Pestizide im Glas?

Traubensaft & Co mit Pestizid-Rückständen, aber nicht über dem Grenzwert

Wie schaut es mit den Pestiziden im in Traubensäften oder Traubenmost aus? Die AK hat 13 Proben von fünf Supermärkten und fünf Märkten getestet: Beim Großteil der Getränke wurden Pestizide nachgewiesen. Aber der geltende Grenzwert wurde nie überschritten. „Das Ergebnis ist halbwegs zufriedenstellend“, sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. „Die nachgewiesenen Mengen liegen deutlich unter den zulässigen Höchstwerten.“ Dennoch verlangt die AK mehr Sicherheit für die KonsumentInnen.

Folpet, Boscalid, Iprovalicarb, Azoxystrobin – das sind einige Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Pilze oder Insekten, die für den Weinbau zulässig sind. Die AK hat 13 Proben von Traubensaft und Traubenmost getestet. Bei zehn der 13 (77 Prozent) untersuchten Produkte konnten Pestizide nachgewiesen werden. Die Schädlingsbekämpfungsmittel überschritten, aber nicht den zulässigen Grenzwert. Insgesamt wurden sechs verschiedene Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. Dabei enthielten drei Produkte drei Pestizide gleichzeitig. Bei den restlichen drei Produkten (einmal Traubenmost, zweimal Traubensaft) wurden keine Pestizide gefunden.

Zum Vergleicht testete die AK auch acht Orangen- und Apfelsäfte aus drei Supermärkten. Bei den vier Orangensäften wurden keine Pestizide nachgewiesen. Bei drei von vier Apfelsäften konnten zwei Pestizide – ebenfalls deutlich unter dem Grenzwert – nachgewiesen werden.


„Die Ergebnisse sind einigermaßen zufriedenstellend“, resümiert Schöffl. Ein Kind mit einem Körpergewicht von zehn Kilogramm würde erst ein Gesundheitsrisiko haben, wenn es täglich mehr als drei Liter Traubensaft trinkt. Dennoch sollten die Konsumenten Sicherheit haben – optimal wären keine Schadstoffe in den Säften.

Die AK verlangt generell wirksame Kontrollen auf Pestizide. Außerdem müssen die Ergebnisse aller amtlichen Tests sowie bei Nachkontrollen die Wiederholungssünder veröffentlicht werden.

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