Burgmuseum im ungarischen Gyula öffnet wieder seine Pforten

Mit dem Frühjahr 2005 wird ein Besuch des südost-ungarischen Kurortes Gyula nahe der Grenze zu Rumänien noch lohnenswerter: Im massigen Quader der gotischen Burg aus dem 15. Jahrhundert wurde nach fünfzehnjähriger Pause das Burgmuseum wieder eröffnet und versetzt seine Besucher nun wieder in längst vergangene Zeiten zurück.
Auf mehr als 600 Quadratmetern gewinnen Urlauber einen Einblick in die Geschichte der Burganlage zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert. Historische Gebrauchsgegenstände sind ebenso zu sehen wie das Burgkommandantenzimmer, Speisekammer, Backstube, Töpferwerkstatt und Schmiede. Auch das Arsenal und die Pferdeställe können besichtigt werden. Einer der Pferdeställe ist seit der Rekonstruktion auch für Veranstaltungen geeignet. Die Restaurierung des Museums in der einzigen erhalten gebliebenen Ziegelsteinburg in Mitteleuropa hat rund 600 Millionen Forint (circa 2,4 Millionen Euro) gekostet. Geöffnet hat das Museum zwischen dem 15. Juni und 31. August 2005 täglich von 9 bis 19 Uhr.

Die imposante Burg, die eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Türken spielte, ist das Wahrzeichen des malerischen Gyula. Umgeben von einem schönen Park, bietet die Anlage Raum für Ausstellungen und ist im Sommer Schauplatz von Freilichtspielen. – Das Burgbad mit mehreren Schwimmbecken ist eines der schönsten Heilbäder Ungarns. Es befindet sich gegenüber der Burg in einem 8,5 Hektar großen Urpark des ehemaligen Barockschlosses Almásy. Das 72 Grad heiße Heilwasser wird unter anderem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, Entzündungen, gynäkologischen Beschwerden, Nervenschmerzen und Magenbeschwerden mit Erfolg angewendet.

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