Reisen mit British Airways und Lufthansa

Wer viel reist, wird mit Punkten belohnt, für die es Freiflüge gibt – Damit wollen die Airlines Kunden binden – Wer Flüge ändert, muss viel dafür bezahlen – Die Fluggesellschaften können fast jederzeit ändern

Fliegen macht einfach keinen Spaß mehr. Die Airlines verärgern die Kundschaft unnötig.
Ich bin Vielflieger. Das bedeutet eigentlich auch Vielärger. Ich wohne derzeit auf Teneriffa. Zu Weihnachten gönne ich mir und meiner Familie einen Ausflug nach Paris und Berlin. Für Paris nehme ich meine Avios (Treuepunkte) von British Airways und zahle pro Familienmitglied 35 Euro für Gebühren. Das ist fair. Andere Airlines berechnen Unsummen für Steuern, da ist es oft billiger, neu zu buchen, statt einen Prämienflug in Anspruch zu nehmen. Auch eine Art, Kunden zu veralbern.

Nach dem ich buchte, stellte ich am nächsten Tag fest, dass ich versehentlich den falschen Rückflug genommen habe. Ich musste also umbuchen. Ich habe Glück gehabt, British Airways berechnete mir „nur“ 75 Euro dafür. Kulanz gehe leider nicht!

Weihnachten in Paris und Silvester in Berlin war die Idee. Also buchten wir sehr schöne LH Direktflüge von Paris nach Tegel. Diese wurden gestrichen. Als Alternative müssen wir nun via München fliegen. Übrigens ohne eine Entschuldigung der Lufthansa. Statt 90 Minuten dauert der Flug nun das drei bis vierfache. Hätte ich mal lieber Air France gebucht, aber wer kann es vorher ahnen?

Dann teilt mir BA mit, dass mein Rückflug gestrichen ist, man mich statt 12.30 Uhr Uhr auf die 7 Uhr Maschine gesetzt habe. Ohne mir Alternativen anzubieten. Ich gucke nach Alternativen. Es geht um 11.50 Uhr eine Direktmaschine Paris – Teneriffa. Ich bitte die Damen der BA per email um Umbuchung, was diese zuerst verweigerten, ich solle anrufen, dann aber freundlicherweise doch akzeptierten.
Warum soll ich mit meinem Handy von Spanien nach Deutschland anrufen, warum rufen die mich nicht an? Die haben ja meine Nummer.

Gestern, zwei Tage vor Abflug bekomme ich eine email von Iberia, die hatte ich über BA gebucht. Ich könne jetzt online einchecken. Da ich gerne bequem sitze, mache ich das auch sofort. Überraschung! BA / IBERIA hat mich umgebucht, statt am 24. fliege ich 24 Stunden früher am 23.12.2012. Das sagt die Webseite. Wenn es mir nicht gefalle, soll ich anrufen. Anruf von Spanien mobil auf eine 0180 Nummer in Deutschland. Man muss den Executive Club anrufen, da mit Avios gebucht. Der hat aber am Wochenende zu.

Ich rufe dann in London an. Eine kaum verständliche Dame arbeitet da auch am Wochenende. Sie hat einen wunderschönen Cockney Akzent und spricht sehr schnell. Sicher für Briten kein Problem, für Ausländer aber doch. Die Dame bestätigt, dass bereits am 4.12. der Flug storniert wurde und ich nicht informiert wurde. Warum das so sei, könne sie aber nicht sagen. Das Wort „Entschuldigung“ kommt ihr auch nicht einmal über die Lippen. Ich sage, ich würde stattdessen den Vueling Codeshare Flug um 10.30 Uhr via Barcelona nehmen. Das geht nun gar nicht. Obwohl es eine IBERIA Flug Nummer ist und Vueling eine Iberia Tochter, kann ich nicht diese Maschien buchen. „Die Passagiere können doch nicht einfach vorschreiben, was BA zu buchen hat“, meinte die Dame entsetzt. Ich muss jetzt um 7.15 Uhr fliegen, das heißt um 4 Uhr aufstehen … Da ist der Tag für mich gelaufen. Und abends habe ich Weihnachtsfeier! Na, toll! Wir haben auch niemanden, der uns so früh zum Flughafen fahren würde, da müssen wir nun ein Taxi nehmen!

Wäre ich einfach um 9.30 Uhr zum Flughafen gekommen, hätten uns 1800 Euro Kompensation zugestanden, 600 Euro pro Passagier. Allerdings hätten wir dann auch unsere Weihnachtsfeier mit den Freunden verpasst.

Die Ungerechtigkeit bei der Sache ist, dass die Airlines fast alles ändern dürfen. Wenn jedoch Sie oder ich was ändern, wird es teuer. Und die Zusatzkosten haben immer Sie. Auf dieser Reise, Teneriffa – Paris – Berlin – Paris – Teneriffa haben die Fluglinien jeden einzelne Flugstrecke geändert. Auch meinen Geänderte, für den ich Änderungsgebühren zahlen musste.
Kann man sich davor schützen? Nein, außer, man reist nicht mehr.

Über die Änderung bekam ich wieder keine email, wohl eine andere, die mich über Änderungen, die ich an der Passnummer von Junior vornahm, informierte. Schräg, oder?

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