"Slow baking" hilft bei Reizdarm

Traditionell gebackenes Brot ist besser verträglich

Viele Reizdarm-Patienten haben unangenehme Blähungen, wenn
sie Brot essen. Nach einer Studie der Universität Hohenheim ist diese
Unverträglichkeit nicht in erster Linie auf die Getreideart, sondern
auf die Art und Weise der Zubereitung zurückzuführen. Betroffene
können von traditionellen Backtechniken profitieren, bei denen der
Teig lange geht und problematische Bestandteile bis zum Backen bereits
abgebaut sind.

Rund zwölf Prozent der Deutschen, vor allem Frauen, leiden an einem
Reizdarm. Wenn nach dem Essen von Weizenbrot Blähungen auftreten,
werden sie vermutlich durch sogenannte FODMAPs (fermentierbare Oligo-,
Di-, und Monosaccharide sowie Polyole) ausgelöst. Das sind
niedermolekulare Zucker, die aus ein bis vierzehn Zuckermolekülen
bestehen. Sie werden im Dünndarm nicht ausreichend abgebaut und
gelangen unverdaut in den Dickdarm. Dort führen sie zur Bildung von
großen Gasmengen, was sehr schmerzhaft sein kann.

Mit Hilfe eines chromatographischen Analyseverfahrens wurden die
Mengenanteile dieser speziellen Zucker in verschiedenen Vollkornmehlen
untersucht. Die Wissenschaftler verglichen üblichen Brotweizen mit
Urgetreide wie Einkorn, Emmer, Durum und Dinkel. Diese alten
Getreidearten werden in der Regel von Reizdarm-Patienten besser
vertragen. Überraschenderweise enthielt Einkorn sogar mehr FODMAPs
als Brotweizen. Die geringsten Mengen waren im Emmer nachweisbar,
gefolgt von Dinkel und Durum. Die Unterschiede zum Brotweizen waren
allerdings nicht wesentlich.

Anschließend standen die aus den Getreidemehlen zubereiteten Teige
nach unterschiedlichen Gehzeiten (1, 2, 4 und 4,5 Stunden) auf dem
Prüfstand. Die niedrigsten Gehalte an den speziellen Zuckern wurden
in Teigen mit der längsten Gehzeit nachgewiesen. Nach viereinhalb
Stunden waren selbst im Teig aus Brotweizen nur noch zehn Prozent der
FODMAPs enthalten. Die höchsten Gehalte an den speziellen Zuckern
enthielten die Teige mit nur einer Stunde Gehzeit. Das ist der
Zeitraum, nach dem Großbäckereien in der Regel ihre Teiglinge
backen.

„Slow baking“ hat noch weitere Vorteile. Wenn der Teig länger
reift, können sich auch mehr Aromen entfalten, schreiben die Autoren
in der Fachzeitschrift „Journal of Functional Foods“. Zudem stehen
dem menschlichen Körper mehr Eisen und Zink zur Verfügung. Denn es
werden bei langen Gehzeiten Phytate abgebaut, die diese Spurenelemente
sonst im Teig binden.

/Heike Kreutz, www.aid.de/

Weitere Informationen:
www.uni-hohenheim.de <http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1756464616301463

Koch des Jahres

Die Kandidaten für das zweite Vorfinale des Koch des Jahres stehen fest

Aus über 100 Bewerbungen hat die Jury des renommierten Live-Wettbewerbs Koch des Jahres die Kandidaten für das zweite Vorfinale ausgewählt. Diese sechs aus Österreich, der Schweiz und Deutschland stammenden Köche werden zusammen mit ihrem Teampartner am 10. Oktober in der Panzerhalle Salzburg um den Einzug in das Finale kämpfen:

Daniel Hutsteiner – Küchenchef Restaurant Gesundheitshotel Gugenbauer, Schärding am Inn (AT)
Jürgen Kettner – Chef Saucier / Chef Tournant Restaurant Schöngrün, Bern (CH)
Jan Pettke – Küchenchef Scheck-In Kochfabrik, Achern (DE)
Christopher Sakoschek – Privatkoch cs-cooking, Kirchdorf in Tirol (AT)
Christina Steindl – Sous Chefin Rohrmoser Kocht GmbH, Bischofshofen (AT)
Matthias Walter – Sous Chef Burg-Staufeneck*, Salach (DE)

Innerhalb von fünf Stunden müssen die Wettbewerber ein Drei-Gänge-Menü für sechs Personen mit einem Warenwert von max. 16 Euro präsentieren. Eine neue Herausforderung der „#servusedition“ ist die zusätzliche Aufgabe, einen Gruß aus der Küche mit norwegischem SJØ-Matjes von Friesenkrone zu schicken. Eine internationale Sternejury degustiert die Kreationen vor den Augen hunderter erwarteter Besucher aus der gastronomischen Szene Europas und kürt damit die zwei Finalisten. Diese treten im Oktober 2017 auf der weltweit größten Ernährungsmesse Anuga in Köln gegeneinander an, um den prestigeträchtigen Titel Koch des Jahres, Preisgelder in Höhe von insgesamt 16.000 Euro sowie zahlreiche Sonderpreise der Sponsoren zu gewinnen.

www.kochdesjahres.de/besucher/finale/

Bauli Panettone

Alle Jahre wieder: Der traditionsreiche Panettone kehrt zurück in die Supermarktregale

Weihnachtszeit ist Panettone-Zeit, ganz besonders in Italien. Aber auch in Deutschland ist das traditionelle winterliche Gebäck immer beliebter. Der kegelförmige Kuchen aus leichtem Weizensauerteig mit kandierten Früchten und Rosinen ist vergleichbar mit unserem Christstollen. Führender Hersteller ist Bauli und in der Vorweihnachtszeit ist der legendäre Panettone wieder in den Supermärkten zu finden.

Ob an Weihnachten als Festtagsspezialität oder an Silvester als Glücksbringer, der traditionsreiche Panettone spielt in Italien an Feiertagen aber auch davor eine große Rolle. Neben vielen individuellen, generationsübergreifenden Familienrezepten gibt es auch zahlreiche namhafte Hersteller für Panettone. Besonders erfolgreich ist das in der dritten Generation geführte Familienunternehmen Bauli. Es wurde 1922 von Ruggero Bauli gegründet, der sein Gebäck zunächst per Hand in seiner Bäckerei nahe Verona gefertigt hat. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde schnell klar, dass er seine Produktion größer ausbauen musste. Der Panettone von Bauli wurde in kürzester Zeit in ganz Italien berühmt. Heute gehört Bauli auch in Deutschland in der Vorweihnachtszeit und zu Weihnachten auf den Tisch.

Der große Erfolg ist sicher dem über viele Generationen gehüteten Geheimrezept zu verdanken. Die Herstellung des Fruchtkuchens ist nämlich sehr individuell und unglaublich aufwendig. Es kann bis zu 40 Stunden in Anspruch nehmen, einen klassischen Panettone herzustellen. Das Ergebnis überzeugt, denn im Vergleich zum Christstollen ist der Panettone besonders luftig und weich und entfaltet seinen besonderen Geschmack durch die einzigartige Mischung aus getrockneten und kandierten Früchten.

Die Geschichte des süßen Kuchens ist bis heute umstritten. Wo viele an die Legende mit dem Küchenjungen Toni glauben, der aus der Not heraus seinem Fürsten ein süßes Brot aus Teigresten und Trockenfrüchten servierte, das alle Pane de Toni nannten und das über die Jahre zu Panettone wurde, sind sich andere sicher, dass Panettone schon viel früher von lombardischen Familien für Weihnachten gebacken wurde. Wie Panettone auch nun immer entstanden ist, er wird von der Lombardei bis Sizilien in der Winterzeit noch heute als Dessert und auch über italienische Grenzen hinaus als süßer Kuchen gegessen. Vor Weihnachten ist der Panettone von Bauli fast überall im deutschen Einzelhandel erhältlich und liegt preislich bei zehn Euro.

Neue Kurse in der Königsdorfer Weißwurstmanufaktur

Im Tölzer Land erfahren Gäste jetzt alles rund um das prominente, bayerische Schmankerl und können dabei kräftig selbst Hand anlegen

Sie gilt als Inbegriff der bayerischen Brotzeitkultur und steht spätestens zum Münchner Oktoberfest wieder fest auf den umliegenden Speiseplänen: Die Weißwurst, im Original mit Breze und süßem Senf serviert. Die meisten lieben sie, doch nur die wenigsten wissen, wie die traditionsreiche Spezialität eigentlich hergestellt wird. Im Tölzer Land können Interessierte diesem Geheimnis nun auf den Grund gehen. In Kursen der Landmetzgerei Hofherr aus Königsdorf lernen sie die Grundlagen des modernen Metzgerhandwerks und nebenbei alles, was mit dem delikaten Schmankerl zu tun hat: von der optimalen Fleischverarbeitung bis zum geschichtlichen Hintergrund. Am Ende hat jeder Teilnehmer seine individuelle Wurst auf dem Teller und viel über traditionelle Küche, artgerechte Landwirtschaft und das Privileg regionaler Synergien gelernt. Die umfassenden Kurse finden am 15. und 22. Oktober statt, dauern ca. vier Stunden und kosten 99 Euro pro Person. Nach Absprache werden sie auch für Gruppen oder als Teamevent angeboten. Anmeldung, Infos und Termine unter www.toelzer-land.de und www.posthotel-hofherr.de

Los geht´s mit einem Überblick über die wichtigsten Zutaten: Kalb, Schwein, Frisches wie Zitrone oder Petersilie und natürlich die Gewürze. Bis ins Detail erklärt Uli Hofherr, Chef der Landmetzgerei Hofherr, seinen Schülern die Bestandteile, die in den kommenden Stunden zur persönlichen Wurst werden sollen. Dann wird der Inhalt gemischt, geeist, individuell verfeinert und in die Hüllen gefüllt. Nach dem „Abdrehen“, bei dem jeder seine ganz persönliche Weißwurst formt, wandert diese dann direkt in den Kessel und 20 Minuten später weiter auf den Teller. „Der Wow-Effekt kommt, wenn das Brät beim Erhitzen die Farbe wechselt“, freut sich Hofherr.

Zum Abschluss lädt der Meister zur Brotzeit in die gemütliche Stube des zugehörigen Gasthof Hofherr. Während die Teilnehmer ihre eigens modellierten Schaustücke verkosten, erfahren sie mehr über die geheimen Tipps und Tricks des Herstellungsprozesses und die Geschichte der Weißwurst, die angeblich im Fasching 1857 in München begann. Wenn alle Details wie der schmackhafteste Senf, die beste Brezenkonsistenz oder die richtige Ess-Art erörtert sind, kommt Hofherr zum letzten und für ihn wichtigsten Punkt seines Lehrplans.
Der Metzgermeister will seine Hobbylehrlinge für den Alltag sensibilisieren und ihnen den Wert einer artgerechten Tierhaltung ebenso nahebringen, wie die Vorteile von Produkten aus der heimischen Landwirtschaft. Dass sich die Lebensqualität der Tiere direkt in der Qualität des Fleisches spiegelt, gehört für ihn zum Handwerks-ABC. Hofherr kennt jeden seiner Lieferanten persönlich, weiß welches Futter verwendet wird und wie die Tiere gehalten werden. „Beim Weißwursttest lässt sich das Niveau dann auch direkt schmecken“, sagt er und ist froh, dass es im Tölzer Land noch eine kleinteilige Landwirtschaft gibt, von der er die meisten seiner Zutaten beziehen kann.

www.toelzer-land.de

rbb Reporter – 24 Stunden Flughafen Tegel

„Die rbb Reporter – 24h Flughafen Tegel“ im Restaurant Red Baron

Liebevoller Blick hinter die Kulissen
Schon längst sollte der Flughafen Tegel geschlossen sein, stattdessen platzt er aus allen Nähten und muss so viele Starts und Landungen verkraften wie noch nie. Im letzten Jahr strömten etwa 21 Millionen Fluggäste durch den 1974 eröffneten Airport „Otto Lilienthal“, der mittlerweile zum Berliner Wahrzeichen und Lieblingsflughafen von Millionen von Menschen geworden ist. Doch kaum einer der Passagiere, Besucher oder Flaneure kennt die Protagonisten hinter den Kulissen dieses markanten Gebäudes oder nimmt sie bewusst wahr. Die rbb Reporter begleiteten ein paar Tage lang die Menschen, die den Betrieb Tag und Nacht am Laufen halten. Unter anderem auch den Restaurantmanager des „Red Baron“, Thomas Reichel, der interessante Einblicke hinter die Kulissen des seit dem Jahr 2005 perfekt funktionierenden Restaurants gewährt, das neben dem Bistro-Café „Leysieffer“ und dem Quick Service Restaurant „Burger King“ zu den Gastronomieeinheiten der C. Wöllhaf GastroService GmbH auf dem Airport Berlin gehört.

Die Reportage „rbb Reporter – 24 Stunden Flughafen Tegel“ wird am Dienstag, den 5. April um 20.15 Uhr im rbb Fernsehen ausgestrahlt

DIE FASTFOOD-REVOLUTION – SO ISST DEUTSCHLAND

McDonald’s, Burger King und Co.: Die Riesen der Fastfood-Branche stehen unter enormem Druck. Denn während sie vor einigen Jahren noch überaus beliebt waren, machen ihnen andere Unternehmen in Sachen Kundenbindung nun Konkurrenz – mit schnellem und gesundem Essen. Denn das ist heute immer stärker gefragt! Die große Samstags-Dokumentation „Die Fastfood-Revolution – So isst Deutschland“ beleuchtet, wie sich das Essverhalten der Deutschen über die Zeit entwickelt hat, zeigt die Gründe dafür auf und gibt einen umfassenden Überblick über neue Food-Trends und Gastro-Konzepte. Was genau essen die Deutschen heute und wie versuchen die Fastfood-Anbieter sich auf den sinkenden Fleischkonsum und das wachsende Bedürfnis nach bewusster Ernährung einzustellen? Experten wie die Starköche Tim Raue und Nelson Müller, Verbraucherexpertin Yvonne Willicks, Carsten Otte, Autor des Buches „Der gastrosexuelle Mann“ sowie Gesundheitsberaterin und Moderatorin Ruth Moschner und der ehemalige Gewichtheber Matthias Steiner kommentieren die Fastfood-Revolution und deren Auswirkungen und geben ganz persönliche Einblicke in ihr eigenes Essverhalten.
Am 15. April 1955 eröffnete das erste McDonald’s-Franchise-Restaurant. Über 60 Jahre später ist das Unternehmen die erfolgreichste Fastfood-Kette der Welt. 2012 steuerten nach Angaben des Unternehmens allein in Deutschland täglich etwa 2,7 Millionen Besucher die Burger-Restaurants an. Doch nun kommen neuartige Konzepte ins Spiel; immer mehr Restaurants und Bistros setzen auf gesunde Schnellkost und bewirken einen Umschwung im Markt.

Die vierstündige Dokumentation nimmt den heutigen Ernährungs-Wandel genau unter die Lupe. Wer produziert und profitiert mittlerweile in der Branche? Die Firma Rügenwalder hat zum Beispiel den vegetarischen Trend erkannt und stellt jetzt auch vegetarische Wurst her. Geht das Konzept auf? Der Döner gehört immer noch zu den beliebtesten Fastfood-Produkten. Ein erfolgreicher Dönerfleisch-Produzent erklärt, wie der perfekte Döner gemacht wird und warum er so beliebt ist. Außerdem zeigt die Dokumentation eine Vapiano-Eröffnung in Mönchengladbach und lässt den Gründer der Salat-Manufaktur „dean&david“ über seine gesunde Food-Vision zu Wort kommen. Der Klassiker unter den Fastfood-Gastronomen ist natürlich auch mit von der Partie: VOX ist dabei, als McDonald’s seinen neuen Flagshipstore am Frankfurter Flughafen eröffnet und erhält spannende Einblicke, wie der Konzern dem Kundenschwund in Deutschland entgegenwirken will.

Außerdem zeigt die Dokumentation, wie selbst die heimische Küche zum gesunden Fastfood-Tempel mutiert. Denn laut einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK von 2015 in 22 Ländern verbringen die Deutschen nur noch knapp fünfeinhalb Stunden pro Woche mit Kochen. Der Durchschnittswert aller untersuchten Länder lag bei sechseinhalb Stunden. Der Dreh auf einer Thermomix-Party bestätigt den Drang der Deutschen zur Eile: Mit dem sündhaft teuren Küchengerät werden komplette frische Mahlzeiten innerhalb weniger Minuten auf den Tisch gezaubert.

Die Diskussion über die richtige Ernährung sorgt heute schnell für Gesprächsstoff, denn nie zuvor gab es so viele Ernährungsvarianten! In Leipzig schickt VOX deswegen zwei Veganerinnen mit ihren „fleisch(fr)essenden“ Freunden auf Shoppingtour in den Supermarkt, begleitet sie beim anschließenden Kochen und schaut, wie beide Spezies ihren Lebensstil gestalten. Noch extremer wird es, als die Freunde gemeinsam eine Paleofood-Messe und ein Paleo-Restaurant besuchen. Diese Ernährung geht zurück auf die Lebensmittel, die unseren Urahnen als Jägern und Sammlern zur Verfügung standen. Im Kontrast dazu nimmt in der Dokumentation eine Familie Convenience-Food, sprich Fertigprodukte, unter die Lupe. Drei Generationen testen verschiedene Produkte auf Preis, Konsistenz und Geschmack. Wie werden ihre Ergebnisse ausfallen – pro oder contra?

„Koch des Jahres“ und „Patissier des Jahres“

Die Branchen-Wettbewerbe für herausragende Köche und Patissiers werden 2016 erneut ausgeschrieben. Für das erste Vorfinale von „Koch des Jahres“ und „Patissier des Jahres“ sind Bewerbungen noch bis zum 24. Februar möglich.

Köche und Patissiers aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol können sich ab sofort für die Vorrunden 2016 bewerben. Für den zukünftigen Titelträger „Koch des Jahres“ stehen Preisgelder in Höhe von 15.000€ und die Möglichkeit eines großen Karrieresprungs in Aussicht. Auch in der vierten Auflage finden wieder vier Vorfinale statt, in denen sich die beiden Gewinner für das Finale qualifizieren. Nur 16€ darf dabei das Drei-Gang-Menü kosten, das die Teilnehmer in nur fünf Stunden gleich sechsmal vor den Augen des Publikums zubereiten müssen. Neu ist, dass beim Finale ein Gericht mit Produkten aus einer Blackbox zubereitet wird, die den Kandidaten vorher nicht bekannt sind. Die Menüs werden zur Verkostung an die Jury geschickt, die unter der Schirmherrschaft von Kochlegende Dieter Müller hochrangige europäische Sterneköche vereint.

Der Wettbewerb „Patissier des Jahres“ fand im vergangenen Jahr zum ersten Mal statt und stieß auf so positive Resonanz, dass die Fortsetzung sogleich folgt: Auch hier steht den Teilnehmern für die Zubereitung nur fünf Stunden zur Verfügung. Gefordert sind je sechs Drei-Komponenten-Desserts und Freestyle-Desserts sowie fünfzehn Freestyle-Pralinen. Die Degustation durch die Jury erfolgt unter der Schirmherrschaft von Pierre Lingelser, Chefpatissier im Drei-Sterne-Restaurant Traube Tonbach.

Neben den Präsidenten engagieren sich renommierte Sterneköche und Spitzenpatissiers für die Wettbewerbe, darunter René Frank, Thomas Bühner, Harald Wohlfahrt und Lisl Wagner-Bacher. „Wir suchen die besten Köche und Patissiers des deutschsprachigen Europas. Menschen, die für ihre Leidenschaft brennen, die ihren Beruf lieben und leben. Die mehr wollen,“ erklärt Núria Roig de Puig die Philosophie der Wettbewerbs. Sie ist Geschäftsführerin für die D-A-CH-Länder der spanischen Verlagsgruppe Grupo Caterdata.

In den letzten Jahren zeigte sich, dass beide Veranstaltungen mehr sind als nur ein Wettbewerb: Mit dem vielfältigen Begleitprogramm hat er sich mittlerweile als beliebteste Plattform für Networking, Innovation und Weiterbildung in der Gastronomie etabliert. Showcooking und Workshops namhafter Starköche und Spitzenpatissiers und ein attraktiver Ausstellerbereich ziehen Entscheidungsträger der Branche, Journalisten und Küchenchefs gleichermaßen an. Der Wettbewerb beweist sich zudem immer mehr als Erfolgsgarant und Karrieresprungbrett für die Teilnehmer. In jedem Jahr zeichnen die renommiertesten Gastroführer der Welt Teilnehmer und Finalisten des Wettbewerbs mit Sternen, Hauben und Punkten aus: So wurde Sebastian Frank, Koch des Jahres 2011, im Jahr 2015 bereits mit seinem zweiten Michelin Stern ausgezeichnet, und erhielt zudem die Auszeichnung zum „Koch des Jahres“ von Gusto und „Aufsteiger des Jahres“ von der FAZ. Auch Christian Sturm-Willms, Koch des Jahres 2013, wurde kürzlich mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.
 
Termine 2016
1.    Vorfinale: 24. und 25. April 2016 in Achern/Baden-Baden (D)
Bewerbungsschluss: 25. Februar 2016

2.    Vorfinale: 9. und 10. Oktober 2016, Salzburg (A)
Bewerbungsschluss: 10. August 2016

Die vollständigen Wettbewerbsausschreibungen, mehr Infos, Fotos und Eindrücke gibt es unter www.kochdesjahres.de und www.patissierdesjahres.com

Fondue für Silvester

Mit und ohne Fleisch

Viele Familien sitzen am Silvesterabend beim Fondue zusammen, um sich die Stunden bis zum Jahreswechsel zu verkürzen. Wer Kalorien sparen möchte, zieht dem heißen Fett eine gehaltvolle Brühe vor. Sie sollte nicht zu stark gesalzen sein, da sie mit der Zeit einkocht und immer kräftiger wird. Mageres Fleisch wie Filet vom Rind, Schwein oder Lamm sowie Puten- und Hähnchenbrust ist für Fondue besonders geeignet. Fisch zerfällt sehr leicht, sodass Feinschmecker Sorten mit festem Fleisch wie Lachs, Zander und Barsch vorziehen sollten. Auch größere Garnelen und küchenfertiger Tintenfisch lassen sich gut verwenden. Rechnen Sie pro Gast mit 200 Gramm Fisch, Fleisch oder Meeresfrüchten.

Vegetarier können den geselligen Silvesterklassiker ganz ohne Fleisch genießen: Es wird eine Gemüsebouillon zubereitet, die mit frischen Karotten, Blumenkohlröschen und Kohlrabi verfeinert wird. Gewürze wie Ingwer, Knoblauch, Chili und Sojasoße sorgen für eine asiatische Note. Mit einem Schuss Weißwein bekommt die Brühe ein feines Aroma. Statt Fleisch schwenkt man in Fonduekörbchen Möhren, Fenchel, Paprika, Mini-Zucchini, gemischte Pilze, Sellerie, Lauch und Tofu. Festere Sorten wie Blumenkohl und Brokkoli müssen vorher blanchiert werden.

Eine Alternative ist das vegetarische Fettfondue. Es ist allerdings kalorienreicher, da das Gemüse im Teigmantel ausgebacken wird. Dazu wird es in mundgerechte Stücke geschnitten, blanchiert und in Eiswasser abgeschreckt. Den Backteig bereitet man aus Eiern, Wasser, Mehl, Pfeffer und Currypulver zu. Nun kann jeder Gast das Gemüse seiner Wahl aufspießen, durch den Teig ziehen und im heißen Öl ausbacken.

Zum Fondue – ob klassisch oder vegetarisch – schmecken Beilagen wie Reis, vorgegarte Kartoffeln, ein grüner Salat, eingelegtes Gemüse. Dazu ein Baguette oder Ciabatta. Die Köstlichkeiten werden in leichte Soßen auf der Basis von Magerjoghurt und -quark oder saurer Sahne getaucht. Eine einfache Tomatensalsa gelingt mit Tomatenmark, fettarmem Joghurt, Koriander und Cayennepfeffer. Alternativen sind Dips mit Avocado oder Peperoni, ein Mango-Chutney, Knoblauch- und Senfsoßen. Kulinarisch steht einem gelungenen Jahresabschied damit nichts mehr entgegen!
Heike Kreutz, www.aid.de

Was sich die Deutschen am meisten fürs Fest wünschen

Schöne Stunden mit der Familie, ruhige Tage, wenig Stress und Schnee

Eingeschneite Wälder und Wiesen, überzuckerte Dächer und Kirchtürme sind an Weihachten eher selten – zählen aber für drei von zehn Bundesbürgern zu den Dingen, auf die sie für Heiligabend am meisten hoffen. 30,1 Prozent der Frauen und Männer in Deutschland nennen „weiße Weihnachten“ als einen ihrer drei sehnlichsten Wünsche für die Festtage, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ hervorgeht. Ganz oben auf der Wunschliste der meisten Bundesbürger stehen mit 60,5 Prozent gemeinsame schöne Stunden im Kreis ihrer Familie, gefolgt von der Hoffnung, einfach möglichst ruhige Weihnachtsfeiertage zu verbringen (41,0 Prozent). Möglichst wenig Stress durch Einkäufe, Vorbereitungen, Hetze usw. nennen 36,9 Prozent der Deutschen als einen ihrer größten Wünsche, 30,0 Prozent hoffen vor allem, dass ihre Kinder ein schönes Fest erleben und glücklich sind.

Besonders gutes Essen und Trinken hat für mehr als jeden Vierten (27,9 Prozent) an den Festtagen eine zentrale Bedeutung, 18,0 Prozent nennen einen glanzvoll geschmückten Weihnachtsbaum oder schöne Dekoration als einen der wichtigsten Wünsche. Jeder Zehnte sehnt sich nach möglichst vielen Traditionen wie zum Beispiel gemeinsames Singen, Musizieren und Geschichten-Vorlesen (10,4 Prozent) oder nach einer gefühlvollen, besinnlichen Christmette (10,2 Prozent). Die Hoffnung auf viele Geschenke zur Bescherung reihen 8,0 Prozent unter ihre Top-Wünsche ein, viel Weihnachtsgebäck und Süßigkeiten gerade einmal 5,2 Prozent. Nur jeder 30. in Deutschland (3,3 Prozent) würde Weihnachten am liebsten ganz abschaffen.

Deutsche Fluggäste schenken den Airlines Arbeitszeit und Geld

Verzicht auf Entschädigung

Deutsche Fluggäste schenken den Airlines zwei Tage ihrer Arbeitszeit, wenn sie ihre Entschädigungsansprüche nicht geltend machen. Zu diesem Ergebnis kam der Entschädigungsdienstleister www.refund.me im Rahmen eines internationalen Vergleichs. Lediglich zehn Prozent aller anspruchsberechtigten Passagiere sind über ihre Rechte informiert, nur zwei Prozent machen sie auch geltend: 250 bis 600 Euro müssen Fluggesellschaften ihren Kunden erstatten, wenn sie durch Verspätungen, Annullierungen und Umbuchungen ursprüngliche Flug- und Zeitpläne nicht einhalten können. Doch die Airlines machen den berechtigten Passagieren den Kampf um eine Entschädigung oft schwer. Deshalb tritt nur eine Minderheit den Marsch durch die Institutionen überhaupt an. Vor diesem Hintergrund hat refund.me ausgerechnet, wie viel ihrer Arbeitszeit Fluggäste aus unterschiedlichen Ländern jeweils den Airlines opfern, wenn sie auf die kleinstmögliche Entschädigung von 250 Euro verzichten.

Bei einem Durchschnittslohn von 15,63 Euro bescheren deutsche Passagiere, die auf ihre Entschädigung verzichten, den Fluggesellschaften zwei achtstündige Arbeitstage. Bei den Nachbarn aus Österreich und Schweiz ist das gespendete Zeitvolumen mit 14,5 und 13,3 Arbeitsstunden etwas kleiner, denn in den Alpenrepubliken liegt das durchschnittliche Lohnniveau mit 17,22 beziehungsweise 18,06 Euro höher als in Deutschland.

Doch in anderen europäischen Ländern vergeuden die Flugpassagiere noch mehr ihrer kostbaren Arbeitszeit als die Deutschen: Im Vereinten Königreich zum Beispiel beträgt der durchschnittliche Stundenlohn 14,69 Euro. Dementsprechend steigt die Stundenzahl, die die Briten aufbringen müssen, auf etwas mehr als 17 an. Die Franzosen müssen mehr als 18,5 Stunden arbeiten, um mit einem Durchschnittslohn von knapp 13,50 Euro mithalten zu können. In Italien und Spanien sind es fast 22 Arbeitsstunden (11,48 Euro und 11,41 Euro durchschnittlicher Stundenlohn).

Die Schlusslichter in der Europäischen Union sind Lettland , Bulgarien und Rumänien. In Rumänien liegt das durchschnittliche Lohnniveau bei 5,21 Euro. Damit müssen die Passagiere aus diesem Land rund 48 Stunden arbeiten, um 250 Euro zu verdienen.

Ein Blick über den großen Teich zeigt, dass es den US-Amerikanern etwas besser ergeht als den Europäern. Der durchschnittliche Stundenlohn beträgt hier 20,56 Euro, die Zahl der nötigen Arbeitsstunden liegt bei etwa zwölf. Auf anderen Kontinenten sind die Bedingungen weitaus schlechter. 64,5 Stunden müssen die Chinesen für 250 Euro arbeiten. Der durchschnittliche Stundenlohn ist in China mit 3,88 Euro sehr niedrig und liegt noch hinter Brasilien (53,5 Stunden/ knapp fünf Euro) oder Thailand (64 Stunden/ knapp vier Euro).

Entspannter können indes Monegassen, die im Ranking die Spitzenposition belegen, mit dem Thema Flugentschädigung umgehen: Nur etwa drei Stunden Arbeit müssen sie aufbringen, um bei einem Stundenlohn von fast 80 Euro auf die Summe von 250 Euro zu kommen. Weltweites Schlusslicht hingegen ist die Demokratische Republik Kongo: Mit dramatischen 15 Cent Durchschnittslohn pro Stunde schuften die Kongolesen satte 1667 Stunden, um den Wert der kleinsten Entschädigungsforderung zu erarbeiten. Das sind bei einem Achtstundentag rund 208 Arbeitstage.

„Durch die mangelnde Informationspolitik der Airlines wissen nur die wenigsten Passagiere, dass sie Anspruch auf Entschädigung haben“, erklärt Eve Büchner, Gründerin und Geschäftsführerin von refund.me. „Wer sich im Wissen um seine Rechte dennoch an die Gesellschaften wendet, wird nicht selten hingehalten und im endlosen Papierkrieg mürbe gemacht. Und trotzdem: Wer es nicht versucht, schenkt den Airlines bares Geld und wertvolle Lebenszeit.“

Zur vollständigen Auswertung: https://www.refund.me/de/einkommen-im-vergleich-zur-entschadigung/