Mango

Tropenfrucht mit süßsäuerlichem Aroma

In Spanien hat die Mangoernte begonnen. Die Mango
(/Mangifera indica/) stammt ursprünglich aus Südostasien, wird aber
heute in fast allen tropischen und subtropischen Gebieten kultiviert.
In Spanien hat der Anbau in den vergangenen Jahren deutlich
zugenommen. Inzwischen gibt es mehr als 1.000 Sorten, doch nur eine
kleine Auswahl kommt auf den deutschen Markt, zum Beispiel „Tommy
Atkins“, „Keitt“ und „Kent“.

Die Steinfrüchte hängen an langen Stielen an einem immergrünen
Baum, der bis zu 40 Meter hoch werden kann. Die „Königin der
Früchte“ hat eine lederartige Schale, unter der sich das weiche und
sehr saftige Fruchtfleisch befindet. In der Mitte liegt ein
länglicher und schwer zu lösender Kern.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Sie dennoch ohne hässliche Flecken
auf der Kleidung an das Fruchtfleisch kommen. Sie können die Mango
nach dem Waschen mit einem Sparschäler von ihrer Schale befreien und
anschließend das Fleisch vom Stein schneiden. Dann wird es in Würfel
oder Spalten zerlegt. Alternativ hat sich die Technik des
„Mango-Igels“ bewährt. Dazu trennt man auf beiden Seiten des
Kerns seitlich die Mangohälften ab. Diese werden kreuzweise bis kurz
vor der Schale eingeritzt und nach außen gewölbt. So stehen die
Fruchtstücke wie Igelstacheln ab und lassen sich leicht mit der Gabel
lösen.

Die Mango hat einen süßen bis süßsäuerlichen Geschmack, der
etwas an Pfirsich erinnert. Wenn das exotische Obst nicht direkt in
den Mund wandert, schmeckt es im Salat, Kompott oder Mus, als
Konfitüre oder in pikanten Currygerichten. Mit Zwiebeln, Knoblauch,
Zimt, Ingwer und Chili lässt sich ein schmackhaftes Chutney
zubereiten.

Die Früchte sind reich an B-Vitaminen, Vitamin E und Provitamin A.
Der Vitamin-C-Gehalt liegt bei 37 mg pro 100 g. Zudem sind
nennenswerte Mengen Magnesium, Kalium und Kalzium enthalten.

Die Mango ist ganzjährig im Handel verfügbar. Spanische Früchte
haben im Frühherbst Saison. Hauptanbauländer außerhalb Europas sind
Indien, China, Thailand und Mexiko. Die Schalenfarbe variiert je nach
Sorte und sagt daher nichts über den Reifegrad aus. Auch grüne
Früchte können reif und saftig sein. Da hilft ein Einkauf mit allen
Sinnen: Eine reife Frucht gibt auf Fingerdruck leicht nach und
verströmt einen angenehmen Geruch. Wer eine unreife Mango erwischt
hat, wickelt sie in Zeitungspapier und lässt sie bei Zimmertemperatur
nachreifen. Der Kühlschrank ist nicht der richtige Aufbewahrungsort,
denn Kälte mag die Exotin nicht.

/Heike Kreutz, www.aid.de/

Die perfekte Melone

Reife Früchte an Ton und Geruch erkennen

Die Melone begleitet uns durch den Sommer. Reife Früchte
sind besonders schmackhaft und an verschiedenen Merkmalen zu erkennen.
Wer mit allen Sinnen einkauft, kann die besten Exemplare mit nach
Hause bringen. Denn nach der Ernte reifen die Früchte nicht mehr
nach, werden also auch nicht süßer.

Machen Sie im Geschäft den Klopftest. Eine reife Wassermelone hat
einen hohen Wassergehalt und kann Schall gut leiten. Sie vibriert
leicht und klingt tief, dumpf und voll, wenn man mit dem
Fingerknöchel gegen die Schale klopft. Bei einem metallisch-hellen
Ton ist wenig Wasser eingelagert und die Frucht ist vermutlich unreif.
Die Farbe der Schale lässt in der Regel keinen Rückschluss auf den
Reifegrad zu.

Bei der Zuckermelone sollten Sie einen tiefen Zug durch die Nase
nehmen. Ein reifes Exemplar riecht vor allem am Stielansatz angenehm
süß und aromatisch. Wenn sich diese Stelle mit dem Finger leicht
eindrücken lässt, ist die Melone perfekt. Die Schale sollte nicht zu
weich sein und keine Risse oder Dellen aufweisen. Eine überreife
Zuckermelone hat einen leicht vergorenen Geruch und schmeckt
unangenehm parfümiert. Wer nur ein Stück Melone kauft, kann sich das
Fruchtfleisch genau anschauen. Ein gutes Zeichen ist ein saftiges
Fleisch mit einer intensiven und gleichmäßigen Farbe.

Bei der Melone kann man direkt zugreifen und das saftige
Fruchtfleisch aus der Schale löffeln bzw. in Spalten oder Würfel
schneiden. Die Kerne der Wassermelone sind essbar. Bei der
Zuckermelone liegen sie im Inneren und lassen sich nach dem
Aufschneiden leicht mit einem Esslöffel entfernen. Ein Klassiker sind
knallgelbe Honigmelonen-Spalten mit geräuchertem Schinken oder Lachs.
Sehr dekorativ sehen kleine Kugeln aus, die mit einem Kugelsausstecher
aus dem Fruchtfleisch gelöst werden. Sie können in einer Bowle
schwimmen oder auf Fruchtspieße gesteckt werden.

Nach dem Einkauf ist die Melone an einem kühlen, dunklen Ort
mindestens ein bis zwei Wochen haltbar. „Ein aufgeschnittenes Stück
sollte allerdings innerhalb eines Tages gegessen werden“, rät
Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst. „Die
Schnittflächen trocknen rasch aus und werden daher am besten mit
Frischhaltefolie bedeckt.“ Im Kühlschrank verliert die Frucht
schnell an Aroma und nimmt Geschmack und Geruch anderer Lebensmittel
an. Heike Kreutz, www.aid.de

Kiwano

Die Gurke mit Hörnern

Sie ist gelb-orange, stachelig und hat ein leuchtend grünes Fruchtfleisch, das an Götterspeise erinnert. Die bizarre Kiwano hat ihre Heimat in Afrika südlich der Sahara. Inzwischen wird die Kletterpflanze auch in Portugal, Kenia, Neuseeland, Italien und Israel angebaut.

Die Kiwano hat einen Wasseranteil von 90 Prozent, ist kalorienarm und ballaststoffreich. Zudem enthält sie wichtige Mineralien wie Kalium und Magnesium sowie die Vitamine B und C. Ihr Geschmack ist erfrischend säuerlich mit einer leichten Gurkennote. Die Italiener bezeichnen die Exotin als „Lemonbana“, ein Fantasiewort aus Zitrone und Banane. Dabei gehört die Kiwano ( Cucumis metuliferus ) zu den Kürbisgewächsen und ist mit Melone und Gurke näher verwandt. Die länglich-runde Frucht ist etwa 10 cm lang, 5 cm dick und mit Stacheln bedeckt, die an kleine Hörner erinnern. Daher wird sie auch Hornmelone oder Horngurke genannt.

Vor dem Verzehr wird die Kiwano zunächst gründlich gewaschen. Man isst die Frucht wie eine Kiwi: einfach längs durchschneiden und das geleeartige Fruchtfleisch mit Kernen herauslöffeln. Wer die Kerne nicht mag, passiert das Fruchtfleisch durch ein Sieb. Das ist allerdings mit etwas Aufwand verbunden. Die Schale der Kiwano ist nicht essbar, lässt sich aber gut als dekoratives Gefäß für Salate und Drinks verwenden.

In Obstsalaten wird die Frucht gerne mit Äpfeln, Bananen, Ananas und Nüssen kombiniert. Sie ist ein Hingucker im Eisbecher, Cocktail und auf dem Buffet. Aber auch Desserts, Smoothies und pikante Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten profitieren von dem außergewöhnlichen Aroma.

Die Kiwano ist ganzjährig im Handel erhältlich. Beim Einkauf sind reife unbeschädigte Früchte die beste Wahl, die orange-gelb gefärbt sind und feste Stacheln haben. Bei Zimmertemperatur sind sie wenige Tage haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

aid-Broschüre „Exoten und Zitrusfrüchte“ –
Bestell-Nr. 1281, Preis: 6,50 Euro –
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1281

Kürbis: Was macht die Pflanze so besonders?

Der Kürbis ist in der Gemüsewelt ein echter Rekordhalter. Je nach Sorte und Kultur können sich riesige Früchte mit über einem Meter Durchmesser, drei Metern Umfang und bis zu 150 Kilogramm Gewicht entwickeln. In Ausnahmefällen sind es sogar über 500 Kilogramm. „Damit sind sie die größten Beeren der Welt“, informiert Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst in Bonn. Als Beerenfrüchte werden solche Früchte bezeichnet, deren zahlreichen Samen in das Fruchtfleisch eingebettet sind.

Der Kürbis ist einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt, erklärt Seitz. „In früheren Zeiten wurden in erster Linie die gut lagerfähigen, öl- und eiweißreichen Samen geschätzt“. Das Fruchtfleisch der Wildformen schmeckte bitter und war leicht verderblich. Mit der Wiederentdeckung Amerikas gelangte der Kürbis auch nach Europa. Heutzutage wird der farben- und formenreiche Kürbis vor allem in Russland, Ukraine und Italien angepflanzt. Auch in Deutschland hat der Kürbisanbau in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

Die Familie der Kürbisgewächse ( Cucurbitaceae ) ist mit rund 100 Gattungen sehr groß. Dazu zählen neben dem Kürbis ( Cucurbita spec. ) auch die Gurke ( Cucumis sativus ), Melone ( Cucumis melo ) und Wassermelone ( Citrullus vulgaris ). Die Zucchini ( Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina ) ist eine nicht rankende Form des Gemüsekürbisses. Kürbisgewächse weisen aus botanischer Sicht einige Besonderheiten auf. So bildet der Kürbis weibliche und männliche Blüten aus, die auf einer Pflanze wachsen. Die Pollen werden vor allem von Hummeln übertragen. Kürbisse besitzen zu Sprossranken umgebildete Blätter, die in sechs Monaten Wachstumszeit eine Länge von bis zu 15 Metern erreichen können. Damit können sie sich an anderen Pflanzen oder Zäunen festhalten.
Heike Kreutz, www.aid.de

Auberginen

Auberginen sind ideal für die leichte Sommerküche und können abwechslungsreich zubereitet werden. Das kalorienarme Fruchtgemüse schmeckt zu Couscous, als gegrillte Antipasti, in Gemüsespaghetti und zu Lasagne. Bekannt ist die orientalische Auberginenpaste Babaganoush mit Sesammus, Knoblauch und Zitronensaft. Der cremige Dip passt gut zu Gemüse, Lamm und Baguette. Die „Eierfrucht“ kann man auch mit Hackfleisch, Reis, Bulgur oder Gemüse füllen. Dazu wird das Gemüse einfach halbiert, das Fruchtfleisch herausgetrennt, mit der Füllung gemischt und herzhaft mit Käse überbacken. Das milde bis leicht pikante Aroma der Aubergine passt gut zu Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und mediterranen Zutaten wie Olivenöl und Feta. Zudem darf das fleischige Gemüse in Mittelmeerklassikern wie Ratatouille und Moussaka nicht fehlen.

Wer Aubergine ohne Schale zubereiten möchte, kann sie entweder schälen oder wie Tomaten brühen. Es ist auch möglich, sie im Ofen für 20 Minuten bei 200 °C zu grillen und anschließend die blasige Haut mit einem Messer abzuziehen. Mit ein paar Spritzern Zitronensaft oder Öl bleibt das Fruchtfleisch auch beim Kochen schön weiß. Roh sollte die Aubergine nicht gegessen werden, da sie den schädlichen Inhaltsstoff Solanin enthalten kann. Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden können die Folge sein.

Auberginen sind vermutlich in Ostasien beheimatet. Die ursprüngliche Aubergine war gelblich-weiß gefärbt und erinnerte an ein Hühnerei – daher auch der Name „Eierfrucht“. Sie sind Nachtschattengewächse ( Solanaceae ) und eng mit Tomaten und Kartoffeln verwandt. Die Haut ist meist rot- bis schwarzviolett gefärbt, glatt, fest und glänzend. Im weißen Fruchtfleisch befinden sich weiche Kerne, die mitgegessen werden können. Das Gemüse besteht zu über 90 Prozent aus Wasser und ist daher äußerst kalorienarm. Es enthält B-Vitamine, Folsäure und ist reich an Mineralstoffen wie Kalium.

Nur reife und frische Auberginen gehören in den Einkaufskorb. Frische Früchte erkennt man an der glatten, glänzenden Haut und dem knackigen grünen Stiel. Ist sie reif, gibt die Schale auf leichten Daumendruck etwas nach. Weist das Fruchtfleisch braune Flecken auf, ist das Gemüse zu lange gelagert worden oder überreif.
Heike Kreutz, www.aid.de

Orangensaft Test

Saft aus Konzentrat oft genauso gut wie Direktsaft

Alle 8 gekühlten Direktsäfte im Orangensaft-Test der Stiftung Warentest schneiden „gut“ ab. Aber viele der 18 Säfte aus Konzentrat können mithalten. Für 14 von ihnen lautet das Qualitätsurteil ebenfalls „gut“. Wer auf Fruchtfleisch keinen Wert legt, kann getrost zu einem „guten“ Orangensaft aus Konzentrat greifen. Sie kosten durchschnittlich 40 Cent je Liter weniger als die Direktsäfte.

Im Test hatten fast alle Orangensäfte eine „gute“ Aromaqualität. Lediglich ein Produkt war in diesem Kriterium „mangelhaft“, ein weiteres „ausreichend“. An das intensive, frische Aroma von selbst gepresstem Orangensaft kommen aber selbst die besten Säfte im Test nicht heran. Der Grund: Alle industriell hergestellten Orangensäfte werden mindestens einmal pasteurisiert, also durch Erhitzen haltbar gemacht. Dabei leidet das Aroma, das für den Frischecharakter verantwortlich ist.

Einen Vorteil hat der industriell hergestellte O-Saft dennoch: Weil die Früchte direkt im Anbauland verarbeitet werden, bleibt ihre Schale unbehandelt. Die Tester wiesen allenfalls Spuren von Pflanzenschutzmitteln aus dem Anbau nach. Wer seinen Saft selbst presst, muss auf Tafelobst zurückgreifen, dessen Oberfläche oft behandelt ist. Um Übergänge dieser Mittel in den Saft zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Orangen vor dem Auspressen warm abzuwaschen und trockenzureiben.

Der ausführliche Test Orangensaft erschien in der April-Ausgabe der Zeitschrift test (jetzt am Kiosk). Getestet hat die Stiftung Warentest außerdem die Produktionsbedingungen der Säfte. Beide Tests sind unter www.test.de/orangensaft abrufbar.

Maracuja

Die Passionsfrucht, auch Maracuja genannt, ist mit ihrer dunklen runzeligen Schale eine eher unscheinbare Frucht. Im Innern verbirgt sie aber ein besonders aromatisches Fruchtfleisch, das vielen Speisen eine tropische Süße verleiht. Frische Passionsfrüchte schmecken pur, im Obstsalat, in Muffins und Pfannkuchen oder eingekocht als Konfitüre und Gelee. Sie verfeinern aber auch Desserts wie Sorbets, fruchtige Bowlen und Cocktails. Maracujasaft ist beliebt und wird in den meisten Multivitaminsäften verwendet. Passionsfrüchte geben auch herzhaften Speisen eine exotische Note. Probieren Sie zum Beispiel eine kalte Möhrensuppe mit Maracuja und Geflügelbällchen oder Meeresfrüchte in einer Passionsfruchtsoße. Das Obst hat einen erfrischend süß-säuerlichen Geschmack und viele wertvolle Inhaltsstoffe. So ist es reich an Vitamin A, C und den Vitaminen der B-Gruppe sowie Kalium, Phosphor, Eisen, Kalzium und Magnesium.

Die Passionsblume ist eine Kletterpflanze, die in Mittel- und Südamerika beheimatet ist. Ihre außergewöhnlichen Blüten sahen Jesuiten auf ihren Missionsreisen im 17. Jahrhundert als Sinnbild für die Leidensgeschichte Jesu und gaben ihr daher den Namen Passionsblume. So sollen die zehn Blütenblätter für die Apostel ohne Judas und Petrus stehen, während die violette Nebenkrone die Dornenkrone Jesu symbolisiert.

Die Passionsfrucht hat eine dicke glatte Schale, die mit zunehmender Reife dünner und schrumpeliger wird. Das saftige Fruchtfleisch besitzt eine geleeartige Konsistenz und kann unterschiedlich gefärbt sein. Die enthaltenen schwarzen Kerne sind essbar. Vor der Zubereitung wird die Maracuja gründlich gewaschen. Anschließend kann sie mit einem Küchenmesser in zwei Hälften geschnitten werden, um das Fruchtfleisch mit einem Teelöffel auszulöffeln. Wer Saft gewinnen möchte, drückt das Obst mit einer Zitronenpresse aus oder streicht das Fruchtfleisch durch ein Sieb.

Die meist dunkelvioletten Passionsfrüchte sind ganzjährig im Handel erhältlich. Seltener finden Hobbyköche auch gelb gefärbte Exemplare, die Grenadilla, die einen etwas süßeren Geschmack und weniger Säure haben. Die kleinen Früchte sind reif, wenn sie schon leicht schrumpelig sind, aber keine Druckstellen aufweisen und einen angenehm süßen Duft verströmen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Mango

Die Mango schmeckt süß, aber gleichzeitig leicht pikant und ist eine Bereicherung für den Speiseplan. Feinschmecker genießen die exotischen Früchte pur, im Salat und in fruchtigen Getränken wie Saft und Bowle. Die Mango ist aber auch in süßen Speisen wie Jogurt, Milchreis und Kuchen ein Genuss. Das Obst lässt sich sehr gut zu Konfitüre verarbeiten, am besten in Kombination mit einer säurehaltigen Frucht wie Rhabarber oder Maracuja. Die Säure verhindert dabei, dass das Fruchtfleisch der Mango braun wird. Auch herzhaften Speisen verleiht die Mango eine exotische Note. Die Steinfrucht mildert den leicht bitteren Geschmack von Blattsalaten wie Rauke, Chicoree und Radicchio. Sie verfeinert Suppen, Eintöpfe sowie Reisgerichte und ein pikantes Mangochutney harmoniert zu Fisch, Geflügel, Lamm und Wild.

Die Mango hat ein saftiges Fruchtfleisch, dessen süßer bis fein-säuerlicher Geschmack leicht an Pfirsich erinnert. Die Steinfrucht kommt ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Gebieten Indiens. In ihrer Heimat wird sie bereits seit 4.000 Jahren angebaut und als Frucht der Götter verehrt. Mangobäume können bis zu 45 Meter hoch und über hundert Jahre alt werden. Die Früchte sind leicht verdaulich und reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie vor allem Vitamin A und seiner Vorstufe Beta-Karotin, Vitamin C und Kalium. Somit unterstützt der Verzehr Sehkraft, Immunsystem und Stoffwechselprozesse im Körper.

Beim Zubereiten der Mango empfiehlt sich eine Küchenschürze, da sich Saftflecken nur schwer entfernen lassen. Die Frucht wird mit einem scharfen Messer in der Mitte eingeschnitten, bis man auf den Kern stößt. Der Kern wird mit einem Löffel herausgelöst. Dann schneidet man das Fruchtfleisch gitterförmig ein, ohne die Schale zu verletzen und biegt die Schale nach außen. Dann lassen sich die Mangostücke einfach herauslösen.

Mangos sind ganzjährig im Handel erhältlich. Achten Sie beim Einkauf auf Qualität. Die Früchte sollten nicht zu fest und nicht zu weich sein und einen angenehmen süßlichen Geruch verströmen. Die Haut fühlt sich etwas ledrig an und gibt bei Fingerdruck leicht nach. Die Farbe sagt hingegen nichts über Geschmack und Reifegrad aus. Sind schwarze Flecken auf der Schale, ist die Frucht bereits überreif. Am besten werden die Exoten bei Zimmertemperatur aufbewahrt und innerhalb von ein bis zwei Tagen verbraucht.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft „Obst“, Bestell-Nr. 61-1002, Preis: 4,00 Euro, www.aid-medienshop.de

Papaya

Papaya:
Saftigsüßes Fruchtfleisch mit Honignote

Die Papaya schmeckt saftig-süß und erinnert im Geschmack an Melone mit einer Honignote. Die exotische Beerenfrucht ist in der Küche vielseitig verwendbar. Feinschmecker genießen sie pur oder in einem Obstsalat mit Kiwi, Mango und einer Limettenmarinade. Ein Spritzer Zitronensaft und etwas Ingwer unterstreichen die fruchtige Note. Papaya eignet sich hervorragend für Süßspeisen wie Gebäck oder Parfait und sorgt in der Konfitüre für Abwechslung auf dem Frühstückstisch. Sie lässt sich aber auch pürieren und zu einem Saft oder Milchshake verarbeiten. Wer es herzhaft mag, genießt die süßen Früchte zu Geflügel, Fisch und Meeresfrüchten. Das enthaltene Enzym Papain macht das Fleisch zart und bekömmlich. Eine leckere Vorspeise sind in Lachsschinken eingerollte Papayaschiffchen.

Auch die unreifen Papayas mit der grünen Schale sind essbar. Sie haben einen säuerlichen Geschmack und können ähnlich wie Kürbis verwendet werden – etwa in Suppen, Eintöpfen und im Chutney. Die schwarzen Samen in der Frucht geben Speisen eine angenehm pfeffrige Schärfe. Sie werden gewaschen, getrocknet, mit dem Mörser zerkleinert und als Gewürz verwendet.

Die Papaya, auch Baummelone genannt, ist ursprünglich in Mexiko beheimatet. Heutzutage wird sie vor allem in Mittel- und Südamerika, Afrika, Australien, Kanaren und Indien angebaut. Sie wächst in Trauben an bis zu zehn Meter hohen palmenähnlichen Bäumen. Je nach Sorte sind die Früchte ei- bis birnenförmig oder länglich und haben eine gelbgrüne bis goldgelbe Schale.

Papayas sind ganzjährig im Handel erhältlich. Ist die Schale gelblich verfärbt und gibt bei leichtem Druck nach, ist das Obst reif und das Fruchtfleisch süßlich. Vor dem Verzehr teilt man die Papaya in zwei Hälften und entfernt die Kerne mit einem Löffel. Anschließend kann das Fruchtfleisch einfach aus der Schale gelöffelt werden. Zur Weiterverarbeitung, etwa im Obstsalat, wird die Schale mit einem scharfen Messer entfernt und die Frucht in kleine Stücke geschnitten. Reife Papayas sind im Kühlschrank etwa eine Woche haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Kaktusfeige

Die Kaktusfeige ist nach wie vor eine große Unbekannte in der heimischen Küche. Dabei hat das Obst ein erfrischend süß-säuerliches Aroma und lässt sich vielseitig verwenden. Der Geschmack erinnert ein wenig an Melone oder Birne.

Kaktusfeigen schmecken pur und im Joghurt, im Obstsalat und in einem gemischten Blattsalat mit Datteltomaten. Eine delikate Vorspeise sind kugelförmig ausgestochene Kaktusfeigen mit Serrano-Schinken und Ziegenkäse. Die exotischen Früchte verfeinern aber auch pikante Gerichte mit Räucherfisch, Wild oder Geflügel und orientalische Spezialitäten. Ein leckeres Dessert sind Blätterteigtaschen mit Kaktusfeige und etwas Honig, zu denen Vanillesoße gereicht wird. Die Früchte kann man auch einfach in Scheiben schneiden, mit Zitronensaft beträufeln und mit Vanillezucker und etwas Schlagsahne servieren. Das Fruchtfleisch wird gerne zu Konfitüre sowie Chutney verarbeitet oder gibt Cocktails eine besondere Note.

Der Feigenkaktus ( Opuntia ficus indica ) ist ursprünglich in Mexiko beheimatet und wird heute auch im Mittelmeerraum und auf den Kanaren angebaut. Er ist an extreme Sonneneinstrahlung, Dürre und nährstoffarme Böden angepasst und kann einige Meter hoch werden. Aus den gelben Blüten wachsen ovale Früchte, die auch Feigenopuntien genannt werden. Sie haben eine warzige dornige Schale, die je nach Sorte gelb über lachsfarben bis dunkelbraun gefärbt ist.

Die feinen Dornen auf der Schale haben kaum sichtbare, äußerst unangenehme Widerhaken und werden vor dem Verkauf abgebürstet. Dennoch ist bei der Zubereitung Vorsicht geboten. Am besten vor Verletzungen geschützt, sind die Hände in Küchenhandschuhen. Die Früchte lassen sich wie eine Kiwi aufschneiden und auslöffeln. Alternativ kann man die Enden flach abschneiden, die Schale anritzen und abziehen. Die kleinen schwarzen Kerne im wässrigen Fruchtfleisch können mitgegessen werden.

Kaktusfeigen sind ganzjährig im Handel erhältlich. Da die Früchte nicht nachreifen, sind weiche und saftige Exemplare die beste Wahl. Achten Sie auf einen unversehrten Stiel, da die Früchte ansonsten rasch verderben. Kühl gelagert sind Kaktusfeigen einige Tage haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de