eat & meet 1. – 31. März 2018 in Salzburg

53 Betriebe und über 160 Veranstaltungen in der Salzburger Altstadt. Bereits zum zehnten Mal findet von Donnerstag, 1. bis Samstag, 31. März 2018 das Kulinarik-Festival statt. Seit 10 Jahren ist es das Ziel des beliebten Festivals, das weltoffene, interessante, lustige, informative und kulinarische Zusammenkommen in der Salzburger Altstadt zu fördern und zu vertiefen und Menschen, die gerne ihren Horizont erweitern, dazu einzuladen.

Vom urig-gemütlichen Gasthaus bis zum Sternelokal – in rund 165 Veranstaltungen von mehr als 50 Gastronomiebetrieben werden beim Festival der anderen Art die GastgeberInnen und die KöchInnen vor den Vorhang gebeten. Sie bieten ihren Gästen nicht nur ein genussvolles Erlebnis sondern auch die Gelegenheit, auf großartige KöchInnen, interessante PhilosophInnen, WinzerInnen, spannende ProduzentInnen und viele mehr zu treffen. Das gute Gespräch und die Salon-Kultur stehen dabei im Mittelpunkt.

Afro Cafe „A wie AFrika & Z wie Zitrone“

Die diesjährigen Schwerpunkte sind: Zitronen, bittere Menüs und Curry. Wo die Zitronen blühen: Wussten Sie, dass es mehr als 280 verschiedene Zitronensorten gibt? Im Weinarchiv des arthotel Blaue Gans trifft man auf Bio-Zitrusbauer Michael Ceron und begibt sich mit einem zitronigen Menü auf eine kulinarische Reise in den Süden. Dazu wird ein hausgemachter Zitronenlikör von der Likör- und Punschmanufaktur Sporer serviert. Im Afro Cafe begibt man sich mit einer typischen Spezialität kulinarisch ins ferne Nordafrika: mit in Salz eingelegten Zitronen. Das mystische Pulver des Curry spielt gleich an mehreren Orten eine besondere Rolle: In der neuen Escobar etwa werden zu lateinamerikanischer Musik Burritos mit gelbem, rotem und grünem Curry verkostet, während man sich an den Montagen im März im Mozartkino bei Curry-Popcorn den Film „Madame Mallory und der Duft von Curry“ zu Gemüte führen kann. Im ‘s Fachl trifft man bei „My Private Curry“ auf den gelernten Koch und Gewürzfachmann Franz Meißl und im Gasthaus Hinterbrühl taucht man bei „Curry trifft altes Wirtshaus“ in eine Welt neuer Geschmacksnuancen.

Kochen gegen das kulinarische Vergessen“ im Gablerbräu (c) H. Leitner

Von Artischocke bis Zichorie, von Fenchel bis Wildkräuter und Radicchio: Im Sternbräu gibt es zu einem „bitter-süßen“-Menü Erzählungen und Tipps von der Autorin Manuela Rüther. Käse-LiebhaberInnen kommen bei einer Verkostung im St. Peter Stiftskulinarium mit dem wohl berühmtesten Käse-Affineur der Welt, Bernard Antony, voll auf ihre Kosten. Rund 50 Gastronomiebetriebe nehmen am Kulinarik-Festival eat & meet teil und sorgen so für einen Monat voll von sinnlichen Erlebnissen, höchstem Genuss und spannenden GesprächspartnerInnen – alles außer gewöhnlich!

http://www.salzburg-altstadt.at/essen-trinken/kulinarik-events/eat-meet/

 

José Avillez in Salzburg

Portugal – ein idyllisches, vergleichsweise dünn besiedeltes Land, in dem ein Einzelner etwas Großes bewirken kann. Geschafft hat das

José Avillez in Salzburg

– aufgewachsen in Cascais, einer atemberaubenden Stadt am Meer in der Nähe von Lissabon. Mit dunklem Bart und markantem Gesicht, einem Äußeren, das an portugiesische Seeleute erinnert, navigiert er Portugals reichhaltige Küche. Sein Ziel? Die von Fisch und Fleisch geprägte Küche zu neuen Ufern zu führen.

„José Avillez in Salzburg“ weiterlesen

Paul Ivić kocht im Hangar-7

Tian Wien Besuch im Ikarus im März 2017

Das vegetarische Gourmetrestaurant Tian im Herzen von Wien setzt mit seinem einzigartigen Konzept höchste Maßstäbe. Die mit einem Michelin-Stern und als einziges vegetarisches Restaurant mit drei Hauben von Gault&Millau ausgezeichnete Küche vereint höchsten kulinarischen Genuss mit der Sehnsucht nach ethischem und nachhaltigem Essen. Mit diesem Konzept begeistert Chef de Cuisine Paul Ivić im März auch Gäste im berühmten Restaurant Ikarus im Hangar-7. „Paul Ivić kocht im Hangar-7“ weiterlesen

Salzburger Kulinarik-Festival eat & meet

Das Weinarchiv des arthotel Blaue Gans war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Andreas Gfrerer, Eigentümer des arthotel und Obmann des Altstadt Verbandes, und Bürgermeister Dr. Heinz Schaden das 9. Kulinarik-Festival eat & meet eröffneten. Der Abend stand unter dem Motto „Ich taufe dich auf den Namen Karpfen“ und zum geselligen Get-together wurde Schwarzbrot aus der St. Peter Stiftsbäckerei mit Stockfischmus, Sarde in Saore, Herrgottsb‘scheisserle mit brauner Butter und Spinat sowie arme Ritter serviert.   „Salzburger Kulinarik-Festival eat & meet“ weiterlesen

Christian Bau im Hangar 7, Salzburg

Spannend, emotionsgeladen und am Ende voller Harmonie: Ein Abend in Victor’s Fine Dining by Christian
Bau ist wie ein perfektes Theaterstück. Dass der Küchenchef bei der Inszenierung einen markanten Stilbruch
von der Klassik zur Moderne vollzieht, macht das Ganze nur noch aufregender.

Perl-Nennig klingt vielleicht nicht nach pulsierender Großstadt, und tatsächlich sollte man auf dem Weg in die
hinterste Ecke des Saarlands sein Navigationsgerät zumindest stets einsatzbereit halten. Ganz sicher aber ist
Perl-Nennig eine Metropole der Kulinarik. Denn im historischen Renaissance-Schmuckstück Schloss Berg, heute
ein renommiertes 5-Sterne-Superior-Hotel der Unternehmensgruppe Victor’s Residenz-Hotels, befindet sich das
Restaurant Victor’s Fine Dining by Christian Bau.

Der Zusatz „by Christian Bau“ in der Betitelung des Restaurants mag etwas sperrig sein, aber der Name des
Küchenchefs bürgt nun mal für Qualität. Höchste Qualität. Schon die Stationen seiner Ausbildung lesen sich wie
das Who’s who der deutschen Hochküche: darunter das Hotel Sonne Eintracht in Achern, das Hotel Talmühle in
Sasbachwalden und das Le Canard in Offenburg. Den letzten Schliff verpasste ihm dann niemand geringerer als
Harald Wohlfahrt, in dessen Schwarzwaldstube Bau fünf Jahre lang als Souschef arbeitete.
1998 schließlich boten ihm die Victor’s Residenz-Hotels die Leitung des Restaurants im Schloss Berg an. Seither
ist Christian Bau sein eigener Herr in der Küche und als solcher zieren seine Schürze die höchstmöglichen kulinarischen
Orden. Seinen ersten Michelin-Stern erhielt er bereits im Jahr der Übernahme des Restaurants. Im Jahr
2005 wurde er nicht nur „Koch des Jahres“, sondern mit seinem dritten Michelin-Stern auch der jüngste deutsche
Koch, dem diese Ehre jemals zuteilwurde.

Trotz all der Auszeichnungen und Lobeshymnen nahm Bau im Jahr 2008 eine scharfe Abzweigung auf seinem
kulinarischen Lebensweg. „Der dritte Stern war ein unglaublicher Erfolg“, erinnert sich Bau, „aber danach ist in
mir auch eine Welt zusammengebrochen. Wir hatten bewiesen, was wir draufhaben, aber es hat mir keinen Spaß
mehr gemacht.“

Also folgte Bau seinem Herzen. Er verließ die traditionelle französische Haute Cuisine und wandte sich einer
leichteren, zeitgemäßen und weltoffenen Küche zu. Leichter, weil er von nun an bei der Zubereitung der Speisen
beinahe gänzlich auf Sahne und Butter verzichtete. Zeitgemäß, weil er sich neuen Techniken öffnete und den
Grundaufbau der Gerichte einer Modernisierung und Reduzierung auf die wesentlichen Elemente unterzog.
Weltoffen, weil ihm eine Reise nach Japan gänzlich neue kulinarische Horizonte eröffnete.

Seither lässt Christian Bau bei der Kreation seiner Gerichte, ausgehend von einer immer noch auf der klassischen
Küche basierenden Linie, verstärkt japanische Produkte und Aromen einfließen und schlägt damit eine aufregende
Brücke zwischen europäischer und asiatischer Küchenkultur – unterstützt durch das diffizile Spiel mit
Kontrasten wie süß – sauer – salzig, kross – weich oder heiß – kalt. Bau: „Ich möchte ein Genusserlebnis bieten, um
geschmackliche Sensibilisierung zu ermöglichen. Unsere Gerichte dürfen gerne polarisieren, sind aber für jeden
zugänglich, ohne zu überfordern.“

Keine leeren Worte, denn dass ihm das gelingt, beweist Bau eindrucksvoll: Das belegt schon allein die Tatsache,
dass Christian Bau trotz des radikalen Stilbruchs seine drei Michelin-Sterne stets verteidigen konnte. Und er
beweist es natürlich mit seinen Gerichten. So lässt Bau drei unterschiedlich zubereitete Sashimi mit Hamachi,
Sockeye-Lachs und Gelbflossen-Thunfisch einzeln nacheinander servieren und ermöglicht dem Gast damit drei
einzigartige Geschmackserlebnisse von rohem Fisch und Meeresfrüchten. Mindestens genauso anregend ist die
Kombination von Jakobsmuschel und Auster mit kandiertem wildem Kombu, Yuzu und Umami-Sud oder von
Wolfsbarsch und gegrilltem Aal mit japanischer Aubergine, Ladyfingers und Kojyuvinaigrette.

Mit dem Erlebnis solch spannungsgeladener Gerichte ist eine Reise nach Perl-Nennig aber noch lange nicht komplett.
Dafür sorgt nicht zuletzt das kulinarische Konzept, das der Küchenchef mit seiner Frau und Service-Chefin
Yildiz Bau verfolgt. „Ein Besuch im Victor’s Fine Dining by Christian Bau soll persönlich, herzlich, fast familiär
ablaufen“, sagt der Chef. Wie in einem perfekt inszenierten Theaterstück greifen in dem Restaurant Küche, Service
und Ambiente ineinander, wobei der Gast immer im Mittelpunkt steht und auf einer Woge der Emotionen durch
den Abend getragen wird.

Diese Woge schwappt im November 2016 auch nach Salzburg, wo Christian Bau als Gastkoch des Restaurant Ikarus
im Hangar-7 zu einem perfekt inszenierten Abend voll harmonischer Widersprüche einlädt.

www.hangar-7.com

Jan Pettke und Christopher Sakoschek

Jan Pettke und Christopher Sakoschek gewinnen Österreichisches Vorfinale des Koch des Jahres

Nach fünf Stunden harter Arbeit vor den Augen von rund 900 Besuchern der gastronomischen Szene setzten sich Jan Pettke von der Scheck-In-Kochfabrik Achern, (DE) und Christopher Sakoschek, selbstständiger Privatkoch aus Kirchdorf in Tirol (AT) am heutigen Montag gegen ihre vier Mitbewerber aus der D-A-CH-Region durch und gewannen das zweite Vorfinale des Wettbewerbs Koch des Jahres. Das in der PANZERHALLE Salzburg stattfindende „Trendsetting-Event der Gastronomie“ begeisterte darüber hinaus mit einem Staraufgebot internationaler Sterneköche, die als Teil eines umfangreichen Rahmenprogramms ihre Künste in Live-Cooking-Shows präsentierten.

Kreativität und Internationalität machen das Rennen
Das Gewinnermenü Pettkes zeichnete sich insbesondere durch die kreative Kombination der verschiedenen Komponenten sowie durch die durchweg gleichbleibende Qualität der Gerichte aus, waren sich die Mitglieder der internationalen Star-Jury einig. Als Vorspeise schickte Pettke Geflämmten Carabinero / Karotte / Koriander / Passionsfrucht. Sein Hauptgericht bestand aus Onglet vom Black Angus / Px-Essigjus / Suppengemüse / Zweierlei Rettich und sein Nachtisch aus Valrhoner Ivoire 35% / Avocado / Banane / Pinienkern. Der Stil des zweitplatzierten Sakoschek bestach durch die Fusion von Produkten und Techniken aus dem In- und Ausland. Besonders gelobt wurde die durchweg kreative Umsetzung der zusätzlichen Herausforderung, einen Gruß aus der Küche mit SJØ, echtem norwegischen Matjes von Friesenkrone, zu schicken: „Als zusätzliche Wettbewerbskomponente waren die toll angerichteten Matjes-Happen eine schöne Überraschung. Kleine Tapas, wie die von Friesenkrone, liegen gerade im Trend“, so der Präsident des Wettbewerbs und Dreisterne-Kochlegende Dieter Müller (MS Europa). Das Niveau des Wettbewerbs sei insgesamt enorm hoch. Selbst als etablierter Sternekoch könne man sich von den Kreationen der Teilnehmer inspirieren lassen.

Zwei Tickets zum Finale und sechs kreative Sonderpreise
Als Hauptpreis wurden den erst- und zeitplatzierten Teams der Einzug in das Finale auf der weltweit größten Ernährungsmesse Anuga im Oktober 2017 verliehen. Erst dort wird sich zeigen, welche der insgesamt acht Finalisten die Preisgelder in Höhe von insgesamt 15000€ erkochen.

Viel gelobtes Rahmenprogramm
Aus sechs verschiedenen Ländern weltweit reisten bekannte Sterneköche und Fooddesigner nach Salzburg, um als Jurymitglieder und in Live-Auftritten an dem Event mitzuwirken. Den Auftakt machte Oriol Castro. Der Spanische Meisterkoch war fünfzehn Jahre lang die rechte Hand des berühmten Ferran Adrià und brillierte in der PANZERHALLE mit Kreationen aus seinen eigenen katalonischen Restaurants Disfrutar* und Compartir. Vom Publikum umgeben war die Lounge, als Star-DJ und Sternekoch Nick Bril aus Antwerpen (BE) im Interview von seinem innovativem Gastrokonzept The Jane** berichtete. Selbst die Küche sehe hier aus wie ein Künstler-Atelier. Mit Spannung verfolgt wurden auch die drei unterschiedlichen Interpretationen mit den vorgegebenen Komponenten (Reh / Kürbis / Kernöl) der „iChefs“ Stefan Lenz (Tennerhof Kitzbühel, AT), Roland Huber (Le Ciel*, Grand Hotel Wien, AT) und Maximilian Aichinger ([wer ist] Stratmann, Salzburg, AT). Zehn geladene Pressegäste kamen in den Genuss, die individuellen Kreationen mit darauf abgestimmten Premiumweinen von Ômina Romana zu verköstigen. Koch des Jahres Gewinner 2011, Sebastian Frank (Horváth**, Berlin, DE) mischt derzeit die Berliner Gastroszene auf. Als Lokalmatador kam er für das Trendsetting Event der Gastronomie zurück nach Österreich, um neue Interpretationen der österreichischen Küche zu präsentieren.

Neben Live-Auftritten, Talkrunden und Interviews konnten Besucher sich in Workshops weiterbilden. Besonders stark nachgefragt war der Kurs mit dem amtierenden Koch des Jahres Stefan Lenz, der einen Einblick in die Tennerhofer (Kitzbühel, AT) Küche gab und zeigte, wie kulinarische Genüsse auf Sterneniveau mit einfachen Tricks rund um Knorr Professional Produkte gezaubert werden können.

Großes Show-Down im Loft der PANZERHALLE
Den rund 250 VIP-Gästen wurde am Abend der Veranstaltung eine exklusive Aftershow-Party im Loft „unter den Dächern der PANZERHALLE“ geboten. Als Willkommensgruß schickte Cornelius Speinle (Dreizehn Sinne*, Schlattingen, CH) eine deftige „Ferrero Rocher Praline“ mit Gänseleber. Neueste Cocktailtrends wurden mit dem iSi Gourmet Whip gezaubert und ließen die Besucher zur Live-Musik von Melange Royal das Tanzbein schwingen. Sieger Pettke und sein Assistent Maximilian Krämer wurden von Freunden, Familie und Kollegen bis tief in die Nacht gefeiert „Ich freue mich riesig auf die Herausforderung im Finale nächstes Jahr!“

Der Gault&Millau 2017 ist da

Vor wenigen Minuten wurde die 38. Ausgabe des Guide Gault & Millau im Hotel Motel One bei der Wiener Staatsoper präsentiert. Zahlreiche Pressevertreter sowie VIPs aus Gastronomie, Kultur und Wirtschaft warteten mit Spannung auf die Ergebnisse der neuen Edition.
 
"Ein sehr spannendes Jahr liegt hinter uns," blicken die Herausgeber Martina und Karl Hohenlohe zurück. "Seitdem wir alleine für die Marke Gault&Millau verantwortlich sind, ist viel passiert und wir freuen uns über das Ergebnis der Umsetzung unserer Ideen. Mit Stolz können wir auf das erfolgreichste Jahr des Gault&Millau Österreich zurückblicken."
 
Was ist neu?
 
* Der Gault&Millau 2017 erstrahlt in neuem Glanz und mit neuem Layout – großzügiger dimensioniert, geben die Fotos noch besser Einblick in das Ambiente der Betriebe, insgesamt wirkt es aufgeräumter und übersichtlicher. Dieses Layout wird nun global in sämtlichen Gault&Millau-Lizenzländer umgesetzt, die Österreich-Ausgabe ist die erste, die in dieser Gestaltung erscheint.
 
* Mit unserer Homepage www.gaultmillau.at und auf Social-Media-Kanälen können wir über Rekordzahlen berichten. Seit Anfang des Jahres 2016 wurden beispielsweise über Facebook 3.243.209 Menschen erreicht.
 
* Die Sensation dieser Ausgabe:
Österreich hat einen neuen 4-Hauben-Koch.
Die Herausgeber zu ihrer Entscheidung: "Silvio Nickol kocht im Wiener Palais Coburg so gut wie noch nie. So gut, dass es für uns ganz klar ist, warum gerade heuer die vierte Haube fällig war." Was hat sich geändert? "Silvio Nickol hat seinen eigenen Weg nun wirklich gefunden, zeigt Mut zur Kompromisslosigkeit und vor dieser Kreativität können wir uns nur verneigen. Und vor dieser Uhrmacher-mäßigen, handwerklichen Akkuratesse ebenso, die einem nie ins Auge springt, die nie nervt, die nie im Vordergrund stehen will, sondern einfach nur angewandt wird, um diese ganz speziellen Nuancen zu erzeugen," argumentieren Martina und Karl Hohenlohe die Aufwertung.
 
Die wichtigsten Themen und Trends der heurigen Ausgabe:
 
* Alle Ergebnisse sind ab sofort auf www.gaultmillau.at nachzulesen. Ebenso wurde die App (für iPhone und Android) aktualisiert und in ihren Serviceleistungen verbessert. Sie ist um € 4,99 im App Store erhältlich. Jeder Käufer eines Buches bekommt die App gratis dazu (mittels eines Codes auf den ersten Seiten des Guides).
 
* Die bisher mit vier Hauben bewerteten Restaurants konnten ihre Position bestätigen: das Steirereck im Stadtpark in Wien (Heinz Reitbauer wurde obendrein der Titel "Koch des Jahrzehnts" verliehen), Restaurant Obauer in Werfen und Simon Taxacher in Kirchberg in Tirol.
 
* Das haubenstärkste Bundesland ist laut den Bewertungen im Gault&Millau 2017 Wien mit 157 Hauben in 113 Restaurants.

Das Österreich-Ranking im Überblick und im Vergleich zum letzten Jahr:
Gault & Millau 2017
1. Wien (157 Hauben)
2. Steiermark (123 Hauben)
3. Salzburg (118 Hauben)
4. Tirol (116 Hauben)
5. Niederösterreich (97 Hauben)
6. Vorarlberg (81 Hauben)
7. Kärnten (80 Hauben)
8. Oberösterreich (53 Hauben)
9. Burgenland (22 Hauben)

Gault Millau 2016
 1. Wien (148 Hauben)
2. Steiermark (114 Hauben)
3. Tirol (113 Hauben)
4. Salzburg (111 Hauben)
5. Niederösterreich (97 Hauben)
6. Kärnten (72 Hauben)
7. Vorarlberg (70 Hauben)
8. Oberösterreich (58 Hauben)
9. Burgenland (23 Hauben)

Im Vergleich zum letzten Jahr hat also Salzburg Tirol überholt (5 Hauben Differenz), ebenso wie Vorarlberg 11 Hauben dazu gewinnen konnte und auf dem 6. Platz landete.
 
Insgesamt gibt es in Österreich 612 Haubenrestaurants.
 
* Besonders erfreulich ist die offensichtliche Aufwertung der Patisserie. Aus diesem Grund richten auch wir unser Augenmerk auf das potenziell furiose Finale eines Essens und küren erneut einen Patissier des Jahres: Johannes Maier aus dem Restaurant Hubertus in Filzmoos konnte die Tester einstimmig überzeugen.
 
* Gault&Millau testet erstmals Bier. Bier ist ein großes Thema in der Genuss-Welt geworden, die Brau-Szene hat sich in den letzten Jahren entwickelt wie kaum eine andere Branche der gesamten Getränkewelt – und zwar national wie international. Diese Entwicklung bezieht sich weniger auf die Menge des konsumierten Bieres, die in Österreich mit etwas mehr als neun Millionen Hektolitern und eine Pro-Kopf-Verbrauch von knapp 105 Litern ohnehin auf irrwitzig hohem Niveau rangiert. Vielmehr findet die Dynamik dahingehend statt, dass derzeit kein Monat vergeht, in dem nicht eine neue Kleinbrauerei eröffnet. Die Szene wurde innerhalb kürzester Zeit durch die neuen Winzlinge so bunt und vielfältig, dass auch die großen marktbeherrschenden Betriebe ihre Kurse ignorierten: Kreativität, Spontanität und Individualität finden nun auch hier statt, sei es mit Sonderserien oder mit kleinen kreativen Sub-Unternehmungen.
 
Bier des Jahres
Champion Bitter Wildbrett
Brauerei Hofstetten, Adsdorf 5, 4113 St. Martin im Mühlkreis
www.hofstetten.at
 
Ein extra-bitteres Experimental-Bier, ein nicht übermäßig mächtiges, untergäriges "Imperial Pilsner", für das Schiffner eine internationale Hopfensorte auswählt, die dann mit Mühlviertler Hopfen kombiniert wird. Im Barrique gefüllt ergibt es ein sensationelles Ergebnis – bitter, sauer, dicht, mit feincremigen Umami-Noten.

Koch des Jahrzehnts: Heinz Reitbauer, Steirereck, Wien

Newcomer des Jahres: Sören Herzig, Amadors Wirtshaus & Greisslerei, Wien

Aufsteiger des Jahres: Stefan Speiser, Restaurant OPUS, Wien

Patissier des Jahres: Johannes Maier, Restaurant Hubertus, Filzmoos

Sommelier des Jahres: Steve Breitzke, Das Loft, Wien

Service Award: Sandra Jedliczka, Mochi, Wien

Ambiente Award: Schualhus, Lech am Arlberg

Wirtshaus des Jahres: Gasthof zum Bergmann, Turrach

Lebenswerk: Gisela Holleis, Salzburger Hof, Zell am See

Hotel des Jahres: Hotel Seehof, Goldegg

Die Aufsteiger: AUFWERTUNG UM 2 PUNKTE
OPUS RESTAURANT Wien, 17 bisher 15

AT EIGHT Wien, 16 bisher 14

DOS Brand (V), 15 bisher 13

CHLOSS GABELHOFEN Fohnsdorf (ST), 15 bisher 13

SCHÖNE AUSSICHTEN Klöch (ST), 15 bisher 13

AUFWERTUNG UM 1,5 PUNKTE
MAGNOTHEK ZIEREGG Berghausen (ST), 14 bisher 12,5

AUFWERTUNG UM 1 PUNKT
SILVIO NICKOL GOURMET RESTAURANT Wien, 19 bisher 18

IKARUS Salzburg (S), 18 bisher 17

MRAZ & SOHN Wien, 18 bisher 17

DAS KLEINE RESTAURANT Hinterglemm (S), 16 bisher 15

DAS SCHIFF Hittisau (V), 16 bisher 15

DER ENGEL Grän (T), 16 bisher 15

GREISSLEREI BEIM TAUBENKOBEL Schützen am Gebirge (B), 16 bisher 15

GRÜNDLER’S GOURMETSTÜBERL Achenkirch (T), 16 bisher 15

HAUS AM HANG St. Gilgen (S), 16 bisher 15

HEURIGENHOF BRÜNDLMAYER Langenlois (NÖ), 16 bisher 15

JAGLHOF Gamlitz (ST), 16 bisher 15

LIEPERT’S KULINARIUM Leutschach (ST), 16 bisher 15

PARADOXON Salzburg (S), 16 bisher 15

SHIKI JAPANESE FINE DINING Wien, 16 bisher 15

THALLER St. Veit am Vogau (ST), 16 bisher 15

AICHHORN Kleinarl (S), 15 bisher 14

BIOHOTEL SCHWANEN Bizau (V), 15 bisher 14

CULINARIAT Hellmonsödt (OÖ), 15 bisher 14

DAS SCHICK Wien, 15 bisher 14

"DIE YACHT" Velden am Wörthersee (K), 15 bisher 14

GALZIG St. Anton am Arlberg (T), 15 bisher 14

GENIESSERHOTEL MONTAFONER HOF Tschagguns (V), 15 bisher 14

HUBER’S IM FISCHERWIRT Salzburg (S), 15 bisher 14

KALTEIS Kirchberg an der Pielach (NÖ), 15 bisher 14

KEPLINGERWIRT St. Johann am Wimberg (OÖ), 15 bisher 14

KIRCHENWIRT Leogang (S), 15 bisher 14

KRONE-STUBEN Lech am Arlberg (V), 15 bisher 14

SACHER RESTAURANT "ANNA SACHER" Wien, 15 bisher 14

SALUTI Matrei in Osttirol (T), 15 bisher 14

SEEBERGHOF Seewiesen (ST), 15 bisher 14

SEEBLICK Grundlsee (ST), 15 bisher 14

SIGWART’S TIROLER WEINSTUBEN Brixlegg (T), 15 bisher 14

VINCENA Lavant (T), 15 bisher 14

WACHTER-WIESLERS RATSCHEN Deutsch Schützen (B), 15 bisher 14

A BARRACA Wien, 14 bisher 13 ALPENZEIT Werfenweng (S), 14 bisher 13

APPIANO Wien, 14 bisher 13 ASTORIA Seefeld (T), 14 bisher 13

BATZENHÄUSL St. Gilgen (S), 14 bisher 13

BURG DEUTSCHLANDSBERG Deutschlandsberg (ST), 14 bisher 13

CANTINETTA ANTINORI Wien, 14 bisher 13 COLLIO Wien, 14 bisher 13

DIE MÜHLE Innsbruck (T), 14 bisher 13

DIE STUB’N Mariapfarr (S), 14 bisher 13

DONAUWIRT Weißenkirchen in der Wachau (NÖ), 14 bisher 13

EL GAUCHO Graz (ST), 14 bisher 13 ESSL Rossatz (NÖ), 14 bisher 13

FUX Lech am Arlberg (V), 14 bisher 13

HIRSCHEN Schwarzenberg (V), 14 bisher 13

KRISTIAN’S MONASTIRI Wien, 14 bisher 13

KUNSTHANDWERK Liebenfels (K), 14 bisher 13

LAKESIDE Reifnitz (K), 14 bisher 13

MAITZ Ehrenhausen (ST), 14 bisher 13

MIZZITANT Bludenz (V), 14 bisher 13

NULLNEUN Graz/Liebenau (ST), 14 bisher 13

PAN E VIN Salzburg (S), 14 bisher 13

PFLEGER Anras (T), 14 bisher 13

PLATZHIRSCH Thalgau (S), 14 bisher 13

PUSSWALD Hartberg (ST), 14 bisher 13

RESTAURANT SCHLOSSBERG Graz (ST), 14 bisher 13

SCHICKH Furth bei Göttweig (NÖ), 14 bisher 13

Die Absteiger: ABSTUFUNG UM 2 PUNKTE
DAS MOERISCH Seeboden (K), 13 bisher 15

ZEDERN KLANG Hopfgarten in Defereggen (T), 13 bisher 15

ABSTUFUNG UM 1,5 PUNKTE
DAS WIRTSHAUS GREINER Graz (ST), 12,5 bisher 14

FISCHERWIRT Walchsee (T), 12,5 bisher 14

LABSTELLE Wien, 12,5 bisher 14

MOARHOFSTÜBERL Lienz (T), 12,5 bisher 14

STOMACH Wien, 12,5 bisher 14

Patissier des Jahres

Patissier des Jahres gibt Kandidaten für das Salzburger Vorfinale bekannt

Am 09. Oktober wird in der Panzerhalle Salzburg das zweite Vorfinale des prestigeträchtigen Wettbewerbs Patissier des Jahres ausgetragen. Diese Fünf Kandidaten aus Österreich, der Schweiz und Deutschland haben sich aus über 80 Bewerbern qualifiziert und treten in einem spannenden Live-Wettbewerb gegeneinander an:

Katharina Haslinger – Commis Patissière Romantik Hotel Im Weissen Rössl, Sankt Wolfgang im Salzkammergut (AT)
Mike Kainz – Chef de Partie Brasserie Les Trois Rois, Basel (CH)
Martin Studeny – Chef Patissier M Passione Patisserie & Confiserie (AT)
Andreas Trampler – Chef Patissier Camers Schlossrestaurant, Hohenkammer (DE)
Christian Walter – Patissier Hotel Restaurant Lamm Rosswag*, Vaihingen (DE)

Die Nachwuchstalente der Spitzenpatisserie müssen innerhalb von fünf Stunden ein Freestyle-Dessert, ein Drei-Pflichtkomponenten-Dessert aus Ivoire-Schokolade, Zwetschge und Kürbiskernöl in je sechsfacher Ausführung sowie 15 Freestyle-Pralinen anfertigen. Die hochkarätige Jury unter Vorsitz des Präsidenten Pierre Lingelser (Hotel Traube Tonbach***, Baiersbronn) degustiert die süßen Kreationen. Die zwei besten Teilnehmer ziehen in das Finale auf der weltweit größten Ernährungsmesse Anuga 2017 ein. Zu gewinnen gibt es neben dem karrierefördernden Titel des Patissier des Jahres 2017, Preisgelder in Höhe von 3.000 Euro. RAMA Cremefine vergibt zudem bereits in Salzburg einen Publikums-Sonderpreis: hierfür dürfen die Zuschauer entscheiden, welche der von den Kandidaten mitgebrachten Pralinen am besten mundet. Als Zuschauer werden wichtige Vertreter der Branche erwartet, die das Trendsetting-Event nicht zuletzt wegen dem umfassenden Rahmenprogramm und den Live-Shows bekannter Patissiers und Fooddesignern schätzen.

www.patissierdesjahres.com/besucher/programm/