Zu Tisch in … der Normandie

So, 30.08. um 17:35 Uhr arte

Im Oktober, wenn die Äpfel von den Bäumen fallen, beginnen die normannischen Bauern mit dem Pressen des Cidre. Das Geheimnis eines guten Cidre liegt in der richtigen Mischung der Apfelsorten nach einem wohl gehüteten Rezept. Aber bei den Apfelbauern trinkt man den Cidre nicht nur, man nimmt ihn natürlich auch zum Kochen.

Im Oktober, wenn die Äpfel von den Bäumen fallen, beginnen die normannischen Bauern mit dem Pressen des Cidre. Einige Tausend Liter sind es auf der „Pommeraie“, dem Hof der Familie Lair. Drei Generationen arbeiten in dieser Zeit an der Mostpresse. Die Mostgewinnung verläuft nach alter Tradition. Alain Lair häuft Stroh auf dem Boden eines riesigen Holzbottichs an, darauf kommt eine Lage Äpfel, dann wieder Stroh – Schicht um Schicht – bis der Behälter voll ist. Das Geheimnis eines guten Cidre liegt in der richtigen Mischung der Apfelsorten. Jeder Apfelbauer hat hier sein eigenes Familienrezept. Für die Apfelbauern ist der Cidre nicht nur Getränk, sondern auch selbstverständlicher Bestandteil der Küche. Kaum ein Gericht, das Martine Lair für ihre Familie kocht, kommt ohne Cidre aus – sei es das „Poulet Vallée d’Auge“, der Kalbsbraten oder die Miesmuscheln, die die Großmutter zuvor am Strand von Coutainville gesammelt hat. Nach dem Essen gibt es Apfelschnaps. Einmal im Jahr kommt ein Destillateur auf den Hof. In seinem Dampfkessel auf Rädern brennt er den Calvados, den weltberühmten Apfelbranntwein der Normandie.

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