Billigflieger easyJet und Ryanair sind am häufigsten mehr als drei Stunden zu spät

Billigflieger easyJet und Ryanair sind am häufigsten mehr als drei Stunden zu spät – Premiumflieger Lufthansa führt die Statistik der am meisten annullierten Flüge an – Zahlungsaufforderungen lehnen Billigflieger von vornherein ab, Premiumflieger suchen Umwege

Der Flug ist zu spät oder gar ganz annulliert, für den Ärger und die Kosten fühlt sich niemand verantwortlich. Statt in Nevada landen Reisende häufiger als erwartet in der Servicewüste. Ob bester Service, günstigster Preis oder immer pünktlich – viele Airlines versprechen ihren Kunden in Werbeslogans das Blaue vom Himmel. Dabei weigern sich vor allem Billigflieger ihren Versprechen nachzukommen, während Premiumflieger eher durch Behäbigkeit auffallen. Wie die Realität hinter dem Werbesprech aussieht, weiß Flightright (www.flightright.de). Der Marktführer im Bereich der Fluggastrechteportale deckt die Wahrheit hinter den Werbeversprechen beispielhaft an easyJet und Ryanair im Billigfliegersegment sowie Air Berlin, Lufthansa und Air France bei den Premiumairlines auf.

Um die Werbeslogans mit der Reiserealität abzugleichen, hat sich Flightright die Verspätungen, Annullierungen und Entschädigungszahlungen der Airlines näher angesehen: Alle Daten dazu basieren auf Flightrights Jahresanalyse von 2015, die die verspäteten bzw. annullierten Flüge am Gesamtflugvolumen der Airlines messen. Betrachtet wurden die Daten für Deutschland von den Airlines Air Berlin, Air France, Alitalia, British Airways, Condor, easyJet, Iberia, Lufthansa, Norwegian, Ryanair, Swiss Air, TAP Portugal, TuiFly, Turkish Airlines und Vueling.

Statt „Nonstop you“, Stopp am Flughafen: Flieger von Air Berlin oft zu spät, Lufthansa häufig annulliert

Air Berlin positioniert sich seit der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse (ITB) in seinem Werbespot als „The Smart Alternative“ – und zwar auf der Langstrecke in Konkurrenz zu den gängigen Premiumairlines wie Lufthansa und Air France in der Businessklasse. Ein Imagefilm über eine mit Air Berlin reisende Geschäftsfrau erläutert die Liebe zum Detail beim Service für diese Reisenden. Dagegen positioniert sich die Lufthansa im aktuellen TV-Spot selbstbewusst mit dem Slogan „Nonstop you“ als Airline, die den Kunden zur Top-Priorität erklärt, und wirbt derzeit betont humorvoll mit CEO Wilson, die dank Lufthansa entspannt zum Meeting erscheint. Air France hingegen suggeriert mit „France is in the Air“ auf kreative Art und Weise, dass eine Flugreise mit der größten französischen Airline einer Reise mit der gesamten französischen Kultur an Bord gleicht.

So schön die heile Welt der Werbeslogans auch sein mag: Wie sehr die Airlines den Ansprüchen gerecht werden, zeigt sich, sobald Probleme auftreten. Erfüllen die Airlines auch dann noch den Anspruch ihrer Slogans? Starten die Flieger der Airlines überhaupt? Und das pünktlich? Wie sieht es mit der Entschädigung aus, wenn sie entfallen?

Ein Blick in Flightrights Daten offenbart: Air Berlin ist von den drei Premiumairlines am häufigsten mehr als drei Stunden zu spät. Und ausgerechnet Lufthansa, die „Nonstop you“-Flieger, sind diejenigen, die durch Annullierungen am häufigsten erst gar nicht starten – von allen 14 untersuchten Airlines. Air Berlin ist hier auf einem soliden Platz 4 während Air France das in diesem Sinne positive Schlusslicht mit den wenigsten Annullierungen bildet.

Air Berlin holt den ersten Platz, wenn es um faire Behandlung geht: Machen Reisende ihre Entschädigungsansprüche geltend, erfolgte die Entschädigungszahlung in 138 untersuchten Strecken anstandslos und fristgerecht, während Lufthansa auf 197 Strecken versuchte, in erster Instanz zunächst alles auf außergewöhnliche Umstände zu schieben und Air France 148 Strecken strittige Fälle zunächst kategorisch ablehnte. Somit hält von den drei Premiumfliegern Air France am besten seine Versprechen: Sie sind im Vergleich zu Lufthansa und Air Berlin tatsächlich am zuverlässigsten „in the Air“.

Einfach, günstig – aber selten pünktlich: easyJet und Ryanair
„Ich fliege easyJet“ – unter diesem Werbeslogan stellt die Billigairline in seinem aktuellen Werbe-Spot von vornherein klar, dass bei ihnen eben nicht alles inklusive ist, sondern Reisende für – in Premiumfliegern meist selbstverständliche – Services draufzahlen müssen.
Das Gegenteil vermittelt Ryanair: Unter dem Slogan „Low fares, made simple“ im aktuellen Werbeclip wirbt die Airline damit, dass man bei ihnen zum einen auch mit bevorzugter Priorität fliegen und auch ein zweites Handgepäck in den Flieger nehmen kann.

Bei easyJet zahlen Reisende jedoch nicht nur für Speis und Trank im Flugzeug extra, die Airline kostet Fluggäste auch oftmals extra Zeit – denn von allen 14 Airlines der Flightright-Analyse, hebt easyJet gleich an zweiter Stelle am häufigsten zu spät ab. Direkt dahinter folgt auch schon Ryanair. Allerdings annullieren beide Fluglinien seltener ihre Flüge als Premiumairlines – Ryanair sogar weniger häufig als easyJet. Das hilft ihnen allerdings wenig bei den Entschädigungen, denen sie sich in der Regel komplett verweigern: Im Falle von den 194 Strecken von Ryanair musste Flightright so gut wie alle Ansprüche im vergangenen Jahr gerichtlich durchsetzen. Im Falle von easyJet versuchte die Airline auf den untersuchten 136 Strecken alles über Kundenanfragen zu regeln, um gerichtliche Verfahren zu umgehen.

„Der Vergleich zeigt: Die Werbeversprechen der Airlines drehen sich sinngemäß um den vermeintlich „besten Service“, die „größtmögliche Bequemlichkeit“, den „günstigsten Preis“ oder das „einfachste Reiseerlebnis“. Kommt es jedoch zu Krisen in Form von Verspätungen oder Annullierungen, zeigt sich, dass bei einigen Airlines Service auf einmal nicht mehr groß geschrieben wird und aus Einfachheit ein langwieriger Streit um die Entschädigung werden kann. Dann werden die Werbeversprechen zu leeren Worthülsen. In diesen Fällen sind wir für Reisende da und kämpfen für deren Rechte“, so Dr. Philipp Kadelbach, Mitgründer und Geschäftsführer von Flightright.

Small Planet Airlines

Die Ferienfluggesellschaft Small Planet Airlines GmbH hat erstmals einen Flug aus Deutschland gestartet, nachdem eine Vereinbarung mit der virtuellen Airline und Airbroker Involatus Carrier Consulting GmbH getroffen wurde. Das Unternehmen bietet Flüge von den folgenden Flughäfen in Deutschland und der Schweiz an: Bremen, Hannover, Hamburg, Münster, Düsseldorf und Zürich. Passagiere fliegen auf die Kanarischen Inseln, nach Fuerteventura und La Palma.

Small Planet Airlines begann bereits Anfang dieses Jahres damit, seine Dienste in Deutschland anzubieten. Das Unternehmen wird von Andreas Wobig und Oliver Pawel geleitet, die zuvor für Germania tätig waren. In der ersten Jahreshälfte 2016 plant die Small Planet Airlines GmbH den Erwerb eines deutschen Luftverkehrsbetreiberscheins und den Betrieb von Flügen unter der deutschen Registrierung.

„Small Planet war von Anfang in der engeren Auswahl für unsere Tätigkeit auf den Kanaren. Der deutsche Markt ist gesättigt und Small Planet ist jung, frisch und außergewöhnlich. Durch diese erfolgreiche Zusammenarbeit können wir neue Ziele für unsere Kunden anbieten und Small Planet kann schnell einen Platz auf dem deutschen Markt finden. Es ist eine Win-Win-Situation für beide Parteien,” sagt Erkan Türkoral, CEO Involatus Carrier Consulting.

Small Planet Group, der Mehrheitsaktionär der Small Planet Airlines GmbH, betreibt außerdem Ferienfluggesellschaften in Litauen und Polen. Mittels 18 Flugzeugen des Typs Airbus 320 befördert das Unternehmen Passagiere in Europa und Asien.

Das Einkommen der Small Planet Group ist in der ersten Jahreshälfte um 25,3 % gestiegen. Das Unternehmen plant den Zusatzgewinn in den Komfort seiner Reisenden zu investieren: Im kommenden Jahr werden 6 Millionen Euro in die Erneuerung aller seiner Flugzeuge investiert; das ist die größte Investition in die Flottenerneuerung in der Firmengeschichte.

Die Involatus Carrier Consulting GmbH fungiert als virtuelle Airline und Airbroker. Involatus erstellt seine eigenen Flugpläne, verwaltet Passagierlisten, kümmert sich um Sonderregistrierungen und übermittelt diese Zuteilungen an Reisebüros, Touranbieter und Endkunden. Mit über 750.000 Passagieren im Jahr 2015 erwirtschaftete Involatus ein Einkommen von 98 Millionen Euro.

Deutsche Fluggäste schenken den Airlines Arbeitszeit und Geld

Verzicht auf Entschädigung

Deutsche Fluggäste schenken den Airlines zwei Tage ihrer Arbeitszeit, wenn sie ihre Entschädigungsansprüche nicht geltend machen. Zu diesem Ergebnis kam der Entschädigungsdienstleister www.refund.me im Rahmen eines internationalen Vergleichs. Lediglich zehn Prozent aller anspruchsberechtigten Passagiere sind über ihre Rechte informiert, nur zwei Prozent machen sie auch geltend: 250 bis 600 Euro müssen Fluggesellschaften ihren Kunden erstatten, wenn sie durch Verspätungen, Annullierungen und Umbuchungen ursprüngliche Flug- und Zeitpläne nicht einhalten können. Doch die Airlines machen den berechtigten Passagieren den Kampf um eine Entschädigung oft schwer. Deshalb tritt nur eine Minderheit den Marsch durch die Institutionen überhaupt an. Vor diesem Hintergrund hat refund.me ausgerechnet, wie viel ihrer Arbeitszeit Fluggäste aus unterschiedlichen Ländern jeweils den Airlines opfern, wenn sie auf die kleinstmögliche Entschädigung von 250 Euro verzichten.

Bei einem Durchschnittslohn von 15,63 Euro bescheren deutsche Passagiere, die auf ihre Entschädigung verzichten, den Fluggesellschaften zwei achtstündige Arbeitstage. Bei den Nachbarn aus Österreich und Schweiz ist das gespendete Zeitvolumen mit 14,5 und 13,3 Arbeitsstunden etwas kleiner, denn in den Alpenrepubliken liegt das durchschnittliche Lohnniveau mit 17,22 beziehungsweise 18,06 Euro höher als in Deutschland.

Doch in anderen europäischen Ländern vergeuden die Flugpassagiere noch mehr ihrer kostbaren Arbeitszeit als die Deutschen: Im Vereinten Königreich zum Beispiel beträgt der durchschnittliche Stundenlohn 14,69 Euro. Dementsprechend steigt die Stundenzahl, die die Briten aufbringen müssen, auf etwas mehr als 17 an. Die Franzosen müssen mehr als 18,5 Stunden arbeiten, um mit einem Durchschnittslohn von knapp 13,50 Euro mithalten zu können. In Italien und Spanien sind es fast 22 Arbeitsstunden (11,48 Euro und 11,41 Euro durchschnittlicher Stundenlohn).

Die Schlusslichter in der Europäischen Union sind Lettland , Bulgarien und Rumänien. In Rumänien liegt das durchschnittliche Lohnniveau bei 5,21 Euro. Damit müssen die Passagiere aus diesem Land rund 48 Stunden arbeiten, um 250 Euro zu verdienen.

Ein Blick über den großen Teich zeigt, dass es den US-Amerikanern etwas besser ergeht als den Europäern. Der durchschnittliche Stundenlohn beträgt hier 20,56 Euro, die Zahl der nötigen Arbeitsstunden liegt bei etwa zwölf. Auf anderen Kontinenten sind die Bedingungen weitaus schlechter. 64,5 Stunden müssen die Chinesen für 250 Euro arbeiten. Der durchschnittliche Stundenlohn ist in China mit 3,88 Euro sehr niedrig und liegt noch hinter Brasilien (53,5 Stunden/ knapp fünf Euro) oder Thailand (64 Stunden/ knapp vier Euro).

Entspannter können indes Monegassen, die im Ranking die Spitzenposition belegen, mit dem Thema Flugentschädigung umgehen: Nur etwa drei Stunden Arbeit müssen sie aufbringen, um bei einem Stundenlohn von fast 80 Euro auf die Summe von 250 Euro zu kommen. Weltweites Schlusslicht hingegen ist die Demokratische Republik Kongo: Mit dramatischen 15 Cent Durchschnittslohn pro Stunde schuften die Kongolesen satte 1667 Stunden, um den Wert der kleinsten Entschädigungsforderung zu erarbeiten. Das sind bei einem Achtstundentag rund 208 Arbeitstage.

„Durch die mangelnde Informationspolitik der Airlines wissen nur die wenigsten Passagiere, dass sie Anspruch auf Entschädigung haben“, erklärt Eve Büchner, Gründerin und Geschäftsführerin von refund.me. „Wer sich im Wissen um seine Rechte dennoch an die Gesellschaften wendet, wird nicht selten hingehalten und im endlosen Papierkrieg mürbe gemacht. Und trotzdem: Wer es nicht versucht, schenkt den Airlines bares Geld und wertvolle Lebenszeit.“

Zur vollständigen Auswertung: https://www.refund.me/de/einkommen-im-vergleich-zur-entschadigung/

40 % bei der Flugbuchung weniger zahlen

Clever reisen! – bis zu 40 % bei der Flugbuchung weniger zahlen

Mit den Tipps von Clever reisen! sparen Urlauber bis zu 40 Prozent bei der Flugbuchung oder der Urlaubsreise.

Airport-Hopping: Bis zu 26 % sparen
Wenn das eigene Bundesland Ferien hat, fliegt man preisgünstiger von den Flughäfen benachbarter Bundesländer. Tipp: Hierzu eine Pauschalreise inklusive Zug-zum-Flug-Ticket buchen. Wer in Nordrhein-Westfalen wohnt und in den Ferien ab Frankfurt im Nachbarland Hessen abfliegt, kann so bis zu 26 % sparen. Preisbeispiel: Eine Woche im Hotel Astron auf Kreta war bei Abflug in Frankfurt am 3.7. ab 443 Euro/p.P. inklusive Zug-zum-Flug-Ticket buchbar. Ab Düsseldorf kostete die Reise ab 600 Euro/p.P. (ohne Zug-zum-Flug-Ticket). Ein Urlaubspaar hätte somit über 300 Euro gespart.

Kombi-Jetting: Bis zu 200 Euro sparen
Immer mehr Fluggesellschaften bieten das Buchen einzelner Strecken an. So kann der preisgünstigste Flug pro Strecke gebucht werden. Bietet sich besonders auf hochfrequentierten Routen, wie auf die Balearen oder auf die Kanaren an. Preisbeispiel für die Flugstrecke Berlin – Gran Canaria: Ein Kombi-Ticket (Hinflug mit Norwegian, Rückflug mit Air Berlin) war um rund 199 Euro günstiger als das Hin- und Rückflugticket mit Air Berlin und um etwa 92 Euro günstiger als das Norwegian-Ticket.

Sparkalender: Die günstigsten Ticketpreise
Dann fliegen, wenn es am günstigsten ist: Sparkalender bieten eine Übersicht an, wann Ticketpreise im Keller sind. So kann es sein, dass Urlauber kräftig sparen, wenn der Flug nur um ein paar Tage verschoben wird. Ein Sparkalender wird unter anderem von British Airways, Easyjet, Germanwings und KLM auf deren Internetseiten angeboten.

Flugpässe: 3 Ziele, 1 Preis
Flugpässe bieten sich vor allem für Vielflieger an, da mehrere Ziele kostengünstiger angeflogen werden können. Die größte Auswahl an Flugpässen bieten die Airline-Allianzen oneworld, Skyteam und Star Alliance. Letztere hat zum Beispiel Flugpässe für Afrika, Asien, Nordamerika, China und Japan im Angebot. Nachteil: Die Anreise (Langstreckenflug) muss mit einem der Allianzpartner erfolgen. Kleine Regionalflieger sind eine Alternative und haben meist keine Flugeinschränkung. So können möglicherweise günstigere Tickets ausgewählt werden. Mit dem Discovery Airpass von Bangkok Airways können drei bis sechs Ziele in Südost-Asien kombiniert werden. Wer die Variante mit drei Flügen wählt, zahlt ab 120 US-Dollar p.P.

Bis zu 40 % einsparen: Happy Hour bei den Airlines
Ein Blick auf die Internetseiten oder in die Newsletter der Airlines kann sich lohnen. Hier gibt es gelegentlich Sparaktionen wie die Happy Hour. Das Einsparpotential liegt bei bis zu 40 Prozent.

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Weitere Praxistipps finden Sie auch auf unseren Blog: www.gourmet-report.de/blog/paradox-fluege-teilen-bringt-ersparnis/

Preisvergleich: Deutschsprachige Airlines im Nebenkosten-Check

Lufthansa, Air Berlin & Co: Passagiere zahlen jede Menge Extra-Euros

Viele Fluggesellschaften erheben Zusatzkosten für verschiedene Dienstleistungen. Wofür muss der Kunde draufzahlen? Wie tief müssen Reisende in die Tasche greifen? Welche Airlines sind kulant? Das Reisemagazin Clever reisen! hat deutschsprachige Fluggesellschaften einem Nebenkosten-Check unterzogen.

Ob Vorabend Check-in oder Sitzplatzreservierung – Airlines drehen zunehmend an der Preisschraube. Auch vermeintlich Selbstverständliches, wie die Nutzung des Vorabend Check-in, ist bei vielen Fluggesellschaften mittlerweile kostenpflichtig.

„Was einst eigentlich eine Domäne der Billigflieger war, wird längst auch von Ferien- und Linienfliegern praktiziert: Für jede Form von Dienstleistung müssen Passagiere in die Tasche greifen“, kritisiert Jürgen Zupancic, Chefredakteur Clever reisen! So ist zum Beispiel der Vorabend Check-in längst nicht mehr bei allen Airlines inklusive. Einige Fluggesellschaften erheben auch hierfür mittlerweile eine Gebühr. Bei Condor, Germania und Sun Express werden fünf Euro pro Passagier fällig. Air Berlin hat jüngst die Gebühr sogar auf acht Euro erhöht.

Wer gerne am Fenster oder in einer der vorderen Reihen sitzen möchte, nutzt die Möglichkeit der Sitzplatzreservierung, für die ebenfalls eine Gebühr fällig wird. In der Regel beträgt diese auf der Kurzstrecke zehn Euro pro Person/Strecke. Richtig teuer werden Sitzplatzreservierungen auf der Langstrecke: Condor verlangt für eine Sitzplatzreservierung auf der Langstrecke bis zu 29,99 Euro.

Sehr tief in die Tasche müssen Passagiere greifen, wenn sie etwas mehr Beinfreiheit wünschen. Hierfür stehen sogenannte XL-Sitze zur Verfügung, die sich meist an den Notausgängen befinden. Auch hier sind die Preise bei Langstreckenflügen am teuersten. In dieser Kategorie werden von den Passagieren happige Gebühren von bis zu 90 Euro kassiert.

Für die Airlines sind die Zusatzkosten ein rentables Geschäft. Laut einer Prognose erwirtschafteten rund 180 Fluggesellschaften weltweit Zusatzeinnahmen von fast 50 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr.

Nebenkosten: Wer ist günstig?
Sowohl auf Kurz- und Mittelstrecke, als auch auf Langstreckenflügen sind Austrian Airlines und Lufthansa vergleichsweise günstig. In der Kategorie Kurz- und Mittelstrecke konnte zudem Sun Express überzeugen. In der Testkategorie „Kurz-, Mittel- und Langstrecke“ war Condor am teuersten. „Wer nach preisgünstigen Flugtickets sucht, sollte auch die Nebenkosten beachten, die entstehen können. Schnell ist dann ein vermeintlich billigeres Flugticket in der Endabrechnung doch teurer“, empfiehlt Zupancic.

Das Reisemagazin Clever reisen! 2/15 (Jubiläumsausgabe Nr. 100) ist ab sofort am Kiosk (5,50 Euro) erhältlich oder kann einfach auf www.clever-reisen-magazin.de bestellt werden.

SriLankan Airlines eröffnet die Sky Cuisine

Schlemmen à la Carte an Bord der Business Class

SriLankan Airlines bietet Business-Class-Passagieren ab sofort die Möglichkeit, sich ihr Menü vorab à la Carte zusammenzustellen. Zur Auswahl in der Sky Cuisine stehen insgesamt 26 Gerichte in den Kategorien Frühstück, Hauptgerichte sowie Snacks – inklusive vegetarischer Optionen.

SriLankan-Fluggäste mit einem bestätigten Business-Class-Ticket können die Köstlichkeiten unter www.srilankan.com/en-US/flying-with-us/business-class-meals bis 48 Stunden vor Flugbeginn vorbestellen. Das Angebot gilt auf ausgewählten Strecken ab Colombo, unter anderem nach Frankfurt, London und Paris.

Pochierte Eier auf englischen Muffins oder doch lieber das traditionelle sri-lankische Frühstück, bestehend aus Kokosnuss-Milchreis, Fisch-Curry und weiteren landestypischen Köstlichkeiten? Diese Gerichte sind nur zwei der Optionen, die Passagieren im Frühstücksmenü zur Auswahl stehen.

Auch die Kategorie Hauptgerichte bietet für jeden fliegenden Gourmet etwas – vom „Kandyan Style Five Spice Chicken Curry“ über scharf angebratenes Lachssteak mit Teriyaki-Soße bis hin zur vegetarischen Variante mit Dhal-Curry und Palak Paneer.

Wer zwischen den Mahlzeiten noch etwas Hunger spürt, kann ihn beispielsweise mit einem gegrillten Lamm-Panini stillen.

Weitere Informationen sowie die komplette Auswahl der Gerichte sind unter www.srilankan.com/en-US/flying-with-us/business-class-meals zu finden.

Welche Airline ist am sichersten, welche Airline hat Sicherheitsprobleme?

AirlineRatings.com hat viele Airlines untersucht und eine Liste herausgebracht. Qantas ist die sicherste Airline der Welt. Lufthansa und British Airways gehören auch zur Top 10.

Weitere Top 10 Airlines in Sicherheit
Air New Zealand
British Airways
Cathay Pacific Airways
Emirates Airlines (United Arab Emirates)
Etihad Airways (United Arab Emirates)
EVA Air (Taiwanese)
Finnair
Lufthansa
Singapore Airlines

Die gefährlichsten Fluggesellschaften sind Cubana (513 % schlechter als der Durchschnitt)  Iran Air (312 % schlechter), Pakistan Airlines (373 % schlechter) und Indian Airlines (234 % schlechter).

Von 7 möglichen Sternen erhielten diese Gesellschaften nur 1 Stern und gelten damit als gefährlich:
Kam Air – Afghanistan
Nepal Airlines – Nepal
SCAT Airlines – Kazakhstan
Tara Air – Nepal
Lion Air – Indonesia

Die folgenden Fluggesellschaften erhielten 2-3 Sterne, von 7 möglichen:
Air Bagan – Myanmar
Air India Express – India
AirAsia Malaysia – Malaysia
AirAsia Indonesia – Indonesia
AirAsia Zest – Philippines
Airlines PNG – Papua New Guinea
ASKY Airlines – West Africa conglomerate
Avia Traffic Company – Kyrgyzstan
Blue Wing – Suriname
Camair-Co – Camaroon
Cambodia Angkor Air – Cambodia
Daallo Airlines – Dubai
Drukair Royal Bhutan – Bhutan
Fastjet – Tanzania
fly540 – Kenya
Garuda Indonesia – Indonesia
Iraqi Airways – Iraq
JetStar Pacific – Vietnam
Lao Airlines – Laos
Maldivian – Maldives
Maldivian Air Taxi – Maldives
Mega Maldives – Maldives
Moldavian Airlines – Moldova
Nauru Airlines – Republic of Nauru
Polynesian Airlines – Samoa
Rwand Air – Rwanda
Somon Air – Tajikistan
Sriwijaya Air – Indonesia
TAAG Angola Airlines – Angola
Tajik Air – Tajikistan
Trans Maldivian Airways – Maldives
VietJet Air – Vietnam
Wings Air – Indonesia
Xpress Air – Indonesia
Yeti Airlines – Nepal

Skytrax ohne Etihad

Erste Airline bricht aus dem Skytrax System aus – Ist das der Anfang vom Ende der Skytrax Bewertungen? Etihad Airways, die Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, hat Skytrax in einem formellen Schreiben mitgeteilt, sich von Skytrax zurückzuziehen. Das beinhaltet auch die Skytrax World Airline Awards und das Skytrax Audit.

Diese Entscheidung beruht auf einer internen Überprüfung von Etihad Airways, die die Bewertungskriterien und Messungen des Skytrax Airline-Ratingsystem beinhaltet, teilte Etihad mit.

Die Absage an Skytrax ist eine kleine Sensation in der Branche. Etihad geht konsequent vor. Viele Fluggäste wunderten sich, wenn sie mit einer 5 STAR Airline flogen, wo die 5 Sterne herkamen. Skytrax selber trug auch nicht zur Transparenz bei.
Wobei anzumerken ist, dass Airlines, die 5 Sterne by Skytrax haben, keien Totalausfälle sind. Aber ob eine andere Airline nicht auch 5 Sterne verdient hätte oder aber weniger bekommen sollte, fragt sich der Vielreisende öfter! CR

TEST: Ferienflieger

Clever reisen! hat die besten deutschsprachigen Airlines ausgezeichnet

Service, Komfort und Sicherheit am Boden und an Bord, deutschsprachige Ferienflieger im Test

Sieger und Verlierer der Ferienflieger
Air Berlin geht aus dem Clever reisen!-Test als Sieger der Ferienflieger hervor – Condor und Germanwings teilen sich mit einem Punkt weniger den zweiten Platz. Das Prädikat „Liebling der Passagiere“ bekam die schweizerische Edelweiss Air – Note: 1,97. Die Flüge des Carriers sind allerdings für Passagiere ab Deutschland nur über Umsteigeverbindungen zu erreichen.

Premium Economy Class: Viel Beinfreiheit und Komfort
In punkto Komfort erhielt TUIfly das Prädikat für den besten Sitzabstand mit durchschnittlich 79,9 cm. Ferienflieger wie Condor und Edelweiss Air bieten zudem eine Premium Economy Class mit noch mehr Beinfreiheit an. Condor wurde in dieser Kategorie mit dem Prädikat für den besten Sitzabstand ausgezeichnet und bietet eine erneuerte Kabinenausstattung auf der Langstrecke, wie beispielsweise neue Sitze in allen Klassen.

Fair buchen und sicher fliegen
Sieben der acht getesteten Ferienflieger wurde das Clever reisen!-Prädikat „Faires Buchen“ verliehen. Hier gab es beim Buchungsvorgang keine Tricks wie versteckte Kosten. Einzige Ausnahme: Edelweiss Air. Kunden aus Deutschland können weder eine günstige Hotline noch eine kostenlose Bezahlfunktion nutzen. Alle Airlines im Test verfügen über das „IOSA“-Zertifikat. Damit haben alle ein aufwändiges Prüfverfahren absolviert und gezeigt, dass zum Beispiel vorgegebene Sicherheitsabläufe wie vorgesehen eingehalten werden.

Mehr Infos: Reisemagazin Clever reisen! 2/14 ab dem 8. April 2014 am Kiosk für 5,50 Euro!
Weitere nützliche und geldwerte Themen in der Clever reisen! 2/14:
TEST: Linienflieger aus Nordamerika – Wer sind die Besten?
Billigflieger auf der Fernstrecke: Tickets unter 200 Euro
Flugplaner: Weltreisen – Preiswerte Round-the-World-Routen und Tourtipps
Ticketbörse: Über 600 Preisknüller in alle Welt
TEST: Preisvergleichsportale für Mietwagen
Kreuzfahrt-Special: Reise auf einem Luxus-Schiff und Vergleich der Nebenkosten

Upright Seating – Fliegen im Stehen

Die chinesische Spring Airlines ist dabei „upright Seating“ anzubieten – 20 Passagiere mehr im A320

Was Ryanair mal als Gag mal vorschlug, verwirklicht jetzt die Spring Airlines, wie das Reisemagazin Reise & Preise berichtet. Der Flug auf so eine Art „Barhocker“ soll 30 % billiger sein.
Spring Airline ist die erste chinesische Billigarline. Sie fliegen von Shanghai innerchinesisch, so wie nach Japan, Thailand, Singapore und Hongkong.

www.china-sss.com/en

Stehplätze in Flugzeugen werden seit Jahren immer mal wieder diskutiert. Bei der irischen Ryanair reiften solche Pläne schon oder auch bei Air Asia aus Malaysia – allerdings erfolglos.

Nun greift die chinesische Spring Airlines das Thema wieder auf: Mittels »Upright Seating« – aufrechtes Sitzen – auf einer Art Barhocker passten in einen Airbus A 320 nicht nur 20 Passagiere mehr hinein.
Auch die Preise der Flugtickets fielen dann um 30 Prozent, schreibt die Tageszeitung »Shanghai Daily« über die Pläne des Billigfliegers. Nun liege es an den Behörden, ihr Okay zu geben. via www.reise-preise.de