Starwood übernimmt Le Méridien

Starwood Hotels & Resorts Worldwide, Inc., hat heute die Übernahme der Marke Le Méridien bekannt gegeben. Mit der Übernahme gehen die Management- und Franchiseverträge des bestehenden Portfolios von 130 Hotels und Resorts weltweit auf Starwood über. Der Übernahmepreis beträgt rund 225 Millionen US-Dollar, was dem ungefähren Wert der Verbindlichkeiten Le Méridiens inklusive der aufgelaufenen Zinsen entspricht. Diese Transaktion wird die Präsenz und Bekanntheit von Starwood in Europa, Afrika, im Mittleren Osten sowie im asiatisch-pazifischen Raum erheblich steigern und ist ein weiterer strategischer Schritt von Starwood Hotels & Resorts, künftig verstärkt als Hotelmanagementgesellschaft und Franchisegeber am Markt aufzutreten.

„Die Übernahme von Le Méridien ist für Starwood eine Weichen stellende Entwicklung und festigt unsere Position als internationale Hotelgesellschaft. Wir sind von der Marke Le Méridien und ihrem Potential überzeugt. Sie ergänzt hervorragend das bestehende Markenportfolio von Starwood, wozu neben den Marken Westin und W auch Sheraton, St. Regis, The Luxury Collection, Four Points by Sheraton und neu aloft gehören“, erklärt Steven Heyer, CEO von Starwood Hotels & Resorts.

Mit 43 Hotels in Europa, 47 Hotels in Afrika und im Mittleren Osten, 28 Hotels im asiatisch-pazifischen Raum und Indien sowie zwölf Hotels in Nord- und Südamerika erweitert Starwood mit der Übernahme von Le Méridien auch das geografische Spektrum und sichert sich die Position als eine der weltweit führenden, auf Lifestyle und Leisure spezialisierten Hotelgesellschaften.

„Viele Hotels von Le Méridien befinden sich in Märkten, in denen wir bisher noch nicht oder kaum präsent waren. Diese Tatsache, gekoppelt mit dem hervorragenden Ruf der Marke und den europäischen Wurzeln der Hotelgruppe haben uns zur Übernahme bewogen“, so Heyer weiter. „Wir haben große Expansionspläne für Le Méridien, insbesondere in den USA, in Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum. Unser Ziel ist es, die Markenbekanntheit von Le Méridien zu erhöhen und die Marke weiter zu entwickeln. Le Méridien gibt unserem Development-Team einen weiteren Wachstumsmotor an die Hand und erweitert das heutige Hotelmarkenportfolio zusammen mit der kürzlich vorgestellten Design-Hotelmarke aloft auf acht.“


Starwood wird Le Méridien unter dem bestehenden Markennamen weiterführen und verspricht sich durch die Eingliederung in eine etablierte Mehr-Marken-Hotelgesellschaft für Le Méridien Umsatzsteigerungen, eine schnelles Wachstum und solide Zukunftsperspektiven für die Mitarbeiter.

Der vorwiegend europäische Gästestamm von Le Méridien ergänzt den bestehenden Kundenstamm von Starwood ideal. Die 130 Luxushotels bieten den über 24 Millionen Mitgliedern des Bonusprogramms „Starwood Preferred Guest (SPG)“ eine erweiterte Hotelauswahl in Schlüsselmärkten wie Paris, Nizza, Dubai und London. Hinzu kommen bislang von Starwood nicht abgedeckte Destinationen wie Monte Carlo, Barcelona, Budapest, die Seychellen und Mauritius. Und auch für die Stammgäste von Le Méridien bedeutet der Zusammenschluss ein erweitertes Angebot: Sie können künftig aus 750 zusätzlichen Hotels und Resorts weltweit wählen.

Le Méridien verfügt über existierende Expansionspläne an strategisch wichtigen Standorten. Jüngstes Beispiel dafür ist das vor kurzem eröffnete Le Méridien She Shan Shanghai, ein Luxushotel mit 325 Zimmern in der Stadtmitte. Für 2006 ist die Eröffnung von mehr als zehn Hotels u. a. in Indien, Thailand und China geplant.

Die Einnahmen aus den Management- und Franchisegebühren durch Le Méridien Hotels in 2006 werden auf rund 45 Millionen US-Dollar geschätzt. Die zusätzlichen jährlichen Kosten für das Führen der Marke Le Méridien werden auf etwa 15 Millionen US-Dollar geschätzt. Ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten wird die Übernahme für das verbleibende Geschäftsjahr 2005 voraussichtlich ertragsneutral verlaufen und im Jahr 2006 bereits erste Erträge verzeichnen.

Starwood erwartet nach einer laut Steven Heyer „raschen und problemlosen“ Eingliederungsphase deutliche Ergebniseffekte. Für die Integration zeichnet Michael Wale verantwortlich, Senior Vice President Le Méridien Operations. Von seinem Büro in London aus werden er und das Starwood-Integrationsteam das globale Netzwerk und die Infrastruktur von Starwood nutzen, um schnellstmöglich Geschäftserfolge herbeizuführen und Le Méridien in sechs bis neun Monaten gänzlich in die Starwood-Gruppe zu integrieren. Die Kosten für zwei Parallelorganisationen während der Übergangszeit werden auf rund 35 bis 40 Millionen US-Dollar geschätzt. Es wird erwartet, dass ungefähr acht bis zehn Millionen US-Dollar dieser Übergangskosten im vierten Quartal 2005 anfallen. Zusätzlich wird Starwood einmalig geschätzte 55 Millionen US-Dollar für die Übernahme und Integration von Le Méridien aufwenden müssen.

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