Spaghetti- und Stripetti-Kürbis

In der Kürbis-Küche spielen neben der Sortenvielfalt auch Zubereitungsarten,
Fruchtkompositionen und Gewürze eine große Rolle, um aus dem orangen Riesen
ein Edelgemüse zu machen. Kürbisanbauerin Britta Bötel aus Börßum in
Niedersachsen hat vor einigen Jahren auf einem Rübenacker mit ein paar
Kürbissen begonnen. Die Leidenschaft ist seitdem stetig gewachsen. „Wenn ich
durchzähle, komme ich auf rund 60 Sorten, mit denen ich in der Küche
experimentiert habe. Wenn etwas schmeckt, wird das Rezept sofort notiert –
anderenfalls variiert“, so Bötel.
Für Kürbis-Köche mit wenig Erfahrung eignen sich Gartenkürbisse wie die
nussig schmeckenden Sorten „Spaghetti“ oder „Stripetti“ sehr gut. Man kann
die zylindrischen Kürbisse mit dem hellgelben Fruchtfleisch im Ganzen kochen
oder halbieren und als Kürbishälfte im Ofen garen. „Mit Pfeffer, Salz und
Parmesan gewürzt, hat man eine unkomplizierte, aber witzige Mahlzeit, die
auch Kindern als Kürbis-Schiffchen schmeckt“, sagt die Kürbisanbauerin.

Der gelbe Spaghetti-Kürbis und ebenso der grün-gelb gestreifte Stripetti,
eine Kreuzung aus Spaghetti-Kürbis mit der Sorte „Delicata“ zerfallen beim
Garen in nudelähnliche Fasern. Sie erinnern an geriebene Möhren oder
Spaghetti. Man halbiert den Kürbis längs, entfernt die Kerne und lässt ihn
dann rund 30 bis 40 Minuten im Backofen garen. Pur, mit einer
Kürbis-Hackfleisch- oder Kürbis-Feta-Füllung oder mit einer scharfen
Ingwer-Chili-Sauce gereicht, lassen sie sich herrlich auslöffeln. Andere
gängige Methoden um den Spaghetti-Kürbis zuzubereiten sind das Kochen im
Ganzen und das Dämpfen von Hälften. Dann entfernt man die Kerne und schabt
das faserartige Fruchtfleisch heraus.

Die Kürbisfäden können „wie Spaghetti“ mit Sauce gereicht werden. Das weiche
Fleisch eignet sich auch gut für Mus, Konfitüren, Chutneys sowie als Saucen-
und Suppeneinlage.
Ira Schneider, www.aid.de

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