Laugengebäck teils mit Aluminium belastet

Betroffene Bäcker und Gesundheitsministerium setzen Maßnahmen

Schon lange wird über einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Aluminium und dem Auftreten von Alzheimer oder der Entstehung von Brustkrebs spekuliert. Auch wenn es bisher an gesicherten Studien mangelt, ist man sich über eines einig: Je weniger Aluminium der Körper aufnimmt, desto besser. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat nun mit Laugengebäck ein Lebensmittel unter die Lupe genommen, das aufgrund der Herstellungsweise sehr leicht höhere Aluminiumwerte aufweisen kann. Die in der KONSUMENT-Septemberausgabe veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Sechs von 24 untersuchten Proben, die anonym bei großen Bäckereiketten und in Backwarenabteilungen des Handels gezogen wurden, waren mit Aluminium belastet. Zwei Drittel der Proben waren in Ordnung, bei zwei Herstellern wurde ein erhöhter Wert festgestellt. In einem extremen Fall lag der gemessene Wert 20-fach über den Empfehlungen des deutschen Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR). Zwar bedeutet dieser Wert laut österreichischer Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) keine unmittelbare Gefährdung. Dennoch ist Handlungsbedarf gegeben.

Problematik leicht zu vermeiden
„Aluminium steckt von Natur aus in vielen Lebensmitteln, aber auch in Verpackungen, Kosmetika und einigen Arzneimitteln. Umso unnötiger ist es, wenn Lebensmittel noch zusätzlich mit Aluminium belastet werden, dies aber leicht verhindert werden könnte“, so VKI-Ernährungswissenschafterin Katrin Mittl. „Wird Laugengebäck auf Aluminiumblechen gebacken kann die Natronlauge, welche für die charakteristische Färbung und den Geschmack des Gebäcks sorgt, das Metall aus den Blechen herauslösen. Mit der Verwendung von beschichteten Aluminiumblechen oder besser noch Blechen aus Edelstahl oder Stahlblech wäre dieses Problem beseitigt.“

Alu-Höchstwert in Bayern
In Bayern gibt es aufgrund dieser Problematik seit 1999 einen Grenzwert für den Verwaltungsvollzug von 10mg Aluminium pro Kilogramm Laugengebäck (bezogen auf das Frischgewicht). Backwaren, die über diesem Höchstwert liegen, gelten als nicht für den Verzehr geeignet. Anders als in Bayern gibt es EU-weit und damit auch in Österreich keinen Grenzwert, obwohl das BfR bereits seit 2002 maximal 10 mg/kg empfiehlt. Zum Vergleich: Der höchste gemessene Wert im VKI-Test lag bei 214 mg/kg. Zwei Drittel der Proben lagen aber auch immerhin bei einem guten Wert von unter 5mg/kg. Alle genannten Werte beziehen sich auf das Frischgewicht.

Reaktionen auf Test
Die betroffenen Bäckereien (insbesondere Schwarz und Der Mann) haben umgehend auf die Ergebnisse des Tests reagiert und die Produktion umgestellt bzw. die Kontrollmaßnahmen verschärft. Das Gesundheitsministerium erarbeitet bereits seit einiger Zeit eine Leitlinie zur Herstellung von Laugengebäck. Als Reaktion auf den Test wird fürs Erste zudem eine Aussendung des Ministeriums an alle österreichischen Bäcker erfolgen. Darin wird auch nochmals auf jene im österreichischen Codex für Gebrauchsgegenstände veröffentlichte Empfehlung hingewiesen, bei der Herstellung von Laugengebäck keine Aluminiumbleche zu verwenden. Darüber hinaus hat das Gesundheitsministerium die AGES beauftragt, einen sogenannten Aktionswert für Aluminium zu definieren. Bei Überschreitung dieses Wertes sollen künftig Gespräche mit Produzenten geführt werden, wie hohe Aluminiumgehalte abgesenkt werden können.

Auskunft für Konsumenten
Was aber können Konsumenten selbst tun? „Liebhaber von Laugengebäck können sich bei ihrem Bäcker oder ihrer Backfiliale erkundigen, ob diese auf Aluminiumblechen gebacken werden“, rät Mittl. „Darüber hinaus haben wir im Zuge unseres Tests aber auch erhoben, welche Bleche von den getesteten Bäckereien und Backfilialen benutzt werden.“ Diesen Überblick gibt es in der September-Ausgabe von KONSUMENT sowie ab sofort online unter www.konsument.at

Trink Wasser

In Deutschland hat das Trinkwasser eine sehr gute Qualität. Das hat ein aktueller Bericht des Bundesministeriums für Gesundheit und des Umweltbundesamts bestätigt. Die Auswertung basiert auf den Daten der Bundesländer aus den Jahren 2008 bis 2010. Knapp 2.400 größere Wasserwerke einschließlich Leitungsnetz und häusliche Trinkwasserinstallation waren an den Untersuchungen beteiligt.

In Deutschland werden an das Wasser aus dem Hahn hohe Anforderungen gestellt: Es darf keine Krankheitserreger und Stoffe in gesundheitsschädigenden Konzentrationen enthalten und muss „rein und genusstauglich“ sein. Tatsächlich waren 99 Prozent aller Trinkwasserproben aus dem Wasserhahn einwandfrei.

Nur bei ein bis drei Prozent der Überwachungsmessungen wurde der Grenzwert für einzelne Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln oder coliforme Bakterien überschritten. Diese Proben stammten aber nicht aus dem Wasserhahn, sondern von Wasserwerken und direkt aus dem Rohrnetz. Bei Nitrat sind die Grenzwertüberschreitungen durch die richtige Aufbereitung und Mischung mit weniger belastetem Wasser nahezu vollständig zurückgegangen. Wenn der Gehalt an Blei, Kupfer, Nickel und Kadmium im Trinkwasser zu hoch ist, liegt es in der Regel an den Leitungen und Armaturen und nicht an der Wasserversorgung.
Heike Kreutz, www.aid.de

Pestizide im Glas?

Traubensaft & Co mit Pestizid-Rückständen, aber nicht über dem Grenzwert

Wie schaut es mit den Pestiziden im in Traubensäften oder Traubenmost aus? Die AK hat 13 Proben von fünf Supermärkten und fünf Märkten getestet: Beim Großteil der Getränke wurden Pestizide nachgewiesen. Aber der geltende Grenzwert wurde nie überschritten. „Das Ergebnis ist halbwegs zufriedenstellend“, sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. „Die nachgewiesenen Mengen liegen deutlich unter den zulässigen Höchstwerten.“ Dennoch verlangt die AK mehr Sicherheit für die KonsumentInnen.

Folpet, Boscalid, Iprovalicarb, Azoxystrobin – das sind einige Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Pilze oder Insekten, die für den Weinbau zulässig sind. Die AK hat 13 Proben von Traubensaft und Traubenmost getestet. Bei zehn der 13 (77 Prozent) untersuchten Produkte konnten Pestizide nachgewiesen werden. Die Schädlingsbekämpfungsmittel überschritten, aber nicht den zulässigen Grenzwert. Insgesamt wurden sechs verschiedene Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. Dabei enthielten drei Produkte drei Pestizide gleichzeitig. Bei den restlichen drei Produkten (einmal Traubenmost, zweimal Traubensaft) wurden keine Pestizide gefunden.

Zum Vergleicht testete die AK auch acht Orangen- und Apfelsäfte aus drei Supermärkten. Bei den vier Orangensäften wurden keine Pestizide nachgewiesen. Bei drei von vier Apfelsäften konnten zwei Pestizide – ebenfalls deutlich unter dem Grenzwert – nachgewiesen werden.

„Die Ergebnisse sind einigermaßen zufriedenstellend“, resümiert Schöffl. Ein Kind mit einem Körpergewicht von zehn Kilogramm würde erst ein Gesundheitsrisiko haben, wenn es täglich mehr als drei Liter Traubensaft trinkt. Dennoch sollten die Konsumenten Sicherheit haben – optimal wären keine Schadstoffe in den Säften.

Die AK verlangt generell wirksame Kontrollen auf Pestizide. Außerdem müssen die Ergebnisse aller amtlichen Tests sowie bei Nachkontrollen die Wiederholungssünder veröffentlicht werden.

Trans-Fettsäuren

Eine zu hohe Aufnahme von trans-Fettsäuren (TFA) kann das Herz-Kreislauf-System schädigen, das gilt als gesichert. Weniger klar ist: Bei welchen Produkten sind die Gehalte hoch, was bringen Minimierungsstrategien und wie viele Menschen nehmen zu große Mengen auf. Nach einer aktuellen Studie der Universität Jena sind die Durchschnittswerte in einzelnen Lebensmittelgruppen zwar gesunken, bei einigen gibt es aber immer noch sehr hohe Werte, insbesondere bei Back- und Süßwaren. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung liegt mit ihrem Verzehrsverhalten über der Empfehlung, nach der trans-Fettsäuren täglich weniger als ein Prozent der Energieaufnahme ausmachen sollten.
TFA sind ungesättigte Fettsäuren synthetischen, aber auch natürlichen Ursprungs. Sie wirken auf den Blutcholesterinspiegel: Das „schlechte“ LDL-Cholesterin lassen sie ansteigen, gleichzeitig reduzieren sie das „gute“ HDL-Cholesterin.

Natürlicherweise entstehen TFA im Pansen von Wiederkäuern. Sie sind also auch in Milch und Fleisch zu finden. Weitaus mehr Wellen schlägt das Thema aber im Zusammenhang mit der industriellen Lebensmittelherstellung. Hier entstehen TFA insbesondere bei der Fetthärtung pflanzlicher Öle. Der Lichtblick dabei: Durch eine veränderte Prozesssteuerung oder Rohstoffauswahl lässt sich die Entstehung der unerwünschten Stoffe minimieren. Doch wie erfolgreich das ist, dazu ist die Datenlage bislang dünn.

Einen Vorstoß machten die Jenaer Wissenschaftler mit ihrer Untersuchung von 53 Kartoffelprodukten, 60 Backwaren und 116 Süßwaren. Ihr Ergebnis: Die mittleren Gehalte an TFA gehen zwar zurück, insbesondere bei den Kartoffelprodukten; jedoch zeigen die Werte insgesamt eine große Variationsbreite. Gehalte von null Prozent bis zu 38 Prozent TFA bezogen auf den Fettgehalt konnten die Wissenschaftler nachweisen, mit wenigen extrem hohen TFA-Gehalten.

Problematisch in der Praxis: Oft unterscheiden sich Lebensmittel gleichen Typs aber verschiedener Hersteller deutlich in ihrem TFA-Gehalt. Erkennbar für den Verbraucher ist das jedoch nicht. Eine entsprechende Angabe auf dem Etikett ist derzeit nicht geplant.
Sie ist unter der aktuellen Gesetzeslage noch nicht einmal erlaubt. Das heißt: Hersteller die auf eine Minimierung setzen, können dies auf dem Etikett kaum bewerben. Die einzige Orientierungshilfe für den Verbraucher bietet der Hinweis „gehärtet“, der bei der Verarbeitung gehärteter Fette Pflicht ist. War er auf der Packung, lag der TFA-Gehalt bezogen auf den Fettgehalt bei jedem zweiten Produkt über zwei Prozent, so die Ergebnisse aus Jena. Dagegen enthielten alle Produkte mit der Aufschrift „ungehärtetes Fett“ TFA-Gehalte kleiner als zwei Prozent. Der Wert entspricht dem TFA-Grenzwert, der in Dänemark seit 2003 gilt. Für Deutschland ist ein solcher Grenzwert bislang nicht in Sicht.
Dr. Christina Rempe, www.aid.de

Frischfisch nicht immer frisch

AK Test

Zu hohe „Lagertemperaturen“ – Mehr Betriebs-Kontrollen nötig

Jede zehnte Frischfisch-Probe war verdorben. Und: In fast in jedem untersuchten Frischfisch wurde Quecksilber nachgewiesen. Aber alle Werte lagen unter dem Grenzwert. Das zeigt ein AK Test von 20 Frischfischen in fünf Supermarktfilialen und 15 Fachhändler-Geschäften. „Konsumenten müssen sich verlassen können, dass Frischfisch auch wirklich gut ist“, sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. „Denn oft werden die Fische zu warm gelagert, was folglich die Haltbarkeit verkürzt.“ Verstärkte Temperaturkontrollen sind daher nötig. Die Kühlkette von der Produktion bis zum Verkauf muss streng eingehalten werden, verlangt die AK.

Von den 20 eingekauften Frischfisch-Proben – etwa Kabeljau, Scholle, Tunfisch, Schwertfisch, Heilbutt, Pangasius – waren am Tag des Einkaufes bereits zwei lebensmittelrechtlich zu beanstanden. Sie waren schlecht und rochen unangenehm. Ein Produkt hatte zwar eine erhöhte Keimzahl, war aber noch nicht zu bemängeln.

Auf Quecksilber wurden 15 Proben untersucht. In den 14 Proben von Meeresfischen wurde Quecksilber gefunden. Es wurde aber bei keiner Probe der Grenzwert überschritten.

Offen verkaufter frischer Fisch sollte bei null bis zwei Grad Celsius auf Eis gelagert werden. Die Hälfte der untersuchten Produkte hatte eine Produkttemperatur von null bis zwei Grad. Die andere Hälfte hatte mehr als zwei Grad Temperatur. Ausreißer war eine Produkttemperatur von knapp 14 Grad Celsius.

Auch die Kühlvitrinen sind zu warm. Nur bei zwei von 20 Vitrinen lag die Lufttemperatur bei unter zwei Grad Celsius. 18 der 20 beurteilten Vitrinen wiesen eine höhere Temperatur auf, bei sechs lag die Temperatur sogar bei 13,5 bis 20,8 Grad Celsius.

Zur Erhebung: Die AK Tester haben im Juli 20 Frischfische (jeweils mehrere Filetstücke) gekauft. Die Produkte wurden sofort am Einkaufstag untersucht. Sie wurden in einem Transportkühlschrank (zwei Grad Celsius) befördert. Mikrobiologisch untersucht hat die Lebensmittelversuchsanstalt Wien die Gesamtkeimzahl, Pseudomonaden, Enterbacteriaceen, Coliforme Keime, Escherichia Coli und Salmonellen. Die Untersuchung auf Quecksilber führte das Umweltbundesamt durch. Die Proben wurden in fünf Filialen von drei Supermärkten (Interspar, Merkur, Billa) eingekauft und in 15 Geschäften von 14 Fachhändlern (Frischeparadies Austria, Fisch&Feinkost Wilhelm, Fischspezialitäten Mira, Fisch&Co W. Vranovsky, Cervenka, Nordsee, Peregi, Karls Fischspezialitäten, Umar, Gruber, Rösel, Golden Fisch, Schaulow, Cerny´s Fisch & Feinkost).

SERVICE: Die Erhebung finden Sie unter http://wien.arbeiterkammer.at

Uran im Trinkwasser

Uran im Trinkwasser: Bedenklich hohe Belastung in 13 Bundesländern – Bundesregierung nimmt unnötige Gesundheitsrisiken für Kinder in Kauf

In 13 von 16 Bundesländern wird Trinkwasser an die Bevölkerung abgegeben, das zu hoch mit Uran belastet ist. Das belegen Recherchen der Verbraucherrechtsorganisation foodwatch. Ein von der Bundesregierung bereits vor mehr als einem Jahr angekündigter Grenzwert ist immer noch nicht festgelegt worden. Zudem würde ein Grenzwert in Höhe von 10 Mikrogramm, wie ihn das Bundesgesundheitsministerium ankündigt, keinen Schutz für Kleinkinder und Säuglinge bieten: Für sie ist dieser Wert deutlich zu hoch angesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Stellungnahme der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA, die eigens von Deutschland beauftragte wurde, nun aber offenbar ignoriert wird.

„Die Bundesregierung vernachlässigt in sträflicher Weise ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Bürgern“, erklärte foodwatch-Sprecher Martin Rücker. „Der lange angekündigte Grenzwert lässt weiter auf sich warten, und jetzt soll auch noch in völliger Verkennung der wissenschaftlichen Faktenlage ein Grenzwert festgelegt werden, der die Gesundheit von Kleinkindern nicht wirksam schützen kann. 2 Mikrogramm müssen unverzüglich als oberstes Limit festgesetzt werden.“ Für in Flaschen abgefülltes Mineralwasser gilt schon heute: Ist es mit mehr als 2 Mikrogramm Uran pro Liter belastet, darf es nicht mit dem Hinweis „geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung“ verkauft werden.

foodwatch liegen rund 5000 Messdaten für Trinkwasser aus ganz Deutschland vor. 12,6 Prozent dieser Daten überschreiten 2 Mikrogramm. 13 Wasserwerke in fünf Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt) geben sogar Wasser an die Bevölkerung ab, das mehr als 10 Mikrogramm Uran pro Liter enthält und damit auch für Erwachsene im kritischen Bereich liegt. Lediglich für die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg überschreitet keiner der Messwerte 2 Mikrogramm.

Bereits im August 2008 hatte foodwatch Tausende Behördendaten zur Uranbelastung von Trinkwasser veröffentlicht. Das Beispiel der bayerischen Gemeinde Maroldsweisach zeigt, wie einfach die Belastung gesenkt werden kann: Hier lagen die Uranwerte in Rekordhöhe von 39,9 Mikrogramm pro Liter. Nach der foodwatch-Veröffentlichung wurde Anfang 2009 eine Filteranlage in Betrieb genommen – seither liegt die Belastung bei deutlich unter 2 Mikrogramm. foodwatch liegen zudem Angaben der E.ON Mitte AG vor, nach denen der Wasserversorger für das hessische Herleshausen, OT Holzhausen (Werra-Meißner-Kreis) zwar den Einbau einer Uranentfernungsanlage vorbereitet habe. Deren Installation halte er aber „nicht zielführend“, bevor ein gesetzlicher Grenzwert feststeht. „Das Beispiel zeigt, dass die Bundesregierung durch ihre Untätigkeit den Gesundheitsschutz der Bürger verschleppt“, so foodwatch-Sprecher Rücker. „Es gibt ein Problem, und es gibt eine einfache Lösung – jetzt ist Handeln gefragt.“

Das Schwermetall Uran ist in vielen Gesteinsschichten natürlicherweise enthalten und löst sich im Wasser. Aufgrund seiner chemischen Giftigkeit kann es zu schweren Gesundheitsfolgen wie Nierenschädigungen führen. Mithilfe von chemischen Filteranlagen (Ionentauschern) kann Uran bis zur Nachweisgrenze aus dem Wasser entfernt werden.

Kräuter und Gewürze

Greenpeace unterschlägt gute Nachrichten für Verbraucher: Alle untersuchten Kräuter und Gewürze sind uneingeschränkt verkehrsfähig!

Letzte Woche hat Greenpeace den „Pestizidtest für Kräuter und Gewürze 2008“ veröffentlicht. Die Organisation fällt ein vernichtendes Urteil für viele der untersuchten Erzeugnisse und behauptet, zwei Proben hätten die gesetzlichen Grenzwerte überschritten. Diese Behauptung ist falsch und führt zu Verunsicherung bei Verbrauchern und Handel.

Die Fakten sehen erfreulicherweise anders aus:

Keine der untersuchten Proben überschritt die gesetzlich zugelassenen Höchstmengen für Pflanzenschutzmittel-Rückstände.

Keine der untersuchten Proben überschritt die vom Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR, und der Weltgesundheitsorganisation, WHO, festgelegte Akute Referenzdosis (ARID). Dies bestätigt Greenpeace ausdrücklich!

Greenpeace hat den Grenzwert für frische Paprika auf getrocknete Paprika angewendet, was zu einer rechtlich falschen Bewertung führt. Zudem hat Greenpeace fälschlicherweise EU-Recht herangezogen, wo deutsches Recht gilt.

Laut Greenpeace sind 18 der nachgewiesenen Pestizide in der EU nicht zugelassen. Deshalb fordert Greenpeace: „Kein Verkauf unzulässig hoch mit Pestiziden belasteter Lebensmittel durch den Handel“. In Anhang 1 der Veröffentlichung stellt Greenpeace dann fest: „keine illegalen Pestizide nachgewiesen.“

Wie passt das zusammen?

Greenpeace legt eigene Maßstäbe fest und schafft sich eigene Gesetze, die auch die Öffentlichkeit übernehmen soll. Im Greenpeace eigenen Bewertungsverfahren bedeutet „gelb“, das Lebensmittel enthält mehr als 0,01 ppm Pflanzenschutzmittel, dies unabhängig von der gesetzlich zugelassenen Höchstmenge. „Rot“ bedeutet, ein Lebensmittel hat einen „kritisch hohen Gehalt“, wiederum unabhängig von der gesetzlich zugelassenen Höchstmenge.

Die Bewertung nach dem Greenpeace eigenen Summengrenzwert für die täglich duldbare Aufnahmemenge und ebenso die Greenpeace eigene „schwarze Liste“ für Pestizide sind nicht gesetzlich geregelt oder festgelegt, sondern von Greenpeace willkürlich gesetzt.

Rechtliche Situation bei Pflanzenschutzmitteln

Bis zum 31. August 2008 galt in Deutschland die Rückstandshöchstmengen-Verordnung (RHMV) für Pflanzenbehandlungsmittel-Rückstände auf Lebensmitteln. Seit dem 1. September 2008 gilt die Verordnung (EG) Nr. 396/2005 für Pflanzenschutzmittel-Rückstände. Die Europäische Kommission hat zum Übergang auf die neuen Regelungen folgendes ausgeführt:

Verarbeitete oder rohe Agrarerzeugnisse, die nach dem vor dem 1. September geltenden Recht rechtmäßig hergestellt oder behandelt worden sind, dürfen geerntet, verarbeitet, gelagert und abverkauft werden, bis alle Vorräte verbraucht sind. Dies gilt ebenfalls für importierte Waren. Artikel 49 Abs. der o. g. EG-Verordnung stellt klar, dass auf diese Waren die gesetzlichen Regelungen anzuwenden sind, die vor dem 1. September 2008 in Kraft waren.

Der gesetzliche Grenzwert für Fenpropathrin in frischem Paprika beträgt nach der deutschen Verordnung 0,02 ppm. Für getrocknetes Paprikapulver liegt die zulässige Höchstmenge bei 0,2 ppm. Greenpeace hat 0,057 ppm für die Summe aller Pestizide in dem untersuchten Pulver nachgewiesen. Der gesetzliche Höchstwert ist also weit unter-, nicht überschritten!

Der gesetzliche Grenzwert für Methamidophos in frischem Paprika beträgt nach RHMV 0,01 ppm. Für getrocknetes Paprikapulver liegt die zulässige Höchstmenge bei 0,1 ppm. Greenpeace nennt einen gefundenen Wert von 0,0340 ppm. Auch hier ist der zugelassene Höchstwert weit unterschritten.

Bezeichnenderweise lehnt Greenpeace die Herausgabe der Untersuchungsergebnisse ab.

Fazit:

Die Greenpeace-Veröffentlichung dient erkennbar dazu, spektakuläre, irreführende und verunsichernde Meldungen in die Welt zu setzen. Sie ist unseriös und geeignet, sowohl die Verbraucher zu verunsichern als auch den Ruf der betroffenen Unternehmen zu schädigen. Gerhard Weber – Fachverband der Gewürzindustrie e.V.

kochmesser.de hat den ultimativen Gewürz- und Kräuterschneider, die Procute Serie von CHROMA Cnife:
www.kochmesser.de/procute.html

Alle Nestlé-Babymilch-Produkte sicher

Kein Nestlé Baby-Milch- Produkt, das in Deutschland auf dem Markt ist, enthält Melamin.

Dies bestätigt die Nestlé Deutschland AG mit Verweis auf zertifizierte Rohstoffquellen und kontinuierliche Qualitätssicherungsmaßnahmen. Außerdem ist der EU-Import von Milch und Molkereiprodukten aus China von den europäischen Behörden nicht zugelassen.

Das in Hong Kong analysierte Nestlé Milch-Produkt wies Melamin- Spuren auf, die 25-fach niedriger sind, als es der in der EU zugelassene Grenzwert erlaubt. Ursache für die gefundenen Spuren kann Kunststoff in der Verpackung sein

Auto-Umweltliste 2008/2009

VCD Auto-Umweltliste 2008/2009

Zweimal Gold für Toyota – deutsche Hersteller dominieren Kompaktklasse – Bundesregierung blockiert CO2-Grenzwert und verteuert damit Autofahren

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat heute in Berlin die Ergebnisse der VCD Auto-Umweltliste 2008/2009 vorgestellt. Darin bewertet der Umwelt- und Verbraucher-verband bereits zum 19. Mal über 350 aktuelle Pkw-Modelle aus Umweltsicht. Gewinner des umfassendsten Öko-Rankings für Pkw ist der Toyota Prius, der sich dank Hybridtechnik durch niedrigen Verbrauch sowie durch gute Lärm- und Schadstoffwerte auszeichnet. Er macht das Rennen knapp vor dem Vorjahressieger Honda Civic Hybrid. Den dritten Platz teilen sich vier punkt*gleiche Fahrzeuge: Citroën C1 1.0 Advance, Daihatsu Cuore 1.0, Peugeot 107 Petit Filou 70 und Toyota AYGO 1.0. *Die aktuelle VCD Auto-Umweltliste zeigt, dass viele Fahrzeuge auf dem Markt sind, die einen akzeptablen Verbrauch haben und bei Lärm und Schadstoffen gut abschneiden. Autokäufer haben also die Wahl, wenn sie umweltschonend und sparsam unterwegs sein wollen“, kommentiert Hermann-Josef Vogt vom VCD-Bundesvorstand die Ergebnisse. Insgesamt erhalten 80 Autos eine positive Umweltempfehlung vom VCD.

Neben den einzelnen Pkw hat der VCD das Umweltmanagement der Autokonzerne unter die Lupe genommen. Im Hinblick auf Produktion, Produkteigenschaften und Kommunikation belegt Toyota dabei den ersten Platz vor Mercedes/smart und BMW/Mini. *In diesem Jahr gibt es gleich zweimal Gold für Toyota. Bei Innovationen zugunsten von Klima und Umwelt haben die Japaner also immer noch die Nase vorn“, urteilt Vogt. Dass sich der Wind angesichts von Klimawandel und steigenden Spritpreisen drehe, hätten inzwischen allerdings auch die deutschen Hersteller erkannt. Vogt: *Während es gerade mal ein deutsches Fabrikat unter die Top Ten schafft, dominieren neun Pkw aus Deutschland klar die umweltbesten Kompaktautos.“

In der Druckfassung der VCD Auto-Umweltliste 2008/2009 war ursprünglich der smart fortwo coupé cdi auf Platz drei der Top Ten gelandet, doch der VCD musste den Wagen nachträglich disqualifizieren: *Wir hatten das Fahrzeug in unser Umweltranking aufgenommen, weil uns die Daimler AG verbindlich zugesichert hatte, dass der Diesel-smart ab Oktober endlich serienmäßig mit einem geschlossenen Partikelfilter gegen krankmachenden Dieselruß ausgeliefert wird“, erklärt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher und Auto-Experte des VCD. Erst nach Drucklegung der VCD Auto-Umweltliste habe Daimler mitgeteilt, dass sich die Auslieferung wegen technischer Probleme mit dem Filter ins nächste Jahr verschiebe. Bisher verfüge der Diesel lediglich über einen offenen Filter und blase deshalb ein Vielfaches an besonders gesundheitsschädlichen Feinststaub-partikeln in die Atemluft. Lottsiepen warnt: *Diese Mogelpackung entspricht nicht dem Stand der Technik und unterläuft den notwendigen Schutz der Gesundheit – insbesondere in Ballungsgebieten. Niemand sollte den Diesel-smart ohne vollwertigen Partikelfilter kaufen.“

Nach Einschätzung des VCD zeigt dieses Beispiel, wie sehr Autokäufer auf der Hut sein müssen. Allein beim Spritverbrauch sei die Spannbreite schon zwischen den verschiedenen Varianten ein und desselben Modells enorm. So benötige beispielsweise der energieeffizienteste 3er BMW 318d nur 4,7 Liter Diesel und komme damit auf einen CO2-Ausstoß von 123 Gramm pro Kilometer. Der mit 306 PS motorisierte 335i xDrive Touring schlucke dagegen 9,8 Liter Benzin auf 100 km und stoße 235 Gramm CO2 aus. *Das ist annähernd doppelt so viel Treibhausgas wie beim sparsamsten 3er BMW! Dieser Spritfresser kann vielleicht im Autoquartett gewinnen, in der Realität verliert er durch unverantwortlich hohe Klimabelastung und hohe Spritkosten. Deshalb findet sich dieses Modell nicht in der VCD Auto-Umweltliste“, erklärt Lottsiepen.

Modelle mit niedrigem CO2-Ausstoß erlangen nach VCD-Analyse zunehmend die Gunst der Käufer. Im ersten Halbjahr 2008 wurden rund 30 Prozent mehr Kleinwagen verkauft als im Vorjahreszeitraum. Zudem erlebten die öffentlichen Verkehrsmittel Rekord*zuwächse, und immer mehr Menschen trauten sich aufs Fahrrad – u.a. weil die Luft in den Städten besser geworden sei. *Umweltpolitik ist nämlich keineswegs ein zahnloser Papiertiger“, meint Lottsiepen. *Sie hat in den vergangenen Jahren gegen den erbitterten Widerstand der Autoindustrie schärfere Grenzwerte für krankmachende Schadstoffe durchgesetzt.“

In der Erfolgsgeschichte der europäischen Abgas*gesetzgebung sieht der VCD einen guten Ansporn, weiterhin für ambitionierte CO2- und Verbrauchslimits von Neuwagen zu kämpfen. *Falls es den Autoher*stellern gemeinsam mit der Bundesregierung gelingen sollte, in Brüssel den geplanten CO2-Grenzwert von 120 Gramm pro Kilometer zu verwässern oder um weitere Jahre zu verzögern, werden wir alle zur Kasse gebeten. Und zwar nicht nur durch die immensen Folgen des Klimawandels, sondern auch ganz direkt an der Tankstelle“, prognostiziert Lottsiepen.

Wenn ein Neuwagen in den nächsten Jahren 30 bis 40 Gramm mehr CO2 ausstoße als notwendig, bedeute das bei heutigen Spritpreisen jährlich 300 bis 400 Euro Mehrkosten für Kraftstoff. Dabei gebe es außer bei den Siebensitzern schon heute in jeder Fahrzeugklasse Pkw, die weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer emittierten. Diesen Grenzwert sollen nach Forderung des VCD im Jahr 2012 alle in Europa hergestellten und verkauften Pkw im Durchschnitt einhalten. In der aktuellen VCD Auto-Umweltliste erreichen über 50 Pkw diesen Wert. Lottsiepen resümiert: *Sparsamkeit und Effizienz müssen die Maxime für die nächsten Jahre sein. Nur so können wir schnell etwas gegen hohe Spritkosten und für mehr Klimaschutz erreichen.“

Die VCD Auto-Umweltliste 2008/2009 enthält alle relevanten Daten und Bewertungen zu über 350 aktuellen Pkw-Modellen. Sie ist für 5,50 Euro Bearbeitungs- und Versandkostenpauschale zu bestellen bei: VCD-Versandservice, Heinrich Sommer-Straße 13, 59939 Olsberg, Fon 02962/845865, Fax 02962/800155, E-Mail bestellung@vcd.org.

Dr. Schär erfüllt bereits neuen Glutengrenzwert

Dr. Schär erfüllt bereits neuen Glutengrenzwert

Die Codex alimentarius Kommission hat sich auf einen neuen Grenzwert für glutenfreie Produkte geeinigt: 20 ppm. Dr. Schär erfüllt diesen Grenzwert seit jeher in seiner mehr als 25-jährigen Firmengeschichte. Die Codex alimentarius Kommission hat in ihrer 31. Sitzung, die von 30. Juni bis 4. Juli 2008 in Genf stattfand, neue Grenzwerte für glutenfreie Lebensmittel verabschiedet. Im „Draft Revised Standard for Foods for Special Dietary Use for Persons Intolerant to Gluten“ wurde festgelegt, dass nur Lebensmittel, die weniger als 20 ppm Gluten enthalten, als glutenfrei ausgelobt werden dürfen. Für Dr. Schär bedeutet diese Entscheidung der Codex alimentarius Kommission keinerlei Veränderungen im Herstellungsprozess, da das Unternehmen bereits garantiert, dass alle Produkte maximal 20 ppm Gluten enthalten. Dr. Schär agiert seit je in dem Bewusstsein, dass die Gesundheit des Verbrauchers nicht von einem, sondern von der Summe der Produkte abhängt, die er tagtäglich, im Laufe seines Lebens konsumiert.

Ulrich Ladurner, Geschäftsführer von Dr. Schär, äußert sich zufrieden über den neu beschlossenen Grenzwert: „Uns freut die europäische Entscheidung im restriktiven Sinn insofern sehr, weil sie de facto die strenge Linie bestätigt, die die Gruppe Dr. Schär vertritt. Diese strenge Vorgabe gilt bei der Auswahl der Rohstoffe, für die Verträge mit Herstellern für die Zulieferung von Mais und Reis aus kontrollierter Landwirtschaft geschlossen wurden, ebenso wie im Qualitätsmanagement, das bei verpflichtenden Zertifizierungen beginnt und bei engmaschigen Kontrollen entlang der gesamten Produktionskette aufhört.“


Als führender europäischer Anbieter für hochwertige glutenfreie Lebensmittel widmet sich das Unternehmen Schär mit Sitz in Südtirol seit über 25 Jahren der Herausforderung, gesunde Ernährung und geschmackvolles Essen in Einklang zu bringen. Um dieser Zielsetzung gerecht zu werden, engagiert sich Schär im Bereich Forschung und Entwicklung und setzt die gewonnenen Erkenntnisse in der Produktion um.