Neue und alte Glanzlichter in Deutschlands Osten

Neue und alte Glanzlichter in Deutschlands Osten

Kultur-Happening zwischen neuem und altem Deutschland – die temporäre Kunsthalle in Berlin

Sie ist vergänglich, selbst ein Kunstwerk und steht auf historisch bedeutendem Pflaster – die temporäre Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz ist in vieler Hinsicht außergewöhnlich: 500 Jahre lang stand hier das zunächst als Renaissance-Burg gegründete und dann mehrfach umgebaute Stadtschloss als Wahrzeichen Berlins, bis die DDR das im 2. Weltkrieg stark zerstörte Gebäude als Symbol des „alten Deutschland“ abreißen ließ. Später sollte der „Palast der Republik“ als offenes Kulturhaus an seiner Stelle der Welt die rosige Seite des Sozialismus zeigen. Nach seinem Abriss beschloss der Deutsche Bundestag 2007 den Wiederaufbau des alten Stadtschlosses, das zusammen mit der gegenüberliegenden Museumsinsel als Freistätte von Kunst, Wissenschaft und Kommunikation die neue alte Mitte Berlins beleben soll. Zur Überbrückung ist die sehr moderne temporäre Kunsthalle entstanden: Die Außenfassade wird durch wechselnde Künstlerprojekte gestaltet. Innen sind noch bis zum 18. März die Installationen von Simon Starling zu sehen. Im Zentrum seiner Ausstellung „Under Lime“ stehen Pflanzen und Pflanzendarstellungen, Motoren und Energiehaushalte, physische und kulturelle Transfers.

Mythen über die Haut

Präventionskampagne Haut: Kein Joghurt bei Sonnenbrand – Drei Haut-Mythen und was wirklich an ihnen dran ist

„Schokolade macht Pickel“, „Ohne Pflaster heilen Wunden schneller“, „Joghurt hilft bei Sonnenbrand“, wer kennt diese Volksweisheiten nicht, aber was stimmt wirklich? Die Präventionskampagne Haut der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung schafft Klarheit.

„Schokolade macht Pickel“

Eins ist Fakt: Schokolade schmeckt! Aber dass durch sie Pickel entstehen, ist falsch! Ein Zusammenhang zwischen Schokoladenkonsum und unreiner Haut ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Pickel entstehen durch verstopfte Hautporen und eine überschüssige Talgproduktion. Akne hat mit falscher Ernährung nichts zu tun. „Für Pickel ist eher der Hormonhaushalt verantwortlich“, sagt Dr. Beatrix Grohn vom BKK Bundesverband. „Allerdings kann sich ungesunde Ernährung wie zu viel Fett, Zucker und Alkohol sowie zu wenig Vitamine und Mineralstoffe negativ auf das Hautbild auswirken. Aber das ist nur ein Einflussfaktor auf eine gesunde Haut.“ Die Expertin der Präventionskampagne Haut rät daher neben einer gesunden Ernährung zu viel frischer Luft, ausreichend Schlaf und zur täglichen Pflege der Haut für einen frischen Teint. Stress, Rauchen und ausgiebige Sonnenbäder sollten dagegen vermieden werden.

„Ohne Pflaster heilen Wunden schneller“

Auch dieser Mythos stimmt nicht. „Eine echte Wundheilungsbeschleunigung gibt es nicht, weder an der frischen Luft, noch unter einem Pflaster“, so Dr. Grohn. „Wunden heilen bereits kurze Zeit nach Entstehen von selbst. Die körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungsfunktionen sorgen im Normalfall für ein schnelles Abheilen.“ Bei kleinen Wunden ist ein Pflaster nicht zwingend notwendig. Allerdings schützen Wundauflagen vor physikalischen, chemischen und mechanischen Einflüssen von außen. Oft sind Wundschnellverbände antibakteriell beschichtet und verhindern somit eine weitere Infektion der Wunde. Größere Wunden, bzw. chronische, schlecht heilende Wunden, schließen sich sogar unter speziellen feuchten Wundverbänden besonders gut. Für eine schnelle Wundheilung ist ein starkes Immunsystem Grundvoraussetzung. Eine Impfung gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) ist zur Vorbeugung von Wundinfektionen ebenfalls sehr ratsam.

„Joghurt hilft bei Sonnenbrand“

Sicherlich kann Joghurt durch seine kühlende Wirkung kurzzeitig gegen die Schmerzen helfen, doch Vorsicht! Joghurt bei Sonnenbrand – das kann auch übel ausgehen. Die verbrannte Haut ist durch die Sonne sehr ausgetrocknet und anfällig. „Joghurt enthält keine heilungsfördernden Inhaltsstoffe“, erklärt Dr. Grohn. „Im Gegenteil, die darin vorhandenen Keime können eine Entzündung noch verstärken und sogar allergische Reaktionen hervorrufen.“ Besser: Ein Brand- und Wundgel mit kühlender Wirkung und zellerneuerndem Panthenol oder bei leichten Sonnenbränden ein gut verträgliches Aftersun Produkt verwenden. Oder noch besser: Intensive Sonnenbestrahlung meiden und mit angemessener Kleidung und Sonnenschutzcreme vorbeugen, damit erst gar kein Sonnenbrand entstehen kann.

Die Präventionskampagne Haut

Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. Insgesamt werben rund 100 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger unter dem Motto „Deine Haut. Die wichtigsten 2m² Deines Lebens.“ dafür, das größte Organ des Menschen zu schützen. Das Ziel der Kampagne lautet: „Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!“

Weitere Informationen zur Präventionskampagne: www.2m2-haut.de

Saure Entwöhnungsbremsen

Wer Nikotinkaugummis nutzt, um sich das Rauchen abzugewöhnen, sollte in dieser Zeit auf säurehaltige Getränke wie Cola oder Orangensaft verzichten, rät die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in der „Apotheken Umschau“. Durch solche Getränke werde die Aufnahme des Nikotins über die Mundschleimhaut vermindert. Nikotinhaltige Kaugummis, Lutschtabletten und Pflaster unterdrücken die körperlichen Entzugssymptome bei der Raucherentwöhnung

Nikotinkaugummis nicht mit Cola oder Saft kombinieren

Einer der häufigsten Neujahrsvorsätze ist es, mit dem Rauchen aufzuhören. Viele ehemalige Raucher suchen Rat beim Arzt oder in der Apotheke, denn Arzneimittel können den Entzug erleichtern. In der Apotheke gibt es verschiedene Arten von Raucherentwöhnungsmitteln. Ohne Rezept erhältlich sind Pflaster, Kaugummis oder Lutschtabletten, die Nikotin enthalten. Sie unterdrücken die körperlichen Entzugssymptome.

Schnell setzt die Nikotinwirkung bei Kaugummis und Lutschtabletten ein, ihre Wirkung hält nur kurze Zeit an. Sie werden angewendet, wenn das Verlangen nach einer Zigarette sehr groß ist. Auch ihre Dosis wird nach und nach verringert, bis das Verlangen nach Nikotin nach einigen Wochen ganz verschwunden ist.

Wer Nikotinkaugummis kaut, sollte auf Cola oder Orangensaft verzichten, denn säurehaltigen Getränke vermindern die Aufnahme von Nikotin über die Mundschleimhaut. Pflaster sind vor allem für starke Raucher geeignet. Sie geben das Nikotin nach und nach durch die Haut ins Blut ab. Die Stärke der Pflaster wird im Lauf der Zeit reduziert. Als Kapseln gibt es verschreibungspflichtige Raucherentwöhnungsmittel, die kein Nicotin enthalten.

Egal, wie man mit dem Rauchen aufhört – schon nach wenigen Stunden ohne Nikotin geht es dem Körper besser. Hält man das Nichtrauchen durch, sinken im Lauf der rauchfreien Jahre fast alle Gesundheitsrisiken wieder auf das Niveau von Menschen, die niemals geraucht haben. Das Aufhören lohnt sich.

Pflaster quer zur Wundrichtung kleben

Schnittwunden heilen schneller, wenn ein Pflaster quer zur Wundrichtung geklebt wird, rät das Apothekenmagazin „Baby&Familie“. Dadurch legen sich die Wundränder gut aneinander. Kleine Wunden sollen vorher ein wenig ausbluten können. Dadurch reinigen sie sich selbst. Befürchtet man, dass doch Schmutz eingedrungen ist, helfen Desinfektionsmittel mit den Wirkstoffen Povidon-Jod oder Octenidin.