Norddeutscher Käsepreis 2011 verliehen

IG Käsekultur prämiert am Kiekeberg Käseproduzenten aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Im Freilichtmuseum am Kiekeberg wurde am Dienstag, dem 10. Mai, der Norddeutsche Käsepreis 2011 verliehen. Ausgezeichnet wurden Gudrun Junge-Grahl und Henning Kräft von der Hofgemeinschaft Grummersort in Hude (Niedersachsen) sowie Klaus Tenthoff vom Kattendorfer Hof in Kattendorf (Schleswig-Holstein).

Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, gratulierte den Preisträgern mit den Worten „Jetzt wünsche ich Ihnen, dass sich viele Verbraucher guten Käse leisten.“ Die Verleihung des Käsepreises soll dazu beitragen, bei den Verbrauchern ein Bewusstsein für Lebensmittel aus der Region zu schaffen. Heiner Schönecke, stellvertretender Landrat des Landkreises Harburg, zeigte sich begeistert: „Es ist immer wieder toll zu sehen, welche Produkte es alles hier bei uns in der Region gibt.“

Dr. Burchard Bösche von Slow Food Hamburg überreichte die Auszeichnungen. Er verwies auf die lange Erfahrung in der Käseherstellung auf Hof Grummersort. „Die Herstellung eines guten Käses ist eine Frage langer Erfahrung und eines nicht nachlassenden Ehrgeizes.“ Verarbeitet wird auf Hof Grummersort ausschließlich Milch von eigenen Kühen, die statt Silage Heu zu fressen bekommen. Hierin liegt ein wesentlicher Grund für den guten Geschmack des Käses. „Das ist beim Käse wie beim Kochen. Letztlich kommt es auf die Rohstoffe an, weil man in schlechte Rohstoffe keine Qualität hineinkochen kann“, so Burchard Bösche.

Die Käserei auf dem Kattendorfer Hof ist eine der ersten in Schleswig-Holstein, die einen Camembert aus Rohmilch hergestellt hat. Eine weitere Besonderheit im Sortiment ist der Holsteiner Lederkäse. Er gilt als der älteste namentlich bekannte Käse Norddeutschlands. Bereits Theodor Storm erwähnte ihn 1850 in einer Geschichte. „Der Käse war seit über 50 Jahren verschollen, bis irgendwann durch Zufall das Rezept wieder auftauchte. Und Klaus Tenthoff ging daran diesen in Deutschland einzigartigen Käse zu rekonstruieren“, hob Burchard Bösche das Verdienst des Käsers hervor.

Der Norddeutsche Käsepreis wird von der „IG Käsekultur“ verliehen. Sie wurde von „Slow Food Hamburg e.V.“, dem Freilichtmuseum am Kiekeberg, dem Verein „KäseStraße Schleswig-Holstein“ und der „Marketing Gesellschaft für niedersächsische Agrarprodukte e.V.“ gegründet. Die diesjährigen Preisträger des Norddeutschen Käsepreises werden ihre Produkte auch auf dem Genussmarkt im Freilichtmuseum am Kiekeberg am 22. Mai von 10 bis 18 Uhr vorstellen.

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