Krebsfeste in Schweden

Wenn im August und September die Nächte wieder länger werden und sich der schwedische Sommer seinem Ende zuneigt, feiern die Schweden eine ihrer liebsten Traditionen: das Krebsfest (kräftskiva). Mit leckeren Kaisergranaten, Schnaps und Gesang genießen sie dann die letzten warmen Abende im Freien und verabschieden sich vom Sommer. Meist findet das schwedische Krebsfest traditionell eher im privaten Kreis statt, nun aber können Schweden-Besucher vielerorts mitfeiern und in den Genuss der leckeren Schalentiere kommen, und auf Wunsch auch selbst fangen. Selber die Reusen auslegen und hoffen auf einen guten Fang – so wie einst Michel aus Lönneberga und Alfred.
So wird beispielsweise das Hotel Norrqvarn, das in einer ehemaligen Mühle am Ufer des idyllischen Göta Kanals zu Hause ist, am 10. September 2016 eine traditionelle Kräftskiva veranstalten – mit frischen schwedischen Kaisergranaten, frisch gebackenem Brot, Käse, Käsequiche Västerbotten Art und allem, was zu einem richtigen Krebsfest dazu gehört. Im Paket inbegriffen, das für 1095 SEK (ca. 116 Euro) für eine Person im Doppelzimmer buchbar ist, sind außerdem eine Übernachtung in der ehemaligen Mühle sowie ein leckeres Frühstücksbüffet am nächsten Morgen. Wer möchte, hat auch die Gelegenheit, schon einen Tag früher anzureisen und die Krebse unter Anleitung selbst zu fangen. Das Krebsfangen mit Übernachtung-Paket, ist vom 5. August bis zum 17. September buchbar (www.norrqvarn.se/de).

Ein Krebsfest mit toller Atmosphäre ist auch auf den Väderöarna zu finden – im atemberaubenden Schärengarten von Westschweden. Hier können die Gäste bei einem traditionellen Krebsessen dabei sein, nachdem man miterlebt hat, wie diese Meereskrebse gefangen und in großen Töpfen direkt am Pier frisch gekocht werden. Und die Party steigt dann im Restaurant Lotsbryggan – mit Gesang und Papierhüten und allem, was dazu gehört. Wer möchte, kann hier übrigens auch über Nacht bleiben.

Weitere Erlebnisse rund um die krabbelnde Delikatesse sind unter www.westschweden.com zu finden.

So bestellt Deutschland

Sag mir, was du isst und ich sag dir, wer du bist. In den meisten deutschen Großstädten gehören Lieferdienste, wie Lieferando.de bereits zum Stadtbild. Ob gestresste Managerin, alleinerziehender Papa oder der klausurgeplagte Student – noch nie haben sich die Deutschen so häufig das Lieblingsessen nach Hause liefern lassen, wie 2015. Aber was essen die Deutschen denn am liebsten? In welcher Stadt wurde noch nie Sushi geordert? Bestellen Hamburger nur Hamburger und Berliner am liebsten Currywurst? Lieferando.de, einer von Deutschlands größten Lieferservice, hat den Deutschen auf die Teller geschaut. Die Auswertung der Bestellungen zeigt, was am häufigsten in deutschen Mägen landet.

Deutschland, heimliche Hauptstadt Italiens?
Egal, wie unterschiedlich die heimischen Dialekte, Wahlergebnisse oder Geburtenraten in der Bundesrepublik sind, in einer Sache sind sich die Deutschen einig: Wird in der Bundesrepublik Essen nach Hause geliefert, steht Pizza ganz oben auf der Wunschliste. Ob München oder Berlin, Hamburg oder Schwerin, das runde Nationalgericht der Italiener landet bei mindestens jeder sechsten Bestellung im Warenkorb. Besonders in ostdeutschen Studentenstädten, wie Erfurt oder Dresden liebt man den belegten Hefeteig. So gut wie jede dritte Bestellung geht hier zum Pizzaiolo. Asiatischer mag man es dafür in Hamburg, München oder Berlin. Anstatt zu Burger, Schweinshaxen oder Currywurst greift der figurbewusste, kosmopolitische Großstädter am zweitliebsten bei hippem Sushi zu den Essstäbchen. In der Bundeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern scheint der rohe Fisch dafür eher unbekannt: In Schwerin wurde 2015 nicht ein einziges Mal Sushi bestellt.

Frankfurter mögen’s oft, Münchner teuer
Die mecklenburgische Bundeshauptstadt sticht auch in einer weiteren Kategorie hervor. Mit durchschnittlich 16 Euro pro Bestellung sind die Schweriner die sparsamsten Lieferdienstnutzer, während die Münchner mit 22,50 Euro gerne die Deluxe-Variante wählen. Die meisten Essensbestellungen kamen 2015 jedoch aus Frankfurt am Main. 633 mal machten sich 2015 in der Bank- und Handelsmetropole Lieferanten zu einem einzigen hungrigen Kunden auf den Weg. Damit mussten die Essensboten fast 60 mal häufiger anrücken als in der Bayrischen Landeshauptstadt und doppelt so oft, wie im drittplatzierten Köln.

Wenn der Weihnachtsmann zweimal klingelt
Draußen ist es nass, kalt und grau. Der Kühlschrank ist leer, der nächste Supermarkt zu weit. Warum also nicht per App, oder online frisch zubereitetes Essen aus dem Lieblingsrestaurant direkt an die Wohnzimmercouch liefern lassen? Besonders nach Feiertagen, wenn die Läden geschlossen und das Festmahl noch im Magen liegt, wird sich der Luxus eines Lieferservices gegönnt. So sind Neujahr, Advents-, Weihnachtsfeiertage oder der Tag nach Halloween klassischerweise die bundesweiten Spitzentage mit den meisten Bestellungen. 2015 kam noch ein weiterer Tag hinzu. Beim Bundesligakrimi Bayern gegen Dortmund am 04. November rollte nicht nur der Ball, sondern auch die Räder der Lieferdienste heiß.

Von wegen, alles eine Soße
Die Ergebnisse der Auswertung von mehreren Millionen Bestellungen durch Lieferando.de aus dem Jahr 2015 ergeben, dass es trotz grundsätzlicher Essensvorlieben in Deutschland regionale Unterschiede gibt. Ist die Pizza „Germany`s No.1“, fällt die Wahl vor allem auch in Großstädten auf die teurere und kalorienärmere Sushi-Variante. In Baden-Württemberg macht zusätzlich auch Pasta den heimischen Spätzle Konkurrenz. Während im norddeutschen Schwerin eher kostengünstiger bestellt wird, greift man im süddeutschen München schon tiefer in die Geldbörse. Die steigende Popularität von Lieferdiensten in Deutschland, zeigt, wie in unserer schnelllebigen Zeit, im Spagat zwischen Beruf, Alltag und Familie, die Essensbeschaffung zu einer neuen Herausforderung wird. Liefern wird Trend.

Martien Marcelissen

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan abgeben.

Im fünften und letzten Teil der Serie gibt Sommelier Martien Marcelissen Tipps zum optimalen Parmesan-Wein-Pairing. Der jüngste Sommelier der Runde absolvierte die Ausbildung in seiner Heimat den Niederlanden und machte unter anderem Station im Sternerestaurant Tout A Fait in Maastricht. Aktuell ist der 26-Jährige Sommelier im Zwei-Sterne-Restaurant Becker’s in Trier.

Herr Marcelissen, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Der passende Wein zu mittelgereiftem Parmesan sollte vor allem intensiv im Geschmack sein. Ich empfehle dazu eine sehr alte Auslese, über 15 Jahre gelagert, oder eine alte Spätlese, über zehn Jahre gelagert. Mit seiner cremigen Struktur eignet sich Riesling hervorragend. Reife Weißweine aus der Vouvray oder Montlouis-sur-Loire passen ebenfalls sehr gut. Auch Juraweine können dazu spannend sein. Als Ergänzung zu einem älteren Parmesan nehme ich dagegen gerne einen trockenen Sherry, einen schönen Fino oder Manzanilla mit niedrigem Alkoholgehalt. Ein salziger Vin d’Arbois oder Vin Jaune passt ebenfalls gut, genauso wie ein reifer Chablis mit kräftigem Holzeinfluss.

Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Das macht einen großen Unterschied. In der Vorspeise braucht man eine kräftige Säure, im Dessert darf es dagegen natürlich und süß sein. Das Geschmacksprofil sollte auf jeden Fall ausgereift sein. Sehr wichtig ist im Dessert, welche anderen Komponenten mit dem Parmesan kombiniert werden. Zur Vorspeise, in der der Parmesan häufig weniger opulent ist, darf es ein kräftiger Burgunder oder ein holzgereifter Grau- oder Weißburgunder aus Baden sein.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Richtig kombiniert kann Champagner der perfekte Begleiter zu Parmesan sein. Am besten wählt man einen Chardonnay oder Pinot Noir dominierten Champagner. Vintage Champagner und leicht oxidative Noten passen hervorragend, aber noch wichtiger ist die Hefereifung.

Und wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Am liebsten esse ich länger gereiften Parmesan einfach pur vom Käsewagen. Frisch über Salat oder Pasta gehobelt, passt er auch immer, wichtig ist für mich aber, dass der Käse seine grobe Struktur behält. Überhaupt mag ich es nicht, wenn Parmesan bis zur Unkenntlichkeit zerrieben wird.

Enrico Resta

PARMIGIANO REGGIANO MEETS SOMMELIERS: Sagen Sie mal, Herr Sommelier: Welcher Wein passt am besten zu Parmigiano Reggiano?

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan geben.

Nachdem mit Silvio Nitzsche und Jens Pietzonka zwei Dresdner und Jérôme Pourchère ein Franzose ihre Weinempfehlungen zu Parmesan abgegeben haben, kommt mit Enrico Resta nun ein echter Italiener zu Wort. Der Sommelier und Restaurantleiter im Sternerestaurant Carmelo Greco in Frankfurt kennt sich nicht nur aufgrund seiner Herkunft bestens mit dem italienischen Traditionsprodukt Parmesan und den dazu passenden Weinen aus.

Herr Resta, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Zu mittelgereiftem Parmesan empfehle ich am liebsten aromatische, holzausgebaute Weißweine wie Gewürztraminer, Spätlese Sauvignon oder Catarratto aus Sizilien. Ist der Käse schon etwas reifer, also um die 36 Monate alt, passt Rotwein sehr gut, zum Beispiel ein Lambrusco aus der Emilia-Romagna oder ein Barbaresco aus dem Piemont.

Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Auf jeden Fall, während ein Dessert meist viel Süße und Frucht mitbringt und aufgrund dessen nach einem halbtrockenen Wein verlangt, darf der Wein zur Vorspeise als Gegengewicht zur Kraft und Salzigkeit des Käses gerne sehr trocken sein.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Champagner und Parmesan sind sogar sehr gute Freunde. Je nach Reifegrad des Käses würde ich einen trockenen weißen oder einen Rosé-Champagner empfehlen. Generell kann man sich die Regel merken: je reifer der Parmesan, desto fruchtiger sollte der passende Champagner sein.

Und wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Ich liebe es, Parmesan als Abschluss eines Essens ganz pur zu genießen. Wenn es mal fein und außergewöhnlich sein soll, geht für mich aber nichts über das Parmesansoufflé mit weißem Alba-Trüffel und Erbsencreme von Carmelo Greco.

Kulinarisches Ostern

Was essen die Europäer an den Festtagen?

An den Ostertagen darf endlich wieder geschlemmt werden;
die Fastenzeit ist vorbei. Je nach Land kommen zwischen Karfreitag und
Ostermontag ganz unterschiedliche kulinarische Spezialitäten auf den
Tisch.

Die Franzosen essen an den Festtagen am liebsten Lamm. Meist ist es
eine Lammkeule, die je nach Region mit Knoblauch oder einer
Kräuterkruste zubereitet wird. Ein weiterer Klassiker ist die
Osterquiche mit Lauchzwiebeln, Schinken und Käse. In einigen Regionen
Dänemarks ist es Tradition, als Hauptgericht Eier in Senfsoße mit
Schwarzbrot zu servieren. In Ungarn wird zum geräucherten
Osterschinken Meerrettichsoße, Essiggemüse und Kartoffelsalat
gereicht.

Die Finnen essen am Karfreitag einen außergewöhnlichen Pudding aus
Roggenmehl, Roggenmalz und Melasse. „Mämmi“ wird mit Vanillesoße
und kalt serviert. Denn in früheren Zeiten war der Karfreitag zu
heilig, um warmes Essen vorzubereiten. Eine spanische Fastenspeise
sind „Torrijas“, deren Zubereitung je nach Familienrezept und
Region leicht variiert. Die Brotscheiben werden in Milch, Wein, Honig,
Gewürzen und Ei getunkt und in der Pfanne mit Olivenöl angebraten.

In Italien ist es Brauch, am Ostermontag ein großes Picknick mit
Freunden und Familie zu feiern. Dabei darf eine „Torta Pasqualina“
nicht fehlen, wobei „Pasqua“ im Italienischen Ostern bedeutet. Es
handelt sich um eine Pastete mit Eiern, Ricotta und Blattspinat.
Früher bestand sie aus 33 Schichten, die die 33 Lebensjahre von Jesus
Christus symbolisierten. Den süßen Abschluss des Festessens bildet
ein Kuchen aus süßem Hefeteig und Mandeln, die „Colomba
Pasquale“. Er hat die Form einer Taube, die für Frieden und
Freiheit steht.

In Griechenland wird zum Osterfrühstück traditionell „Tsoureki“
mit Butter und Marmelade gegessen. Den süß-herben Hefekranz
schmückt in der Mitte ein rotes Ei, das das Blut Christi, aber auch
das Leben versinnbildlicht. Die Polen backen den Kuchen „Mazurek“,
der gerne an Familie und Freunde verschenkt wird. Er wird meist mit
einem Sandteiggitter und reichlich Trockenfrüchten und
Mandelsplittern verziert. Die Ostersuppe „Zurek“ ist eine
Sauermehlsuppe, die gerne in einem ausgehöhlten Brotlaib gereicht
wird. Weitere Zutaten sind Kartoffeln, Würstchen und ein hart
gekochtes Ei.

Egal aber, woher man ursprünglich stammt oder welche Traditionen man
gewohnt ist, lohnt es, sich auch mal bei den anderen Nationen
kulinarisch zu bedienen.

Heike Kreutz, www.aid.de

Fleisch aus tiergerechter Haltung

Fehlende Kennzeichnung und andere Lebensmittel-Unklarheiten
Schnitzel, Steak und Frikadellen genießen die meisten Verbraucher am liebsten, wenn sie aus besonders tiergerechter Haltung stammen. Doch während auf jedem Ei stehen muss, wie die Legehenne gehalten wird, fehlt eine solche Einkaufshilfe für das meiste Fleisch. Nur für Geflügel gibt es EU-weit einheitliche Angaben. Da sie freiwillig sind, nutzen die Hersteller aber auch diese nur selten. Bis dieser Mangel abgestellt und die Kennzeichnung aller Fleischsorten vorgeschrieben ist, müssen Konsumenten auf andere Informationen zurückgreifen. Welchen Labeln und Versprechen sie dabei trauen können und was Augenwischerei ist, erklärt der neu aufgelegte und ergänzte Ratgeber „Lebensmittel-Lügen – Wie die Food-Branche trickst und tarnt“ der Verbraucherzentrale NRW.

In weiteren Kapiteln widmet sich das kritische Werk unter anderem der unklaren Kennzeichnung vegetarischer und veganer Lebensmittel, unseriösen Gesundheitsversprechen und den Strategien der Produktplatzierung im Supermarkt. Die Leser erfahren zudem, wie sie die örtliche Herkunft ihrer Speisen ergründen können und was sich hinter manch wohlklingender Warenbezeichnung wirklich verbirgt.
Der Ratgeber kostet 14,90 Euro und ist in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW erhältlich. Für zuzüglich 2,50 Euro für Porto und Versand wird er auch nach Hause geliefert.

Bestellmöglichkeiten:
Online-Shop: www.vz-ratgeber.de, Telefon: 0211/3809-555, E-Mail: ratgeber@vz-nrw.de, Fax: 0211/3809-235, Post: Versandservice der Verbraucherzentralen, Himmelgeister Straße 70, 40225 Düsseldorf

Studiensammlung zu Ernährung und Esskultur in Deutschland

Studiensammlung zu Ernährung und Esskultur in Deutschland

Die eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH führte im Jahr 2015 wieder erkenntnisreiche Umfragen und Studien zu Lebensmitteln, Ernährungsgewohnheiten und der Esskultur der Deutschen durch. Diese dienten der Ermittlung von Trends und Verbraucherwünschen. Alle Erkenntnisse sind wie bereits im Jahr zuvor zu einem zweiten Studienband auf 20 Seiten zusammengefasst worden. Journalisten und alle Interessierten können sich das Kompendium kostenlos herunterladen.

Die Top-Facts

Food-Trends sind was für Jüngere, jeder dritte Deutsche kocht fürs Büro vor, Fisch kaufen die Deutschen am liebsten mit Siegel, das Butterbrot erlebt eine Renaissance – diese Ergebnisse und viele weitere, wie zum Beispiel zehn Dinge, die man garantiert noch nicht über Tiefkühlkost wusste, fassen das kulinarische Jahr 2015 in einem Band zusammen.

Download: http://frauwenk.us10.list-manage1.com/track/click?u=9c10f6a2e837a65aa8e324510&id=abd5bc29c1&e=d8f20a697e

Welcher Wein passt am besten zu Parmigiano Reggiano?

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan abgeben.

Den Anfang macht Sommelier Silvio Nitzsche, der seit 2007 Inhaber der mehrfach ausgezeichneten Weinkulturbar in Dresden ist. Ein Tisch in dem kleinen Eckbistro ist besonders am Wochenende heißbegehrt, bis 2018 sind bereits alle Plätze ab 18 Uhr vergeben. Zuvor war Nitzsche lange Jahre als Sommelier in den USA und bei Drei-Sterne-Koch Dieter Müller im Schlosshotel Lerbach tätig. Der Gault&Millau bezeichnet Nitzsche als „Supernase mit unerschöpflichen Weinwissen“.

Herr Nitzsche, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Aufgrund ihrer perfekten Säure-Süße-Balance harmoniert dazu am besten eine leicht gereifte fruchtsüße Riesling-Auslese aus der Pfalz. Auch schön ist ein Sherry Amontillado oder ein mindestens 15 Jahre gereifter Burgunder aus einer der Major Appellationen der französischen Côte d’Or.

Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Es macht sogar einen gravierenden Unterschied, da die Mengenproportionen unterschiedlich sind und damit der Wein auch eine ganz andere Potenz haben sollte. Zudem ist es immer von Vorteil, wenn man zu Beginn eines Menüs ein klein wenig Rücksicht auf die darauf folgenden Weine nimmt.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Parmesan empfinde ich persönlich als nicht sehr ideal, um in einer Menüfolge oder am Abend zu beginnen, da er sehr einvernehmend im Geschmack und bindend ist. Parmesan und Champagner sind als Abendbegleitung aber durchaus reizvoll. Bei der Champagnerwahl würde ich auf einen Demi-Sec oder einen Rosé-Champagner zurückgreifen.

Und wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Ich esse Parmesan am liebsten ganz singulär und vollkommen pur, mit viel Zeit, Ruhe und dem zuvor erwähnten Glas Riesling.

So viel Fisch essen die Deutschen

Knapp jeder zweite Deutsche (44 Prozent) genießt jede Woche einmal ein Fischgericht, wobei die Männer noch vor den Frauen liegen und der Fischkonsum in der Zielgruppe 55+ zunimmt. Das ergab eine aktuelle repräsentative Online-Umfrage der eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH. Wenn es nach Ernährungsexperten ginge, dürfte es gern noch mehr sein, denn diese Menge Fisch deckt gerade die Mindestverzehrempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ab. Wie die Deutschen ihren Fisch am liebsten essen und was sie bei der Zubereitung beachten sollten, weiß die eismann-Ernährungsberaterin und Ökotrophologin Marga Hamacher.

„Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, sollte ruhig noch einen Fischtag mehr in der Woche einlegen“, empfiehlt Hamacher. Zwölf Prozent der Deutschen folgen diesem Rat bereits und essen zwei bis drei Mal in der Woche Fisch, besagt die Umfrage. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) verzehrt alle zwei Wochen Fisch und 13 Prozent einmal im Monat.

Vier Prozent der Deutschen essen nie Fisch, wobei diese Aversion insbesondere bei Frauen ausgeprägt ist (Männer 2,6 Prozent, Frauen 6,3 Prozent). Dabei ist Fisch ein wahrer Rundumversorger für den Köper „er liefert wertvolles Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe, Jod sowie „gute“ Fette. Die Omega-3-Fettsäuren schützen das Herz-Kreislauf-System, wirken entzündungshemmend, tragen maßgeblich zur Entwicklung des Gehirns und der Sehfähigkeit bei, fördern die geistige Leistungsfähigkeit und senken das Risiko für Demenzerkrankungen und Alzheimer deutlich. Fazit: Je höher der Fettanteil beim Fisch, desto mehr gute Omega-3-Fettsäuren kommen vor. Besonders reichhaltig an Fett sind Meeresfische wie Lachs, Hering oder Makrele. Die sogenannten „Magerfische“ wie der Alaska-Seelachs, Kabeljau, Hecht oder Zander sind genauso fein im Geschmack, weisen jedoch nur wenig Körperfett auf.*

Fisch am liebsten gebraten
Die Umfrage hat weiterhin ermittelt, wie die Deutschen ihren Fisch am liebsten zubereiten: Demnach braten 63 Prozent Fisch kurz in der Pfanne an, 50 Prozent backen ihn im Ofen, weitere 50 Prozent nutzen den Grill. Jeder Fünfte bevorzugt Fisch roh als Sushi. Ganz Hungrige müssen nicht lange warten, bis Fisch, der oft tiefgekühlt gekauft wird, zubereitet ist. „Panierte oder marinierte Fischfilets können direkt gefroren in die Pfanne gelegt werden,“ empfiehlt Hamacher.

Tipps und Tricks zur Zubereitung
Fisch ist schmackhaft, schnell und einfach zubereitet. Kräuter und Gewürze komplettieren seinen herrlichen Geschmack. Hierbei gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Von Zitrone und Petersilie bis hin zu Ingwer, Minze und Chili – der Vielfalt sind beim Zubereiten von Fisch keine Grenzen gesetzt. Für eine Marinade die Zutaten fein hacken, mischen und den Fisch damit einstreichen. Sonst Kräuter und Gewürze nur grob auseinanderpflücken und mit in den Topf, die Pfanne oder den Ofen geben. Zum Anrichten noch ein wenig Dill, Schnittlauch oder Kerbel und eine Zitronenscheibe auf den Fisch geben – fertig.

Braten: Die Pfanne ist die Allzweckwaffe, um frischen, tiefgekühlten, panierten oder marinierten Fisch zuzubereiten. Einfach Öl erhitzen und den Fisch hineinlegen. Margarine oder Butter verbrennen bei hohen Temperaturen leicht und sind deshalb für das heiße Anbraten nicht geeignet. Wichtig: Ist die Fischhaut nicht paniert, wird der Fisch zuerst auf der Hautseite kross anbraten, bis er ins Schwitzen kommt. Leichte Schweißperlen auf dem Filet zeigen an, wann der Fisch gewendet werden kann.

Backen: Eine Auflaufform ausfetten und die Fischfilets hineinlegen. Den Fisch würzen und entweder mit Öl oder Butterflöckchen belegen oder mit einem Stück Alufolie zugedeckt im Ofen etwa 30 Minuten garen. Wichtig: Ist das Fischfilet nicht einheitlich dick, einfach mittig einschneiden, bis kurz vor Ende des Fisches, und die Flügel seitlich aufklappen. So ist der Garpunkt an allen Stellen des Filets gleich.

Grill: Zum Grillen eignet sich Fisch mit magerem, festem Fleisch wie Forelle oder Thunfisch. Beim Holzkohlegrill sollte die Kohle bereits weiß sein, bevor der Fisch aufgelegt wird. Tipp: Den Fisch nicht der direkten Grillhitze aussetzten, sondern den Randbereich des Grills nutzen. Ein Stück Alufolie oder eine extra Fischgrillzange hilft, dass er nicht auseinanderfällt.

Dämpfen: Dämpfen ist wohl die gesündeste Art Fisch zuzubereiten. Denn die wertvollen Inhaltstoffe werden nur in geringem Maße herausgelöst. Wer keinen speziellen Dämpfer besitzt, legt den Fisch in einen Siebeinsatz und gart ihn im Topf über dem heißen Sud. Nach der Zubereitung mit Salz würzen. Achtung: Seefische enthalten von Natur aus schon Salz, sodass es hier weniger Würze bedarf.

Dünsten: Dünsten ist das Garen im eigenen Saft oder mit nur sehr wenig zugeführter Flüssigkeit. Der beim Garen entstehende Dünstfond ist wichtig für die Vollendung der Speise. Fischfilets wie Rotbarsch, Kabeljau oder auch Zander werden aufgetaut, trocken getupft und in einen Topf mit wenig heißer Flüssigkeit und etwas Fett gegeben. Wichtig: Den Deckel immer geschlossen halten und bei mittlerer Temperatur zubereiten.

Folienfisch im Ofen: Geeignet für jede Art von Fisch. Entweder im Bratschlauch oder mit Alufolie zubereitet, schmort der Fisch im eigenen Saft. Den Fisch zum Beispiel auf ein üppiges Gemüsebett legen und würzen. Kleine Butterstückchen oder ein wenig Öl auf den Fisch geben, den Bratschlauch oder die Alufolie gut verschließen und in den vorgeheizten Ofen legen. Wichtig: Mit der Messerspitze zwei kleine Löcher in die Folie oder den Schlauch stechen, damit der Druck gut entweichen kann.

* www.mri.bund.de/fileadmin/Institute/MF/Fisch-und-Ernaehrung.pdf

David Rocco im TV

US-Kochstar David Rocco nutzt die Welt als Kochstudio

David Rocco, ein Italo-Kanadier, dessen Kochshows in mehr als 150 Ländern ausgestrahlt werden und der in Nordamerika ähnlich bekannt ist wie Jamie Oliver in Europa, ist nun auch im deutschen Fernsehen präsent. Mit seinem Team hat das ehemalige Armani-Model für den Sender Nat Geo People drei Kochsendungen entwickelt, die den TV-Star so zeigen, wie er wirklich ist: als leidenschaftlichen Genießer, charismatischen Entertainer und experimentierfreudigen Weltenbummler, der Essen als internationale Sprache versteht.

„Ich bin kein Koch, ich bin Italiener.“ Mit diesem Satz sagt David Rocco bereits eine Menge über sich aus. Nämlich, dass Essen und Genuss seit jeher einen besonderen Stellenwert für ihn haben, er am liebsten einfache, aber gut gemachte Gerichte mag und familiäre Bande sein Lebensgefühl maßgeblich beeinflussen. Wer David Rocco trifft, erlebt einen TV-Star, den es auf seinen kulinarischen Reisen für mehrere Monate nach Italien und Indien zog und einen dreifachen Familienvater, der durch Selbstverwirklichung erfolgreich geworden, dabei aber absolut authentisch geblieben ist: „Für meinen Lebensunterhalt bereise ich die Welt und esse vorzügliche Gerichte. Unterwegs schließe ich tolle Freundschaften, und ich habe eine wundervolle Familie – Jackpot!“

Der 44-Jährige hat in Nordamerika durch seine drei Kochbücher und TV-Sendungen David Rocco‘s Dolce Vita, David Rocco’s Amalfi Getaway und David Rocco’s Dolce India Superstar-Status erreicht. Seine Eltern hingegen fingen als Immigranten aus Neapel bei null an und erzogen ihre Kinder in Toronto mit einem starken Bewusstsein für italienische Traditionen und Liebe zum Essen. Bei den Roccos hieß es immer: Geht nicht gibt’s nicht. Und so mühte man sich, bis das Ergebnis gut war. So lief es auch in der Küche, wo ihm seine Mutter und Großmutter das Handwerk lehrten. Eine Kochausbildung lag nahe, Rocco begann aber Wirtschaft zu studieren, auch wenn er sich keine Zukunft in der Branche vorstellen konnte. Daher arbeitete er nebenher als Model und Schauspieler. „Das waren gute Erfahrungen, denn so wurde mir klar, was ich wirklich machen wollte: meine Leidenschaft fürs Kochen und Schauspielern kombinieren und eine TV-Show produzieren.“

David Rocco unterhält, kocht und sieht dabei auch noch gut aus. Doch wer einen abgehobenen, erfolgsverwöhnten Promi-Koch vermutet, liegt falsch. Als Ausgleich für die vielen Reisen liebt er das Bodenständige und zieht Energie aus dem engen Familienzusammenhalt, der auch seine Küchenphilosophie prägt. „Essen verbindet uns mit anderen und ist eine Sprache, die jeder versteht. Ich lerne die kulinarischen Traditionen fremder Länder kennen, mische sie mit meinen und gebe diese Erfahrungen weiter.“ Roccos Formate sind Reisereportagen und inspirierende Koch- und Lifestyle-Magazine in Einem, David füttert die Zuschauer mit Bildern und macht so Lust auf mehr. „Viele Zuschauer sagen mir, dass sie meine Shows sehen und dann den Wunsch verspüren, Freunde oder Verwandte zum Essen einzuladen. Das ist toll, denn viele Leute nehmen sich kaum noch Zeit dafür.“ Und damit die Menschen wieder selbst aktiv in der Küche werden statt beim Lieferservice anzurufen, kocht David so, wie es ihm auch selbst am liebsten ist: nachvollziehbar und verständlich. Seine Rezepte sind experimentell, aber nicht kompliziert, er verwendet nur frische, saisonale Zutaten und natürlich gutes Olivenöl. Der Mann, den das Flare Magazine zu einem von „Kanadas Top Ten Style Makers“ gekürt und der mehrere Auszeichnungen gewonnen hat, ist süchtig nach neuer Inspiration. „Ostafrika, Zentral- und Südamerika reizen mich unheimlich. Meine Erlebnisse dort werde ich auf jeden Fall mit den Zuschauern teilen.“

Seit dem 29. September 2014 läuft David Rocco’s Amalfi Getaway immer montags um 21 Uhr, David Rocco’s Dolce Vita startet am 3. November 2014. Der neue National Geographic Sender Nat Geo People bringt alle Episoden in Doppelfolgen.