Ricard Camarena

Bombas Gens – Kunst und Kulinarik unter einem Dach

Was 1930 einst als familiengeführte Manufaktur für kleine Maschinerien, industrielle Armaturen und hydraulische Pumpen begann, wird im Frühjahr 2017 als „Bombas Gens Centre d’Art Valencia“ avantgardistische Kunst und exquisite Kulinarik vereinen. Als Tribut an die Historie der Institution wurde der ursprüngliche Name „Bombas Gens“ beibehalten.
Herzstück des neuen Kulturzentrums ist die „Per Amor a l’Art collection“ – eine bedeutende Sammlung von 1.300 Meisterwerken von über 130 verschiedenen Künstlern, darunter Werke berühmter japanischer Fotografen sowie abstrakte und zeitgenössische Kunst. Aber die alte Bombas Gens Fabrik wird viel mehr sein als nur ein Kunsthaus: In einem neu errichteten Nebengebäude werden die „sozialen Aktivitäten“ der Stiftung stattfinden. So steht beispielsweise das WilsonTeam Coordination Centre im Dienste von Morbus Wilson Betroffener und widmet sich vor allem der Forschung.

Die kulinarische Komponente kommt vom valencianischen Sternekoch Ricard Camarena, der mit seinem Michelin-Stern dekorierten Restaurant kurzerhand hier einzieht.

 

Tipps für das perfekte Steak

Kurzgebratenes zum Fest

Kurzgebratenes für das Weihnachtsmenü ist ein ganz
besonderer Genuss. Dabei gehen die Meinungen über das perfekte Steak
auseinander. Besonders beliebt ist ein halb durchgegartes Steak
(medium), das innen butterweich und zart rosa ist und außen eine
Kruste hat. Manche mögen es lieber blutig (rare), andere nur komplett
durchgegart (well done).

Ein Steak auf den Punkt zu bringen ist keine Kunst. Es müssen nur
ein paar Dinge beachtet werden. So sollte das Fleisch Zimmertemperatur
haben, wenn es in die Pfanne kommt. Ansonsten würde es an der
Oberfläche überhitzen und austrocknen, bevor es im Kern heiß genug
ist. Daher ist es wichtig, das Fleisch mindestens 30 Minuten vor dem
Braten aus dem Kühlschrank zu nehmen.

Nun wird ein raffiniertes Öl wie Rapsöl oder Butterschmalz in einer
gusseisernen Pfanne erhitzt. Das Fett muss heiß sein, damit sich eine
Kruste und Röstaromen bilden können und die kurze Bratzeit zum Garen
ausreicht. Das Steak wird mit einem Küchentuch trocken getupft und in
der Pfanne von beiden Seiten scharf angebraten. Beim Wenden sollten
Sie nicht mit der Gabel einstechen, damit kein Fleischsaft verloren
geht. Nach wenigen Minuten ist das Fleisch fertig, wobei die Bratdauer
je nach Art, Größe und Dicke des Stücks variiert. Anschließend
kommt das Fleisch für 5 bis 10 Minuten bei 150 bis 160 Grad in den
vorgeheizten Backofen. So bleibt der Saft erhalten, und es gart noch
etwas nach. Erst kurz vor dem Servieren wird das Steak gewürzt. Denn
beim Braten würde der Pfeffer verbrennen und das Salz dem Fleisch
Wasser entziehen.

Nur wenn die Fleischqualität stimmt, kann ein Steak wirklich
überzeugen. Lassen Sie sich beim Metzger beraten. Das Fleisch sollte
von feinen weißen Fettadern durchzogen sein, damit es saftig und
aromatisch ist. Schweinefleisch muss frisch sein, während Rindfleisch
für zwei bis vier Wochen abgehangen sein sollte. Außerdem ist nicht
jedes Fleisch zum Kurzbraten geeignet. Beim Rind sind Stücke aus
Roastbeef, Filet oder Hüftfleisch zu empfehlen. Filet, Keule und
Rückenkotelett sind beim Lamm mögliche Teile, während beim Schwein
Kotelett, Schnitzel, Nacken und Filet bevorzugt werden.

/Heike Kreutz, www.aid.de/

Christian Le Squer

von Bernhard Steinmann

In der Pariser Avenue George V finden wir das Four Seasons Hotel George V.
Schon nach wenigen Schritten verschluckt uns das luxuriöse Ambiente des Hotels.
Besonders auffallend sind die üppigen Blumenarrangements, die nicht nur Hotelgäste sondern auch Touristen fsziniert betrachten, welche einen Blick in das Innere des Hauses riskieren. Das Personal nimmt dies mit großer Gelassenheit und Stolz entgegen.

Die Blumendekorationen sind nicht nur Kulisse sondern integraler Bestandtteil des Hotels und sorgen für eine wohltuende, heitere Atmosphäre. Die Kreationen verdankt das Hotel der künstlerischen Leitung von Jeff Leatham, geboren in Ogden/Utah in den USA.
Leatham, der seine Laufbahn als Model begann, entdeckte alsbald seine wahre Berufung, die kreative Arbeit mit Blumen, meist in Form majestätischer Bouquets in monumentalen Vasen.
Form, Farbe, aber auch das Bemühen mit scheinbarer Einfachheit einen dramatischen Effekt zu erzeugen, zeichnen seine Arbeiten aus.

Nach einem Gang durch die Lobby gelangen wir zum Restaurant Le Cinq. Es ist uns gestattet, ein paar Innenaufnahmen zu machen. Dies erspart weitreichende Erklärungen zum Ambiente.

Chefkoch ist Christian Le Squer, der in der Bretagne das Licht der Welt erblickt hat.
Bereits im Alter von 14 Jahren kam er auf einem Trawler mit der Küche in Berührung. Er besuchte eine Hotelfachschule und vervollständigte seine Ausbildung in unterschiedlichen Pariser Restaurants. Im Restaurant Lucas Carton, dem Taillevent und im The Ritz konnte er wertvolle Erfahrungen in Gourmetküchen sammeln. Seinen ersten Michelinstern erkochte er im Café de la Paix Restaurant Opera bereits im Jahr 1996. Zwei Jahre später folgte der zweite Stern.

1999 übernimmt Christian Le Squer den Pavillon Ledoyen von Ghislaine Arabian, die 1995 als einzige Frau mit zwei Michelinsternen ausgezeichnet wurde.
2002 wird seine Arbeit mit dem dritten Michelinstern belohnt.
2014 übernimmt Le Squer die Küchenleitung im Restaurant Le Cinq von Éric Biffard. Die Entlassung von Biffard erfolgte sozusagen von einem Tag auf den anderen und wurde in der Presse heftig kritisiert und kommentiert. Doch Le Squer schaffte, was Biffard versagt blieb, er erkochte für das Le Cinq den dritten Michelinstern.

Der Empfang ist herzlich, ja fast familiär. Rasch werden die Plätze eingenommen. Wir entscheiden uns diesmal für das angebotene Menü und den Wein betreffend für einen 2011, Chablis Grand Cru, „Les Clos“ Vincent Dauvissat.

Das Menü:

NOS MISES EN BOUCHE

Ingwersphäre, „Pizza“-Cracker, gefüllte Himbeere
Die Ingwersphäre ist im Wesentlichen von den typischen Scharfstoffen befreit und entfaltet so einen überaus milden Geschmack. Ein insgesamt gelungenen Auftakt.

Burrata

Die Sonderform des Mozzarellas wird von Himbeeren und Basilikum begleitet. Ein fruchtig frisches Vergnügen.

SAVEURS « TERRE ET RIVIÈRE »
anguille fumée / pétales de betterave

Rote Bete, natur und als Crème mit kräftigen Aal-Noten.
Sehr gut, sehr leicht und eindrucksvoll.

LANGOUSTINE BRETONNE RAIDIE
mayonnaise tiède / galette de sarrasin

Hier präsentiert sich uns ein klug austariertes Geschmacksbild.
Die lauwarme Mayonnaise und der Buchweizenchip ergänzen sich perfekt.
Die Tellermalerei ist dabei fast ein Tick zu viel. Vielleicht möchte man nur zeigen, dass nicht nur Avantgardisten diese Kunst beherrschen.

GRATINÉE D’OIGNONS
à la parisienne / contemporaine / version été

Es ist so etwas wie Le Squers Interpretation einer „Zwiebelsuppe“.
Gratinierte Zwiebeln, mal leichte, mal stärkere Röstaromen, Kompott, Essenz und Sphären, ein insgesamt sehr breites Aromenspektrum. Nicht zu vergleichen mit der sattsam bekannten französischen Zwiebelsuppe, die eher deftig und rustikal daherkommt.
Es zeichnet die Hochküche aus, dass aus jedem Produkt ein kulinarisches Gesamtkunstwerk erschaffen werden kann. Genau wegen dieser Momente sitzen wir hier.
Ein grandioses Gericht.

AIGUILLETTE DE DAURADE MI CUITE
douceur de grappa de tomate au gingembre

Das Fischlein ist perfekt gegart und wird von dezenten Säurenoten begleitet. Reduzierte schwarze Oliven, Tomaten, Basilikum, Ingwer, mehr braucht es nicht.
Der natürliche Geschmack steht im Vordergrund dieses leichten Gerichtes.

BOEUF « BLACK MARKET » AUSTRALIEN
drapé de mozzarella / tomates / basilic

Das Wagyu-Beef aus Australien sieht man in diesem Gebilde zwar nicht, doch ist es von außerordentlicher Qualität und intensivem Geschmack. Fleischig, herzhaft und wohlschmeckend, genauso wie es Ikeda Kikunae, ein japanischer Forscher, 1908 beschrieben hat, als er die Geschmacksqualität umami  als fünfte Geschmacksrichtung definierte.

Die weiteren Zutaten passen hervorragend zum Gesamtbild.

GIVRÉ LAITIER
au goût de levure

Es sieht ein bisschen aus wie Origami, die Kunst des Papierfaltens.
Ungesüsstes Milcheis mit Hefe und Kokos auf einem Baiser. Texturell und aromatisch überzeugend.

FRAISES / CHANTILLY
granit mousseux / chocolat blanc

Schönes Dessert mit dem Brauseeffekt, den wir von Adria oder Amador kennen.
Nettes Gimmick.

ICED CROûTE DE CHOCOLAT NOIR
arachides grillées / Carambar

Erneut kommen verschiedene Texturen auf den Teller. Geschmacklich vielfältig mit auffallend eindrucksvollen Karamellnoten.

FAZIT:

Der dritte Stern für das Le Cinq erscheint zunächst wie ein Aufstieg. Doch Christian Le Squer ist längst etabliert, ist einer der begabtesten und einfallsreichsten Köche des Landes.
Kaum einer spielt so mit allen Facetten der Haute Cuisine wie er.
Typisch französische Klassik, modern interpretiert und mit eindrucksvoller Kreativität untermalt, so könnte man sein Schaffen beschreiben, ohne ihm in allen Belangen gerecht werden zu können. Temperaturen, Texturen, Aromenspiele oder naturbelassenen Geschmack, seine Kreationen erscheinen so unangestrengt, ja geradezu zwangsläufig.
Man kann in Frankreich kaum besser essen!

Den vollständigen Bericht und die dazugehörigen Fotos gibt es wie immer auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Chinesisches Teehaus eröffnet im Frankfurter Westend

Achtsamkeit trainieren, mal innehalten können, ganz auf das Hier und Jetzt konzentriert sein… Wer demnächst das neue Tee- und Kulturhaus Chá Dào – China Tea & Art betritt erfährt, wie er durch die chinesische Teekultur zur Ruhe zu finden kann. Möglich ist dies ab dem 12. November 2016, dem Eröffnungstag der neuen rund 300 Quadratmeter großen Einrichtung, zentral gelegen im Frankfurter Westend. Bevor der normale Teehausbetrieb startet, wird es jedoch erst noch ein paar extra Trommelwirbel geben, denn gleichzeitig zur Eröffnung wird hier die Gründungsfeier der deutschen Gesellschaft zur Förderung der chinesischen Teekultur e.V. zelebriert.

Chinesische Teezeremonie zum Mitmachen
„Das Teehaus ist als ein lebendiger Rückzugsort und als Stätte der Begegnung konzipiert“, sagt Gerhard Thamm, Gründer und Mitinhaber von Chá Dào – China Tea & Art. „Teetrinken auf chinesische Art bedeutet in einem bestimmten Rahmen ausgelebte Geselligkeit – sei es in der Familie und mit Freunden oder unter Geschäftsleuten.“ Die Grundlagen der chinesischen Teezeremonie sind, so Thamm, recht leicht zu erlernen: „Wer das Teehaus besucht, wird erst einmal von unseren Mitarbeitern bewirtet. Ein paarmal Zuschauen reicht jedoch, um die Technik dann nachzuahmen und Freude bei der Zubereitung zu empfinden.“ Der Perfektion sind nach oben dann jedoch keine Grenzen mehr gesetzt. Teemeister in China durchlaufen intensive Ausbildungen und werden regelrecht verehrt.

Gesellschaft zur Förderung der chinesischen Teekultur e.V.
Zur Eröffnungsfeier erwartet Thamm einige dieser Meister sowie weitere Persönlichkeiten aus China: Teebauern Keramiker, Kalligraphen, Künstler und andere Kulturschaffende, die sich aktiv am Programm beteiligen – ganz im Sinne der 2016 gegründeten Gesellschaft zur Förderung der chinesischen Teekultur e.V.. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch die Vermittlung von Kulturinhalten und das Ermöglichen von Begegnungen von Menschen aus Deutschland und China die Basis zu schaffen für eine „uneingeschränkte Akzeptanz des Anderen und der Anderen“ – so die Satzung. Kurz: Es geht darum, Brücken zu bauen – und dass Teekultur eine besonders barrierefrei begehbare Brücke ist, hat Gerhard Thamm in seinem Werdegang selbst erfahren.

Vom Deutschen der auszog, um das Teebrauen zu lernen …und zu lehren
Jahrzehntelang bereiste der heute 66-jährige als Geschäftsführer verschiedener Luftfahrunternehmen das Reich der Mitte. „Meinen ersten Kontakt mit der chinesischen Teekultur hatte ich vor rund 30 Jahren bei Freunden, die mich zu einer Teezeremonie mit verschiedenen Oolongs einluden – bei uns hätte man wohl Verkostung gesagt.“ Ab diesem Zeitpunkt ließ ihn das Thema Tee nicht mehr los und er wuchs im Laufe der Jahre ganz natürlich in die Teekultur hinein. Er vertiefte seine Erfahrungen und Kenntnisse und sein Engagement, bis hin zu der Entscheidung, sich aktiv an der Erhaltung und Verbreitung der chinesischen Teezeremonie zu beteiligen. Die Motivation schöpft er aus seiner persönlichen Begeisterung für das Thema und der Überzeugung, dass er anhand dieser friedlichen, reichen Kunst einen konkreten Beitrag für ein besseres Miteinander der Völker und Individuen schaffen kann.

Seit vielen Jahren arbeitet Gerhard Thamm an seinem Projekt, „dem Westen“ einen Zugang zur Kunst des Tees zu legen. Mit der Teezeremonie sind weitere Kulturtechniken wie Malerei, Töpferei und Musik eng verwoben und auch sie finden eine Plattform innerhalb der Institution. Auch eine Teeschule soll dort entstehen. „Die Eröffnung von Chá Dào – China Tea & Art im Westend ist für mich ein großer Schritt in die Öffentlichkeit“, so Gerhard Thamm, der bis vor Kurzem noch seinen Sitz in einer ruhigen Straße in Neu-Isenburg hatte und von dort aus auch den Onlineshop https://shop.chadao.de/ betrieb. „Von hier aus können wir die Aufgabe der Gesellschaft zur Förderung der chinesischen Teekultur vorantreiben, und das Teehaus ist eine Bereicherung für das Viertel und die Stadt Frankfurt insgesamt.“

Tee in Porzellanminiaturen statt Coffee to go
Man muss kein China-Fan oder Asienkenner sein, um im Tee- und Kulturhaus Chá Dào – China Tea & Art auf seine Kosten zu kommen. „Viele meiner Kunden und auch der Mitglieder der Gesellschaft beschäftigen sich privat oder beruflich mit dem Thema Gesundheit. Sie sind auf der Suche nach Methoden, um mehr Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren.“ Dass er mit seinen Themen voll in den aktuellen Mindfulness- und Gesundheitstrends liegt, ist Thamm bewusst, auch wenn er selbst dieses Vokabular nicht zu sehr strapazieren möchte. „Das ist es wohl, was man unter Zeitgeist versteht“, schmunzelt er – und dass seine Produkte aus nachhaltiger Landwirtschaft stammen und er bei „seinen“ Bauern auf Fair Trade setzt, versteht sich von selbst.

www.chadao.de

La dolce vita in der Villa La Massa

Ein Hoch auf das süße Leben Italiens: Die Wein- und Trüffelwoche in der Villa La Massa beginnt mit einer Ferrari-Tour durch die sanfte Hügellandschaft der Toskana, die zum Castello di Ama führt. Dort trifft Kunst auf Kulinarik, denn das Anwesen ist nicht nur für seinen Wein, sondern auch für seine zeitgenössische Kunstsammlung weltberühmt. Nach San Gimignano geht es am zweiten Tag. Auf dem Anwesen der Villa Cusona beginnt die Suche nach den begehrten Trüffeln und im Anschluss daran lädt Prinzessin Natalia Strozzi höchstpersönlich zum Lunch. Faszinierende Einblicke in die Winzerei eröffnen sich im Weinkeller der Villa Cusona, die erstmals im Jahre 994 erwähnt wurde und auf eine dementsprechend lange Geschichte zurückblickt. Bei dieser Gourmetreise steht auch ein Trip nach Florenz auf dem Programm: Kunsthistorikerin Andrea Ghiottonelli bringt den Gästen die faszinierende Kultur der Stadt näher, die berühmt ist für ihre einzigartige Architektur und die Kunst der Renaissance. In den Gassen fernab der Touristenströme entdecken die Reisenden nicht nur das lokale Kunsthandwerk, sondern auch kleine, feine Boutiquen. Am Nachmittag führt der Weg nach Bargino im Val di Pesa, wo die Gäste das Weingut und das Anwesen der Antinoris kennenlernen.

Die Wein- und Trüffelwoche vom 24. Bis zum 29. Oktober klingt bei einem exquisiten Trüffel-Dinner in Tignanello, dem Domizil der Marquesi Antinori, aus.

Diese außergewöhnliche Reise kostet ab 15.130 Euro für zwei Personen in der Junior Suite. Mehr Informationen über die Villa La Massa finden Interessierte unter www.villalamassa.com. Zu buchen ist der Aufenthalt direkt über reservations@villalamassa.it oder unter +39 – 055 – 626 11. Mit dem Auto ist das Luxus-Resort über die Autobahn A 1, Ausfahrt Firenze Sud zu erreichen, der Flughafen von Florenz ist nur 30 Kilometer entfernt. Bei Bedarf wird für Gäste ein Privattransfer arrangiert.

Alexandre Couillon

Alexandre Couillon war gerade 22 Jahre alt, als er 1999 gemeinsam mit seiner Frau Céline das Restaurant La Marine auf der französischen Atlantikinsel Île de Noirmoutier eröffnete. Heute zählt es mit zwei Michelin-Sternen zu den besten in ganz Frankreich und der immer noch junge Küchenchef zu jenen Spitzenköchen, denen die Zukunft der französischen Haute Cuisine gehört.

Es gibt Restaurants, deren Name völlig bedeutungslos ist. Solche, bei denen man einfach nicht darauf kommt,
was sich der Besitzer bei der Benennung gedacht hat. Und schließlich gibt es Restaurants, deren Name
Programm ist. Zu dieser Sorte gehört das Restaurant La Marine. Aufgrund seiner Lage am äußersten Zipfel der
Insel Noirmoutier, einer wilden Atlantik-Schönheit nahe der französischen Westküste, hat man von den Tischen
des Restaurants den Hafen und das Meer stets im Blick.
Das kleine, aber überaus feine Restaurant ist jedoch nicht nur wegen seiner idyllischen Lage einen Besuch wert.
Denn hier erlebt man einen der wichtigsten Vertreter der neuen französischen Haute Cuisine bei der Arbeit.
Alexandre Couillon, ein Schüler von Michel Guérard und Thierry Marx, eröffnete es im Alter von 22 Jahren. Mit
nicht einmal 30 hatte er seinen ersten Stern im Guide Michelin erkocht. Eine Ehre, die er im Jahr 2013 mit dem
zweiten Stern verdoppeln konnte.

Lange als eines der vielversprechendsten Kochtalente Frankreichs gefeiert, hat er heute den Schritt zum seriösen
Spitzenkoch längst geschafft. Gemeinsam mit seinem hingebungsvollen Team nimmt Couillon einen geradlinigen,
modernen Kurs auf die französische Küche, basierend auf den Produkten der Insel und darauf, was ihm die
Natur rund um das Restaurant schenkt – und das sind vorwiegend herrlich frischer Fisch und Meeresfrüchte.

Und so hält auch die Speisekarte, was der Name des Restaurants verspricht: Rührei mit Seeigel; Seeteufel mit
einer wunderbaren Stange weißen Spargels, vollendet mit einer Sauce aus Räucheraal und Birne; Kabeljau, überzogen
mit einer leichten Ziegenkäsesauce, mit Zucchini und Charentais-Melone – um nur einige der maritimen
Köstlichkeiten zu nennen, die aus Alexandre Couillons Küche kommen. Das Menü wird dabei stets an den Fang
des Tages angepasst, den der Küchenchef direkt am nur 50 Meter entfernten Fischmarkt im Hafen bezieht.
Jedes Gericht ist ein mit viel Akribie erschaffenes geschmackliches Meisterwerk und kommt als farbenfroher
Kontrast zum modernen schwarz-weißen Dekor des Restaurants auf die Tische – perfekt begleitet von einem
lokalen Wein aus der Vendée. Céline, die Restaurantleiterin und Frau des Küchenchefs, unterstreicht mit ihrer
freundlichen und stets zuvorkommenden Art das Bestreben der Couillons, dem Gast ein harmonisches, ja heimeliges
Genusserlebnis zu bescheren.

So stellt ein Besuch im Restaurant La Marine eine angenehme Abwechslung zur bisweilen übermäßig durchexerzierten
französischen Haute Cuisine dar, ohne dass der Gast dabei aber auf absolute Perfektion und höchste
Qualität verzichten müsste. „Das Kochen ist meine Art der Kunst“, unterstreicht Alexandre Couillon. „Diese
Kunst ermöglicht es mir, schöne Dinge zu erschaffen.“
Im Juni 2016 stellt Alexandre Couillon seine Kunstwerke der kulinarischen Moderne in Salzburg aus: als
Gastkoch des Restaurant Ikarus im Hangar-7.

Beim Bier macht die Hefe den Unterschied

In der hohen Kunst des Bierbrauens spielt die Hefe eine
wichtige Rolle. Sie wandelt den in der Würze gelösten Malzzucker in
Kohlensäure und Alkohol um. Dabei kommen unterschiedliche Hefen zum
Einsatz. Sie bestimmen das Gärverfahren. Ganz grob werden drei Sorten
von Hefe unterschieden – die obergärigen, die untergärigen Hefen
und die spontangärigen Hefen.

Obergärige Hefen benötigen für die Umwandlung des Malzzuckers in
Alkohol Temperaturen von 15 bis 20 Grad. Während des Gärprozesses
steigt die Hefe an die Oberfläche. Dort bildet sie zusammenhängende
Kolonien und kann abgeschöpft werden. Solange es noch keine
technischen Kühlverfahren gab, wurden Biere fast überall in
Deutschland mit obergärigen Hefen hergestellt.

Untergärige Hefe braucht Temperaturen zwischen 4 und 9 Grad und
sinkt nach der Gärung an den Boden des Kessels. Der Gärprozess
dauert deutlich länger als bei obergärigem Bier. Dafür sind
untergärige Biere besonders lange genießbar.

Zu den obergärigen Bieren zählen Kölsch, Alt und Weißbier. Heute
sind rund 85 Prozent aller deutschen Biere untergärig – darunter
Pils, Export oder auch Bockbier.

Spontangärige Biere spielen eine vergleichsweise untergeordnete
Rolle auf dem Markt. Sie enthalten keine Hefe. Stattdessen regen in
der Luft enthaltene Hefesporen den Gärprozess im offen gelassenen
Bottich an. Diese klassische Methode nutzen die ersten Bierbrauer, als
sie Hefe noch nicht kannten. Die bekanntesten spontangärigen Biere
sind Kriek, Gueuze, Lambic oder Jopenbier.

Bis zur Erfindung der Kältemaschine durch Carl von Linde in den
1870er Jahren konnte untergäriges Bier nur im Winter gebraut werden.
In Regionen mit strengem Frost – in Bayern und Württemberg –
hackten die Bierbrauer im Januar Eis von den Gewässern und kühlten
damit in tiefen Kellern oder Höhlen die Gärbottiche. Die Vorräte
aus den langen Wintern reichten bis zur nächsten kalten Jahreszeit.
Während in diesen Regionen schon ab dem 16. Jahrhundert vorrangig
untergärig gebraut wurde, entwickelten die Rheinländer mit ihrem
milden Klima besonders ausgefeilte obergärige Techniken.

Eva Neumann, www.aid.de

Die Legende von Melba

Im April enthüllt The Savoy in London das jüngste Werk in seiner beachtlichen Sammlung zeitgenössischer Kunst. Das Melba, die Nobel-Patisserie des von Fairmont geführten Hotels, glänzt neuerdings durch ein handgezeichnetes, mit Blattgold verziertes Triptychon aus der Feder der britischen Künstlerin Dawn Coulter Cruttenden.

The Legend of Melba zeigt, wie Auguste Escoffier, der erste Küchenchef des Savoy, das Dessert Pfirsich Melba für einen illustren Gast ersann:
Als die legendäre australische Opernsängerin Nellie Melba in den 1890er-Jahren im Savoy logierte, beauftragte sie Escoffier für ein Abendessen, welches sie im Hotel ausrichten wollte, ein wirklich ausgefallenes Dessert zu kreieren. Der Spitzenkoch, wild entschlossen aus dem Dinner ein unvergessliches Event zu machen, ließ sich nicht zweimal bitten. An jenem Abend kehrte Nellie Melba nach ihrem furiosen Auftritt in Richard Wagners Lohengrin aus dem Royal Opera House zurück, um sich im Restaurant zu ihren Gästen zu gesellen. Gegen Ende des Mahls gingen plötzlich die Lichter aus. Nur noch Kerzenschein erfüllte den Raum und es war mucksmäuschenstill, als Escoffier höchstpersönlich eine Eisskulptur zum Tisch von Madame Melba rollte. Den Gästen stockte der Atem: Der Schwan aus Lohengrin trug auf einem Bett aus Vanilleeis eine Pyramide aus prall glänzenden Pfirsichen – gekrönt von filigran gesponnenen Zuckerspiralen.

Zur Idee hinter ihrem Werk sagt Dawn Coulter Cruttenden: „Nellie Melba war Opernsängerin. Sie war Schauspielerin. Eine echte Diva! Sie liebte Kostüme und Glamour und war dafür bekannt, dass sie gern all ihre Diamanten und Perlen zusammen anlegte, damit man sie auch noch in der letzten Reihe des Theaters glänzen sah. Was ich zeigen möchte ist das Bild einer starken Frau, die souverän ihren Weg ging in einer Zeit, als man über Frauen, die mehr waren als ein nettes Accessoire, noch die Nase rümpfte.“ Das edle Savoy mit seiner historischen Verbindung zu Nellie Melba bietet der Künstlerin die perfekte Kulisse für die Ausstellung ihres Werkes.

Im Verlauf seiner Geschichte hat The Savoy immer wieder berühmte Künstler beherbergt und veranstaltet seit der Eröffnung im Jahr 1889 regelmäßig Kunstausstellungen. Seit der Wiedereröffnung im Jahr 2010 knüpft das Hotel mit einer eigenen Sammlung zeitgenössischer Kunst wieder an seine kulturellen Wurzeln an. In Zusammenarbeit mit Sally Vaughan von der renommierten Kunstagentur Go Figurative ist auf diese Weise bereits eine beeindruckende und stetig weiter wachsende Sammlung entstanden. Zu den Werken zählen etwa Stuart McAlpine Millers „A Time for Reflection” im Thames Foyer, David Downes Darstellung der Bootsparade auf der Themse zum 60. Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. in der Eingangshalle, Douglas Grays von Monet inspiriertes Gemälde „Cloudbreak, River Thames” im River Room und von Jonty Hurwitz die Skulptur „The 14th Guest” mit einem Ehrenplatz in Kaspar’s Seafood Bar and Grill.

„The Legend of Melba” von Dawn Coulter Cruttendens ist ab April 2016 in der Patisserie Melba zu bewundern.

www.fairmont.com

10 Jahre Brauseminare

Das Best Western Bierkulturhotel Schwanen in Ehingen feiert zehnjähriges Jubiläum des beliebten und weit über die Grenzen Ehingens bekannten „Micha´s BrauSeminar“. Der Startschuss für die Einführung in die Kunst des Bierbrauens fiel 2005. Seither konnte Gastgeber Michael Miller in mehr als 300 Veranstaltungen über 5.000 Teilnehmer begrüßen und die Leidenschaft für den Gerstensaft wecken. „Unsere Brauseminare stehen für Erlebnis-Events mit Spaß-Garantie. Daher freue ich mich sehr, dass das Brauseminar sich so großer Beliebtheit erfreut und die Nachfrage für das kommende Jahr so groß ist, dass ich mich am liebsten zerteilen möchte“, scherzt Miller. „Wir bringen Gästen die Kunst des Brauens näher. Neben etwas Theorie wird aktiv handangelegt, um so alle Stadien der Bierherstellung an unserer 50 Liter Mini-Brauanlage kennenzulernen. Unsere Gäste genießen es sehr für ein paar Stunden selbst Brauer zu sein“, erklärt der diplomierte Biersommelier und Braumeister.

Begleitet wird das Seminar kulinarisch mit einem Fünf-Gang-Menü rund ums Bier, das Küchenchef Dominic Miller kredenzt. Getränke wie alle Biere, alkoholfreie Getränke, Kaffee und einen Schwanenwirt`s Bierschnäpsle sind in der Teilnahmegebühr schon inkludiert. Es erfolgt während des Kurses die Durchführung eines kompletten Sudvorgangs unter Anleitung, während es alles Wissenswerte rund um die Geschichte und Gesundheit des Bieres erzählt wird. Außerdem dürfen sich Gäste durch das große Sortiment der deutschen Biersorten verkosten. Am Ende wartet ein Bierquiz mit Bierkennerdiplom auf die Nachwuchsbrauer. Weitere Informationen zum Seminar gibt es unter www.schwanen-ehingen.de/brauseminar

Bierkulturhotel in Ehingen
Ganz im Zeichen der berühmten traditionellen, schwäbischen Gastlichkeit entstand das Best Western Bierkulturhotel Schwanen im Zentrum der Altstadt Ehingens. Seit März 2012 empfängt das 50-Zimmer-Haus seine Gäste. Eigentümer ist die Familie Miller aus Ehingen, die bereits erfolgreich in fünfter Generation den seit 1697 bestehenden Gasthof Schwanen mit dazugehöriger Brauerei und Brennerei besitzt und als Familienunternehmen betreibt. Die uralte Handwerkstradition des Bierbrauens ist fester Bestandteil der langjährigen Gastgeberphilosophie. Eine ganze Palette von eigenen Biervarianten steht Gästen zur Auswahl: Neben den Klassikern wie Export, Pils oder Zwickel gibt es jeden Monat eine andere saisonale Spezialität. Bis zu 19 verschiedene Biere kommen so übers Jahr auf den Tresen. Im Restaurant werden passend zum Bier Spezialitäten der Schwäbischen Küche serviert. Mit über 40 Craftbieren im Ausschank ist das Best Western Bierkulturhotel Schwanen für Bierliebhaber die perfekte Anlaufstelle für eine Bierreise.

Chef-SACHE 2015

Die siebte Auflage des internationalen Gastro- nomie-Symposiums findet am 27. & 28.09.2015 im Palladium in Köln statt.

The culinary revolution is now – unter diesem Motto präsentieren die besten Chefs der Welt ihre Ideen, Aussteller stellen innovative Produkte vor und Jungköche zeigen, was vom Nachwuchs noch alles zu erwarten ist. Alle zusammen bilden den Motor, der die kulinarische Welt derzeit in Wandel versetzt. Niemals zuvor wurden klassische Dining Konzepte so sehr in Frage gestellt und so gründlich überarbeitet. Wie sich Restaurantbesuche gestalten werden, wird sich zeigen. Auf der siebten CHEF-SACHE wirft die versammelte Branche im Palladium in Köln einen ersten Blick in diese Richtung.

Bühnenshows mit natonalen und internationalen Köchen
Auf der großen Showbühne präsentieren über die gesamte Veranstaltung hinweg neun der besten Avantgarde-Köche ihre Kunst. Hier werden Trends geschaffen und Techniken von Weltklasse vorgestellt. Es gibt nicht viele Gelegenheiten die Größen der internationalen Küche live und so nah zu erleben.

CHEF-SACHE PROGRAMM – Sonntag, 27.9.2015
LET’S TALK ABOUT REVOLUTION – TALKRUNDE
Unternehmer und Gastrosoph Ralf Bos diskutiert mit seinen Gästen das Motto der dies- jährigen CHEF-SACHE. Seine Gäste sind: Jonnie & Thérèse Boer, Librije in Zwolle, Niederlande. Tim Raue, der mehr und mehr international von sich reden macht. Sascha Stemberg führt seit dem letzten Jahr den alteingesessenen Familienbetrieb. Traditionell gibt es hier keinen Gästemangel. Frank Nagel war Direktor der A-ROSA Resorts und entwickelte die Fine Dining Restaurants. Nach seinem Abschied trennte sich A-ROSA von dieser Philosophie. Last but not least Mike Hoffmann. Er ist Direktor in der Columbia Hotel Gruppe, die sich von vielen ihrer Fine Dining Restaurants trennte.
VISIONÄRES – Im Anschluss an den Talk wird Tim Raue sein neues Konzept in einem Power Slot vorstellen.

CHEFS ON STAGE
Mitsuharu Tsumura No. 44/50 Best, Maido, Lima / Peru
NIKKEI FOOD – PERUVIAN-JAPANESE BLEND
Schon in den letzten zwei Jahren stellten wir mit Gaston Acurio und Virgilio Martinez zwei Köche aus Lima vor. In diesem Jahr präsentieren wir Mitsuharu Tsumura, dem in diesem Jahr der Einstieg in die Liste der 50 Best Restaurants of the World gelang. In seinem puristisch stylischen Restaurant Maido serviert er ein Cuvee peruanischer und japanischer Küche, Nikkei Food genannt.

Massimo Bottura
*** No. 2/50 Best – Osteria Francescana, Modena / Italien
OOPS! I DROPPED THE LEMON TART! – DESSERTS MIT ITALIENISCHEM HERZ
Seit zwei Jahren widmet sich ein Slot auf der CHEF-SACHE Hauptbühne dem Thema Dessert. Nach den phantastischen Patissiers Pierre Lingelser und Christian Hümbs sind wir glücklich, einen ganz großen Chef erneut auf der Bühne zu haben, der neben den „salzigen“ Gerichten auch die Desserts kreiert. Jeder Gang ist eine philosophische Anekdote aus der Kindheit, aus Erlebtem, von heimischen Produkten, unvergleichlich in Szene gesetzt. Gehaltvoll, geschmackstief, mit künstlerischem Anspruch oder mit Humor. Das Dessert „Oops! I dropped the lemon tart“, mittlerweile ein Signature dish, wird upside down, also gestürzt auf einem zerbrochen scheinenden Teller serviert. … Massimo Bottura ist nicht nur ein genialer Koch, auch seine Vortragskunst, bei der er italienisch-impulsiv seine Gedankenwelten offenbart, ist sensationell.

Jock Zonfrillo – Orana, Adelaide / Australia
ONE MAN FOOD CRUSADE – NATIVE AUSTRALIAN FOOD
Australien ist ein Einwanderungsland. In zeitversetzen Wellen kamen Engländer, Italiener, Portugiesen, Chinesen und zum Schluss Vietnamesen. Sie alle brachten ihre Food-Produkte mit und pflanzten sie in die mineralischen Böden des uralten Kontinents. Erst ein gebürtiger Schotte, Jock Zonfrillo, verschafft jetzt den ursprünglichen australischen Produkten kulina- rische Anerkennung.

CHEF-SACHE PROGRAMM – Montag, 28. September 2015
Sven Elverfeld*** No. 33/50 Best, Restaurant Aqua, Wolfsburg
INTERNATIONAL CONTEMPORARY CUISINE – FREIHEIT IM GEISTE
Sven Elverfeld gehört zur zweiten Generation der großen deutschen Köche. Diese löste sich weitestgehend von den einst herrschenden französischen Einflüssen und besann sich auf deutsche Gerichte und Produkte, ohne die klassischen Wurzeln je zu verleugnen. Durch zahlreiche Auslandsreisen und Teilnahmen an internationalen kulinarischen Events hat sich Sven Elverfeld erheblich weiterentwickelt. Seine Menüs wie beispielsweise das „Visionen“ spiegeln seine ureigenen Impressionen aus fernen Ländern wider.

Christian Bau*** – Victor’s fine dining, Perl-Nennig
PARIS-TOKYO – IMPOSANTE BAU-WERKE
Bereits 2005 kürte ihn der Michelin zum seinerzeit jüngsten Drei-Sterne-Koch. Wie für die meisten Köche bedeutete dieser dritte Stern die höchste Ehrung für ihn, er ließ sich die Etoiles gar auf den rechten Unterarm tätowieren… Ab 2009 änderte Bau seinen Küchenstil radikal. Inspiriert von den Geschmacksbildern und dem Produktfanatismus der japanischen Küche, fügte er mehr und mehr Elemente der fernöstlichen Kochkunst in seine Kreationen ein. Bau hat nie versucht, japanisch zu kochen. Hingegen entwickelte er einen ganz eigenen Bau-Stil.

Eric Menchon** – Le Moissonnier, Köln
SATELLITENTECHNIK – FRANZÖSISCH-DEUTSCHE IDEENEXPLOSION
Ein Besuch im Le Moissonnier ist wie eine Teleportation nach Paris. Französischer Charme rundherum. Doch etwas ist anders. Wird in Frankreich eher klassisch französisch gekocht, explodiert hier die Küche vor lauter Ideen und Kreativität. Küchenchef Eric Menchon kam mit 23 Jahren als Chef de Cuisine ins Le Moissonnier. Das ist heute 28 Jahre her und beweist, dass zwischen Chef und Patron eine fruchtbare Symbiose besteht. Typisch für den Küchenstil ist ein Hauptteller, der von zwei bis drei Satellitentellern begleitet wird. Alle Geschmacksbilder sind unverwechselbar Menchon.

Stefan Wiesner* – Rössli, Echolzmatt / Schweiz
HOLZ, TORF, TEER, STEINE – NEUES VOM HEXENMEISTER
Kochen ist Kunst, sagt Stefan Wiesner. Und in der Kunst ist alles erlaubt. So bietet Wiesner mit seiner „Avantgardistischen Naturküche der klassischen Kochkunst gehörig die Stirn. In seinen Gerichten vereint er das Wissen eines Chefs mit dem eines Kräuterkundlers, Archäologen, Geologen, Biologen und Parfümeurs. Seine Gerichte sind alchimistisch, unerwartet, experimentell und emotional.

Magnus Ek** – Oaxen Krog, Stockholm / Schweden
PIONIER DER NEW NORDIC CUISINE – NATURKÜCHE MIT GESCHMACKSTIEFE
Wir schreiben das Jahr 1994. In Schweden macht sich der junge Koch Magnus Ek auf, um auf der Insel Oaxen im Schärengarten vor Stockholm ein Restaurant zu übernehmen. Dies war die Geburtsstunde der New Nordic Cuisine. Heute befindet sich das Oaxen in einer Werfthalle in Stockholm. Von der Naturküche hat sich der Naturbursche Ek freilich nicht verabschiedet. Er kreiert Gerichten mit reifem, tiefem Geschmack. So gehaltvoll, wie man es von einer solchen Küche nicht erwarten würde.

Grant Achatz*** No. 26/50 Best – Alinea, Chicago / USA
EMOTION AS AN INGREDIENT – DRAMATIC ARTS
Grant Achatz zählt zu den ganz großen legendären Chefs. Bewundert wird seine Arbeit, bewundert wird seine Kraft, einen tödlichen Zungenkrebs besiegt zu haben. Grant Achatz ist Meister der Inszenierung. … Grandiose Erlebnisse, die man nie vergisst. Dramatische Kochkunst mit Emotionen als Zutat.

Weit über 130 Sterneköche werden sich vor Ort über die neusten Entwicklungen der Branche austauschen. Über 60 ausstellende Unternehmen und Partner prä
sentieren Trends und Innovationen für Küchenchefs, Köche, Servicepersonal, Sommeliers, Gastronomen und Culinary Professionals aus dem Handel und der Industrie.

AWARDS AUF DER CHEF-SACHE 2015
BEST-OF-THE-BEST
Der „Best-of-the-Best“ Award wird bereits das vierte Jahr in Folge verliehen. Eine Auszeich- nung, die sich aber trotzdem jetzt schon etabliert hat, und die besten Köche und Aussteller in den Fokus der Gastronomiebranche rückt. Weitere Details zum Wettbewerb finden Sie unter http://www.chef-sache.eu/wettbewerbe/best-of-the-best-award/onlinewahl.html
Die Preisverleihung findet am Sonntagabend auf der großen Showbühne statt, moderiert von Michaela Schaffrath.

Zusätzlich werden auf der Chef-Sache 2015 zwei Kochwettbewerbe ausgetragen.
CRU-DE-CAO-AWARD
Schokoladig geht es am Sonntag beim CRU-DE-CAO-AWARD zur süßen Sache, der von der Confiserie Coppeneur bereits zum fünften Mal ausgerichtet wird. Hier beweisen Patissiers, Konditoren und angehende Köche, was im Dessert-Bereich alles möglich ist.

SOUS FRESH CHEFS INSPIRATION AWARD
Köche aus aller Welt stellen sich dem SOUS FRESH CHEFS INSPIRATION AWARD und rücken mit viel Kreativität das Gemüse in den Mittelpunkt des Tellers. Dieser Award wird am Montag usgetragen.

PARTYTIME
Sonntag, 27.9.2015 ab 19:00 Uhr im Palladium die NORGE FJORDPARTY.
Das After Show Event auf der CHEF-SACHE widmet sich den norwegischen Fjorden. In Zusammenarbeit mit der Kulinarischen Akademie in Norwegen bereiten junge kreative Köche die Fjorforelle zu und alles, was die klaren Wasser der zerfurchten Küsten noch zu bieten haben. Dazu gibt es coole Drinks an der iSi-Bar. Ab 19:00 Uhr im Palladium – im Ticketpreis enthalten.

Montag, 28.9.2015 ab 19.00 PORT CULINAIRE SHIPWRECKED PARTY
Das große Finale von Port Culinaire. Dieses mal wieder im Centre Port Culinaire, Werderstraße 21 in 50672 Köln. Lady am Grill: Sterneköchin Maria Groß, Restaurant Clara in Erfurt, beweist, dass Grillen keine Männerdomäne ist. Powered by Grill Kulinarium und Napoleon. Dazu reichlich Port Culinaire Weine von Winemaker Martin Tesch und vieles mehr. DJ Alex Kent sorgt dafür, dass wir alle gut aufgelegt sind. Ab 19 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung hier erforderlich. Bus-Shuttleservice ganz iSi vom Palladium zum Centre Port Culinaire. http://www.chef-sache.eu/index.php?id=526