Kürbis

Tipps für den Anbau im eigenen Garten

Kürbisse gedeihen prächtig im Gartenbeet an einem sonnigen Standort. Auch am Rand vom Komposthaufen oder in einem großen Kübel auf Balkon oder Terrasse fühlt sich das Gemüse wohl.

Der Kürbis ( Cucurbita maxima ) ist im tropischen Mittel- und Südamerika beheimatet. Die wärmeliebende Pflanze mag es sonnig und windgeschützt und braucht einen feuchten und humosen Boden. Innerhalb kurzer Zeit bildet sie zahlreiche Blätter und Früchte. Im Feldanbau sind das pro Hektar und Jahr durchschnittlich rund 100 Tonnen Frischmasse. Um so viel Biomasse zu bilden, benötigt der Kürbis genügend Nährstoffe. Daher sollten Gärtner den Boden im zeitigen Frühjahr mit gut verrottetem Kompost versorgen. Im Pflanzkübel gedeiht der Kürbis am besten mit einer kräftigen Blumenerde, einem Langzeitdünger und vielen Hornspänen. Auf dem gleichen Beet sollten Kürbisse und verwandte Arten wie Gurke höchstens alle drei Jahre angebaut werden.

Wenn man große Kürbisse ernten möchte, sollte man besonders auf eine ausreichende Bewässerung während der Fruchtreife achten. Zudem ist es ratsam, die Seitentriebe gleich oberhalb des ersten Blütenansatzes (plus zwei Blätter) einzukürzen. Bei feuchter Witterung kann trockenes Stroh unter den Früchten Faulen vermeiden.

Bei Winterkürbissen gilt: Je länger die Früchte ausreifen, desto größer und gehaltvoller und damit auch geschmackvoller werden sie. Die Früchte sind reif, wenn der Stielansatz sowie die Schale hart und trocken sind. Dann sind sie auch sortentypisch ausgefärbt. Ernten Sie die Früchte vorsichtig, denn Druckstellen oder Wunden fördern eine frühzeitige Fäulnis – vor allem bei feuchter Witterung. Bis zu den ersten Nachtfrösten sollten alle Kürbisse eingebracht werden. Wer ein Stück Stiel am Kürbis lässt, verlängert die Haltbarkeit. Trocken und kühl gelagert, ist er bis zum Frühjahr haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Kürbis: Was macht die Pflanze so besonders?

Der Kürbis ist in der Gemüsewelt ein echter Rekordhalter. Je nach Sorte und Kultur können sich riesige Früchte mit über einem Meter Durchmesser, drei Metern Umfang und bis zu 150 Kilogramm Gewicht entwickeln. In Ausnahmefällen sind es sogar über 500 Kilogramm. „Damit sind sie die größten Beeren der Welt“, informiert Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst in Bonn. Als Beerenfrüchte werden solche Früchte bezeichnet, deren zahlreichen Samen in das Fruchtfleisch eingebettet sind.

Der Kürbis ist einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt, erklärt Seitz. „In früheren Zeiten wurden in erster Linie die gut lagerfähigen, öl- und eiweißreichen Samen geschätzt“. Das Fruchtfleisch der Wildformen schmeckte bitter und war leicht verderblich. Mit der Wiederentdeckung Amerikas gelangte der Kürbis auch nach Europa. Heutzutage wird der farben- und formenreiche Kürbis vor allem in Russland, Ukraine und Italien angepflanzt. Auch in Deutschland hat der Kürbisanbau in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

Die Familie der Kürbisgewächse ( Cucurbitaceae ) ist mit rund 100 Gattungen sehr groß. Dazu zählen neben dem Kürbis ( Cucurbita spec. ) auch die Gurke ( Cucumis sativus ), Melone ( Cucumis melo ) und Wassermelone ( Citrullus vulgaris ). Die Zucchini ( Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina ) ist eine nicht rankende Form des Gemüsekürbisses. Kürbisgewächse weisen aus botanischer Sicht einige Besonderheiten auf. So bildet der Kürbis weibliche und männliche Blüten aus, die auf einer Pflanze wachsen. Die Pollen werden vor allem von Hummeln übertragen. Kürbisse besitzen zu Sprossranken umgebildete Blätter, die in sechs Monaten Wachstumszeit eine Länge von bis zu 15 Metern erreichen können. Damit können sie sich an anderen Pflanzen oder Zäunen festhalten.
Heike Kreutz, www.aid.de

Prescott Winter Farmers Market

Käse, Kürbis und Kunsthandwerk beim Bauernmarkt in Prescott, Arizona – Noch bis zum 26. April 2014 gibt es in Prescott jeden Samstag frische, saisonale Produkte der Region auf dem Winter Farmers Market

Die Betreiber des Marktes glauben daran, dass der Boom lokaler Produkte nicht nur ein vorübergehender Trend ist, sondern langfristig, nachhaltig und aus Überzeugung gefördert werden sollte. Die rasante Entwicklung von Wintermärkten im gesamten Land bestätigt die Beliebtheit dieser Art von Veranstaltungen. Prescott liegt mit seinem Angebot also am Puls der Zeit. Neben vielen lokal produzierten landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln wird auch typisch südwestamerikanisches Kunsthandwerk angeboten.

www.prescott.edu/prescott-community-market/

Live Kochen mit Kolja Kleeberg

Unter Anleitung von Sternekoch Kolja Kleeberg werden rund 600 Hobbyköche am
24. November auf der eat&STYLE im Rahmen des Stuttgarter Messeherbstes ein
rekordverdächtiges Drei-Gänge-Menü zubereiten – gemeinsamer Verzehr
natürlich inklusive. Interessierte haben vom 15. Oktober bis zum 2. November
die Möglichkeit, sich unter www.lidl-genuss.de/groesster-kochkurs/ anzumelden und sich einen der
begehrten Plätze zu sichern. Aber erst ab dem 15.10.!

Daneben enthält das Lidl Oktober-Booklet die üblichen Rezepte,
Tipps und Tricks – passend zur Jahreszeit dreht sich dabei diesmal alles um
einen echten Allrounder: den Kürbis. Das Booklet finden Sie wie gewohnt kostenlos in allen
Lidl-Filialen. Im Booklet präsentiert Sternekoch Kolja Kleeberg ein köstliches
Kürbis-Rezept für Feinschmecker. Bei Kürbisnocken mit Crème fraîche ist
Genuss garantiert! Das Video zum Rezept gibt es auf
https://www.lidl-genuss.de/koljas-rezeptvideos/.

Auch in Koljas Getränkeschule steht der Kürbis im Mittelpunkt. Der
Sternekoch zeigt, wie sich aus Kürbis köstliche Getränke herstellen lassen,
die nicht nur sehr vitaminreich sind, sondern vor allem durch ihren
exotischen und einzigartigen Geschmack überzeugen.

Zu guter Letzt erfahren Lidl-Kunden in der Kürbiskunde Wissenswertes über
die verschiedenen Kürbisarten und ihre Vorzüge. Daneben erhalten die Leser
weitere Rezeptideen, z. B. für saftiges Kürbisgratin.
Die Inhalte dieses Booklets, alle Aktionen sowie weitere Rezepte,
Rezeptvideos und Küchentipps von Kolja Kleeberg finden sich auch auf der
Internetseite www.lidl-genuss.de

Bei Kochmessern vertraut Kolja Kleeberg seit vielen Jahren auf CHROMA HAIKU, seinen Lieblingsmessern und zweimaligen Bocuse d’or Gewinnern.

Rezept Cornelia Poletto

Gefülltes Kalbskotelett mit Kürbispüree

Zutaten für 4 Personen:
4 Kalbskoteletts (mit Knochen)
10 g schwarze Sommertrüffel (aus dem Glas)
einige Zweige Thymian
2-3 Stiele glatte Petersilie
2 dünne Scheiben gekochter Schinken
200 g Frischkäse
Meersalz
Pfeffer aus der Mühle
2 EL Olivenöl
100 g Butter
400 g vorwiegend fest kochende Kartoffeln
600 g Muskatkürbis
Muskatnuss
200 ml Weißwein

1. Den Backofen auf 140 °C vorheizen. Die Koteletts waschen und trocken tupfen. Die Fettschicht der Koteletts mehrmals einschneiden, damit sich das Fleisch beim Braten nicht wölbt. Mit einem spitzen, scharfen Messer seitlich in jedes Kotelett eine Tasche schneiden. Die Trüffel fein hacken. Die Blätter von 1-2 Thymianzweigen abstreifen. Zusammen mit den Petersilienblättern fein schneiden. Den Schinken würfeln. Mit dem Frischkäse, den Kräutern und den Trüffeln mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse mit einem Teelöffel in die Koteletts füllen und die Öffnung mit Holzspießchen zustecken.

2. In einer ofenfesten Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Koteletts darin von beiden Seiten kräftig anbraten. Etwa 10 g Butter und die restlichen Thymianzweige zufügen und im Ofen etwa 20 Minuten gar ziehen lassen.

3. Inzwischen die Kartoffeln schälen und würfeln. In Salzwasser etwa 10 Minuten kochen. Mit einem Löffel die Kerne aus dem Kürbis kratzen, den Kürbis in Spalten schneiden, die Schale abschneiden und das Fruchtfleisch würfeln.
Zu den Kartoffeln geben, weitere 10 Minuten kochen. Abgießen und ausdämpfen lassen. 50 g Butter in einem kleinen Topf zerlassen und bräunen lassen. Die gebräunte Butter (Nussbutter) durch ein Sieb zur Kürbis-Kartoffelmischung geben und alles grob pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

4. Gegen Ende der Garzeit mit einem Bratenthermometer die Kerntemperatur der Koteletts prüfen (ideal sind 55-60°C), Garzeit eventuell etwas verlängern. Die Koteletts aus dem Ofen nehmen, in Alufolie wickeln und beiseite stellen. Den Bratensatz in der Pfanne mit Weißwein ablöschen, die restliche Butter in Stückchen einrühren und alles etwas einkochen lassen. Die Thymianzweige entfernen und die Soße mit Salz, Pfeffer und nach Belieben etwas Trüffelsaft (aus dem Glas) abschmecken. Alles anrichten.

Tipps:
Trüffel aus dem Glas sind günstiger als man denkt. Man kann aber auch anstelle von Trüffeln und gekochtem Schinken getrocknete Tomaten und Parmaschinken verwenden.
Durch den Kürbisanteil lässt sich das Püree ausnahmsweise mit dem Stabmixer pürieren. Reines Kartoffelpüree sollte allerdings nur gestampft oder durch eine Kartoffelpresse gedrückt werden. Es würde durchs Pürieren kleisterartig.

Kürbis-Orangen-Suppe
Zutaten für 4 Personen:
1 Bio-Orange
1 kg Muskatkürbis
3 EL Butter
20 g Ingwer
Meersalz
1 TL brauner Zucker
700 ml Gemüsebrühe
Cayennepfeffer
Muskatnuss
2 EL geröstete Kürbiskerne
Kürbiskernöl nach Belieben

1. Die Orange waschen und trocken tupfen. Etwa ein Viertel der Schale mit einem Zestenreißer in dünnen Streifen abziehen. Mit einem Löffel die Kerne aus dem Kürbis kratzen, den Kürbis in Spalten schneiden, die Schale abschneiden und das Fruchtfleisch würfeln.
2. Die Butter in einem Topf erhitzen, die Kürbiswürfel und die Orangenschale darin anschwitzen. Den Ingwer schälen, fein würfeln oder reiben und zufügen. Die Kürbismischung salzen, mit Zucker bestreuen und unter Rühren etwas karamellisieren lassen. Die Orange auspressen, den Saft zum Kürbis geben und etwas einkochen lassen. Die Brühe angießen. Aufkochen und etwa 20 Minuten köcheln lassen.
3. Die Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren und mit Salz, Zucker, Cayennepfeffer und Muskat abschmecken. Mit gerösteten Kürbiskernen und nach Belieben einigen Tropfen Kürbiskernöl anrichten.

Tipp:
Noch schneller geht es mit Hokkaidokürbis, denn der muss nicht geschält werden. Sie benötigen davon für das Rezept etwas weniger, ca. 700 g.

Köstlicher Kürbis

Schulung am ttz Bremerhaven vermittelt Vielfalt der Gaumenfreude

Der Herbst rückt näher und die Kürbisernte beginnt. Erkennt Ihr Gaumen die unterschiedlichen Geschmacksnoten des Saisongemüses? Das ttz Bremerhaven bietet am 6. Oktober 2011 eine Geschmacksschulung für Verbraucher rund um das Thema Kürbis an.

Wie schmeckt eigentlich ein Kürbis? Erkennen Sie den Unterschied zwischen biologisch und konventionell angebauten Produkten? Was ist Masse, was Klasse? Das ttz Bremerhaven lädt alle Verbraucher ein, in seiner Geschmackschule SENSEVENT die Geschmackssinne zu trainieren, verschiedene Kürbissorten zu verkosten und sich fachliches Wissen anzueignen.

Von der kleinfruchtigen Zucchini und Courgettes über großfruchtige Kussa und Squash – die Vielfalt an Kürbissen ist riesig. Das ttz Bremerhaven ermöglicht es Verbrauchern, ihre sensorischen Fähigkeiten in der Geschmackschule SENSEVENT zu prüfen und zu erweitern. Am 6. Oktober 2011 vermittelt das ttz in seinem Sensoriklabor zwischen 16.30 und 19.30 Uhr sensorisches Wissen am Beispiel des Kürbisses.

Zunächst werden die Teilnehmer in die Wissenschaft des Geschmacks eingeführt. Anschließend verkosten die Interessenten verschiedene Kürbissorten, die sich nach Sorte und Herkunft unterscheiden. Sie beschreiben die Kürbisse sensorisch und beurteilen Aussehen, Geruch sowie den Geschmack der Kürbissorten. Außerdem gibt das ttz Bremerhaven generelle Informationen über Kürbisse. Der Forschungsdienstleister öffnet seine Türen für Verbraucher mit Interesse an Geschmack und Sensorik. Mit dem Motto „Mit allen Sinnen lernen & erleben“ orientiert sich die Geschmackschule SENSEVENT am Leitbild des ttz Bremerhaven: „Forschung für mehr Lebensqualität“.

Der Sortenreichtum des Kürbis bereichert unseren Speiseplan und birgt Geschmacksvielfalt. Am ttz Bremerhaven wird die Vielfalt von Nutzpflanzen und -tieren sowie die natürliche Biodiversität gefördert. Der Erhalt ursprünglicher und kulturell wichtiger Arten und Lebensräume bedingt überregionale Kooperationen und Richtlinien. Der regionale Austausch und die Festlegung von Richtlinien zur Aufwertung von Biodiversität in Europa sind Ziele des REVERSE-Projektes – seit Anfang 2010 ist das ttz Bremerhaven Partner.

Die Schulung erfolgt im Sensoriklabor des ttz Bremerhaven,
Lengstr. 3, 27572 Bremerhaven und kostet 30 Euro. Bitte melden Sie sich verbindlich per FAX 0471 – 30 99 33 19 oder über sensevent@ttz-bremerhaven.de an

Wenn Südtiroler feiern: Veranstaltungsperlen im Meraner Land

„Man soll die Feste feiern wie sie fallen“ – diese Redensart ist im Meraner Land seit jeher tief verwurzelt. Denn die ebenso temperamentvollen wie geselligen Bewohner der Südtiroler Ferienregion feiern gerne und oft. Nicht umsonst herrscht rund um die charmante Kurstadt Meran das ganze Jahr über reges Treiben: Farbenfrohe Festivals, Soireen und Veranstaltungen jeder Art schmücken den Kalender und zeugen von der mediterranen Lebensart der Region. Dazu zählen nicht nur international gefeierte Sommer-Highlights wie die Oldtimer Rallye Südtirol Classic oder die Meraner Musikwochen, sondern auch faszinierende kleinere Festlichkeiten, die das regionale Brauchtum lebendig halten und erlebbar machen. Gerade wenn der frühe Herbst das Land in eine kräftige Farbenpracht taucht und die noch warmen Nächte zum Verweilen einladen, entwickeln diese atmosphärischen Feste im Freien ihre ganz besondere Anziehungskraft. Es gibt wohl kaum eine schönere Art, Land und Leuten in geselliger Runde näher zu kommen und sich von der geschäftigen Gelassenheit der Südtiroler anstecken zu lassen.

Abseits der bekannten Großveranstaltungen wartet eine Fülle an kleineren, traditionsgeprägten Festivitäten im Meraner Land darauf, entdeckt zu werden. Anfang August lädt beispielsweise das traditionelle Laaser Kulturfest „Marmor und Marillen“ dazu ein, den ausklingenden Sommer mit kulinarischen Genüssen rund um die köstlichen Vinschger Marillen zu genießen. Auch der September lockt mit vielfältigen Veranstaltungs-Geheimtipps: Für jeden Besucher, der die Kultur und Lebensart der Einheimischen hautnah miterleben möchte, ist der Schafübertrieb im Schnalstal mit dem daran anschließenden Hirtenfest ein absolutes Muss. Schwindelfreie Ötzi-Fans haben am 19. September die einmalige Gelegenheit, der prominenten Mumie beim Jubiläumsfest an der Fundstelle am Tisenjoch zum 20. Jahrestag die Ehre zu erweisen. Feinschmecker und Gourmets hingegen kommen Ende September im Rahmen der dreitägigen Kürbistage in Lana voll auf ihre Kosten. Die Gaumenfreuden der Wochenendreihe „Bauernkuchl im Passeier“ lassen schließlich keine Zweifel mehr offen: Im Meraner Land finden Gäste die perfekte Symbiose aus der kulinarischen Tradition Mitteleuropas und der mediterranen Liebe zu gutem Essen.

Marmor und Marillen, Laas (05. – 07. August)
Bereits zum 12. Mal findet in diesem Jahr das traditionelle Laaser Kulturfest „Marmor und Marillen“ statt. Angefangen beim Verkauf der köstlichen Vinschger Marillen bis hin zur Präsentation von Kunsthandwerk aus Laaser Marmor wird dem Gast einiges geboten: Die Geschäfte des Dorfes und über 30 Marktstände laden zum gemütlichen Flanieren und Einkaufen ein. In den Gasthäusern und Bars können sich Gäste mit traditionellen und innovativen Leckerbissen rund um die süße Marille verwöhnen lassen. Denn nirgends, da sind sich die Fachleute einig, findet die Marille ein geeigneteres Klima als im sonnenverwöhnten Vinschgau. www.laas.info

Der Schafübertrieb im Schnalstal (11. und 17. September)
Der Schafübertrieb ist sicherlich eine der eindrucksvollsten und lebendigsten Traditionen der Bewohner des Schnalstals und wird von den Bauern auch heute noch unverändert wie seit Jahrhunderten abgehalten. Alljährlich werden die Schafe aus dem Vinschgau und dem Schnalstal für die Sommermonate in die Weidegebiete im hinteren Ötztal gebracht und überqueren dabei in einem gefährlichen Zwei-Tagesmarsch den Alpenhauptkamm. Im September ziehen die Hirten mit ihren Schafen vom Venter Tal im hinteren Ötztal dann wieder über das Hochjoch (2.857 m) und das Niederjoch (3.019 m) zurück in den Vinschgau und das Schnalstal. Dabei ist der imposante Zug mit bis zu 4.000 Schafen ein Spektakel, das seinesgleichen sucht. Das Eintreffen der Schafe im Tal ist schließlich zugleich Ende und Höhepunkt des waghalsigen Übertriebs: Mensch und Tier werden hier im Rahmen eines traditionellen Hirtenfests mit Tanzlmusi, Alphornbläsern sowie lokalen Spezialitäten empfangen und gefeiert. www.schnalstal.com

Ötzis 20. Jahrestag, Schnals (19. September)
Am Montag, dem 19. September 2011, jährt sich der Sensationsfund der berühmten Gletschermumie „Ötzi“ in 3.210 m Höhe zum 20. Mal. Was wäre passender, als diesen bedeutenden Moment gebührend zu feiern? Zu Ehren des Mannes im Eis findet am Jubiläumstag ein buntes Fest direkt an der Fundstelle am Tisenjoch und bei der Similaunhütte statt. Dabei können Gäste nicht nur der Ötzi-Finderin Erika Simon persönlich begegnen, sondern auch eine Performance des Schauspielers Martin Thaler live erleben oder sich von dem schwungvollen Herbert Pixner Projekt „Musik von diesseits und jenseits des Jochs“ begeistern lassen. Für das leibliche Wohl wird rundum mit Schmackhaftem aus Ötzis Lebensraum gesorgt. Wer nicht so hoch hinaus will, kann im archeoParc Schnals und im Ötzi-Dorf spezielle Fest- und Sonderprogramme zum Jubiläum erkunden. www.oetzi20.it

Kürbistage, Lana (23. – 25. September)
Zentrales Thema dieses dreitägigen kulinarischen Festes ist der Kürbis – in all seinen Farben, Formen und Anwendungsmöglichkeiten. Ob als Garten-Kürbis, Riesen-Kürbis, Moschus-Kürbis oder Feigenblatt-Kürbis: Dank ihrer Vielseitigkeit gehören die großen Pflanzenbeeren hierzulande schon seit Langem fest auf den spätsommerlichen Speiseplan. Neben zahlreichen innovativen wie schmackhaften Kürbis-Gerichten in Kombination mit traditionellen italienischen und Tiroler Spezialitäten wird Kürbisliebhabern in der Boznerstraße in Lana ein breit gefächertes musikalisches und kulturelles Rahmenprogramm geboten. Dabei gibt es nicht nur eine eindrucksvolle Kürbisfiguren-Ausstellung zu entdecken: Wer sich schon immer einmal selbst am Kürbisschnitzen versuchen wollte, ist bei den Kürbistagen genau richtig. www.lana.info

Bauernkuchl im Hinterpasseier (23. – 25. September, 30. September – 02. Oktober und 07. – 09. Oktober)
Mit traditionellen wie raffinierten Gerichten und Getränken laden die Gastwirte des Hinterpasseier an drei Wochenenden im September und Oktober zum Schlemmen ein. Auf der Speisekarte stehen typische Gerichte und Rezepte sowie herzhafte Schmankerln, die garantiert für kulinarische Hochgenüsse sorgen. Unbedingt probieren sollten Gäste einen „Plentenen Riibl“ aus Buchweizenmehl. Das traditionelle Bauerngericht gilt heute als Spezialität und wird mit dem Löffel direkt aus der Pfanne gegessen. Dazu wird frische Kuhmilch serviert.
Wem das an Leckerbissen noch nicht genug ist, sollte sich am 25. September den Passeirer Höfemarkt beim Torgglerhof in Saltaus nicht entgehen lassen. Bereits zum vierten Mal stellen sich hier die Passeirer Bauern vor und bieten typische, selbst hergestellte Produkte an. Von Marmeladen, Bauernbrot und Speck über Gemüse, Kaminwurzen und Krapfen bis hin zu verschiedenen Salben aus natürlichen Kräutern gibt es hier allerhand Schmackhaftes und Nützliches zu entdecken. www.passeiertal.it

Über die Ferienregion Meraner Land:
Die Ferienregion Meraner Land in Südtirol lebt von der Harmonie der Kontraste: Palmen und Ölbäume im Tal, Schnee und Eis auf den umliegenden Gipfeln, alpine Landschaften und mediterranes Lebensgefühl. Die charmante Kurstadt Meran ist geprägt von kunstvollen Bauwerken der Belle-Epoque kombiniert mit moderner oder zeitgenössischer Architektur. In der Umgebung Merans dominieren weitreichende Apfel- und Weinplantagen, prächtige Burgen und majestätische Gipfel die Landschaft. Eine alpine und urtümliche Welt eröffnet sich in den Seitentälern Ulten, Passeier und Schnals sowie dem Deutschnonsberg. Die Vielfalt der kulturellen, sportlichen und kulinarischen Angebote verspricht abwechslungsreiche Ferien für Genießer, Aktivurlauber und Familien.

Super easy – Rezepte für junge Veggies

Hotel Mama“ hat bei jedem mal ein Ende! Damit auch Vegetariern nach dem Auszug nicht der Magen knurrt, ist SUPER EASY. REZEPTE FÜR JUNGE VEGGIES der neue Begleiter für fleischloses Kochen. Einführende Küchenweisheiten, eine kleine Lebensmittelkunde sowie Tipps und Tricks geben Küchenpannen keine Chance.

Das Buch zeigt, dass Kochen keine Hexerei ist und die Gerichte einfach zuzubereiten sind. Wenn es mal schnell gehen muss, kann man sich eines der gekennzeichneten Quick-Rezepte heraussuchen und hat im Nu etwas Tolles auf dem Tisch. Daneben gibt es natürlich auch Vorschläge, die etwas mehr Zeit und Muße erfordern. Eines ist dabei aber sicher – alle Rezepte sind super easy und machen viel her: Linguine mit Ricotta, Walnüssen und Zimt, exotisches Couscous mit gebratenem Kürbis, Halloumi, Datteln und Pistazien, Pfannkuchen mit dreierlei Schokolade.

Super easy. Rezepte für junge Veggies, München/Wien (Edition Styria), 2011, 240 S., Französische Broschur, aus dem Englischen von Monika Sattrasai und Franziska Weyer, Bestellink: ISBN: 978-3-99011-033-1

Spaghetti- und Stripetti-Kürbis

In der Kürbis-Küche spielen neben der Sortenvielfalt auch Zubereitungsarten,
Fruchtkompositionen und Gewürze eine große Rolle, um aus dem orangen Riesen
ein Edelgemüse zu machen. Kürbisanbauerin Britta Bötel aus Börßum in
Niedersachsen hat vor einigen Jahren auf einem Rübenacker mit ein paar
Kürbissen begonnen. Die Leidenschaft ist seitdem stetig gewachsen. „Wenn ich
durchzähle, komme ich auf rund 60 Sorten, mit denen ich in der Küche
experimentiert habe. Wenn etwas schmeckt, wird das Rezept sofort notiert –
anderenfalls variiert“, so Bötel.
Für Kürbis-Köche mit wenig Erfahrung eignen sich Gartenkürbisse wie die
nussig schmeckenden Sorten „Spaghetti“ oder „Stripetti“ sehr gut. Man kann
die zylindrischen Kürbisse mit dem hellgelben Fruchtfleisch im Ganzen kochen
oder halbieren und als Kürbishälfte im Ofen garen. „Mit Pfeffer, Salz und
Parmesan gewürzt, hat man eine unkomplizierte, aber witzige Mahlzeit, die
auch Kindern als Kürbis-Schiffchen schmeckt“, sagt die Kürbisanbauerin.

Der gelbe Spaghetti-Kürbis und ebenso der grün-gelb gestreifte Stripetti,
eine Kreuzung aus Spaghetti-Kürbis mit der Sorte „Delicata“ zerfallen beim
Garen in nudelähnliche Fasern. Sie erinnern an geriebene Möhren oder
Spaghetti. Man halbiert den Kürbis längs, entfernt die Kerne und lässt ihn
dann rund 30 bis 40 Minuten im Backofen garen. Pur, mit einer
Kürbis-Hackfleisch- oder Kürbis-Feta-Füllung oder mit einer scharfen
Ingwer-Chili-Sauce gereicht, lassen sie sich herrlich auslöffeln. Andere
gängige Methoden um den Spaghetti-Kürbis zuzubereiten sind das Kochen im
Ganzen und das Dämpfen von Hälften. Dann entfernt man die Kerne und schabt
das faserartige Fruchtfleisch heraus.

Die Kürbisfäden können „wie Spaghetti“ mit Sauce gereicht werden. Das weiche
Fleisch eignet sich auch gut für Mus, Konfitüren, Chutneys sowie als Saucen-
und Suppeneinlage.
Ira Schneider, www.aid.de

Kürbisse richtig auswählen und lagern

Der Kürbisanbau in Deutschland ist in den letzten Jahren kontinuierlich
gestiegen. Immer mehr Genießer lassen sich die Verwandten der Gurken und
Melonen schmecken oder nutzen sie als Herbstschmuck. „Kunden stellen häufig
die Frage, ob es sich um einen Zier- oder einen Speisekürbis handelt. In
vielen Fällen handelt es sich um Speisekürbisse, die oft sehr hübsch
aussehen. Nur wenige Sorten sind reine Zierkürbisse und somit nicht
genießbar“, so Kürbisanbauerin Britta Bötel aus Börßum in Niedersachsen.
Zierkürbisse enthalten den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin, der beim
Verzehr Bauchschmerzen und Übelkeit verursacht, sind also nur als Dekoration
zu gebrauchen. Besonders schöne Speisekürbisse sind im Herbst die Sorten
„Lil Pumkemon“, „Jack be Little“, „Stripetti“ und der Kappen-Kürbis (auch
Türkenturban oder Bischofsmütze genannt). „Jeder Speisekürbis kann roh
gegessen werden, aber nicht jeder schmeckt.

Leckere Sorten für Rohkostsalate sind der creme-grün-gestreifte Sweet
Dumpling mit einem süßlich-feinen Maroni-Aroma, oder der süßlich-fruchtige
Hayato, so Britta Bötel, die auf ihrem Hof rund 70 Kürbis-Sorten anbaut.

Doch woran erkenne ich eigentlich, wann ein Kürbis reif ist? Ganz einfach:
„Ob ein Kürbis ausgereift ist, erfährt man am besten durch Klopfen. Klingt
der Kürbis hohl und gibt auf Fingerdruck nicht nach, ist er reif. Auch
verholzte Stiele und harte Schalen können ein Zeichen für Reife sein.“
Während kleinere Kürbisse im Ganzen ausgehöhlt und gefüllt überbacken werden
können, muss man größere meistens zerteilen und die Schale mit einem
scharfen Messer vom Fruchtfleisch ablösen.

Die meisten Sorten sind einige Monate lagerfähig, am besten bei 10 bis 14
Grad Celsius. „Bis zum Verbrauch können sie gut als Dekoration auch in
warmen Räumen verwandt werden, wenn die Schale nicht verletzt ist. Im Frost
darf der Kürbis allerdings nicht lagern, denn sonst fängt die Frucht an zu
faulen“, sagt Bötel. Während seiner Lagerung verliert der Kürbis keine
seiner wertvollen Inhaltsstoffe (nennenswerte Mengen an Carotinoiden,
Kalium, Ballaststoffen, sekundäre Pflanzenstoffen, Phytosterine). Deshalb
ist er den gesamten Winter über als Vitamin- und Nährstofflieferant gefragt.
Ira Schneider, www.aid.de