Jérôme Banctel

von Bernhard Steinmann

„Wir kommen gerade aus Paris“. Ein Satz, der merkwürdige Reaktionen auslöst. Grundsätzlich habe ich nämlich nach diesem Satz eine Redepause. Denn mein Gegenüber beginnt sofort mit Erzählungen über eigene Erlebnisse in dieser wunderbaren Stadt. Hier, am PC kann mich niemand unterbrechen. Hier kann ich in die Erinnerungen eintauchen, schreiben und Erlebtes noch einmal erleben. Hier kann ich in Ruhe meine kulinarischen Eindrücke sortieren und mit Ihnen teilen.

Etwa 12,4 Millionen Menschen leben in der Pariser Metropolregion. Im Stadtgebiet, welches knapp 12 % der Fläche Berlins entspricht, ca. 2,2 Millionen.

In Paris gibt es derzeit 67 mit einem Michelinstern ausgezeichnete Restaurants.
14 erhielten zuletzt zwei Sterne und 10 Restaurants werben mit drei Michelinsternen. Welch eine Auswahl. Natürlich dominiert die französische Klassik. Deshalb bin ich auch hier. Die Franzosen sind Kochkünstler, lieben das ehrliche Handwerk und neigen weniger zu avantgardistischem Unfug. Dennoch kommt keine Langeweile auf. Die französische Klassik als Grundlage bietet eine äußert große Spielwiese. Untrennbar verbunden scheint dies allerdings mit der starken Neigung, Preise nach oben zu schrauben. Nirgendwo ist daher die Damenkarte so oft präsent wie in Paris. Madame soll sich schließlich nicht erschrecken, wenn mal 160 € für ein Gericht aufgerufen werden.

Dieser Bericht ist der Anfang einer Serie, mit der ich Ihnen unterschiedliche Schwerpunktsetzungen von Spitzenköchen näherbringen möchte. Ausgewählt habe ich ausschließlich Sternerestaurants mit zwei oder drei Michelinsternen. Die bereits auf meinem Blog vorgestellten Restaurants werden hierbei keine Doppelung erfahren.
Ich berichte hier stets über das Dinner. „Mittagessen? Nur Flaschen essen zu Mittag!“ lästert Michael Douglas als Gordon Gekko in „Wall Street“. So böse möchte ich nicht verstanden werden, doch bevorzuge ich eindeutig den Abend. Abgespeckte Lunchmenüs sind, meiner Meinung nach, so etwas wie ein Kinderteller für Erwachsene.

Unser erstes Ziel liegt im Herzen von Paris. Dieses schlägt, nach meinem Empfinden, zwischen Rue de Faubourg Saint-Honoré und Champs-Elysées. An der Avenue Gabriel befindet sich das La Réserve Paris – Hotel und Spa mit dem Gourmetrestaurant Le Gabriel. Jérôme Banctel zeichnet dort für eine zeitgenössische französische Küche verantwortlich. Banctel hat der Küche zuletzt zu zwei Michelinsternen verholfen. Für uns Anlass genug, etwas genauer hinzuschauen.

Jérôme Banctel ist in Rennes geboren und besuchte mit 16 Jahren die Hotelfachschule Notre Dame Saint-Meen-le-Grand. Es folgten mehrere Stationen in unterschiedlichen Restaurants und schließlich der Militärdienst. Nach weiteren, eher weniger bedeutenden Stationen, entschied er sich für ein Engagement im Gourmet-Restaurant des Hotel de Crillon, unweit seines jetzigen Arbeitsplatzes. Es folgten die für ihn entscheidenden acht Jahre bei Bernard Pacaud, wo er als Sous-Chef im L’Ambroisie entscheidend am Erfolg des Restaurants beteiligt war. Ebenso prägend dürften die Erfahrungen bei Alain Senderens im Lucas Carton gewesen sein.

Die Küchengrüße sind, wie soll ich sagen, gelungen. Nicht besonders herausfordernd. Am ehesten  Beachtung findet der Kingcrab mit Matchatee und Ingwergelee. Für das Menü werden derzeit 220 € aufgerufen.

Le „Paris Crème“, oeuf miso, truffes Melanosporum

Ich habe diesen Gang auf Facebook wegen des deutlichen Pilzgeschmackes „Mushroomburger“ genannt. Sechs verschiedene Teile sind aufeinandergeschichtet.
Aromatisch und texturell sehr abwechslungsreich.
Verschiedene Texturen scheinen mir ohnehin das Thema Banctels zu sein.

Saumon de Norvège, raviole d’aubergine fumée, citron

Leichte Säurenoten begleiten den Lachs, ein besonders gutes Produkt, perfekt begleitet von einer geräucherten Auberginenmousse.
Das insgesamt leichte und aromatisch ansprechende Gericht rechtfertigt allerdings keine weiteren Lobeshymnen. Gutes Handwerk, gute Idee, mehr nicht.

Cœur d’artichaut « Macau » en impression de sakura et coriandre fraîche

Diese Kreation allerdings, verdient nicht nur ungeteilte Aufmerksamkeit, sondern auch höchstes Lob. Banctel  hat sich hier an der Artischocke abgearbeitet und diese in verschiedenen Texturen präsentiert. Crème, Püree, Sauce, frittiertes Stroh,
tolle Geschmackserlebnisse. Die Anleihe einer „Kirschblüten-Impression“ erhöht die Bedeutung des Gerichtes.

Homard bleu roti, carotte aux sucs d´orange et baies roses

Nicht nur schön anzusehen. Erneut müssen verschiedene Texturen herhalten. Der Meeresbewohner wird frittiert und „natur“ angeboten. Süße Karottennoten opponieren gegen die Ingwerbeigabe. Gelungen.

Cabillaud de ligne, curry et riz japonais, avocat bio

Der Kabeljau kommt in dieser Zusammensetzung seit 15 Jahren auf den Tisch bei Jérôme Banctel. Besonders erwähnenswert bei diesem Signature-dish ist die Sauce, in der mindestens 20 Gewürze verarbeitet werden.

Pigeon de Vendée, cacao, tagliatelle se sarrasin

Sehr schmackhaft. Die bei mir unbeliebte Taube kann auch mit Kakaonudeln als Beigabe bei mir nicht punkten.
Objektiver ausgedrückt: Ein gelungenes Gericht, handwerklich tadellos und geschmacklich interessant.

Grain de café meringué, crème glacée au sirop de merisier

Baiser, einer riesigen Kaffeebohne nachempfunden, mit Vanilleeis und Sirup. Tolle Idee.

L´Abricot mousse blanc sésame, chocolat blanc, sablé breton sésame, sorbet abricot, abriot confit et lavande

Wein und Service:

2014er Chassagne-Montrachet, Morgeot, Premier Cru, Lucien Muzard & Fils
2010er Les Bastides d´Alquier, Faugèress

Die Weine habe ich selbst ausgesucht und kann daher niemanden verantwortlich machen. Müsste ich bei diesen guten Tropfen allerdings auch nicht.

Wie so oft, waren wir die ersten Gäste im Restaurant und hatten die volle Aufmerksamkeit eines acht-köpfigen Serviceteams. Zum guten Essen kamen interessante und vergnügliche Gespräche.

FAZIT:

Jérôme Banctel hat uns mehr als zufriedenstellend aufgetischt. Gute Produktqualität, hochinteressante Geschmacksbilder und viel handwerkliches Geschick sind gute Vorraussetzungen für ein hervorragendes Menü.
Alle Teile des Menüs sind gut, keines fällt ab, der Gang mit den Artischocken ist das Highlight und bleibt nachhaltig in Erinnerung.

Die Servicecrew zeigte sich über das Erringen des zweiten Michelinsternes überglücklich. Allein die Hoffnungen auf einen dritten Stern vermag ich nicht zu teilen.

Falls Sie an den Fotos Interesse zeigen, lade ich Sie auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de ein.

Stuttgarter Frischeparadies feiert Neueröffnung

Größer, nachhaltiger und vor allem schöner ist das neue Frischeparadies in Stuttgart geworden. Die begrenzte Kapazität durch das Wachstum der letzten Jahre hat das Unternehmen dazu bewogen, am Standort Stuttgart über 10,5 Millionen Euro zu investieren und in der Ulmer Straße 159 einen Neubau zu beginnen. Genau ein Jahr nach Grundsteinlegung ist auf über 3.200 Quadratmetern Fläche ein ansprechender Markt mit Logistikabteilung entstanden, der nicht nur das Gastgewerbe in Baden-Württemberg beliefert, sondern auch privaten Genießern ein attraktives Einkaufserlebnis bietet. Ein langersehntes Bistro, das in anderen Niederlassungen von Frischeparadies Kommunikationszentrum und Kundenmagnet ist, wurde nun auch in Stuttgart integriert. Die offizielle Eröffnung fand letzte Woche statt.

Wie in einer Markthalle in Frankreich oder Spanien fühlen sich Kunden ab sofort im Stuttgarter Frischeparadies. Für den neuen Markt mit offener Dachkonstruktion wurden etliche Tonnen naturbelassenes Holz verbaut, durch Glaselemente fällt viel Licht ein und schafft eine angenehme, natürliche Atmosphäre. Vor allem auf Nachhaltigkeit wurde großen Wert gelegt. So sind etwa Teile des Daches begrünt, und neueste energiesparende Anlagentechnik sorgt vor und hinter den Kulissen für geringeren Energieverbrauch bei Kühltheken, Tiefkühlhäusern und Eismaschinen. Wer den früheren Markt in der Mercedesstraße kennt, freut sich beim Neubau vor allem auf eine Vielzahl von Neuerungen wie den sechs Meter langen Schinkenhimmel, wo sich Kunden Jamón und Prosciutto unterschiedlicher Reifegrade, Coppa, Salami und Co. hauchdünn aufschneiden lassen. Auch eine Käsetheke wurde im Stil eines Marktstandes geschaffen. Das Herzstück von Frischeparadies, die Fisch- und Seafood-Abteilung, fällt in Stuttgart besonders üppig aus, auf ganzen neun Metern Breite wird frische Topqualität aus dem Meer präsentiert. In die Verkaufsfläche von 1.100 Quadratmetern ist eine begehbare Obst- und Gemüseabteilung integriert, die regionale Produkte, aber auch seltene Sorten und Exoten optimal lagert.

Ob in Berlin oder München, in Frankfurt oder Hamburg: Im Frischeparadies halten sich zur Mittagszeit viele Kunden im Bistro auf, bestellen die berühmte Bouillabaisse oder einen Fischgrillteller und trinken ein Glas Wein dazu. Darauf mussten die Stuttgarter bisher verzichten. Im neuen Frischeparadies gibt es nun endlich ein Bistro mit über 40 Plätzen, von denen aus man an Bistrotischen oder direkt am Tresen sitzend in die offene Küche blickt und den Köchen zuschaut. Von der Auster bis zum Zander wird hochwertige Produktqualität serviert, und was nicht auf der wechselnden Karte steht, kann auf Wunsch individuell vom Koch zubereitet werden. Wer noch unsicher bei der Weinauswahl ist, findet in der deutlich vergrößerten Weinabteilung mit Verkostungstresen die perfekte Anlaufstelle und fachkundige Beratung. Hinter den Kulissen ist jede Menge Raum für Logistik entstanden. Vom Trockenlager über verschiedene Kühlräume für Fisch und Fleisch, Tiefkühllager und entsprechende Vorräume zur Kommissionierung der Waren sind optimale Voraussetzungen geschaffen worden, um Gastronomie und Hotellerie schnell mit dem eigenen Fuhrpark zu beliefern.

Das Frischeparadies in der Ulmer Straße 159 in Stuttgart hat von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr geöffnet, an Samstagen von 8 bis 17 Uhr. Das Bistro ist von Dienstag bis Samstag von 11 bis 15 Uhr in Betrieb. Jeder erste Montag im Monat ist Cash & Carry-Tag, dann gibt es 15 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment und das Bistro ist ebenfalls geöffnet. Für Kunden stehen 52 hauseigene Parkplätze zur Verfügung.

www.frischeparadies.de

Ernährung

11. – 15. Juli: Themenwoche Ökologische Züchtung
Wenn die Werte am Tellerrand enden

Fünf Großkonzerne beherrschen 95% des europäischen Saatgutmarktes für Gemüse. Allein in Deutschland werden jährlich 50 Millionen Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet. Was sich wie ein apokalyptisches Zukunftsszenario liest, ist traurige Realität.
Hoffnung machen da die vielen Initiativen aus dem Bereich der Ökologischen Züchtung. Sie stellen sich gegen die vermeintlich unbesiegbaren Agrarriesen, gegen Patenrechte auf Leben und gegen die Grüne Gentechnik. Ihr Ziel ist die Bewahrung der Würde von Pflanze und Tier und ihre Bemühungen in diese Richtung sind der Schlüssel dazu. Bereits seit vielen Jahren werden alte und neue Sorten sowie Rassen aufgespürt, kombiniert, ausgewählt und weiterentwickelt – natürlich nach den Maßgaben des Ökologischen Züchtungsgedankens.
Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. wird in der Woche vom 11. bis zum 15. Juli die elementare Arbeit der Züchterinnen und Züchter vorstellen. Auf Facebook und Twitter (Hashtag #ökovielfalt) erhalten die vielen Protagonisten der Ökologischen Pflanzen- und Tierzüchtung eine Bühne.

Einen ersten Einblick in den Bereich der Ökologische Züchtung von Tieren und Pflanzen bietet der aktuelle BNN-Themendienst „Monopoly – die Saatgut-Edition“.

www.n-bnn.de

Die Sojabohne

Sie ist die Klassenbeste, die Streberin, die alles kann und
die trotzdem jeder mag. Wenn sich Landwirte, Ernährungsberater und
Lebensmitteltechnologen gemeinsam eine perfekte Nutzpflanze basteln
könnten, es würde die Sojabohne dabei herauskommen. Denn die
unscheinbare Hülsenfrucht lässt sich ohne zusätzlichen Stickstoff
anbauen und liefert mit einem Anteil von 40 Prozent mehr Eiweiß als
jede andere Pflanze.

„Selbstverständlich“ ist das Eiweiß des Klassenprimus Soja mit
seiner nahezu perfekten Zusammensetzung aller Aminosäuren ideal für
die menschliche und tierische Ernährung. Doch damit nicht genug. Im
Gegensatz zu ihrer meist fettfreien Verwandtschaft enthält sie
außerdem über 20 Prozent Öl, natürlich mit vorbildlichem
Fettsäuremuster, außergewöhnlich hohe Mengen an wertvollem Vitamin
E und bis zu 35 Prozent leicht verwertbare Kohlenhydrate. Komplettiert
wird das Traumpaket an nützlichen Inhaltsstoffen durch einen
ungewöhnlich hohen Gehalt an Lecithin, einer Gruppe von Verbindungen,
die als Emulgator für die Lebensmittelindustrie unverzichtbar sind.
Mit anderen Worten: Die Sojabohne ist das perfekte Lebensmittel.

Das hat man in Ostasien schon vor fast 5.000 Jahren gewusst und die
Sojabohne hier erstmals angebaut, um sie als Tofu, Miso oder Tempeh zu
genießen. Erst im Zuge der Industrialisierung konnten auch Amerikaner
und Europäer der fernöstlichen Bohne etwas abgewinnen – allerdings
nur als billige und gut sättigende Speise für Fabrikarbeiter. Dieses
Muster setzte sich auch in den Weltkriegen fort, wo viele
Nahrungsmittel für die Soldaten mit Soja als billige
Eiweißergänzung gestreckt wurden. Zur Berühmtheit gelangten dabei
die Pemmikan-Landjäger, die reichlich Sojamehl enthielten, und vor
allem beim Überfall in Polen zum Einsatz kamen. In amerikanischen
Medien sprach man deshalb sogar von der „Nazi-Bohne“ und „Soja
für den Blitzkrieg“.

Heute, in Zeiten veganer Lebensweise, hat sich der Ruf der Bohne
deutlich verbessert. Sie gilt als vollwertiges, sehr gesundes und
sogar leckeres Lebensmittel. Entsprechend groß ist die Nachfrage. Vom
Tofuschnitzel bis zum Latte Macchiato gibt es kaum ein Lebensmittel,
das nicht auf Sojabasis verfügbar ist. Trotz dieses Booms werden
nicht einmal drei Prozent der weltweiten Sojaernte für die
menschliche Ernährung genutzt. Denn Soja ist vor allem eines: Ein
ideales Eiweißfuttermittel für die moderne Tiermast. Weltweit werden
Rinder, Schweine und Hühner mit billigem, überwiegend gentechnisch
verändertem Sojaschrot gefüttert, das vor allem aus den USA und
Südamerika stammt. Die Anbaufläche ist inzwischen auf über 110
Millionen Hektar angewachsen, das entspricht der dreifachen Größe
Deutschlands. Dafür werden in Südamerika immer noch Urwälder und
Savannen in Äcker umgewandelt.

Doch zumindest in Europa denkt man derzeit um, die Anbauflächen in
traditionellen Anbauländern wie Italien, Serbien oder Rumänien
wachsen wieder. Und selbst in Deutschland, das lange Zeit als
ungeeignet für den Anbau galt, verzeichnete man 2015 eine
Rekordanbaufläche von 17.000 Hektar. Obschon akzeptabler Erträge ist
das jedoch nur ein Anfang. Denn um die derzeit importierten Mengen
für die Tiermast zu ersetzen, müssten deutsche Bauern den Sojaanbau
auf 2,3 Millionen Hektar ausdehnen.

/Jürgen Beckhoff,/ www.aid.de

Ranking: Europa-Biere in Deutschland

Was ihr Lieblingsgetränk angeht, sind die Deutschen orthodox. Europa ja, aber bitte nicht beim Bier

Die Einfuhrstatistik des Statistischen Bundesamts weist nur sieben Prozent (6 Millionen Hektoliter) eingeführtes Bier aus. Was die Statistik nicht erfasst: Davon wandern rund 2 Millionen Hektoliter, die in den Grenzshops an der deutsch-dänischen Grenze verkauft werden, sofort wieder zurück nach Dänemark. Und das in Deutschland meistgetrunkene Importbier stammt aus Belgien. Aus der belgischen Brauerei Martens. Gefüllt in PET-Flaschen werden rund 1 Mio hl als Eigenmarke beim Discounter Aldi verkauft.

Erst mit Abstand folgen die „richtigen“ Markenbiere, die sich stetig steigender Beliebtheit erfreuen. Trotz teilweise deutlich höherer Preise. Die Jahresabsätze der größten Importbiere hat das INSIDE-Getränke Markt Magazin jetzt in einem Top Ten-Ranking eruiert, dass wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen.

DIESE AUSLÄNDISCHEN BIERE TRINKEN DIE DEUTSCHEN AM LIEBSTEN:
Marke / Absatz 2015 in Hektoliter

1. Budweiser (Tschechien) 290.000 hl
2. Carlsberg (Dänemark) 220.000 hl
3. Pilsner Urquell (Tschechien) 205.000 hl
4. Heineken (Niederlande) 195.000 hl
5. Desperados (Niederlande) 185.000 hl
6. Tyskie (Polen) 169.000 hl
7. Breznak (Tschechien) 121.000 hl
8. Faxe (Dänemark) 105.000 hl
9. Guinness (Irland) 82.000 hl
10. Lobkowiczer (Tschechien) 76.000 hl

www.inside-getraenke.de

Coravin

In einem verborgenen Raum des Schlosses von Bečov nad Teplou wurden 1985 bis zu 150 Jahre alte Weine im Wert von über 1,1 Millionen Euro gefunden. Am 22. Mai verkosteten Andreas Wickhoff (Master of Wine) und Jakup Pribyl, einer der renommiertesten Sommeliers der Tschechischen Republik, diese nun mithilfe des Coravin Systems. So wurde sichergestellt, dass die Weine im Falle eines positiven Resultats auch nach der Verkostung ihren Wert beibehalten. Die Verkostung ergab – die Weine sind trinkbar!

Nicht einmal 1000 Einwohner zählt der Ort Bečov nad Teplou. Das Schloss könnte allerdings schon bald zu einer Pilgerstätte für Weinliebhaber werden. Denn 1985 wurde hier ein außergewöhnlicher Fund gemacht. In einem verborgenen Raum unter einem der Schlosstürme wurden insgesamt 133 Weine des letzten Jahrhunderts gefunden. Darunter je ein Château d’Yquem von 1892 und 1896 sowie ein Corton Charlemagne, ebenfalls aus dem Jahr 1892. Der älteste gefundene Wein ist ein Porto aus dem Jahr 1862. Eine erste Schätzung räumt der Weinsammlung einen Wert von über 1,1 Millionen Euro ein.

Der Fund der Weine gleicht einem Hollywood-Drehbuch: Die ursprünglichen Besitzer des Schlosses, die Familie Beaufort-Spontini, galten als Sympathisanten des Nationalsozialistischen Regimes und flohen deshalb gegen Ende des zweiten Weltkrieges aus der heutigen Tschechischen Republik. Als sie Jahre später den Versuch unternahmen, über den amerikanischen Unternehmer Danny Douglas ihre Besitztümer zurückzubekommen, war die Familie bereit, horrende Summen für die Rückführung ihrer Besitztümer zu bezahlen. So weckten sie die Neugier der damals noch existierenden kommunistischen Geheimpolizei. Durch eine unglückliche Formulierung seitens Douglas, der sagte er benötige kein Werkzeug für das Abholen des Besitzes, entschied die Polizei das Schloss genauer zu untersuchen – und fand dabei schließlich den geheimen Raum mit dem verborgenen Schatz.

Verkostung durch Coravin bringt positives Ergebnis
Über 30 Jahre ist das nun her. Seitdem sind die Weine im Schloss ausgestellt. Ob sie allerdings tatsächlich noch genießbar und damit auch wertvoll sind, konnte nie getestet werden, da man sonst die Flaschen öffnen und sie damit der Oxidation hätte preisgeben müssen. Bis jetzt. Am 22. Mai verkosteten Andreas Wickhoff (Master of Wine) und Jakup Pribyl, einer der renommiertesten Sommeliers der Tschechischen Republik, die Weine mithilfe des Coravin Systems. Das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend. Alle verkosteten Weine sind noch immer in äußerst guter Verfassung. „Wir sind begeistert und sehr positiv überrascht von der guten Verfassung der Weine, es gab keine Anzeichen von Oxidation“, so Andreas Wickhoff nach der Verkostung.

Auch Coravin-Erfinder Greg Lambrecht konnte seine Begeisterung über den Zustand der Weine nicht verbergen, die mit Hilfe seiner Erfindung nun endlich verkostet werden konnten. „Das sind Weine einer anderen Zeit, gemacht von Menschen, die heute nicht mehr unter uns sind. Es ist wirklich etwas Besonders, Weine zu verkosten, die so lange unter Kork reifen durften und uns einen Eindruck einer vergangenen Ära geben.“

Bei der Nutzung von Coravin wird eine dünne Hohlnadel durch den Korken in die Flasche eingeführt. Anschließend leitet das System Argon-Gas, einen natürlichen Bestandteil der Atemluft, durch die Nadel hindurch in die Flasche und erzeugt so einen Überdruck. Um den Druck wieder auszugleichen, fließt nun der Wein durch die Hohlnadel zurück in das Coravin-System und von dort aus weiter in ein Glas. Nach der Entnahme wird das Gerät einfach abgenommen. Das verwendete Argon-Gas reagiert nicht mit dem Wein und der Naturkorken verschließt sich auf Grund seiner natürlichen Beschaffenheit direkt nach der Abnahme des Geräts wieder vollständig von selbst. Der Wein reift auf natürliche Weise weiter.

New York City Restaurant Week

New York City Restaurant Week und (Off) Broadway Week gehen in die nächste Runde — Die Angebote NYC Restaurant Week®, NYC Broadway WeekSM und NYC Off-Broadway WeekSM sind auch diesen Sommer wieder verfügbar — Etwa 16 Millionen Besucher werden über die nächsten Sommermonate in New York City erwartet

Bereits jetzt den Sommerurlaub in New York City planen und von Sparangeboten profitieren – dafür gibt es alljährlich die Aktionswochen für Restaurants und Theater. Das erste und größte Restaurant-Aktion dieser Art ist die NYC Restaurant Woche, welche vom 25. Juli bis 19. August stattfindet. Das Programm bietet vergünstigte 3-Gänge Menüs zur Mittags- und Abendzeit an. Reservierungen werden ab dem 11. Juli entgegen genommen. Im späten Sommer bis frühen Herbst ziehen die NYC Broadway Woche (5.-18. September, Tickets zum Verkauf ab 18. August), sowie die NYC Off-Broadway Woche (26. September – 9. Oktober, Tickets zum Verkauf ab 12. September), viele Besucher und Einheimische an, um die besten Shows der Stadt zum günstigen 2-for-1 Preis zu sehen. Die Sommermonate bieten außerdem zahlreiche Möglichkeiten, um kostenlose und günstige Freiluftaktivitäten und weitere Angebote zu erleben (nycgo.com/free).

“Nun, da es wärmer wird, ist die perfekte Zeit für Besucher ihren Sommerurlaub in New York City zu planen“ sagt Fred Dixon, der Präsident und CEO von NYC & Company, der offiziellen Tourismus-Organisation von New York City. „Sparangebote, Freiluftangebote und weitere Events, die nur im Sommer stattfinden, tragen zur Attraktivität von New York City – und zwar aller fünf Stadtteile – bei.“

NYC & Company rechnet mit etwa 16 Millionen Besucher in den Monaten Juni, Juli und August 2016.

Zu den Höhepunkten der kostenlosen und erschwinglichen Aktivitäten in New York City gehören in diesen Sommer das Museum Mile Festival am 14. Juni, das BRIC Celebrate Brooklyn! Festival, das im Juni beginnt und bis August andauert, die Pride Week, vom 19.-26. Juni, das berühmte Macy’s 4th of July Feuerwerk zum Unabhängigkeitstag, die Summer Streets an den August Wochenenden, sowie das Hong Kong Dragon Boat Festival am 8.-9. August.

Mit dem Beginn des Memorial Day Wochenende (30. Mai), können Freiluft-affine Besucher New York City’s 22 Kilometer lange Strände besuchen. Zusätzlich bietet Governors Island, eine rund 70 Hektar große Insel im Hafen von New York, mit seinen Parks, öffentlichen Kunstausstellungen und einer einzigartigen Hängematten-Landschaft mit Blick auf die Freiheitsstatue und Manhattan, die perfekten Möglichkeiten, einen Tag im Freien zu verbringen. Am 19. Juli wird auf Governors Island zudem die neue Attraktion The Hills eröffnet, die mit vier künstlich aufgeschütteten Hügeln neue

Ausblicke und Erfahrungen verspricht, und zudem New York Citys längste Rutsche bieten wird. Öffentliche Schwimmbäder bieten kostenlosen Eintritt von 29. Juni bis 5. September. Weitere günstige Freizeitangebote inkludieren Wandern, Fahrradfahren und Fischen in der Grünanlage von Staten Island, Kanu fahren im Bronx River und die Jamaica Bay entdecken, mit einer weiten Fläche an Stränden, Sumpfgebieten und Naturpfaden, im Südosten von Brooklyn und Queens.

New York City Besuchern stehen diesen Sommer eine große Auswahl an Hotelangeboten zur Verfügung, mit über 110,000 Zimmern für jeden Geschmack und Geldbeutel. Reisende haben die Möglichkeit länger zu bleiben und die vielen, lebendigen Nachbarschaften in den fünf Stadtteilen Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx und Staten Island genauer kennenzulernen. Für preisbewusste Besucher sind die niedrigeren Zimmerraten an Sonntagen und US Feiertagen von Interesse. Unter nycgo.com/hotels findet man die best-verfügbaren Zimmerraten und kann gleich über NYC & Companys exklusives Buchungsportal booking reservieren.

rbb Reporter – 24 Stunden Flughafen Tegel

„Die rbb Reporter – 24h Flughafen Tegel“ im Restaurant Red Baron

Liebevoller Blick hinter die Kulissen
Schon längst sollte der Flughafen Tegel geschlossen sein, stattdessen platzt er aus allen Nähten und muss so viele Starts und Landungen verkraften wie noch nie. Im letzten Jahr strömten etwa 21 Millionen Fluggäste durch den 1974 eröffneten Airport „Otto Lilienthal“, der mittlerweile zum Berliner Wahrzeichen und Lieblingsflughafen von Millionen von Menschen geworden ist. Doch kaum einer der Passagiere, Besucher oder Flaneure kennt die Protagonisten hinter den Kulissen dieses markanten Gebäudes oder nimmt sie bewusst wahr. Die rbb Reporter begleiteten ein paar Tage lang die Menschen, die den Betrieb Tag und Nacht am Laufen halten. Unter anderem auch den Restaurantmanager des „Red Baron“, Thomas Reichel, der interessante Einblicke hinter die Kulissen des seit dem Jahr 2005 perfekt funktionierenden Restaurants gewährt, das neben dem Bistro-Café „Leysieffer“ und dem Quick Service Restaurant „Burger King“ zu den Gastronomieeinheiten der C. Wöllhaf GastroService GmbH auf dem Airport Berlin gehört.

Die Reportage „rbb Reporter – 24 Stunden Flughafen Tegel“ wird am Dienstag, den 5. April um 20.15 Uhr im rbb Fernsehen ausgestrahlt

LIDL verschont nicht!

Aus Sicht der Tierschützer tragen besonders Lebensmitteldiscounter wie LIDL zu enormem Tierleid bei, da sie Fleisch aus Massentierhaltung und nur wenige pflanzliche Alternativen anbieten. In den kommenden Monaten wird ein Plakat-Wagen des Deutschen Tierschutzbüros e.V. bundesweit vor rund 100 verschiedenen LIDL-Filialen zu sehen sein und Mitarbeiter des Tierschutzvereins werden Kunden zu einem tierleidfreien Abendessen ermutigen.

Im Laufe des Jahres sollen bundesweit LIDL-Filialen in allen deutschen Großstädten mit dem Plakat-Wagen angefahren werden. Auf dem 2×4 Meter großen Plakat prangt die Aufschrift „LIDL verschont nicht“ und macht Passanten und Kunden von LIDL auf das unsagbare Tierleid in der Massentierhaltung aufmerksam. Mit einem kostenlosen Nachtisch werden die Kunden animiert, Zutaten für ein tierleidfreies Abendessen einzukaufen.

„Jeder Mensch hat es beim Einkaufen selbst in der Hand, ob er Tierleid unterstützt oder nicht. Schon mit einem tierleidfreien Abendessen in der Woche in Deutschlands Haushalten könnte Millionen Tieren der Weg zur Schlachtbank erspart bleiben“ so Jan Peifer, Gründer Deutsches Tierschutzbüro. Unter dem Motto „Tierleid kommt mir nicht in die Tüte“ haben Interessierte ab sofort die Möglichkeit, im Rahmen der Kampagne online ihre Stimme gegen Billigfleisch abzugeben: www.tierschutzbuero.de/lidl

Jährlich fallen alleine in Deutschland ungefähr 830 Millionen Tiere der Lebensmittelindustrie zum Opfer. Aufgrund der Haltungsbedingungen haben sie keine Möglichkeit, ihr natürliches Verhalten auszuüben und ihre Körper werden eher der Umgebung angepasst als umgekehrt. Ferkeln werden die Schwänze gekürzt, den Kühen die Hörner ausgebrannt und Hühnern die Schnäbel gekürzt. All diese Grausamkeiten finden hinter verschlossenen Türen statt und der Verbraucher weiß nicht, unter welchen Bedingungen das Fleisch in der Kühltheke entstanden ist.

Weitere Informationen, ein Hintergrundvideo und eine Übersicht, wann der Plakat-Wagen in welcher Stadt ist, finden Sie hier: www.tierschutzbuero.de/lidl

Die Liebe der Briten zu Lagerbier nimmt ab

Das britische Lagerbiersegment scheint sich schwerzutun, seinen Status zu bewahren – es ist einer besonders starken Konkurrenz durch Ale/Bitter ausgesetzt, deren Erfolg durch den Craft-Bier-Boom beflügelt wird. Tatsächlich tranken laut einer Untersuchung der Marktforschungsagentur Mintel im Jahr 2015 49 % der Briten Lagerbier*, während es im Jahr 2014 noch 54 % waren**.

Das geminderte Interesse der Verbraucher an Lager wirkt sich laut der Untersuchung auch auf den Absatz aus, welcher von 3,18 Milliarden Litern im Jahr 2014 auf geschätzte 3,15 Milliarden Liter im Jahr 2015 gesunken ist. Insgesamt hat sich der Absatz von Lagerbier allein in den vergangenen fünf Jahren um 8 % reduziert, von 3,44 Milliarden Litern im Jahr 2010.

Die Liebe der Briten zu Lagerbier schwindet zwar, Ale-Biere blicken jedoch weiterhin hoffnungsvoll in die Zukunft – insbesondere unterstützt durch den Erfolg von Craft-Bier und Sorten wie IPA (Indian Pale Ale). Im Jahr 2015 sollen die Briten 913 Millionen Liter Ale/Bitter getrunken haben; 2014 waren es 895 Millionen Liter. Heute trinkt mehr als ein Viertel (27 %) der Briten Ale und Bitter, während einer von fünf (20 %) angibt, Craft-Bier jeder Sorte zu trinken.

Laut einer Mintel-Untersuchung wirkt sich die Schwächephase von Lager auf die Bierumsätze insgesamt negativ aus. Im Jahr 2015 sollen die Briten 4,25 Milliarden Liter Bier getrunken haben und somit weniger als die 4,27 Milliarden Liter im Jahr 2014. Derweil hat sich das Umsatzwachstum verlangsamt: Die Umsätze sind lediglich geringfügig gestiegen, von 16,61 Milliarden £ im Jahr 2014 auf geschätzte 16,68 Milliarden £ im Jahr 2015. Für das Jahr 2016 sind jedoch Anzeichen für Wachstum zu erkennen und Mintel prognostiziert eine Zunahme des Umsatzwerts auf 18,1 Milliarden £ bis zum Jahr 2020.

Chris Wisson, Senior Drinks Analyst bei Mintel, sagte:
„Obwohl Ales und Bitter ein deutlich kleineres Segment als Lager darstellen, wurden sie in den vergangenen Jahren sehr bekannt, da sie an der Spitze des Trends zu Craft-Bier stehen. Viele Brauer von Craft-Bier haben sich auf Ales spezialisiert; sie brauen Sorten wie Pale Ale, zum Beispiel IPA und Golden Ale, womit sie wiederum der Beliebtheit von hochwertigen Flaschenbieren Auftrieb verleihen. Die hohen Preise, die für viele Craft-Biere verlangt werden, haben den Wert dieser Produkte und ihre Positionierung im Premiumsegment gefördert. Obwohl Lagerbier derzeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, sollte der allgemeine Biermarkt von vermehrten Innovationen im Bereich Craft-Bier sowie von Umsatzsteigerungen durch Veranstaltungen wie den Olympischen Spielen und der UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2016 profitieren.“

Außerdem scheint der Kostenfaktor den Bierdurst der Briten zu beeinflussen. Viele Briten lehnen es ab, viel Geld für ein Pint zu zahlen: Ein Fünftel (20 %) der Biertrinker im Vereinigten Königreich gibt an, nicht mehr als 2,99 £ (4€) für ein Pint zahlen zu wollen. Während insgesamt drei von zehn (29 %) Biertrinkern gewillt sind, mehr als 4 £ pro Pint zu zahlen, ist bei Londonern die Bereitschaft größer, tiefer in die Tasche zu greifen. Hier sind 27 % bereit, mehr als 4,50 £ pro Pint zu zahlen. Und obwohl Craft-Bier derzeit weiterhin boomt, sind sogar 44 % der Briten der Ansicht, Craft-Bier sei überteuert.

„Der stetige Preisanstieg im vergangenen Jahrzehnt hat zur Folge, dass Verbraucher es vehement ablehnen, mehr Geld für Bier auszugeben, vor allem, wenn die Hürde von 4 £ und sogar 5 £ fallen soll. Marken, die von Verbrauchern mehr Geld für Bier verlangen, müssen dies deutlich begründen, zum Beispiel mit Produktverpackungen oder Markengläsern sowie mit einem im Vergleich zu billigen Massenbieren eindeutig besseren Geschmack“, fährt Wisson fort.

*In den sechs Monaten bis Oktober 2015.
**In den sechs Monaten bis September 2014.