Continental Airlines setzt auf Berlin

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Continental Airlines verbindet seit heute die beiden Metropolen Berlin und New York mit einem täglichen Nonstop-Flug. Damit gewinnt die deutsche Hauptstadt Berlin innerhalb weniger Wochen eine weitere tägliche Verbindung zum Big Apple.
„Mit der neuen Route stellt Continental einen wichtigen Eckstein auf dem Weg zum Ausbau unseres Langstreckenangebotes dar, vor allem mit Blick auf unser ehrgeiziges Projekt Berlin Brandenburg International“, sagt Dieter Johannsen-Roth, Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen, während der Erstflugveranstaltung.

Die neue Nonstop-Verbindung nach Amerika unterstreicht Berlins gewachsene Position im internationalen Luftverkehr. Die Berliner Flughäfen verzeichnen ein Rekordwachstum bei den Passagierzahlen. 2005 werden für Berlin insgesamt 17,4 Millionen Passagiere prognostiziert. Allein der Flughafen Tegel wird davon 12 Millionen Passagiere befördern. Berlins Anteil am nationalen Luftverkehrsmarkt liegt bei über 10 Prozent. Im Ranking der deutschen Flughäfen nimmt Berlin zum ersten Mal den dritten Platz hinter Frankfurt und München ein.

Das europäische Streckennetz der Berliner Flughäfen ist mit 111 Destinationen dicht geknüpft. Die neue Transatlantik-Verbindung ist eine optimale Ergänzung des aktuellen Flugangebots.

„Durch die Verbindung zwischen Berlin und dem leistungsstarken Drehkreuz in New York/Newark wird Continental Airlines den weiteren Aufschwung der deutschen Hauptstadtregion in Tourismus und Wirtschaft vorantreiben“ sagt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Berlin war 2004 mit 13 Millionen Übernachtungen, hinter London und Paris, eine der angesagtesten Städte Europas. Berlin zieht immer mehr Touristen aus dem Ausland an. Die Zahl der Kongress- und Business-Traveller nimmt kontinuierlich zu. Der Anteil an Auslandsübernachtungen aus Amerika lag 2004 bei 11 Prozent. Die neue Nonstop-Verbindung macht das Reisen auf beiden Seiten des Atlantiks noch attraktiver und verhilft dem Tourismus in beiden Metropolen zu neuem Wachstum.

Continental Airlines ist die sechstgrößte Fluggesellschaft der Welt. Auf der Strecke Berlin-New York/Newark kommt eine Boeing B757-200 zum Einsatz. Die Maschine verfügt über 16 Sitzlätze in der BusinessFirst Class und 156 in der Economy Class. Der Hinflug CO97 startet in Tegel um 10.15 Uhr. Die Landung erfolgt am gleichen Tag um 13.25 Uhr in Newark Ortszeit. Der Rückflug CO96 erfolgt um 18.45 Uhr, um 8.40 Uhr Ortszeit des folgenden Tages landet die Maschine in Tegel. Die Flugzeit beträgt 8 bis 9 Stunden.

Am Zielflughafen Newark Liberty International Airport bietet Continental täglich 407 Anschlussflüge zu 170 Destinationen in die USA, nach Kanada und Lateinamerika. Der Flughafen Newark liegt keine 25 Kilometer von Downtown Manhatten entfernt. Für eine Fahrt mit dem AirTrain nach New York Penn Station werden weniger als 30 Minuten benötigt.

Die Flüge von Continental können unter der Reservierungsnummer 0180 – 3212610 oder www.continental.com gebucht werden.

Royal Brunei, die Airline des Sultans

Royal Brunei Airlines erhöht ihre Flugfrequenzen nach Bali: Ab 28. September 2005 wird die indonesische Insel neben samstags und montags zusätzlich auch mittwochs vom Drehkreuz Brunei angeflogen. Damit bestehen nun drei wöchentliche Verbindungen auf die Götterinsel, deren Zubringerflüge ab Frankfurt jeweils einen Tag früher starten – also dienstags, freitags und sonntags.
Der „Early Bird Tarif“ von Frankfurt nach Bali kostet in der Economy Class für Abflüge vom 16. August bis 30. September 2005 EUR 746,20, in der Sleeper Business Class EUR 2.076,20. Für Abflüge zwischen dem 1. Juli und 15. August 2005 sowie vom 1. bis 31. Oktober 2005 (letzter Rückflug am 15. November 2005) liegen die Sondertarife bei EUR 784,20 in der Economy Class und EUR 2.460,20 in der Sleeper Business Class. Alle Preise verstehen sich inklusive Steuern und Gebühren.

Das deutsche Reismagazin „Clever reisen!“ hat Royal Brunei Airlines 2005 für die beste Economy Class Asiens ausgezeichnet. Die Beratungsagentur Skytrax bescheinigt der staatlichen Fluggesellschaft des Sultanats Brunei für gute Leistungen in allen Bereichen vier Sterne.

Royal Brunei Airlines fliegt von Frankfurt über Bangkok ins Sultanat Brunei Darussalam in Nordborneo. Von hier aus bestehen ideale Anschlussmöglichkeiten zu 21 Zielen. Weitere Informationen zu Buchungen erhält man im Reisebüro sowie im Internet unter www.royal-brunei.com.

Lufthansa weitet papierloses Reisen aus

Ab sofort profitieren Fluggäste, die mit einem elektronischen Ticket reisen, von der engeren Zusammenarbeit zwischen Lufthansa, bmi und LOT Polish Airlines. Zusätzlich zu den Lufthansa-Direktzielen können nun auch die weltweiten Partnerdestinationen von bmi und LOT mit dem elektronischen Ticket (etix) erreicht werden. Dadurch erweitert sich die Anzahl der etix-Ziele insgesamt auf über 370 Städte weltweit
Das Abkommen mit bmi und LOT ist Teil eines globalen Projektes der Star Alliance, das Kunden schon bald die Möglichkeit bieten wird, im Allianz-Netzwerk mit einem einzigen elektronischen Ticket zu fliegen. Zurzeit bietet Lufthansa etix für Flüge mit Lufthansa, Air Canada, Austrian, Scandinavian Airlines und United an. Bis zum Ende des Jahres ist geplant, weitere Star Alliance Mitglieder, Singapore Airlines, Air New Zealand, Spanair, Asiana, Thai Airways und VARIG, ebenfalls einzubinden. Somit wird das Streckennetz auf alle etix-fähigen Destinationen der genannten Partner Airlines ausgeweitet.

Mit einem elektronischen Ticket erhalten Passagiere ihre Bordkarte entweder am Check-in-Schalter oder an einem Check-in-Automaten. Elektronische Tickets können von den Reservierungszentralen, Flughafenschaltern der Partnerairlines oder von Reisebüros und über das Internet verkauft werden. Passagiere können für Lufthansa-Flüge telefonisch, im Web oder per WAP einchecken. Die Nutzung der mobilen Dienste wird mit den Vielfliegerkarten aller genannten Partner möglich sein, ebenso die gegenseitige Nutzung von Automaten (sofern vorhanden) sowie die Buchung von Prämientickets als elektronische Tickets.

Sinkendes Wachstum belastet Billigflieger

Starke Überkapazitäten und die Aufholjagd etablierter Airlines führen zu einem Verdrängungswettbewerb unter den europäischen Fluglinien. Zwar wächst der Markt für Low-Cost Carrier bis 2010 im Schnitt jährlich um 13 Prozent, jedoch kann er nicht an die enormen Steigerungen der Vorjahre von mehr als 50 Prozent anknüpfen. Trotz der Kostenvorteile der Billigflieger reicht das erwartete Wachstum für viele Unternehmen nicht aus, um profitabel arbeiten zu können. Das sind Ergebnisse einer neuen Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company zur Zukunft der Billigfluglinien in Europa, die am Donnerstag in Frankfurt vorgestellt wurde. Die Untersuchung nennt drei Ursachen für die sinkende Profitabilität: zunehmend gesättigte Märkte, Flugzeugbestellungen, die den voraussichtlichen Bedarf übersteigen, und die immer stärkere Konkurrenz der Linienairlines, Chartergesellschaften und auch der Billigflieger untereinander. Auf Dauer werden sich europaweit nur zwei bis drei Low-Cost Carrier erfolgreich auf dem Markt behaupten.
„Die Zeiten der weitgehend konkurrenzlosen Expansion der Billigflieger durch Marktstimulation sind vorbei. Es wird zunehmend schwieriger, neue Kunden zu gewinnen. Da die Geschäftsmodelle vieler Low-Cost Carrier aber auf einen weiter boomenden Markt ausgerichtet sind, wird die Profitabilität sinken und neue Strategien sind notwendig“, sagt McKinsey-Partner Lucio Pompeo, Autor der Studie.

Für viele Billigflieger wird die Luft dünner

Das verlangsamte Wachstum führt zu Überkapazitäten. So haben allein die drei größten europäischen Low-Cost Carrier – easyJet, Ryanair und Air Berlin – bis zum Jahr 2012 insgesamt 300 Flugzeuge für die Mittelstrecke bestellt und halten Optionen auf 350 weitere. Die nationalen europäischen Airlines haben im Vergleich dazu nur knapp 30 Maschinen dieses Flugzeugtyps geordert und haben etwa 160 Optionen – bei einem Marktanteil von derzeit 66 Prozent am gesamten europäischen Flugverkehr. Sämtliche europäischen Billigflieger verfügen über einen Anteil von 16 Prozent. Bis 2010 wird dieser nach Schätzungen von McKinsey auf 24 Prozent ansteigen.

Zudem gibt es erste Anzeichen einer Marktsättigung. „An europäischen Standorten, wie zum Beispiel Dublin, Köln und Brüssel, besteht ein Überangebot an Flügen. Einige Strecken wurden bereits eingestellt“, so Pompeo. „Dies führt dazu, dass Billigflieger immer mehr auf bereits hochfrequentierte Strecken der Chartergesellschaften und nationalen Linienairlines ausweichen.“ Folge sei ein sich verschärfender Verdrängungswettbewerb.

Die zunehmende Angleichung der Angebote von Charter-, Linien- und Billigfliegern ist McKinsey zufolge der dritte Grund für die sinkende Profitabilität. Die bisher sich weitgehend ergänzenden Positionierungen der unterschiedlichen Airlinetypen überlappen sich immer mehr. So konkurrieren Low-Cost Carrier und nationale Fluggesellschaften verstärkt um Business-Kunden. Charterlinien und Billigflieger kämpfen um Urlaubsreisende – die Chartergesellschaften etwa haben zwischen 2000 und 2004 ihre Nur-Flug-Angebote von 20 auf 36 Prozent nahezu verdoppelt. Außerdem kopieren die Linienfluggesellschaften Konzepte der Billigflieger und bieten ebenfalls günstigere Tickets an, bauen den Online-Verkauf aus und haben zum Teil eigene Low-Cost Carrier gegründet.

Sinkende Erträge bei den Billigairlines

Bereits seit einigen Jahren sind bei den Billigfliegern die Erträge pro Passagier rückläufig. Zwischen 2000 und 2004 gingen diese bei easyJet pro Passagier und geflogenen Kilometer pro Jahr im Schnitt um 3,6 Prozent zurück. Ryanair verlor im gleichen Zeitraum jährlich sogar 7,3 Prozent. Da gleichzeitig die Stückkosten nicht ebenso schnell zurückgingen, hat sich die Break-even-Sitzauslastung erhöht.

Signifikante Gewinne erwirtschaften fast ausschließlich die Marktführer. Ryanair ist mit 27 Prozent der gesamten Kapazität im europäischen Low-Cost-Carrier-Segment der größte Anbieter und erzielte von 2000 bis 2004 eine durchschnittliche operative Marge von 25,4 Prozent. EasyJet erreichte 8,9 Prozent. Alle übrigen Low-Cost Carrier – ohne Ryanair und easyJet – kamen im gleichen Zeitraum auf -3,5 Prozent, machten also im operativen Geschäft Verluste. In den USA ist ein ähnliches Phänomen zu beobachten.

Drei Strategien versprechen Erfolg

Die Kostenführerschaft übernehmen, das Angebot vom Wettbewerb differenzieren und die Einnahmequellen diversifizieren – das sind nach der McKinsey-Studie drei mögliche Strategien für die Billigflieger.

In puncto Kosten führt Ryanair: Im Vergleich zu den drei besten nationalen Airlines arbeitet die irische Linie um 67 Prozent günstiger, easyJet um 42 Prozent. Diese Kostenvorteile erreichen die Billigflieger unter anderem durch eine optimierte Sitzplatzdichte, höhere Flugzeugproduktivität, wenig Personal, Direktvertrieb über das Internet und geringere Ausgaben für Service.

In einem gesättigten Markt wird Differenzierung wichtiger. So unterscheiden sich auch die Angebote von Billigfliegern immer mehr, etwa bei Flugzeug- und Flughafentyp, Flughäufigkeit sowie im Service. Diese Entwicklung kann bestimmte Airlines attraktiver für gewisse Kundensegmente machen – was jedoch Auswirkungen auf die Kosten hat. Während Ryanair vor allem abgelegene und kleine Flughäfen ansteuert und auf die Verpflegung der Gäste verzichtet, konzentriert sich Air Berlin auf große Flughäfen und bietet eine Bordverpflegung an. EasyJet dagegen fliegt höhere Frequenzen als seine Wettbewerber.

Um konkurrenzfähig zu bleiben und den Rückgang der Durchschnittserträge zu kompensieren, können die Billigflieger auch zusätzliche Einnahmequellen erschließen und ihr Geschäft diversifizieren, etwa mit zusätzlichen Services wie der Vermittlung von Autovermietung, Versicherungs- oder Mobilfunkangeboten. Schon jetzt erzielt Ryanair fast 16 Prozent seiner Umsätze mit Nebengeschäften. Denkbar ist auch eine Ausweitung von Kurz- und Mittelstrecken auf längere Distanzen innerhalb Europas und im Mittelmeerraum oder die Ausdehnung auf weniger frequentierte Märkte mit Flugzeugen bis zu 100 Plätzen.