Neue und alte Glanzlichter in Deutschlands Osten

Neue und alte Glanzlichter in Deutschlands Osten

Kultur-Happening zwischen neuem und altem Deutschland – die temporäre Kunsthalle in Berlin

Sie ist vergänglich, selbst ein Kunstwerk und steht auf historisch bedeutendem Pflaster – die temporäre Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz ist in vieler Hinsicht außergewöhnlich: 500 Jahre lang stand hier das zunächst als Renaissance-Burg gegründete und dann mehrfach umgebaute Stadtschloss als Wahrzeichen Berlins, bis die DDR das im 2. Weltkrieg stark zerstörte Gebäude als Symbol des „alten Deutschland“ abreißen ließ. Später sollte der „Palast der Republik“ als offenes Kulturhaus an seiner Stelle der Welt die rosige Seite des Sozialismus zeigen. Nach seinem Abriss beschloss der Deutsche Bundestag 2007 den Wiederaufbau des alten Stadtschlosses, das zusammen mit der gegenüberliegenden Museumsinsel als Freistätte von Kunst, Wissenschaft und Kommunikation die neue alte Mitte Berlins beleben soll. Zur Überbrückung ist die sehr moderne temporäre Kunsthalle entstanden: Die Außenfassade wird durch wechselnde Künstlerprojekte gestaltet. Innen sind noch bis zum 18. März die Installationen von Simon Starling zu sehen. Im Zentrum seiner Ausstellung „Under Lime“ stehen Pflanzen und Pflanzendarstellungen, Motoren und Energiehaushalte, physische und kulturelle Transfers.

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