Äthiopien ist die Urheimat des Kaffees

Äthiopien ist die Urheimat des Kaffees

Kaffee, Coffee, cafe, Qahwa – jeder kennt das Getränk und überall auf der Welt lautet der Name ähnlich. Nur in Äthiopien nicht, denn hier heißt das schwarze Getränk „bunna“. Die Kaffeepflanze stammt aus der Provinz Kaffa, von wo aus arabische Kaufleute begonnen haben, die Pflanze nach Jemen und von dort in die Welt zu tragen. Sie bezeichneten die Pflanze und das Getränk nach dem Herkunftsgebiet, und ihnen folgend die Botaniker als „coffea“, aber irrtümlich mit dem Zusatz arabica. Daher der Name. Aufgrund genetischer Untersuchungen steht jedoch heute eindeutig fest, dass die Heimat der Kaffeepflanze wirklich Äthiopien ist.

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Deutsche tranken in 2009 über eine Milliarde mehr Tassen Kaffee

Der Kaffeekonsum ist 2009 das vierte Jahr in Folge gestiegen, obwohl einzelne Kaffee-Segmente aufgrund der Krise Rückgänge verzeichnen mussten. 150 Liter Kaffee trank jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr im Durchschnitt. Damit ist Kaffee weiterhin das am meisten konsumierte Getränk in Deutschland. Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes mit Sitz in Hamburg: „Deutschland ist ein Kaffeeland. Dies zeigt allein die Steigerung im Kaffeekonsum um 1,3 Milliarden Tassen Kaffee im Vergleich zum Vorjahr.“

Der Deutsche Kaffeeverband meldet für 2009 ein Wachstum sowohl im Röstkaffeemarkt als auch beim löslichen Kaffee. Vor allem die Segmente Espresso/Caffè Crema sowie Pads und Kapseln konnten im Jahr 2009 ein deutliches Plus von mehr als zehn Prozent verzeichnen. „Der Konsument will Lifestyle, Convenience und Qualität in einem. Dies zeigt die Marktentwicklung von Espresso und Einzelportionen, die eine schnelle und einfache Zubereitung ermöglichen“, so Preibisch.

Insgesamt wurden im Jahr 2009 in Deutschland 407.000 Tonnen Röstkaffee und 12.400 Tonnen löslicher Kaffee abgesetzt. Dies entspricht einer Menge von 527.160 Tonnen Rohkaffee und einem Plus von rund 1,7 Prozent.

Espresso/Caffè Crema weiterhin stark gefragt

Espresso und Caffè Crema haben erneut einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Insgesamt wurden 48.000 Tonnen Espresso/Caffè Crema im Jahr 2009 abgesetzt. Vor allem der Verbrauch von Espresso aus deutscher Produktion ist stark gewachsen. Wurde bis zum Jahr 2006 deutlich mehr Espresso/Caffè Crema aus italienischer Röstung in Deutschland konsumiert, so kehrt sich dieser Trend seit einigen Jahren um. Im Jahr 2009 wurde mehr als das Doppelte des in Deutschland konsumierten Espressos in Deutschland geröstet als aus Italien importiert.

„Espresso und Caffè Crema sind weiterhin stark gefragt. Diese Mischungen werden vorrangig in Vollautomaten eingesetzt und sind die Grundlage für den von Vielen zu Hause und unterwegs so geliebten Cappuccino und Latte Macchiato“, so Holger Preibisch im Gourmet Report Interview.

Markt für Einzelportionen wächst stetig

Der große Wachstumstrend bei Pad- und Kapselsystemen hält weiter an. Im vergangenen Jahr konnte der Absatz um rund 15 Prozent gesteigert werden. Seit 2004 ist der Konsum von Einzelportionen um das Zehnfache gewachsen.

Mehr Kaffee zu Hause getrunken

Der Außer-Haus-Markt musste im weltwirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 einen Rückgang hinnehmen. Kurzarbeit und vermehrte Arbeitslosigkeit sowie reduzierte Geschäftsreisen wirkten sich auf das Konsumverhalten der Deutschen aus. „Viele Bundesbürger haben in 2009 aus Mangel an Gelegenheiten ihren Kaffee nicht wie sonst zuvor im Büro, in der Fabrik oder auf Geschäftsreisen getrunken sondern zu Hause“, berichtet Holger Preibisch dem Gourmet Report. Zum Außer-Haus-Markt zählen neben Gastronomie und Hotellerie auch Kantinen, Krankenhäuser und der Konsum am Arbeitsplatz. Der Anteil des Außer-Haus-Marktes lag 2009 bei 25 Prozent des Gesamtmarktes.

Löslicher Kaffee wächst kontinuierlich

Das vierte Jahr in Folge ist der Absatz von löslichem Kaffee gestiegen. Preibisch erklärt: „Das Wachstum für löslichen Kaffee ist Folge des Trends der einfachen Zubereitung. Löslicher Kaffee ist die komfortabelste und schnellste Art, Kaffee zuzubereiten.“ Der Marktanteil für löslichen Kaffee liegt bei rund 8 Prozent.

Zertifizierte Kaffees auf Vorjahresniveau

Entgegen der Erwartungen ist der Marktanteil von zertifizierten Kaffees (einschließlich Bio-Kaffees) im Jahr 2009 nicht gestiegen, sondern blieb auf Vorjahresniveau bei zwei bis drei Prozent. „Der Konsument hat insbesondere in den Supermärkten von dem breiten Sortiment der zertifizierten Kaffees weniger Gebrauch gemacht als erwartet. Hier ist aber weiterhin Wachstumspotenzial für die Zukunft des Kaffees“, so Holger Preibisch abschließend im Gourmet Report Interview.

ÖKO-TEST Kaffee

Kleine Röstereien beherrschen ihr Handwerk

In den Großstädten erleben kleine Kaffeeröstereien derzeit eine Renaissance. ÖKO-TEST wollte wissen, ob die Produkte aus den Familienbetrieben stärker mit Schadstoffen belastet sind als der Kaffee von industriellen Großröstereien, die sich ständig teure Laboruntersuchungen leisten können. Das Frankfurter Verbrauchermagazin schickte deshalb 22 Kaffees von kleinen und mittleren Röstereien sowie sechs Sorten von großen Kaffeeanbietern ins Labor.

Mit den Testergebnissen zeigt sich ÖKO-TEST sehr zufrieden. Gerade der Kaffee von den kleinen Betrieben überzeugte. Denn der Schadstoff Acrylamid, der beim Rösten entsteht, steckt vor allem in den Produkten der großen Röstereien. Diese arbeiten in der Regel mit höheren Temperaturen. Vier Produkte überschritten den Acrylamid-Signalwert, den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit herausgibt. Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, fügt hinzu: „Für Menschen können schon kleine Mengen Acrylamid riskant sein, denn dieser Stoff schädigt mit großer Wahrscheinlichkeit das menschliche Erbgut und hat im Tierversuch Krebs ausgelöst.“

Erstmals hat ÖKO-TEST mit einer neuen Testmethode auch untersucht, ob in Kaffees, die als „Rein Arabica“ ausgelobt werden, auch ausschließlich hochwertigen Arabica-Bohnen enthalten sind, oder ob diese mit der preiswerten Robusta-Sorte verschnitten werden. Hier enttäuschte eine kleinere Rösterei. Die Laborergebnisse zeigen, dass deren Produkt etwa 15 Prozent Robusta enthält.

Das ÖKO-TEST-Magazin feiert 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass finden Leser in der aktuellen April-Ausgabe noch mehr Tests als sonst. Das Heft kostet 3,80 Euro und ist aktuell im Zeitschriftenhandel erhältlich.

INTERNORGA

Der Kaffee trotzt der Krise – Qualität und Vielfalt sind gefragt

Zertifizierte Produkte und Nachhaltigkeit rücken in den Fokus

Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt

Vom 12. bis 17. März auf dem Hamburger Messegelände

Kaffee bleibt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Deutschlands Lieblingsgetränk. Nach Schätzungen des Deutschen Kaffeeverbandes haben die Bundesbürger 2009 ähnlich wie im Vorjahr durchschnittlich pro Kopf rund 148 Liter Kaffee getrunken. Auf der INTERNORGA geben führende Unternehmen einen Überblick über technische Innovationen, neue Geschmackstrends und aktuelle Entwicklungen rund um die Kaffeebohne. Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt mit mehr als 1.000 Aussteller aus dem In- und Ausland öffnet vom 12. bis 17. März auf dem Hamburger Messegelände.

Der Kaffeekonsum steigt seit Jahren kontinuierlich an und hat sich seit 2005 um vier Liter pro Kopf gesteigert. „Deutschland ist ein Kaffeeland“, sagt Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes. „Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise setzen die Deutschen auf Genuss und sparen nicht beim Kaffee.“ Das Angebot an Coffee-to-go wächst und besonders Bäckereien mit Systemgastronomie bauen ihr Kaffeeangebot und die Kaffeekompetenz aus.

Die Trends der vergangenen Jahre haben sich laut Deutschem Kaffeeverband verstärkt. So setzen die Verbraucher stärker auf sortenreine Kaffees und zertifizierte Produkte. Gab es vor einigen Jahren nur vereinzelt zertifizierte Kaffees im Außer-Haus-Markt, so reicht die Bandbreite mittlerweile vom Bäckereikaffee bis zum Kaffee im Luxushotel. Für die kommenden Jahre wird eine Fortsetzung dieser Entwicklung erwartet. „Insbesondere in der Gastronomie gibt es noch großes Potenzial“, sagt Preibisch.

„Das Kaffeegeschäft bleibt vielfältig“, berichtet Melanie Nolte, Leitung Marketing Kaffeemaschinen WMF. „Von Filterkaffee bis zu Kaffeespezialitäten ist alles gefragt. Dabei legen die Kunden größten Wert auf Top-Qualität. WMF kann diese Vielfalt mit ihrem breiten Produktspektrum abbilden und für jeden Kunden eine individuelle Lösung finden“ Als neuen Trend sieht Nolte die vollautomatische Zubereitung von Schokoladengetränken (Milch Choc; Chociatto) mit frischer Milch.

Außerdem werden die Vorzüge eines Halbautomaten auf einen Vollautomaten übertragen, um dem Gast das handwerkliche „Barista-Feeling“ zu vermitteln. Melanie Nolte: „Das gilt etwa für das manuelle Aufschäumen der Milch und die Möglichkeit, Latte Art Kreationen herzustellen.“ Die Kaffeevollautomaten werden für den Bediener komfortabler gestaltet. „Die Bedienung, Reinigung und Pflege der Maschine wird für den Nutzer immer einfacher“, so Nolte.

Diese Entwicklung bestätigt auch Katja Radünz, Marketing Management Franke bremer: „Die Bedienbarkeit soll einfach und logisch sein. Dazu muss die Service- und Kundendienststruktur stimmen. Hier ist Franke bremer Vorreiter mit der ersten kostenfreien Telefon-Hotline und einem der dichtesten Netze aus Vertriebs- und Servicemitarbeitern in Deutschland.“ In der Technik liege die Wandlung der Kaffeemaschine zur Getränkestation im Trend. Katja Radünz: „Milchschaum mit Flavour, ob heiß oder kalt, Schoko mit Frischmilch oder Irish Coffee – alles geht vollautomatisch mit nur einem Knopfdruck.“ Auf der INTERNORGA präsentiert Franke bremer mehrere Neuheiten. „Das Milchsystem Foam Master wird neue Standards im Bereich Milchverarbeitung setzen. Mit unserer neuen Kaffeemaschinenlinie Pura präsentieren wir innovative Features im Leistungsbereich um 150 Tassen am Tag“, sagt Katja Radünz.

Die Qualität ist nach Auffassung von Andrea Zappalorto, Geschäftsführer illycaffè Deutschland, ein entscheidendes Kriterium: „In der Gastronomie sieht man immer öfter Konzepte, die auf Qualität fokussiert sind. Das gilt für Design-Konzepte ebenso wie für das Angebot an Speisen und Getränken. Die Krise hat eine Sortierung verursacht, die im Sinne der Qualitätsverbesserung positiv gewirkt hat.“ Auf der INTERNORGA will illycaffè seine Premiumprodukte für die Gastronomie und den Handel noch stärker betonen. „In Hamburg werden wir sowohl unsere neuen Kaffeeprodukte, Kaffeemaschinen und Systeme präsentieren als auch die Produkte unserer Schwesterfirmen wie Tee von Dammann, Schokolade von Domori und Wein von Mastrojanni“, erläutert Andrea Zappalorto.

„Der Trend in der Gastronomie geht ungebrochen zu Kaffeespezialitäten auf Ganze-Bohne-Basis. Darüber hinaus steigt die Nachfrage nach Kaffee aus nachhaltiger Erzeugung stetig an“, beobachtet Kaja Schnell, Marketingdirektorin Jacobs Professional: Das Unternehmen wird auf der INTERNROGA sein breites Angebot an Kaffees aus nachhaltiger Erzeugung präsentieren. „Daneben stehen unsere original italienischen Esspressi rund um unseren Splendid Espresso Originale d’Italia sowie das Jacobs-Premiumsortiment Jacobs Edition Noir für die Gastronomie im Fokus“, erklärt Kaja Schnell.

Nachhaltigkeit und Konzeptlösungen spielen auch nach Ansicht von Darboven weiterhin eine große Rolle. Der Hamburger Kaffeeröster wird auf der INTERNORGA neben entsprechenden Neuheiten im Produktbereich Kaffee Innovationen im Segment Eilles Tee vorstellen. Nespresso wird auf der internationalen Fachmesse einen Schwerpunkt auf die Kaffee Expertise legen und darüber hinaus seine komplette Maschinenrange für den Business-to-Business Bereich in der Gastronomie, Hotelerie und im Büro präsentieren.

Die technischen Neuheiten und aktuellen Trends zum Thema Kaffee zeigt die INTERNORGA. Die 84. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien ist vom 12. bis 17. März täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet. Eintritt: 26 Euro (Zweitageskarte 36 Euro), Fachschüler: 12,50 Euro. Der Einlass erfolgt nur nach Legitimation als Fachbesucher.

www.internorga.com

Die Kaffeetrends des Jahrzehnts „Nuller Jahre“

Die Kaffeetrends des Jahrzehnts „Nuller Jahre“

Die Nuller Jahre gehen zu Ende. Kein Jahrzehnt zuvor hat die Kaffeekultur in Deutschland derart verändert, obwohl Kaffee in Deutschland schon seit über 300 Jahren getrunken wird.

In diesem Jahrzehnt ist die Getränkevielfalt durch Latte Macchiato & Co. revolutioniert worden. „Gab es noch vor zehn Jahren zu Hause und unterwegs ausschließlich nur Filterkaffee, so kann man heute aus einer Vielzahl von Kaffeegetränken aussuchen, die vor wenigen Jahren kaum einer kannte“, so Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes. Das Wort ‚Latte Macchiato‘ steht heute sogar im Duden.

Auch die Kaffeegastronomie mit vielen verschiedenen Coffeeshops hat sich deutlich geändert. „Wenn man die Entwicklung der Innenstädte betrachtet, dann kann man sagen, dass die Nuller Jahre das ´Coffee-to go-Jahrzehnt` sind“, so Preibisch. Doch die letzten zehn Jahre haben auch noch viele andere Kaffeetrends hervorgebracht:

1. Espresso & Co: Ende der Neunziger und Anfang der Nuller Jahre gab es überall fast nur Filterkaffee und in der Gastronomie wurde höchstens Milchkaffee in einer Schale serviert. Heute sind Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato der große Trend. „Wir schätzen, dass allein im Jahr 2009 mehr Espressobohnen abgesetzt wurden als in den gesamten Neunziger Jahren“, erklärt Preibisch.

2. Coffee to go: Als Symbol und Wegbegleiter der modernen Gesellschaft haben sich Kaffeespezialitäten zum Mitnehmen etabliert. Vor allem junge Großstädter haben den Trend geprägt. Rund 1600 Coffeeshops haben in den letzten zehn Jahren die Innenstädte und Einkaufszentren Deutschlands erobert.

3. Einzelportionen Pads und Kapseln: Lifestyle und Convenience waren die Schlagworte der Nuller Jahre und haben auch die Kaffeezubereitung revolutioniert. Mit Kapsel- oder Padmaschinen kann der Konsument heute auf Knopfdruck schnell und einfach seine Lieblingskaffeespezialität kreieren. Das Segment weist in diesem Jahrzehnt durchschnittliche jährliche Wachstumsraten von über 25 Prozent auf.

4. Zertifizierte Kaffees und Bio-Kaffee: Waren diese Produkte früher zum Teil belächelte Nischenprodukte, die nur in speziellen Läden zu finden waren, so sind sie in diesem Jahrzehnt geradezu populär geworden. Der Konsument kauft zunehmend Kaffee bewusst ein und will bestimmte Standards in Anbau und Handel durch Siegel und Zertifikate bestätigt haben. Heute gibt es fast überall zertifizierte, fair gehandelte und Bio-Kaffees zu kaufen, im Discounter genauso wie im Feinkostgeschäft.

Eines ist Kaffee während des gesamten Jahrzehnts geblieben: Das meist getrunkene Getränk in Deutschland.

Kaffeeportal Kaffee Select

Kaffee Select, das unabhängige Kaffeeportal, ist in den ersten sechs Monaten erfolgreich gestartet

Gerade in dieser Zeit, kurz vor Weihnachten, freuen sich viele Menschen über die bequeme Art des Online-Shoppings im Internet. Weihnachtsgeschenke stehen bei den meisten ganz oben auf dem Einkaufszettel. Für Kaffeegenießer bietet das unabhängige Kaffeeportal Kaffee Select eine passende Auswahl an besonderen Kaffeesorten und Espressoröstungen für Kaffeeliebhaber und solche, die es werden wollen. Alle Kaffeesorten stammen dabei von kleinen oder mittelständischen Handwerksröstereien.

Ende Mai 2009 ging die in dieser Art bisher einmalige Verkaufsplattform für Kaffee online. Erfinder und Betreiber Veit Löper von Codias Coffee ist sehr zufrieden mit der Entwicklung seines Kaffeeportals: „Wir bieten inzwischen 66 Kaffees von 11 Röstereien aus ganz  Deutschland an, das ist für den kurzen Zeitraum schon ein sehr guter Schnitt. Und es gibt noch viele weitere Röstereien, die ihre Kaffees über unsere Plattform anbieten möchten. Doch wir prüfen bei jedem Röster, ob er unsere Ansprüche – handwerkliche Röstung, absolute Frische des Produktes und schnelle Lieferung – erfüllen kann. Denn bei Kaffee Select bestellt der Kunde immer direkt beim Produzenten, dem Röster.“ Plattform-Betreiber Veit Löper überlässt bei der Suche nach Röstern für Kaffee Select nichts dem Zufall. Ein persönlicher Besuch vor Ort in der Rösterei ist für ihn (angenehme) Pflicht. Ein direkter Kontakt zu den Geschäftspartnern ist selbstverständlich, denn anonyme Zulieferer passen nicht zu seinem Konzept, in das er viel Zeit und Herzblut investiert.

Verschiedene Espressoröstungen, Schümlikaffee oder exklusive Spezialitätenkaffees aus den entlegensten Anbaugebieten der Welt findet man auf der Internetplattform von Kaffee Select.

So haben zum Beispiel Liebhaber von Äthiopischem Kaffee die Qual der Wahl, denn allein neun verschiedene Sorten und Röstungen aus dem Ursprungsland des Arabica-Kaffees bieten die Röster auf Kaffee Select an.

Bestellt wird die Ware auf Kaffee Select immer direkt beim Hersteller, das sichert dem Kunden eine direkte Abwicklung und garantiert Frische und beste Preise.

Für das kommende Kaffeejahr hat Veit Löper mit seinem Portal Kaffee Select konkrete Pläne: „Nach dem guten Start wollen wir natürlich unser Kaffee-Sortiment von verschiedenen Röstern noch stärker ausbauen. Accessoires rund um den Kaffeegenuss wie Mühlen oder Porzellan werden das Angebot abrunden.“

Neben dem Sortiment soll vor allem der Bereich Informationsaustausch und Dialog zwischen Herstellern und Kunden intensiviert werden. Intensive Produktberatung und Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Kaffeesorten gehören ebenso dazu wie ein Bewertungstool für die Kaffees und ein Blog, in dem sich Röster und Kaffeeliebhaber austauschen können.

www.kaffeeselect.de

Jemenitischer „Ur-Kaffee“

Von Mokka, Kaffeebohnen und Qishr

Jemenitischer „Ur-Kaffee“ damals und heute

Die jemenitische Hafenstadt al-Mukhā, auch als Mokka bekannt, war früher die wichtigste Drehscheibe des weltweiten Kaffeehandels. Von hier aus wurde der „Coffea Arabica“ nach ganz Europa verschifft. Erst als die Kaffeepflanze mehr oder weniger legal den Weg vom Jemen in andere Kolonien der Europäer fand, nahm die Bedeutung des Kaffeelandes Jemen langsam ab. Heute ist original jementischer Mokka ein beliebtes Mitbringsel, aber fast schon eine Rarität. Wer es ausgefallener mag, probiert den heutzutage stattdessen bei den Jemeniten beliebten Qishr (auch qišr), einen Sud gekocht aus Kaffeebohnenschalen mit Ingwer, Zimt und Kardamon. Die Mischung kann auch fertig gekauft werden.

Jemenitische Kaffees sind weltweit begehrt und zählen seit je her zu den teuersten Kaffees der Welt. Der Anbau auf steilen Terrassen und an den Flussläufen tiefer Schluchten sowie der Transport durch die teils unwegsamen, zerklüfteten Berge sind mehr als beschwerliche Arbeit. Doch in den kleinen jemenitischen Kaffeebohnen entwickle sich ein unvergleichliches Aroma und eine Würze, die – so liest man bei Kaffee-Importeuren – unübertrefflich „die Gaumen wahrer Kaffee-Kenner erfreuen“ würden.

Aus der jemenitischen Hafenstadt al-Mukhā (Mokka) am Roten Meer kam vor 400 Jahren der erste Kaffee nach Europa, und Mokka wurde schon Mitte des 16. Jahrhunderts zum Inbegriff für den schwarzen, aromatischen Aufguss. Inzwischen werden auf den fruchtbaren Hochebenen – da Kaffee einen Mindestniederschlag von 1,20 Meter im Jahr benötigt, war und ist Jemens Anbaufläche stets beschränkt und klein – des einzigen noch Kaffee-exportierenden arabischen Landes verschiedene Mokkasorten angebaut. Sie alle zeichnen sich durch eine fruchtig-säuerliche Note mit einem charakteristischen Schokoladen-Nachgeschmack aus. Jemenitischer Kaffee kann – so sagen die Kaffee-Experten – dabei ganz vorzüglich sein, eine gleichbleibende Qualität ließe sich aber leider nicht garantieren. Denn: Die Klassifizierung der Bohnen ist uneinheitlich, wenngleich die besten Kaffees seit eh und je aus Bani Mattar (daher genannt „Mattari“) kommen, desweiteren aus Bani Hammad und Haraz. Hinzu kommt: Jemenitische Bauern mühen sich mit kleinsten Flächen auf zum Himmel ragenden Terrassen ab. Oft aber werden die Kirschen dort zu spät geerntet, wodurch die Bohnen stark fermentiert sind und anschließend unsachgemäß auf Hausdächern getrocknet.

Trotzdem: Was in den Kaffeehäusern Londons, Paris, Hamburgs, Amsterdams und Wiens dereinst getrunken wurde, kam bis Mitte des 18. Jahrhunderts primär aus dem Jemen – und wurde über den schon erwähnten Hafen al-Mukhā verschifft und kurz darauf auch nach ihm als Mokka benannt. Dort hatten viele europäische Händler Handelsniederlassungen. Da bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts der Jemen zudem das einzige Kaffee-Exportland war und seine Anbauflächen begrenzt, stiegen die Kaffee-Preise ins Astronomische.

Danach machten allerdings andere Länder das Rennen, weil Kaffeepflanzen von Europäern – den Kolonialmächten – außer Landes geschmuggelt und erfolgreich auf Java, in Kenia oder Kolumbien angebaut wurden. Bald war der Jemen mit seinen hohen Produktionskosten nicht mehr konkurrenzfähig und partizipierte Mitte des 19. Jahrhunderts bei gleichbleibender Produktion nur noch mit einem Prozent an der weltweiten Kaffee-Erzeugung, Anfang des 20. Jahrhunderts sogar nur noch mit 0,5 Prozent.

Was man noch wissen sollte: Äthiopien und der Jemen streiten sich darum, wer denn nun wirklich das Ursprungsland des Kaffees sei. Von Äthiopien soll schon im sechsten Jahrhundert die Kaffeepflanze über das Rote Meer gekommen sein. Der Legende nach hat der spätere Schutzheilige der Stadt al-Mukhā, Scheich al-Schadili, dann den Kaffee im Jemen bekannt gemacht, nachdem er ihn am Hofe des abessinischen Herrschers kennen gelernt hatte. Möglicherweise war der Kaffeegenuss auch Bestandteil der Riten des sufischen Schadili-Ordens.

Im Hinblick auf diese „glorreiche“ Vergangenheit ist es umso erstaunlicher, dass die Jemeniten inzwischen ihre ganz eigenen Vorstellungen davon haben, welcher Bestandteil der Kaffeepflanze benutzt werden sollte, um Kaffee zu kochen. So verzichten sie auf die edlen Arabica-Kaffeebohnen und benutzen anstelle dieser nur die Schale der Bohne (die in anderen Ländern als Futter- und Düngemittel Verwendung findet, weswegen der Jemen diese zudem auch tonnenweise exportiert!). Zusammen mit Ingwer und Kardamom kochen sie daraus ein Getränk, das nur entfernt an europäischen Kaffee erinnert. Diese Kaffee-Form, Qishr genannt und zubereitet aus den aufgebrochenen, stundenlang gekochten Schalen des im Jemen üblicherweise sonnengetrockneten Kaffees, ist jedoch ein beliebtes Getränk und wird – reichlich gesüßt – zuhause häufig morgens genossen. Daneben trinken die Jemeniten aber auch ganz normalen, in der Regel frisch gerösteten und aufgekochten Kaffee, hier Qahwa genannt. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich besonders im städtischen Bereich – wie sollte es anders sein – aber auch löslicher Kaffee, allen voran Nescafé.

Heutzutage liegt Jemens Kaffee-Produktion bei etwa 19.000 Tonnen jährlich (2008: 18.788). Das größte Anbaugebiet des Nordens ist Haraz westlich von Sana’a, das des ehemaligen Südjemens ist das Jaffei-Gebirge (Yāfi as Sufla) nordöstlich von Aden. Wer den dort angebauten jemenitischen Kaffee – gemahlen und verpackt – als Souvenir kaufen möchte, ist im Suq von Sana’a ebenso richtig wie in den Geschäften der Hadda-Straße.

Allgemeine Jemen-Informationen im Internet unter www.yementourism.com .

Starbucks erhält Auszeichnung als ethischste Kaffeehauskette in Europa

Starbucks erhält Auszeichnung als ethischste

Kaffeehauskette in Europa

Führende Branchenvertreter würdigen das Engagement

von Starbucks für nachhaltigen Kaffeeanbau

Starbucks ist vom

Marktforschungsinstitut Allegra Strategies zum

Kaffeeunternehmen mit dem ethisch höchsten Anspruch in

Europa gewählt worden. Das Unternehmen erhielt zudem die

Auszeichnung als beliebteste Kaffeehauskette in Frankreich.

Die Preisträger wurden gestern anlässlich des European Coffee

Symposiums in Wien bekannt gegeben. Nominiert wurden sie

in den Monaten August und September als Teil des Allegra

European Coffee Leader Surveys. Zu den Teilnehmern der

Umfrage gehörten neben Vertretern der führenden

Kaffeehausketten in Europa auch Verantwortliche von

Zulieferern und Verbänden.

Im Rahmen seines Engagements für Nachhaltigkeit gab

Starbucks bereits im September eine verstärkte

Zusammenarbeit mit Fairtrade bekannt. Als Teil der

Kooperation werden ab März 2010 jeder Espresso,

Cappuccino, Caffè Latte, Mocha sowie alle weiteren Espresso-

Spezialitäten, die in Deutschland serviert werden, sowohl

Starbucks™ Shared Planet™ als auch Fairtrade zertifiziert sein

werden. Starbucks ist der weltweit größte Abnehmer von

Fairtrade Kaffee. Die Zertifizierung der Espresso-Spezialitäten

wird für eine Erhöhung der weltweiten Zahlungen an

Kleinbauern auf 2,8 Millionen Euro sorgen.

„Wir fühlen uns bei allem, was wir tun, unseren

Unternehmenswerten verpflichtet: Beim fairen Handel unserer

Kaffees, beim Umgang mit der Umwelt oder beim Engagement

in den lokalen Gemeinden. All diese Prinzipien vereinigen wir in

unserem Starbucks™ Shared Planet™ Programm. Wir fühlen

uns sehr geehrt, Träger dieser Auszeichnung zu sein“, erläutert

Buck Hendrix, President von Starbucks für die Region Europa,

Mittlerer Osten und Afrika.

Jeffrey Young, Geschäftsführer von Allegra Strategies, erläutert

den Hintergrund der Entscheidung: „Starbucks macht große

Fortschritte im Bereich nachhaltige Entwicklung und ist dabei

Vorbild für die gesamten Branche. Von der Einbindung der

lokalen Gemeinden bis zu den weltweiten Zielen zum Einkauf

von nachhaltig angebautem Kaffee: Starbucks nimmt seine

Rolle als führende Kaffeehauskette in Europa ernst. Es ist

keine Überraschung, dass Branchenkenner diese

Anstrengungen honorieren.“

Bei seinem Einsatz für nachhaltige Entwicklung arbeitet

Starbucks mit verschiedenen Partnern zusammen. Die

Fairtrade Labelling Organisations International (FLO),

Conservation International (CI) und die African Wildlife

Foundation (AWF) sind Partner des Starbucks™ Shared

Planet™ Programmes zum Thema nachhaltiger Kaffeeanbau.

* Starbucks, FLO, CI und AWF arbeiten mit Farmern

zusammen, um die Qualität des Kaffees zu verbessern und die

Wirtschaftlichkeit der Farmen zu erhöhen. Weiteres Ziel der

Kooperation ist es, die Zahl der Kleinbauern zu erhöhen, die

ihren Kaffee gemäß der Richtlinien von Starbucks™ Shared

Planet™ Fairtrade anbauen.

* Starbucks und Fairtrade unterstützen Produzenten, Arbeiter

und Gemeinden beim Thema nachhaltige Entwicklung. Zudem

sorgt Fairtrade durch die Hilfe für Farmergruppen für positive

Veränderungen im Handelssystem.

* Ein wesentlicher Erfolgsfaktor beim Engagement von

Starbucks sind die Farmer Support Center in Ruanda und

Costa Rica sowie die Unterstützung für Programme wie Capital,

Calvert Fund und Verde Ventures, die Farmern den Zugang zu

Krediten ermöglichen.

www.starbucks.com

Beliebtes Kaffeehaus in Wien gesucht

Beliebtes Kaffeehaus gesucht

Neuer Wettbewerb der Wirschafskammer Wien – 1. Oktober „Tag des
Kaffees“

Um der großen wirtschaftlichen und touristischen
Bedeutung der über 2.600 Wiener Kaffeebetriebe Rechnung zu tragen,
hat Wirtschaftskammer-Präsidentin Jank einen neuen Wettbewerb
initiiert. Bis Ende Oktober können alle Wienerinnen und Wiener ihr
beliebtestes Kaffeehaus wählen: Einfach den Namen des
Lieblings-Kaffeehauses an kaffeehaus@wkw.at schicken. Jank: „Die
Wiener Cafétiers leisten jeden Tag einen sehr wertvollen Beitrag zur
hohen Lebensqualität und zum weltberühmten Image Wiens als
Cafémetropole. Dieses Engagement wollen wir mit dem neuen Wettbewerb
würdigen und einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.“ Die
beliebtesten Kaffeehäuser werden von der Wirtschaftskammer Wien
prämiert. Aber auch die teilnehmenden Kaffeehausbesucher können
gewinnen. Unter allen Einsendungen werden tolle Preise vergeben.

1. Oktober – „Tag des Kaffees“

Als Pflege der Kaffeekultur führen die Wiener Kaffeehausbetriebe
seit 2002 jeweils am 1. Oktober den „Tag des Kaffees“ durch. An
diesem Tag werden dem Gast verschiedene Aktionen geboten. So senken
z.B. einzelne Wiener Kaffeehäuser an diesem Tag die Preise und bieten
z.B. den Ein-Euro-Kaffee oder es gibt süße Überraschungen, kostenlose
Kaffeeverkostungen, Gewinnspiele, Musikdarbietungen und Vernissagen.
„Der Gast soll es am 1. Oktober deutlich vernehmen, dass wir den ‚Tag
des Kaffees‘ begehen, gedacht auch als Dankeschön für die Treue zum
Kaffeehaus“, so der Obmann der Wiener Kaffeehäuser Günter Ferstl.

Rückfragehinweis:

Hubert Greier
Tel.: +43 1 526 26 76-952
mailto:hubert.greier@echo.at

Goran Huber eröffnet Kaffee-Ausbildungszentrum

Goran Huber eröffnet Kaffee-Ausbildungszentrum

Österreichweit einzigartig ist das neue Kaffee-Ausbildungszentrum in Innsbruck/Neu-Rum, das der österreichische Barista-Champion und WM-Teilnehmer Goran Huber termingerecht zum „Tag des Kaffees“ am 1. Oktober eröffnet.

Auf mehr als 80 m² gibt es umfangreiche Möglichkeiten die perfekte Zubereitung von Kaffee zu erlernen. „Von der Röstung bis hin zur Zubereitung mit verschiedenen Kaffeemaschinen können die Kursteilnehmer alle Handgriffe vor Ort trainieren und das erlernte theoretische Wissen auch gleich in die Praxis umsetzen“, verrät Goran Huber.

Das Innsbrucker Ausbildungszentrum ist das einzige seiner Art in Österreich, da es Kursteilnehmern die Möglichkeit bietet, Kaffeezubereitung und Maschinenpflege auf allen herkömmlichen Kaffeemaschinen zu üben. „Ob Vollautomat, Halbautomat oder Filtermaschine, jedes Gerät stellt spezifische Anforderungen hinsichtlich Handhabung und bei der unerlässlich wichtigen Reinigung“, so Huber.

Ein großer Ausstellungsbereich rund um das Thema Kaffee ermöglicht einen modernen und informativen Zugang zu theoretischem Wissen, von der Herkunft des Kaffees bis hin zur großen Vielfalt unterschiedlichster Kaffeesorten.

Das neue Kaffee-Ausbildungszentrum bietet unter anderem Barista-Lehrgänge, Kaffee-Lieberhaber-Workshops und Kurse in Latte Art an, kann unter dem Motto „Kaffee-Erlebnis“ aber auch für Firmenevents gebucht werden.

Barista-Kursteilnehmer können im Ausbildungszentrum von Goran Huber auch SCAE-Zertifizierungen erwerben. Huber ist berechtigt im Namen der Weltorganisation SCAE (Speciality Coffee Association of Europe) Barista-Prüfungen abzunehmen und offiziell gültige SCAE-Zertifikate zu vergeben.

web: www.kaffee-institut.at