Top 200 der umsatzstärksten Hotels in Deutschland

2004: Zuwachsraten machen Mut
Nach drei mageren Jahren melden die deutschen Hotels wieder positive Zahlen. Der Gesamtumsatz stieg um 6,7 Prozent auf 2,56 Mrd. Euro. Zwei Drittel der Befragten wiesen für 2004 ein Umsatzplus aus, im Jahr zuvor waren dies lediglich 24 Prozent. Immerhin 59 Prozent der Top 200-Hoteliers bezeichnen die Gewinnsituation als „gut“ oder „sehr gut“ (2003: 24,6 Prozent). Das komplette Ranking der umsatzstärksten deutschen Hotels veröffentlicht das AHGZ-Fachmagazin Der Hotelier (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main) in seiner aktuellen Juni-Ausgabe.

Die Top 200 umsatzstärksten Hotels in Deutschland vereinen 2004 mit 2,56 Mrd. Euro Nettoumsatz rund ein Viertel des Gesamtumsatzes der deutschen Hotellerie auf sich. Basis sind circa 11.150 Vollhotels. Die Erwartungen der Befragten an das Jahr 2004 waren im vergangenen Jahr mit einer Prognose von 5,1 Prozent Zuwachs bereits optimistisch, und wurden durch die tatsächliche Steigerung um 6,7 Prozent noch getoppt. Während 2003 nur 24 Prozent der Befragten ein Umsatzplus auswiesen, sind es 2004 stolze 66,8 Prozent. 59 Prozent der Befragten bezeichnen die Ertragslage als „sehr gut“ oder „gut“, im Vergleich zu 24,6 Prozent im Jahr 2003. Rund ein Drittel hält die Gewinnsituation für „noch zufriedenstellend“ und nur 11,6 Prozent für „schlecht“.

Die Durchschnittsbelegung stieg um 2 Prozentpunkte auf 63,4 Prozent. Der durchschnittliche Zimmer-Nettopreis stieg um 3,2 Prozent auf 102,53 Euro und befindet sich damit über der magischen 100-Euro- Marke. Der Umsatz pro Zimmer legte um 5,2 Prozent zu. An der Spitze der Top 200 finden sich dieselben drei Hotels wie in den beiden Vorjahren – diesmal aber alle wieder mit Umsatzsteigerungen. Auf Platz 1 im fünften Jahr in Folge ist das Berliner Estrel Hotel. Das Haus mit 1.125 Zimmern hat mit einem Gesamtumsatz von 51,4 Mio. Euro den Spitzenplatz verteidigt (+ 8,7 Prozent). Verfolgt wird der Sieger wie schon im Vorjahr vom Sheraton Frankfurt Hotel & Towers und vom Bayerischen Hof, der 2004 mit 386 Zimmern 43,7 Mio. Euro erwirtschaftete – ein Plus von 6,6 Prozent.

Im Aufwind ist das InterContinental Berlin, das wieder einen Platz im Ranking gutmachen konnte und mit 35,1 Mio. Euro jetzt den vierten Platz einnimmt. Das InterContinental Frankfurt rutschte dagegen mit einem Umsatzminus von 9,9 Prozent auf Platz 8. Einen großen Sprung machte mit einer Belegungsrate von 86,5 Prozent das Sport- und Kurhotel Sonnenalp in Ofterschwang von Platz 9 auf Platz 5.

Das Jahr 2004 hat die Erwartungen der Hotellerie in Deutschland damit übertroffen. Und das Jahr 2005 wartet bereits mit positiven Signalen auf. Nach einer Umfrage des Fachmagazins Der Hotelier kann jeder zweite Hotelier in den ersten drei Monaten dieses Jahres ein Umsatzplus verbuchen. Mehr als 70 Prozent der Befragten erwarten für das Jahr 2005 eine Steigerung ihres Umsatzes. Große Hoffnung setzt die Branche auf die bevorstehende Fußball-WM 2006, die dem Tourismus in Deutschland nachhaltige Impulse bringen soll. Verbände und Hoteliers sind sich einig: Deutschland muss als Gastgeber Nr. 1 aus dem Sportereignis hervorgehen.

Das Fachmagazin Der Hotelier erhebt die Top 200-Liste, die die Situation der Hotelbranche in Deutschland akkurat dokumentiert, bereits seit mehr als 20 Jahren. Die Daten beruhen auf Eigenangaben der Hotels, die überwiegend nicht publizitätspflichtig sind.

www.der-hotelier.de

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