Krebs durch Sodbrennen

Chronisches Sodbrennen ist gefährlich

Sodbrennen kann zu schmerzhaften Entzündungen der Speiseröhre und sogar zu Krebs-Erkrankungen führen, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Die Symptome des Sodbrennens kennt fast jeder: ein Brennen in der Brust, ein bitterer Geschmack im Hals, Schluckbeschwerden und Aufstoßen. Dass diese Beschwerden bei regelmäßigem Auftreten die Ursache für gefährliche Erkrankungen sein können, wissen jedoch die wenigsten.

Zu Sodbrennen, auch Refluxkrankheit genannt, kommt es, wenn saurer Mageninhalt den Weg zurück in die Speiseröhre nimmt. Dies geschieht nur dann, wenn der Verschluss-Mechanismus zwischen Speiseröhre und Magen nicht einwandfrei funktioniert oder eine erhöhte Magensäureproduktion vorliegt. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben: Erschlaffung des Speiseröhrenschließmuskels durch Medikamente beziehungsweise bei zunehmendem Alter, angeborene Schäden des Schließmuskelgewebes oder eine erhöhte Magensäureproduktion beispielsweise durch Stress. Übergewichte und Schwangere neigen zu Sodbrennen, weil die größere Körpermasse auf den Magen drückt. Die zurückfließende Magensäure reizt die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre. Im Gegensatz zum Magen ist die Speiseröhre nicht mit einem schützenden Film vor der Säure geschützt. Die Betroffenen verspüren ein Brennen in der Speiseröhre, einen bitteren Geschmack im Hals und müssen oft aufstoßen. Morgendliches Husten ist bei den Betroffenen häufig, erläutert Müller. Weitere Symptome können Brustschmerzen sein oder das Gefühl, dass Nahrung im Hals stecken geblieben ist. Sodbrennen tritt meistens etwa zwei Stunden nach dem Essen auf. Bücken oder Liegen kann den Reflux begünstigen, da die Magensäure noch leichter in die Speiseröhre fließen kann.

Die Gefahr des regelmäßigen Sodbrennens

Das Sodbrennen ist zunächst nur eine Beschwerde, aber keine Krankheit. Bei gelegentlichem Sodbrennen besteht also kein Grund zur Beunruhigung. Wenn der Reflux jedoch mehrmals pro Woche auftritt, kann die Magensäure die Speiseröhre sozusagen verätzen. Dabei kommt es zu einer Speiseröhren-Entzündung (Refluxösophagitis). Eine immer wiederkehrende, also chronische, Speiseröhren-Entzündung kann sogar zu einer Entartung der angegriffenen Schleimhautzellen führen. Die Folge ist Speiseröhrenkrebs.

Weniger Stress, mehr Bewegung und Entspannung, gesunde Ernährung
Wer häufig an den Beschwerden des Sodbrennens leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. In vielen Fällen kann eine Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten helfen, das Sodbrennen zu vermindern. Betroffene sollten Kaffee, Alkohol und Nikotin meiden. Ebenso reizen zu üppige Mahlzeiten, fettes und stark gewürztes Essen, Fruchtsäuren und Schokolade den Magen. Viel Bewegung treibt den Kreislauf und die Magen-Darm-Tätigkeit an und kann Übergewicht verhindern beziehungsweise abbauen. Wichtig ist auch, Stress zu vermeiden, sich ausreichend Entspannung zu gönnen und sich Zeit für die Mahlzeiten zu nehmen. Mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen sollten Betroffene die letzte Mahlzeit essen und das Kopfteil sollten sie hochstellen. Enge Kleidung und Gürtel verstärken das Refluxproblem. Hinuntergeschlungene Speisen belasten den Magen und können Beschwerden bis hin zu ernsthaften Erkrankungen verursachen, mahnt Medizinjournalist Müller abschließend.

Wer häufig Probleme mit Sodbrennen hat und weitere Informationen sucht, kann sich in der Gesundheitsgemeinschaft von www.imedo.de in der Gruppe „Sodbrennen“ mit anderen Betroffenen austauschen (http://www.imedo.de/group/overview/index/101-sodbrennen).

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