsorte, die ursprünglich auf den Kykladen, insbesondere Santorini, angebaut wurde. Dort entwickelt sie einen einzigartigen Charakter, der in herausragenden AOC-Weinen zur Geltung kommt. Assyrtiko behält während des Reifeprozesses seine Säure und erbringt sehr trockene Weine mit Zitrusaroma sowie einem erdigen Abgang, der durch den vulkanischen Boden Santorinis entsteht.

Während der vergangenen 25 Jahre hat sich Assyrtiko im übrigen Griechenland, beispielsweise in den Regionen Makedonien und Attika durchgesetzt, wo daraus mildere und fruchtigere Weine gewonnen werden.

Assyrtiko bietet zudem einen hohen Alkohol- und Säuregehalt, eine seltene Eigenschaft bei Weißweinsorten aus dem Mittelmeerraum.

Athiri

Athiri ist eine der ältesten griechischen Rebsorten. Der Name der Traube erinnert an ihre Herkunft von der Insel Santorini, die im Griechischen auch Thira heißt. Dort wird sie gemeinsam mit Assyrtiko und Aidani für die Herstellung von trockenen AOC-Weißweinen verwendet. Außerdem ist Athiri in weiteren Regionen, wie beispielsweise Attika, Makedonien und Rhodos, verbreitet.

Neben ihren Qualitäten als Keltertraube wird sie lokal auch als Tafeltraube geschätzt, da sie über eine dünne Haut und einen süßen Saft verfügt. Athiri reift im späten August oder frühen September und verleiht dem Wein ein fruchtiges Aroma sowie einen weichen, vollen Geschmack bei mittlerem Alkohol- und geringem Säuregehalt.

Chardonnay

Die weiße Rebsorte Chardonnay erfreut sich aufgrund ihrer geschmacklichen Qualität weltweiter Beliebtheit und wird auch in weiten Teilen Griechenlands angebaut. Sie ist ursprünglich im Burgund beheimatet, ist jedoch überaus anpassungsfähig und bringt auch in vielen anderen Anbaugebieten sehr ansprechende Weine hervor. Die Trauben reifen in den letzten zehn Augusttagen.

Aus Chardonnay werden entweder junge Weine erzeugt oder solche, die im Holzfass gären und reifen. Dabei entstehen unterschiedlichste Weinsorten mit vollem, frischem Bouquet und einem langem Abgang. Auch verschiedene Vins de pays werden aus Chardonnay gewonnen, so etwa der Pylias aus Pylos oder der auf dem Peloponnes beheimatete Peloponnisiakos.

Cabernet Franc

Cabernet Franc ist eine rote Rebsorte aus dem Südwesten Frankreichs, die in Griechenland erstmals in der Region Sithonia angebaut wurde. Heute wird sie in geringerem Ausmaß auch auf dem Peloponnes, in Attika, Böotien, Epirus und Makedonien vinifiziert. Die Trauben reifen im späten August.

Nach einem gründlichen Reifeprozess kann man mit dieser Rebsorte einen sehr ausgeglichenen Alkohol- und Säuregehalt sowie ein gutes Aroma erzielen, das sich mit zunehmender Reife entfaltet. Sie weist eine blassere Farbe und weniger Tannine auf als Cabernet Sauvignon, sodass eine kürzere Reifezeit und ein frühzeitigerer Genuss des Weines ermöglicht werden. Cabernet Franc wird mit Limnio und Cabernet Sauvignon verschnitten und für diverse Vins de pays verwendet.

Cabernet Sauvignon

Diese international beliebte Rebsorte stammt ursprünglich aus Bordeaux. In Griechenland wurde sie erstmals in Metsovo angebaut und breitete sich von dort über zahlreiche Regionen Griechenlands aus. Da Cabernet Sauvignon im Vergleich zu griechischen Rebsorten relativ geringe Erträge bringt, nimmt sie keine weiten Flächen ein. Die Trauben reifen in der ersten Septemberhälfte.

Sind die Früchte gut ausgereift, erhält man einen erstklassigen Wein mit ausgeglichenem Alkohol- und Säuregehalt. Durch mehrmonatige Lagerung in Eichenfässern entstehen Weine von lebendiger Farbe, hohem aromatischen Potenzial und facettenreichem Bouquet. Selbst in geringen Mengen mit anderen Sorten wie etwa Limnio verschnitten, unterstützt Cabernet Sauvignon Farbe und Körper.

Cinsault

Cinsault ist eine rote, sehr alte und weit verbreitete Rebsorte mit großen, ovalen Trauben, die ursprünglich aus Languedoc in Südfrankreich stammt. Sie wird vielfach als Verschnitt mit anderen Rebsorten eingesetzt. Reinsortig angebaut hat sie einen einzigartigen und unverwechselbaren Charakter und begünstigt die Vinifizierung tanninarmer und aromatischer Weine.

Dafni

Dafni ist eine weiße Rebsorte, die auf Kreta in den Präfekturen von Lasithi und Heraklion angebaut wird. Die Reben sind mittelmäßig ertragreich und wiederstandsfähig gegen Trockenheit. Ihre Früchte werden Mitte bis Ende September reif, sind groß und rund und haben eine durchsichtige, gelbweiße Schale von mittlerer Dicke.

Der daraus gewonnene Wein weist einen relativ niedrigen bis mittleren Alkoholgehalt, einen durchschnittlichen Säuregehalt und ein Aroma auf, das an Lorbeer erinnert.

Gewürztraminer

Diese Rebsorte ist auch als Roter Traminer bekannt. Die Trauben des Gewürztraminers sind rötlich gefärbt, trotzdem handelt es sich hier um eine Weißweinsorte. Die exakte Herkunft ist unklar, vermutlich Südosteuropa, möglicherweise aber auch Ägypten. Der Name ist vermutlich vom Südtiroler Ort Tramin abgeleitet. Der säurearme Gewürztraminer kommt bei eher niedrigen Erträgen mittelspät zur Reife, erreicht aber hohe Mostgewichte und offenbart sich mit intensiven Aromen. Rose, Lychee, Bitterorange und Marzipan sind charakteristische Geschmacksnuancen dieser Rebsorte, die hohe Anforderungen an Mikro- und auch Makroklima stellt. Der Boden muss über ausreichend Wärme verfügen, tiefgründig sein und genügend Feuchtigkeit speichern können.

Kotsifali

Kotsifali ist eine erlesene griechische Weinsorte, die vor allem auf Kreta in der Präfektur Heraklion zu finden ist. Ihre Trauben sind dickschalig, hart und tiefviolett. Sie reifen im späten August oder frühen September und erbringen Weine mit hohem Alkohol- und niedrigem Säuregehalt, mittelroter Farbe und reichem, würzigem Aroma.

Meist wird diese Rebsorte jedoch zusammen mit der tanninreicheren Sorte Mandilaria gekeltert, die dem Wein eine tiefe und stabile Farbe verleiht. Dabei handelt es sich um trockene Rotweine, die mindestens ein Jahr im Fass reifen müssen. Auf Kreta beispielsweise werden aus Kotsifali und Mandilaria die Weine Peza und Archanes hergestellt, die über die Ursprungsbezeichnung OPAP verfügen.

Limnio

Von der Rebsorte Limnio glaubt man, sie stamme von der „Limnia staphyle“ ab, die bereits von Aristoteles erwähnt wurde. Heute wird sie nicht nur auf der Insel Limnos, sondern auch auf der Chalkidiki und den Sporaden angebaut.

Die Beeren sind klein und rund mit mitteldicker Schale und liefern einen körperreichen Wein mit hohem Alkohol- und mittlerem Säuregehalt, einem würzigem Aroma, das an Salbei und Lorbeer erinnert, sowie mittlerem Tannin.

Auf der Chalkidiki entsteht aus Limnio zusammen mit Cabernet Sauvignon oder Cabernet Franc der Wein Plagies Melitona, der die Ursprungsbezeichnung von höherer Qualität OPAP trägt. Auf Limnos wird die Traube oft reinsortig zu Rotweinen von feinem Charakter gekeltert.

Malagousia

Malagousia stammt aus der Region Nafpaktos im Westen Griechenlands. Die Rebsorte war beinahe ausgestorben, als der Winzer Gerovassiliou ihr enormes Potenzial erkannte und begann, mit ihr zu experimentieren.

Heute ist Malagousia hauptsächlich in Makedonien zu finden, wird aber auch in Attika und auf dem Peloponnes angebaut. Aus der besonders aromatischen Traube lassen sich elegante Weine mit vollem Körper, mittlerer Säure und spannenden Aromen gewinnen, die an exotische Früchte, Zitrus, Jasmin und Minze erinnern. Malagousia wird beispielsweise für verschiedene Vins de pays verwendet.

Mandilaria (Synonym für Amorgiano)

Die rote Rebsorte Mandilaria, auch Amorgiano genannt, wurde ursprünglich vornehmlich auf Kreta und Rhodos angebaut, hat sich mittlerweile jedoch auch auf dem Peloponnes in den Regionen Elis und Messenien, auf der Insel Euböa sowie in den Regionen Attika, Thessalien und Makedonien durchgesetzt.

Die spätreifende Sorte mit ihren dickschaligen, dunklen Beeren reift Ende September bis Anfang Oktober und erbringt farbintensive Weine mit niedrigem Alkohol- und mittlerem Säuregehalt. Zusammen mit anderen Rebsorten ist Mandilaria Teil verschiedener herkunftskontrollierter Qualitätsweine, beispielsweise mit Monemvassia auf Paros und Kotsifali auf Kreta.

Mavrodaphne

Die rote Rebsorte Mavrodaphne ist eine autochthone Rebsorte Griechenlands. Die aus dieser Rebsorte gewonnen Weine sind leicht gespritet, das heisst, das durch die Beimengung von Weinbrand oder starkem Alkohol die Gärung gestoppt wird, weil die Hefe abstirbt. Dadurch wird der im Most einhaltene Zucker erhalten, so dass die Weine der roten Mavrodaphne typischerweise Dessert-Weine ergeben. Diese Rebsorte wird besonders in der Umgebung von Patras kultiviert.

Merlot

Merlot ist eine rote Rebsorte aus der französischen Region Bordeaux, die sich in den vergangenen Jahren überall auf der Welt durchgesetzt hat. In Griechenland wird sie in 23 Präfekturen in Epirus, Thessalien, Makedonien, dem Peloponnes und Zentralgriechenland angebaut, wo die Trauben im späten August reifen.

Die daraus gekelterten Weine enthalten relativ viel Alkohol, ausgeglichene Säure und ein charakteristisches Aroma. Durch die Kombination mit anderen Rebsorten kann eine verbesserte Farbe und eine verkürzte Reifezeit erreicht werden. Merlot ist weich und erinnert im Geschmack ein wenig an Pflaumen.

Moschato (Aspro)

Die weiße Rebsorte Moschato Aspro ist eine der bedeutendsten in Griechenland und wird vor allem auf der Insel Samos und im Nordwesten des Peloponnes angebaut. Sie reift Anfang September, oxidiert leicht und erfordert während der Vinifizierung besondere Aufmerksamkeit.

Die saftigen Beeren sind mittelgroß mit mitteldicker Schale, fast rund und weisen einen gelbgrünen Farbton auf. Auffällig ist außerdem ihr weiches Fruchtfleisch und ihr charakteristisches Muskataroma.

Aus weißem Muskat werden natürlich süße Weine hergestellt, jedoch auch trockene und liebliche Tafelweine. Abhängig von der Kelterung erinnert das Aroma des Weines beispielsweise an Blüten oder Honig, während die trockenen Weißweine eher frisch schmecken.

Moschofilero

Die Farbe der Trauben dieser weißen Rebsorte liegt zwischen weiß und rot. Sie wird vor allem auf dem Peloponnes angebaut und reift Ende September oder Anfang Oktober. Moschofilero ist extrem vielseitig was die Beerenfarbe, den Zuckergehalt, die Säure und aromatische Akzente angeht. Der Name der Traube deutet darauf hin, dass durch ihren starken Duft Insekten angelockt werden.

Aus Moschofilero wird der stark duftende, würzige OPAP-Weißwein Mantinia gekeltert. Außerdem wird sie auch für Schaumweine, Roséweine, Verschnitte und als Tafeltraube verwendet.

Negoska

Die rote Rebsorte Negoska ist eine autochthone Rebsorte Griechenlands. Der rote Negoska wird in der Region Makedonien, besonders in den Präfekturen Imathia, Kilkis und Kozani, kultiviert. Der spät reifende Negoska ist eine Rebsorte die besonders austreibt und zu fruchtigen säurearmen Weinen führt, die einen mittleren Alkoholgehalt aufweisen. Der rote Negoska wird häufig mit der säurereicheren Rebsorte Mavro Naoussis kombiniert. Diese Kombination führt dann zu dem Appellationswein Goumenissa.

Primitivo

Die rote Rebsorte Primitivo wird hauptsächlich in der Region Apulien in Süditalien angebaut. Wahrscheinlich stammt sie aus Kroatien und soll ihren Namen aufgrund ihrer frühzeitigen Reife tragen. Außerdem ist Primitivo wohl identisch mit der beliebten kalifornischen Rebsorte Zinfandel. Man gewinnt aus ihr einen sehr dunklen, würzigen Wein mit hohem Alkoholgehalt.

 

 

Plyto

Diese weiße Rebsorte wird in einer kleinen Gegend im Osten Kretas und mittlerweile auch in der Region von Heraklion kultiviert. Ihre Früchte reifen Anfang September, sind groß und rund, haben eine dicke, goldgelbe Schale und ein saftiges Fruchtfleisch. Der daraus gekelterte Wein hat einen mittleren Alkoholgehalt und Säuregrad.

Roditis

Roditis ist die zweithäufigst angebaute weiße Rebsorte in Griechenland und ist dort vornehmlich auf dem Peloponnes zu finden, wo sie nach dem 20. September ihre Reife erreicht. Ihr Name weist auf ihre rötliche Farbe hin.

Wird Roditis auf geeignetem Boden in bergigen Gegenden angebaut, entstehen bemerkenswerte trockene Weißweine mit fruchtigem Aroma, durchschnittlichem bis hohem Alkoholgehalt und einem abgerundeten, frischen Bouquet, das durch Fassreifung weiter verfeinert werden kann. Aus Roditis werden häufig säurebetonte Weine gewonnen. Oft wird sie außerdem mit der Sorte Savatiano verschnitten, beispielsweise auch zum Harzwein Retsina.

Sangiovese

Sangiovese ist die häufigst angebaute rote Rebsorte Italiens und war schon den Etruskern bekannt. Sie ist vor allem in Mittelitalien verbreitet und ist mittlerweile so begehrt, dass sie in die Riege der so genannten Edelreben aufgerückt ist.

Aus ihr werden volle Weine von höchster Qualität gewonnen, die auf zurückhaltende Weise edel schmecken. Diese eignen sich hervorragend für das Reifen in Holzfässern und haben ein Aroma, das an Gewürze, Tabak und Wildkirsche erinnert.

Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc ist eine weiße, aromatische Rebsorte französischen Ursprungs, die überall auf der Welt zu finden ist. In Griechenland wird sie mittlerweile in 21 Präfekturen angebaut, wo sie Ende August ihre optimale Reife erreicht.

Bei entsprechenden klimatischen Bedingungen und Bodenverhältnissen und zum richtigen Zeitpunkt gelesen, erreicht man einen angenehmen Ausgleich zwischen Säure und Zucker, sodass trockene Weißweine mit einem vollem Bouquet von exotischen Früchten und einem frischen Aroma gekeltert werden können.

Sauvignon Blanc gärt und reift in Eichenfässern und wird unter anderem für zahlreiche Vins de pays verwendet.

Savatiano

Savatiano ist in der Region Attika die häufigst angebaute Rebsorte, da sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen das dort herrschende trockene Sommerwetter zeigt. Sie ist außerdem auf den Kykladen, im Westen Kretas, auf dem Peloponnes und in Makedonien zu finden und reift Mitte September.

Obwohl Savatiano häufig unterschätzt wird, können aus ihr bemerkenswerte Weißweine mit ausgeglichenem Geschmack gekeltert werden, bei denen besonders Früchtearomen wie Zitrone, Kiwi, Pfirsich, Erdbeere, Banane und Zuckermelone zur Geltung kommen. Um dies zu erreichen, muss sie jedoch in höheren Lagen auf trockenen, lehmigen Böden angebaut werden.

Syrah

Der Legende nach stammt diese rote Rebsorte aus Shiraz im heutigen Iran. In Griechenland wurde sie erstmals in Sithonia auf der Chalkidiki angebaut, ist mittlerweise jedoch auch auf dem Peloponnes, auf Kreta, den Dodekanes, in Makedonien, Thrakien, Zentralgriechenland und Thessalien verbreitet. Sie reift Ende August oder Anfang September.

Die Sorte ist besonders ertragreich und wird aufgrund ihrer hohen Qualität auch als Edelrebe bezeichnet.
Je nach Rebschnitt, Boden und Region erbringt Syrah sehr starke bis weniger starke Weine mit mittlerer Säure, intensiver Farbe und Geschmack, die während des Reifeprozesses noch an Facettenreichtum gewinnen.

Thrapsathiri

Thrapsathiri ist eine weiße Rebsorte, die ausschließlich auf Kreta kultiviert wird. Dort wird sie als Teil des OPAP-Weißweins Sitia verwendet. Thrapsathiri ist ein Abkömmling der Rebsorte Athiri.

Vilana

Vilana ist eine weiße Rebsorte, die auf Kreta in den Präfekturen Heraklion, Lassithi, Rethymno und Chania angebaut wird und dort ab Mitte September ihre Reife erlangt.

Wenn Vilana auf geeigenetem Boden angebaut wird, erhält man Weine mit einem mittleren bis hohen Alkoholgehalt, einer guten Säure und einem mittelstarken Aroma. Allerdings tendiert diese Traube zur Oxidation und muss bei der Kelterung umsichtig behandelt werden.

Aus Vilana werden die trockenen Weißweine mit der Ursprungsbezeichnung Peza und Sitia sowie diverse Vins de pays gewonnen.

Viognier

Die weiße Rebsorte Viognier ist in Frankreich an der nördlichen Rhône beheimatet. Der daraus gekelterte Wein hat eine kräftige Farbe sowie einen hohen Alkoholgehalt. Sein unverwechselbares Bouquet erinnert an Aprikosen, Pfirsiche und Blumen, insbesondere Maiglöckchen oder Veilchen.

Die Viognier ist nicht sehr ertragreich und nach der so genannten Reblauskatastrophe war die Sorte beinahe ausgestorben. Allerdings erlebt sie eine Renaissance und erfreut sich überall auf der Welt wachsender Beliebtheit.

 

Xinomavro

Xinomavro ist die verbreitetste Rebsorte in Makedonien und wird als die edelste rote Sorte im gesamten nordgriechischen Raum bezeichnet. Sie bietet ein großes Spektrum an önologischen Eigenschaften (Zuckergehalt, Farbe, Aromapotenzial), da sie unter verschiedensten klimatischen Bedingungen und auf vielen Bodenarten gedeiht.

Je nach Alter des Weines kommen Farbnuancen zwischen Purpur- und Rubinrot vor. Auch das Aroma kann stark variieren, wobei Gewürze und Früchte vorherrschen. Die Weine weisen einen mittleren bis vollen Körper auf und werden während des Reifens sanfter, ohne dabei ihre Kraft zu verlieren.

Xinomavro ist beispielsweise an den Appellationen Naoussa und Amyntaio beteiligt.

 

WEINANBAUGEBIETE

Seit mehr als 4.000 Jahren spielt Wein eine bedeutende Rolle in der griechischen Kultur, wie archäologische Funde im gesamten Land beweisen. Die alten Griechen wussten bereits um den wichtigen Einfluss des lokalen Ökosystems auf die Merkmale eines Weines. Sie vertrieben ihren Wein in versiegelten Amphoren und führten ihre ersten eigenen Herkunftsappellationen ein. Jedes Weinanbaugebiet prägt durch seine landschaftlichen Gegebenheiten und seine klimatischen Bedingungen den Charakter der heimischen Weine auf ganz besondere Weise und eignet sich dadurch für unterschiedlichste Rebsorten.

Im Folgenden werden die verschiedenen Weinanbaugebiete Griechenlands und ihre besonderen Merkmale beschrieben: die Ägäischen Inseln, der Epirus, die Ionischen Inseln, Makedonien, der Peloponnes, Thessalien, Thrakien sowie Zentralgriechenland.

Ägäische Inseln

Die Ägäischen Inseln, unter denen besonders Rhodos, Santorini und Kreta hervorzuheben sind, blicken auf eine lange Tradition der Weinkelterei, die bis in die Jungsteinzeit zurückreicht.

Das gemäßigte Mittelmeerklima der Ägäis in Kombination mit der felsigen Vulkanerde, dem reichlich vorhandenen Sonnenschein sowie der frischen Meeresbrise bietet ideale Bedingungen für den Anbau von Weintrauben.

Rhodos war eine der ersten Gegenden, die die alten Griechen für den Weinbau entdeckten. Die Insel erfreut sich der meisten Sonnentage und der geringsten Regenfälle in ganz Griechenland, perfekte Bedingungen also für die Gewinnung erstklassiger AOC-Weine. Die verbreitetsten Rebsorten dort sind die weiße Athiri und die rote Mandilaria. Außerdem wird auf Rhodos ein süßer AOC-Wein aus Moschato gewonnen.

Auf Kreta wurden schon zur Zeit der Minoer vor beinahe 4.000 Jahren Weine gekeltert. Tatsächlich wurde auf Kreta in der Nähe des Ortes Archanes die älteste Weinpresse der Welt entdeckt. Die Weinberge Kretas befinden sich im Norden der Insel, wo sie durch die Berge im Inland vor warmen afrikanischen Winden geschützt sind. Dort werden vor allem die Rebsorten Vilana, Kotsifali, Mandilaria, Chardonnay und Syrah sowie die seltenen Sorten Plyto, Dafni und Thrapsathiri angebaut.

Auf der wunderschönen Insel Santorini wird schon seit der Bronzezeit Wein angebaut. Die Vulkanböden und der nächtliche Nebel, der die Trauben mit Feuchtigkeit versorgt, bieten perfekte Voraussetzungen für Weine mit einzigartigem Charakter.

Epirus

Die Landschaft Epirus an der Grenze zu Albanien liegt nördlich von Zentralgriechenland im Westen des griechischen Festlandes und direkt gegenüber von Korfu. Epirus ist die am dünnsten besiedelte und schroffeste Region auf dem griechischen Festland und geprägt durch Berge und kalkhaltige Böden. Das Wetter unterscheidet sich im Osten und Westen etwas, es herrscht jedoch vorwiegend ein kontinentales Klima mit kalten Wintern und etwas Schneefall sowie warmen Sommern.

Obwohl die Weinberge in Epirus teilweise schwer erreichbar sind und trotz der schwierigen Anbaubedingungen, sind sich Weinexperten einig, dass in dieser Region einige hervorragende Weine gekeltert werden.

In Zitsa beispielsweise wird die weiße Rebsorte Debina angebaut, die schon seit den Zeiten der türkischen Besatzung bekannt ist. Damals bot der notorische Mohammed Ali Pascha ihren Wein seinen Gästen an, unter ihnen auch Lord Byron.

Ionische Inseln

Sowohl auf Kefalonia, der größten der Ionischen Inseln, als auch auf Zakynthos, Korfu und Lefkas wird Wein angebaut, Kefalonia ist jedoch ohne Zweifel die bedeutendste Insel für den Weinanbau im Ionischen Meer. Die Insel verfügt über drei Appellationen, zwei aus kontrolliertem Anbau, die ihren Wein aus den Rebsorten Moschato Aspro und Mavrodaphne gewinnen. Die dritte Appellation von hoher Qualität beschränkt sich ausschließlich auf die Rebsorte Robola. Die Weinberge auf Kefalonia befinden sich in relativ hohen Lagen zwischen 200 und 800 Metern Höhe und weisen einen steinigen, lehmigen Boden auf. Das Klima der Insel ist von milden Wintern mit starken Regenfällen und heißen Sommern geprägt.

Die bergige Landschaft, die kleinen fruchtbaren Ebenen und der reichlich fallende Regen auf Zakynthos begünstigen den Anbau der einheimischen Sorten Skiadopoulo, Pavlos und Goustoulidi. Letztere wird für die Herstellung des lokalen Weines Verdea verwendet.

Auf Korfu werden im hügeligen Norden vornehmlich rote Rebsorten wie Petrokorinthos und Mavrodaphne angebaut, während sich der flachere Süden eher für die weißen Sorten Kakotryghis, Robola und Moschato eignet.

Auf Lefkas wird ein eigener Verdeawein gekeltert. Zudem werden die Rebsorten Vertzami und Merlot angebaut, aus denen der Vin de pays Lefkados gewonnen wird.

Makedonien

Makedonien, eines der ältesten und renommiertesten Weinanbaugebiete Griechenlands, nimmt den größten Teil Nordgriechenlands ein und ist die Heimat von vier verschiedenen Appellationen. Jeder dieser AOC-Weine wird auf verstreut gelegenen Weinbergen mit eigenem Mikroklima angebaut. Im Allgemeinen weist die Region ein kontinentales Klima mit kalten Wintern und starken Regenfällen sowie warmen Sommern auf.

Erst während der letzten Jahre konnten die Weine Makedoniens wieder gutmachen, was sie durch Reblausbefall, Einwanderung und Krieg in dieser Gegend an Boden verloren hatten. Weinberge wurden neu angepflanzt und technische Investitionen getätigt, sodass die makedonischen Weine ihr weltweites Ansehen zurückgewinnen konnten.

Naoussa am Fuße des Vermion war eine der ersten anerkannten AOC-Regionen Griechenlands und bringt hervorragende, körperreiche Rotweine aus der einheimischen Rebsorte Xinomavro hervor. Diese Traube wird auch in der entlegenen AOC-Region Amynteon angebaut, wo daraus leichte, fruchtige Rotweine sowie Schaum- und Roséweine gekeltert werden.

Peloponnes

Der erste Hinweis auf die Weinanbautradition des Peloponnes findet sich bereits bei Homer, der ihm den Beinamen „Ampeloessa“ gab, was „voller Rebstöcke“ bedeutet. Weder Krieg noch Reblausbefall konnten den Weinanbau dort zum Erliegen bringen. Die sich über Hügel, Ebenen und Plateaus erstreckenden Weinberge des Peloponnes sind für ihren Facettenreichtum und ihre Komplexität bekannt.

In der Nähe des Ortes Nafplion liegt Nemea, die wichtigste AOC-Region für Rotweine im südlichen Griechenland. Hier werden aus der Rebsorte Agiorghitiko Weine gewonnen, die für ihre tiefrote Farbe, ihr komplexes Aroma und ihren langen, samtigen Abgang gerühmt werden.

In den hohen Lagen von Mantinia werden aus der edlen Rebsorte Moschofilero hochwertige AOC-Weine gekeltert. Ein kontinentales Klima in Kombination mit kargen Böden ermöglicht zudem die Produktion besonders aromatischer Weißweine.

Im Nordwesten des Peloponnes befindet sich die Region Patras, in der vier AOC-Weine beheimatet sind: der trockene Weißwein Patra aus der Roditis-Traube, zwei aromatische weiße Dessertweine und ein starker Rotwein aus Mavrodaphne und Korinthiaki.

Thessalien

An der Ostküste des griechischen Festlandes liegt Thessalien, eingerahmt vom Olympmassiv im Westen, laut griechischer Mythologie der Sitz der Götter, und der Ägäis im Osten. Dadurch entsteht ein Mikroklima, das den Weinanbau äußerst positiv beeinflusst.

Die Weinberge Thessaliens liegen in Anhialos auf Meereshöhe, am Fuße des Olympgebirges nahe Rapsani auf 300 bis 500 Metern und in Agrafa, wo der AOC-Wein Messenikola gekeltert wird, auf bis zu 600 Metern Höhe. Gemeinsam ist diesen unterschiedlichen Orten ihr vorteilhaftes Klima von kalten Wintern mit starken Regenfällen und sehr heißen Sommern. Die bebaute Fläche liegt derzeit bei etwa 8.700 Hektar und es werden durchschnittlich 400.000 Hektoliter Wein gewonnen.

Angebaut werden beispielsweise die Rebsorten Savatiano und Roditis. Aus Xinomavro, Krassato und Stavroto werden die unverwechselbaren Rapsani-Rotweine hergestellt.

Thrakien

Thrakien liegt westlich von Makedonien und erstreckt sich bis zum nördlichsten Punkt Griechenlands, der an Bulgarien und die Türkei angrenzt. Schon Homer rühmte den thrakischen Wein und Odysseus besiegte mit dessen Hilfe den Zyklopen Polyphem.

Während der letzten Jahre wurden intensive Anstrengungen unternommen, den historischen Weinberg von Maroneia wiederzubeleben und drei neue Anbaugebiete von hoher Qualität wurden erschlossen. Die verbreitetsten Rebsorten in Thrakien sind derzeit die weiße Zoumiatiko sowie die roten Sorten Mavroudi Thrakis und Pamidi, die in Bulgarien zu den häufigst angebauten Rebsorten zählt. Außerdem werden wie im benachbarten Makedonien Rotweine aus Xinomavro gekeltert, es gibt jedoch keine Weine mit den Klassifizierungen OPAP oder OPE. Die Weinproduktion in Thrakien liegt momentan durchschnittlich bei etwa 50.000 Hektolitern im Jahr.

Zentralgriechenland

Obwohl auf diesem Teil des Festlandes, die Insel Euböa mit eingerechnet, keine Weine mit AOC-Status angebaut werden, ist die Gegend für den griechischen Weinbau an sich dennoch von zentraler Bedeutung, da hier etwa ein Drittel des gesamten Weinvolumens gekeltert wird und in den vergangen Jahren eine Vielzahl an qualitativ hochwertigen Weinen in Attika, Böotien und auf Euböa hergestellt wurde.

Man könnte annehmen, dass in dieser Region viele verschiedene einheimische Rebsorten angebaut werden. Aufgrund einer Reblausepidemie in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und des heißen, trockenen Klimas der Gegend, findet man jedoch lediglich die weißen Sorten Savatiano und Roditis, die oft miteinander verschnitten werden. In jüngster Vergangenheit wurden auch Cabernet Sauvignon, Agiorgitiko und Merlot mit großem Erfolg in einigen Teilen Zentralgriechenlands eingeführt.

QUALITÄTSSYSTEM

Nicht immer ist die Kategorisierung eines Weines maßgebend für seine Qualität, da das Anbaugebiet des Weines möglicherweise nicht zertifiziert ist, das Weingut aber dennoch Weine höchster Qualität vinifiziert. Vor diesem Hintergrund ist die Qualitätskategorisierung eine Orientierungshilfe.

Genau wie in anderen Ländern basiert das griechische Weingesetz auf dem europäischen Weinrecht. Die Grundlagen dafür sind Qualitätsstufen, kontrollierte Herkunft, Hektarertragsbeschränkung sowie staatliche Qualitätskontrolle.

In Griechenland wird zwischen vier Qualitätsstufen unterschieden:

  • O.P.E. (Onomasia Proelefseos Eleghomeni)

Dt.: Kontrollierte Ursprungsbezeichnung

Diese Stufe umfasst Weine der höchsten Qualitätsstufe Griechenlands aus kontrollierter Herkunft.

  • O.P.A.P. (Onomasia Proelefseos Anoteras Piotitos)

Dt.: Ursprungsbezeichnung höherer Qualität

Diese Stufe ist vergleichbar mit der französischen AOC, umfasst also Weine von höherer Qualität aus kontrollierter Herkunft.

  • Topikos Oinos

Zu dieser Stufe gehören die griechischen Landweine, die meist aus traditionellen griechischen Reben gekeltert werden.

  • Epitrapezios Oinos

Diese Kategorie umfasst die Tafelweine Griechenlands.

Ausschlaggebend für die Einteilung in diese vier Stufen sind die Rebsorte, die Qualität der Trauben sowie die Ertragsmenge. Weine, die in die Kategorie O.P.E. fallen, tragen eine blaue Banderole am Flaschenhals, O.P.A.P.-Weine eine rote. Außerdem sind beide durch eine staatliche Prüfnummer gekennzeichnet.

Auf dem Etikett müssen sowohl der Erzeuger als auch die Region angegeben werden. Möchte sich eine Kellerei als Cháteau, Castel oder Domaine bezeichnen, müssen die Trauben aus eigenem Anbau stammen.

Wird ein Weißwein Cava oder Epilegmenos (Reserve) genannt, weist dies darauf hin, dass er mindestens zwei Jahre gereift ist, davon mindestens sechs Monate im Fass und sechs Monate in der Flasche. Es liegt in der Entscheidung des Winzers, ob der Wein längere Zeit im Fass oder auf der Flasche reift.

Rotweine mit diesen Bezeichnungen müssen drei Jahre gereift sein – mindestens sechs Monate in neuem Holz oder ein Jahr in altem Holz sowie zwei Jahre in der Flasche. Auch hier liegt es in der Entscheidung des Winzers, ob der Wein überwiegend im Fass oder auf der Flasche reift, um die Gesamtreifezeit von drei Jahren zu erreichen.

Nach drei Jahren dürfen Weißweine Grande Reserve genannt werden, allerdings müssen diese mindestens ein Jahr im Fass und ein Jahr in der Flasche gelagert worden sein. Wiederum ist es die Entscheidung des Winzers, auf welche Weise der Wein seine Gesamtlagerzeit erreicht.

Bei Rotweinen mit der Bezeichnung Grande Reserve beträgt die Gesamtlagerzeit vier Jahre, davon zwei im Fass und zwei in der Flasche. Hier ist die jeweilige Lagerzeit für Fass und Flasche nicht variierbar.

WINZER

In den vergangenen Jahren erlebte die Weinkelterei in Griechenland durch intensive Investitionen in moderne Technologie erhebliche Verbesserungen und erfreut sich derzeit einer wahren Renaissance. Die neue Generation einheimischer Winzer absolviert ihre Ausbildung an den besten Schulen der Welt und ihr Einsatz wird durch hohe Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben und eine wachsende weltweite Beliebtheit der griechischen Weine belohnt. Die Winzer versuchen trotz der notwendigen Modernisierungen die Tradition am Leben zu erhalten. Diese Kombination aus Neuem und Altem wirkt sich besonders positiv auf ihre Erzeugnisse und deren Qualität aus.

Boutari

Die Firma Boutari gehört zu den ältesten Weinherstellern Griechenlands und produziert zweifelsohne einige der edelsten Weine des Landes. Boutari investiert großzügig in Forschung und Entwicklung und arbeitet ständig daran, einheimische Rebsorten zu verbessern und ausländische zu akklimatisieren. Die traditionellen griechischen Appellationen werden erhalten, gleichzeitig erweitert Boutari seine Produktpalette jedoch auch um internationale Weine.

Jedes der Boutari-Weingüter, die in ganz Griechenland verstreut liegen, hat seinen ganz eigenen Charakter, geprägt durch die dort gekelterten Weine, die jeweilige Landschaft und das Terroir. Besucher können die Anwesen besuchen, an Weinproben teilnehmen und die Weine zusammen mit traditionellen Speisen genießen. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Thessaloniki in der Region Makedonien.

Das ursprüngliche Weingut Boutaris liegt bei Naoussa in der Region Makedonien. Hier gründete Yianni Boutari im Jahr 1879 das Weinunternehmen seiner Familie und setzte somit seine Vision in die Tat um: ein Weinunternehmen mit einer fortschrittlichen Philosophie. Sein erster Schritt war die Schaffung seines bekanntesten Rotweins, des Boutari Naoussa.

Viele weitere Generationen der Familie brachten neue Ideen, blieben jedoch dem Qualitätsprinzip des Gründers treu. Das Hauptaugenmerk lag immer auf griechischen Rebsorten für den nationalen und internationalen Markt. Das Unternehmen arbeitet zukunftsorientiert und verfügt mittlerweile über fünf weitere Anwesen in den erlesensten Weinanbaugebieten Griechenlands.

Das südlichste der Boutari-Weingüter, Fantaxometocho, liegt unweit der historischen Fundstätte von Knossos auf Kreta in der Nähe des Ortes Skalani. Der Name des Guts bedeutet so viel wie „Geisterhütte“ und geht auf eine lokale Legende zurück. Den Zauber alter Tage erhält sich das Weingut durch seine alte, traditionelle Kellerei. Davon abgesehen verfügt Fantaxometocho jedoch auch über sehr neuen Anlagen, die im Jahr 2004 fertiggestellt wurden, und ist damit eine der modernsten Kellereien in ganz Europa. Boutari baut auf den hier gelegenen Weinbergen einheimische und internationale Rebsorten auf einer Höhe zwischen 170 und 210 Metern an. Die Erde ist kalk- und kreidehaltig, während das Klima aufgrund der typisch langen Sommer Kretas besonders trocken ist. Diese Kombination bringt Weine hervor, die der uralten Weintradition der Insel alle Ehre machen.

Ein weiteres Weingut der Firma Boutari ist das historische Anwesen Roxane Matsa Estate in Kantza in der Region Attika, auf dessen zwölf Hektar großem Weinberg zum ersten Mal Ende des 19. Jahrhunderts Wein angebaut wurde. Seit 1980 wurde das Anwesen, auf dem sowohl einheimische als auch internationale Rebsorten zu Weinen von Weltklasse gekeltert werden, nach und nach restauriert. Attika ist bekannt für seine milden Winter und warmen Sommer und bietet damit die besten Voraussetzungen für die von Roxane Matsa und Boutari angebauten Rebsorten – Savatiano, Malagousia, Sauvignon Blanc und Assyrtiko.

In der bergigen Weinbauregion Goumenissa nordwestlich von Thessaloniki baut Boutari seit 1991 Wein an. Mittlerweile erfolgt der Anbau auf dem Weingut Boutari Filiria Estate biologisch. Vornehmlich werden die roten Rebsorten Xinomavro und Negoska kultiviert. Das Weingut ist nach Westen ausgerichtet, erfreut sich eines typisch mediterranen Klimas und liegt auf einer Höhe von 180 Metern. Die Filiria Estate war eines der ersten Weingüter in der Region Goumenissa und blieb viele Jahre das einzige. Es spielt in vielerlei Hinsicht eine bedeutende Rolle für diese Gegend – sowohl kulturell und sozial als auch wirtschaftlich.

Ein weiteres Boutari-Weingut liegt auf dem Peloponnes in der Appellationsregion Mantinia. Früher gehörte dieses Anwesen dem Unternehmen Cambas (siehe auch Erläuterung Cambas Winery), wurde jedoch 1991 von Boutari übernommen. Es werden jedoch weiterhin Weine unter dem ursprünglichen Namen vertrieben. Die zugehörigen Weinberge erstrecken sich über eine Fläche von 70 Hektar und liegen auf ungefähr 600 Metern. Größtenteils wird die einheimische Rebsorte Moschofilero angebaut, aber auch Gewürztraminer und Chardonnay haben hier neben anderen Sorten ihren Platz gefunden.

In Douramani in der Appellationsregion Nemea besitzt Boutari einen zusätzlichen kleineren Weinberg, der im Jahr 2004 mit Agiorgitiko bepflanzt wurde. Außerdem wurden hier kürzlich verschiedene Versuchsprogramme ins Leben gerufen, für die sowohl einheimische als auch internationale Rebsorten kultiviert werden, beispielsweise Cabernet Sauvignon und Syrah.

Auch auf der Kykladeninsel Santorini, der südlichsten Insel der Ägäis, keltert Boutari Weine. Santorini ist eine vulkanisch geprägte Insel mit porösem Untergrund und lehmigen Böden. Dadurch entstehen frische, reine Weine mit mineralischen Akzenten. Die verbreitetsten einheimischen Rebsorten auf Santorini sind Assyrtiko, Athiri und Aidani. Das Boutari-Weingut auf der Insel verfügt über eine Kapazität von 1,1 Millionen Litern im Jahr. Durch Boutaris Fachwissen und die Erfahrung und das Engagement der dort lebenden Weinbauern konnten unvergleichliche Ergebnisse erzielt werden. Zum einen werden die traditionellen Sorten gepflegt, auf der anderen Seite wird jedoch auch erfolgreich mit neuen ausländischen und griechischen Trauben experimentiert.

Cambas Winery

Dieses Weingut hält einen der ältesten Namen in der Geschichte griechischer Weine und liegt auf dem Peloponnes in der Appellationsregion Mantinia. Andreas Cambas gründete dieses Weingut 1882 und wurde anfangs mit hochwertigem Brandwein assoziiert. Bereits wenige Jahre nach der Gründung wurde der Name Cambas zu einem Synonym für qualtativ hochwertige Weinherstellung.

1991 wurde das Weingut von der Boutari-Gruppe übernommen. Es werden jedoch weiterhin Weine unter dem ursprünglichen Namen vertrieben (siehe auch Erläuterung Boutari). Die zugehörigen Weinberge erstrecken sich über eine Fläche von 70 Hektar und liegen auf ungefähr 600 Metern. Größtenteils wird die einheimische Rebsorte Moschofilero angebaut, aber auch Gewürztraminer und Chardonnay haben hier neben anderen Sorten ihren Platz gefunden.

In Douramani in der Appellationsregion Nemea besitzt Boutari einen zusätzlichen kleineren Weinberg, der im Jahr 2004 mit Agiorgitiko bepflanzt wurde. Außerdem wurden hier kürzlich verschiedene Versuchsprogramme ins Leben gerufen, für die sowohl einheimische als auch internationale Rebsorten kultiviert werden, beispielsweise Cabernet Sauvignon und Syrah.

 

Domaine Porto Carras

Die Domaine Porto Carras liegt in der Region Sithonia auf der Halbinsel Chalkidiki, wo die grünen Ausläufer des Berges Meliton auf das kristallklare Wasser der Toroneos-Bucht treffen. Die zugehörigen Weinberge erstrecken sich über 475 Hektar und gehören damit zu den größten Weingärten Europas. Vor allem durch ihre einem Amphitheater ähnelnde und terrassenförmige Anordnung bieten sie einen malerischen Blick.

Das Weingut selbst wurde im Jahr 1970 erbaut und so angelegt, dass es weder vom Wasser noch von der Straße aus zu sehen ist, um die natürliche Schönheit der Landschaft zu erhalten. Dank der außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen vor Ort treten in den Weinbergen von Porto Carras kaum Weinkrankheiten auf. Der Schutz der Pflanzen erfolgt ausschließlich mithilfe von Schwefel und Kupfer, sodass ein rein biologischer Anbau möglich ist. Der Ertrag pro Quadratkilometer liegt nicht über 800 Kilogramm, was für das Potenzial der Gegend als Weinbaugebiet spricht. Auf den wärmeren südwestlichen Hängen werden in einer Höhe von 200 bis 300 Metern beispielsweise die Rebsorten Athiri, Assyrtiko, Sauvignon Blanc und Roditis angebaut, während auf den kühleren Nordosthängen auf 300 bis 400 Metern eher die Sorten Limnio, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah gedeihen.

Domaine Skouras

George Skouras, Besitzer, Önologe und Winzer der Domaine Skouras, wurde in Argos auf dem Peloponnes geboren und studierte Anfang der Achtzigerjahre in Dijon in Frankreich Önologie. Im Jahr 1986 baute er sein erstes Weingut in Pyrghella, einem kleinen Ort in der Nähe von Argos. Zwei Jahre später brachte er den bahnbrechenden Rotwein Megas Oenos auf den Markt, eine beeindruckende Kombination aus der einheimischen Rebsorte Agiorgitiko und der international bekannten Traube Cabernet Sauvignon. Megas Oenos setzte sich als Qualitätswein auf dem griechischen Markt sowie im Ausland durch.

Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, baute George Skouras im Jahr 1996 ein zweites Weingut im Dorf Ghymno, das in der AOC-Region Nemea auf 700 Metern Höhe gelegen ist. Hier reift in über 50 Jahre alten Weingärten ebenfalls die Rebsorte Agiorgitiko, die für den Megas Oenos verwendet wird.

Die Domaine Skouras bezieht ihre Trauben ausschließlich aus eigenem Anbau sowie von den besten Weinbauern der Region. Durch enge Zusammenarbeit werden Sortenreinheit und höchste Qualität gewährleistet. Zusätzlich zu den griechischen Rebsorten Agiorgitiko, Roditis und Moschofilero werden internationale Sorten mit unverwechselbarem Charakter angebaut.

Emery Wines

Die Firma Emery wurde im Jahr 1923 gegründet und stellte ursprünglich destillierten Alkohol her. Ihren Namen trägt sie zu Ehren des französischstämmigen Dichters Emeric d’Amboise, der auf Rhodos lebte. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion auf Obstbrände umgestellt und 1966 begann Emery mit der Weinkellerei. Die Familie Triantafillou baute im Jahr 1974 ein großes, modernes Weingut im Dorf Embona auf Rhodos, das mittlerweile von der dritten Generation dieser Familie geführt wird. Die anliegenden Weinberge befinden sich auf den Nordwesthängen des Berges Attaviros, dem mit 1215 Metern höchsten Berg der Insel. Hier wachsen auf einer Höhe zwischen 720 und 800 Metern die Rebsorten Mandilaria, auch Amorgiano genannt, sowie Athiri. Emery besitzt zwar keine eigenen Anbauflächen, unterhält jedoch enge Beziehungen zu den ansässigen Bergbauern, die der Familie Triantafillou hochwertige Weintrauben liefern.

Die Weinreben Rhodos wurden noch nie von der Reblaus heimgesucht, weshalb viele von ihnen zwischen 50 und 60 Jahre alt sind. Die ganzjährige Sonne, die regelmäßigen Regenschauer sowie die kühle Meeresbrise zwischen Mai und September tun ihr Übriges.

Zudem ermöglicht die enge Nachbarschaft von Weinbergen und Kellerei kurze Transportwege. Alle Trauben werden während der sieben- bis zehntägigen Weinlese Ende August in den frühen Morgenstunden mit großer Sorgfalt von Hand gepflückt.

Estate Gennima Psihis

Im Jahr 1989 folgte George Manolesakis seiner Liebe zum Weinbau und begann, auf seinem privaten Weingut in Adriani in der Nähe von Drama Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Chardonnay, Roditis, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah anzubauen, die sich perfekt in das dortige Klima einfügten. Hier gründete er im Jahr 1998 das Unternehmen Estate Manolesaki, das sich mittlerweile zu einem hochmodernen Weingut entwickelt hat.

Die zugehörigen Weinberge liegen auf sanften Hügeln nahe des Weinguts, sodass die Trauben keine langen Transportwege überstehen müssen. Zudem sind sie vor Wind sowie plötzlichen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen geschützt. George Manolesakis legt Wert auf einen geringen Ertrag der Reben und überwacht den Zeitpunkt der Ernte sehr genau. Heute werden auf seinem Weingut beispielsweise die Sorten Sauvignon Blanc, Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Agiorgitiko angebaut und zu Weinen höchster Qualität verarbeitet, die international bereits mehrfach ausgezeichnet wurden.

Karipidis Winery

Als die Brüder Lazaros und Pantelis Karipidis im Jahr 1985 mit dem Weinbau begannen, war dies nur ein Hobby für sie. Trinkt man heute eine ihrer qualitativ hochwertigen und kosmopolitisch angehauchten Produktionen, sind diese bescheidenen Anfänge kaum noch vorstellbar. Seit dieser Zeit ist die Geschichte ihres Unternehmens von stetigem Wachstum sowie einem intuitiven Verständnis für Wein und dessen Vermarktung geprägt.

Ihr Anwesen befindet sich in der sanften Hügellandschaft um Vounena in der Region Thessalien, wo die Brüder mittlerweile 20 Hektar Weinberge besitzen, von denen alle biologisch angebaut werden. Die Weine von Karipidis spiegeln das warme Mikroklima und die reichhaltige Erde der Region wider. Alle in ihren Weinen verarbeiteten Trauben sind auf eigenem Grund angebaut. Dabei konzentrieren sich die beiden Winzer auf wohlbekannte, vor allem internationale Rebsorten wie Cabernet, Merlot, Primitivo, Sangiovese und Sauvignon Blanc, die überwiegend reinsortig gekeltert werden. Auch mit einheimischen Rebsorten wird experimentiert, wobei sich die Brüder momentan auf ihre bestehende Produktpalette konzentrieren und diese perfektionieren möchten.

Zu den weiteren Zukunftsplänen der beiden gehört der Bau eines neuen Weinguts, das modernsten Ansprüchen genügen soll, da die Jahresproduktion mittlerweile bei ungefähr 85.000 Flaschen liegt.

Kir-Yianni

Kir-Yianni wurde im Jahr 1997 als Ableger der Boutari-Gruppe, des führenden Wein- und Bierherstellers Griechenlands, gegründet. Der erste Jahrgang wurde im Jahr 1990 gekeltert, der erste, der unter dem Markennamen Kir-Yianni verkauft wurde, jedoch erst 1995. Mittlerweile ist das Unternehmen unabhängig von Boutari und befindet sich jetzt vollständig unter der Leitung und im Besitz der Familie von Yiannis Boutaris.

Die beiden Weingüter der Winzerei, wo jährlich 500.000 Flaschen trockene Weiß- und Rotweine hergestellt werden, befinden sich im Nordwesten Griechenlands in Naoussa und Amyndeo und sind 30 Jahre alt. Über die Hälfte der hier gekelterten Weine stammen von jeweils einem Weinberg des etwa 50 Hektar großen Anwesens auf den östlichen und westlichen Hängen des Vermio, die sowohl internationalen als auch griechischen Rebsorten gewidmet sind.

Zwar ist Kir-Yianni vor allem für seine seltene Xinomavro, eine griechische Rebsorte, bekannt, findet jedoch auch weltweite Anerkennung für seine Weine auf der Basis von Syrah sowie die Kombination aus Sauvignon Blanc und Roditis, einer weiteren einheimischen Traube. Auch Chardonnay und Merlot werden angebaut. Beide Kir-Yianni-Weingüter stehen Besuchern nach Anmeldung für einen Rundgang und eine Weinprobe offen.

Lyrarakis

Fast jede kretische Familie hat sich irgendwann mit dem Weinbau befasst. So auch die Familie Lyrarakis, auf deren Weingut noch alte Steinpressen aus dem 14. Jahrhundert zu finden sind. Das Hauptaugenmerk des Unternehmens, das bereits seit 1966 besteht, liegt auf den weißen Rebsorten Plyto, Dafni, Vilana, Moschato Aspro, Sauvignon Blanc und Silvaner sowie auf den roten Sorten Kotsifali, Mandilaria, Cabernet Sauvignon, Carignan, Muscat Black und Grenache Rouge. Die Traubensorte Plyto gehört zu den ältesten kretischen Rebsorten und war in den letzten Jahren, unter anderem aufgrund von Reblausbefall, vom Aussterben bedroht. Lyrarakis baut diese Sorte an und vinifiziert sie unter gleichem Namen zu einem kräftigen Wein mit ausgewogenem Aroma. Dieses Engagement wurde bereits belohnt: Im letzten Jahr erhielt der Wein eine Silbermedaille auf dem internationalen Weinwettbewerb MUNDUSvini, bei dem über 3.000 Weine aus aller Welt getestet werden. Auch die anderen Lyrarakis-Weine werden sich sicher weiterhin international einen Namen machen.

Mediterra Winery

Die Produktlinie Mediterra wird von der Winzerei Creta Olympias hergestellt, die ihren Sitz nahe Heraklion in der Ortschaft Kounavi hat. Creta Olympias wurde 1973 gegründet und konzentrierte sich anfangs auf den Export frischer Trauben, hat sich jedoch mittlerweile zur dynamischsten Weinkellerei Kretas entwickelt und produziert Weine von höchster Qualität. Zu den Stärken des Unternehmens gehören das Fachwissen seiner Önologen und seine moderne Ausstattung. So konnte Creta Olympias für seine Weine aus einheimischen kretischen Rebsorten schon zahlreiche Auszeichnungen und Preise bei angesehenen internationalen Weinwettbewerben gewinnen.

Das Unternehmen respektiert zwar die Geschichte und Traditionen der Weinkellerei, behält aber dennoch die internationalen Entwicklungen auf diesem Gebiet im Auge. Erklärtes Ziel von Creta Olympias ist es, weiße und rote kretische Rebsorten voranzubringen und das Potenzial der Insel voll auszuschöpfen. Die Mediterra-Weine enthalten beispielsweise die einheimischen Sorten Vilana, Kotsifali und Mandilaria, werden jedoch auch mit internationalen Sorten wie Sauvignon Blanc und Cabernet Sauvignon kombiniert. Auch einige Weine mit der Qualitätsbezeichnung OPAP gehören dieser Produktlinie an.

Semeli

Seit über 25 Jahren baut George Kokotos in der Region Attika am Fuße des Berges Pendeli, dessen Marmor für den Bau der Athener Akropolis verwendet wurde, Wein an. Der Legende zufolge lebten hier Dionysos, der Gott des Weines, sowie seine Mutter Semeli, der zu Ehren das Weingut seinen Namen trägt.

Bei Semeli konzentriert man sich auf die Herstellung qualitativ hochwertiger, handgemachter Weine, wobei sowohl Kelterverfahren als auch technische Ausstattung ständig verbessert werden. Kokotos hat es sich zum Ziel gesetzt, die hohe Qualität der Semeli-Weine beizubehalten, gleichzeitig aber auch seine Chancen auf dem Markt wahrzunehmen. Aus diesem Grund entstand in der Region Nemea auf dem Peloponnes ein zweites Weingut mit dem Namen Domaine Helios.

Die Weinberge des ursprünglichen Weinguts in Stamata in Attika liegen durchschnittlich auf einer Höhe von etwa 450 Metern. Das dort herrschende Mesoklima ist relativ kühl, sodass die Trauben nur bei einem relativ geringen Ertrag zu voller Reife gelangen. Semeli war eines der ersten Weingüter in Griechenland, auf dem auch französische Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Chardonnay angebaut wurden. Heute werden hier drei Weine gekeltert – Chateau Semeli, bestehend aus Cabernet Sauvignon und Merlot, Ktima Semeli aus Chardonnay und Semeli White aus der einheimischen Rebsorte Savatiano.

SCHLUSSWORT

Als Sohn einer deutschen Mutter und eines griechischen Vaters hatte ich schon immer eine starke Affinität zu Griechenland. Somit habe ich eine Ernährung übernommen, die durch die mediterrane Küche geprägt ist. Es ist daher naheliegend, dass ich als Genussmensch auch die Weine Griechenlands zu schätzen gelernt habe.

Als Weinliebhaber und Genussmensch bin ich nunmehr der Meinung, dass griechischer Wein in Deutschland nicht ausreichend vertreten ist. In meinem Sortiment spiegelt sich eine kleine Auswahl der erlesenen Weine Griechenlands wider, die sowohl aus internationalen, als auch aus autochthonen (griechischen) Rebsorten vinifiziert werden.

Ich möchte Sie einladen, mit mir den Geschmacksreichtum griechischer Weine zu entdecken. Erleben Sie die Traubenvielfalt eines Landes, das seit Jahrtausenden die Kunst des Weinbaus pflegt und kultiviert.

Ihr Heiko Krinitsas

www.weinversand-aus-griechenland.de

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