19 Speiseöle im Test – drei Produkte nicht verkehrsfähig

Grenze bei Weichmachern überschritten, übrige Laborwerte unauffällig

Viele Supermärkte, aber auch Diskonter, Drogerie- und Biomärkte bieten neben klassischen Speiseölen auch eine große Auswahl an „Spezialölen“. Für einen vergleichenden Warentest hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nun 19 Produkte genauer geprüft, darunter Lein-, Sesam-, Traubenkern-, Walnuss-, Kokos- und Arganöle. Elf der getesteten Öle schnitten am Ende mit „gut“ ab, fünf weitere erreichten ein „durchschnittlich“. Drei Produkte hätten wegen eines zu hohen Gehalts an Weichmachern gar nicht verkauft werden dürfen und wurden deshalb als „nicht zufriedenstellend“ eingestuft.

Weichmacher sind schädliche Substanzen, die aus Kunststoffen herausgelöst werden. Ins Speiseöl können sie u.a. gelangen, wenn das Öl bei der Herstellung mit Kunststoffschläuchen oder -behältern in Berührung kommt. Weichmacher sind inzwischen nahezu überall zu finden, sie sind fettlöslich und reichern sich in der Nahrungskette an.

Im aktuellen VKI-Test war nur ein einziges Speiseöl frei von Weichmachern. In allen anderen Ölen wurden ein bis zwei Weichmacher gefunden. Bei drei der geprüften Produkte wurde u.a. die Verbindung Diethylhexylphthalat (DEHP) nachgewiesen, die im Tierversuch als krebserregend und fortpflanzungsschädigend gilt. Der für Lebensmittel festgelegte Migrationswert, liegt bei 1,5 mg/kg. Dieser Wert wurde bei den getesteten Chargen der drei Produkte deutlich überschritten. Die Öle wurden daher im Test abgewertet.

Neben Weichmachern wurden die Öle noch auf Lösungsmittelrückstände und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) untersucht sowie die chemische Qualität, die Kennzeichnung und die Sensorik geprüft.

Tipps des Testmagazins KONSUMENT:
Um die Belastung mit einem bestimmten Schadstoff nach Möglichkeit zu reduzieren, empfiehlt es sich, bei Speiseölen regelmäßig zwischen verschiedenen Sorten und Anbietern zu wechseln.
Spezialöle sind empfindliche Produkte, die schnell ranzig werden können. Beim Kauf daher auf die Mindesthaltbarkeit achten und im Zweifel lieber ein Produkt mit geringerer Füllmenge wählen.
Nach dem Kauf ist es wichtig, das Öl richtig und nicht zu warm zu lagern (im Sommer ev. im Kühlschrank). Gekaufte Spezialöle sollten rasch verbraucht werden.

SERVICE: Den Testbericht im Detail sowie Stellungnahmen der Hersteller gibt es in der Oktoberausgabe des Magazins KONSUMENT und online unter www.konsument.at

Linsen: Warenkunde

Die kleinste aller Hülsenfrüchte ist so etwas wie das
Aschenputtel unter ihren Verwandten, den Bohnen, Erbsen und Lupinen
dieser Welt. Sie kommt meist in einem unauffälligen Braun daher,
gedeiht am besten auf kargen, trockenen Böden und wächst trotz ihrer
bescheidenen Größe von maximal 50 Zentimetern selten wirklich
aufrecht. Bei Regen und Wind geht sie schnell zu Boden. Deshalb gönnt
man ihr beim Anbau auch meist eine stützende Kultur wie Hafer oder
Gerste, an der sich die Linsenpflanze mit den Ranken am Ende ihrer
feingegliederten Fiederblättchen festhalten kann.

Leider setzt sich die Bescheidenheit der Linse auch bei den Erträgen
fort. Mit mehr als 200 bis 1.000 Kilogramm pro Hektar kann man beim
Anbau nicht rechnen, wohl aber mit sehr großen jährlichen
Ertragsschwankungen. Deshalb sieht man die zarten Linsenpflanzen auf
deutschen Äckern auch nur höchst selten.

Doch wie im Märchen ist die bescheiden auftretende Linse eigentlich
ein echter Star unter den Leguminosen. Denn ihren wahren Wert hat der
Mensch schon vor über 9.000 Jahren erkannt. Im heutigen Griechenland
wurde sie zu dieser Zeit bereits gezielt angebaut, was sie zu einer
der ältesten Kulturpflanzen überhaupt macht. Und von wegen
unauffälliges Braun, die Linse kann auch ganz anders. Es gibt sie in
strahlendem rot, gelb oder grün, die schwarze Belugalinse sieht sogar
edelstem Kaviar zum Verwechseln ähnlich. Allein in Indien, wo die
Linse bereits seit Jahrtausenden hoch im Kurs steht, kann man aus
über 50 verschiedenen Sorten auswählen.

Auch die inneren Werte des vermeintlichen Aschenputtels überzeugen.
Mit einem Eiweißgehalt von bis zu 30 Prozent ist sie nach der
Sojabohne der beste Proteinlieferant unter den Hülsenfrüchten. Zudem
ist sie nahezu fettfrei und enthält stattdessen viele Ballaststoffe,
die in Verbindung mit den ebenfalls reichlich enthaltenen
Kohlenhydraten für eine angenehme, langanhaltende Sättigung sorgen.
Glaubt man kanadischen Studien, ist eine Linsenmahlzeit deshalb vor
sportlichen Wettkämpfen sogar besser für die Ausdauerleistung als
die üblicherweise empfohlenen Nudeln oder Kartoffeln.

Bleibt die Frage, ob man die Linse besser geschält oder ungeschält
genießt. Denn wie so oft stecken in der Schale die meisten
Nährstoffe und vor allem der Geschmack, weshalb die kleineren Sorten
mit hohem Schalenanteil oft aromatischer schmecken. Auf der anderen
Seite sind geschälte Linsen leichter verdaulich. Das macht sie für
Menschen mit empfindlicher Verdauung attraktiv.

Noch schwerer zu beantworten ist aber die Frage, wie man die Linse
genießen möchte: auf schwäbische Art mit Spätzle, scharf als
indisches Dal oder türkisch pikant als Linsensuppe. Märchenhafte
Geschmackserlebnisse sind auf jeden Fall nicht ausgeschlossen.
Jürgen Beckhoff, www.aid.de/

Gelato Festival Berlin

Arena Berlin, 7. bis 10. Juli 2016

In der Arena Berlin dreht sich vom 7. bis zum 10. Juli alles um original italienische Eiskultur: Das Gelato Festival macht erstmals Halt in Deutschland! Dabei treffen elf nationale Eismacher aufeinander und erfreuen Naschkatzen, Familien und Foodies zugleich – Jeder von ihnen entwirft eine eigens für das Festival kreierte Eissorte und produziert diese live vor Ort. Im Zeichen italienischer Lebensfreude können sich die Besucher durch die traditionell hergestellten Gelato-Kreationen probieren und im Anschluss ihren Favoriten wählen. Ergänzt durch das Voting einer Fachjury, entscheidet sich am letzten Festivaltag der beste Gelato-Macher Deutschlands. Die zwei Gewinner der Etappe in Berlin reisen zum Finale des Festivals nach Florenz vom 1. bis 4. September, um den besten Eismacher Europas zu küren. Neben Geschmack stehen auch Qualität und Zubereitung im Fokus.

Die Hauptzutaten des Gelato Festivals:
Probieren – Der Hauptteil der Veranstaltung findet vor dem Gelato-Truck Ruggeri statt. Hier probieren sich Besucher durch die einmaligen Gelato-Sorten und lernen die Eismacher und ihre Herstellungsweisen persönlich kennen.

Entdecken – Vor dem Buontalenti kann die Speiseeisherstellung live beobachtet werden. Alle Gelati zur Verkostung werden hier handgemacht.

Mitmachen – Das Caterina läd mit spannenden Vorträgen und Workshops rund um das Thema original italienisches Gelato zu Interaktion und Austausch ein.

Die Gelato Card gilt als Tagesticket und eröffnet die Welt des Gelato: Die Besucher können zwischen 12.00 Uhr und 0.00 Uhr acht der elf exklusiven Eiskreationen probieren und ihre Stimme für die beste Geschmacksrichtung abgeben. Im Vorverkauf gibt es die Gelato Card für 13€.

Das Gelato Festival wurde im Jahre 2010 zu Ehren des Erfinders des modernen Gelato, Bernardo Buontalenti, etabliert. Seitdem tourt die Veranstaltung jährlich durch Europa – im Jahr 2016 macht es neben sechs Stationen in Italien auch in London, Valencia und Berlin Halt. Die Kommunikation für das Festival in der Hauptstadt wurde von dem Berliner Büro der Italienischen Agentur für Außenhandel (ICE) realisiert.

Tickets: http://gelatocard.gelatofestival.it/

ALDI Nord erweitert Kaffeesortiment mit Kaffeekapseln

Praktische, portionsgerechte Zubereitungsmethoden stehen speziell im
Kaffee-Segment weiter hoch im Kurs. Dies bestätigte auch der Deutsche
Kaffeeverband im April 2016. Um dem Kundenwunsch nach alternativen
Zubereitungsmethoden weiter gerecht zu werden, erweitert ALDI Nord im
Mai 2016 sein Standardsortiment um Kaffeekapseln. Die Kapseln der
Eigenmarke „Moreno“ eignen sich für das Kaffeekapsel-System von
Nespresso, wobei der Discounter seinem Grundsatz treu bleibt und
seinen Kundinnen und Kunden mit dem neuen Produkt einen hochwertigen
Kaffeegenuss zum günstigen Preis bietet.

„Kaffee gehört bei ALDI Nord seit jeher zu einer der wichtigsten
Warengruppen. Da ist es nur konsequent, dass wir unseren Kundinnen
und Kunden auch Alternativen für Kaffeekapsel-Systeme bieten“, so
Ronald Junker, Zentraleinkäufer für das Kaffee-Segment bei ALDI Nord.
„Eine Testphase hat gezeigt, dass unsere Kunden das Angebot
hochwertiger Kapseln zum günstigen Preis sehr schätzen. Diesen
Produktvorteil wollen wir jetzt für alle verfügbar machen.“

Die Kaffees der Eigenmarke „Moreno“ sind bekannt für ihre intensiven,
vollmundigen Kaffeearomen. Ausgewählte Qualitätsbohnen werden nach
italienischer Kaffeetradition im schonenden
Langzeit-Trommelröstverfahren veredelt und erhalten so ihren
unverwechselbaren Geschmack. Die Erfahrung der Kaffeeverkoster, der
Röstmeister und die individuelle Zusammenstellung der einzelnen
Bohnensorten sind entscheidend für die Güte des ALDI Kaffees. Die
Nespresso-kompatiblen Kaffeekapseln von „Moreno“ sind ab dem 23.
Mai 2016 in allen ALDI Nord Filialen in den Sorten Espresso,
Ristretto, Lungo und Crema für 2,79 Euro in der Packung mit 16 Stück
erhältlich.

Kulinarische Erlebnisse in Garmisch-Partenkirchen

Einmal im Leben Patissier sein? Seit Februar 2016 können Schokoladenfreunde ihre Pralinen in der neueröffneten Gläsernen Manufaktur der Chocolaterie nach Anleitung selber herstellen. In Garmisch-Partenkirchen gibt es wahre Genusskleinode, die es zu entdecken und erleben gilt: Von der Chocolaterie Amelie über Hobi’s Bäckerei hin zur Kaffeerösterei „Wildkaffee“ werden die Gaumen mit erlesenen Zutaten und außergewöhnlichen Kreationen verwöhnt. In der Ganzjahresdestination am Fuße der Zug- und Alpspitze erwarten die Besucher sowohl regionale Spezialitäten als auch internationale Kochkunst, denn die frische Luft und die vielen Freizeitangebote machen hungrig und Appetit auf mehr.

Alpenglühen, Richard-Strauss-Trüffel und gläserne Manufaktur
Über 50 Sorten hausgemachter Schokoladenbruch, 30 Sorten handgeschöpfte Tafelschokoladen und mehr als 50 Sorten Pralinen – die Chocolaterie Amelie ist ein Schlaraffenland für alle Schokoladenliebhaber und Naschkatzen. Seit 2003 bringt der Inhaber Franz Kässer sowohl Einheimische als auch Urlauber in seinen Ladengeschäften in Garmisch-Partenkirchen zum Dahinschmelzen. Seit Februar 2016 ist das Schokoladenparadies mit noch größerem Platzangebot in der traditionellen Ludwigstraße im Ortsteil Partenkirchen heimisch. Die neue Lokalität beherbergt auch die Gläserne Manufaktur: Die Besucher können dem Team um die Inhaberfamilie Kässer beim Kreieren der schokoladigen Wunderwerke durch eine Glaswand über die Schultern blicken. Hier können Interessierte auch selber bei Pralinen- oder Schokoladendessertkursen ihre Patisserie-Fähigkeiten testen. Die Besonderheit bei den Schokoladen ist beispielsweise die Einbindung von regionalen Produkten wie speziellen Kräutern. Franz Kässer hat als Hommage an Garmisch-Partenkirchen die Gapalade sowie Gapaline erschaffen: Feinste Schokolade und Pralinen mit Alpenkräutern verfeinert. Die Produkte werden sowohl für den eigenen Genuss und besonders gerne als Geschenk oder Souvenir gekauft. Alle Infos zu Öffnungszeiten und Seminaren gibt es hier: www.chocolaterie-gap.de

Dosenbrot, Marssemmeln und Hanfstangen in Hobi’s Backstube
In der Backstube von Inhaber Heinrich Hobmeier, genannt Hobi, können die Gäste immer auf eine Überraschung gespannt sein. Bereits die Geschäftseinrichtung mit Alienfiguren und fliegenden Untertassen in den Auslagen kündet von ungewöhnlichen Produkten. Der Bäckermeister stellt originelle und regionale Brot- und Semmelspezialitäten her und verwendet dabei heimische Kräuter. Sein wechselndes Sortiment reicht von rotgefärbten Marssemmeln über grüne Neptunwecken hin zu Aloe-Vera-Brötchen und vielem mehr. Eine besondere Kreation ist ein Dosenkuchen, den er mit sehr viel Einfallsreichtum und Erfindergeist geplant und umgesetzt hat – nachdem das Dosenbrot bei den Kunden rege Begeisterung gefunden hat. Hobi’s Backstube gilt bereits als echter Geheimtipp und wird sowohl von Einheimischen als auch von Gästen der beliebten Alpenregion rege besucht.

Wildkaffee, Hofladen und gläserne Küche
Der bekannte Ort in den Alpen hat noch viel mehr für den besonderen Geschmack zu bieten: Im „Wildkaffee“ können sich die Besucher von den Barista-Kunstfertigkeiten des ehemaligen Eishockey-Profis Leonhard „Hardi“ Wild und hausgemachten Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Darüber hinaus bietet Hardi Baristakurse in der eigenen Rösterei außerhalb Garmisch-Partenkirchens an. Mit seinem Team verarbeitet er hochwertigen Rohkaffee, kauft diesen direkt bei den Kaffeebauern ein und sorgt damit für hochwertige Kaffeequalität. Auch beim Metzgerei Hofladen „Jochala“ in der Ludwigstraße oder dem Werdenfelser Hofladen in Garmisch erwarten die Gäste beste Qualität und regionale Produkten mit intensiven Geschmackserlebnissen von Wurst- bis hin zu Käsespezialitäten. Fast auf Sterneniveau zubereitet werden die Menükreationen im Restaurant „koch’s“ um den Küchenchef Steffen Koch in der zentral gelegenen Bankgasse. Eine Besonderheit des Restaurants ist die gläserne Küche, durch die man dem leidenschaftlichen Koch und seinem Team bei der Zubereitung der Speisen zusehen kann.
Weitere Informationen unter:
www.wild-kaffee.de
www.kochs-garmisch.de

Informationen zu Garmisch-Partenkirchen: www.gapa.de

29. Weintage der Südlichen Weinstrasse

Zum 29. Mal öffnen dieses Jahr das Frank-Loebsche Haus und das Alte Kaufhaus in Landau ihre Pforten, wenn der Verein Südliche Weinstrasse vom 27. bis 30. Mai 2016 zu den Weintagen einlädt. Klassische Rebsorten, wie Weiß- und Grauburgunder, Riesling und Spätburgunder, aber auch exotische Sorten, werden die 94 Winzer und Genossenschaften über die Messetage vorstellen. Gerade die mineralischen und terroirgeprägten Weine sind bei den Gästen beliebt. Die Scheurebe – Rebsorte des Jahres 2016 in der Pfalz – wird auch vertreten sein.

„Dieses Jahr präsentieren sich 94 Weingüter und Genossenschaften“, erklärt Landrätin Theresia Riedmaier. „Zwei neue Betriebe wurden aus einer Vielzahl von Bewerbungen zu den diesjährigen Weintagen zugelassen: Weingut Gerhard Hochdörffer aus Landau-Nußdorf und Weingut Schmitzer-Julier aus Eschbach. Bezogen auf die Anzahl der Betriebe, die sich bei den Weintagen präsentieren können, wachsen wir nur sehr langsam. Wir wollen unbedingt am Standort in der schönen lebendigen Landauer Altstadt bleiben, weil das einzigartige Ambiente schon immer den besonderen Charme unserer Weintage prägt. Wir präsentieren sehr bewusst und ausgewählt hohe und beste Qualität, guten Stil, Tradition, Jugendlichkeit und Innovation“, betont sie. „Dass die Südpfalz große Qualitäten zu bieten hat, haben die 20 Finalisten des Wettbewerbs ‚Die junge Südpfalz – da wächst was nach!‘ gerade bewiesen“, unterstreicht Uta Holz, Geschäftsführerin des Vereins.

Die vergangene Finalprobe der Jungen Südpfalz vom 28. April 2016 legt fest, welche Winzer sich auf den vorderen drei Plätzen befinden. Die Bestplatzierten erhalten als Belohnung für diese tolle Leistung eine Sonderpräsentation bei den Weintagen im Frank-Loebschen Haus. Besondere Präsentationsflächen gibt es auch für Weine aus Baden, der Schweiz und dem Elsass am Stand der „Trinationalen Metropolregion Oberrhein“ und für den Geilweilerhof: Das Julius-Kühn-Institut für Rebenzüchtung zeigt eine Auswahl von pilzwiderstandsfähigen Sorten, wie Villaris oder Felicia. In das Pfälzer Terroir können die Besucher sich im interaktiven Erlebnisraum Weinparcours® Pfalz am Samstag (28.05.) und am Sonntag (29.05) im Alten Kaufhaus hineinschmecken.

Auch dieses Jahr gibt es Neuerungen im organisatorischen Ablauf der Weintage. Die Eröffnung der Weintage findet dieses Jahr am Freitag, den 27. Mai, um 15 Uhr statt. Danach dürfen die Weinkollektionen der teilnehmenden Betriebe bis 21 Uhr verkostet werden. Fachbesucher sind an allen Tagen herzlich willkommen. Ausschließlich am Montag, dem 30. Mai, können Fachbesucher exklusiv von 13 bis 17 Uhr eine Weinauswahl der Fachbesucher-Betriebe verkosten. Eine Kinderbetreuung im Haus der Jugend findet von 13 bis 19 Uhr am Sonntag (29.05.) für Kinder von 6 bis 10 Jahre statt. Zum ersten Mal findet für die Fachbesucher an diesem Montag ein gemütliches „Chill & Grill“ statt, ab 17 Uhr. (Anmeldung unter anmeldung.weintage-suew.de). Bei Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr, ausschließlich mit dem Nachweis eines Tageseinzeltickets, erhalten die Besucher einen Rabatt von 2 Euro auf den Eintrittspreis zu den Weintagen der Südlichen Weinstrasse.

Die Weintage der Südlichen Weinstrasse gehen traditionell eine Verbindung von Wein und Kunst ein. „In diesem Jahr konnten wir M.S. Bastian und Isabelle L. als künstlerischen Beitrag gewinnen. In der begleitenden Kunstausstellung entführen Bastian und Isabelle ihre Betrachter in einer Collage von Comic und Kunst in ihre Bildwelten Bastropolis, Bastokalypse oder Bastomania. In ihren unglaublichen Bildergeschichten erzählen sie von seltsamen Charakteren in ihrem bunten, zuweilen schrillen Treiben“, so Karlheinz Zwick. Karlheinz Zwick, künstlerischer Berater des Landkreises Südliche Weinstraße, freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Künstlerpaar. Die „Galerie Z“ im Frank-Loebschen Haus zeigt während der Weintage Kunstwerke verschiedener Künstler.

„Die Weintage sind für uns einerseits eine traditionelle Veranstaltung, die der Verein seit Jahren pflegt und somit Imagewerte der Region erhält. Andererseits sind die Weintage der Südlichen Weinstrasse ein Marketinginstrument, um aktuelle Weintrends zu präsentieren und ein Gesamtpaket zu schnüren, was sowohl die Hotellerie als auch die Gastronomie in der Region fördert. Somit schaffen wir nicht nur einen Mehrwert für die regionale Weinszene, sondern kreieren ein touristisches Gesamtpaket“, so der stellvertretende Geschäftsführer des Vereins Südliche Weinstrasse in Landau Bernd Wichmann.

Öffnungszeiten:
Freitag, 27.05.2016: 16-21 Uhr
Samstag, 28.05.2016: 13-19 Uhr
Sonntag, 29.05.2016: 13-19 Uhr
Montag, 30.05.2016: 13-17 Uhr (Fachbesuchertag)
ab 17 Uhr „Chill & grill“ nur mit Anmeldung (anmeldung.weintage-suew.de)

Eintrittspreise:
Tageskarte: 22 Euro
Zwei-Tageskarte: 30 Euro
Den Ausstellerkatalog gibt es ab Mitte Juni im Internet unter www.suedlicheweinstrasse.de

Welcher Tee passt zu welchem Essen?

Schwarz, Weiß, Grün – Der richtige Tee für jeden Geschmackstyp

Alle Teesorten stammen von den Blättern der gleichen Pflanze – doch Tee ist nicht gleich Tee. Es gibt eine fast unendliche Auswahl verschiedener Variationen. Doch worin unterscheiden sich diese Sorten? Für wen eignen sich welche Tees am besten. Und wann und zu welchen Anlässen schmeckt welcher Tee am Besten? Natalia Panne, Gründerin des Teeversands www.tea-exclusive.de kennt die Antworten und stellt fünf beliebte Teesorten vor.

Schwarzer Tee
Schwarzer Tee gehört zu den beliebtesten und vielseitigsten Teesorten. Wer Kaffee mag und grundsätzlich intensive Geschmacksrichtungen bevorzugt, für den eignen sich ebenfalls schwarze Tees mit den charakteristischen malzigen und kräftigen Aromen, erklärt Natalia Panne. Wer einen passenden Begleiter zu pikanten Fleischgerichten sucht, sollte ebenfalls einmal einen schwarzen Tee probieren. Aber auch zum Dessert kann die Kombination mit schwarzem Tee ganz neue Aromen hervorzaubern.

Weißer Tee
Weißer Tee schmeckt allen, die feine, zarte und unverfälschte Aromen mögen. Er ist außerdem sehr einfach zuzubereiten und eignet sich daher auch für hektischere Zeiten im Beruf oder Alltag. „Ein guter weißer Tee kann lange ziehen, wird trotzdem nicht bitter und schmeckt auch kalt noch hervorragend“, erklärt Natalia Panne. Durch diese Eigenschaften ist er gut für Menschen geeignet, die über den Tag mehr Flüssigkeit zu sich nehmen möchten, aber sich mit Wasser nicht richtig anfreunden können. Weißer Tee passt außerdem sehr gut zu milden Speisen, Geflügel, Süßwasserfisch und leichten Desserts mit Mandeln oder Kokosnuss.

Grüner Tee
Grüne Tees sind sehr vielseitig, denn neben milden Sorten existieren auch sehr intensive Tees. Je nach Art der Zubereitung entstehen viele weitere Geschmacksnuancen im zubereiteten Aufguss. Liebhaber der asiatischen Küche und von Fischgerichten finden im Bereich der Grüntees mit Sicherheit mehr als nur eine Lieblingssorte. Grüntee passt immer gut zu Gemüse, Fisch, Meeresfrüchten und Reis. Ein Geheimtipp sowohl für Grüntee-Anfänger aber auch -Profis ist der Monkey King Grüntee mit seinem milden Geschmack bei gleichzeitig langanhaltenden blumigen Aromen.

Matcha
Wer vor einem kräftigen Grüntee-Geschmack mit durchaus herben Noten nicht zurückschreckt, viel arbeitet, lange wach bleiben möchte und voll mit dem Trend gehen möchte, dem empfiehlt Natalia Panne japanischen Matcha-Tee. Der zu einem feinen Pulver zerriebene Grüntee besitzt einen hohen Koffeingehalt, doch unterscheidet sich die Wirkung des Matchas deutlich von der des Kaffees. „Matcha wirkt langsam, langanhaltend und dreht den Organismus nicht auf, wie man es manchmal bei einem starken Espresso verspürt“, erläutert Panne.

Oolong
Der Oolong besitzt von allen Tees vielleicht den größten Reichtum an Geschmacksnuancen und Aromen. Den Geschmack kann man als delikat bezeichnen mit vielen blumigen Nuancen. “Besonders dunkle Oolong-Tees besitzen ein breites Geschmacksspektrum, das je nach Sorte von würzig, fruchtig bis hin zu reifen Früchten und dezenter Süße reicht”, erläutert Panne. Besonders beliebt ist Oolong-Tee bei Menschen, die feine, blumige Aromen wie Flieder oder Orchidee mögen. Durch seine Vielfalt gibt es aber meist für jeden Geschmack eine passende Sorte. In Kombination mit Speisen ist allerdings Fingerspitzengefühl gefragt: Leichte Oolongs mit blumigen oder fruchtigen Aromen passen nicht zu schweren, stark gewürzten Speisen. Zu leichten Schweinefleischgerichten, Jakobsmuscheln, Scampi und Garnelen finden sich aber durchaus passende Kombinationen.

Beim Bier macht die Hefe den Unterschied

In der hohen Kunst des Bierbrauens spielt die Hefe eine
wichtige Rolle. Sie wandelt den in der Würze gelösten Malzzucker in
Kohlensäure und Alkohol um. Dabei kommen unterschiedliche Hefen zum
Einsatz. Sie bestimmen das Gärverfahren. Ganz grob werden drei Sorten
von Hefe unterschieden – die obergärigen, die untergärigen Hefen
und die spontangärigen Hefen.

Obergärige Hefen benötigen für die Umwandlung des Malzzuckers in
Alkohol Temperaturen von 15 bis 20 Grad. Während des Gärprozesses
steigt die Hefe an die Oberfläche. Dort bildet sie zusammenhängende
Kolonien und kann abgeschöpft werden. Solange es noch keine
technischen Kühlverfahren gab, wurden Biere fast überall in
Deutschland mit obergärigen Hefen hergestellt.

Untergärige Hefe braucht Temperaturen zwischen 4 und 9 Grad und
sinkt nach der Gärung an den Boden des Kessels. Der Gärprozess
dauert deutlich länger als bei obergärigem Bier. Dafür sind
untergärige Biere besonders lange genießbar.

Zu den obergärigen Bieren zählen Kölsch, Alt und Weißbier. Heute
sind rund 85 Prozent aller deutschen Biere untergärig – darunter
Pils, Export oder auch Bockbier.

Spontangärige Biere spielen eine vergleichsweise untergeordnete
Rolle auf dem Markt. Sie enthalten keine Hefe. Stattdessen regen in
der Luft enthaltene Hefesporen den Gärprozess im offen gelassenen
Bottich an. Diese klassische Methode nutzen die ersten Bierbrauer, als
sie Hefe noch nicht kannten. Die bekanntesten spontangärigen Biere
sind Kriek, Gueuze, Lambic oder Jopenbier.

Bis zur Erfindung der Kältemaschine durch Carl von Linde in den
1870er Jahren konnte untergäriges Bier nur im Winter gebraut werden.
In Regionen mit strengem Frost – in Bayern und Württemberg –
hackten die Bierbrauer im Januar Eis von den Gewässern und kühlten
damit in tiefen Kellern oder Höhlen die Gärbottiche. Die Vorräte
aus den langen Wintern reichten bis zur nächsten kalten Jahreszeit.
Während in diesen Regionen schon ab dem 16. Jahrhundert vorrangig
untergärig gebraut wurde, entwickelten die Rheinländer mit ihrem
milden Klima besonders ausgefeilte obergärige Techniken.

Eva Neumann, www.aid.de

Rhabarber

Das Obst, das eigentlich ein Gemüse ist

Die Rhabarberzeit hat begonnen. Zugreifen lohnt sich, denn
die jungen Stangen sind besonders zart und mild. Rhabarber gehört zu
den ersten Gemüsearten, die nach dem Winter aus heimischem Anbau
erhältlich sind. Ursprünglich stammt das robuste Knöterichgewächs
aus der Himalaja-Region Zentralasiens und wird erst seit rund 160
Jahren in der deutschen Küche verwendet.

Im Handel sind verschiedene Sorten erhältlich. Der Säuregehalt von
rotfleischigem und rotstieligem Rhabarber ist geringer als bei rein
grünen Stangen. Daher sind rote Varianten weniger herb. Rhabarber
liefert nur 13 Kalorien pro 100 Gramm. Er enthält Vitamin C, Kalzium,
Kalium, Eisen, Magnesium und den verdauungsfördernden Ballaststoff
Pektin. Die enthaltene Oxalsäure ist unbedenklich, wenn das Gemüse
in üblichen Mengen verzehrt und richtig zubereitet wird.

Beim Garen verliert der Rhabarber an Säure. Auch Gewürze wie
Ingwer, Vanille und Zimt, Milchprodukte wie Vanillesoße oder die
Zugabe von Orangen- und Ananassaft mildern den herben Geschmack.

Eigentlich ist Rhabarber ein Gemüse, aber aufgrund des
fruchtig-sauren Aromas wird es wie Obst verwendet. Der Klassiker ist
Rhabarberkuchen mit Baiserhaube. Schnell und einfach lässt sich
Rhabarberkompott zubereiten. Dafür die klein geschnittenen Stangen
mit etwas Flüssigkeit garen und einer Vanilleschote verfeinern. Zudem
lässt sich das Stielgemüse sehr gut mit Früchten wie Erdbeeren,
Himbeeren oder Bananen kombinieren.

Seit einigen Jahren hat sich Rhabarberschorle zum Trendgetränk
entwickelt. Selbst gemacht schmeckt es noch besser: Das Gemüse mit
Wasser und Zucker aufkochen und 15 Minuten garen, bis es zu Brei
zerfallen ist. Anschließend durch ein Sieb pressen, den Saft
auffangen und mit Eiswürfeln und Mineralwasser genießen.

Die Rhabarbersaison beginnt im April und endet im Juni. Frischer
Rhabarber ist an den glänzenden festen Stangen und frischen Enden zu
erkennen. Übrigens ist bei den heutigen Sorten Schälen kaum noch
notwendig. Es reicht aus, wenn man die Fasern vom Stielende her
abzieht. In ein feuchtes Tuch gewickelt hält er sich im Gemüsefach
des Kühlschranks mehrere Tage.

Heike Kreutz, www.aid.de

aid-Poster „aid-Saisonkalender Obst und Gemüse“ –
Bestell-Nr. 3488, Preis: 2,50 Euro –

www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=3488

Tomaten

Am 20. März ist Frühlingsbeginn und gleichzeitig internationaler Tag des Glücks. Zeit, die neue Saison mit leckerem Gemüse aus der Heimat einzuläuten. Selbst wenn der Frühling wettertechnisch noch auf sich warten lässt – aromatische Tomatengerichte holen die Jahreszeit im Handumdrehen auf den Esstisch und sorgen für genussvolle Glücksmomente.

Christoph Kolumbus brachte die aus Süd- und Mittelamerika stammende Frucht bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts nach Europa, wo ihre Beliebtheit über die Jahrhunderte hinweg stetig zunahm. Heute ist sie Spitzenreiter, was den heimischen Gemüseverbrauch betrifft – allein 2015 wurden 90.000 t Tomaten in Deutschland geerntet. Jeder Deutsche hat im letzten Jahr im Schnitt 5,7 kg gekauft.*

Zahlreiche Sorten, unzählige Zubereitungsmöglichkeiten
Ob klein, groß, rot oder gelb – Tomaten gibt es in vielen Formen und Farben. Jede Sorte unterscheidet sich dabei durch ihre geschmacklichen Nuancen und ihre Festigkeit. Kleinere Tomaten, wie beispielsweise Cherry- oder Cocktailtomaten, sind in der Regel intensiver im Geschmack. Das liegt daran, dass ihr Wassergehalt geringer ist, als der ihrer großen Schwestern. Dadurch eignen sich kleine Tomaten besonders gut für den Frischverzehr, aufgeschnitten als Belag für ein leckeres Tomatenbrot oder zur Zubereitung einer schmackhaften Pastasoße. Rundtomaten hingegen sind etwas größer als Cherrytomaten. Sie werden auch als Salattomaten bezeichnet – schon mit etwas Salz und Öl werden sie zur leckeren Beilage. Ihr Aroma ist süß-säuerlich und ihre Konsistenz saftiger als die der kleineren Tomaten. Daher sind sie eine hervorragende Wahl für die Zubereitung von Suppen. Fleischtomaten sind noch größer und werden daher hauptsächlich zum Kochen verwendet. Außerdem lassen sie sich gut füllen und machen sich perfekt auf dem Grill. Viele der Sorten gibt es im Supermarkt als Rispentomaten zu kaufen. Praktisch: Die Tomaten sind durch die Rispe verbunden und können so zum Beispiel als Snack zwischendurch einfacher transportiert werden.

Gerichte, die glücklich machen
Frische Tomaten bereichern die heimische Küche mit ihrem unverwechselbaren Geschmack und bringen im Handumdrehen den Frühling auf den Esstisch, etwa mit einer leckeren Minestrone. Dafür eine Zwiebel, Möhren, Tomaten und Sellerie grob würfeln und mit etwas Öl in einem Topf andünsten. Anschließend mit Gemüsebrühe auffüllen und köcheln lassen. Danach Nudeln hinzugeben und diese al dente kochen. Mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend mit gehacktem Schnittlauch verfeinern. Schnell zubereitet ist auch ein leckeres Tomaten-Carpaccio mit feinem Basilikum-Pesto. Hierfür Strauchtomaten in dünne Scheiben schneiden und mit selbstgemachtem Pesto aus frischem Basilikum anrichten. Schmackhafte Tomatengerichte zaubern nicht nur Farbe auf den Esstisch, sondern sorgen auch für genussvolle Glücksmomente. Denn das rote Gemüse enthält den Botenstoff Serotonin – ein sogenanntes „Glückshormon“, das entspannend wirkt und Stress abfangen kann. Der Großteil der Tomate – mehr als 90 Prozent – besteht allerdings aus Wasser. Zusätzlich vereint die Frucht aber auch eine Vielzahl an Vitaminen: Vitamin C, Provitamin A, Vitamin E sowie verschiedene Vitamine des B-Komplexes. Auch Mineralstoffe sind in Tomaten enthalten, allen voran Kalium, welches die Muskeln und Nerven stärkt.

Frische – vom Einkauf bis zur Zubereitung
Eine frische Tomate erkennt man an der prallen Haut und am aromatischen Duft. Die kälteempfindlichen Früchte fühlen sich bei Zimmertemperatur am wohlsten. Da Tomaten den Pflanzenbotenstoff Ethylen verströmen, sollten sie zudem stets getrennt gelagert werden, andere Obst- und Gemüsearten könnten sonst schneller reifen. Die roten Früchte vor der Zubereitung immer waschen und Stiel und Strunk entfernen.

Tipp: Um die Haut der Tomate einfacher abzuziehen, das Gemüse über Kreuz einschneiden und anschließend kurz in kochendes Wasser geben. Danach mit kaltem Wasser abschrecken – die Schale lässt sich jetzt leicht lösen.

*Quelle: AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH, 2016)