Essen im Alter: Ich schmecke, also bin ich

Es ist leider eine Tatsache, dass Sinnesleistungen mit zunehmendem Alter abnehmen. Was früher Geschmacksexplosionen im Mund verursachte, schmeckt nun recht fad und der Duft von Frischgebackenem wird nur noch wahrgenommen, wenn man gerade am Ofen steht und den Kuchen, die Quiche oder was auch immer herausnimmt. Kein Wunder also, dass auch der Appetit parallel dazu abnimmt, weil die Freude auf Essen eben geringer ist. Ein Problem, das viele Pflegeeinrichtungen haben. Aber auch private Betreuer können ein Lied davon singen: Lustloses im Essen stochern. Wenn Nase, Zunge und Auge nicht mehr so mitessen, wie gewohnt, wird weniger Nahrung aufgenommen. Allerdings bedingt das auch Folgekrankheiten; sowohl körperlich als auch seelisch. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Man kann die Situation verbessern.

Wie, das zeigen zahlreiche Studien zum Thema „Sensorik im Alter“. Eine holländische Untersuchung befasste sich zum Beispiel mit Optik und Akzeptanz. Ein Kartoffelpüree optisch verschönert mit Sellerieblättchen kommt bei Senioren besser an. Auch salzreduzierte Fleischbällchen (ein „Zuviel“ an Salz ist ein Problem, wenn der Geschmackssinn nachlässt) werden gern gegessen, wenn man das den Senioren mitteilt.

Auch die Struktur des Essens ist gut untersucht: „In einer Befragung stellte man klar fest, dass Personen mit Appetitlosigkeit feste Textur und Abwechslung bevorzugen“, so Dr. Eva Derndörfer, Ernährungswissenschafterin auf einer Fachtagung des Verbandes der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ) im Oktober 2015. „Für Senioren ist die Abwechslung beim Essen bei Appetitmangel viel wesentlicher als bei gutem Appetit“.

Und auch das Auge isst noch mit, auch wenn es vielleicht nicht mehr so gut funktioniert. Umso wichtiger sind Kontraste. So hat eine britische Studie in einem Krankenhaus ergeben, dass die Verzehrmenge von Speisen auf blauen Tellern von 110 g auf 150 g stieg. Das sind nicht nur satte 36 Prozent mehr pro Patient, sondern für das Krankenhaus auch das stichhaltige Argument, sein gesamtes Geschirr auszuwechseln.

Eine enorme Bedeutung kommt der Essplatzgestaltung in Betreuungseinrichtungen zu. Wer selbst einmal weißen Fisch mit Kartoffelbrei auf einem weißen Teller auf weißer Tischdecke gegessen hat, ist in der Lage sich vorzustellen, wie öde das ausschaut. Dr. Inge Maier-Ruppert hat konkrete Tipps für diskrete Hilfestellungen: „Gut handhabbares Geschirr und Besteck und Farbkontraste auf Tisch und Teller sind enorm wichtig“, so die Beraterin für soziale Einrichtungen, Lappersdorf, auf der VEÖ-Tagung.

Was aber immer im Mittelpunkt stehen sollte, sind die individuellen Aspekte. Essbiografien können sich erheblich unterscheiden. So ist eine Kommunikation mit Bewohnern einer Einrichtung genauso unerlässlich wie Strukturen, die es ermöglichen, im eigenen Rhythmus zu essen. Hier ist eine innerbetriebliche Zusammenarbeit von Pflege, Küche und Service gefragt. Auch das sollte ein Kriterium bei der Suche nach einer passenden Betreuungseinrichtung sein. Viele Einrichtungen sind da schon recht fortschrittlich.
Harald Seitz, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft „Essen & Trinken im Alter – Ratgeber für Pflegekräfte“
Bestell-Nr. 3667, Preis: 7,50 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=3667

Normandie

Schätze der Normandie: Wenn Monsieur zum Calvados bittet  – von Philip Duckwitz

Rot leuchten die Äpfel auf den Feldern allerorts in den Gemeinden des Bezirks Calvados, der in der französischen Normandie liegt. So rauh die Küste hier ist, so malerisch ist das Hinterland. Und Äpfel spielen hier eine wichtige Rolle. Denn wie der Name des Bezirks schon verkündet, kommt hier der berühmte Calvados, das flüssige Gold der Normandie her. Auch die Vorstufe des Apfel-Branntweins, der Cidre, stammt von hier. Und allerorts duftet es nach dem frischen runden Obst, dass reif an den Bäumen hängt.
Monsieur Bedù, den ich hier treffe, ist ein Experte in Sachen Calvados, denn er lebt und liebt diesen Branntwein. Und so ist eine Führung über das Chateáu du Breuil im Herzen der Normandie, nur 30 Kilometer vom bekannten Küstenort Honfleur entfernt, allein schon ein Erlebnis für sich.
Seit nunmehr 20 Jahren beschäftigt sich der aus Saint Quentin in der Picardie stammende Monsieur mit dem flüssigen Gold der Normandie, nachdem er sein Handwerk bei der berühmten Cognac-Brennerei Hennesy gelernt hat und 1994 beschoss, in einer kleineren Destillerie Fuß zu fassen. Seitdem widmet er sich dem Calvados und trägt dessen Ruf in alle Welt, als dass auch dieser hochqualitative Branntwein eine internationale Berühmtheit erlange. So schwärmt Monsieur Bedú vom Calvados, vom Leben in der Normandie und seinen geistreichen Früchten, dass der Funke der Leidenschaft für Land und Leben in der Gegend überspringt zu mir als Reisendem und sich das Gefühl von Bodenständigkeit gepaart mit der Erhabenheit der regionalen Erzeugnisse bei mir ausbreitet.

Vom Apfel in die Flasche – der Weg des Calvados
Und dann will ich es genau wissen: Wie entsteht der Calvados? Gewaschen, gemaischt  und vom Fruchtfleisch getrennt ergibt sich ein Maischesaft, der nach Gärzeit von sechs Wochen bereits 4,5% Alkoholgehalt enthält. Das Fruchtfleisch selbst wird als Viehfutter verwendet. Nur der reine Saft  ist Grundstoff für den hier produzierten Calvados, denn würde man Zucker hinzugeben, verlöre der Saft an Bukett. Mit viel Geduld, genauer Überwachung des Gärungsprozesses und einer gehörigen Portion Erfahrung des Kellermeisters wird zunächst Cidre aus dem Saft. Erst jetzt, so lerne ich, beginnt die Destillation, die zweimal vollzogen wird, bevor aus 27 Kilo Äpfeln schließlich 20 Liter zur Reife bereitstehender Calvados entsteht. In Eichenfässern, deren Auswahl, Maße und Qualität von besonderer Bedeutung sind, lagert der Calvados nun bis zu 20 Jahre. Je jünger und kleiner das Fass ist, desto schneller verläuft der Reifeprozess, denn desto mehr Branntwein tritt in Verbindung mit dem Holz.  Junge Calvados-Sorten werden daher vom Kellermeister oft in neue Fässer gefüllt, bevor sie später in alten Fässern zu Ende reifen können, sie „wandern“ also regelmäßig von einem Fass zu anderen.
Bereits berauscht von den Erläuterungen des Monsieur Bédu wandle ich durch die düsteren Lagerhallen, in denen mir der moderig-ehrwürdige Duft alter Eichenfässer entgegenschlägt. Fässer, so weit das Auge reicht, gefüllt mit flüssigem Gold in verschiedenen Stadien denke ich bei mir. Und   ein Duft reifen Calvados strömt in meine Nase, als der Monsieur eines der Fässer öffnet um ein Stück Lebensgefühl in die Luft entweichen zu lassen. Holz, Luft und Alkohol verbinden sich hier zu einer wunderbaren Mischung, die mit Geduld und Leidenschaft des Kellermeisters zu einem flüssigen, geistreichen Elixier werden. Vermählung nennt man es hier, wenn der Meister junge und alte Branntweine wie bei einer Hochzeit zu einer erlesenen Sorte Calvados verbindet.

Ist das geistreiche Getränk der Normandie dann endlich zur Abfüllung bereit, wird es in handversiegelten Flaschen ausgeliefert. Ich schaue zu, wie der Korken dabei geschickt um die Flasche gebunden und in die Versieglung integriert wird, damit er nicht verloren geht.

Probieren geht über studieren – eine Verkostung ist mehr als tausend Worte
Je älter ein Calvados ist, desto vollmundiger, abgerundeter und weniger nach Alkohol schmeckend wird er. Und wieder treffe ich auf die Zahl fünf, denn fünf Reifegrade werden im Chateau du Breuil in Flaschen abgegeben. Der einjährige Calvados ist nicht trinkbar und fast reiner Schnaps. Aber der acht-, zwölf-,  fünfzehn- und zwanzigjährige Calvados sind ein Hochgenuss mit Steigerung nach Altersklasse. Charakterisiert sich der 8-jährige noch als eine Komposition aus kräftigen Parfums der Normandie und komplexen Aromen, aus Haselnuss und Mandeln mit Vanille-Abrundung, so kennzeichnet den 12-jährigen als guten Kompromiss zwischen 8 und 15 Jahren ein weiches voll-fruchtiges Tannin, das ihm eleganz verleiht. Angekommen beim 15-jährigen Calvados erkennt man den subtilen Geschmack nach Apfel wieder, der erst in seinem Abgang von holzigen Aromen der Eichenfässer dominiert wird. Der 20 jährige Calvados schließlich eröffnet sich mir wie ein Tor zum Himmel. Die angenehme Bernsteinfarbe verspricht bereits den Genuss reichhaltiger und ausgewogener Aromen, deren Fruchtigkeit und Eleganz bei mir auf der Zunge ein wahres Wohlgefühl auslöst. Keine Spur von erkennbarem Alkoholgehalt hinterlässt diese Krönung der Calvados-Produktion trotz seiner 41% bei mir. Wohlig ist derAbgang, ein Getränk für warme Kaminabende im Winter, wenn man den Sommer in der Normandie Revue passieren lassen möchte.

Ja und natürlich gibt es noch verschiedene Sorten, die veredelt wurden, mit Schokolade als exzellente Komposition, mit Whiskey als Zugeständnis an alle Unentschlossenen zwischen Schottland und Frankreich, oder solche Calvados-Sorten, die als Mixgrundlage für Cocktails gut geeignet sind. Nicht zuletzt ist der Pommeau, ein aus vergorenem Apfelsaft und Calvados kreiertes Getränk ein hervorragender Aperitif.

Die Umgebung – Honfleur und Deauville als malerische Seebäder der Normandie
Nach so vielen Freuden flüssigen Goldes zieht es mich zur Erkundung der Gegend rund um das Chateau du Breuil. So besuche ich am Nachmittag das kleine und beliebte Städtchen Honfleur mit seinem malerischen Yachthafen, umrahmt von dicht zusammengedrängten Häuschen, die bunt und anmutig daherkommen. Enge, verwinkelte Gassen, in denen sich Galerien und Kunsthäuser jeder Ausrichtung finden, gepaart mit Angeboten süßester und geistreichster Leckereien aus der normannischen Gastronomie und zahlreiche größere und kleinere Cafès und Restaurants prägen das Stadtbild dieser Hafenstadt, von der ausgehend einst die Seeleute zur Entdeckung des kanadischen Quebecs aufbrachen. In der Sonne dieses herbstlichen Nachmittags flanieren Besucher entspannt an den Ufern des Hafens, genießen das Flair des Seebads, das auch zu dieser Jahreszeit zu einem erholsamen Spaziergang an seinen Ufern einlädt.

Der Markt rund um das Hafenbecken ist eine Augenweide für Leib und Magen. Frischer Meeresfang, Jakbobsmuscheln, Lobster, Seebrassen oder Rochen liegen lachen den Kulinariker an. Fleisch, Wurst und vor allem Käsesorten der Normandie füllen die Stände, dass sich die Balken biegen. Im Land der guten Küche verwundert es mich kaum, dass die Schätze des Meeres und die Spezialitäten des Lands allerorts in höchster Qualität zu finden sind.

Auch mein nächstes Ziel, Deauville, zeigt sich in der Sonne des Oktobers von seiner besten Seite. Weiß glänzend erhebt sich das Städtchen über seinem prachtvollen Yachthafen. Das Flüsschen Toques ist zu dieser Ze
it gerade ob seiner Nähe zum Ärmelkanal auf Ebbe und die Gezeiten rufen ein lustiges Bild des Flusses hervor, denn alle Schiffe liegen nun buchstäblich auf dem Trockenen. Bemerkenswert ist auch die breite Promenade am Strand, die zu einem ausgedehnten Flanieren am Meer einlädt. Dabei fällt mir als interessantes Detail des Badestrandes auf, dass die Umkleidehäuschen nach berühmten Film-Schauspielern aus aller Welt benannte sind.

Mondän geht es auch zu, als hier die alljährlich im Oktober stattfindende Oldtimer-Rally Paris-Deauville in dem Küstenort eintrifft und sich ein alter Wagen schöner als der andere durch die herausgeputzten Straßen schiebt. Da sieht man blitzendes Chrome, herrlich geschwungene Karosserien und Kostüme der 20er und 30er-Jahre passend zum Baujahr der Fahrzeuge. Damen die zu Diven werden, Autonarren und dekadente Jetsetter füllen die Straßen und verleihen dem Ort das Flair, dessen Ruf ihm vorauseilt. Ein kleiner Badeort mit Weltklasse.
Gesäumt von kleinen Bars und Cafès bietet das Stadtufer mir als Reisendem einen erholsamen Abschluss des Tages im goldgelben Sonnenlicht des Abends, golden wie der Calvados, den ich zuvor genossen habe, denke ich bei mir, bevor ich diesen eindrucksvollen Aufenthalt in der Normandie beende.

Kurz notiert:

Wie kommt man hin?
Empfehlenswert für eine entspannte Anreise ist eine Anfahrt über Paris mit dem Thalys (ab Köln oder München) und eine Weiterfahrt mit dem TGV direkt nach Deauville. Hier empfiehlt es sich, ein Auto zu mieten, um die Gegend zu erkunden, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erobern ist. Nicht empfehlenswert ist eine Anreise von Deutschland mit dem eigenen Auto, da so neben den in Frankreich hohen Kraftstoffkosten auch die extrem teuren Autobahngebühren anfallen.

Unterkunft rund um Breuil-en-Auge
Über den Hügeln der En-Auge am Randes Dorfs Pierrefitte En-Auge liegt das Anwesen „La Chaumiere Chemin de la Cóte Blanche“, das von dem Ferienhausbetreiber Belvilla vermietet wird. Dieses malerische Haus im normannischen Fachwerk-Stil ist ein mietbares Schmuckstück für bis zu 4 Personen und bietet zudem ein riesiges Grundstück am Sonnenhang. Diese Unterkunft ist zu empfehlen, wenn man echtes, normannisches Flair sucht.
http://www.belvilla.de/ferienhaus/pierrefitte-en-auge-kinder-see-4-personen-FR-14130-16  

Essen und Trinken
Ein wahrhaftiger Restaurant-Tipp ist das familiengeführte Haus „le Comptoir la Table“. Hier erlebt der Gast nicht nur original französisches Flair gepaart mit echter Gastfreundschaft und Offenherzigkeit. Nicht zuletzt sorgt auch der quirlige Küchenchef, der sehr an einen bekannten, französischen Schauspieler der 70er Jahre erinnert, für eine positive Stimmung unter den Gästen.
Die frische Küche des Restaurants bietet vor allem Muschel- und Fischprodukte aus der Region, wie Jakobsmuscheln oder Hummer. Die Wohnzimmer-artige Einrichtung der Speisedestination sorgt zudem für eine heimelich-wohlige Atmosphäre.
http://tinyurl.com/8qsqp8s  

Excellent ist das Restaurant „Le Dauphin“ in Breuil en Auge unweit des Chatéau du Breuil. Der liebevoll eingerichtete Gastraum und die hochklassige Küche des Spitzenkochs Regis Lecomte, der das Gault Millau-Restaurant führt, lassen beim Gast keinen Wunsch offen und spiegelt hervorragend die normannische Küche der Region wieder.
http://www.ledauphin-restaurant.com/

Das Chateau du Breuil en Auge
Das Cahteau du Breuil und die Calvados-Produktion können täglich eingehend und in vollem Umfang besichtigt werden. Täglich geöffnet von 9-12 und 14-18 Uhr ist das Schloss ganzjährig (außer an Weihnachten) geöffnet.
www.chateau-breuil.fr

Sebastian Kirch

34.Nachwuchswettbewerb des Köche-Club Gelsenkirchen e.V. unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Frank Baranowski der Stadt Gelsenkirchen.

Um die kulinarische Wette ging es für fünf angehende Köche in der Schulküche des Berufskollegs. Mit einem Budget von 50 Euro musste ein 3-Gang-Menü für 6 Personen kreiert werden unter den Vorgaben eines Warenkorbes. Rund 30 geladene Gäste, durften im festlich eingedeckten Restaurant Platz nehmen und sich von den Teilnehmern umsorgen lassen. Drei Juroren vom Fach, unter ihnen Hermann Marks (Hotel Maritim Gelsenkirchen), Tanja Murnik (Küchenmeisterin und Sieger des Wettbewerbes 1989) und Ludger Jaeger (Gelsenkirchener Werkstätten) warfen ein strenges Auge auf die Fertigkeiten der Zöglinge. Bewertet wurden Sauberkeit, Arbeitstechnik und Kreativität bei der Zubereitung des Menüs. Auf den Prüfstand kamen natürlich auch Geschmack und Anrichteweise – schließlich sollten ebenso Auge und Gaumen verwöhnt werden. Auch wenn die Gäste mit sämtlichen Menüs kulinarisch bestens bedient waren, überzeugte Sebastian Kirch vom Heiner´s in Gelsenkirchen–Horst die Juroren am meisten: mit Zucchini-Frischkäseröllchen mit Auberginenmus, Schweinemedaillons im Seranoschinkenmantel
auf gebratenen Spargel, Bärlauchrahm, Tandoori-Kartoffeln und als Abschluss ein Schokoladenmus mit Ananas-Mango-Chilly-Chutney.

Die Plätze 2 und 3 belegten Manuel Pleger und Konrad Rose vom Hotel Courtyard by Marriott in Gelsenkirchen. Der Wettbewerb wurde gefördert von der hiesigen Volksbank Ruhr-Mitte.

Parallel fand der METRO-CUP des Berufskollegs Königstraße in Gelsenkirchen für die Hotel- und Restaurantfachkräfte statt. Sieben angehende Hotel- und Restaurantfachleute zeigten ihr Können im Eindecken und Dekorieren der Gästetische und den Service für die geladenen Gäste, sowie das Mixen von Cocktails für den Empfang.

Federführend unter der Leitung des Studiendirektors Friedrich Gabel ging der 1.Preis an Sadeddin Taskin vom Hotel Courtyard by Marriott Gelsenkirchen. Die Siegerehrung nahmen Heinrich Wächter (Vorsitzender des Köche-Club Gelsenkirchen e.V.), Friedrich Gabel (Studiendirektor am Berufskolleg GE), Georg Lechner (Volksbank Ruhr Mitte) und Ruben Quassowski (Geschäftsleiter METRO Recklinghausen) vor.

Calvados ist das Gold der Normandie

Es duftet nach frischen Äpfeln, die Luft ist erfüllt von einem
berauschenden Geruch, als ich vor den riesigen Bergen aufgehäufter Früchte
stehe, die rot und grün in der Morgensonne glänzen. Hier auf dem Anwesen
des Chateau du Breuil unweit des kleinen französischen Seebads Deauville
mitten in der Normandie.  Hier in der Region dreht sich alles um den Apfel
und seine Verarbeitung zu flüssigen Genüssen. Seit 1954 produziert die
Familie Bizouard hier Calvados auf dem Chateau du Breuil, das als Schloss
aus dem 16. Jahrhundert mitten im Pays d`Auge französischer und typischer
nicht sein könnte. Das markante Adels-Anwesen in normannischer Fachwerk-
Bauweise mit riesigem Schlosspark liegt beschaulich in einer frischen, von
Flüssen und Bächen durchzogenen Hochebene. Satte, grüne Wiesen, kleine,
malerische Dörfer und weite Apfelplantagen durchziehen die Gegend. 42
Hektar Anbaufläche gehören zum Chateau, das mild-feuchte Klima und  der
nährstoffreiche Boden sind die ideale Umgebung für den Anbau der fünf
Apfelfamilien, aus denen der Calvados erzeugt wird. Die bitteren, süßen,
sauren, säuerlichen und die bitter-süßen Äpfel sind es, die später für die
unterschiedlichen Qualitäten des Cidre und des Calvados aus dieser Gegend
verantwortlich sind erklärt mir Monsieur Bèdu , der Direktor der Calvados-
Produktion des Chateau du Breuil. Seine Begeisterung für die kleine runde
Frucht und deren vielfältige Verarbeitung spingt auf uns über, die kleine
Gruppe von Medienfüchsen, die sich aufmachte, um zu sehen, wie aus Obst
Gold gemacht wird in der Normandie.

Vom Baum in die Flasche – Wege eines Apfels in der Normandie
Und so stehe ich staunend vor dem riesigen Berg frisch geernteter Äpfel,
die mit schweren Maschinen von  den Bäumen geschüttelt und anschließend
eingesammelt und hierher zum Chateau zur Verarbeitung gebracht werden. Reif
zur Ernte sind die Äpfel, wenn sie beginnen zu Boden zu fallen.
Gewaschen, gemaischt  und vom Fruchtfleisch getrennt ergibt sich ein
Maischesaft, der nach Gärzeit von sechs Wochen bereits 4,5% Alkoholgehalt
enthält. Das Fruchtfleisch selbst wird als Viehfutter verwendet. Nur der
reine Saft  ist Grundstoff für den hier produzierten Calvados, denn würde
man Zucker hinzugeben, verlöre der Saft an Bukett. Mit viel Geduld, genauer
Überwachung des Gärungsprozesses und einer gehörigen Portion Erfahrung des
Kellermeisters wird zunächst Cidre aus dem Saft. Erst jetzt, so lerne ich,
beginnt die Destillation, die zweimal vollzogen wird, bevor aus 27 Kilo
Äpfeln schließlich 20 Liter zur Reife bereitstehender Calvados entsteht. In
Eichenfässern, deren Auswahl, Maße und Qualität von besonderer Bedeutung
sind, lagert der Calvados nun bis zu 20 Jahre. Je jünger und kleiner das
Fass ist, desto schneller verläuft der Reifeprozess, denn desto mehr
Branntwein tritt in Verbindung mit dem Holz.  Junge Calvados-Sorten werden
daher vom Kellermeister oft in neue Fässer gefüllt, bevor sie später in
alten Fässern zu Ende reifen können, sie „wandern“ also regelmäßig von
einem Fass zu anderen.
Bereits berauscht von den Erläuterungen des Monsieur Bédu wandle ich durch
die düsteren Lagerhallen, in denen mir der moderig-ehrwürdige Duft alter
Eichenfässer entgegenschlägt. Fässer, so weit das Auge reicht, gefüllt mit
flüssigem Gold in verschiedenen Stadien denke ich bei mir. Und   ein Duft
reifen Calvados strömt in meine Nase, als der Monsieur eines der Fässer
öffnet um ein Stück Lebensgefühl in die Luft entweichen zu lassen. Holz,
Luft und Alkohol verbinden sich hier zu einer wunderbaren Mischung, die mit
Geduld und Leidenschaft des Kellermeisters zu einem flüssigen, geistreichen
Elixier werden. Vermählung nennt man es hier, wenn der Meister junge und
alte Branntweine wie bei einer Hochzeit zu einer erlesenen Sorte Calvados
verbindet.

Ist das geistreiche Getränk der Normandie dann endlich zur Abfüllung
bereit, wird es in handversiegelten Flaschen ausgeliefert. Ich schaue zu,
wie der Korken dabei geschickt um die Flasche gebunden und in die
Versieglung integriert wird, damit er nicht verloren geht.

Probieren geht über studieren – eine Verkostung ist mehr als tausend Worte
Je älter ein Calvados ist, desto vollmundiger, abgerundeter und weniger
nach Alkohol schmeckend wird er. Und wieder treffe ich auf die Zahl fünf,
denn fünf Reifegrade werden im Chateau du Breuil in Flaschen abgegeben. Der
einjährige Calvados ist nicht trinkbar und fast reiner Schnaps. Aber der
acht-, zwölf-,  fünfzehn- und zwanzigjährige Calvados sind ein Hochgenuss
mit Steigerung nach Altersklasse. Charakterisiert sich der 8-jährige noch
als eine Komposition aus kräftigen Parfums der Normandie und komplexen
Aromen, aus Haselnuss und Mandeln mit Vanille-Abrundung, so kennzeichnet
den 12-jährigen als guten Kompromiss zwischen 8 und 15 Jahren ein weiches
voll-fruchtiges Tannin, das ihm eleganz verleiht. Angekommen beim 15-
jährigen Calvados erkennt man den subtilen Geschmack nach Apfel wieder, der
erst in seinem Abgang von holzigen Aromen der Eichenfässer dominiert wird.
Der 20 jährige Calvados schließlich eröffnet sich mir wie ein Tor zum
Himmel. Die angenehme Bernsteinfarbe verspricht bereits den Genuss
reichhaltiger und ausgewogener Aromen, deren Fruchtigkeit und Eleganz bei
mir auf der Zunge ein wahres Wohlgefühl auslöst. Keine Spur von erkennbarem
Alkoholgehalt hinterlässt diese Krönung der Calvados-Produktion trotz
seiner 41% bei mir. Wohlig ist derAbgang, ein Getränk für warme Kaminabende
im Winter, wenn man den Sommer in der Normandie Revue passieren lassen
möchte.

Ja und natürlich gibt es noch verschiedene Sorten, die veredelt wurden, mit
Schokolade als exzellente Komposition, mit Whiskey als Zugeständnis an alle
Unentschlossenen zwischen Schottland und Frankreich, oder solche Calvados-
Sorten, die als Mixgrundlage für Cocktails gut geeignet sind. Nicht zuletzt
ist der Pommeau, ein aus vergorenem Apfelsaft und Calvados kreiertes
Getränk ein hervorragender Aperitif.

Die Umgebung – Honfleur und Deauville als malerische Seebäder der Normandie
Nach so vielen Freuden flüssigen Goldes zieht es mich zur Erkundung der
Gegend rund um das Chateau du Breuil. So besuche ich am Nachmittag das
kleine und beliebte Städtchen Honfleur mit seinem malerischen Yachthafen,
umrahmt von dicht zusammengedrängten Häuschen, die bunt und anmutig
daherkommen. Enge, verwinkelte Gassen, in denen sich Galerien und
Kunsthäuser jeder Ausrichtung finden, gepaart mit Angeboten süßester und
geistreichster Leckereien aus der normannischen Gastronomie und zahlreiche
größere und kleinere Cafès und Restaurants prägen das Stadtbild dieser
Hafenstadt, von der ausgehend einst die Seeleute zur Entdeckung des
kanadischen Quebecs aufbrachen. In der Sonne dieses spätherbstlichen
Nachmittags flanieren Besucher entspannt an den Ufern des Hafens, genießen
das Flair des Seebads, das auch zu dieser Jahreszeit zu einem erholsamen
Spaziergang an seinen Ufern einlädt.
Auch mein nächstes Ziel, Deauville, zeigt sich in der Abendsonne des
Oktobers von seiner besten Seite. Weiß glänzend erhebt sich das Städtchen
über seinem prachtvollen Yachthafen. Das Flüsschen Toques ist zu dieser
Zeit gerade
ob seiner Nähe zum Ärmelkanal auf Ebbe und die Gezeiten rufen
ein lustiges Bild des Flusses hervor, denn alle Schiffe liegen nun
buchstäblich auf dem Trockenen. Bemerkenswert ist auch die breite Promenade
am Strand, die zu einem ausgedehnten Flanieren am Meer einlädt. Dabei fällt
mir als interessantes Detail des Badestrandes auf, dass die
Umkleidehäuschen nach berühmten Film-Schauspielern aus aller Welt benannte
sind. Gesäumt von kleinen Bars und Cafès bietet das Stadtufer mir als
Reisendem einen erholsamen Abschluss des Tages im goldgelben Sonnenlicht
des Abends, golden wie der Calvados, den ich am Morgen genossen habe, denke
ich bei mir, bevor ich diesen eindrucksvollen Aufenthalt in der Normandie
beende. Philip Duckwitz

Tipps und Nützliches:

Wie kommt man hin?
Empfehlenswert für eine entspannte Anreise ist eine Anfahrt über Paris mit
dem Thalys (ab Köln oder München) und eine Weiterfahrt mit dem TGV direkt
nach Deauville. Hier empfiehlt es sich, ein Auto zu mieten, um die Gegend
zu erkunden, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erobern ist.
Nicht empfehlenswert ist eine Anreise von Deutschland mit dem eigenen Auto,
da so neben den in Frankreich hohen Kraftstoffkosten auch die extrem teuren
Autobahngebühren anfallen.

Essen und Trinken
Ein wahrhaftiger Restaurant-Tipp ist das familiengeführte Haus „le Comptoir
la Table“. Hier erlebt der Gast nicht nur original französisches Flair
gepaart mit echter Gastfreundschaft und Offenherzigkeit. Nicht zuletzt
sorgt auch der quirlige Küchenchef, der sehr an einen bekannten,
französischen Schauspieler der 70er Jahre erinnert, für eine positive
Stimmung unter den Gästen.
Die frische Küche des Restaurants bietet vor allem Muschel- und
Fischprodukte aus der Region, wie Jakobsmuscheln oder Hummer. Die
Wohnzimmer-artige Einrichtung der Speisedestination sorgt zudem für eine
heimelich-wohlige Atmosphäre.
http://tinyurl.com/8qsqp8s  

Unterkunft rund um Deauville
da man im Chateau du Breuil leider nur auf Einladung nächtigen kann,
empfiehlt es sich ein Hotel im nahegelegenen Ort Pont L´Eveque zu suchen.
Hier bietet sich das Hotel „Lion d òr“ an, das mit seine warmen Atmosphäre
und seinem traditionell-warmen Flair der Region für ein zufriedenes
Übernachtungs-Erlebnis beim Gast sorgt.
www.leliondorhotel.com

Das Chateau du Breuil en Auge
Das Cahteau du Breuil und die Calvados-Produktion können täglich eingehend
und in vollem Umfang besichtigt werden. Täglich geöffnet von 9-12 und 14-18
Uhr ist das Schloss ganzjährig (außer an Weihnachten) geöffnet.
www.chateau-breuil.fr

PETER MARIA SCHNURR

Zurück aus der kreativen Sommerpause überrascht Sterne-Koch Peter Maria Schnurr, Patron und Chef im Gourmet-Restaurant FALCO im The Westin Leipzig nach seinem Kochbuch „cuisine passion légère©“, mit einem neuen Highlight für 2013: DER! Kalender – Kochkunst und bildende Kunst im Dialog.

Peter Maria Schnurr, der Sternekoch, und Ralf Müller, der Fotograf, begegnen sich auf Augenhöhe und treten in einen fruchtbaren Dialog. Ein Fest für die Sinne, das sich in 12 Bildern Monat für Monat aufs Neue begehen lässt. Peter Maria Schnurr, der sich mit seiner „cuisine passion légère©“ inzwischen weit über die Grenzen Leipzigs hinaus einen klangvollen Namen gemacht hat, bereitet Gerichte zu, die kunstvoll zu nennen, noch untertrieben erscheint. Dem steht der Fotograf in nichts nach. Er zieht alle Register der Inszenierung und zeigt somit außergewöhnliche völlig neue Bildkompositionen.
DER! Kalender spiegelt einen Dialog zwischen den angerichteten Speisen und den Kompositionen wider. Eine unterhaltsame Zwiesprache! Auch nach dem 12. Blatt hat sich der Betrachter noch nicht satt gesehen und ist überrascht, dass die Fortsetzung allenfalls von vorn beginnen kann. Was erzählen denn die in jeder Hinsicht bestechenden Kompositionen? Die Wahrheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters!

Ein hochwertiger Hingucker ist es allemal: Schnurr 2013. Und ein repräsentatives Geschenk sowieso.
Limitierte Auflage jeweils mit Rezeptbox / Einzelpreis 49,80 EUR / Preis bei Abnahme ab 25 Stück: 34,51 EUR inkl. individuellen Logoeindrucks auf der Titelseite
420 x 670 mm

DER! Kalender ist im Gourmet-Restaurant FALCO – gern mit persönlicher und individueller Widmung – sowie online unter www.rmfd.de erhältlich.

Daniel Dal-Ben

Dritter Fischmarkt der Saison!

Auch im Juni heißt es am Tonhallenufer wieder kulinarische Delikatessen soweit das Auge reicht. Am Sonntag, 3. Juni 2012 von 11.00 bis 18.00 Uhr haben Gäste des Düsseldorfer Fischmarktes wieder die Chance die besondere Atmosphäre am Tonhallenufer zu genießen.

Das vielseitige Angebot reicht von frischem Obst über die verschiedensten Fischprodukte bis hin zu original italienischen Backwaren. Für den richtigen Fischmarktflair sorgen auch im Juni die Marktschreier u.a. Karl Bauer und Peter van den Bergh, die ihre Produkte lauthals an den Mann bzw. Frau bringen. Nach seiner erfolgreichen Premiere wird Sternekoch Daniel Dal-Ben vom Restaurant „Tafelspitz 1876“ nun zum zweiten Mal seine außergewöhnliche Delikatesse, die Hummerweißwurst anbieten.

Wie jedes Mal wird es auch beim dritten Fischmarkt der Saison wieder zahlreiche Schmuck- und Kunsthandwerkstände geben. Neben Lavendelprodukten und einem großen Angebot an vielfältigen Lederprodukten, gibt es auch Schals in den verschiedensten Variationen.

Ort
An der Rheinterrasse, Tonhallenufer
Öffentliche Verkehrsmittel: Linie U70 und U74 bis U77

Sensation ist zurück!

Die Sensation macht auf ihrer Welttournee 2012 erneut Halt in Deutschland. Die Düsseldorfer Esprit Arena ist einmal mehr Austragungsort des „World leading Dance Events“.

Was 2000 in der Amsterdam Arena begann ist längst ein weltweiter Zirkus geworden. Zehntausende Menschen vereint in weiß inmitten einer spektakulären Show aus elektronischer Musik, Licht, Dekoration und Performance. Die besten DJs der Welt zeigen ihr Können, wenn der niederländische Dance-Music-Gigant ID&T die Stadien und Arenen dieser Welt in pulsierende, bombastische Clubs verwandelt. Allein 2012 gastiert die Sensation in 18 verschiedenen Ländern auf 4 Kontinenten.

Der Ticketverkauf hat am 22.05.2012 auf Eventim und an allen bekannten Vorverkaufsstellen begonnen. Seitdem 26.05.2012 können die Tickets auch auf Sensation erworben werden. Das reguläre Ticket kosten 75,-€ zzgl. Gebühren, wer es chicer haben will, kann sich für 150,-€ zusätzlich Zugang zum Deluxe Floor mit separatem DJ Line Up verschaffen.

Sind Mohnbrötchen harmlos?

Der tiefrote Klatschmohn kann durchaus berauschend wirken, als intensives, aber harmloses Freudenfest fürs Auge. Im Gegensatz dazu löst der Schlafmohn ganz andere Zustände aus. Die Zeitschrift daheim in Deutschland aus dem Verlag Reader’s Digest widmet sich in ihrer Juni/Juli-Ausgabe ausführlich den Mohnblumen und klärt auf, wo der große Unterschied zwischen dem Klatschmohn und dem Schlafmohn liegt.

Der Klatschmohn gilt allenthalben als Bote des Frühsommers. Ob in Getreidefeldern oder auf Wiesen, am Straßenrand oder auf Schuttplätzen: Wo der Boden warm ist, macht sich die Mohnblume breit, treibt ihre Wurzeln tief in die Erde und erreicht eine Höhe von bis zu 90 Zentimetern. Da ihre Stängel wie auch ihre Blätter leicht behaart sind, bleiben sie manchmal im Fell von Tieren hängen, die so auch zu ihrer Verbreitung beitragen. Wer Klatschmohn pflückt, hat wenig Freude daran, weil seine Blüten innerhalb kürzester Zeit verwelken. Bis in den August treibt die Pflanze immer neue Blüten aus und verwandelt Wiesen in rote Tupfenfelder. Der Fruchtknoten, der zur kugeligen Kapsel reift, enthält ölhaltigen Samen, die vom Wind verstreut werden. Zwar enthält der Milchsaft des Klatschmohns leicht giftige Alkaloide, die früher als Heilmittel verwendet wurden und bei zu hoher Dosierung Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Aber Opiate, wie man sie im rosa bis violett blühenden Schlafmohn findet, beinhaltet er nicht.

Im Unterschied zum Klatschmohn birgt Schlafmohn deutlich größere Gefahren. In Deutschland fällt der Schlafmohn unter das Betäubungsmittelgesetz und darf nur mit Sondergenehmigung der Bundesopiumstelle in Bonn angebaut werden. Denn der weiße Milchsaft, der austritt, wenn man die unreifen Kapseln anritzt, enthält rund 40 Alkaloide, darunter Codein und Morphin. Im getrockneten Zustand sind diese Stoffe besser als Opium bekannt. Sie können eine berauschende Wirkung entfalten, die zu Euphorie, Unlust und Panik führen. Bei Überdosierung kann der Konsum auch zum Tod führen. Die größten Anbaugegenden für Schlafmohn sind derzeit Asien, Australien, Afghanistan, die Türkei und einige Balkanländer. Auch im österreichischen Waldviertel wird Schlafmohn kultiviert, aber weder als Droge noch für medizinische Zwecke. Dort werden die aromatischen Samen vielmehr zu Öl gepresst oder in Gerichten wie Mohnstrudel verbacken. Übrigens: Wer zum Frühstück gerne ein Mohnbrötchen isst, muss sich keine Sorgen machen. Die schwarzen Körnchen, die Samen der Mohnpflanze, gelten als harmlos. Ganz frei von Opiaten sind sie aber auch nicht. „Wer drei Stück Mohnkuchen verdrückt hat, sollte besser nicht in eine Polizeikontrolle geraten“, meint Wilhelm Schinkel von der Bundesopiumstelle in der neuen Ausgabe von daheim in Deutschland.Das Ergebnis einer Urinprobe könnte den Autofahrer in Erklärungsnot bringen.

Dracula – Ein Abend mit Biss

Gruseln kann so komisch sein! Im alten Murnau-Theater steht die Aufführung des Stücks „Dracula“ auf dem Spielplan. Doch kaum haben die Gäste Platz genommen, verwischen die Grenzen zwischen Schein und Sein. Plötzlich sind Sie mittendrin in einer aberwitzigen wie schaurig-komischen Geschichte. Geführt von Draculas Gehilfen Renfield besuchen Sie den Vampirgrafen auf seinem Schloss, reisen mit ihm nach London in den vornehmen Royals Club und in das verrufene Nachtlokal „Rote Höhle“.

Sie lernen den jungen Immobilienmakler Jonathan Harker kennen, unterziehen sich den Vampirtests von Sadie van Helsing und bangen um die schöne Mina. Denn auf die hat Dracula ein Auge geworfen. Ein guter Rat: Passen Sie auf Ihre Hälse auf … Seien Sie hautnah dabei, wenn Ihnen das aufmerksame Servicepersonal der Villamedia zwischen den Szenen ein fantastisches 4-Gang Menü serviert und die Akteure Sie immer wieder ‚mal in die Geschichte einbeziehen. Kartenpreis: € 69,- inkl. 4-Gang Menü und Show

Wann: Freitag 30.03.2012
Einlass: 17.30 Uhr Beginn: 18.00 Uhr
Karten nur im Vorverkauf: www.villamedia-eventlocation.de

78 Cent Hotel

Alles weiß wie Schnee im 78 Cent Hotel
Bei Gott ist alles möglich! Auch das 78 Cent Hotel. Wer in nächster Zeit eine Reise nach Chicago plant, sollte unbedingt ein Auge auf das Designer Hotel Public Chicago werfen. Ab dem 12. Januar werden dort 90 Tage lang Nacht für Nacht 3 Zimmer für jeweils 78 Cent oder 1 Dollar die Nacht verkauft. Es gilt das Windhundprinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Um zu buchen, musst Du diese Website bei-gott-ist-alles-moeglich.blogspot.com/2012/01/78-cent-… suchen. Wer sich registriert, erfährt dann angeblich per email, wie und wann man diese preiswerten Zimmer buchen kann.

Hotels findet man sehr günstig bei booking.com oder im Hotelpreisvergleich

Niederländische Fleischer ohne Fleisch

Niederländische Flexitarier sind inzwischen auch bei den Metzgern des Landes gut aufgehoben. Was zunächst seltsam klingt, ist Ergebnis einer Untersuchung der holländischen Umweltorganisation „Natuur und Milieu“.

43 Prozent der niederländischen Fleischer verkaufen auch fertige Mahlzeiten ohne Fleisch. Ein Viertel von ihnen hält den Verzehr von weniger Fleisch für Mensch und Umwelt für sinnvoll.
Sie wollen die Verbraucher vor allem dazu motivieren, weniger aber besseres Fleisch zu essen. Verständlicherweise sind ihnen dabei vor allem die „Kiloknallers“ ein Dorn im Auge, also Lockangebote vieler Discounter, die weniger wertvolle Teilstücke zu Dumpingpreisen verkaufen.

Der Trend zum Flexitarier und damit zu einem sehr maßvollen, auf Tierschutz bedachten und sehr qualitätsbewussten Fleischesser ist einer der Trends für 2012. Übrigens: Selbst bei 23 Prozent der befragten Metzger kommt wenigstens einmal pro Woche kein Fleisch auf den Tisch.
Britta Klein, www.aid.de

www.ikbenflexitarier.nl