„Das perfekte Dinner – Frisch vom Land“

Schlemmen auf dem Bauernhof (12. bis 16. Juli 2010 um 19:00 Uhr bei VOX)

In der kommenden Woche geht es bei der beliebten Koch-Doku „Das perfekte Dinner“ aufs Land. In dem Special „ Frisch vom Land“ kochen fünf Landwirte um die Wette. Da ist klar, dass nicht nur Koch- und Gastgeberqualitäten genauestens unter die Lupe genommen werden, sondern auch Haus und Hof. Bei den fünf Kandidaten aus NRW zeigt sich schnell, dass Bauernhof nicht gleich Bauernhof ist. Aber wenn es darum geht, stilecht aufzutreten, dann halten alle zusammen und reisen im „Traktor-Korso“ an.

Bioladen, Kornbrennerei und ein Abenteuerhof

Agnes (47) ist Geschäftsführerin auf dem „Gut Forstmannshof“. Vor 20 Jahren hat sie in den Hof eingeheiratet. Seitdem hat sich einiges getan. Aus einem kleinen Biomarkt wurde ein Bio-Supermarkt, der Korn aus der Schnapsbrennerei wird inzwischen bis nach Russland geliefert und mittlerweile helfen rund 90 Erntehelfer während der Spargel- und Erdbeersaison. Trotzdem lässt es sich die patente Bauerntochter nicht nehmen, stets den ersten Spargel der Saison selbst zu stechen. Bei Hanno (35) dreht sich nicht nur alles um seinen Hof – der „Teilzeitlandwirt“ arbeitet im Sommer in einer Gärtnerei. Seine brasilianische Frau kümmert sich um die Gästezimmer und pflegt einen Nutzgarten. Das „Gut Körtlinghausen“ von Elisabeth (47) hingegen wird unter anthroposophischen Aspekten geführt. Bei ihr kommen keine Produkte aus dem Supermarkt auf den Tisch. Angebaut und geerntet wird nach dem Mondzyklus und gedüngt wird mit homöopathischen Mitteln. Sie kocht täglich für bis zu 15 Personen und liebt die große Gemeinschaft. Wenn es nach dem vierten im Koch-Bunde, Bauer Rudi (50) ginge, dann würde er täglich grillen. Alle anderen Gerichte zaubert dann eher seine „Madame“. Nach einem Bandscheibenvorfall von 15 Jahren hat der selbsternannte „Kinderversteher“ aus seinem Hof den „Erlebnisbauernhof Sprikeltrix“ gemacht. Dort sorgt er als Zirkusdirektor für Aufregung bei den großen und kleinen Gästen. Die fünfte Kochkonkurrentin, die gebürtige Bauerstochter Katharina (30), wollte ursprünglich in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Doch dann brach sie das Studium der Agrarwirtschaft ab und studierte in Düsseldorf Heilpädagogik. Trotzdem übt sie einen Spagat zwischen Stadt und Land: Halbtags arbeitet sie als Heilerzieherin, lebt jedoch mit ihrem Mann auf dem elterlichen Hof und hilft dort im Hofladen.

Einkaufen auf dem eigenen Hof

Diese Dinner-Runde ist anders als alle anderen zuvor. Um den Supermarkt wird einen großen Bogen gemacht, denn es ist ja, dank Hofladen und Gemüsebeet alles frisch vorhanden. Während Agnes Spargel, Kartoffeln und Erdbeeren einfach in ihrem Hofladen abholt, wird bei Hanno Geflügel aus eigener Schlachtung serviert. Ökologisch korrekt pflückt Elisabeth Brennnesseln für ihre Suppe im eigenen Garten. Auch bei Rudi wird gepflückt, hier allerdings Schnittlauch und Minze. Bei Katharina, deren Eltern eine Ochsenzucht betreiben wird das Fleisch einfach nur im Hofladen abgeholt. Das Leben auf dem Land scheint entgegen allen Vorurteilen also doch sehr praktisch zu sein.

Das Ding mit den Autoreifen

Natürlich gibt es in dieser Dinner-Runde ein Hauptthema: das Landleben. Doch auch, wenn alle Fünf sich für ein Leben auf dem Land entschieden haben, so könnten ihre Aufgabe unterschiedlicher nicht sein. Ökobauerin Elisabeth trifft auf Spaßvogel Rudi und die „Teilzeit-Landwirte“ Hanno und Katharina auf Gutsbesitzerin Agnes. Natürlich wird da gefachsimpelt und der Zuschauer erhält spannende Einblicke in das Leben auf dem Land. Dank Katharina gibt es sogar noch einen Hilferuf an die „Städter“. Ihre Eltern können sich vor lauter Autoreifen nicht retten. Ständig werden alte Reifen als vermeintliches Geschenk zur Abdeckung von Planen vorm Hof abgelegt. „Die tun uns echt keinen Gefallen“, jammert die Bauerstochter. Bei all’ der Fachsimpelei kommt das Kochen jedoch nicht zu kurz. Ein Blick auf die Menükarte verrät, was die Höfe NRWs hergeben. Von Spargel mit Maibock, über Hühnchen an Salat bis hin zum Hirsebratling nebst Ziegenkäse – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Das wird sogar der passionierte Fleischliebhaber für einen Abend lang zum Vegetarier.

Wer am Ende mit seinen Gastgeberqualitäten überzeugt hat, erfahren Sie vom 12. bis 16. Juli 2010 um 19:00 Uhr bei VOX.

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