App in die Küche

Smart Kitchen-Trend hält an

Weltneuheit: Apparatebau stellt auf der IFA Berlin im September 2016 mit elevel elektromechanisch verstellbaren Gitterrost für Backöfen vor – steuerbar beispielsweise per Smartphone-App / Immer mehr Aussteller im Bereich Smart-Home / Intelligente Haushaltsgeräte als Milliardenmarkt

Dinner-Party zu Hause mit Freunden, Lachs oder Schweinsbraten garen im Backofen und sollen noch schön knusprig werden: Backofentür auf, mit Topflappen das Blech vorsichtig herausnehmen und auf eine höhere Schiene schieben – doch dann: Die Schale rutscht, gefolgt von dem Versuch es auszubalancieren, der Topflappen lässt sich nicht mehr richtig greifen und schon sind die Finger ordentlich verbrannt. Damit die Knusperkruste künftig immer wie im Profikochbuch gelingt, hat das Unternehmen Apparatebau den Gitterrost elevel für Backöfen entwickelt. Die Idee: Der Gitterrost lässt sich bequem per Smartphone-Touch steuern. Hobby- und Profiköche können so einfacher, sicherer und auf den Punkt garen und grillen.

„Mit elevel haben wir eine praktische und einfache Lösung gefunden, um den Garvorgang abzurunden und das Kochen zu erleichtern“, sagt Andreas Reichel, Geschäftsführer bei Apparatebau. Die Bedienung ist unkompliziert: Einfach die zugehörige elevel-App auf dem Smartphone oder Tablet installieren und per Touchfunktion am Backofen die gewünschte Höhe des Gitterrostes einstellen – schon fährt der Ofenrost in die bevorzugte Position.

Die elevel-Lösung lässt sich zudem mit dem ebenfalls im Hause Apparatebau entwickelten eHinge-Scharnier verbinden, das die Ofentür durch Berühren eines Sensors automatisch öffnet und schließt. „In Kombination mit einem speziellen Backprogramm öffnet die Ofentür mit eHinge-Scharnier nach dem Garen sogar automatisch in einem definierten Neigungswinkel. So kann das Gargut optimal abkühlen.“

Die Zahl der Aussteller der IFA 2016 im Bereich Smart Home zeigt, dass der Trend zu sogenannten App-Based Produkten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. In diesem Jahr präsentieren über 200 Aussteller die neuesten Smart Home-Lösungen auf der Internationalen Funkausstellung. Zudem ist der Umsatz mit intelligenten Haushaltsgeräten seit 2011 weltweit um das Vierfache auf insgesamt mehr als 15 Mrd. US-Dollar gestiegen. Der Boom steht dabei noch ganz am Anfang. So prognostizieren Experten bis 2019 allein in Westeuropa einen Umsatz von mehr als 17 Mrd. Dollar.

„Die wachsende Nachfrage dieser Produkte zeigt, dass Menschen innovative Hilfen gerne in ihren Alltag integrieren und nutzen wollen“, erklärt Reichel. Auch Apparatebau gehört vom 2. bis 7. September 2016 zu den Austellern der Internationalen Funkausstellung in Berlin. In der Halle 8.1 (Stand 103) stellt das Unternehmen erstmals den elevel-Backofen und weitere Innovationen aus dem Bereich der Kinematikkomponenten vor.

www.apparatebau.it/

KitchenAid mit zahlreichen Innovationen

Individualität, Vielseitigkeit und Trendbewusstsein standen bei den neu vorgestellten KitchenAid-Geräten auf der diesjährigen Eurocucina in Mailand im Fokus. So vereint das neue 5-in-1-Induktionskochfeld die Funktionen Kochen, Dämpfen, Garen, Braten und Frittieren in einem Gerät. Dem Wunsch nach Individualität wird der Premiumhersteller mit der exklusiven Edelstahl-Kochinsel gerecht, die nach den speziellen Wünschen der Kunden gefertigt wird. Höhepunkt war die Vorstellung des weltweit ersten internationalen Markenbotschafter-Gremiums, das sich dieses Jahr auf lokaler Ebene erweitern und mit aktuellen Trendthemen beschäftigen wird.

Individuelle Küchendesigns, die flexibel und funktional sind, zogen dieses Jahr zehntausende Besucher der Eurocucina auf den Messestand von KitchenAid. Ein Grund für die hohe Nachfrage war unter anderem das 5-in-1-Induktionskochfeld. „Die weniger als 30 Zentimeter tiefen Mulden, die in die Küchenarbeitsplatte eingelassen werden, sind bisher einzigartig auf dem Küchenmarkt“, erklärt Burkhard Mölleken, Sales- und Marketingmanager für Küchengroßgeräte. „Sie bestehen aus zwei Induktionsfeldern, die durch passende Körbe zum Braten und Frittieren getrennt oder zusammen verwendet werden können. Das ermöglicht eine große Bandbreite von Kochfunktionen in einem Gerät und erleichtert das Kochen in der heimischen Küche.“ Besonders praktisch: Abgedeckt kann dieser Arbeitsplatz statt als Kochstelle zum Schneiden von Zutaten genutzt werden.

Großes Interesse weckte auch die Edelstahl-Kochinsel. Die maßgefertigten Küchenarbeitsplatten sind sowohl in Form und Größe als auch in der Auswahl der KitchenAid-Geräte individualisierbar. Die Kunden können aus einer großen Bandbreite von Optionen wählen und alle gewünschten Koch- und Aufbewahrungsfunktionen wie Gas- oder Induktionskochstellen, Abzugshauben und Edelstahlspülbecken in ihre bevorzugte Arbeitsfläche integrieren.

Höhepunkt des Messeauftritts in Mailand war die Vorstellung des innovativen Serious-About-Food-Gremiums. Die nationalen und internationalen Markenbotschafter, ihres Zeichens Köche, Designer und Foodexperten, berichten im kommenden Jahr in KitchenAids Online-Magazin über aktuelle Trends. Neben dem dänischen Koch Henrik Jyrk, dem finnischen Designer Tuomas Markunpoika und dem italienischen Feinschmecker Gabriele Zanatta auf internationaler Ebene wird das Gremium im Laufe des Jahres lokal um jeweils einen Food- und Designexperten erweitert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kitchenaid.de

Hülsenfrüchte im Sommer

Linsen bringen Farbe auf den Teller

Linsen werden in der Küche wieder häufiger verwendet. Die Hülsenfrüchte gibt es in vielen Farben, wobei die grünen und braunen Sorten am bekanntesten sind. Linsen eignen sich für indische Currys, Pastasoßen, Salate und vegetarische Bratlinge. In Deutschland werden sie traditionell zu Spätzle oder im Eintopf serviert.

Rote Linsen werden oft geschält angeboten und garen besonders schnell. Dabei lösen sie sich zu einem Brei auf, aus dem sich köstliche Suppen, Pürees und Brotaufstriche zubereiten lassen. Die grau-grüne Puy-Linse stammt aus der französischen Region Auvergne und hat ein nussiges Aroma. Sie ist klein, gut verträglich und hat eine kurze Garzeit – ideal für Salate und Suppen. Die rot-braunen Berglinsen haben ein mildes Aroma und eine feste Konsistenz, sodass sie gerne für Eintöpfe und Aufläufe verwendet werden. Zum Rohverzehr sind Linsen nicht geeignet. Denn sie enthalten einige unverträgliche Inhaltsstoffe, die beim Kochen zerstört werden.

Die runden getrockneten Samen des Linsenstrauchs zählen zu den ältesten kultivierten Nahrungsmitteln und stammen ursprünglich aus Kleinasien. Die kleinen Kraftpakete sind sehr gesund: Sie enthalten wertvolles Eiweiß und Ballaststoffe, Folsäure, B-Vitamine, Kalium, Magnesium und Eisen

Haltbar gemachte Linsen aus der Dose sind eine Alternative, wenn es mal schnell gehen muss. Trockenware nimmt in der Zubereitung mehr Zeit in Anspruch, hat aber auch mehr Aroma. Ein weiterer Vorteil: An einem kühlen, trockenen und lichtgeschützten Ort sind Trockenlinsen fast unbegrenzt lagerfähig.

Vor der Zubereitung müssen sie verlesen werden. In einer großen Schüssel mit kaltem Wasser sinken Steinchen zu Boden, und auch beschädigte Samen können leichter aussortiert werden. Nach kurzem Quellen wäscht man die Hülsenfrüchte und gart sie in frischem Wasser bei geringer Hitze mit verschlossenem Deckel. Das Kochwasser wird abgeschüttet und entsorgt. Gewürze wie Curry, Ingwer, Koriander, Rosmarin und Thymian verbessern den Geschmack und unterstützen die Verdauung. Zum Schluss noch etwas Zitronensaft oder Essig hinzugeben.
Heike Kreutz, www.aid.de

Topinambur von Tim Raue

Topinambur von Tim Raue, zubereitet im Twelix- Artisan-Backofen von KitchenAid

Zwei-Sterne-Koch Tim Raue hat Rezepte für die Großgeräte des amerikanischen Premiumküchengeräteherstellers KitchenAid entwickelt. Seit 2012 wurde sein Restaurant Tim Raue vom Guide Michelin mit zwei Sternen ausgezeichnet, 2015 eröffnete Raue bereits sein viertes Restaurant. Seine Küche ist puristisch asiatisch und zeichnet sich durch die Verwendung bewusst weniger Produkte aus.

Zutaten (für 4 Personen)

800 g Topinambur, gleich groß geviertelt 1 rote Thaichili, feinst gehackt
6 EL geklärte Butter
6 EL Ahornsirup

4 EL schwarzer Pfeffer, grob zerstoßen 2 TL Fleur de sel

200 ml Geflügelfond
100 ml Sahne
2 EL thailändische Fischsoße 2 EL Tabasco rot
1 EL Knoblauch, fein gehackt Fleur de sel
Stärke

40 g kalte Butter in Stückchen 4 EL Haselnüsse, gehackt
4 EL Rosinen, gehackt

Zubereitung

Chili, geklärte Butter, Ahornsirup, Salz und Pfeffer vermengen, die Topinamburviertel damit marinieren. Im Anschluss in Alufolie einpacken und im KitchenAid-Backofen bei 180 Grad Celsius für 30 Minuten garen.

Tim Raue bringt Geflügelfond, Sahne, Fischsoße, Tabasco und Knoblauch in einem Topf zum Kochen. Er schmeckt es mit Fleur de sel ab und bindet es mit Stärke leicht ab.

Die kalte Butter, Haselnüsse und Rosinen in die Soße rühren.

Den Topinambur platziert Tim Raue am liebsten in einem tiefen Teller und nappiert es mit der Soße.

Weitere Informationen unter: www.KitchenAid.de

Weitere Rezepte von Tim Raue:
http://www.gourmet-report.de/artikel/346533/Zitronenhuhn/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346532/Topinambur/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346531/Kabeljau/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346530/Dim-Sum-Teig/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346529/Lamm-Buletten/

Kabeljau und Garnelen von Tim Raue

Kabeljau und Garnelen von Tim Raue, zubereitet im Dampfgarer von KitchenAid

Zwei-Sterne-Koch Tim Raue hat Rezepte für die Großgeräte des amerikanischen Premiumküchengeräteherstellers KitchenAid entwickelt. Seit 2012 wurde sein Restaurant Tim Raue vom Guide Michelin mit zwei Sternen ausgezeichnet, 2015 eröffnete Raue bereits sein viertes Restaurant. Seine Küche ist puristisch asiatisch und zeichnet sich durch die Verwendung bewusst weniger Produkte aus.

Zutaten (für 4 Personen)

4 Stück Kabeljaufilet, ohne Haut und Gräten á 120 g 8 EL Orangenöl
Fleur de Sel
2 Stück Chicorée

1 Stück Trevisano
1 Orange
4 EL Ingwer, in feinste Streifen geschnitten 3 EL Kerbel, feinst geschnitten
2 EL Honigsenf
2 EL Reisessig für Sushi

Zubereitung

Tim Raue mariniert die Kabeljaufilets mit 4 EL Orangenöl, gibt sie auf ein Blech und gart sie im KitchenAid-Dampfgarer bei 85 Grad Celsius 8 Minuten. Anschließend nimmt er sie aus dem Dampfgarer und würzt sie mit Fleur de sel.

Den Chicorée und den Trevisano hobelt Tim Raue fein längs. Von der Orange reibt er zuerst die Schale fein ab und stellt sie beiseite, dann presst er den Saft aus. Den Orangensaft, die Orangenzeste, den Kerbel, Honigsenf, Orangenöl, den Reisessig und den Ingwer mixt er als Marinade zusammen, gibt sie über den Salat und

vermengt beides gut miteinander. Den Salat richtet er mittig in einem tiefen Teller an und gibt den Kabeljau darauf.

Garnelen mit Tomate und Passionsfrucht

Zutaten (für 4 Personen)

1 kg Garnelen, geschält und entdarmt 12 EL Olivenöl
Fleur de sel
2 EL Piment d’espelette

1,5 kg reife Tomaten, in 3mm dicke Scheiben schneiden 5 Passionsfrüchte
Schwarzer Pfeffer
20 Basilikumblätter

Zubereitung

Tim Raue mariniert die Garnelen mit 6 EL Olivenöl. Anschließend gart er sie im KitchenAid-Dampfgarer bei 80 Grad Celsius für 5 Minuten, danach würzt er sie mit Fleur de sel und Piment d’espelette.

Die Tomatenscheiben legt Tim Raue auf eine Platte und die Passionsfrüchte halbiert er. Das Fruchtfleisch wird entfernt und mit 6 EL Olivenöl verrührt, danach verteilt Raue es gleichmäßig über die Tomatenscheiben. Kurz vor dem Servieren würzt er es großzügig mit schwarzem Pfeffer und mit etwas Fleur de sel. Die Garnelen legt Raue obenauf und garniert sie mit den Basilikumblättern.

Weitere Informationen unter: www.KitchenAid.de

 Weitere Rezepte von Tim Raue:
http://www.gourmet-report.de/artikel/346533/Zitronenhuhn/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346532/Topinambur/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346531/Kabeljau/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346530/Dim-Sum-Teig/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346529/Lamm-Buletten/

 

Dim Sum von Tim Raue

Dim Sum von Tim Raue, zubereitet im Dampfgarer von KitchenAid

Zwei-Sterne-Koch Tim Raue hat Rezepte für die Großgeräte des amerikanischen Premiumküchengeräteherstellers KitchenAid entwickelt. Seit 2012 wurde sein Restaurant Tim Raue vom Guide Michelin mit zwei Sternen ausgezeichnet, 2015 eröffnete Raue bereits sein viertes Restaurant. Seine Küche ist puristisch asiatisch und zeichnet sich durch die Verwendung bewusst weniger Produkte aus.

Dim Sum Teig

Zutaten (50 Stück)

300g Reismehl
100g Tapiokastärke 500ml kaltes Wasser 2 EL Speiseöl

Zubereitung

Tim Raue gibt 250g Mehl und die mit 500ml Wasser vermischte Stärke in einen Topf und erwärmt es unter ständigem Rühren auf ca. 90 Grad Celsius, bis das Ganze eine kleistrige, klebrige Masse ist. Diese lässt der Zwei-Sterne-Koch dann ca. 30 Minuten auskühlen lassen.

Anschließend gibt er die Masse in die KitchenAid-Artisan, und knetet es mit dem Öl und dem restlichen Mehl mit dem Knethaken auf mittlerer Stufe solange, bis sich die Masse zu einem großen Klumpen geformt hat, der sich problemfrei vom Schüsselboden löst.

Nun verarbeitet Tim Raue die Masse mittels des Nudelmaschinenaufsatzes zu länglichen Teigplatten und formt daraus 8cm runde Platten mittels eines Ausstechers.

Diese befüllt er mit der Dim Sum Masse, verschließt sie und lässt sie im KitchenAid- Dampfgarer für 15 Minuten garen.

Spanferkel Dim Sum-Masse

Zutaten (50 Stück)

1kg schieres Fleisch von der Spanferkelkeule, in Streifen geschnitten 50 ml Sahne
6 Eigelbe
4 EL Knoblauch, püriert

4 EL frischer grüner Thaipfeffer, gemörsert 6 EL Frühlingslauch, feinst geschnitten
6 EL Ingwer, feinst gewürfelt
Fleur de sel

Zubereitung

Das Fleisch lässt Tim Raue durch den Fleischwolf. Alle Zutaten gibt er danach in den KitchenAid-Rührkessel, spannt den Knethaken ein und lässt die Küchenmaschine für 3 Minuten laufen. Danach schmeckt er mit dem Fleur de sel ab. Im Anschluss füllt Raue es in einen Spritzbeutel und befüllt jedes Dim Sum Blatt mit 15 Gramm Masse, danach empfiehlt er, die Dim Sum für 15 Minuten im KitchenAid- Dampfgarer für 15 Minuten zu garen.

Enten Dim Sum-Masse

Zutaten (50 Stück)

1kg schieres Fleisch von der Entenbrust, in Streifen geschnitten

50 ml Sahne
6 Eigelbe
4 EL Ahornsirup
4 EL Five Spice Gewürz
2 EL rote Chili, fein gehackt
6 EL frischer Koriander, feinst geschnitten Fleur de sel

Zubereitung

Das Fleisch lässt Tim Raue durch den Fleischwolf. Alle Zutaten gibt er danach in den KitchenAid-Rührkessel, spannt den Knethaken ein und lässt die Küchenmaschine für 3 Minuten laufen. Danach schmeckt er mit dem Fleur de sel ab. Im Anschluss füllt er es in einen Spritzbeutel und befüllt jedes Dim Sum Blatt mit 15 Gramm Masse, danach empfiehlt er, die Dim Sum für 15 Minuten im KitchenAid- Dampfgarer für 15 Minuten zu garen.

Weitere Informationen unter: www.KitchenAid.de

Weitere Rezepte von Tim Raue:
http://www.gourmet-report.de/artikel/346533/Zitronenhuhn/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346532/Topinambur/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346531/Kabeljau/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346530/Dim-Sum-Teig/
http://www.gourmet-report.de/artikel/346529/Lamm-Buletten/

Expertentipp Food-Pairing

Partnersuche in der Küche: Food-Pairing

Nicht nur im wahren Leben, auch beim Verzehr von Speisen und Getränken muss „die Chemie stimmen“. Die Kunst, einzelne Zutaten zu wohlschmeckenden Partnern auf den Tellern zu machen, nennt man Food-Pairing. Dabei können die Aromen einzelner Nahrungsmittel, die auf den ersten Blick nicht zusammen passen – herzhafter Bacon und süße Schokolade beispielsweise – miteinander harmonieren und sich gegenseitig verstärken. Excellence-Koch Alo Theis von der Kochschule Kochbar Berlin erklärt in den Küchentrends, wie sich Nahrungsmittel-Paare wissenschaftlich berechnen lassen. Außerdem zeigt er, welche modernen Zubereitungstechniken es gibt und wie Food-Pairing unseren Alltag bereichern kann. Geschmacksexplosionen sind garantiert!

Harmonie und Spannung: Das System Food-Pairing

Welche Nahrungsmittel-Paare gut zusammen passen, lässt sich wissenschaftlich berechnen. Insgesamt gibt es sieben Aromapaare – von fruchtig und säuerlich, über holzig, herb, bis hin zu röstartig, erdig. „Wenn Zutaten mindestens in einer dominanten Aromastruktur übereinstimmen, bilden sie ein harmonisches Paar“, erklärt Alo Theis. So wie Milch, Butter, Ei und Getreide. Sie teilen bis zu 50 Aromastoffe. Zu viele der ähnlich duftenden Aromen hingegen sorgen für Langeweile, wie im Fall von Spargel und Butter. Hier können Food-Fans eine gewisse Spannung erzeugen, indem sie das Spargelwasser mit Zitronensaft verfeinern.

Moderne Zubereitungstechnik „Sous-vide“
Längst werden Speisen nicht mehr zwingend am Herd zubereitet. Um Zutaten bei möglichst niedriger Temperatur möglichst schonend zu garen, bereiten die Köche von heute Fisch, Fleisch und Gemüse mit Hilfe der „Sous-vide“-Methode zu. Dabei garen sie die Zutaten im Wasserbad, verschweißt in einer Vakuumverpackung. „Das hat den Vorteil, dass keinerlei Flüssigkeit entweichen kann, wodurch kein wertvolles Aroma verloren geht“, weiß Theis. Außerdem lässt sich die Temperatur des Wassers präzise kontrollieren, sodass eine perfekte Gartemperatur eingehalten werden kann.

Die Alltagstauglichkeit von Food-Pairing
Dank Food Pairing werden neue, kreative Geschmackswelten eröffnet: Rindfleisch mit Popcorn, Erbsen-Kartoffelbrei mit Marmelade oder Schokomousse mit Röstzwiebeln. Die Idee funktioniert aber nicht nur bei exotischen Gerichten. Sie lässt sich auch auf Alltagsprodukte anwenden. „Um Nudeln mit Tomatensauce eine besondere Note zu verleihen, brauch man sie nur mit etwas Orangenschale und Zitronenabrieb aufpeppen“, empfiehlt Theis. Ebenfalls sehr delikat die Kombination aus Lammfleisch und Erdbeere, Kartoffel und Muskat oder Feige und Basilikum.

So viel Fisch essen die Deutschen

Knapp jeder zweite Deutsche (44 Prozent) genießt jede Woche einmal ein Fischgericht, wobei die Männer noch vor den Frauen liegen und der Fischkonsum in der Zielgruppe 55+ zunimmt. Das ergab eine aktuelle repräsentative Online-Umfrage der eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH. Wenn es nach Ernährungsexperten ginge, dürfte es gern noch mehr sein, denn diese Menge Fisch deckt gerade die Mindestverzehrempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ab. Wie die Deutschen ihren Fisch am liebsten essen und was sie bei der Zubereitung beachten sollten, weiß die eismann-Ernährungsberaterin und Ökotrophologin Marga Hamacher.

„Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, sollte ruhig noch einen Fischtag mehr in der Woche einlegen“, empfiehlt Hamacher. Zwölf Prozent der Deutschen folgen diesem Rat bereits und essen zwei bis drei Mal in der Woche Fisch, besagt die Umfrage. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) verzehrt alle zwei Wochen Fisch und 13 Prozent einmal im Monat.

Vier Prozent der Deutschen essen nie Fisch, wobei diese Aversion insbesondere bei Frauen ausgeprägt ist (Männer 2,6 Prozent, Frauen 6,3 Prozent). Dabei ist Fisch ein wahrer Rundumversorger für den Köper „er liefert wertvolles Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe, Jod sowie „gute“ Fette. Die Omega-3-Fettsäuren schützen das Herz-Kreislauf-System, wirken entzündungshemmend, tragen maßgeblich zur Entwicklung des Gehirns und der Sehfähigkeit bei, fördern die geistige Leistungsfähigkeit und senken das Risiko für Demenzerkrankungen und Alzheimer deutlich. Fazit: Je höher der Fettanteil beim Fisch, desto mehr gute Omega-3-Fettsäuren kommen vor. Besonders reichhaltig an Fett sind Meeresfische wie Lachs, Hering oder Makrele. Die sogenannten „Magerfische“ wie der Alaska-Seelachs, Kabeljau, Hecht oder Zander sind genauso fein im Geschmack, weisen jedoch nur wenig Körperfett auf.*

Fisch am liebsten gebraten
Die Umfrage hat weiterhin ermittelt, wie die Deutschen ihren Fisch am liebsten zubereiten: Demnach braten 63 Prozent Fisch kurz in der Pfanne an, 50 Prozent backen ihn im Ofen, weitere 50 Prozent nutzen den Grill. Jeder Fünfte bevorzugt Fisch roh als Sushi. Ganz Hungrige müssen nicht lange warten, bis Fisch, der oft tiefgekühlt gekauft wird, zubereitet ist. „Panierte oder marinierte Fischfilets können direkt gefroren in die Pfanne gelegt werden,“ empfiehlt Hamacher.

Tipps und Tricks zur Zubereitung
Fisch ist schmackhaft, schnell und einfach zubereitet. Kräuter und Gewürze komplettieren seinen herrlichen Geschmack. Hierbei gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Von Zitrone und Petersilie bis hin zu Ingwer, Minze und Chili – der Vielfalt sind beim Zubereiten von Fisch keine Grenzen gesetzt. Für eine Marinade die Zutaten fein hacken, mischen und den Fisch damit einstreichen. Sonst Kräuter und Gewürze nur grob auseinanderpflücken und mit in den Topf, die Pfanne oder den Ofen geben. Zum Anrichten noch ein wenig Dill, Schnittlauch oder Kerbel und eine Zitronenscheibe auf den Fisch geben – fertig.

Braten: Die Pfanne ist die Allzweckwaffe, um frischen, tiefgekühlten, panierten oder marinierten Fisch zuzubereiten. Einfach Öl erhitzen und den Fisch hineinlegen. Margarine oder Butter verbrennen bei hohen Temperaturen leicht und sind deshalb für das heiße Anbraten nicht geeignet. Wichtig: Ist die Fischhaut nicht paniert, wird der Fisch zuerst auf der Hautseite kross anbraten, bis er ins Schwitzen kommt. Leichte Schweißperlen auf dem Filet zeigen an, wann der Fisch gewendet werden kann.

Backen: Eine Auflaufform ausfetten und die Fischfilets hineinlegen. Den Fisch würzen und entweder mit Öl oder Butterflöckchen belegen oder mit einem Stück Alufolie zugedeckt im Ofen etwa 30 Minuten garen. Wichtig: Ist das Fischfilet nicht einheitlich dick, einfach mittig einschneiden, bis kurz vor Ende des Fisches, und die Flügel seitlich aufklappen. So ist der Garpunkt an allen Stellen des Filets gleich.

Grill: Zum Grillen eignet sich Fisch mit magerem, festem Fleisch wie Forelle oder Thunfisch. Beim Holzkohlegrill sollte die Kohle bereits weiß sein, bevor der Fisch aufgelegt wird. Tipp: Den Fisch nicht der direkten Grillhitze aussetzten, sondern den Randbereich des Grills nutzen. Ein Stück Alufolie oder eine extra Fischgrillzange hilft, dass er nicht auseinanderfällt.

Dämpfen: Dämpfen ist wohl die gesündeste Art Fisch zuzubereiten. Denn die wertvollen Inhaltstoffe werden nur in geringem Maße herausgelöst. Wer keinen speziellen Dämpfer besitzt, legt den Fisch in einen Siebeinsatz und gart ihn im Topf über dem heißen Sud. Nach der Zubereitung mit Salz würzen. Achtung: Seefische enthalten von Natur aus schon Salz, sodass es hier weniger Würze bedarf.

Dünsten: Dünsten ist das Garen im eigenen Saft oder mit nur sehr wenig zugeführter Flüssigkeit. Der beim Garen entstehende Dünstfond ist wichtig für die Vollendung der Speise. Fischfilets wie Rotbarsch, Kabeljau oder auch Zander werden aufgetaut, trocken getupft und in einen Topf mit wenig heißer Flüssigkeit und etwas Fett gegeben. Wichtig: Den Deckel immer geschlossen halten und bei mittlerer Temperatur zubereiten.

Folienfisch im Ofen: Geeignet für jede Art von Fisch. Entweder im Bratschlauch oder mit Alufolie zubereitet, schmort der Fisch im eigenen Saft. Den Fisch zum Beispiel auf ein üppiges Gemüsebett legen und würzen. Kleine Butterstückchen oder ein wenig Öl auf den Fisch geben, den Bratschlauch oder die Alufolie gut verschließen und in den vorgeheizten Ofen legen. Wichtig: Mit der Messerspitze zwei kleine Löcher in die Folie oder den Schlauch stechen, damit der Druck gut entweichen kann.

* www.mri.bund.de/fileadmin/Institute/MF/Fisch-und-Ernaehrung.pdf

Gesünder mit Sous-Vide?

Wie bleibt man langfristig gesund und fit? Gesundheitsberaterin Annette Dietzler erklärt im Rahmen des Tages der gesunden Ernährung am 7. März, warum sie bei der Zubereitung von Lebensmitteln besonders auf den Erhalt von Nährstoffen achtet, auf das bekannte Sous-Vide-Garverfahren setzt und welche Vorteile die Gerätekombination Chef Touch von KitchenAid hierbei bietet.

Allergien, Übergewicht und Stoffwechselstörungen: In unserer Gesellschaft leiden immer mehr Menschen an den Folgen einer ungesunden Ernährung. „Grund dafür ist der starke Konsum von Fertiggerichten und der hierin enthaltene hohe Anteil an Fetten und schnellen Kohlehydraten. Hinzu kommt der nachhaltige Verlust von natürlichen Vitaminen und Mineralien in unseren Lebensmitteln“, erklärt Gesundheitsberaterin Annette Dietzler. „Lebenswichtige Mikronährstoffe befinden sich hauptsächlich in frischem Obst und Gemüse und sind nicht nur wasser- oder fettlöslich, sondern vor allem hitze- und lichtempfindlich. Leider haben die frischen Produkte heute längst nicht mehr den Nährstoffgehalt wie noch vor zwanzig Jahren, da sie meist schon vor der Reife geerntet und weit transportiert werden. Spinat hat nach zwei Tagen Liegezeit im Supermarkt 80 Prozent Folsäure verloren, Brokkoli und Kartoffeln bis zu 70 Prozent des wertvollen natürlichen Kalziums. Das Wenige, was beim Kauf noch im Gemüse drin ist, sollte also unbedingt durch direktes Verarbeiten und schonendes Garen erhalten werden“, rät die Ernährungsexpertin.

Annette Dietzler empfiehlt, mindestens sieben bis zehn Portionen frisches Obst und Gemüse am Tag zu sich zu nehmen, um die Nährstoffspeicher gut gefüllt zu halten. Bei der Zubereitungsmethode setzt die Gesundheitsberaterin auf das Sous-Vide-Garen, denn durch eine genau einstellbare Dampftemperatur bleiben Geschmack, Konsistenz, Farbe und die hitzeempfindlichen Vitamine der Lebensmittel weitestgehend erhalten. „Besonders spannend finde ich das aufeinander abgestimmte Gerätekonzept Chef Touch von KitchenAid, das aus einem Vakuumierer, einem Dampfgarer und einem Schockfroster besteht. Hiermit lässt sich Sous-Vide-Garen auch zu Hause ganz einfach umsetzen“, so die Ernährungsexpertin. „Übermäßiges Würzen ist überflüssig, denn die Lebensmittel nehmen durch den Ausschluss des Sauerstoffs beim Vakuumieren die Aromen und ätherischen Öle der Gewürze besonders intensiv an. Nach einem hektischen Arbeitstag ohne Zeit für Besorgungen und Einkäufe ist es sehr praktisch, eine Auswahl vakuumierter, schockgefrosteter Lebensmittel im Gefrierfach gelagert zu haben, die bei Bedarf vitaminschonend im Dampf gegart werden können.“

Annette Dietzler lebt und arbeitet als Gesundheitsberaterin in Köln. Sie begleitet Interessenten, die gesundheitsbewusster leben und zu mehr Energie kommen wollen, bei der Umstellung auf Vollwerternährung und berät sie bei Bedarf hinsichtlich unterstützender Vitalstoffergänzung. Bewegungs- und Entspannungskurse sowie Anleitungen zur Gestaltung eines entspannten Zuhauses auf Feng Shui Basis runden ihr Angebot ab.

www.kitchenaid.de
www.annette-dietzler-gesundheitsberatung.de

Kochen mit Martina und Moritz

Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

Garen im Dampf – uralte, supermoderne Garmethode
Dampf wirkt auf Lebensmittel besonders schonend – Vitamine, Nährstoffe, sogar auch die Farbe von Gemüse bleiben erhalten. Außerdem kommt man beim Dämpfen mit wenig oder sogar ganz ohne Fett aus, spart also Kalorien. Man braucht kaum Salz oder andere Gewürze, weil der Eigengeschmack bewahrt bleibt. Von den Chinesen lernen wir, dass nicht mal aufwendige Gerätschaften dafür nötig sind, Bambuskörbe oder gelochte Dämpfsiebe oder –platten reichen aus. Wie man damit umgeht, auch mit dem modernen Dampfgarer, zeigen die WDR-Fernsehköche Martina und Moritz in ihrer heutigen Sendung. An Hand von pfiffigen Rezepten: Sie servieren Lammröllchen in Safransauce, gefüllte Pilzehüte, Muscheln in Schnittlauchsud und Lachsschnitten im Kräuterdampf. Und natürlich gibt’s auch ein Dessert, das im Dampf perfekt gelingt: Spanischer Himmelsspeck, der wahrlich himmlisch schmeckt.

Redaktion: Klaus Brock

Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer – Thema: Garen im Dampf – uralte, supermoderne Garmethode – Morgen im WDR Fernsehen, Samstag, 08. Februar 2014, 17.20 – 17.50 Uhr in HD

www.martinaundmoritz.wdr.de
www.apfelgut.de