Superfood – die Blöden glauben alles

Schlank, fit und vor allem gesund – wer möchte das nicht sein? Dabei sollen „Superfoods“ helfen. So bezeichnet die Werbung Lebensmittel, die aufgrund ihrer Nährstoffzusammensetzung besonders förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden sein sollen. Häufig handelt es sich um exotische Pflanzen, wie Chiasamen, Açai- oder Gojibeeren, oft in getrockneter Form, als Püree oder Extrakt. Sie sollen nicht nur leistungsfähiger machen, den Alterungsprozess aufhalten und das Herz stärken – auch vor Krebs sollen diese Alleskönner schützen. Was ist so super am Superfood?

Exotische SuperFood: Kaktusfeigen, Papaya und Drachenfrucht
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Schon wenig Alkohol erhöht Brustkrebsrisiko

Während leichter Alkoholkonsum keine negativen Auswirkungen auf das Risiko für die meisten Krebserkrankungen hatte, sah dies bei Brustkrebs anders aus: Frauen, die nur geringe Mengen an Alkohol (1/2 bis 1 Glas) täglich tranken, erkrankten in der Folge häufiger an Brustkrebs.

Der World Cancer Research Fund (WCRF), eine internationale Einrichtung, die die Zusammenhänge zwischen Lebensstil und Krebsrisiko erforscht, empfiehlt der Bevölkerung zum Schutz vor Krebskrankheiten auf den Verzehr von Alkohol zu verzichten oder diesen zumindest einzuschränken. Besonders bei Krebserkrankungen von Brust, Darm, Magen, Leber, Mund, Speiseröhre sowie Rachen und Kehlkopf besteht ein Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und erhöhtem Krebsrisiko.

Erhöht leichter Alkoholkonsum bereits das Krebsrisiko?

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Der Fat Swap

Die gerade veröffentlichte Studie der Harvard School of Public Health bestärkt bisherige Erkenntisse in Bezug auf die häufigsten Volkskrankheiten und Todesursachen der Deutschen: kardiovaskuläre oder neurodegenerative Krankheiten und Krebs. Denn das Risiko, an ihnen zu erkranken, wird laut Studie durch den Verzehr von gesättigten Fettsäuren erhöht. Der Verzehr mehrfach ungesättigter Fettsäuren, v.a. Omega-3, senkt das Risiko hingegen. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer fettgesunden Ernährung. Die Forschungsarbeit, die im renommierten JAMA internal medicine veröffentlicht wurde, empfiehlt dafür einen Fettwechsel: Konsumenten sollen Lebensmittel mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren gegen jene mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren autauschen. So sollten statt Fleisch Fisch, statt Butter Margarine und statt Snacks und Süßem lieber Nüsse auf deutschen Tellern landen.

Diese Meinung vertritt auch Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm: „Fett ist nicht per se der Dickmacher und Bösewicht, sondern kann sogar eine positive Wirkung auf Gesundheit und Gewicht haben. Wenn die Kalorienmenge insgesamt nicht zuviel ist und wenn es die richtigen Fette sind“, betont die Spezialistin. Diese große Studie bestätigt die Vermutung, dass der Ersatz von gesättigten durch mehrfach ungesättigte Fette das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erheblich senken kann. Das lässt sich schnell und unkompliziert realisieren. „Wer sich pflanzliche Streichfette statt Butter aufs Brot streicht, tut seinem Herzen etwas Gutes. Und wenn es dann noch Vollkornbrot ist, gibt es noch einen extra Gesundheitseffekt.“, sagt Dagmar von Cramm.

Dieser „Fat Swap“ aus den Ergebnissen der Havard Studie stützt aktuelle Ernährungsrichtlinien wie z.B. die Leitlinie zur Fettzufuhr der DGE. In der Praxis ist für Verbraucher besonders interessant: Wer ein Jahr lang 20 Gramm Margarine oder pflanzliche Streichfette statt Butter auf sein Brot streicht, kann die Aufnahme von ungünstigen gesättigten Fettsäuren um ca. 2 Kilogramm reduzieren. Zugleich wird mit diesem kleinen Ernährungstrick die Aufnahme von essentiellen (mehrfach ungesättigten) Fettsäuren verbessert, um ca. mehr als 1 Kilogramm pro Jahr. Allein dieser kleine Fetttausch leistet einen Beitrag für die Gesundheit und kann langfristig das Risiko für Herzinfarkt senken.

Insgesamt sollten Verbraucher bei der Speiseplanung weniger Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren, wie Butter und Käse, auswählen und dafür auf nährstoffreiche Lebensmittel mit vielen ungesättigten Fettsäuren, wie Mandeln, Avocados und Produkte auf Pfanzenöl-Basis wie Streichfette, zurückgreifen. Streichfette aus pflanzlichen Zutaten einschließlich Sonnenblumen-, Leinsamen- oder Rapsöl können Konsumenten helfen, mehr gesunde Fettsäuren in ihre Ernährung zu integrieren.

Die komplette Studie zum Nachlesen finden Sie hier: http://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2530902

Krebs-Fest auf einer einsamen Insel

Normalerweise hat das Krebs-Fest (kräftskiva) im August und September Hochkonjunktur. Mit leckeren Flusskrebsen, Schnaps und Gesang genießen die Schweden die letzten warmen Abende im Freien und verabschieden sich vom Sommer. Doch auf den Wetterinseln vor Fjällbacka ticken die (im Hotel gar nicht vorhandenen) Uhren etwas anders: Ganzjährig können Urlauber hier im kleinen Hotel Väderöarnas Värdshus an einem traditionellen Krebsfest teilnehmen und die frisch gefangenen Meereskrebse bzw. Kaisergranaten genießen, die draußen auf der nahezu unbewohnten Insel gleich doppelt so gut schmecken. Wer möchte, kann die Fischer auch gleich hinaus aufs Meer begleiten, um die Krebsreusen mit einzuholen und beim Kochen zuzuschauen. Außerdem lernt man hier natürlich den richtigen Umgang mit den köstlichen Schalentieren und vermutlich auch das ein oder andere schwedische Trinklied.

Was sonst noch alles zu einem echt westschwedischen Krebsfest dazu gehört, präsentiert die Website www.vastsverige.com/en/products/134230/Swedish-Langoustine-party/

Etwas Alkohol verhindert Herzanfall

Neue Langzeitstudien-Daten zu Alkoholkonsum und Sterblichkeitsrisiko

Wie eine große europäische Langzeitstudie (EPIC*)
mit mehr als 380.000 Studienteilnehmern zeigt, haben Frauen und Männer,
die lebenslang im Durchschnitt nicht mehr als ein Glas bzw. zwei Gläser
Alkohol pro Tag trinken, im Vergleich zu Viel- oder Wenigtrinkern** ein
vermindertes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Dies
gilt allerdings nur für die Teilnehmer, die zu Beginn der Studie keine
Vorerkrankungen aufwiesen. Das Forscherteam unter Führung von Manuela
Bergmann und Heiner Boeing vom Deutschen Institut für
Ernährungsforschung publizierte seine Ergebnisse nun in der
Fachzeitschrift International Journal of Epidemiology (Bergmann et al.,
2013; DOI: 10.1093/ije/dyt154).

Viele Studien zeigen, dass der Konsum von Alkohol mit einem höheren
Risiko verbunden ist, an bestimmten Krankheiten zu sterben. Hierzu
zählen einige Krebsarten, Erkrankungen, die im Zusammenhang mit einer
Alkoholabhängigkeit auftreten, Krankheiten des Verdauungstraktes,
Unfälle oder Gewalteinwirkungen. Die Untersuchungen lassen aber auch
annehmen, dass Menschen, die öfter Alkohol trinken, seltener an einer
Herz-Kreislauf-Erkrankung versterben. Allerdings haben nur wenige dieser
Studien die Langzeittrinkgewohnheiten der Studienteilnehmer
berücksichtigt.

Um zur Klärung der Datenlage beizutragen, haben die an der neuen
Untersuchung beteiligten Wissenschaftler Informationen zum
Trinkverhalten von Studienteilnehmern im Alter von 20, 30, 40 und 50
Jahren in die Auswertung einbezogen.

Nach den Studiendaten hatten Teilnehmer, die seit ihrem 20. Lebensjahr
durchschnittlich nicht mehr als die maximal empfohlene Menge Alkohol pro
Tag*** konsumierten, ein um ca. 9-14 Prozent vermindertes Sterberisiko.
Dieses machte sich besonders bei den Herz-Kreislauf-Todesursachen
bemerkbar und galt nur für Teilnehmer, die bei Studieneintritt nicht an
Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs erkrankt waren und zuvor nie einen
Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hatten. Wie die Studie zudem
erstmalig zeigt, hatten ehemalige Vieltrinker, die zu Beginn der Studie
nur noch ein bzw. zwei Gläser Alkohol pro Tag konsumierten, dennoch ein
deutlich erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu Personen, die lebenslang
nicht über diese Trinkmenge kamen. So erhöhte sich z. B. ihr Risiko, an
bestimmten alkoholbedingten Todesursachen zu sterben, um das 7-fache.
Ihr Risiko, an einer koronaren Herzerkrankung, Krebs oder einer anderen
Erkrankung zu sterben, war 1,2- bis 1,8-fach erhöht.

„Auch wir konnten in unserer Studie beobachten, dass Menschen, die
lebenslang nur moderate Mengen Alkohol zu sich nehmen, generell ein
vermindertes Sterberisiko haben, was besonders deutlich bei den
Herz-Kreislauf-Todesursachen zu sehen ist. Da wir diesen günstigen
Zusammenhang aber nur bei Menschen beobachteten, die zu Beginn der
Studie gesund waren und auch in ihrer Vergangenheit nie zu den
Vieltrinkern zählten, gehen wir eher von keinem kausalen Zusammenhang
aus“, sagt Manuela Bergmann. „Vielmehr bestärken unsere Ergebnisse die
Vermutung, dass gesunde Menschen Alkohol in moderaten Mengen ohne
größere nachteilige Folgen für ihre Gesundheit verkraften, der
Alkohol aber nicht die Ursache für ihre Gesundheit ist“, ergänzt
Heiner Boeing.

Link zur Studie:
http://ije.oxfordjournals.org/content/42/6/1772.full.pdf

Hintergrundinformationen:
*EPIC: European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition.
Die EPIC-Studie ist eine prospektive Studie, die Zusammenhänge zwischen
Ernährung, Krebs und anderen chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes
untersucht. An der EPIC-Studie sind 23 administrative Zentren in zehn
europäischen Ländern mit insgesamt 519.000 Studienteilnehmern im
Erwachsenenalter beteiligt. Die Potsdamer EPIC-Studie ist mit mehr als
27.000 Teilnehmern ein Teil der EPIC-Studie.

**Wenigtrinker: Männer bzw. Frauen, die weniger als 2 g bzw. 1 g
Alkohol pro Tag konsumieren (das entspricht im Durchschnitt weniger als
ein Glas eines alkoholischen Getränks für Männer und weniger als ein
halbes Glas für Frauen pro Woche).

Vieltrinker: Männer bzw. Frauen, die mehr als 60 g bzw. 30 g Alkohol
pro Tag konsumieren (das entspricht im Durchschnitt fünf bzw.
zweieinhalb Gläser eines alkoholischen Getränks pro Tag). Die
Wissenschaftler sind davon ausgegangen, dass im europäischen
Durchschnitt ein Glas eines alkoholischen Getränks 12 g Alkohol enthält.

***Die American Heart Association, der World Cancer Research Fund sowie
das National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism hält zurzeit für
gesunde Frauen bzw. gesunde Männer den Konsum von nicht mehr als 12 bzw.
24 g Alkohol pro Tag für akzeptabel. Diese Angabe zu Obergrenzen sollte
nicht als Empfehlung verstanden werden, jeden Tag Alkohol zu trinken.

Die Wissenschaftler werteten die Daten von 111.953 europäischen Männern
und 268.442 Frauen aus den acht EPIC-Ländern aus, die Informationen zu
lebenslangem Alkoholkonsum gesammelt hatten.
Von den 111.953 Männern hatten 98 Prozent während ihres Lebens
zumindest über einige Zeit Alkohol konsumiert, wobei 96 Prozent zum
Zeitpunkt des Studieneintritts Alkoholkonsumenten waren. 3 Prozent der
Männer zählten zu den Wenigtrinkern, 39 Prozent konsumierten
dauerhaft weniger als 24 g Alkohol pro Tag, 38 Prozent konsumierten
lebenslang zwischen 2 und 60 g Alkohol pro Tag, ca. 20 Prozent waren
Vieltrinker oder hatten zumindest während einer Lebensphase mehr als 60
g Alkohol pro Tag konsumiert. Männer, die lebenslang nur wenig oder nur
in einem moderatem Maße Alkohol konsumierten, hatten eher einen höheren
Bildungsstand als Vieltrinker oder ehemalige Vieltrinker. Vieltrinker
waren häufig jünger, rauchten, aßen mehr Fleisch und hatten häufiger
Übergewicht.

Zu Studienbeginn waren ca.15 Prozent der Frauen Abstinenzlerinnen,
wobei von diesen 68 Prozent noch nie in ihrem Leben Alkohol getrunken
hatten. Von den 227.705 Alkoholkonsumentinnen zählten 15 Prozent zu den
Wenigtrinkern, 44 Prozent konsumierten dauerhaft weniger als 12 g
Alkohol pro Tag, 29 Prozent konsumierten 1 bis 30 g Alkohol pro Tag, ca.
12 Prozent gehörten zu den Vieltrinkern oder hatten zumindest während
einer Lebensphase mehr als 30 g Alkohol pro Tag konsumiert. Im Gegensatz
zu den männlichen Vieltrinkern hatten Frauen, die übermäßig viel
tranken, eher einen höheren Bildungsstand. Ähnlich wie die männlichen
Vieltrinker waren sie in der Regel jünger und rauchten mehr, zudem aßen
sie weniger Obst und Gemüse und hatten seltener Kinder geboren.

Mirko Reeh

Die Geschichte vom „Kräutlein rühr‘ mich nicht an“ und viele weitere spannende Abenteuer rund um den Kochtopf

Gemeinsam kochen und essen – das macht Spaß. Auch wenn man noch klein und ziemlich krank ist. Kinder mit Krebs und ihre Eltern haben neben der Erkrankung auch mit vielen Ernährungsproblemen zu kämpfen. Da sind praktische Hilfe und Ablenkung mehr als willkommen. „Freude am Essen – aktiv leben mit und nach Krebs“, so heißt ein neues medizinisch kontrolliertes Ernährungsprojekt, das seit Mitte April im Rahmen der Kampagne „Du bist kostbar – Hessen gegen Krebs“ in die Tat umgesetzt wird. Initiatoren sind die Stiftung Leben mit Krebs, das Hessische Sozialministerium und die Hessische Krebsgesellschaft.

Beim Kinderkochen in Wiesbaden sind auch die Kinderkliniken der HSK Wiesbaden und der Mainzer Universitätsmedizin mit im Boot. Zusammen mit Starkoch Mirko Reeh, der als Ernährungs-Botschafter die Stiftung Leben mit Krebs unterstützt, sind die Oecotrophologin Dr. Reinhild Link, VitaLink Gesundheitsförderung bei Kindern, die Psychologin Katja Pfeiffer, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, und PD. Dr. Jacqueline Bauer, HSK Wiesbaden, aktiv. Reeh vermittelt mit viel Herz und Verstand, wie man tolle Gerichte auf die Teller bringt. Drei Stunden lang begleiten alle die kleinen Patienten durch das lustige und lehrreiche Koch-Abenteuer. Austragungsort ist die Restaurant-Küche von Feinkost Feickert in Wiesbaden.

Ziel des Projektes ist es, den Symptomen der Krebsbehandlung entgegenzuwirken und wieder Freude am Essen zu gewinnen. Denn bei fast allen Tumorerkrankungen treten Ernährungsprobleme wie Appetitverlust, Gewichtsabnahme und Änderung der Geschmackswahrnehmung auf, die eine starke Einschränkung der Lebensqualität bedeuten. Dabei ist ausgewogenes und regelmäßiges Essen eine wesentliche Voraussetzung für den Therapieerfolg – das wissen die begleitenden Ärzte und Psychologen der HSK und der Universitätsmedizin Mainz aus langjähriger Erfahrung. Mit medizinischem Knowhow und persönlichem Einsatz unterstützen Prof. Markus Knuf, Direktor der HSK Kinderklinik, und sein Mainzer Kollege Prof. Dr. Fred Zepp das Projekt.

„Mit dem neuen Angebot ‚Freude am Essen – aktiv leben mit und nach Krebs‘ möchten wir Kindern und Erwachsenen, die an einer Krebserkrankung leiden, zeigen, wie lebenswert das Leben sein kann“ berichtet der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner, Schirmherr der Kampagne „Du bist kostbar“.

Klaus Schrott, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Leben mit Krebs und Initiator des Kinderprojektes, betont noch einen Aspekt des Kochkurses: „Die aktive Teilnahme der Kinder an dem Kochprogramm soll ihnen vor allem viel Spaß machen. Durch selbstständiges Zubereiten der Speisen sollen die Kinder ihre Stärken entdecken und ihre Lustlosigkeit überwinden.“

Bis zu 12 Kinder können pro Kochkurs mit dabei sein. Auch Geschwister dürfen mit an den Herd. Die begleitenden Eltern werden in einem Nebenraum von der Oecotrophologin geschult. Für Vor- und Nachbereitung und die Dokumentation sorgen wissenschaftliche Mitarbeiter.

Mirko Reeh arbeitet mit CHROMA Captain Cook Messern, Kochmesser für kleine Hände. Er selber benutzt type 301, Design by F.A. Porsche .

Schassbergers Sterne-Köche

World-Toques*Euro-Toques Sterne-Köche beim Ball des Sports in Wiesbaden 2013

Am kommenden Wochenende findet wieder das herausragende Ereignis der Stiftung Deutsche Sporthilfe, der „Ball des Sports“ in Wiesbaden statt. Am Samstag 2. Februar öffnen die Rhein-Main-Hallen für dieses große Sport-Event zum 43. Mal ihre Pforten. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und es wird einmal mehr ein interessantes Stelldichein für etliche Sportler und viele Gäste und VIPs. Mit Udo Jürgens, wird einer der wohl vielseitigsten, beständigsten und erfolgreichsten Komponist, Sänger und Entertainer der deutschsprachigen Unterhaltungsmusik – und der künstlerische Höhepunkt beim 43. Ball des Sports der Stiftung Deutsche Sporthilfe zu Gast sein. Der festliche Abend steht unter dem Motto „Symphonie der Räder“. Der Ball des Sports ist nicht nur Europas erfolgreichste Fundraising-Veranstaltung im Sport, sondern auch gesellschaftlicher Treffpunkt für Eliten aus Sport, Wirtschaft und Politik. Moderator wird wieder Euro-Toques Kulturpreisträger Johannes B. Kerner sein.

Auch die World-Toques Organisation aus Kaisersbach wird mit dabei sein, wie schon viele Jahre zuvor – denn immerhin kochen gleich drei Sterne-Köche nach Euro-Toques Philosophie und sind damit auch für ein Teil des „Catering“ der Veranstaltung in Wiesbaden, und damit für den Genuss der illustren Gesellschaft zuständig. Und eines ist klar, die teilnehmenden Euro-Toques Sterne-Köche haben sich wieder etwas besonderes einfallen lassen.

Kein Unbekannter auf dem Sportball-Parkett in Wiesbaden ist der Euro-Toques Sterne-Maitre Uwe Steiniger (früher „Cuisine Culinaire“, nun professioneller Catering-Manager und Koch) aus Etzbach. Passend zum Thema „Symphonie der Räder“ hat Uwe Steiniger, speziell für den „Ball des Sports“ einen Sportler-Käse keiert. Neu am Stand in der Förderer-Lounge können die Gäste sich am BARRY – CALLEBAUT Schokoladenbrunnen von frischen Früchten und Schokolade verführen lassen.

Dieses Jahr auch mit am Start Stefan Krebs. Der Sterne-Koch Stefan Krebs leitet das Euro-Toques Sternegarantie Restaurant „anno 1640“ des Märchenhotels in Bernkastel-Kues. Märchenhaft sind stets auch seine Arrangements auf den Tellern bzw. dieses Jahr im Glas – beim „Ball des Sports“ bietet Krebs Geflügelpralinen raffiniert gewürzt auf Mango-Chilli-Konfit. Märchen und Geschichten kennt Krebs zuhauf, besonders über seine leckeren Gerichte im „anno 1640“.

Ebenfalls aus einer ganz „anderen Welt“ kommen die Gourmet-Teller von Jörn Sommer, dem Euro-Toques Sterne-Koch und Küchenchef des „Ringhotels Sellhorn“ in Hanstedt. Sommer,der das Euro-Toques Sternegarantie Restaurant leitet, möchte auch in Wiesbaden „Köstliche Erlebniswelten“ zugänglich machen – zu seinen Kostproben gehören Rehrücken im Aprikosencrèpe sowie Ravioli von der Heidschnucke auf Walnussgemüse.

Alle zertifizierten World-Toques*Euro-Toques Sterne-Restaurants Europa-und weltweit sind zu finden unter www.eurotoques.org bzw. www.world-toques.com Restaurant Guide.

Der täglich aktuelle Sterne-Restaurantführer ist dort auch als Druckversion erhältlich oder kann gegen Einsendung von Euro 7.50 frei Haus bestellt werden.

Auch im APP Store kostenlos auf iphone und ipad zuladen.

www.eurotoques.org

Member of Euro-Toques Europe www.eurotoques.com
Member of World-Toques www.world-toques.com

Tomate macht gesund

Immer mehr wissenschaftliche Studien bestätigen: Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Inhaltsstoffen von Tomaten und der Vorbeugung von Erkrankungen wie Herzinfarkt, Osteoporose oder Krebs. Verantwortlich sind der Zauberstoff Lycopin und weitere Pflanzennährstoffe. Da unser Körper Lycopin nicht selbst herstellen kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Reife Tomaten besitzen einen sehr hohen Anteil: Pro 100 g Frucht enthalten sie ca.

3,9 bis 5,6 mg des Antioxidants. Außerdem haben Tomaten einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und wichtigen Spurenelementen. Inzwischen gibt es sogar Hinweise darauf, dass der Verzehr von Tomaten auch bei Asthma und Alzheimer positive Effekte zeigt. Des Deutschen Lieblingsgemüse ist also nicht nur lecker, sondern auch gesund!
Weitere Informationen rund um die Tomate finden sich auf www.tomateninfo.de

Helmut Rachinger

Es ist ja nur für einen guten Zweck: Wer sich den Teller voller Flusskrebse lädt, tut der Natur etwas Gutes. Vorausgesetzt, es handelt sich dabei um Pacifastacus leniusculus, den amerikanischen Signalkrebs aus der Großen Mühl – frisch serviert in der Haubenküche des Genießerhotels Mühltalhof.

Rund fünfzehn Zentimeter ist er lang, braun mit einem kleinen, weißen Fleck auf den Scheren und auch sonst nicht sehr spektakulär. Und doch sorgt der Signalkrebs seit einiger Zeit für Aufsehen. Fischer und Biologen sehen mit Bedenken die rasche Verbreitung des amerikanischen Einwanderers in heimischen Gewässern, die zu Lasten des hier endemischen Edelkrebses geht. Der Signalkrebs kam zwar nicht ganz freiwillig nach „good old Europe“- er wurde zur Aufforstung der heimischen Krebsbestände in den 60er Jahren hier ausgesiedelt – doch mittlerweile hat er die sauberen, kühlen Fließwässer Österreichs und der angrenzenden Staaten als Lebensraum erobert und macht sich daran, die angestammten Arten wie Edelkrebs und Steinkrebs zu verdrängen.

Und er ist zahlreich. Das macht den Auftrag angenehm. Auch im Genießerhotel Mühltalhof www.muehltalhof.at sind die Überpopulationen an der Mühlmündung in die Donau bekannt, in der Haubenküche von Helmut Rachinger wird daher aktiv an einer genussvollen Dezimierung gearbeitet. „Wir essen die einfach für den Artenschutz“, zwinkert der Mühlviertler, der die Krebse schon seit seiner Kindheit kennt. Damals allerdings war das Krustentier eine Seltenheit. Vor ein paar Jahren jedoch tauchten Fischer im Mühltalhof auf und boten Krebse feil – seither hat das Edelprodukt einen Stammplatz auf Rachinger Menükarte. Am liebsten die mittlere Größe, so der findige Koch, die seien vom Fleisch her am ergiebigsten. Wie jedoch wird ein Krustentier waidgerecht und schonend verarbeitet? Hier haben die Biologen das Sagen und geben klare Instruktionen an die Küche: Entweder den Krebs direkt ins kochendes, wallendes Wasser gleiten lassen oder ab in die Tiefkühltruhe. Durch die niedrige Temperatur fährt der Krebs seine Vitalfunktionen herunter und wacht schließlich einfach nicht mehr auf. Dann folgt der angenehmste Teil der Mission. Wenn der Löffel in Helmut Rachingers goldene Bouillabaisse aus Krebsen und Forellen taucht und der zarte Safranduft die Nase kitzelt, beginnt jedes Herz heftig für den Artenschutz zu schlagen.

www.muehltalhof.at

Robert W. Krebs

„Hamburg kulinarisch – Wo isst man gut?“ Wo nicht? Robert W. Krebs testete 60 Restaurants in und um Hamburg

Er ist anders und sein Restaurantführer auch. Ohne Blatt vor den Mund, gnadenlos ehrlich und schonungslos auf den Punkt gebracht offeriert der langjährige Tester vom Aral Schlemmer Atlas und Der Große Bertelsmann, Robert Krebs, seine Eindrücke in seinem neuen Buch „Hamburg kulinarisch“. Auf seiner Tour durch Hamburg und in die Umgebung bis nach Timmendorfer Strand erlebte der Tester Hochkarätiges, aber auch Erstaunliches. 60 Restaurants hat Robert W. Krebs unter die Lupe genommen, elf davon sind nach seiner Meinung den Besuch nicht Wert. „Die Küchenleistung wird keinen Feinschmecker vom Hocker reißen“, war sein Fazit beim Besuch im Restaurant Le Ciel in der Top-Etage des 5-Sterne Meridian Hotels an der Außenalster. Über sein eisiges Erlebnis im persischen Restaurant QASR in Eilbek schreibt Mr. Gnadenlos: „Das Glasnudeleis entpuppte sich als gefrorene Nudeln, die aufgetaut zu harten Nudeln und Eiswasser wurden.“ Hamburgs Top-Köche sind für den Testesser: Karlheinz Hauser, Thomas Martin und Christoph Rüffer. Im Umland hat er Christian Scharrer, Kevin Fehling und Lutz Niemann als seine Favoriten ausgemacht, die jeden Gourmet mit ihren gekonnten Kreationen der kulinarischen Wolke 7 näher bringen.

Jetzt fragt sich der Genießer, warum noch ein Restaurantführer? „Es gibt schon genügend Ess-Magazine und -Guides, aber Insider der Hamburger Lukullszene wünschen sich, dass alle überprüften Häuser auch kritisch bewertet werden“, sagt Robert W. Krebs und fügt an: „Gute Tester müssen die Leistung der Küche und eines Restaurants im internationalen Vergleichsmaßstab beurteilen können und jahrelange Erfahrungen als Gourmet vorweisen. FAZ-Tester Jürgen Dollase z. B. billigt der großen Küche in Deutschland europaweit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu, spricht ihr aber ab, international eine Rolle zu spielen.“

Wie hoch die Messlatte in der hanseatischen Gastronomie liegt, wird durch die vergebenen „Krebs-Mützen“ deutlich. Alle Häuser im Guide wurden neu überprüft.

Der Herausgeber ist gelernter Küchenmeister und verfügt über langjährige Erfahrung als Tester in Deutschland und Europa. Seit 1982 überprüfte Robert W. Krebs über 4.000 Häuser und verfrühstückte dabei rund 1,2 Millionen Euro.

Hamburg kulinarisch – Wo isst man gut? Wo nicht? Euro 14,95
Direkt bei Robert W Krebs zu bestellen: http://robert-krebs-report.de/bestellung.html