Kanaren: Wein & Käse Spezialitäten

Wein und Käse: Geschmack der Kanarischen Inseln

Sonne auf dem Teller:
Die Kanarischen Inseln gelten aufgrund ihrer abwechslungsreichen Landschaft und ihres angenehm mildem Klimas als echtes Urlaubsparadies. Neben diesen naturgegebenen Genüssen glänzt die Inselgruppe manchmal durch Kulinarik: Die Kanaren beheimaten eine Vielzahl an weltweit einzigartigen Weinen und Käsesorten. Die verschiedenen Wein-und Käsesorten auf den Kanarischen Inseln sind so vielfältig und besonders wie die einzelnen Eilande des Archipels selbst.

Weinfassherstellung auf den Kanaren
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Sensoproteomics: Geschmacksverbesserungen für Käse und Joghurt

Geschmacksgebenden Fragmenten auf der Spur – Damit Käse & Co. noch besser schmecken

Forschende der Technischen Universität München (TUM), des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie und der Universität Hohenheim haben einen neuen methodischen Ansatz entwickelt. Er ermöglicht es, geschmacksgebende Eiweißfragmente in Lebensmitteln wie Käse oder Joghurt schneller zu identifizieren und damit Produktionsprozesse zu optimieren.

Käse

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Zehn weniger bekannte kulinarische Reiseziele

Ein Drittel aller Reisenden (34 Prozent) möchte im Jahr 2018 eine kulinarische Reise unternehmen. Das hat eine weltweite Studie von Booking.com unter über 50.000 Reisenden ergeben.

Viele Orte, die das Herz des Feinschmeckers höher schlagen lassen, sind  bekannt. Sie sind überall auf der Welt zum Synonym für bestimmte Gerichte und Leckereien geworden, so zum Beispiel Belgien für Schokolade, die USA für Hamburger und Japan für Sushi. Damit Reisende auch die kulinarischen Geheimnisse weniger bekannter Orte entdecken können, hat Booking.com einige der besten aktuellen und aufstrebenden Destinationen für Gourmets ausgewählt. Die folgenden zehn Destinationen werden von Booking.com Reisenden auf der ganzen Welt als Reiseziel für Kulinarik empfohlen.

Fehlt auf der Liste: Isetan Bangkok: Thunfischplatte: Otoro, Churtoro und Maguro Nigiri Sushi 

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Auf den Geschmack (ge)kommen

In der kulinarischen Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns spielen Hofläden und Hofcafés eine bedeutende Rolle. Denn besser und frischer kann man viele Nahrungsmittel und Produkte kaum bekommen

Preisfrage: Was ist ein „Rehnaer Klosterknopf“ und wer eine „Dicke Liese“? Welche Rolle spielen der „Blaue Künstler“ und die mit Mustern bemalte „Lilie?“ Was hat es mit der „Pyramide in Holzasche“ auf sich, und wer steckt hinter dem mysteriösen „Meck Prom“? Die Antwort ist simpel: Alle diese Schätzchen sind Käse. Mal hart, mal weich, mal mild, mal würzig, mal mit Kräutern veredelt, mal mit Asche bestäubt. Sechs von einem Dutzend toller Sorten, die Ute Rohrbeck im Käsereikeller ihres Gutshauses in Rögnitz herstellt – aus Ziegenmilch.

Foto: E. Eichler

Wer solchen Käse machen kann,
hat gut lachen. Ute Rohrbeck mit
einer ihrer Spezialitäten,

„Kunst und Käse“ nennt sie ihren Laden, dem man ansieht, dass sie im früheren Leben mal Theatermalerin und Filmausstatterin war. Hier am Schaalsee, hart an der Grenze zu Schleswig-Holstein, verarbeitet sie jede Woche fast 2.000 Liter Rohmilch in Bio-Qualität. Diese bezieht sie von 100 Thüringer Wald- und Schweizer Gebirgsziegen, die ein paar verträumte Weiler weiter weiden. Ihre eigenen Schwarzhals- und Girgentana-Ziegen im Gatter dienen eher als niedliche Köder – sie stimmen allerliebst ein auf die Verlockungen im Käseparadies.

Gleich um die Ecke in Kneese hat sich der Hamburger Obstbauer Jochen Schwarz seinen Traum vom Landleben erfüllt. Mit großer Streuobstwiese und kleiner Mosterei, in der er sortenreinen und naturtrüben Saft presst. Vorzugsweise aus den eigenen Äpfeln, die an 180 Bäumen prächtig gedeihen. Darunter diverse alte Sorten wie Juwel von Kirchwerder, Biesterfelder Renette oder Seestermüher Zitronenapfel. Auch ihm rennen die Kunden die Bude ein; und ganz nebenbei lernt man von Schwarz einiges über Obstsorten als lebendiges Kulturerbe sowie Rolle und Bedeutung von Streuobstwiesen als Biotop.

Sanddorntorte und Räucherfisch, Lammfleisch und Wollwaren, Bio-Milchprodukte und Edelliköre, Fruchtaufstriche und Chutneys, Eierlikör und Wildblütenhonig – all das und noch vieles mehr bekommt man rund um Norddeutschlands tiefsten See im Umkreis von wenigen Kilometern. Und nicht nur hier. Ganz Mecklenburg-Vorpommern hat sich längst einen ausgezeichneten Ruf erworben – als Garant für erstklassige regionale Produkte. Was hier auf Tafeln und Tischen landet, kommt fast ausschließlich aus Meer, Seen und Wäldern, von Feldern, Wiesen und Weiden im Land – in bester Qualität.

Zu einer ganz und gar eigenständigen Qualitätsmarke haben sich dabei Hofläden und Hofcafés gemausert. Zwischen Ostsee und Seenplatte beglücken über 250 Betriebe begeisterte Besucher mit regionalen und saisonalen Köstlichkeiten von der eigenen Scholle. Und nicht nur das: „Wir singen unsere Schweine quasi in den letzten Schlaf – damit keinerlei Stresshormone das Aroma verhunzen“, sagt Kerstin Tornow, die in Varchentin einen Hofladen mit hauseigener Landschlachterei führt.

Sie ist zutiefst davon überzeugt, dass Tiere nicht nur eine artgerechte Haltung und ein glückliches Leben verdient haben, sondern das man dieses Glück auch schmeckt: in Wurst und Fleisch, in Milch und Käse, in Geflügel und Eiern. Da Tornows außerdem jagen, enden auch Reh, Damwild und Wildschwein als Braten und Wurst in Laden und Restauration. Vertilgt auf Landbrot und runtergespült mit Neubrandenburger Schwarzbier unterm mächtigen Walnussbaum im Hof – idyllischer geht es kaum.

Überhaupt: Was kann es Schöneres geben, als nach einem Wald- oder Strandspaziergang, einer Radtour oder einer Kutschfahrt dort einzukehren, wo etwa frisch gebackener Erdbeerkuchen aus dem 300 Jahre alten Holzofen auf den Café-Tisch kommt. Wo man anschließend im Hofladen Schmalz und Speck kaufen kann, Eier von glücklichen Hühnern oder Milch von Kuh Berta, die nebenan im Stall obendrein geduldig für die Kinder posiert. Und wo die Bäuerin freundlich erklärt, warum ihr Brot so lange haltbar ist – ganz ohne Konservierungsmittel.

Ob Urlauber oder Einheimischer – wer Wert auf regionale Produkte legt, landestypische Spezialitäten nach Hause nehmen oder hinter die Kulissen landwirtschaftlicher Betriebes schauen will, wird im Faltblatt „Hofläden und Hofcafés“ fündig. Die Karte inklusive Broschüre listet über 100 Betriebe auf und weist dabei den Weg nicht nur zu Hofläden und Hofcafés, sondern auch zu Fischereien, Mostereien, Imkereien und vielen anderen regionalen Spezialitäten und Leckereien: Marzipan aus Stralsund, Obstbrände aus Schwechow, Kachelfleisch und Schokolade aus Rostock, Wildsalz aus Trinwillershagen, Senf aus Schlemmin, Mehl und Öl in der „Ostseemühle“ Langenhanshagen, Frischkorn-Waffeln auf Usedom und, und, und.

Als zweite große Gruppe in Karte und Broschüre sind Läden aufgeführt, die Kunst- und Keramikprodukte anbieten, Naturkosmetik, Seifen, Wollen, Pflanzen, Blumen etc. Für ländliches Urlaubsfeeling stehen darüber hinaus Ferien-, Gast-, Guts- und Ökohöfe sowie Farmen und Landhotels. Und nicht zuletzt kann man sich in Agrarbetrieben über die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse informieren. Zum Beispiel bei der Peeneland Agrar GmbH in Zarnitz, wo in vier besonders tierfreundlichen Zeltkuppelställen über 1.000 Milchkühe stehen, die rund um die Uhr live zu sehen sind – per Kuh-TV.

Info:
Die vom Fachverband Landurlaub herausgegeben Karte „Hofläden und Hofcafés in Mecklenburg-Vorpommern“ kann unter www.auf-nach-mv.de/prospekte heruntergeladen oder kostenlos beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern bestellt werden.

www.auf-nach-mv.de/landurlaub

 

 

Kraftkar – Käse der norwegischen Käserei Tingvoll Ost

Große Überraschung bei den World Cheese Awards 2016-2017 im spanischen San Sebastian: Der Blauschimmelkäse Kraftkar der kleinen norwegischen Käserei Tingvoll Ost ist der beste Käse der Welt und verweist damit Roquefort, Manchego & Co. auf die Plätze. 226 Lebensmittel-Experten aus 26 Ländern hatten die Qual der Wahl.
Insgesamt waren 3021 Käsesorten zur Bewertung eingereicht worden, darunter viele Produkte namhafter Hersteller, die schon auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken können. Den „Kraftkerl“ aus Fjordnorwegen gibt es hingegen erst seit wenigen Jahren. Aus dem so genannten Superfinale der World Cheese Awards, für das sich 16 Käsesorten qualifizieren konnten, war er dennoch mit vier Punkten Vorsprung als Sieger hervorgegangen. „Wir produzieren Käse erst seit rund zehn Jahren und sind eine kleine Familie in der Mitte Norwegens, die jeden Tag versucht, das Beste zu geben. Wir stehen früh auf und gehen spät ins Bett. Diese Auszeichnung macht uns sprachlos, sie ist einfach großartig“, sagt Gunnar Waagen, leitender Direktor von Tingvoll Ost.

Die Auszeichnung des norwegischen Kraftkar-Käses zum weltbesten Käse 2016 unterstreicht die Entwicklung Norwegens zu einem der ambitioniertesten Lebensmittelproduzenten des Kontinents. Diese Entwicklung gründet auf den besonderen landwirtschaftlichen Traditionen im nur dünn besiedelten Land, in dem Schafe, Ziegen und Kühe auf entlegenen Wiesen an der Küste oder in den Bergen grasen. Das nordische Klima und die reine Luft bieten ideale Voraussetzungen für den Anbau von Obst, Beeren und Gemüse, weitestgehend ohne Einsatz von Pestiziden. Norwegens Meeresgewässer zwischen Skagerrak und Barentssee gelten als Europas sauberste und am nachhaltigsten bewirtschaftete Fanggebiete für Fisch und Schalentiere.

Norwegenreisende, die ihren Urlaub mit Kulinarik- und Genusserlebnissen verbinden möchten, können seit einiger Zeit selbst in entlegensten Gebieten hochwertig produzierte Lebensmittel auch kleinster Hersteller kaufen. Die Spitzengastronomie macht ihrem Namen ohnehin alle Ehre: Seit Jahren erkämpfen sich norwegische Köche im internationalen Kochwettbewerb Bocuse d’Or Siege und Podiumsplätze. 2016 erhielt das „Maaemo“ in Oslo als erstes norwegisches Restaurant drei von drei möglichen Sternen im Guide Michelin.

Aufgrund des schwachen Kronenkurses ist Norwegen für Urlauber aus dem Euro-Raum seit zwei Jahren um rund zwanzig Prozent günstiger geworden.

www.gff.co.uk
www.visitnorway.com

Auf den Spuren von Schweizer Käse

Gerichte mit Geschichte

Was haben das Emmental, Mönche im Schweizer Jura und ein märchenhaftes Schloss in Gruyères gemeinsam? Sie alle sind Ursprung für Legenden, die sich um die Entstehung und Namensgebung traditioneller Schweizer Käsesorten wie Le Gruyère AOP, Tête de Moine AOP und Schweizer Emmentaler AOP ranken.

Die Geschichten zum Namen der weltbekannten Sorten werden ebenso über Generationen weitergegeben wie die jahrhundertealten Rezepturen der Köstlichkeiten. Jedes der weltbekannten Schweizer Originale hat seine ganz eigene, oft charmante und wissenswerte Ursprungsgeschichte. Eines haben aber alle 600 Sorten gemein: Sie sind das Ergebnis von gelebtem Handwerk. Hergestellt in kleinen Dorf- und Alpkäsereien auf Basis bester Rohmilch und frei von jeglichen Zusätzen steht jede Spezialität für reine Natürlichkeit – heute wie vor 900 Jahren.

Mönche, nächtlicher Heißhunger und würzige Käserosetten – Die Legende des Tête de Moine AOP
Je länger Geschichten und Traditionen zurückliegen, desto mehr Legenden kursieren in der Regel. Auch über die Schweizer Käsespezialitäten haben sich über die Jahre verschiedene Erzählungen weit über die Heimat hinaus verbreitet. Ein besonders schönes Beispiel hierfür bietet Tête de Moine AOP, dessen Wurzeln bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Seinen Namen verdankt der „Mönchskopfkäse“ seinen Erfindern, den Mönchen vom Kloster Bellelay im Schweizer Kanton Jura. Sie sollen für seine besondere Servierform verantwortlich sein. Im Gegensatz zu anderen Käsesorten wird der zylindrische Laib nicht geschnitten, sondern in weltweit einzigartigen Rosetten serviert. Wenn die Mönche in der Nacht der Hunger plagte, schlichen sie sich in die Küche und schabten mit einem scharfen Messer nur eine dünne Schicht vom Käse ab, damit der heimliche Genuss möglichst unbemerkt blieb. Dabei fiel ihnen auf, dass der Käse seinen Geschmack erst in dieser Form richtig entfaltet. Bis heute wird Tête de Moine AOP, die Delikatesse aus silofreier Bergrohmilch, in feine Rosetten geschabt serviert.

Weit in die 80er Jahre hinein wurde der Käse mit einem Messer geschabt. Nicolas Crevoisier erfand die Girolle, mit der sich die Käserosetten kinderleicht drehen lassen. Zur Entstehung des praktischen Werkzeugs gibt es eine weitere Geschichte: Da der Käse die Menschen im religiös geprägten Jura an die Tonsur der Mönche erinnerte, wollten sie den „Mönchskopf“ nicht in der Mitte durchbohren. Deshalb entwarfen sie zunächst Vorrichtungen, bei denen das Käsemesser zum Abschaben von oben herabgesenkt werden konnte.

In den Klosterschriften taucht der „Mönchskopfkäse“ erstmalig 1570 auf, nur wenige Jahrzehnte nach der Dokumentation von Sbrinz AOP und kurz vor der ersten Ursprungsdeklaration von Le Gruyère AOP. Alle drei Spezialitäten werden allerdings schon früher namentlich erwähnt. So reicht der Ursprung des außergewöhnlichen Käses aus der malerischen Region Gruyère in der französischsprachigen Westschweiz inzwischen fast 1000 Jahre zurück.

Schweizer Käse – Wiege des guten Geschmacks
Bei aller Tradition zählt bei allen Schweizer Käsesorten natürlich vor allem eins: unverkennbarer Geschmack. Die Basis dafür bleibt auch im Wandel der Zeit das Fingerspitzengefühl der Käsermeister, viel Liebe zum Produkt, Zeit zum Reifen und frische Rohmilch von regionalen Landwirten. So sorgt Le Gruyère AOP für fruchtig-kräftige Aromen und Sbrinz AOP für vollmundig-mürben Genuss, während der einzigartig blumige Tête de Moine AOP nicht nur mit seinem zarten Schmelz ein besonderes Geschmackserlebnis garantiert, sondern in schöne Käserosetten gedreht auch das Auge verwöhnt. Würziger Appenzeller, die Weichkäsespezialität Tomme Vaudoise, zartschmelzender Raclette oder nussig-würziger Schweizer Emmentaler AOP – jede einzelne Sorte steht für exklusiven Käsegenuss seit vielen Generationen.

www.schweizerkaese.de

Reduktion von Fett, Salz und Zucker

Aus falscher Ernährung resultierende Krankheiten sind ein großes Problem moderner Gesellschaften. Eine Ernährungsumstellung wäre in vielen Fällen die beste Möglichkeit, dagegen anzugehen. Doch Ernährungsgewohnheiten sind im Leben sehr fest verankert und vielen Menschen fällt es schwer, hier Änderungen dauerhaft umzusetzen. Ein Weg, sich bei gleichbleibendem Ernährungsverhalten besser zu ernähren, kann die Änderung der Rezeptur oder Zubereitungstechnik verarbeiteter Lebensmittel sein. Das Max Rubner-Institut (MRI) forscht darum im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zu Möglichkeiten, Lebensmittel mit weniger Salz, Zucker und Fett herzustellen.

„Einfach weglassen“ kann man die Lebensmittelbestandteile Salz, Zucker und Fett bei den meisten Produkten nicht. Fast immer hat der Nährstoff mehr als eine Funktion im Lebensmittel. Salz im Käse hemmt zum Beispiel gefährliche Mikroorganismen, Zucker in Milchprodukten beeinflusst die zur Jogurt-Herstellung nötigen Bakterienkulturen und Fett ist bekanntermaßen ein wichtiger Geschmacksträger. Auch die eingesetzten Technologien wirken sich in mehr als einer Hinsicht auf das Lebensmittel aus.

Die Veränderung von Zellstrukturen, wie sie etwa beim Einsatz von Hochdruck passiert, beeinflusst zum Beispiel die Haltbarkeit von Lebensmitteln, aber auch den Geschmack. Genau darauf basiert eines der Forschungsprojekte des Max Rubner-Instituts. Gemüsesäften und -pürees mit und ohne Kochsalz-Zugabe werden mit Hochdruck behandelt. Wie bereits in anderen Studien gezeigt werden konnte, verändert sich dadurch die Geschmackswahrnehmung – weniger Salzzugabe ist erforderlich. Die Produkte werden dann hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe mit nicht behandelten Säften und Pürees verglichen.

In einem anderen Projekt ersetzen die Wissenschaftler das üblicherweise in Backwaren verwendete Fett durch hochwertiges Rapsöl. Dazu ist es erforderlich, das Öl so zu stabilisieren und zu verfestigen, dass es die Funktion der bisher verwendeten Fette im Teig übernehmen kann. Neben den Untersuchungen zur Backfähigkeit und Lagerung stehen auch Tests zur Verbraucherakzeptanz im Forschungsplan.

Kaltgeräucherter Lachs, Matjesfilet, Bismarckhering – lecker, aber auch recht salzig. Traditionell übernimmt das Salz hier wichtige Funktionen bei der Haltbarmachung. Die Wissenschaftler planen, die Rezeptur zu ändern und die eingesetzte Menge an Kochsalz (Natriumchlorid) zu reduzieren. Selbstverständlich wird das entstehende Produkt hinsichtlich Sicherheit, Qualität und Geschmack geprüft.

Eine ähnliche Herausforderung besteht, wenn Salz bei Kochschinken oder Brühwürsten reduziert werden soll. Die Wissenschaftler erproben hier neben dem Einsatz von Salzersatzstoffen auch den von Stoffen, die die Geschmacksempfindung für den fünften Geschmack Umami (neben süß, salzig, bitter, sauer) stimulieren sollen und so das Empfinden der Salzigkeit stärken. Zudem wird auch bei der Fleischforschung die Hochdrucktechnologie zur Verstärkung des salzigen Geschmacks eingesetzt. Die Wissenschaftler haben sich zum Ziel gesetzt aufzuklären, auf welchen Mechanismen die Wirkung der neuen Technologie beruht.

Das ehrgeizige Ziel beim Schnittkäse ist, den Natriumgehalt unter 0,4 Gramm pro 100 Gramm Käse zu drücken – natürlich ohne Qualitätseinbußen. Dazu werden unter anderem spezielle Starter- und Zusatzkulturen mit verstärkter Aromabildung erprobt, die die geschmacklichen Veränderungen durch reduzierten Kochsalzeinsatz kompensieren sollen. Auch beim Käse soll zudem mit Salzersatzstoffen gearbeitet werden. Da Salz beim Käse auch mikrobiologisch von großer Bedeutung ist, werden die Wissenschaftler diesen Bereich während der Käsereifung intensiv verfolgen. Um ganz sicher zu sein, dass am Ende kein Risiko von dem Salz-reduzierten Produkt für den Verbraucher ausgeht, werden gezielt Stämme von Lebensmittelinfektionen auslösenden Bakterien, zugesetzt. Im Endprodukt muss ausgeschlossen sein, dass sich diese Bakterien im Käse vermehren können.

Insgesamt werden vom Max Rubner-Institut neun Projekte gestartet, die sich der Reduktion von Fett, Salz und Zucker beziehungsweise dem Einsatz von Ersatzprodukten oder der Erhöhung der Geschmackswirkung – bei Zucker und Salz – widmen. Wenn diese erfolgreich beendet sind, werden die Ergebnisse bekannt und für Nutzer zugänglich gemacht.

www.mri.bund.de

Tim Waldow

Tim Waldow (27) aus München hat den besten Cheddar-Burger Deutschlands kreiert. In einem bundesweiten Wettbewerb von Kerrygold setzte er sich mit seinem Rezept „Scharfer Cheddar-Burger“ gegen weitere acht Burger-Experten durch. Das Rezept bestand aus Jalapenos, Honig-Senf und kräftigem Cheddar-Käse.

Hunderte Burger-Experten aus ganz Deutschland haben bei dem Wettbewerb mitgemacht – die besten neun stellten sich in einem Live-Wettbewerb in Hamburg einer kritischen Jury mit dem 2-Sterne-Koch Thomas Martin (49). Neben pikanten Saucen und süßen Brioche-Buns beeindruckten die Jury vor allem kreative Burgerzutaten, wie zum Beispiel Ananas oder Chilipulver. Thomas Martin war begeistert von dem Rezept des Gewinners: „Der scharfe Cheddar-Burger hat gezeigt, wie vielseitig man Cheddar-Käse kombinieren kann. Die Jalapenos und der Honig-Senf ergänzten sich wunderbar mit dem kräftigen Cheddar-Geschmack“, so der Küchenchef des Hotels Louis C. Jacob in Hamburg.

Durch seine lange Reifezeit ist Cheddar eine besonders kräftige Käsesorte und kann beim Kochen in vielen Kombinationen eingesetzt werden. Wie alle Produkte von Kerrygold wird auch der Cheddar aus irischer Weidemilch hergestellt, denn die Kühe grasen auf der grünen Insel bis zu 300 Tage im Jahr auf der Wiese. Viele leckere Cheddar-Rezepte gibt es auf www.kerrygold.de.

Der Gewinner-Burger von Tim Waldow kommt für einige Wochen auf die Speisekarte von Jim Block. Die Better-Burger-Restaurants des zur Hamburger Block Gruppe gehörenden Unternehmens setzen bei ihren à-la-minute gegrillten Burgern und vitaminreichen Salaten auf frische Zutaten und hervorragende Qualität. Der Münchener darf sich zudem über einen weiteren Preis freuen: Er gewann eine Reise nach Irland, wo er dem Ursprung des Cheddar nachgehen kann.

Kulinarische Herbst-Ausflüge zu Tessiner Spezialitäten

Der Zauber des Südens erwartet den Gast in der Sonnenstube der Schweiz. Hier ist der Himmel blauer, das Leben leichter und die Kulinarik mit romantischen Grotti und edlen Restaurants verknüpft. Zu den größten Schätzen des Tessins zählt ohne Zweifel seine einzigartige Küche, in der lokale Produkte eine wichtige Rolle spielen. Wer das Vergnügen hat das Tessin zu besuchen, wird deshalb gerne der Versuchung erliegen, die lokalen Spezialitäten zu genießen.

Airolo – Cheese! Do it yourself
Unter Anleitung eines professionellen Käseproduzenten können Gäste hier aus der frischen Alpenmilch aus der Region des Sankt Gotthards ihren eigenen schmackhaften Käse herstellen. Eine ungewöhnliche und unterhaltsame Möglichkeit, in Gesellschaft ein ausgezeichnetes und typisches Tessiner Produkt und seine Entstehung näher kennen zu lernen. Der selbst erstellte Käse wird anschließend im Keller der Käserei gelagert und, wenn er dann gereift ist, direkt nach Hause geschickt (nur innerhalb der Schweiz), so dass man auch nochmals zu Hause in den Genuss des köstlichen Alpenkäses kommt. Die Schaukäserei Caseificio del Gottardo befindet sich am Fusse des gleichnamigen Passes. Im Restaurant werden Fondue und Raclette für bis zu 200 Personen aufgetischt.

www.cdga.ch

Auf Entdeckung des Salame dei Castelli di Bellinzona
Seinen köstlichen Geschmack verdankt die Salame dei Castelli di Bellinzona dem Reifeprozess im Kellergewölbe der Burg Montebello, denn hier herrscht das perfekte Klima zur Lagerung der berühmten Tessiner Spezialität. Das erfahren auch Gäste, die „auf Entdeckung des Salame die Castelli di Bellinzona“ gehen. Hierbei führen die Charcutiers Besucher in die Kunst der traditionellen Salami-Bindung ein, eines der ältesten Tessiner Handwerke. Eine Burgführung mit Information zur Geschichte des von der UNESCO im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erklärten Ortes sowie ein Aperitif mit lokalen Weinen, Salami, Speck und rohem Schinken runden das kulinarische Erlebnis ab. Wer will, kann im Anschluss noch die beiden Schwesterburgen Sasso Corbaro und Castelgrande kostenfrei besichtigen. Als Gruß aus dem Tessin erhalten alle Teilnehmer nach vollendeter Reifung die selbst gebundene Salami nach Hause gesandt.

www.ticinella.com

Der Zincarlìn, ein Käse aus dem Muggiotal
Das Muggiotal gilt als eine der authentischsten und traditionellsten Gegenden des Tessins und wurde 2014 zur Landschaft des Jahres 2014 der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz gekürt. Das Tal ist Heimat des Zincarlìn, ein pikanter Rohmilchkäse, der im 19. Jahrhundert hier noch in jeder Familie produziert wurde. Fast wäre dieses kulinarische Erbe des Tessins für immer verschwunden, hätten nicht Einheimische 2005 die kommerzielle Produktion wieder in Schwung gebracht. Hergestellt aus Kuh- und Ziegenmilch, die auf den Alpen des Monte Generoso gewonnen werden, hat sich der Zincarlìn heute zu einem Slow-Food-Preisträger etabliert. Wer die traditionelle Herstellungsweise sowie die Besonderheiten der Lagerung und Reifung des Käses kennen lernen möchten, für den lohnt ein Abstecher nach Salorino. Hier reifen die kleinen pyramidenförmigen Laibe in den jahrhundertealten, natürlichen Felsenkellern des Mendrisiotto. Für Gruppen ab drei Personen werden hier wöchentlich Besichtigungen angeboten, natürlich mit Verkostung.

www.mendrisiottoturismo.ch

Mendrisio – Ein Tag zwischen den Weinreben
Trauben direkt mit dem Winzer im Reich des weltbekannten Merlots ernten. Wer nicht nur den Wein verkosten möchte, der kann im Mendrisiotto und im Basso Ceresio einen Tag lang bei der Vendemmia – der Weinernte – mithelfen. Natürlich gehört zu diesem Erlebnis auch die verdiente Erholung bei einem gemeinsamen Mittagessen. Nach einem Tag zwischen den Weinreben werden die Winzerneulinge am Abend bestimmt müde sein – aber auch bereichert von vielen unvergesslichen Erlebnissen.

www.mendrisiottoturismo.ch

www.ticino.ch