Falstaff 2014

Döllerer erstmals Österreich-Sieger, 5 Bundesländer
mit neuen Gewinnern, Filippou Neueinsteiger des Jahres, Robert Huth
Gastronom des Jahres und Margarethe und Heinz Reitbauer für das
Lebenswerk geehrt.

   Die Gäste haben das Wort – und sie haben es genutzt. Über 220.000
Votings der 17.000 Gourmetclubmitgliedern gelangten bei Falstaff ein
und resultieren im druckfrischen Falstaff Restaurantguide 2014. Dabei
gibt es einige Überraschungen: Erstmals konnte Andreas Döllerer mit
Heinz Reitbauer vom Steirereck im Stadtpark und Thomas Dorfer vom
Landhaus Bacher gleichziehen und ist einer der drei ex aequo
Österreich-Gesamtsieger, mit jeweils 99 von 100 möglichen Punkten.

   „Der Falstaff Restaurantguide bietet den größten Überblick über
die heimische Gastronomieszene. Der Dank dafür gebührt vor allem den
17.000 hochmotivierten Falstaff Gourmetclubmitgliedern, die bei ihren
Restaurantbesuchen regelmäßig die Bereiche Essen, Service, Wein- und
Getränkekarte sowie Ambiente bewerten“, so Falstaff-Herausgeber
Wolfgang Rosam. Insgesamt gibt es in der österreichischen Gastronomie
einiges an Neuerungen: Der Pfeil zeigt für Aufsteiger 557-mal nach
oben, allerdings auch 283-mal nach unten. Und gleich fünf
Bundesländer haben neue Sieger: In Oberösterreich, Salzburg,
Steiermark, Kärnten und Tirol wurden die besten neu definiert.

Die Österreich-Sieger: Döllerer, Landhaus Bacher & Steirereck
im Stadtpark

   Die auch letztes Jahr mit dem Österreichsieg ausgezeichneten
Restaurants Steirereck im Stadtpark und Landhaus Bacher sind ex aequo
mit dem Restaurant Döllerer in Golling, Salzburg, auf Platz eins.

   Das Döllerer konnte sich zum Vorjahr um einen Punkt verbessern und
wird erstmals mit dem Österreich-Gesamtsieg prämiert. Mit seiner
„Cuisine Alpine“ hat der erst 35-jährige Andreas Döllerer eine ganz
persönliche Stilistik kreiert und in den letzten Jahren
perfektioniert. Der aufwändige Restaurant-Umbau hat für volle
Punktzahl beim Ambiente gesorgt. Thomas Dorfer konnte mit seinem
unglaublichen Fingerspitzengefühl den ersten Rang für das Landhaus
Bacher verteidigen. Das Phänomen Steirereck geht weiter – Heinz
Reitbauer bestätigt seinen Sieg mit konkurrenzloser Beständigkeit auf
Top-Niveau und verdient würdig die Bezeichnung „Weltklasse“.

Die Bundesland-Sieger:
~
– Wien (und Österreich-Sieger): Steirereck im Stadtpark (99 Punkte)
– Niederösterreich/Mautern (und Österreich-Sieger): Landhaus Bacher
   (99 Punkte)
– Salzburg/Golling (und Österreich-Sieger): Döllerer (99 Punkte)
– Burgenland/Schützen: Taubenkobel (97 Punkte)
– Steiermark/Trautmannsdorf: Steira Wirt (94 Punkte)
– Oberösterreich/Neufelden: Mühltalhof (95 Punkte)
– Kärnten/Velden:Schlossstern (96 Punkte)
– Tirol/Kirchberg: Simon Taxacher im Rosengarten (97 Punkte)
– Vorarlberg/Lech: Griggeler Stuba (97 Punkte)
~

Robert Huth ist Gastronom des Jahres

   Alles, bloß kein Schnickschnack. Robert Huth ist ein Gastronom,
der auf klare Konzepte setzt. Und das funktioniert hervorragend. Mit
seinem fünften Restaurant wuchs Robert Huths Gastro-Imperium wieder
ein Stück weiter. 2001 hat Robert Huth sein erstes Innenstadtlokal in
Wien eröffnet, er führt in der Schellinggasse neben dem
gutbürgerlichen Wirtshaus Huth Gastwirtschaft auch das vis-à-vis
liegende Huth Grill House da Max sowie das gleich daneben beherbergte
Huth da Moritz. Damit hat er das Kunststück geschafft, eine Gasse
gastronomisch zu beleben, ohne sich selbst Konkurrenz zu machen. Der
jüngste Neuzugang ist das Huth Stadtgasthaus mit Wiener Küche in der
Weihburggasse.

   Ein Restaurant fällt nicht nur namenstechnisch aus dem Rahmen: die
Pizzeria Eatalico in der Praterstraße. Einst als Experiment eröffnet,
ist es heute eines der erfolgreichsten Lokale des Huth-Imperiums.
Nicht nur deshalb ist Falstaff sicher: Vom experimentierfreudigen
Gastronomen wird man noch viel hören!

Alexander Koblinger ist Sommelier des Jahres
Bereits zum zweiten Mal wird im Zuge der Vöslauer-Falstaff-Awards
der Sommelier des Jahres ausgezeichnet. Mit Alexander Koblinger wird
ein Master-Sommelier geehrt, ein Titel, den derzeit weltweit nur 214
Personen führen – im deutschsprachigem Raum sogar nur drei Kollegen
neben ihm. Er ist seit 2005 für die Weine in einem der besten
kulinarischen Häuser Österreichs verantwortlich: im Hotel-Restaurant
von Rudi und Karl Obauer in Werfen, Salzburg. Die Dorfstub’n seiner
Eltern in Hinterstoder war seine erste Wirkungsstätte, danach
sammelte er Erfahrung im In- und Ausland. Die Weinauswahl der
Dorfstub’n ist dennoch immer noch Angelegenheit von Alexander
Koblinger – erfreuen Sie sich daher an der exzellenten Weinauswahl.

   Anerkennung des Lebenswerks für Margarethe und Heinz Reitbauer
Von der Kegelbahn zum Gourmettempel: Falstaff ehrt in diesem Jahr das
Lebenswerk von Margarethe und Heinz Reitbauer, die mit ihrem
Steirereck einen sagenhaften Erfolg landeten. Gemüsesuppe und
Germknödel um 14 und 16 Schilling – damit hat im Jahr 1970 alles
begonnen. Nachdem der steirische Kegelbahnbesitzer Heinz Reibauer und
seine Frau Margarethe ein damals völlig unbedeutendes Ecklokal im 3.
Bezirk übernahmen und Steirereck nannten, gab es zunächst nur diese
zwei Gerichte auf der Karte. Dennoch: Die Rechnung ging auf und der
Laden brummte. Daraus entstand die berühmteste Gourmetadresse des
Landes. 1996 eröffneten die Reitbauers das Wirtshaus Steirereck am
Pogusch. Und wieder gelang ihnen ein großer Wurf: In kürzester Zeit
wurde es zum bekanntesten Landgasthaus Österreichs und die
Gastronomen stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass man auch an
völlig entlegenen Orten mit Qualität und Bezug zur Region einen
Erfolg landen kann.

Konstantin Filippou ist Neueinsteiger des Jahres
   Wohl kaum eine Neueröffnung hat 2013 so eingeschlagen wie jene von
Konstantin Filippou. Statt Respekt für seinen Mut – immerhin kommt es
in Wien nicht allzu häufig vor, dass sich ein Spitzenkoch mit eigenem
Lokal selbstständig macht – schlug ihm aus der Branche Skepsis
entgegen. Ein modernes Fine-Dining-Restaurant nur mit Menüs würde
nicht funktionieren, hieß es. Weit gefehlt. Die Küche ist
mittlerweile auch außerhalb Wiens bekannt, es geht um den Geschmack
und das Zusammenspiel der Aromen, nicht um die Fülle. Konstantin
Filippou ist für die Wiener Gastronomie mehr als nur eine
Bereicherung und für Falstaff der Neueinsteiger des Jahres.

Seit heute, 21. März ist der Falstaff Restaurantguide im Buch- und
Zeitschriftenhandel, in allen Trafiken, bei Wein & Co sowie an
Tankstellen zum Preis von Euro 9,90 erhältlich. Auf 578 Seiten werden
rund 1.500 österreichische Restaurants beschrieben und bewertet.

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