Fischnamen zu verkaufen

Non-Profit-Auktion: Spezies-Namen an Tierschützer anzugeben

Der bunte Fisch heißt Paracheilinus und ?

Zu einer Umweltschutzaktion der
besonderen Art ruft die Monaco-Asia-Society
http://www.monacoasiasociety.org aus Burlington/Virginia auf: Dem
Höchstbietenden wird im Zeichen des Umweltschutzes der Name eines bisher
unbekannten und damit auch unbenannten Fisches vergeben. Zur
Namensgebung stehen mehrere Dutzend Fischspezies zur Verfügung, die von
der Conservation International http://www.conservation.org während einer
Expedition vor der Küste Neuguineas erstmals entdeckt wurden. In edlem
Rahmen einer Gala-Veranstaltung im Ozeanographischen Museum in Monaco
werden am 20. September die neuen lateinischen Namen der bisher
namenlosen Fische an die höchstbietenden Günstlinge vergeben, berichtet
das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner Online-Ausgabe.

Dies sei nicht das erste Mal, dass wissenschaftliche Namen zu verkaufen
sind: 2005 hatte ein anonymer Online-Bieter das Namensrecht für einen
bolivianischen Affen für 650.000 Dollar erworben. Es sei allerdings das
erste Mal, dass gleich mehrere Tiere neue Namensgeber bei einer einzigen
Veranstaltung erhalten werden, wie Francesco Bongiovanni, Präsident der
Monaco-Asia-Society, dies erklärt. Er hofft, dass die gesamte „Blue
Auction“ http://www.theblueauction.com zwischen 1,2 bis 1,4 Mio. Dollar
bringen wird. Das Geld soll für weitere Expeditionen und Schutzmaßnahmen
in der indonesischen Provinz Papua, dem früheren West-Irian, verwendet
werden. Wissenschaftler haben schon vor Jahren auf die große
Biodiversität dieser Region hingewiesen.


Es sei nichts Besonderes, Tiere nach reichen oder berühmten Menschen zu
benennen, meint Andrew Polaszek, Sekretär der internationalen Kommission
für zoologische Nomenklatur in London. Technisch sei es notwendig, dass
der Name des Tieres einen generischen und einen spezifischen Teil
aufweisen müsse und das betreffende Tier anschließend in einem
wissenschaftlichen Papier oder in einer Monographie beschrieben werden
muss. Das werde die Conservation International aller Wahrscheinlichkeit
nach ohnehin machen. Viele Tiere sind nach berühmten Forschern benannt.
Eine Spezies eines Höhlenkäfers trägt sogar den Namen Adolf Hitlers.
„Man kann eine Tierspezies alle erdenklichen Namen geben“, so Polaszek.

Die Non-Profit-Organisation erwartet zu dem Termin Bietende aus aller
Welt. Das renommierte Auktionshaus Christies sorgt dafür, dass alles mit
rechten Dingen abläuft. Zu den geladenen Gästen zählt auch der
regierende Fürst Prinz Albert II. Wolfgang Weitlaner

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