TK-Ernährungsstudie 2017

Gesund geht vor lecker! Fast die Hälfte der Deutschen legt Wert auf gesunde Ernährung. Eine Tendenz, die in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat und sich in der aktuellen Ernährungsstudie der Techniker Krankenkasse zeigt. Doch was ist den Menschen beim Essen wichtig? Wer lebt gesünder? Und was ist drin in Lebensmitteln? Alle Informationen und Ergebnisse der Studie, Infografiken und Interviews.

Während bei über der Hälfte der Frauen (54 Prozent) der Gesundheitsaspekt im Vordergrund steht, essen 51 Prozent der Männer nach dem Motto „Hauptsache lecker“.

Klar wird: Essen und Ernährung spielen eine Hauptrolle im Leben der Deutschen. Kein Wunder, denn Nahrungsmittel sind der Kraftstoff, der uns durch den Alltag bringt und die Voraussetzungen dafür schafft, möglichst lange gesund und aktiv zu leben.

Bewegung, Stress und Ernährung haben einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit. Viele Zivilisationskrankheiten ließen sich mit einer gesünderen Lebensweise verhindern oder in ihrem Verlauf positiv beeinflussen. Ernährung spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Runde Republik Deutsch­land
Laut Ernährungsumfrage finden sich knapp 40 Prozent der Deutschen als etwas zu schwer. Acht Prozent halten sich für stark übergewichtig. Signifikante Unterschiede bei Frauen und Männern gibt es nicht. Klar erkennbar ist der Zusammenhang zwischen Gewicht und wahrgenommener Gesundheit. Bei den Befragten mit schlechterer Gesundheit ist der Anteil der Übergewichtigen deutlich höher als bei den Teilnehmern, die sich eine gute Gesundheit attestieren.

Zeit und Ruhe fehlen
Die TK-Ernährungsstudie zeigt auch, dass sich die Menschen gesünder ernähren wollen. Häufigstes K.O.-Kriterium: fehlende Zeit und Ruhe, um sich besser ernähren zu können. Drei von vier Personen gaben das als Grund für unausgewogene Ernährung an. Jeder Siebte benennt fehlendes Wissen als Ursache ungesunder Ernährung. 36 Prozent finden die Essensauswahl am Arbeitsplatz schwierig. Folge daraus: Jeder Vierte isst während der Arbeitszeiten nicht viel, dafür aber abends reichlich.

Aktuelle Nuss-Metaanalyse

Hintergrund: Während der Zusammenhang zwischen dem Nussverzehr und dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gut belegt ist, sind epidemiologische Daten bezüglich des Krebsrisikos weniger umfassend und es fehlt an systematischen Auswertungen. Beide Erkrankungsbilder zählen hierzulande zu den häufigsten Todesursachen, so dass Forschung und Industrie einen großen Handlungsbedarf sehen.

Studientitel: Nut consumption and risk of cardiovascular disease, total cancer, all-cause and cause-specific mortality: a systematic review and dose-response meta-analysis of prospective studies (Abstract)

Studientyp: Metaanalyse aus 20 prospektiven Kohortenstudien mit epidemiologischen Daten von mehreren hundert Tausend Studienteilnehmern.

Ziel/ Fragestellung: Forscher der Universität Trondheim untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Nussverzehr und dem Erkrankungsrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebserkrankungen.

Ergebnisse: Der tägliche Verzehr von 28 Gramm Nüssen beeinflusst signifikant das Erkrankungsrisiko – unabhängig von der Sorte. Diese 1-2 Handvoll Nüsse am Tag reduzieren demnach das Risiko einer koronaren Herzerkrankung um 29 Prozent, das einer kardiovaskulären Erkrankung um 21 Prozent, das eines Schlaganfalls um 7 Prozent und das einer Krebserkrankung um 15 Prozent. Zudem sinkt die Gesamtmortalität um 22 Prozent. Der gesteigerte Verzehr von Nüssen verringert zudem das Risiko für Atemwegserkrankungen, Infektionskrankheiten, Diabetes oder neurodegenerative Erkrankungen – und zwar der genannten Reihenfolge nach zu 52, 75, 39 und 35 Prozent. Die Schlussfolgerung der Forscher: mehr als 4 Millionen Todesfälle in Nord- und Südamerika, Europa, Südostasien und Australien könnten möglicherweise auf einen zu geringen Konsum an Nüssen zurückzuführen sein.

Diskussion: Die Ergebnisse als solches sind nicht wirklich überraschend und zeigen einmal mehr, wie praxisfern Ernährungswissenschaft sein kann. Denn selbst dem Laie dürfte schnell klar sein, dass ein einziges Lebensmittel wohl kaum das Risiko für komplexe Erkrankungsbilder signifikant zu senken vermag. Fast schon dreist hingegen ist die Schlussfolgerung der Forscher, dass bis zu 4 Millionen Todesfälle hätten eventuell verhindert werden können. Bei der abschließenden Empfehlung, den Nusskonsum generell zu steigern, stellt sich doch eher die Frage, wer solch oberflächlich-behandelte Sachverhalte finanziert und wessen Interessen hier vielleicht eine Rolle gespielt haben.

Fazit: Nüsse sind eine hervorragende Ballaststoffquelle und liefern hochwertiges Eiweiß, zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe sowie Antioxidantien. Ein Allheilmittel gegen Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs sind diese aber nicht. Die Energiepakete eignen sich unter Umständen auch nicht für Allergiker, Neurodermitiker oder Adipositaspatienten zum täglichen Verzehr. Schlussendlich spielt in der gesundheitlichen Bewertung auch immer der Verarbeitungsgrad eine Rolle. Der GeNUSS sollte daher auch immer mit dem gesunden Menschenverstand erfolgen.

www.fet-ev.eu

Dennis Seyboth

Dennis Seyboth (38) bekocht in seiner Rolle als neuer Küchenchef sowohl die Gäste der „Brasserie an der Oker“ im Steigenberger Parkhotel Braunschweig als auch die Tagungsgäste des 4-Sterne-Superior-Kongresshotels. Tammo Siemers verabschiedet sich als Küchenchef, um zu studieren.

Dennis Seyboth blickt auf 20 Jahre Berufserfahrung, davon zehn Jahre in leitender Funktion als Küchenchef, zurück. Er begann seine Laufbahn mit der Kochlehre beim Österreicher Josef Viehauser in Hamburg, der ein frühes Interesse an der gehobenen klassischen französischen Küche bei ihm prägte. Der gebürtige Hanseat sammelte erste Erfahrungen als Koch im Park Hyatt in Hamburg und in Gourmetrestaurants der Hafenstadt. An der Hotelfachschule Heidelberg erhielt er den Abschluss zum Küchenmeister und trat seine erste Position als Küchenchef im InterContinental Berchtesgaden Resort, dem jetzigen Kempinski Hotel Berchtesgaden, an. Dem Karriereaufstieg folgend ging es dann an den Bayrischen Hof nach München. Anfang 2013 zog es ihn mit der Familie nach Wolfsburg, um im dortigen Parkhotel sein Talent einzubringen. Der Region treu bleibend übernimmt Spitzenkraft Seyboth seit kurzem im Steigenberger Parkhotel Braunschweig den Verantwortungsbereich von Tammo Siemers, der sich nun akademischen Herausforderungen widmet.

Küchenchef und Brasserie-Konzept
Das beliebte, vielbesuchte Tagungshotel mit 180 Zimmern und Suiten und elf Tagungsräumen setzt mit dem ambitionierten Küchenprofi Seyboth eine gehobene Hotelgastronomie fort, die Ihren Schwerpunkt in der französisch-deutschen Küche und Genusskultur pflegt. Mit seiner Vorliebe für die Verwendung von regionalen und fairen Zutaten ergänzt er optimal das, wofür die „Brasserie an der Oker“ steht. Seyboth selbst sagt zu der neuen Herausforderung: „Ich habe wie ein Topf den passenden Deckel gefunden.“ Er schätzt besonders die schnelle und einfache Küche auf hohem Niveau mit seinem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. „Gutes Essen macht glücklich. Ich möchte, dass es für die Braunschweiger ein Vergnügen ist, in der Brasserie bei gutem Service zu speisen.“

Vom Team und Qualität
Als Teamleader einer rund 40-köpfigen Küchen- und Servicemannschaft, weiß er um die Vorzüge und Notwendigkeiten einer gut gelaunten Crew. Köche in Ausbildung profitieren hier vom Ausbildungskonzept der arcona HOTELS & RESORTS, die das Steigenberger Parkhotel Braunschweig managen, von dem Versprechen auf Loyalität, Respekt, Anerkennung, Mitgestaltungsmöglichkeiten sowie einer Fünf-Tage-Woche und einer Übernahmegarantie innerhalb der gesamten Hotelgruppe.

www.brasserie-braunschweig.de

Philipp Kovacs als Newcomer des Jahres ausgezeichnet

Der „Große Hotel und Restaurant Guide 2017“ hat Philipp Kovacs vom Goldberg Restaurant & Winelounge im baden-württembergischen Fellbach zum Newcomer des Jahres gewählt. „Würde man die Begriffe der Musik-Charts wählen, wäre Philipp Kovacs unser ‚Highest New Entry‘“, heißt es in der Begründung des Guide-Teams. Im Goldberg Restaurant & Winelounge habe er die Bühne gefunden, seine innovative „Cross Culture Küche“ zu perfektionieren und sich mit Können und Kreativität in die Riege der Top-Köche Deutschlands katapultiert. „Sicher ist schon jetzt: dort wird er sich dauerhaft etablieren“, so die Jury weiter.

Philipp Kovacs ist seit drei Jahren Küchenchef im Goldberg Restaurant & Winelounge. Für seine durchdachte, auf das Wesentliche reduzierte „Cross Culture Küche“ ist er im November 2015 mit einem Guide Michelin Stern ausgezeichnet worden. Dabei spielen asiatische Einflüsse ebenso eine Rolle wie die emotionale Verbundenheit zu Produkten aus der Region. Damit dies gelingt, erproben er und seine Küchencrew jede Änderung im Menü, bis das Ergebnis den hohen eigenen Erwartungen gerecht wird. Die „Cross Culture Küche“ ist zudem eine Reise durch Kovacs berufliche Stationen, die ihn unter anderem ins Vila Joya an die portugiesische Atlantikküche oder zu Altmeister Otto Koch geführt haben.

Der „Große Hotel und Restaurant Guide“ ist ein jährlich erscheinendes kompaktes Nachschlagewerk für Restaurants und Hotels. Auf mehr als 1.100 Seiten bietet die 20. Auflage Wissenswertes rund um die Themen gehobene Gastronomie und Hotellerie. Mit aktuellen Beschreibungen, Bewertungen, Fotos und Illustrationen listet er über 3.200 Restaurants und Hotels in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südtirol und dem Elsass auf.

Marc Fosh

Zwei neue Spitzen-Restaurants für Palma de Mallorca

Dank Sternekoch Marc Fosh ist Palma de Mallorca ab sofort um zwei neue Restaurants reicher, beide im Herzen der Altstadt. Während FOSH Kitchen mediterrane Köstlichkeiten in entspanntem Ambiente serviert, zeichnet sich FOSH Lab vor allem durch zwei Besonderheiten aus: Gäste übernehmen die Rolle des Gastronomie-Testers und entscheiden, was zukünftig auf den Teller kommt. Zudem zeigt ein großer Bildschirm, wie es in der offenen Küche brutzelt und die Köche ihre Kreationen kunstvoll anrichten. www.marcfosh.com

Kulinarische Experimente der Extraklasse: Das Konzept des neuen FOSH Lab ist in der Balearenhauptstadt einzigartig. Abgeleitet von „Labor“ kreieren der englische Küchenmeister Marc Fosh und sein Team Gerichte, die sie von Besuchern anschließend testen lassen. Bis zu 28 Personen genießen jeden Abend ein 9-Gänge-Menü aus frischen, lokalen Zutaten zum Preis von 68 Euro (ohne Getränke). Die Köche bedienen selbst, um mit ihren „Kritikern“ ins Gespräch zu kommen. Denn diese sind es schließlich, die beurteilen, ob die mediterran-orientalisch inspirierten Speisen – darunter viele vegetarische – beibehalten, abgewandelt oder gestrichen werden.

„Wir wollen alle Sinne ansprechen, nie Dagewesenes ausprobieren und Altes neu erfinden“, sagt Marc Fosh. Der Clou: Per Bildschirm verfolgen die Gäste von ihrem Platz aus live, wie zum Beispiel Lamm mit Rosmarin und Wacholderbeeren schmort oder Himbeeren mit Paprika, Jasmin und „knusprigem Joghurt“ gefüllt werden. Wer der Crew lieber direkt in die Töpfe schaut, der kann dies an der offenen Kochstelle ebenfalls tun. Was Feinschmecker im FOSH Lab für gut befinden, steht später auch in den anderen FOSH-Restaurants auf der Speisekarte. FOSH Lab dient zudem als Location für private Events, darüber hinaus sind Team-Building-Maßnahmen im Rahmen von Kochkursen geplant.

Das zweite, eben erst eröffnete Restaurant trägt den Namen FOSH Kitchen und verfügt über 60 Plätze samt Terrasse und separatem Raum für exklusive Feiern. Das Konzept des Lokals basiert auf einfacher, aber qualitativ hochwertiger Mittelmeerküche, dazu moderate Preise und eine lässige Atmosphäre. Gourmets wählen ein Menü, essen à la carte oder bestellen eine Kleinigkeit von der Raw Bar, etwa kalte Vorspeisen, Salat oder Austern. Im Durchschnitt schlemmen sie für rund 40 Euro. Der Ort könnte traditionsreicher nicht sein: Einst bot das Can Frasquet, eine der ältesten und bekanntesten Bäckereien der Stadt, dort Brot und Süßes zum Verkauf.

Im FOSH Kitchen, drittes Lokal von Sternekoch Marc Fosh, verkosten Palma-Besucher seit Anfang August 2016 mediterrane Spezialitäten.

http://www.marcfosh.com/de/index.html

Coca-Cola Kaffee

Coca-Cola will künftig seine Aktivitäten mit Kaffee, Tee und Kakao ausbauen: mit einer Doppelstrategie für den Unterwegs-Markt. „Neben allen Kategorien alkoholfreier Getränke spielt das Kaffeegeschäft eine strategische Rolle“, sagt Marketingchef Kussai E-Chichakli auf Anfrage der Lebensmittel Zeitung. Das Unternehmen investiere verstärkt in den Ausbau neuer Segmente – eben auch in Kaffee.

Der im vergangenen Jahr in Berlin in die Funktion des Marketing-Direktors aufgerückte Manager will insbesondere das Automatengeschäft unter der 2010 eingeführten Coke-Marke Chaqwa ausbauen. Nach dem Muster von Berlins Noch-Flughafen Tegel sollen Kalt- und Heißgetränke an frequenzstarken Orten wie Flughäfen, in Stadien oder Einkaufszentren parallel angeboten werden. Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCEG) gilt nach Dallmayr, dem „heimlichen Primus“, wie Brancheninsider wissen, als zweitgrößter Automatenbetreiber in Deutschland. Eine wichtige Geschäftssparte, die jedoch zuletzt nicht die Priorität hatte.

Erste richtungsweisende Erfolge gibt es bei Rewe und deren Discountableger Penny, wo Chaqwa seit Jahresbeginn präsent ist. Die Kölner sehen das Angebot von Heißgetränken – wie Lidl oder neuerdings auch Aldi-Süd – auch als Service-Baustein ihrer innerstädtischen Filialen, die von Büroangestellten zum Frühstück oder Mittagssnack besucht werden.

Neben der Selbstbedienung am Automaten soll Chaqwa auch für Bäckereien und die Quick-Service-Gastronomie das Kaffee- und Teeangebot im Bedienservice mit speziellen Vollautomaten verbreitern. Ein Feld, wo sich längst etablierte Hardware-Anbieter wie WMF und Coffema oder Kaffeespezialisten wie Melitta und Lavazza tummeln. Wie schon so oft, setzt die Berliner Organisation auf ihre bekannten Stärken: die Feindistribution und eine über 1.000-Kopf-starke Verkaufsmannschaft, die künftig neben Cola und Bio-Schorlen auch Kaffee verkaufen soll. Zudem, so ist aus Berlin zu hören, sehe man auch Potenzial für die Zusammenarbeit mit dem Getränkefachgroßhandel etwa bei der Marktbearbeitung und der Neukunden-Akquise.

Quelle: www.lebensmittelzeitung.net _______________________________________________

Zehn Souschefs kamen zum Austausch bei Tim Raue in Berlin zusammen

Der elfte CookTank von Sternefresser.de bot erstmals den Souschefs bekannter Spitzenköche eine Bühne: Zehn Chefs aus der zweiten Reihe kamen zum Austausch bei Tim Raue in Berlin zusammen, um gemeinsam zu kochen und über die Rolle des Stellvertreters im Küchengefüge zu diskutieren.

Koch-Legende Paul Bocuse bekannte auf die Frage „Wer kocht eigentlich bei Ihnen, wenn Sie einmal nicht im Restaurant sind“ einst freimütig: „Derselbe, der kocht, wenn ich da bin – mein Souschef.“ Die Stellvertreter von bekannten Sterneköchen wie Harald Wohlfahrt, Kevin Fehling, Hendrik Otto, Daniel Achilles oder Christoph Rüffer standen in der vergangenen Woche selbst im Rampenlicht: Der CookTank von Sternefresser.de machte Station bei Gastgeber Tim Raue in Berlin und versammelte am 30. Mai die interessantesten Chefs aus der zweiten Reihe für einen Tag zwischen Küche und Esstisch. „Wir haben für diese Ausgabe bewusst den Blick auf das Rückgrat der großen Köche gelenkt. Sehr oft wird dem Stellvertreter und der Küchenbrigade keine große Aufmerksamkeit zuteil – Gäste und Journalisten kennen meist nur den Küchenchef. Doch natürlich funktioniert keine gute Küche und kein guter Chef ohne ein eingefleischtes Team im Hintergrund und der Souschef hat dabei eine ganz zentrale Rolle“, erklärt CookTank-Gründer Christian Stromann die Intention der mittlerweile elften Koch- und Denkfabrik des Online-Magazins. Als Partner unterstützten die Lebensmittelprofis der Metro den kulinarischen Austausch mit einem Warenkorb, aus dem die Küchenchefs unter anderem Waller von Pistole, deutsches Salzwiesenlamm, Sepia-Rogen, Beluga Kaviar von Aki sowie japanisches Wagyu-Beef für ihre Gerichte auswählen konnten.

„Ein Souschef ist nicht nur Koch“, bekräftigt auch Daniel Kofahl von der Universität Trier. In einem Kurzvortrag erklärte der Ernährungssoziologe das vielschichtige Sozialgefüge in Küchen sowie den besonderen Kommunikationsauftrag eines Stellvertreters. „Ein Souschef ist Mediator und Filter. Er ist Bindeglied zwischen Küchenchef und Kochbrigade und muss sich deshalb seiner eigenen Kommunikation sehr bewusst sein.“ Dass diese Funktion nicht nur für den Teamerfolg bedeutsam ist, sondern auch für die Esskultur im Allgemeinen, zeigte sich in der anschließenden Diskussion zwischen den anwesenden Souschefs und der Presse. Wie unterschiedlich das Thema „Der Star á part“ kulinarisch interpretiert werden konnte, zeigten die Köche mit ihren Gerichten. So wählte Andreas Caminadas Souschef Marcel Skibba aus dem dreifach besternten Schloss Schauenstein in der Schweiz Waller als Hauptakteur und servierte dessen Leber mit einem intensiven BBQ-Aufguss sowie die Loins und gegrillten Bauch auf den obligatorischen Beitellern á part. Torsten Michel, seit neun Jahren die rechte Hand von Harald Wohlfahrt, ließ sich vom „Nose-to-tail“-Gedanken leiten: In seinem Sechserlei vom Salzwiesenlamm servierte der Souschef der Schwarzwaldstube unter anderem Lammfuß-Croustillant mit Gartengurke, Lammhirn in Limonen-Ingwer-Bouillon und Milchlamm Königlicher Art mit Innereienragout. Reihum kochte jeder der Teilnehmer rund 25 Kostproben, um sich dem Feedback der Kochkollegen und geladenen Fachmedienvertretern zu stellen.

Durch die Vergabe von zwei Wildcards bekommen regelmäßig auch Nachwuchstalente die Möglichkeit, am CookTank teilzunehmen. Der erst 20-jährige Clemens Grabmer aus der Waldschänke im oberösterreichischen Grieskirchen setzte sich aus 26 Bewerbern durch. Der junge Küchenchef nutzte seine Chance auf den Austausch mit den erfahrenen Kochkollegen und machte mit seiner Interpretation vom „G’surten Schweinebauch mit Hopfenspargel, Mehlknödel, Brot-Sponge und selbstgemachten Lardo“ auf sich aufmerksam. „Es ist schon sehr spannend zu sehen, wie viele eher unbekannte Köche durch die letzten CookTanks hervorgekommen sind und die Plattform genutzt haben, um sich und ihre Küche zu präsentieren“, ergänzt Tim Raues Küchenchef Christian Singer. Der diesmalige CookTank-Gastgeber arbeitet seit mehr als fünf Jahren im Restaurant des umtriebigen Berliner Spitzenkochs und kann sich vorerst keinen besseren Arbeitsplatz vorstellen. „Als Nummer zwei im Küchenkader muss man sich nicht verstecken. Die meisten Souschefs sind voll in das Geschehen ihrer Küchen eingebunden – oft sogar komplett dafür verantwortlich“, erklärt der Stellvertreter des Zwei-Sterne-Kochs.

Das Resümee der Tages zog Kai Röger, Chefredakteur vom Tagesspiegel Genussmagazin: „Der CookTank hat gezeigt, dass trotz Nachwuchsmangel an der Basis viele Spitzenküchen wirklich gut aufgestellt sind. Noch arbeiten die Souschefs zwar im Schatten, aber sie sind Dreh- und Angelpunkt in der Küche und stehen ihren Küchenchefs handwerklich kaum nach. Das Wissen ihrer Chefs scheint bei ihnen in guten Händen und wenn die Zeit gekommen ist, kann man gespannt sein, wie sie daraus ihren eigenen Stil entwickeln. Wissen ist schließlich auch bei Köchen kein Vermächtnis, sondern ein Auftrag, weiter zu denken.“

Der elfte CookTank von Sternefresser.de fand am 30. Mai im zweifach besternten Restaurant Tim Raue in Berlin statt. Die Stellvertreterrunde bestand aus Marcel Skibba vom Schloss Schauenstein (3*) in der Schweiz, Torsten Michel aus der Schwarzwaldstube (3*) der Traube Tonbach in Baiersbronn, Jan-Philipp Berner vom Sylter Söl’ring Hof (2*) sowie den beiden Hamburger Souschefs Tobias Günther aus dem Haerlin (2*) und Dennis Ilies vom The Table (3*). Aus der Hauptstadt waren Julius Nowak vom Reinstoff (2*), Christian Singer vom Restaurant Tim Raue (2*) sowie Lukas Bachl und Thomas Lade aus dem Lorenz Adlon Esszimmer (2*) mit von der Partie. Als Wildcard-Gewinner nahmen Clemens Grabner aus der Waldschänke in Grieskirchen, Österreich, und Andre Schwuchow aus dem Berliner Fischers Fritz (2*) am kulinarischen Austausch teil.

Internationales Jahr der Hülsenfrüchte

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2016 zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte erklärt. Ziel ist es, auf die Rolle von Hülsenfrüchten für eine sichere und gute Ernährung der Weltbevölkerung aufmerksam zu machen. In Deutschland hat sich der Verzehr von Hülsenfrüchten innerhalb der letzten 60 Jahre drastisch verändert: 1950 waren es 1,7 Kilogramm pro Kopf, im Jahr 2014 nur noch 700 Gramm. Dabei spielen Linsen, Bohnen oder Kichererbsen eine wichtige Rolle in der Ernährung, denn sie liefern wertvolles pflanzliches Eiweiß, Mineralstoffe und B-Vitamine sowie Ballaststoffe.

Vielleicht sind Hülsenfrüchte etwas in Vergessenheit geraten, weil die Deutschen immer weniger Zeit zum Kochen haben? Dabei ist die Lösung ganz einfach. Die Zubereitung von Hülsenfrüchten gelingt ideal mit den vitavit® Schnellkochtöpfen von Fissler: Nicht nur gesund und nährstoffschonend, sondern vor allem extrem schnell. Mit dem Fissler Schnellkochtopf spart man sich einerseits das oftmals zeitintensive Einweichen. Die getrockneten Zutaten benötigen andererseits nur bis zu 1/3 der herkömmlichen Garzeit. Und mehr noch: Hülsenfrüchte eignen sich nicht nur für klassische Gerichte, wie Suppen und Eintöpfe, sondern überraschen auch mit vielfältigen kulinarischen Möglichkeiten als Vorspeisen, Hauptgerichte oder Beilagen. Auch in der gehobenen Gastronomie sind kreative Variationen mit Hülsenfrüchten nicht mehr wegzudenken.
Alles gute Gründe für Fissler, den Hülsenfruchtanbieter Müller’s Mühle bei dessen umfangreicher Kampagne rund um das Thema „Internationales Jahr der Hülsenfrüchte“ zu unterstützen. Teilnehmer können bei Rezeptwettbewerben und Gewinnspielen hochwertige Preise, darunter Fissler Schnellkochtöpfe vitavit®  edition digital und protect alux premium Pfannen gewinnen.


Garzeiten der Hülsenfrüchte (Trockenprodukte) im Schnellkochtopf (in Minuten, Richtwerte)

Pardina Linsen 10 Minuten
Beluga Linsen 10 Minuten
Weiße Bohnen 20 Minuten
Wachtelbohnen 25 Minuten
Red Kidney Bohnen 25 Minuten
Weiße Riesenbohnen 35 Minuten
Grüne & Gelbe Erbsen 40 Minuten
Kichererbsen 45 Minuten

Weitere Informationen:
http://www.aktionen.muellers-muehle.de/rezeptwettbewerb/

Link zum Rezept:
http://www.fissler.de/kochen_und_geniessen/rezepte/rezeptdetail/recipe/curry_linsen_mit_lamm.html?no_cache=1

Beim Bier macht die Hefe den Unterschied

In der hohen Kunst des Bierbrauens spielt die Hefe eine
wichtige Rolle. Sie wandelt den in der Würze gelösten Malzzucker in
Kohlensäure und Alkohol um. Dabei kommen unterschiedliche Hefen zum
Einsatz. Sie bestimmen das Gärverfahren. Ganz grob werden drei Sorten
von Hefe unterschieden – die obergärigen, die untergärigen Hefen
und die spontangärigen Hefen.

Obergärige Hefen benötigen für die Umwandlung des Malzzuckers in
Alkohol Temperaturen von 15 bis 20 Grad. Während des Gärprozesses
steigt die Hefe an die Oberfläche. Dort bildet sie zusammenhängende
Kolonien und kann abgeschöpft werden. Solange es noch keine
technischen Kühlverfahren gab, wurden Biere fast überall in
Deutschland mit obergärigen Hefen hergestellt.

Untergärige Hefe braucht Temperaturen zwischen 4 und 9 Grad und
sinkt nach der Gärung an den Boden des Kessels. Der Gärprozess
dauert deutlich länger als bei obergärigem Bier. Dafür sind
untergärige Biere besonders lange genießbar.

Zu den obergärigen Bieren zählen Kölsch, Alt und Weißbier. Heute
sind rund 85 Prozent aller deutschen Biere untergärig – darunter
Pils, Export oder auch Bockbier.

Spontangärige Biere spielen eine vergleichsweise untergeordnete
Rolle auf dem Markt. Sie enthalten keine Hefe. Stattdessen regen in
der Luft enthaltene Hefesporen den Gärprozess im offen gelassenen
Bottich an. Diese klassische Methode nutzen die ersten Bierbrauer, als
sie Hefe noch nicht kannten. Die bekanntesten spontangärigen Biere
sind Kriek, Gueuze, Lambic oder Jopenbier.

Bis zur Erfindung der Kältemaschine durch Carl von Linde in den
1870er Jahren konnte untergäriges Bier nur im Winter gebraut werden.
In Regionen mit strengem Frost – in Bayern und Württemberg –
hackten die Bierbrauer im Januar Eis von den Gewässern und kühlten
damit in tiefen Kellern oder Höhlen die Gärbottiche. Die Vorräte
aus den langen Wintern reichten bis zur nächsten kalten Jahreszeit.
Während in diesen Regionen schon ab dem 16. Jahrhundert vorrangig
untergärig gebraut wurde, entwickelten die Rheinländer mit ihrem
milden Klima besonders ausgefeilte obergärige Techniken.

Eva Neumann, www.aid.de

MICHELIN "Main Cities of Europe 2016" ist raus

Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2016″ empfiehlt Restaurants und Hotels in 44 Großstädten und 20 Ländern

Sternstunde für Gourmets in Europa: Mit 15 Sterne-Adressen mehr als im Vorjahr kommt am 6. April der neue Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2016″ in den deutschen Buchhandel (Schweiz: 10. März; Österreich: 11. April). Die erneute Zunahme der ausgezeichneten Restaurants zeigt: Auch außerhalb der klassischen europäischen Städte- und Länderziele des renommierten Guide MICHELIN entwickelt sich die Gastronomie dynamisch weiter. Insgesamt empfiehlt die neueste Ausgabe des Metropolen-Bandes 486 Sterne-Adressen in 44 europäischen Großstädten, darunter 19 3-Sterne-Restaurants, 88 2-Sterne-Häuser und 379 1-Stern-Betriebe. Das aufwendig recherchierte Werk enthält außerdem 296 „Bib Gourmand“-Restaurants, die ihren Gästen ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Drei neue 2-Sterne-Häuser in Salzburg und Wien
Mit zusammen drei neuen 2-Sterne-Adressen können Salzburg und Wien in der Neuauflage des Guide MICHELIN „Main Cities of Europe“ ihre Rolle als kulinarische Anziehungspunkte festigen. Zwei der frisch in die 2-Sterne-Liga aufgerückten Häuser finden sich in der Festspielstadt an der Salzach: das „Ikarus“ und „SENNS.Restaurant“. Das „Ikarus“ im Hangar-7 ist durch sein weltweit einmaliges Gastkoch-Konzept bekannt geworden. Jeden Monat übernimmt ein anderer internationaler Starkoch die individuelle Gestaltung des Menüs. Zusätzlich bietet Executive-Chef Martin Klein mit seinem Team monatsweise auch ein eigenes Menü an.

Kleins Salzburger Kollege Andreas Senn zählt zu den Senkrechtstartern in der Spitzengastronomie. Im vergangenen Jahr erstmals mit einem MICHELIN Stern ausgezeichnet, gelang es ihm und dem Küchenteam von „SENNS.Restaurant“ auf Anhieb, den zweiten Stern zu erkochen. Senns kontrastreiche und kraftvolle Küche ist geprägt von modernen Elementen und beeindruckt immer wieder durch feine Aromatik.

Die Salzburger Restaurants „Carpe Diem Finest Fingerfood“, „Esszimmer“ und „Pfefferschiff“ konnten in der Ausgabe 2016 des Guide MICHELIN „Main Cities of Europe“ ihre Auszeichnung mit einem MICHELIN Stern behaupten. Daneben gibt es mit dem „Strasserwirt“ eine neue Bib-Gourmand-Adresse an der Salzach. Weitere Bib-Gourmand-Häuser in Salzburg sind das „Gasthaus Auerhahn“, „Brandstätter“, „Gasthof Schloss Aigen“ und „Huber’s im Fischerwirt“.

Kulinarischer Hotspot Wien
In Wien zeichneten die Tester erstmals das Restaurant „Mraz & Sohn“ mit zwei MICHELIN Sternen aus. Die Michelin Inspektoren waren begeistert von der innovativen Küche von Markus Mraz, die eine individuelle Handschrift trägt und äußerst interessante Aromenkompositionen bietet. Zusammen mit dem „Steirereck im Stadtpark“ und dem „Silvio Nickol Gourmet Restaurant“ verfügt die österreichische Bundeshauptstadt damit über drei 2-Sterne-Adressen.

Die Rolle Wiens als kulinarischer Hotspot untermauert außerdem die erstmalige Auszeichnung der Restaurants „Le Ciel“ und „OPUS“ mit einem MICHELIN Stern. Das „Edvard“, „Konstantin Filippou“, „Tian“ und „Walter Bauer“ bestätigten ihre exzellente Küchenleistung und erhalten auch dieses Jahr wieder einen Stern.

Bewegung gibt es ebenfalls bei den Wiener Bib-Gourmand-Häusern: Allein vier Restaurants zeichneten die Tester erstmals mit diesem begehrten Prädikat aus: das „Petz im Gußhaus“, „o boufés“ und „Tian Bistro“ sowie den „Servitenwirt“. Weitere Bib-Gourmand-Adressen in der Donaumetropole sind die Restaurants „Vestibül“, „Eisvogel“, „Meierei im Stadtpark“, „Artner auf der Wieden“, „Tempel“, „Das Engel“, „Mochi“ und „Freyenstein“.

3.645 Empfehlungen in allen Preisklassen
Die Auswahl des Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2016″ umfasst 1.333 Hotels und 2.312 Restaurants in 44 europäischen Großstädten und 20 Ländern. Dies qualifiziert den umfangreich aktualisierten Band zum idealen Ratgeber für Reisende in die europäischen Hauptstädte, Kultur- und Wirtschaftsmetropolen. Mit ihrer Vielzahl von Sterne-Restaurants spricht die Auswahl des auf Englisch erscheinenden Titels besonders auch kulinarisch interessierte Leser an.

Deutsche Städteziele im Guide MICHELIN „Main Cities of Europe“ sind Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt. Die Schweiz ist mit Bern, Genf und Zürich repräsentiert, Österreich mit Wien und Salzburg.

Der Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2016″ kostet in Deutschland 29,95 Euro, in Österreich 30,80 Euro und in der Schweiz 37 Franken. Außerdem ist die Ausgabe als App für Smartphones und Tablets verfügbar.