Mehr deutsche Weine in Supermärkten

Der Weinmarkt in Deutschland präsentierte sich im vergangenen Jahr trotz leicht negativer Vorzeichen weitestgehend stabil. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) gingen die Weineinkäufe der privaten Haushalte 2015 hierzulande in Menge und Wert um jeweils ein Prozent zurück. Dies geht aus der aktuellen GfK-Weinmarktanalyse hervor, die das DWI alljährlich in Auftrag gibt.

Gleichzeitig waren die Verbraucher wie bereits in den Vorjahren bereit, etwas mehr Geld für Wein auszugeben. So stieg der Durchschnittspreis pro Liter Wein im gesamten Lebensmitteleinzelhandel (LEH), wo drei Viertel aller Weine eingekauft werden, um zwei Prozent auf 2,97 €/l und für Weine aus deutschen Anbaugebieten um drei Prozent auf 3,23 €/l. Beim Erzeuger kauften die Verbraucher ihre Weine im Schnitt für 6,23 €/l ein.

Für den Absatz deutscher Weine hat der LEH, und hier insbesondere die Vollsortimenter, in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Allein 2015 ist sein Marktanteil von 61 auf 65 Prozent gestiegen. Vor allem die klassischen Supermärkte (unter 5.000 m²) werden als Absatzschiene für die deutschen Erzeuger immer wichtiger. Durch die Ergänzung des Weinsortiments mit regionalen und höherwertigeren Weinen ist der Marktanteil der Supermärkte am Verkauf heimischer Weine seit 2012 von zehn auf 17 Prozentpunkte gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist allerdings der Direktbezug vom Erzeuger von 30 auf 27 Prozent zurückgegangen.

DWI-Geschäftsführerin Monika Reule sieht zwei wesentliche Gründe für diese Entwicklung: „Wir beobachten einerseits eine zunehmende Verlagerung des Weinvertriebs auch von kleineren Erzeugern in den wettbewerbsintensiveren Lebens­mittelhandel. Des Weiteren wirkt sich der demografische Wandel, verbunden mit einer Überalterung unserer Gesellschaft, verstärkt auf das Weineinkaufsverhalten aus. Wir stellen insbesondere bei den älteren Konsumenten einen Rückgang im Weineinkauf direkt vom Erzeuger fest, der im vergangenen Jahr nicht durch Zugewinne aus den mittleren Altersgruppen kompensiert werden konnte.“

Die Rückgänge im Direktbezug vom Winzer haben auch im Wesentlichen dazu geführt, dass im vergangenen Jahr die Absätze und Umsätze mit deutschen Weinen in der Gesamtmarktbetrachtung um jeweils fünf Prozent abnahmen. Mit einem Marktanteil von 45 Prozent an allen hierzulande eingekauften Weinen bleiben die deutschen Anbieter jedoch weiterhin mit großem Abstand Marktführer im eigenen Land. An zweiter Stelle steht Italien mit einem Absatzmarktanteil von 16 Prozent, Frankreich kommt auf 13 Prozent und Spanien auf acht Prozent.

Die Anteile der Rot- Weiß- und Roséweine am Einkauf der Haushalte haben sich 2015 nicht weiter verändert. Rotweine haben wie im Vorjahr 48 Prozent, Weißweine 42 Prozent und Roséweine zehn Prozent Marktanteil am Weinabsatz in Deutschland.

Gute Schokolade

UTZ erreicht weltweit mehr als 910.000 Farmer und Farmarbeiter –
Neue Höchstmarken bei zertifiziertem Kaffee, Kakao und Tee –
Langfristiges Ziel: Farmer fit machen für den Klimawandel

Mehr als 20.000 Produkte, die das Siegel tragen. 37 Länder, in denen Kaffee, Kakao und Tee angebaut werden. 135 Länder, in denen die Produkte verkauft werden. Über 910.000 Farmer und Farmarbeiter, die vom Programm profitieren. Das sind die Eckdaten des Jahresberichts 2014 von UTZ Certified, der nun veröffentlicht wurde. Seit Mitte der Neunziger Jahre arbeitet das Nachhaltigkeitsprogramm und Gütesiegel daran, den nachhaltigen Anbau von Kaffee, Kakao und Tee zur natürlichsten Sache der Welt zu machen. Der aktuelle Jahresbericht zeigt, dass im letzten Jahr erneut Fortschritte gemacht wurden: 2014 wurde so viel UTZ-zertifizierter Kaffee, Kakao und Tee wie noch niemals zuvor verkauft.

Von der Nische zur relevanten Größe – und zum Erfolg
Mittlerweile erreicht das UTZ-Programm 575.000 Farmer und 335.000 Farmarbeiter. Es wirkt sich somit positiv auf das Leben von 910.000 Menschen aus. Studien beweisen, dass UTZ-zertifizierte Farmer ein höheres Einkommen erzielen, umweltschonendere Produktionsverfahren anwenden und bessere Arbeitsbedingungen schaffen als diejenigen, die nicht zertifiziert sind. „Der Jahresbericht zeigt einmal mehr, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Han de Groot, Geschäftsführer von UTZ Certified. „Außerdem werden wir unsere Anstrengungen für die Bereiche Haselnüsse, Reis und Kräutertee weiter vorantreiben“, erklärt er die Pläne für das Jahr 2015.

22 Prozent Plus bei UTZ-zertifiziertem Kaffee, Kakao und Tee
Die mehr als 650.000 Tonnen an UTZ-zertifiziertem Kaffee, Kakao und Tee, die 2014 den Handel erreichten, sprechen ebenfalls eine eindeutige Sprache, was den Erfolg von UTZ Certified betrifft. Insgesamt stieg die Menge an verkauftem UTZ-Kaffee, -Kakao und -Tee im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent. Am stärksten zugelegt hat mit 32 Prozent der Kakao. Umgerechnet rund 9,7 Milliarden 100-Gramm-Tafeln Schokolade könnten mit dem UTZ-Kakao 2014 hergestellt werden (390.416 Tonnen). Die Menge an verkauftem UTZ-Tee stieg um 18 Prozent, die von Kaffee um 16 Prozent. Das reichte für zwei Milliarden Tassen Tee (4.527 Tonnen Tonnen) und 31 Milliarden Tassen Kaffee (258.867 Tonnen).

Mit guter Agrarpraxis und hoher Produktivität gegen den Klimawandel
Das Hauptanliegen von UTZ Certified ist es, den nachhaltigen Anbau zur Norm zu machen und die Situation der Kaffee-, Kakao- und Teebauern zu verbessern. Erschwert wird deren Lage schon seit Längerem durch die Folgen des Klimawandels. Wetterschwankungen treiben die Produktionskosten in die Höhe, während sowohl die Qualität als auch die Quantität des angebauten Produktes zurückgehen. Dadurch sinken auch die Einnahmen.
UTZ Certified hat den Code of Conduct, seinen Kriterienkatalog für die UTZ-Zertifizierung, im Jahr 2014 noch einmal überarbeitet und die Maßnahmen rund um die Optimierung der Anbaumethoden weiter verstärkt. Damit bekommen UTZ-Farmer Möglichkeiten an die Hand, die sie besser gegen den Klimawandel wappnen. Dazu gehört zum Beispiel die Vermeidung von Monokulturen, denn Mischanbau ist ein probates Mittel, um der Bodenerosion entgegenzuwirken.

Den Jahresbericht 2014 können Sie unter www.utzcertified.org/annualreport einsehen.

Die Deutschen sind wahre Tiefkühlkost-Fans

Wie die aktuellen Zahlen der Tiefkühlbranche belegen, ist die
Vorliebe der Deutschen für tiefgekühlte Produkte ungetrübt: Der
durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch jedes Bundesbürgers stieg von
40,2 Kilogramm (2010) auf 40,4 Kilogramm (2011). Pro Haushalt
bedeutete dies einen Verbrauch von 82,4 Kilogramm in 2011. Im Vorjahr
waren es 82,0 Kilogramm.

Dabei durfte der Absatz im Gesamtmarkt für Tiefkühlkost
(Lebensmitteleinzelhandel und Großverbraucherbereich, inklusive
Heimdienste und Discounter) in 2011 ein leichtes Wachstum um 0,8
Prozent auf ein Gesamtvolumen von 3,31 Millionen Tonnen (3,28 Mio. t
in 2010) erfahren. Der Gesamtumsatz stieg um erfreuliche 3,2 Prozent
auf 11,781 Milliarden Euro in 2011 (11,421 Mrd. Euro in 2010). Damit
zeigt sich die deutsche Tiefkühlbranche seit Jahren äußerst stabil –
mit einem anhaltend leichten Anstieg.

Stimmungsschwankungen in den Märkten

Ein sehr erfreuliches und deutliches Wachstum wurde in 2011 durch den
Großverbraucher-Bereich generiert (Gastronomie, Kantinen, Anstalten
etc.) – sowohl in Menge als auch Wert: Dieses Segment wuchs
mengenmäßig um 2,4 Prozent auf 1,57 Millionen Tonnen (1,53 Mio.
Tonnen in 2010). Wertmäßig konnte ein Anstieg um 4,5 Prozent auf
4,916 Milliarden Euro in 2011 (4,705 Mrd. Euro in 2010) erzielt
werden.

Der Lebensmitteleinzelhandel hingegen musste einen leichten
Absatzrückgang verzeichnen: Er sank leicht um 0,6 Prozent auf 1,740
Millionen Tonnen in 2011 (1,75 Mio. t in 2010). Dahingegen erhöhte
sich der Umsatz um 2,2 Prozent auf 6,865 Milliarden Euro (6,715 Mrd.
Euro in 2010).

Die höheren Umsätze in beiden Marktbereichen wurden zum Einen
hervorgerufen durch rohstoffbedingte Preiserhöhungen, zum Anderen
durch einen deutlich sichtbaren Trend zu höherpreisigen und
höherwertigen TK-Produkten: Premium ist wieder „in“, der Verbraucher
„gönnt sich wieder was“!

Süße Erfrischungsgetränke

Männer, die regelmäßig gesüßte Erfrischungsgetränke konsumieren, haben vermutlich ein höheres Risiko für einen Herzinfarkt. So lautet das Fazit einer US-amerikanischen Langzeitstudie, an der knapp 43.000 Männer im Alter von 40 bis 75 Jahren teilnahmen. Die Probanden machten alle zwei bis vier Jahre ausführliche Angaben zu ihren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Zusätzlich nahmen die Mediziner bei den Männern Blutproben und bestimmten verschiedene Parameter wie Blutfettwerte und Entzündungsfaktoren. Nach einem Zeitraum von 22 Jahren wurde in 3.683 Fällen ein Herzinfarkt diagnostiziert.

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn die Durchblutung des Herzmuskels durch eine Verengung der Herzkranzgefäße gestört ist. Das Herz erhält nicht mehr ausreichend Sauerstoff und ein Teil des Gewebes stirbt ab.
Frühere Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass der regelmäßige Konsum von gesüßten Erfrischungsgetränken eine Gewichtszunahme und die Entstehung von Typ-2-Diabetes begünstigt. Die Auswertung dieser neuen Studie hat bestätigt, dass offenbar auch die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt erhöht ist.

Mit jedem zusätzlichen Getränk am Tag stieg das Risiko um 19 Prozent, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt Circulation. Außerdem waren bei einem häufigen Genuss von Softdrinks die Konzentrationen bestimmter Fette wie Triglyzeride und Entzündungsfaktoren im Blut erhöht. Vermutlich führt der Konsum der zuckerhaltigen Getränke zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel, der Entzündungsreaktionen und damit die Entstehung von Herzerkrankungen begünstigt. Kalorienreduzierte Erfrischungsgetränke mit künstlichen Süßstoffen schienen hingegen keinen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko zu haben. Weitere Studien sind jedoch notwendig, um dieses Resultat zu untermauern.
Heike Kreutz, www.aid.de

Vichit Mukura

Dem Küchenchef über die Schulter schauen: der Chef’s Table im Mandarin Oriental, Bangkok

135 Jahre alt und immer am Puls der Zeit: das Mandarin Oriental, Bangkok bietet seinen Gästen, jetzt neu in der Küche des Thai Restaurants „Sala Rim Naam“, den einzigen „Chef’s Table“ in Bangkok.

Hier können die Gäste dem Küchenchef Vichit Mukura beim Kochen über die Schulter schauen und sich und ihre Fragen beantworten lassen. Am Ufer des Chao Phraya gelegen, gehört das Mandarin Oriental, Bangkok zu den berühmtesten Luxushotels weltweit. Das „who is who“ des Showbiz, der Politik und des Hochadels stieg in dem mehrfach zum besten Hotel der Welt gekürten Hotel ab.

http://www.mandarinoriental.com/bangkok/

Orlando die 50-Millionen-Marke

In simultanen Pressekonferenzen an beiden Küsten der USA wurde der Besucherrekord der Stadt Orlando von 51.455 Millionen Besuchern im Jahr 2010 veröffentlicht. Während die Bürgermeister von Orange County, Mayor Teresa Jacobs, und der City of Orlando, Mayor Buddy Dyer, in Orlando/Florida vor die Presse traten, gab der Präsident und Geschäftsführer von Visit Orlando, Gary Sain, zeitgleich in San Francisco/Kalifornien bekannt, dass Orlandos Besucherzahlen um eine zweistellige Prozentzahl von 10,5% gegenüber 46,6 Millionen im Jahr 2009 angestiegen sind. Aus dem Inland wurden letztes Jahr 47,78 Millionen Besucher gezählt; das entspricht einem Zuwachs von 10,3% gegenüber 2009. Die Zahl der Reisenden aus dem Ausland stieg gegenüber dem Vorjahr um 12,6% auf 3,675 Millionen.

Mit diesem Rekordergebnis ist Orlando die erste amerikanische Destination mit mehr als 50 Millionen Besuchern und bleibt weiterhin das am meisten besuchte Reiseziel der USA.

“Trotz der schwierigen Wirtschaftslage hat die Tourismus- und Kongressindustrie in Orlando weiterhin in neue Hotels und Attraktionen investiert. Unterdessen hat Visit Orlando aggressive globale Vermarktungskampagnen durchgeführt, um aufzuzeigen, dass Besucher in Orlando Angebote finden, die es nirgendwo sonst gibt – weltberühmte Attraktionen, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und Erlebnisse, die man nie wieder vergisst,” sagte Gary Sain, Präsident und Geschäftsführer von Visit Orlando, vor der Weltpresse bei der jährlichen Internationalen Pow Wow Konferenz, die von der U.S. Travel Association organisiert wird. “Die Tatsache, dass Orlando 2010 nicht nur den größten Besucherrekord in der Geschichte Orlandos, sondern jeder anderen U.S. Destination aufgestellt hat, zeigt, dass sich unsere aggressiven Strategien im Freizeit- und Kongresswesen ausgezahlt haben und unsere Botschaft bei den Reisenden angekommen ist.”

“Die gewaltigen Anstrengungen unserer Tourismusindustrie haben dazu beigetragen, dass unsere Stadt den jüngsten wirtschaftlichen Belastungen standgehalten hat. Dies ist ein positives Zeichen für unsere Region und ihre Einwohner, denn Reise und Tourismus bestimmen Orlandos Wirtschaft,” so die Bürgermeisterin von Orange County, Mayor Teresa Jacobs. “Die Tourismusindustrie bringt rund 400.000 Jobs nach Orlando, wodurch Einkünfte in Höhe von $13,6 Milliarden generiert werden. Von dieser freudigen Nachricht profitieren deshalb sowohl unsere Einwohner als auch unsere Stadt.”

“Die Reise- und Tourismusbranche ist mit Abstand unser wichtigster wirtschaftlicher Motor. Sie gibt vieles an unsere Gemeinde zurück, indem sie Kunst-, Bildungs- sowie Gemeindeorganisationen unterstützt,” sagte der Bürgermeister der City of Orlando, Mayor Buddy Dyer. “Diese Zahlen sind enorm. Wir brauchen die Reise- und Tourismuswirtschaft als Vorreiter, damit sich unsere Region weiter erholt. Die heutige Nachricht ist wundervoll, und ich bin sehr stolz auf den Erfolg unserer Reise- und Tourismuspartner.”

Weitere Besucherinformationen:

Die Besucherzahlen aus Kanada, Orlandos wichtigstem internationalen Markt, stiegen 2010 um 11% auf 960.000 im Vergleich zu 865.000 im Jahr 2009.
Die Gesamtzahl der Übernachtungen von Besuchern aus dem Inland stieg 2010 um 10,7% auf 30,5 Millionen.
Die Übernachtungszahl von Kongressbesuchern und Tagungsgruppen stieg 2010 um 1,4% auf 3,24 Millionen.
Die Hotelauslastung stieg 2010 um 6,3%.

Um 2010 Besucher zu gewinnen, hatte Visit Orlando in seinen Zielmärkten wie USA, Kanada, Großbritannien, Brasilien und Deutschland neue Marketing-Kampagnen mit dem Slogan “Orlando Makes Me Smile” (Orlando bringt mich zum Lächeln) eingeführt. Eine neue Marketingstrategie für den Tagungs- und Kongressbereich positionierte Orlando als Destination, “Where Inspiration Meets” (wo sich die Inspiration trifft). Zudem hat Visit Orlando die Angebote der Destination Tausenden Reiseveranstaltern und Tourismusfachleuten bei zahlreichen wichtigen Messen der Reiseindustrie in Nordamerika, Europa, Südamerika und Asien vorgestellt und sich für zusätzliche Flugverbindungen aus dem Inland sowie aus Mittel- und Südamerika nach Orlando eingesetzt.

Arbeitsstruktur ändert Essverhalten in Deutschland

Weniger Alltag – Mehr Snacks

„Ich habe einfach keine Zeit“. Diesen Ausspruch kennt fast Jeder, und er ist auf alle Lebenslagen anwendbar. Auch bezogen aufs tägliche Essen. Die Nestlé-Studie 2011 belegt den zunehmenden Trend der fehlenden Möglichkeit zur eigenen Zeiteinteilung. Der Anteil der Menschen, die ständig oder zumindest teilweise wechselnde Tagesabläufe haben stieg insgesamt bei den Berufstätigen auf 41 Prozent.

2009 bei gleicher Erhebungsmethode waren es noch 37 Prozent.

Betrachtet man die Altersstrukturen genauer, sind die steigenden Zahlen vor allem auf die Gruppe der jüngeren Menschen zurückzuführen. Bei den 16- bis19-Jährigen sind es 45 Prozent und bei den 20- bis 29-Jährigen sogar schon mehr als jeder Zweite (52 %). Die Entstrukturierung der traditionellen Arbeitsabläufe beeinflusst ganz erheblich das Essverhalten der Deutschen. Menschen mit unregelmäßigem Tagesablauf essen nur noch selten zu festgelegten Zeiten. Laut der aktuellen Studie bestimmen bei den 10 000 Befragten nicht das Hungerbedürfnis den Zeitpunkt einer Mahlzeit, sondern freie Zeitfenster.

Stirbt also das gute alte „Mahlzeit!“ auf dem Weg in die Kantine aus? Ein klares Nein, denn noch nie war das Angebot der Außer-Haus-Verpflegung höher. Dabei spielen natürlich Betriebsrestaurants (=Kantinen) nach wie vor eine große Rolle. Aber eben nicht mehr als einzige Möglichkeit einer oppulenten Mittagsverköstigung als Hauptmahlzeit.

Die Studie fand ebenso heraus, dass die Mittagspause nicht mehr primär der Nahrungsaufnahme zu dienen scheint, sondern Aspekte wie „Ruhe, Auszeit“ und das Miteinander der Kollegen auch eine große Rolle spielt. Durch die unregelmäßigen Tagesabläufe werden Hauptmahlzeiten zunehmend durch Snacks zwischendurch ersetzt. Mehr als zwei Drittel der unter 30-Jährigen handhaben so ihren Alltag. Das traditionelle Abendessen ist aber nach wie vor die beliebteste Art der gemeinsamen Nahrungsaufnahme. Hier ist die Stimmung am besten, alle sind zu Hause, man kann frei kommunizieren und sich in Ruhe satt essen.
Harald Seitz, www.aid.de

Gastgewerbeumsatz im April 2010 real um 2,0% gesunken

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im April 2010 nominal 1,0% mehr und real 2,0% weniger um als im April 2009. Der Umsatz im Gastgewerbe war im April nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal 0,7% und real 1,0% niedriger als im Vormonat.

Der Umsatz im Beherbergungsgewerbe wuchs im April 2010 nominal um 7,9% und real um 1,3% gegenüber April 2009. In der Gastronomie wurden nominal 2,8% und real 4,0% weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. Innerhalb der Gastronomie stieg der Umsatz der Caterer nominal um 0,7%, real gingen die Umsätze um 0,3% zurück.

Von Januar bis April 2010 setzte das Gastgewerbe in Deutschland nominal genauso viel und real 2,8% weniger um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

www.destatis.de

Deutsche essen mehr Nudeln

Pro-Kopf-Verbrauch bei 7,7 Kilogramm – 200 Gramm mehr als 2008

Die Deutschen haben 2009 mehr Nudeln gegessen als je zuvor. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Nudeln lag durchschnittlich bei 7,7 Kilogramm. Das waren 200 Gramm mehr als im Jahr zuvor. In den letzten zehn Jahren stieg der jährliche Nudelkonsum der Deutschen um 2,2 Kilogramm, wie aus der jetzt veröffentlichten Teigwarenstatistik des Verbands der Teigwarenhersteller und Hartweizenmühlen Deutschlands e.V. (VTH) hervorgeht.

Den wachsenden Appetit auf Nudeln erklärt der VTH-Geschäftsführer Alexander Jess: „Nudeln erfüllen den Wunsch der deutschen Verbraucher nach einer schnellen, hochwertigen und abwechslungsreichen Küche.“ Aus den Zutaten Hartweizengrieß, Wasser und meistens Eiern stellen die deutschen Nudelmacher über 100 Ausformungen her – für jeden Geschmack und jedes Gericht die passende Nudelsorte. Spaghetti sind die beliebtesten. Aber auch Spiralen, Bandnudeln, Röhrchen und Spätzle stehen hoch im Kurs.

Bei der Nudelherstellung legen die deutschen Nudelmacher höchsten Wert auf die Qualität der Zutaten. „Hartweizen ist der wichtigste Rohstoff der deutschen Nudelmacher“, erklärt Alexander Jess im Gourmet Report Gespräch. „Je härter das Weizenkorn, desto besser der Nudelteig.“ Durum-Weizen besitzt einen hohen Anteil an Kleber-Eiweiß, das den Nudelteig wunderbar elastisch macht. Der Hartweizen wird später beim Kochen den Nudeln nicht nur die Bissfestigkeit verleihen, sondern dem Körper auch wertvolle Kohlenhydrate liefern. Auch für die deutsche Spezialität Eiernudeln gelten hohe Qualitätsanforderungen, weshalb regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden.

Das Ei in den Nudeln verbessert nicht nur den Geschmack, sondern mit seiner Hilfe kann das Eiweiß aus den Nudeln auch leicht in körpereigenes Protein umgewandelt werden. Während in anderen Ländern Nudeln aus Hartweizengrieß und Eiern nur an Festtagen auf den Tisch kommen, bringen die deutschen Nudelmacher über 80 Prozent ihrer Produktion als Eiernudeln auf den Markt.

Anstiegstendenz auf dem griechischen Markt für Nüsse

Griechenland: Erwarteter Anstieg auf dem Markt für Nüsse und geröstete Hülsenfrüchte

Auch im Jahr 2008 bestätigte sich die Anstiegstendenz auf dem griechischen Markt für Nüsse, wenn auch mit nur verhaltenem Wachstum. Konkret stieg der Konsum nach einer von Icap erstellten Branchenstudie um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr, wodurch sich für den Zeitraum 1994-2008 ein durchschnittliches Jahreswachstum von 4 % ergibt.

In der Branche sind um die 200 Unternehmen tätig, entweder in der Rohstofferzeugung (landwirtschaftliche Einheiten und Genossenschaften) oder in der Produktverarbeitung der inländischen sowie der importierten Erzeugnisse. Der Großteil dieser Unternehmen beschäftigt sich, außer mit der Verteilung und Zustellung, mit der Verarbeitung der Nüsse (Entschalung, Waschen, Rösten usw.), wobei der größte Teil der Tätigkeiten von einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Unternehmen ausgeführt wird.

Das Hauptmerkmal des Marktes ist die starke Saisonabhängigkeit der Nachfrage. Diese steigt vor allem in den Wintermonaten wegen des kälteren Klimas und den Weihnachts- und Neujahrstagen stark an, während sie in den warmen Monaten sinkt. Zudem sollte angemerkt werden, dass die Nachfrage auch an den Konsum anderer Nahrungsmittel gebunden ist, sich folglich unter den Hauptkunden Unternehmen befinden, die in der Herstellung von Speiseeis, Croissants, Schokolade, Getreideprodukten und ähnlicher Produktarten tätig sind.

Bei den Vorlieben der Verbraucher für verschiedenen Produkte lagen Mandelkerne mit einem Marktanteil von 20,1 % im Jahr 2008 an erster Stelle. Darauf folgten Erdnüsse mit 15,3 %, Pistazien mit 12,2 %, während die übrigen Produkte (Cashewnüsse, geröstete Kichererbsen u. a.) einen Anteil von 35,7 % ausmachten. Typisch ist auch auf diesem Markt die immer stärker werdende Besinnung der Verbraucher auf gesundheitsbewusste Ernährung und die Vorliebe für Produkte mit niedrigerem Kalorienanteil.