Daniel Achilles

Das f r e i s t o f f geht in die zweite Runde: Daniel Achilles präsentiert sein neues Winterkonzept

Im vergangenen Sommer lief das Sommerkonzept f r e i s t o f f zum ersten Mal: Vier Wochen lang hat Daniel Achilles damals seinem Gourmet-Restaurant reinstoff den Rücken gekehrt und statt Fine Dining eine legere Wohlfühlküche angeboten, die in einem betont entspanntem Ambiente präsentiert wurde. Statt weißer Tischwäsche und edlem Geschirr gab es rustikales Packpapier und einen Mix aus Vintage-Porzellan und einfachem Besteck. Und auch das Serviceteam um Restaurantleiter Pascal Kunert und Stellvertreterin Juliane Winkler tauschte seine Anzüge gegen lässige Outfits im entspannten f r e i s t o f f Look aus.

Aufgrund des großen Erfolges geht es nun mit dem f r e i s t o f f weiter – allerdings als Winterkonzept. Vom 7. bis zum 25. Februar 2017 widmet sich Daniel Achilles der Kulinarik Großbritanniens, vom 28. Februar bis zum 18. März 2017 geht es kulinarisch nach Indien. Auch diesmal geht es dem 40-jährigen jedoch nicht darum, eine authentische Länderküche anzubieten, sondern vielmehr, mit für ihn fremden Produkten zu experimentieren, neue Produktkombinationen zu finden, daraus neue Gerichte zu entwickeln und dabei ganz frei agieren zu können. Trotz allem liegt im f r e i s t o f f, wie auch bei seinem großen Bruder dem reinstoff, der Fokus auf dem „Stoff“ – also dem Produkt.

Wer nun glaubt, Achilles hat genug von Gourmetküche, der irrt: Das reinstoff wird im Anschluss auch weiterhin wie gewohnt bespielt. Schließlich ist es genau diese Küche, für die Daniel Achilles mit zwei Michelin Sternen und 18 Gault&Millau Punkten ausgezeichnet wurde – und die es ihm überhaupt ermöglicht, ein Konzept wie das f r e i s t o f f anzubieten.

Das f r e i s t o f f befindet sich vom 7. Februar bis zum 18. März 2017 in den Räumlichkeiten des Restaurants reinstoff, Schlegelstraße 26c in 10115 Berlin und ist dienstags bis samstags von 12 bis 14 Uhr sowie von 18.30 bis 22.30 Uhr geöffnet. Reservierungen können wie gewohnt auf der Internet-Seite www.reinstoff.eu vorgenommen werden. Für weitere Fragen oder besondere Wünsche steht das Restaurantteam unter der Telefonnummer 030 30881214 oder per Email unter freistoff@reinstoff.eu zur Verfügung. Weitere Informationen sind unter www.reinstoff.eu zu finden.

Indien vegan

Der vegane Lebensstil begeistert in Europa immer mehr Menschen, während in anderen Ländern der Erde eine Ernährung ganz ohne tierische Produkte schon lange Tradition hat. Bestes Beispiel dafür ist Indien, wo in weiten Teilen des Landes – auch aufgrund religiöser Begebenheiten – gänzlich auf Fleisch, Fisch und Eier verzichtet wird. Auf den quirligen Märkten Indiens gibt es unzählige Gewürze, die landestypische, vegane Gerichte wie Dosa oder Dal zu einem wahren Fest für die Sinne machen.

Enchanting Travels bietet nun zwei Indien-Reisen an, die Gästen ermöglichen Indien zu erkunden und dabei die vielfältige und exotische Küche des Landes kennen zu lernen – und das komplett vegan.

Südindien mit allen Sinnen erleben
Diese 12-tägige Reise führt zu zauberhaften Tempelbauten und Landschaften Südindiens. Buchbar unter: http://www.enchanting-india.de/reise/suedindien-mit-allen-sinnen, ab 1.795 €/ pro Person. Die Reisenden erwarten beeindruckende Tempelanlagen, eine faszinierende Landschaft, Gewürzplantagen und viele kontrastreiche Eindrücke, inklusive sind vegane Reiseoptionen und mehrere Kochkurse. Bei dieser Reise können Gäste mit allen Sinnen den Süden Indiens entdecken. Die Reise beginnt in Chennai und führt durch das charmante Pondicherry, das französichen Flair versprüht. In Mamallapuram, wo Gäste die beeindruckenden „Rathas“ Küstentempelanlagen des UNESCO Kulturerbes entdecken können. Das sattgrüne und duftende Munnar ist eine ruhige Hügelstation, ganz in der Nähe befindet sich der höchste Punkt Südindiens in 2695m Höhe. Hier lernen Gäste bei einem veganen Kochkurs im Restaurant The Barn, wie Sie Ihre neuen indischen Lieblingsgerichte selbst zubereiten können. In einer Unterhaltung mit den Köchen können Sie Fragen stellen und erfahren mehr über die traditionellen Zutaten der südindischen Küche. Anschließend führt die Reise weiter in das malerische Dorf Kumarakom. Der Aufenthalt in diesem Teil Indiens, der aufgrund seiner fruchtbaren Böden auch ‚Indiens Reisschale‘ genannt wird, bietet die Möglichkeit bei einem veganen Kochabend die raffinierte Küche Keralas kennen zu lernen und eine indische Mahlzeit, traditionell serviert auf einem Bananenblatt, zu genießen. Die letzte Station der Reise ist die malerische Hafenstadt Cochin, die viele Sehenswürdigkeiten wie den holländischen Palast oder die malerische Aussicht von Hafen im Stadtteil Fort Kochi bietet.

Spirituelles Nordindien
Dem Wesen Indiens auf der Spur – Diese Reise führt zu den spirituellsten Orten (Nord)Indiens. Diese 14-tägige Reise kann unter http://www.enchanting-india.de/reise/spirituelle-nordindien-reise ab einem Preis von 2.335€/ pro Person gebucht werden. Gäste können Indien in diesen zwei Wochen in seiner reinsten Form erleben: berührend, spirituell und lebendig. Die Wiege der indischen Kultur, der heilige Fluss Ganges begleitet die Gäste auf ihrer Reise. Beginn und Ende der Reise sind in der pulsierenden Hauptstadt Delhi, wo die Rote Festung und die Gandhi-Gedenkstätte besichtigt werden können, abgerundet wird das Erlebnis mit einem veganen Kochkurs bei dem sechs unterschiedliche Gerichte zubereitet werden. Die Stadt Varanasi kann bei einer Bootsfahrt auf dem Ganges vom Wasser aus erkundet werden und im Sri Annapurna Restaurant, das seit 2000 Jahren traditionelle nord-und südindische Mahlzeiten serviert, können unter den Gerichten allerlei vegane Köstlichkeiten gekostet werden. Die Reise führt weiter nach Agra wo Gäste das erhabene Taj Mahal und eindrucksvolle Tempelanlagen erwarten. Ein weiteres Highlight bietet der Aufenthalt im spirituellen Zentrum Rishikesh, wo einem traditionellen Hindi-Ritual beigewohnt werden kann. Nach einer privaten Yoga Stunde lädt dort eine indische Familie zum veganen Kochkurs. In Haridwar, gelegen am Fuße des Himalajas wo der Ganges in die Ebene springt, bietet die Aarti-Lichtzeremonie den Gästen einen ganz besonderen Einblick in das spirituelle Wesen Indiens.

www.enchantingtravels.de

Die Welt des Weins entdecken

Weingenuss von Amerika über Afrika nach Asien

Am Tag entspannt eine Weltmetropole entdecken, die kulinarischen Kostbarkeiten der Region kennenlernen und den Abend mit dem Besuch einer lokalen Winzerei und Spa-Behandlung ausklingen lassen. Unter den zahlreichen Angeboten vom Reiseveranstalter Enchanting Travels findet jeder entdeckungsfreudige Genießer seinen persönlichen Favoriten.

Der Gast kann sich von einer Auswahl der schönsten Weinregionen der Welt zu einem individuellem Reiseerlebnis inspirieren lassen:

Kapstadt, Südafrika
Die 11-tägige Weinreise „Südafrika für Genießer“ mit jeder Menge Gelegenheiten, das Land in all seinen Facetten kennenzulernen, kann unter http://www.enchanting-africa.de/reise/suedafrika-fuer-geniesser ab €4.690,- pro Person gebucht werden. Geboten wird ein Aufenthalt in dem Land Afrikas, das alle Naturschönheiten des Kontinents vereint. Neben endlosen Stränden und der Hitze der Savanne erwartet den Besucher der Regenbogennation das bizarre Hochgebirge, sowie die fruchtbaren Täler der Mittelgebirge, welche dem Weinanbau die besten Voraussetzungen für edelste Rebsorten bieten.
Der Aufenthalt in diesem vielseitigem Teil des Kontinents beinhaltet eine Entdeckungstour durch das gastronomisch abwechslungsreiche Kapstadt: Hier ergibt sich die Möglichkeit im Gourmet-Restaurant ‚One & Only’ an einem ‚Wine & Dine’ Abend mit kulinarischen Höhepunkten der Region teilzunehmen.
Der Entdeckergeist wird bei einer Safari im bekannten Krüger Nationalpark geweckt. Im Asmara Wine Estate, in der früheren europäischen Siedlung Stellenbosch gelegen, erlernt der Gast im hauseigenen Kochkurs durch den Gutsverwalter die kulinarischen Feinheiten der Kap-Küche. Bei der anschließenden Weinprobe im ‚Tasting Room’ des „Le Quartier Francais“ findet der Abend in einem der besten 100 Restaurants weltweit einen entspannten Ausklang.

Bodegas Argentiniens und Chiles
Auf Höhen zwischen 650 und 1.050 m. ü. M. ernten die ältesten und bekanntesten Weinkeltereien der Region Mendoza die besten Trauben für ihren bekannten Malbec. Entlang dem Fluss Mendoza, der dieser Region ihren Namen verleiht, eröffnet sich dem Betrachter das andine Bergpanorama.

Hier bietet Enchanting Travels mehrere Möglichkeiten an, um die argentinische Weinregion mit all ihren Vorzügen zu genießen:
Luxusweinreise durch Argentinien
Eine 9-tägige Luxusweinreise mit Spa-Behandlung in erstklassigen Hotels, bei der die kulturell reiche Hauptstadt Buenos Aires sowie die beeindruckenden Landschaften Argentiniens bereist werden. Unter http://www.enchanting-southamerica.de/reise/luxus-wein-und-entspannung-pur kann die Reise ab €4.020,- pro Person gebucht werden.
Der Fokus liegt hier auf der „Divino Vinotherapie“, einer speziellen Spa-Behandlung in Argentiniens führender Weinregion Mendoza. Diese Behandlung macht sich die vitalisierende Wirkung der Weintraube zunutze. Feinste Traubenessenzen verwöhnen den Körper mit Mineralien und Vitaminen und beleben die Sinne.
Die Behandlung umfasst ein Traubenkern-Körperpeeling, ein Weinbad mit Traubenextrakten sowie eine Ölmassage. Eine ‚Bodega Tour’ mit dem Besuch von drei Weingütern in den Tälern von Luján de Cuyo und Maipú in Mendoza rundet das vollkommene Entspannungserlebnis ab.

Weinreise „Gourmands & Gourmets“
Eine 10-tägige Reise durch zwei Länder die viel Köstliches zu bieten haben, buchbar unter http://www.enchanting-southamerica.de/reise/argentinien-chile-reise-fuer-gourmands-und-gourmets, ab €4.405,- pro Person. Bei der 10-tägigen „Gourmands & Gourmets“ Weinreise durch Argentinien und Chile lernen die Reisenden die kulinarischen Freuden des Landes kennen. Von großartigen argentischen Steaks über feine Fischgerichte und beste Weine der ansässigen Keltereien wird dem Gast eine reiche Auswahl geboten.
Während der Kulinariktour durch Chiles Hauptstadt Santiago können neben dem Nationalgericht „Ceviche“ weitere Köstlichkeiten des Landes verkostet werden. Bei Weindegustationen auf chilenischen und argentinischen Weingütern wie Casablanca oder im Valle de Maipú kommt jeder Weinliebhaber auf seine Kosten.

Wine Trails in Indien
Wer Indien einmal von einer etwas anderen Seite kennenlernen möchte, dem bietet Enchanting Travels bei einer exklusiven Weinverkostungstour im Weinbaugebiet Nashik die Möglichkeit dazu. Der Ausflug in der Welt des indischen Weines kann als Teil eine maßgeschneiderte Reisen nach Indien mit Enchanting Travels gebucht werden, z.B. „Nordindien für Feinschmecker“, 12 Tage ab €2.360,- pro Person. Infos unter http://www.enchanting-india.de/unsere-reise.
Reisende dürfen sich auf die malerische Landschaft um Nashik (etwa vier Autostunden von Mumbai entfernt) und die vergleichsweise jungen Winzereien der Gegend freuen. Bei einem Spaziergang durch eines der fast 50 ansässigen Weingüter in der Region werden verschiedene Weine zur Verkostung angeboten.
Nach einem kurzen Hotelaufenthalt zur Erfrischung geht es weiter zu einer Tour und Verkostung in der „Sula Vineyards Winery“, der beliebtesten Weinkellerei des Landes.
Der Abend wird schließlich in der Weinkellerei „York Winery“ verbracht, die sich im Familienbesitz befindet und für ihre fruchtig-trockenen Weine bekannt ist.

Feuerwerk der Aromen

Kulturfreunde und Genießer exotischer Aromen kommen auf der „Kulinarischen Reise durch Indien“ ganz auf den Geschmack. Die 14-tägige Erlebnisreise, die FTI in Kooperation mit Intrepid ganzjährig anbietet, führt von Delhi über Agra, Jaipur, Jodphur, Udaipur und Mumbai nach Goa. In kleiner Gruppe bis zu acht Personen besuchen die Teilnehmer weltbekannte Kulturdenkmäler und lernen bei Begegnungen mit einheimischen Gastgebern die Gerichte der lokalen Küchen kennen. So geben beispielsweise der Besuch von Gewürzmärkten und traditionellen Tee- und Kaffeehäusern sowie Kochkurse einen Überblick über die Aromenvielfalt des Subkontinents. Den Gaumenkitzel umrahmen Ausflüge zur Jama Masjid Moschee in Delhi, zum Taj Mahal in Agra, zum Hawa Mahal in Jaipur, in die „Blaue Stadt“ Jodhpur sowie zu den Filmstudios in Mumbai.

Wie verschieden die regionalen Küchen sind, erfahren die Teilnehmer bei ihrer Reise durch Zentral- und Westindien. In Delhi, dem Ausgangspunkt der Tour, kann beispielsweise Puri Bhaji, ein typisches Frühstücksgericht mit frittiertem Fladenbrot und würzigen Kartoffeln, probiert werden. Wer Freude am Kochen hat, kann selber aktiv werden: Bei einer einheimischen Familie helfen Interessierte bei der Zubereitung von Aloo Paratha – Fladenbrot mit Kartoffelfüllung.

Wie vielfältig die Gewürzlandschaft des Landes ist, zeigt ein Besuch des Chandi Chowk Marktes mit seinem großen Gewürzlagerhaus. Auf der Weiterreise nach Agra gehört der Besuch des UNESCO geschützten Taj Mahals, eines der acht Weltwunder, zu den kulturellen Höhepunkten. Einblicke in die Küchen Agras, Rajasthans und Goas erhalten die Reisenden bei verschiedenen Kochkursen und -vorführungen vor Ort. Herzhaftes Chaat, traditionelles Thali in verschiedenen Variationen oder Vada Pav, würzige Kartoffelpuffer aus der mangalorischen Küche um Mumbai gehören zum Speiseplan der Einheimischen und sorgen bei Neugierigen für exotischen Gaumenkitzel. Zeit zum individuellen Entdecken von Kultur und Kulinarik bleibt in Goa, Hafenstadt und letzter Stopp der Tour. Geprägt von der portugiesischen Kolonialzeit finden sich europäische Elemente im Stadtbild sowie in der lokalen Küche, die zahlreiche Restaurants in besonderer Atmosphäre am Strand anbieten, wieder.

Preisbeispiel:
Die Reise umfasst 13 Nächte in ausgewählten Hotels und Heritage-Unterkünften, Verpflegung, Transfers, Eintrittsgelder und Besichtigungen laut Reiseverlauf sowie englischsprechende Reiseleitung und ist ab 1.440 Euro bis Oktober 2015 exklusive Flug buchbar.

Buchungen und Informationen unter www.fti.de oder Opodo

Kevin Fehling

Kevin Fehling hat bereits mehrere Stationen hinter sich, bevor er erneut in Lübeck heimisch wird.
Die einzelnen Stationen aufzuzählen erspare ich mir, zumal es mir sehr schwer fällt, die ein oder andere Station in der Handschrift Fehlings zu erkennen.
Vielmehr ist bei dem noch nicht 40jährigen die eigene Handschrift, die eigene Stilistik in seinen Kreationen klar erkennbar.

Eine Beschreibung des Restaurants fällt nicht leicht. Der große „Wintergarten“ mit Blick auf die Ostsee, die ich nun schon zum zweiten Mal in des Winters Dunkelheit nicht erkennen kann,
ist mit großen Tischen bestückt, die viel Platz bieten. Die Sitzgelegenheiten sind bequem. Das Ambiente insgesamt eher schlicht und bescheiden.

Es wird ein Menü angeboten, dessen Zahl der Gänge man frei wählen kann.
Ein Auszug:

Gelbflossen-Makrele
mit Rettich, Matchatee, Limonenblatt-Staub & Kalamansi

Die Calamondinorange (auch Kalamansi) ist ein sogenannter Gattungsbastard, freundlicher auch als Hybride bezeichnet.
Entstanden aus der Kreuzung von Mandarine und einer Kumquat-Art. Sie ist sehr sauer.

Die Cremetupfer von Matchatee und die zarten Schärfenoten bändigen die Säurebestandteile und lassen so der Makrele genügend aromatischen Raum.

Gänseleber “Lübecker Marzipan”
mit Marzipancreme, Rotkohl, Feige & Rum-Nuss-Chutney

Der Alte Leuchtturm in Travemünde, der älteste Leuchtturm Deutschlands, steht Pate bei diesem Gericht. Er ist derzeit (infolge mehrmaliger Zerstörung immer wieder aufgebaut) 31 Meter hoch und wurde 1330 erstmals urkundlich erwähnt.

Fehling ehrt das technische Kulturdenkmal mit einer grandiosen Gänseleberkreation, begleitet von delikatem Gänselebereis und einem Brötchen aus gedämpftem Hefeteig.
Dezente Marzipannoten flankieren das cremige und texturell hervorragende Gericht.
Der beigegebene Rotkohl koaliert nicht, wie von mir zunächst angenommen, sondern kontrastiert. Die ansonsten große Harmonie wird dadurch aber nur unwesentlich beeinflusst.

Carabinero „Message in the Bottle“
mit exotischem Chutney, Joghurt, Naanbrot & Tandoori

Zunächst wird eine Flaschenpost zugestellt. Das dazugehörige Foto finden Sie auf meiner Facebookseite.

Bei der Vorbereitung auf diesen Restaurantbesuch machte ich mich mit diesem Detail bereits vertraut. Mir erschien es überflüssig, ja sogar störend.
Schließlich erwartet man Speisen in einem Restaurant und keine Flaschenpost.
Doch Kevin Fehling scheint manchmal mit seinen Gerichten auch eine Geschichte zu erzählen. In seiner Zeit als Koch auf der MS Europa führte sein Weg auch nach Indien.
Der Zauber des Subkontinents hat ihn zu diesem Gericht beeinflusst.

Der Text der geheimnisvollen Flaschenpost lautet:
„Ich war 2 Jahre auf hoher See und eines der prägensten Länder auf unserem Erdball war Indien.
Dieses Gericht ist eine Inspiration und gleich eine Hommage an dieses außergewöhnliche Land voller Farben, Aromen und Düfte.
Kevin Fehling“

Die Königin der Garnelen verwöhnt mit perfekt gegartem und wundervollem Fleisch.
Cremige Joghurtnoten und exotische Duft- und Geschmacksnoten lassen erahnen, was Kevin Fehling inspiriert hat.

Kalbsrücken & Bries
mit Erdnuss, Kürbis, Quitte & Curry

Dem feinen, milden Geschmack des Kalbfleisches werden interessante Begleiter zur Seite gestellt wodurch die Kreation durch die harmonische Ausgestaltung verblüfft.
Quitte & Curry scheinen wie für dieses Gericht erfunden.

Wie immer gibt es den vollständigen Bericht des Berliner Foodjournalisten Bernhard Steinmann mit Fotos auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Faizan Ali

Neues Restaurant „Indian Pavilion“ erweitert kulinarisches Angebot
Kurkuma trifft Kokos im One&Only Le Saint Géran

Feinste Zutaten und charakteristische Gewürze: Das neue Restaurant Indian Pavillon bringt die feinen Aromen Indiens ins One&Only Le Saint Géran auf Mauritius. Für das Menü zeichnet Küchenchef Faizan Ali verantwortlich, der nach Stationen in seiner Heimat Indien und auf Bali nun im One&Only Le Saint Géran für unvergessliche Dinner-Erlebnisse sorgt. Neben dem Indian Pavillon warten zwei weitere Restaurants mit kulinarischen Hochgenüssen auf: PRIME Contemporary Grill und La Terrasse.

Auf der Karte des neuen Restaurants finden sich Speisen aus der traditionellen Mughlai-Küche, die für den Indian Pavillon neu interpretiert wurden. „Die Geschmäcker der Mughlai-Küche können stark variieren, von mild bis sehr würzig, von angenehm bis beißend scharf. Die Speisen werden langsam gekocht und die Gewürze sehr vorsichtig geröstet, dadurch unterscheidet sich der Geschmack von dem anderer Küchen“, erklärt Faizan. Eine weitere Besonderheit ist die Zubereitungsweise der Speisen: Je nach Gericht werden verschiedene Gefäße gewählt. Im Degchi, einem hohen Gefäß aus Kupfer, wird etwa Korma gekocht, Fleisch wird im Kadhai, einer wokartigen Eisenpfanne, gebraten und Brot wird ganz traditionell im Tongefäß gebacken.

So kommen die Gäste des Indian Pavillon in den Genuss feinster Gerichte wie Lammhäppchen mit bengalischen Kichererbsen und Chilli oder – dank fangfrischen Meeresfrüchten – Mahi Anarkali, einem Fischkebab verfeinert mit Granatapfel und Ingwersaft. Ein weiteres Highlight der Speisekarte ist Jheenga Zebunnisa, marinierte Scampi mit Chilli und Knoblauch. Eine Delikatesse aus der indischen Stadt Lucknow ist Galouti Kebab mit Ulte tawe ka Parantha besteht aus leicht gekochten Lammpasteten, die mit geräucherten Gewürzen verfeinert sind und auf der Zunge zergehen. Dazu wird auf einem Sieb gebackenes Safranbrot gereicht.

Direkt am azurblauen Wasser gelegen, bietet das neue Restaurant Indian Pavillon einen einzigartigen Blick auf die Resort-eigene Lagune und die üppig-grünen Berge der Insel. Im Inneren des Restaurants haben die Gäste dank der offenen Küche die Möglichkeit, den Köchen bei der Zubereitung feinster Speisen über die Schulter zu blicken. Dabei werden sie nicht nur Zeuge, mit wie viel Kreativität und Liebe zum Detail hier gekocht wird, sie erfahren auch Wissenswertes über die Verwendung und Zubereitung der oftmals exotischen Kräuter und Gewürze aus Indien, welche den Gerichten ihr einzigartiges Aroma verleihen.

Küchenchef Faizan Ali wuchs selbst in Indien auf und bekam die Leidenschaft für seine Landesküche bereits in die Wiege gelegt: Sein Vater Farman Ali entstammt einer langen Generation indischer Köche und spornte ihn bereits früh an, nach dem Wesen der indischen Küche zu forschen. Bevor Faizan nach Mauritius kam, sammelte er erste Erfahrungen im The Claridges und The Leela Palace Kempinski. Nun freut er sich darauf, „Teil des neuen Indian Pavillon im One&Only Le Saint Géran zu sein. Ich habe mit dem General Manager Charles de Foucault schon in Indien und auf Bali zusammengearbeitet und freue mich sehr, ihn an diesem schönen Ort wiederzutreffen und für dieses wunderbare Resort tätig zu sein.“

www.oneandonlyresorts.com/

Umgangsformen für Asien-Reisen

„Gutes Benehmen hilft grundsätzlich überall. Aber was bei uns als höflich gilt, wirkt in Asien manchmal nur daneben. Uns geht es bei unseren Reisen darum, Verständnis für das jeweilige Anders-sein aufzubauen und das Anders-sein zu erklären“, so Rüdiger Lutz, Chef des Münchner Reiseveranstalters Asien Special Tours. Der Schwerpunkt des Spezialveranstalters liegt dabei auf Myanmar, Vietnam, China und Zentralasien.

Seine Tipps und Erfahrungen gibt Firmengründer Rüdiger Lutz gerne weiter. Folge eins dieser Serie widmet sich der zweitwichtigsten Sache der Welt: Essen. In Folge zwei erklärt Asien Special Tours, warum man Chinesen am besten keine Blumen schenken sollte und in Folge drei geht es um die Herausforderungen im Umgang mit Fremdwährungen.

Von der richtigen Verbeugung
Die Begrüßung kann in Asien zur echten Herausforderung werden, denn die in vielen Ländern typische Verbeugung, eventuell sogar noch mit zusammengefalteten Händen, sollte man als Ausländer nicht einfach so nachmachen. Bereits der kleinste Fehler, wie die Tiefe der Verbeugung, hat große Auswirkungen. In Laos, Myanmar bzw. in allen Ländern, die mehrheitlich buddhistisch geprägt sind, ist Händeschütteln unüblich. Zur Begrüßung faltet man die Hände entweder auf Gesichts- oder Brusthöhe und verneigt sich leicht. Aber Achtung – nicht übertreiben. China und Japan sind bei der Begrüßung Ausländern gegenüber gerade im Umbruch. Obwohl in beiden Ländern die Verbeugung – ohne gefaltete Hände – üblich ist, kann es sein, dass Sie mit Handschlag begrüßt werden. Aber Achtung – verkneifen Sie sich den typisch herzhaften deutschen Handschlag. Der west-östliche Handschlag sollte eher lasch sein. Auch in Vietnam ist mittlerweile der westliche Handschlag üblich. In Indien schließlich sollte man auf die angedeutete indische Verbeugung am besten mit einem kurzen Kopfnicken antworten.

Pünktlichkeit ist eine Zier
Und wird in Japan und China genauso ernst genommen wie bei uns. Ganz anders dagegen in Indonesien und Indien. In Indonesien herrscht „jam karret“, was soviel bedeutet wie Gummi-Zeit. Verspätungen sind das Selbstverständlichste auf der Welt. Indien dagegen hat die „Five minutes only“ (Un-)Pünktlichkeit und dahinter kann sich alles verbergen, aber ganz bestimmt nicht nur fünf Minuten. Zeit läuft nicht ab, sie wiederholt sich, heißt es im Hinduismus. Sollten Sie das Glück haben, in das Haus ihres Gastgebers eingeladen zu werden, kommen Sie auf gar keinen Fall pünktlich. Sie würden Ihre Gastgeber in hellen Aufruhr versetzen. Bei einer privaten Einladung gehört es zum guten Ton, zu spät zu kommen – gerne bis zu einer Stunde und mehr.

Finger weg im Tempel
Wenn Sie einen buddhistischen Tempel besuchen, achten Sie bitte darauf, mit ihren Fingern oder Füßen nicht auf Dinge und Personen zu zeigen. Sollten Sie sich setzen, dürfen Ihre Füße nicht auf andere Menschen zeigen, auf gar keinen Fall aber in Richtung des Buddhas – sei es nun eine Statue oder ein Bild. Und wenn Sie dann auch noch beim Verlassen des Tempels rückwärts gehen und erst in einiger Entfernung Buddha den Rücken zukehren, können Sie sich der Hochachtung ihre Umgebung sicher sein. Und bitte riechen Sie auf keinen Fall an den Blumenspenden oder berühren diese – sie gehören den Göttern und nicht Ihnen.

Die Sache mit der Gestik
Die für uns sicherlich missverständlichste Geste ist der indische Kopfwackler. Inder vermeiden gerne klare Positionen und der Kopfwackler hilft ihnen dabei, denn er kann so ziemlich alles zwischen „Ja“ und „Ich denke darüber nach“ bedeuten. Das indische „Nein“ ist auch nicht einfacher: ein kurzer Ruck mit dem Kopf ist schon alles, unmissverständlich wird es nur, wenn ein abschätziges Zungenschnalzen dazu kommt.

Umgekehrt empfinden Asiaten unser heftiges Gestikulieren oder Zeigen mit dem Zeigefinger als bedrängend oder gar demütigend. Wenn Sie auf etwas zeigen wollen, nehmen Sie dazu besser die ganze Hand mit nach oben geöffneten Handflächen. Und winken oder schnippen Sie nie einen Kellner oder Straßenverkäufer heran – diese krasse Geste wendet man in Asien nur für Hunde an.

Gastgeschenke
Bei privaten Einladungen ist es üblich, Geschenke zu machen. Wundern Sie sich aber bitte nicht, wenn ihr Geschenk unausgepackt bleibt. In Asien werden Geschenke niemals vor den Augen des Schenkenden geöffnet, das würde gierig wirken. Und Geschenke auch nie in weißes oder schwarzes Papier verpacken. Weiß gilt in ganz Asien als Farbe der Trauer und des Todes. Ebenso wie man mit Blumen nur die Toten ehrt. Vermeiden Sie vor allem die Zahl vier – sie gilt in China als Unglückszahl. Acht dagegen ist eine Glückszahl. Beliebt sind Geschenke, die mit Ihrem Heimatland zu tun haben und typisch für dessen Kultur stehen. Vergessen Sie beim Kofferpacken also nicht den Wappenteller ihrer Heimatstadt, den Kunstdruck des Stadtpanoramas oder den bayrischen Bierseidel. Sind Kinder in der Familie, sollten auch diese mit einer Kleinigkeit bedacht werden.

Die Nase läuft
Was tun, wenn die Nase läuft? Schnäuzen in der Öffentlichkeit gilt in den meisten asiatischen Ländern als extrem unfein, vor allem wenn dabei das Taschentuch auch noch mehrmals verwendet wird. Für Asiaten völlig unvorstellbar und extrem unrein. Am besten ist es, die Toilette aufzusuchen. Dann stört man niemanden. Hochziehen ist dagegen völlig ok. Andere Länder – andere Sitten.

„No problem, Sir“
Asien kann einen mit seiner Gelassenheit ganz schön fordern. Aber es hilft nichts. Bleiben Sie selbst gelassen, bleiben Sie freundlich. Denn Asien tickt anders, als das überregulierte Europa. Hängen Sie nicht den Besserwisser heraus und versuchen Sie schon gar nicht, den Gastgebern ihr eigenes Land zu erklären. Das funktioniert nicht und würde im umgekehrten Fall bei uns auch nicht funktionieren. Wer sich aufregt, bei dem dauert es unter Garantie länger. Ziehen Sie stattdessen die Höflichkeitskarte, lenken Sie ein und ab, zeigen Sie wohldosierten Humor, erkundigen Sie sich nach der Familie, machen Sie Komplimente und singen dabei innerlich das „Ohm“. Und vergessen Sie bitte nie: Oberstes Gebot in Asien ist es, in jeder Lebenssituation das Gesicht zu wahren.

No photos, please
Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass sich die Menschen in Asien gerne fotografieren lassen. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Viele Menschen haben Angst vor dem bösen Blick und reagieren sehr verärgert, wenn man ohne Fragen mit der Kamera auf sie hält. Deshalb bitte immer vorher fragen, denn Sie wollen ja kein schlechtes Karma auf sich laden, oder?

Weitere Informationen und Buchungsanfragen: www.asien-special-tours.de

Oman Cooking

Wie schmeckt Oman? Ein bisschen nach Indien, Indonesien, der Arabischen Halbinsel und Ostafrika. Die Küche Omans ist seit jeher vielfältig und von verschiedenen Einflüssen geprägt. Umso spannender ist das Geschmackserlebnis, dass das The Chedi Muscat seinen Gästen bietet: traditionell, authentisch, weltoffen.

Zimt, Kardamom, Safran, Kurkuma, Nelken und Rosenwasser: Das sind die Gewürze des Orients, die sofort Bilder aus 1001 Nacht in uns hervorrufen und bis heute die Rezepte landestypischer Gerichte im Oman prägen. Nebenbei wirken sie sich auch noch äußerst positiv auf die Gesundheit aus: Safran beispielsweise regt den Appetit an, wirkt krampflösend und sorgt nach starkem Alkoholgenuss für einen klaren Kopf.

Im The Chedi Muscat lassen sich die Chefs de Cuisine unter der Federführung des französischen Executive Chef Sébastien Cassagnol von den einzigartigen Genüssen des Omans inspirieren und kreieren mit viel Fingerspitzengefühl und Kreativität ein abwechslungsreiches gastronomisches Angebot. Traditionell orientalische Küche trifft auf zeitgemäße französische Menükomponenten mit asiatischer Note. Die Gäste im The Chedi Muscat können aus insgesamt sechs hoteleigenen kulinarischen Optionen wählen. Landestypische Gerichte werden zum Beispiel im The Arabian Courtyard bei omanischer Musik unter freiem Himmel serviert. Ein altes Traditionsgericht im Oman ist „Shows“ – eine Lammspeise, die mit Dattelbrei in Bananen- und Palmenblättern in Erdöfen bis zu zwei Tage gebacken wird. Bei Kennern der regionalen Küche außerdem beliebt ist „Kabsa“ – Schaf, gefüllt mit Reis, Mandeln und verschiedensten Gewürzen. Wer sich nicht für ein Gericht entscheiden kann, bestellt am besten „Mezze“ – kleine Gerichte, die zu verschiedenen Anlässen gereicht werden. Einen interessanten Mix aus westlichen, asiatischen, nahöstlichen und indischen Speisen, die an vier offenen Show-Küchen zubereitet werden, genießen die Gäste des The Chedi Muscat im mehrfach ausgezeichneten The Restaurant.

Feine omanische Desserts, die den perfekten Abend im Luxusresort abrunden, zaubert Abel Vieilleville: Der hoteleigene Patissier mischt Texturen, Aromen sowie Farben und schafft daraus essbare Kunstwerke, die immer wieder aufs Neue überraschen. Traditionell werden im Oman zum Dessert Obst, besonders frische Datteln und „Halwa“ gereicht. Im Arabischen bedeutet „halwa“ übrigens süß, und das nicht ohne Grund: Das Rezept besteht aus Butterschmalz, karamellisiertem Zucker, Mandeln und Stärke. Das Ganze wird mit Safran und Kardamom geschmacklich verfeinert.

Tee

China größter Produzent – Kenia ist Spitzenexporteur

Weltweit wurden im Jahr 2013 rund 4,8 Millionen Tonnen Tee produziert. Das entspricht einem Wachstum von knapp drei Prozent gegenüber 2012, informiert der Deutsche Teeverband in seinem aktuellen Jahresbericht. Die Zahlen beziehen sich nur auf Tee im eigentlichen Sinne (Camellia sinensis), nämlich Schwarzen und Grünen Tee und nicht auf teeähnliche Erzeugnisse wie Kräuter- und Früchtetees.

Mit 1,85 Millionen Tonnen ist China weiterhin der größte Teeproduzent, auch wenn im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 3 Prozent zu verzeichnen ist. Indien liegt mit 1,2 Millionen Tonnen (plus 8 %) auf dem zweiten Platz, gefolgt von Kenia (ca. 432.000 t), Sri Lanka (340.000 t) und Indonesien (134.000 t). Der größte Teil der Weltproduktion wird in den Anbauländern getrunken, nur in Kenia und Sri Lanka wird der größte Teil exportiert.

Kenia bleibt mit rund 413.000 Tonnen der Spitzenexporteur – mit einem satten Plus von 19 Prozent. Der Exportanteil von Indien erhöhte sich um 16 Prozent auf 209.000 Tonnen. China hat im Jahr 2013 etwa 332.000 Tonnen Tee ausgeführt, gefolgt von Sri Lanka mit 318.000 Tonnen und Indonesien mit 70.000 Tonnen.

In Deutschland hat jeder Bürger im Jahr 2013 statistisch mehr als 27 Liter Tee getrunken, drei Viertel Schwarzen Tee und ein Viertel Grünen Tee. Der größte Lieferant war mit über 11.000 Tonnen und einem Anteil von knapp 21 Prozent China. Schwarzer Tee stammte aber vor allem aus Indien (9.948 t, 18 %). Weitere Lieferländer sind Sri Lanka (8.110 t, 15 %), Indonesien (5.162 t, 9 %) und afrikanische Länder wie Kenia (insgesamt knapp 5.557 t, 10 %). Zudem ist Deutschland ein wichtiger Umschlagplatz im internationalen Teehandel: 47 Prozent der importierten Teemenge wurden nach Veredelung wieder exportiert.
Heike Kreutz, www.aid.de

Echt Indien Vegetarisch

 

Buchrezension: „Echt Indien Vegetarisch“ von Vidhu Mittal

Schon als ich das Buch aus dem Päckchen auspackte war ich positiv beeindruckt: Der edle, tiefrote Seideneinband lässt das Buch von Anfang an besonders wirken. Und ich muss sagen, der vielversprechende Eindruck blieb erhalten.

Das Buch „Echt Indien Vegetarisch“ erschien am Ende April 2014 im Zabert Sandmann Verlag und beinhaltet 320 Seiten. Es ist aufgeteilt in sechs Rezeptkategorien:

  • Drinks, Suppen und Salate

  • Snacks und Vorspeisen

  • Hauptgerichte

  • Reis und Brot

  • Beilagen

  • Desserts und Gebäck

Außerdem gibt es am Anfang des Buches Informationsseiten über Gewürze, Gemüse, Kräuter, Früchte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Trockenfrüchte, sowie Küchenutensilien. Diese sind wunderschön gestaltet, mit Bildern sämtlich besprochener Zutaten. Nach dem Rezeptteil gibt es noch Zubereitungstipps, ein kleines Glossar, eine Liste mit guten Bezugsquellen und eine Seite mit Menü Vorschlägen.

Jedes Rezept beinhaltet den deutschen, sowie den indischen Namen der Speise, die Zutatenliste und Zubereitungserklärung in Worten aber auch in Bildern, ein Kasten mit extra Tipps, einem großen Bild und zu manchen Rezepten gibt es noch einen kleinen Kreis mit Zusatzinformationen oder Merkmalen des Rezepts.

Trotz der vielen Informationen ist das ganze sehr übersichtlich gestaltet. Die Bilder sehen ansprechend und professionell aus, die tollen Farben der indischen Küche werden vorteilhaft hervorgehoben.

Da sich die indische Kochkunst der westlichen natürlich stark unterscheidet ist die Schritt-für-Schritt-Bilderreihe, die ausführlich zeigt wie ein Gericht zubereitet wird, ein wahrer Schatz. Die Angst vor neuen Kochmethoden wird einem genommen und die Erfolgschance leckere, bezaubernde Speisen zuzubereiten ist deutlich höher, als bei vielen anderen fremdländischen Kochbüchern.

Die Rezeptvielfalt des Buches ist mit ca. 200 Rezepten sehr groß. Von ausgefallenen Speisen wie Sautierte Wasserkastanien und Lotuskebabs zu klassischeren Gerichten wie Chutney und Samosas ist alles zu finden. Einladende Desserts wie Safran-Pistazien-Eis, Sesam Pralinen oder süße gefüllte Mondsicheln lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Das letzte Kapitel mit Zubereitungstipps ist abermals ausführlich mit Schritt-für-Schritt Anleitung bebildert. 16 Techniken und Tipps, wie das Zubereiten von exotischem Obst und Gemüse, das Kochen von Paneer oder das Herstellen frischer Würzpasten werden detailliert dargelegt.

Der einzige Fakt, dem man sich bewusst sein sollte ist, dass sehr viele Rezepte vermutlich nicht ganz alltagstauglich sind. Das mag zum Teil an exotischen Zutaten wie indischen Wasserkastanien, Jackfrucht oder Lotuswurzeln liegen. Zudem muss man aber auch beachten, das Mahlzeiten in Indien anders zusammengestellt werden als in Deutschland. Ein Reis-, Gemüse- und Dhalgericht (Brei aus Hülsenfrüchten), sowie indisches Brot, Chutney oder Pickles und vielleicht sogar noch ein Nachtisch können alle zu einer einzigen Mahlzeit gehören. Dementsprechend sind die Portionen für die vorgestellten Gerichte eher klein, bzw. die Personenangaben groß. Somit muss man ein bisschen in den Mengenangaben variieren um von einer Speise allein satt zu werden. Zudem muss beim Kochen oft viel Zeit eingeplant werden, da viele Gerichte sehr aufwendig zuzubereiten sind.

Das Kochbuch ist ein liebevoll gestaltetes, umfassendes Werk und sollte im Bücherregal begeisterter Liebhaber der indischen Küche nicht fehlen. Doch auch für enthusiastische Anfänger ist es geeignet und kann tolle neue Impulse geben. Gioia A. Romanowski

Hardcover , 320 Seiten, ISBN: 978-3-89883-431-5 – 29,95 € Bestellink portofrei