So bestellt Deutschland

Sag mir, was du isst und ich sag dir, wer du bist. In den meisten deutschen Großstädten gehören Lieferdienste, wie Lieferando.de bereits zum Stadtbild. Ob gestresste Managerin, alleinerziehender Papa oder der klausurgeplagte Student – noch nie haben sich die Deutschen so häufig das Lieblingsessen nach Hause liefern lassen, wie 2015. Aber was essen die Deutschen denn am liebsten? In welcher Stadt wurde noch nie Sushi geordert? Bestellen Hamburger nur Hamburger und Berliner am liebsten Currywurst? Lieferando.de, einer von Deutschlands größten Lieferservice, hat den Deutschen auf die Teller geschaut. Die Auswertung der Bestellungen zeigt, was am häufigsten in deutschen Mägen landet.

Deutschland, heimliche Hauptstadt Italiens?
Egal, wie unterschiedlich die heimischen Dialekte, Wahlergebnisse oder Geburtenraten in der Bundesrepublik sind, in einer Sache sind sich die Deutschen einig: Wird in der Bundesrepublik Essen nach Hause geliefert, steht Pizza ganz oben auf der Wunschliste. Ob München oder Berlin, Hamburg oder Schwerin, das runde Nationalgericht der Italiener landet bei mindestens jeder sechsten Bestellung im Warenkorb. Besonders in ostdeutschen Studentenstädten, wie Erfurt oder Dresden liebt man den belegten Hefeteig. So gut wie jede dritte Bestellung geht hier zum Pizzaiolo. Asiatischer mag man es dafür in Hamburg, München oder Berlin. Anstatt zu Burger, Schweinshaxen oder Currywurst greift der figurbewusste, kosmopolitische Großstädter am zweitliebsten bei hippem Sushi zu den Essstäbchen. In der Bundeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern scheint der rohe Fisch dafür eher unbekannt: In Schwerin wurde 2015 nicht ein einziges Mal Sushi bestellt.

Frankfurter mögen’s oft, Münchner teuer
Die mecklenburgische Bundeshauptstadt sticht auch in einer weiteren Kategorie hervor. Mit durchschnittlich 16 Euro pro Bestellung sind die Schweriner die sparsamsten Lieferdienstnutzer, während die Münchner mit 22,50 Euro gerne die Deluxe-Variante wählen. Die meisten Essensbestellungen kamen 2015 jedoch aus Frankfurt am Main. 633 mal machten sich 2015 in der Bank- und Handelsmetropole Lieferanten zu einem einzigen hungrigen Kunden auf den Weg. Damit mussten die Essensboten fast 60 mal häufiger anrücken als in der Bayrischen Landeshauptstadt und doppelt so oft, wie im drittplatzierten Köln.

Wenn der Weihnachtsmann zweimal klingelt
Draußen ist es nass, kalt und grau. Der Kühlschrank ist leer, der nächste Supermarkt zu weit. Warum also nicht per App, oder online frisch zubereitetes Essen aus dem Lieblingsrestaurant direkt an die Wohnzimmercouch liefern lassen? Besonders nach Feiertagen, wenn die Läden geschlossen und das Festmahl noch im Magen liegt, wird sich der Luxus eines Lieferservices gegönnt. So sind Neujahr, Advents-, Weihnachtsfeiertage oder der Tag nach Halloween klassischerweise die bundesweiten Spitzentage mit den meisten Bestellungen. 2015 kam noch ein weiterer Tag hinzu. Beim Bundesligakrimi Bayern gegen Dortmund am 04. November rollte nicht nur der Ball, sondern auch die Räder der Lieferdienste heiß.

Von wegen, alles eine Soße
Die Ergebnisse der Auswertung von mehreren Millionen Bestellungen durch Lieferando.de aus dem Jahr 2015 ergeben, dass es trotz grundsätzlicher Essensvorlieben in Deutschland regionale Unterschiede gibt. Ist die Pizza „Germany`s No.1“, fällt die Wahl vor allem auch in Großstädten auf die teurere und kalorienärmere Sushi-Variante. In Baden-Württemberg macht zusätzlich auch Pasta den heimischen Spätzle Konkurrenz. Während im norddeutschen Schwerin eher kostengünstiger bestellt wird, greift man im süddeutschen München schon tiefer in die Geldbörse. Die steigende Popularität von Lieferdiensten in Deutschland, zeigt, wie in unserer schnelllebigen Zeit, im Spagat zwischen Beruf, Alltag und Familie, die Essensbeschaffung zu einer neuen Herausforderung wird. Liefern wird Trend.

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